|
k0301190
Kurznachrichten   [ Allg. Nachrichten ] [Nachrichtendienste ] [ Ticker ] +++ Fr.17.01.03, 13:00 USA stellen sich gegen Chefinspekteur Blix.
Fr.17.01.03 - Zwischen den Vereinigten Staaten und
dem UN-Chefinspekteur Blix ist ein offener Streit über
die Dauer der Waffenkontrollen im Irak entbrannt. Die
amerikanische Regierung machte deutlich, dass sie
gegen die Pläne von Blix ist, die Inspektionen bis März
zu verlängern. Der "Süddeutschen Zeitung" sagte
US-Außenminister Powell, dass er für eine ausufernde
Verlängerung des Mandats für die Kontrolleure keine
Chance sehe. Blix selbst wirbt derzeit bei der EU in
Brüssel um Unterstützung für seine Absicht, die
Kontrollen bis zum März zu verlängern. Der
Chefinspekteur hatte den Vereinten Nationen bereits
Anfang der Woche mitgeteilt, dass er auf der Basis
einer früheren Resolution die Untersuchungen im Irak
um einige Monate ausdehnen will.
Die Resolution 1284 sieht einen Bericht der Inspektoren
innerhalb von 60 Tagen vor. Blix argumentiert, dass seine Gruppe
vom 27.Januar an auf dieser Grundlage arbeiten wird. Der Zeitpunkt
für einen neuen Bericht wäre demnach der 27. März – was einen
Krieg verzögern oder wegen der Hitze im Irak gar unmöglich
machen würde.
(Quellen: br, sz) Mehr unter:
"Die Amerikaner wollen im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen
darauf dringen, den UN-Experten nicht mehr viel Zeit zu lassen bei
der Suche nach Massenvernichtungswaffen. Bis Ende Januar soll
Chefinspektor Hans Blix eine Bewertung der Situation abgeben.
Danach will Washington freie Hand. Die Kontrolleure möchten
dagegen weiterarbeiten. Sie sagen zu Recht, so schnell lasse sich
kein klares Bild schaffen von Saddam Husseins Arsenalen. Die EU –
die mit Frankreich, Großbritannien, Deutschland und Spanien vier
der 15 Ratsmitglieder stellt – muss Blix unterstützen. Der
Chefabrüster hat am Donnerstag in Brüssel für seine Position
geworben, und selbst London dürfte ihn erhören.
Schwieriger sieht es bei der Frage einer zweiten Resolution aus. Sie
könnte zur eigentlichen Probe für Europa werden. Die US-Regierung
behauptet, ein weiterer Beschluss des Sicherheitsrats sei überflüssig,
da Resolution 1441 vom November ein Kriegsmandat enthalte. Die
Entscheidungshoheit läge damit nicht mehr im UN-Glaspalast zu
New York, sondern im Weißen Haus zu Washington. Diese Ansicht
ist falsch. Denn Resolution 1441 enthält zwar viele Bedingungen an
Bagdad, spricht von einer 'letzten Chance' und warnt vor 'ernsten
Konsequenzen'. Eine Lizenz zum Losschlagen aber gewährt sie
nicht. Darüber muss der Rat noch entscheiden, sobald er die
Ergebnisse der Inspektionen kennt.
Wenn alle EU-Staaten im Rat dies propagieren, werden sie sich
durchsetzen. Die Bush-Regierung wäre damit in den UN-Prozess
eingebunden, sofern sie keinen völkerrechtswidrigen Alleingang
riskieren will. Doch noch spricht Europa mit vielen Stimmen..."
Süddeutsche Zeitung, 17.01.02
US-Präsident Bush: Geduld der USA mit Irak geht irgendwann zu Ende.
Fr.17.01.03 - US-Präsident George W. Bush hat am Donnerstag Irak wiederholt
gewarnt, dass die Zeit für die von der UNO geforderte Abrüstung des Landes abläuft.
Es sei Sache des irakischen Präsidenten Saddam Hussein zu tun, wozu ihn die
gesamte Welt aufgefordert habe, sagte Bush während einer Rede in Scranton im
US-Bundesstaat Pennsylvania. "Irgendwann wird die Geduld der USA zu Ende
gehen", fügte Bush hinzu. Die USA haben gedroht, Irak im Fall einer mangelnden
Kooperation mit der UNO notfalls militärisch abzurüsten. (Quelle: rtr)
Blix verschärft Ton gegenüber Saddam Hussein.
Fr.17.01.03 - UN-Chefwaffeninspektor Hans Blix hat den Ton gegenüber
dem irakischen Machthaber Saddam Hussein verschärft.
Die Lage sei "sehr angespannt und sehr gefährlich", sagte
Blix bei einem Besuch in Brüssel. Nach einem Gespräch
mit Blix sagte der EU-Außenbeauftragte Javier Solana, er
halte einen Krieg für vermeidbar. Dazu müsse Saddam
Hussein die UN-Inspekteure aber besser unterstützen. Die Kontrolleure kündigten
an, bei der UNO die Verlängerung ihrer Mission zu beantragen. In Bagdad befragten
die Inspektoren mehrere Stunden lang führende irakischen Wissenschaftler.
Es gebe zwei Wege, den Konflikt zu lösen, der eine führe über Inspektionen und
Entwaffnung, der zweite zu Gewaltanwendung, sagte Blix. Er hoffe, dass der erste
Weg weiterhin möglich sei. Irak müsse jedoch "mehr als bislang tun, damit dieser
Weg glaubwürdig wird". "Wir sind sehr ungeduldig."
Mit Blick auf die USA sagte der Chefinspektor, "wenn jemand so sicher ist, dass
die Iraker Waffen verstecken, müsste derjenige auch in der Lage sein zu sagen, wo
die Verstecke sind". Es wäre besser, wenn die Inspektoren die angeblichen
Verstecke sehen könnten, ehe sie bombardiert würden, betonte Blix. US-Präsident
George W. Bush betonte in Washington, die Geduld der USA werde "eines Tages
enden". Es gebe "Beweise" dafür, dass Irak "nicht abrüstet".
Blix habe in der Unterredung seine Besorgnis darüber zum Ausdruck gebracht, dass die Zusammenarbeit Saddam
Husseins nicht ausreichend sei, sagte Solana. Der Chefinspektor habe bei dem Treffen auch zu verstehen gegeben,
dass nicht mehr viel Zeit zur Verfügung stehe. Die Verantwortung dafür, ob ein Krieg zu vermeiden sei, liege nun beim
irakischen Staatschef.
Der 27. Januar, an dem Blix vor dem Sicherheitsrat über das Ergebnis der Inspektionen berichten will, sei nicht das
Ende des Prozesses, sagte Solana. Er sprach sich klar für eine zweite Resolution des UN-Sicherheitsrats aus, bevor
Entscheidungen über militärische Maßnahmen gefällt werden sollten.
Um die Arbeit in Irak abschließen zu können, solle der UN-Sicherheitsrat die Mission der Kontrolleure "um
mindestens einige Monate" verlängern, sagte der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Mohamed el
Baradei.
In Bagdad besuchten die UN-Inspektoren die Privatresidenzen von zwei führenden Wissenschaftlern und einen
Rundfunksender der bewaffneten iranischen Opposition außerhalb der Hauptstadt. Die Regierung in Ankara lud die
Staats- und Regierungschefs aus Ägypten, Iran, Jordanien, Saudi-Arabien und Syrien für kommende Woche zu einer
Konferenz ein. (Quelle: afp)
UNO-Inspektoren finden leere Chemie-Sprengköpfe in Irak.
Fr.17.01.03 - Die UNO-Inspektoren sind in Irak auf der Suche nach verbotenen Massenvernichtungswaffen
am Donnerstag auf leere Gefechtsköpfe gestoßen, die mit chemischen Kampfstoffen bestückt werden können.
Nach dem Fund hat ein nicht genannter UN-Waffeninspekteur die Bedeutung der Geschosshülsen
heruntergespielt. Die Entdeckung der Gefechtsköpfe sei "für sich genommen kein bedeutendes
Ergebnis", sagte den Waffeninspekteur.
UNO-Sprecher Hiro Ueki sagte in Bagdad, die Inspektoren hätten in dem Munitionslager Uchaider elf leere
chemische Sprengköpfe und einen weiteren Gefechtskopf entdeckt, der noch näher ausgewertet werden müsse. Ein
US-Regierungsvertreter sagte, der Waffenfund sei kein schlagkräftiger Beweis, dass Irak über Massenvernichtungswaffen
verfüge.
Die Inspektoren waren nach UNO-Angaben in das Gebiet 120 Kilometer südlich der
Hauptstadt Bagdad gereist, um dort ein groß angelegtes Bunkersystem zu
untersuchen, das Ende der 90er Jahre angelegt worden war. Die Bedeutung des
Fundes der leeren Sprengköpfe für die Inspektionen wollte der UNO-Sprecher nicht
bewerten. Die Gefechtsköpfe seien in einem "vorzüglichen Zustand" und ähnelten
Sprengköpfen, die Irak in den späten 80er Jahren importiert habe. Ob die
Raketen-Sprengköpfe jemals chemische Kampfstoffe enthalten haben, blieb unklar.
Der irakische General Hussam Mohammad Amin sagte am Donnerstag in Bagdad, es handele sich um
122-Millimeter-Raketen mit leeren Sprengköpfen. "Es gibt (da) keine chemischen oder biologischen Kampfstoffe oder
Massenvernichtungswaffen". Die Raketen hätten eine Reichweite von 18 Kilometern gehabt und seien ausgemustert.
Sie seien in verschlossenen Holzkisten gelagert worden, die "wir vergessen haben", fügte der General hinzu. (Quellen: rtr, afp)
Ärzte sagen humanitäre Katastrophe im Falle eines Irak-Kriegs voraus.
Fr.17.01.03 - Internationale Ärzteorganisationen befürchten eine humanitäre
Katastrophe, sollte es zu einem Krieg in Irak kommen. Die britische
Hilfsorganisation Medact [http://www.medact.org/] hat am Donnerstag in Berlin einen Bericht mit ersten
Schätzungen zu Opferzahlen vorgestellt. "Die mögliche Zahl von getöteten
Kämpfern und irakischen Zivilisten während des Konflikts und drei Monate danach
könnte eine Größenordnung von einer viertel Million erreichen", sagte die britische
Ärztin Judith Cook, die mehrmals für Medico in Irak war.
Die Zahl zusätzlicher Toter auf Grund längerfristiger Auswirkungen des Krieges
könnte nach Schätzungen von Medico weitere 200.000 erreichen. "Das Ziel der
USA ist ein Regimewechsel in Irak. Das führt dazu, dass ein neuer Konflikt
notwendigerweise intensiver und zerstörerischer wird als im Jahre 1991", sagte
Cook. Sollte es zu einem Krieg kommen, würde das ohnehin schon schwache
Gesundheitssystem völlig zusammenbrechen. Schwere Verluste in der
Zivilbevölkerung seien vor allem bei einer Schlacht um die Fünf-Millionen-Stadt
Bagdad vorherzusehen.
Die Befürchtungen seiner britischen Kollegin teilt auch der deutsche Mediziner
Ulricht Gottstein von der deutschen Sektion der Internationalen Ärzte für die
Verhütung des Atomkriegs [http://www.ippnw.de/] . Der Rückblick auf den zweiten Golfkrieg, der am Freitag
vor zwölf Jahren zu Ende ging, lasse einen brutalen Krieg befürchten. Damals seien
entgegen den Angaben der Amerikaner viele Zivilisten getötet worden. Der größte
Bagdader Luftschutzbunker sei zielgenau mit zwei aufeinander folgenden Raketen
zerbombt worden. «Etwa 1300 Menschen, vorwiegend Frauen und Kinder,
verbrannten oder wurden erschlagen», sagt Gottstein.
Elektrizitätswerke, Wasserwerke und Wasserkläranlagen seien ebenfalls zerstört
worden. «Die Menschen schöpften aus den Flüssen ihr Trinkwasser. Die Folge
waren Typhus und Cholera. Allein 170.000 Kleinstkinder und Säuglinge starben
daran», sagt der Mediziner. Katastrophale Verhältnisse fand der deutsche Arzt in irakischen Krankenhäusern vor.
«Noch heute erhalten die Krankenhäuser stark verzögert und stets unvollständig die bestellten Medikamente.»
Manchmal könnten auch gar keine Medikamente ausgeliefert werden.
Die Lüge vom chirurgischen Krieg erkenne man nach Meinung von Gottstein auch an den Opferzahlen der UN: "Etwa
150.000 irakische Soldaten wurden aus der Luft in ihren Fahrzeugen abgeschossen, als sie sich bereits auf dem
Rückmarsch befanden." Zusätzlich gab es 50.000 durch Bomben oder Kampfhandlungen getötete Zivilisten.
"Der zweite Golfkrieg war kein sauberer, fairer, die Zivilbevölkerung schonender chirurgischer Krieg." Er war
Gottsteins Meinung nach ein schmutziger, blutiger, zerstörerischer Krieg, der massiv gegen die Genfer Konventionen
verstieß. Der deutsche Mediziner ist sich sicher: "Der nächste Krieg, wenn er nicht noch verhindert werden kann, wird
noch viel schlimmer werden."
Im Falle eines Irak-Krieges befürchtet die Hilfsorganisation Cap Anamur
große Flüchtlingsströme. Der Leiter von Cap Anamur, Elias Bierdel, sprach im
Deutschlandradio von einem "Horrorszenario", das die Bevölkerung erwarte. So sei
damit zu rechnen, dass fliehende Iraker auf die geschlossenen Grenzen der
Nachbarstaaten stoßen und im Land selbst große Lager entstehen müssten. Die
Situation in Irak sei allerdings katastrophal. "Im Süden des Landes sind die
Menschen jedenfalls am Boden. Sie haben ihre letzten Ressourcen längst
aufgebraucht", zitierte der Sender Bierdel, der erst kürzlich das Land besucht hatte.
(Quelle: ap)
USA werden Informationsmonopol in der Region erwirken wollen.
Fr.17.01.03 - ICANN-Direktor Andy Müller-Maguhn äußerte sich
in einem Interview mit "futurezone" über "digitale Zersetzungsmaßnahmen"
und mögliche Angriffe auf die Internet-Infrastruktur des Irak. Unter anderem
sagte er:
"Ich gehe davon aus, daß die USA im
umfassenden Stadium ihres derzeit
angekündigten und partiell bereits
angelaufenen Angriffskrieges ein
möglichst vollständiges
Informationsmonopol in der Region
erwirken wollen. Dazu werden sicherlich
gezielte physische Angriffe auf die
Einrichtungen der irakischen
Telekommunikation ebenso gehören
wie digitale Zersetzungsmaßnahmen.
Inwieweit die US-amerikanischen
Streitkräfte dabei Rücksicht auf die
Souveränität anderer Länder nehmen,
vermag ich nicht vorauszusehen. Aber
insbesondere bei digitalen
Zersetzungsmaßnahmen gehört es
quasi zum Standartrepertoire, Angriffe
unter 'falscher Flagge' durchzuführen,
also die wahre Herkunft von Angriffen
zu verschleiern.
Bei distributed denial of service attacks
beispielsweise sind ja nicht die
angreifenden Computer die
tatsächlichen Urheber der Angriffe,
sondern derjenige, der Ihnen das
Angriffsprogramm eingepflanzt hat..."
(Quelle: futurezone) Mehr unter:
Deutscher Verteidigungsminister: Ja zu Irak-Krieg "nicht mehr vorstellbar".
Fr.17.01.03 - Bundesverteidigungsminister Peter Struck (SPD) hat ein
deutsches "Ja" im UN-Sicherheitsrat zu einem Kriegseinsatz
gegen Irak praktisch ausgeschlossen. Ein derartiges Votum
sei "im Grunde nicht mehr vorstellbar". Zugleich räumte Struck
Belastungen in den deutsch-amerikanischen Beziehungen ein.
Die Frage, ob es zu einem Krieg komme, hänge letztlich von US-Präsident George
W. Bush ab, sagte Struck der "Rheinpfalz". Bush müsse klären, ob er akzeptiere,
dass die UN-Waffeninspektoren für ihre Untersuchungen länger bräuchten oder ob er
sich "für die militärische Option" entscheide.
Man könne nicht bestreiten, dass das deutsch-amerikanische Verhältnis im
Augenblick schwierig sei. Die freundschaftliche Tradition, die beide Länder verbinde,
sei allerdings so stark, dass derartige Belastungen auszuhalten seien. (Quelle: afp)
CDU-Außenpolitikexperte Schäuble: Für deutsches Ja zu Irak-Krieg im Sicherheitsrat.
Fr.17.01.03 - Der CDU-Außenpolitikexperte Wolfgang Schäuble hat sich dafür
ausgesprochen, dass Deutschland im UNO-Sicherheitsrat für einen Irak-Krieg
stimmt.
Wenn eine zweite Resolution des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen (UNO)
nötig werde, sollte diese möglichst von allen Mitgliedern mitgetragen werden, sagte
Schäuble in einem Interview der "Berliner Zeitung" vom Freitag. Es müsse auch für
Deutschland die Gefahr ausgeschlossen werden, dass vom Irak Anschläge mit
Massenvernichtungswaffen ausgingen. "Das erreicht man nur durch eine klare,
geschlossene Haltung der internationalen Gemeinschaft." Wenn der
UNO-Sicherheitsrat eine Militärintervention gegen Irak beschließe, müsse sich
jedes Land im Rahmen seiner Möglichkeiten beteiligen.
"Ich hoffe sehr, dass die Europäer und die Amerikaner nicht unterschiedlich
abstimmen", sagte Schäuble. "Das schwächt den Westen. Und wenn der Westen
schwächer wird, ist das sicher nicht im deutschen Interesse." (Quelle: rtr)
Unter der Überschrift "Union will Kriegsbeteiligung herbeistimmen"
scheibt die Tageszeitung in ihrer heutigen Ausgabe:
"Auf Gerhard Schröders längster Pressekonferenz im
neuen Jahr ('Ich habe Zeit!') ging die brisanteste Ankündigung fast
unter. Weitgehend unbemerkt hat der Bundeskanzler am Dienstag
zum ersten Mal die Grenze der deutschen Unterstützung für die
USA in einem Irakkrieg definiert. Es ist seine Trennlinie zwischen
Kriegsverweigerung und -beteiligung, zwischen Wahlversprechen
und Wahlbetrug. Genau über diese Linie möchte die Opposition von
CDU und CSU ihn nun treiben.
Schröder sagte: 'Militärische Maßnahmen sind militärische
Maßnahmen. Darüber zu theoretisieren, empfiehlt sich nicht. Wenn
Sie eine abstrakte Grenze gezogen haben wollen, dann liegt die
doch da, wo eine Regierung in den Deutschen Bundestag müsste;
denn da liegt ja die verfassungsmäßige Grenze.' Sobald also die
Regierung die Zustimmung des Parlaments zu einem Militäreinsatz
bräuchte, liegt auch nach Schröders Verständnis eine
Kriegsbeteiligung vor. Nach Ansicht der Unionsfraktion kommt der
Kanzler um eine Abstimmung im Bundestag allerdings nicht herum,
denn im November sagte er den USA bereits die Nutzung von
Awacs-Flugzeugen zu, sofern die Maschinen nur über
Nato-Bündnisgebiet zum Einsatz kommen. Ein Drittel der
Awacs-Besatzungen besteht aus Bundeswehrsoldaten."
Bush hat Amerikaner noch nicht von Irak-Krieg überzeugt.
Fr.17.01.03 - US-Präsident George W. Bush hat einer Umfrage zufolge die
Mehrheit der Amerikaner noch nicht von der Notwendigkeit eines Irak-Krieges
überzeugt. Einer am Donnerstag in Washington veröffentlichten Studie des
Meinungsforschungsinstituts Pew zufolge gibt es eine breite Unterstützung für das
Ziel, den irakischen Präsidenten Saddam Hussein zu stürzen. Die Zustimmung zu
einem militärischen Vorgehen der USA wird von zwei Dritteln der Befragten aber
davon abhängig gemacht, dass eine Bedrohung durch Irak bewiesen und die
Unterstützung von Verbündeten zugesichert sei.
So sagten 76 Prozent der zwischen dem 8. und 12. Januar befragten 1.218
US-Bürger, sie seien für Krieg, wenn die UN-Inspektoren in Irak Atom-, Bio- oder
Chemiewaffen finden würden. Ähnlich sieht es für den Fall aus, dass die Inspektoren
keine Massenvernichtungswaffen finden, aber zu dem Schluss kommen, dass diese
von Irak hergestellt werden könnten.
Aber die Befragten folgen nicht dem Argument der US-Regierung, Irak müsse selbst
beweisen, keine dieser Waffen zu haben. 63 Prozent sagten, dies sei kein Grund für
einen Krieg. 53 Prozent erklärten, Bush habe noch nicht ausreichend die Gründe für
einen Krieg gegen Irak dargelegt. 42 Prozent sagten, die Regierung habe das
bereits klar gemacht. Nach Bushs Rede vor den Vereinten Nationen im September
hatten 52 Prozent gesagt, Bush habe die Gründe klar gemacht, 37 Prozent, er habe
dies nicht getan.
Aus dem Weissen Haus verlautete, Bush werde in seiner Rede zur Lage der Nation
am 28. Januar das Vorgehen gegen Irak darlegen. Einen Tag zuvor veröffentlichen
die UN-Inspektoren ihren Bericht und am 31. Januar trifft Bush in Camp David den
britischen Premierminister Tony Blair. (Quelle: ap)
Irak-Kriegsgegner in USA werben mit Fernsehspots für Frieden.
Fr.17.01.03 - Mit einem Fernsehspot werben seit Donnerstag Gegner eines Irak-Kriegs in
mehreren US-Fernsehsendern für den Frieden. In dem 30-Sekunden-Film des
Demokratienetzwerks moveon.org sitzt ein kleines Mädchen in einem Feld voller
Gänseblümchen, während ein Countdown gezählt wird. Mit dem Ende des
Countdowns verwandelt sich das Bild und zeigt eine brennende Ölquelle, Soldaten
auf einem Schlachtfeld, Krankenwagen und eine wütende Menschenmenge. Dann
schlägt eine Rakete ein und das grausame Szenario verschwindet unter einem
Atompilz. Eine Stimme aus dem Off kommentiert: "Krieg gegen Irak. Vielleicht wird
er schnell zu Ende sein. Vielleicht nicht. Vielleicht wird er sich ausbreiten. Vielleicht
werden Extremisten Länder mit Atomwaffen angreifen. Vielleicht wird das
Unvorstellbare geschehen. Vielleicht sagt deshalb die überwältigende Mehrheit der
US-Bürger zu Präsident (George Bush: 'Lassen Sie die Inspektoren arbeiten'."
(Quelle: afp)
Stadtrat von Chicago verabschiedet Resolution gegen Krieg.
Fr.17.01.03 - Der Stadtrat von Chicago hat sich in einer Resolution gegen einen so
genannten vorbeugenden Militärangriff auf Irak ohne den Beweis ausgesprochen,
dass von Bagdad eine Bedrohung der USA ausgeht. Chicago ist damit die grösste
Stadt der Vereinigten Staaten, die eine Stellungnahme gegen einen Krieg am Golf
verabschiedete. Die Resolution wurde am Donnerstag mit 46 gegen eine Stimme
angenommen.
Ähnliche Antikriegsresolutionen hatten zuvor San Francisco, Seattle, Ithaca im
Staat New York und Kalamazoo in Michigan verabschiedet. Chicago ist mit 2,9
Millionen Einwohnern die drittgrösste Stadt der USA nach New York und Los
Angeles. In der Erklärung wurde auch auf die gewaltigen finanziellen Kosten eines
Krieges hingewiesen, die zu Kürzungen von Bundesprogrammen führen könnten, die
Bürgern Chicagos zugute kommen. "Wir wollen nicht, dass unsere Jungen und
Mädchen in den Krieg ziehen", sagte die Ratsvorsitzende Dorothy Tillman.
In der Resolution wurde den Angehörigen der US-Streitkräfte uneingeschränkte
Unterstützung zugesichert. Der irakische Präsident Saddam Hussein sei "ein
Tyrann, der von der Macht entfernt werden sollte". Aber: "Es ist nicht ganz klar, ob
eine einseitige Militäraktion der USA zur Einsetzung einer freien und
demokratischen Regierung führen würde." Die Resolution soll an Präsident George
W. Bush und die Kongressmitglieder aus dem Staat Illinois weitergeleitet werden.
(Quelle: ap)
Deutsche und Franzosen mehrheitlich gegen Militäreinsatz im Irak.
Die vom Meinungsforschungsinstitut Forsa
erhobenen Daten zeigen eine deutliche Anti-Kriegshaltung bei
allen Teilen der Bevölkerung, unabhängig von der
Parteienpräferenz. Auf die Frage: "Ist ein militärischer Einsatz
gegen den Irak gerechtfertigt?" antworteten im Osten
Deutschlands 87 Prozent mit Nein, im Westen waren es 80
Prozent. Mit der größten Quote sprachen sich Anhänger der
Grünen (96 Prozent) gegen einen Krieg aus, gefolgt von
Anhängern der SPD (86), der CDU/CSU (77) und der FDP (66).
Auch die Antworten auf die Frage, ob ein Krieg gegen Irak
dazu beitragen würde, den weltweiten Terrorismus
einzudämmen, zeigt ein deutliches Anti-Kriegsmeinungsbild: 68
Prozent der Befragten waren der Ansicht, dass ein Krieg den
internationalen Terrorismus eher verstärken würde, 24 Prozent
sahen keinen Einfluss auf das Ausmaß des weltweiten
Terrorismus.
Die Pariser Regierung sollte nach dem Wunsch von drei Vierteln der Franzosen
gegen einen Kriegs-Beschluss der Vereinten Nationen in der Irak-Krise ein Veto einlegen. 82
Prozent seien gegen einen Militäreinsatz und 75 Prozent wollten ihn durch ein Veto Frankreichs verhindert
sehen, heißt es in der Auswertung einer Umfrage des Pariser Meinungsforschungsinstituts CSA, die am
Donnerstag bekannt wurde. 13 Prozent waren "auf der Grundlage der bislang vorliegenden Informationen über
die Waffeninspektionen" für einen Militäreinsatz, 20 Prozent gegen ein Veto. Die Umfrage wurde am
Mittwoch für die Zeitung "L'Humanité" veranstaltet, die die Ergebnisse heute veröffentlicht.
(Quellen: fr, info.partisan.net)
Großdemonstrationen in Europa am 15. Februar gegen Irak-Krieg.
Fr.17.01.03 - Mit Großkundgebungen in mehreren europäischen
Hauptstädten wollen Friedensgruppen, Gloablisierungsgegner und Gewerkschaften
am 15. Februar [http://www.15februar.de] gegen einen Irak-Krieg demonstrieren.
Unter dem Motto "Den Irak-Krieg verhindern" ruft ein Bündnis zu Demonstrationen in
Berlin, Rom, London, Paris und anderen europäischen Hauptstädten auf. Allein am
Protestzug in der deutschen Hauptstadt, an der sich auch die Grünen-Parteispitze
beteiligen und dafür auch die Partei-Mitglieder mobilisieren will, werden mehrere
10.000 Menschen erwartet. Dort sind unter anderem Auftaktkundgebungen am
Bahnhof Zoo und am Alexanderplatz sowie eine Abschlusskundgebung in der Nähe
des Reichstages geplant.
Organisator der Kundgebung in Berlin ist ein Bündnis aus Friedensgruppen,
Globalisierungsgegnern wie die Attac-Bewegung und Gewerkschaftern. Nur eine
breite Protestbewegung könne einen dritten Golfkrieg noch verhindern, heißt es in
einem Aufruf der Veranstalter. "Wir wissen noch nicht genau, wie viele Teilnehmer
es in Berlin geben wird" sagte Kathrin Vogler vom Aktionsbündnis am Donnerstag.
"Wir rechnen aber fest damit, dass es größer wird als die Demonstrationen im
letzten Jahr." Anlässlich des Besuchs von US-Präsident George W. Bush in Berlin hatten im vergangenen Mai
mehrere 10.000 Menschen gegen dessen Politik demonstriert. "Wir denken, dass es nicht nur in Europa, sondern
auch in den USA, Kanada und weiteren Ländern zu ähnlichen Aktionen kommen wird", sagte Vogler.
"Wir werden uns beteiligen an der bundesweiten Demonstration am 15. Februar in Berlin", sagte die
Grünen-Vorsitzende Angelika Beer am Donnerstag in Potsdam. Die Partei werde mobilisiert. Dies solle signalisieren:
"Wir Grüne gehen für den Frieden auf die Straße."
In London könnte es nach Angaben der Friedensgruppe "Britain's Stop the War Coalition" möglicherweise die größte
Anti-Kriegs-Demonstration in der Geschichte des Landes geben. "Der 15. Februar wird ein Tag des Handelns sein",
sagte der Sprecher der Gruppe, Andrew Birgin. "Die Botschaft ist ganz simpel: Keinen Krieg gegen den Irak aus
welchen Gründen auch immer, ob die UNO ihn unterstützt oder nicht." (Quelle: rtr)
Schriftsteller Grass bezeichnet Bush als "gemeingefährlich".
Fr.17.01.03 - Angesichts der Kriegsgefahr in Irak hat der Literaturnobelpreisträger
Günter Grass den mangelnden Einfluss Europas auf die US-Regierung beklagt.
Europa sei unfähig, mit einer Stimme zu sprechen, sagte Grass am Donnerstag in
den ARD-Tagesthemen. In keinem europäischen Land gebe es die Bereitschaft,
einen Krieg zu führen, "es fehlt nur die einigende Stimme", sagte Grass. Aus
Freundschaft wünsche er den Amerikanern einen Freund, "der eine Stimme hat, die
auch gehört wird".
Die Arroganz der Macht hindere die USA daran, auf Rat einzugehen. US-Präsident
George W. Busch bezeichnete der Schriftsteller als "gemeingefährlich", weil er für
Argumente gar nicht mehr zugänglich sei. Die Regierung in Washington plant nach
Grass' Darstellung einen "gewollten Krieg", um die eigenen Ölinteressen
durchzusetzen.
Weiter kritisierte Grass die Argumentation der US-Regierung, dass der Irak
Massenvernichtungswaffen besitze. Die USA sollten lieber bei sich nach
Chemiewaffen suchen, schliesslich hätten sie die selbst im Vietnam-Krieg
eingesetzt. Der Diktator Saddam Hussein sei einst vom Westen gegen den Iran
aufgerüstet worden, betonte Grass. Es sei eine fatale Begabung der USA, seine
späteren Feinde selbst zu erziehen. Das zeige auch das Beispiel Osama bin
Ladens. (Quelle: ap)
Mehr Grass unter: http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv/k0301170.htm#030115_a
Vorsitzender der deutschen Bischöfe: Angriffskrieg jeglicher Art ist sittlich verwerflich.
Fr.17.01.03 - Nach dem Papst verschärft nun auch die
katholische Kirche in Deutschland ihre Kritik an einem möglichen
Krieg gegen den Irak. Ein Angriffskrieg jeder Art sei "sittlich
verwerflich", sagte der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Kardinal
Karl Lehmann. Ein präventiver Krieg sei "niemals gerechtfertigt".
Angesichts des Aufmarsches von US-Truppen in der Golfregion
dürfe in diesem Konflikt keine "Eskalationslogik" greifen. Lehmann
zeigte sich besorgt, ob die Verlegung von über 150.000 Soldaten
nur eine Drohkulisse darstelle.
Zudem seien die Folgen eines Krieges "unabsehbar", betonte der
Kardinal. Er verwies auf Szenarios der UNO, dass bei einem
Konflikt mit zwei Millionen Flüchtlingen und der Versorgung von
zehn Millionen Menschen zu rechnen sei. Es drohe eine
Destabilisierung des Nahen Ostens "auf lange Zeit". (Quelle: taz) Mehr unter:
München: Kirchen unterstützen Aktionen gegen Nato-Sicherheitskonferenz.
Fr.17.01.03 - Im Vorfeld der Sicherheitskonferenz (7. bis 9. Februar )wollen sich die Kirchen in
München an der Allianz gegen einen drohenden Irak-Krieg
beteiligen. Bei vielen Christen sei das Bedürfnis groß, für den
Frieden zu beten und auf die Straße zu gehen, sagt der evangelische
Stadtdekan Hans Dieter Strack. Er hat die Gemeinden im
Stadtgebiet aufgerufen, Demonstranten übernachten zu lassen.
Im Gegensatz zum letzten Jahr, in dem die evangelische und
katholische Kirchenleitung den Demonstrationen anlässlich der
Sicherheitskonferenz skeptisch gegenüberstanden, will man diesmal
offenbar an der Spitze der Friedensbewegung mit dabei sein.
Während der Sicherheitskonferenz finden in München vom 7. bis 9. Februar
zahlreiche Gegen-Veranstaltungen statt, an denen sich kirchliche
Verbände beteiligen werden. So hat das Dekanat etwa die
Kirchengemeinden aufgefordert, sich an einem „Friedensläuten" zu
beteiligen: Vom 27. Januar an sollen jeden Abend vor 18 Uhr fünf
Minuten lang die Kirchenglocken in der Stadt das „Nein zum Krieg"
untermauern. Die Aktion soll mindestens bis zu dem Wochenende
laufen, an dem die Sicherheitskonferenz stattfindet. (Quelle: sz) Mehr unter:
Dem rot-grünen Rathaus-Bündnis in München steht wegen des drohenden Irak-
Kriegs ein Konflikt ins Haus: OB Christian Ude weigert sich, den
anreisenden Demonstranten gegen die Sicherheitskonferenz
städtische Turnhallen als Unterkunft zu öffnen. Genau dies aber will
der Grünen-Fraktionschef Siegfried Benker erreichen, der nun einen
Offenen Brief an Ude richten wird. Die Stadt, so Benker, solle sich
an der Evangelischen Kirche ein Beispiel nehmen, die den
Demonstranten ihre Gemeindezentren öffnen will.
Im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung sagte Ude, der Stadtrat habe voriges Jahr –
mit den Stimmen der Grünen – die Öffnung der Turnhallen abgelehnt.
Schließlich, so Ude, sei die Stadt "zur Neutralität verpflichtet und
kann nicht bei politischen Demonstrationen in dieser Weise Partei
ergreifen". Ude selber will, wie er bekräftigte, gegen den Krieg im
Irak demonstrieren. (Quelle: sz) Mehr unter:
Irak liefert Öl an den Kriegsgegner USA.
Fr.17.01.03 - Irak ist in den letzten Wochen
überraschenderweise zu einem der wichtigsten Lieferanten für
seinen Erzfeind USA geworden. Trotz allem Säbelrasseln
beziehen die USA mittlerweile fast zehn Prozent ihrer
Erdöleinfuhren aus Irak. Begonnen hat diese Entwicklung, als
der - mittlerweile sieben Wochen andauernde -
Managerstreik in Venezuela auch die Erdöl-Produktion
erfasste.
"Die USA bekommen täglich etliche hunderttausend Barrel
Rohöl aus Irak", sagt John Lichtblau, Chef des New-Yorker
Energieunternehmens Pira. Nach bislang unveröffentlichten
Zahlen der US-Regierung liefert Irak seit dem 2. Dezember
500 000 Barrel Öl pro Tag in die USA, mehr als doppelt so
viel wie im Zeitraum von September bis November. Just zu
dem Zeitpunkt, als die USA in der vergangenen Woche
weitere zehntausende Soldaten an den Golf schickten, stieg
der irakische Erdölexport sogar auf täglich 830 000 Barrel.
Seit Anfang 2002 hat Bagdad nicht mehr so viel Erdöl an den
potenziellen Kriegsgegner geliefert. (Quelle: blz/ap)
Arabische Länder bereiten angeblich Militärputsch in Irak vor.
Fr.17.01.03 - Mehrere arabische Staaten planen einem amerikanischen Zeitungsbericht
zufolge einen Sturz des irakischen Machthabers Saddam Hussein, um einen Krieg
sein Land abzuwenden. So arbeite Saudi-Arabien "aktiv" daran, hohe irakische
Militärs von der Notwendigkeit eines Umsturzes zu überzeugen, berichtete das
US-Nachrichtenmagazin "Time" am Donnerstag. Riad befürchte, dass es bei einem
US-geführten Krieg in Irak zu einem Chaos und militärischen Interventionen der
Nachbarländer Türkei und Iran kommen könne. Ein Putsch sei nach saudiarabischer
Auffassung die beste Möglichkeit, staatliche irakische Dienstleistungen wie
Elektrizität und das Gesundheitswesen schadlos aufrecht zu erhalten, schrieb
"Time" weiter. (Quelle: afp)
Iran ist entschieden gegen Irak-Krieg.
Fr.17.01.03 - Offiziell spricht sich Iran entschieden gegen einen Irak-Krieg
aus. Dahinter steht die Furcht, selbst Opfer eines militärischen Angriffs der
USA zu werden. Gleichzeitig jedoch käme Teheran ein Regimewechsel in Bagdad
durchaus gelegen. Mehr unter:
Jordanien bemüht sich offenbar in Europa um Flugabwehrsystem.
Jordanien bemüht sich nach Informationen aus jordanischen
Regierungskreisen kurzfristig in Europa um die Lieferung einen
Flugabwehr-Raketensystems, um im Fall eines Irak-Kriegs gerüstet zu sein.
Aus den Kreisen verlautete am Freitag, ursprünglich hätte ein russisches System
mit Boden-Luft-Raketen eingesetzt werden sollen. Statt einer Lieferung Mitte
Februar hätten sich aber Verzögerungen ergeben und eine Stationierung sei erst
Ende des Jahres in Aussicht gestellt worden, hieß es in den Regierungskreisen
weiter. Die jordanische Regierung befinde sich jetzt mit einem deutschen und einem
niederländischen Hersteller von Flugabwehrsystemen in fortgeschrittenen
Verhandlungen.
Jordanien hat eine gemeinsame Grenze mit Irak. (Quelle: rtr)
Türkei plant für 23. Januar Regionalgipfel zu Irak-Konflikt.
Fr.17.01.03 - Zur Abwendung eines Krieges im Irak hat die Türkei fünf
Nahostländer für den 23. Januar zu einem "Regionalforum" nach Ankara
eingeladen. Das meldete die Nachrichtenagentur Anadolu. Die Botschafter Syriens,
Ägyptens, Jordaniens, Saudi-Arabiens und Irans waren zuvor vom türkischen
Außenministerium über den Plan unterrichtet worden. Dabei sei ihnen auch der
Entwurf einer gemeinsamen Erklärung vorgestellt worden. (Quelle: dpa)
US-Regierung macht Weg für Militärhilfe für die Türkei frei.
Fr.17.01.03 - Die US-Regierung hat am Donnerstag den Weg
für eine Militärhilfe an die Türkei frei gemacht. Über die Militärhilfe hinaus arbeite
die Regierung zudem an einem Hilfsprogramm im Volumen von bis zu 14
Milliarden Dollar, um die türkische Wirtschaft im Fall eines Irak-Kriegs zu
stabilisieren, erklärten am Donnerstag Regierungsvertreter in Washington.
Im Fall eines Irak-Kriegs wollen die USA im Nachbarland Türkei
Militärstützpunkte nutzen.
Die US-Export-Import Bank wird jetzt dem NATO-Mitglied Türkei
Kreditgarantien über 324 Millionen Dollar einräumen, damit das Land acht Hubschrauber des Typs
S-70B Seahawks und sechs des Typs UH-60 Black Hawks bei Sikorsky, einem Tochterunternehmen
von United Technologies Corp, kaufen kann. (Quelle: rtr)
USA rechnet mit mehr Defizit.
Fr.17.01.03 - Die US-Regierung rechnet wegen der
lahmenden Konjunktur und den immensen Kosten im "Kampf
gegen den Terrorismus" für die absehbare Zukunft mit anhaltenden
Etatdefiziten. Präsident George W. Bushs Etatdirektor Mitch
Daniels sagte gestern, im laufenden Fiskaljahr 2003, das am 1.
Oktober 2002 begonnen hat, und im nächsten sei mit Defiziten in
der Größenordnung zwischen 200 und 300 Milliarden Dollar zu
rechnen. Neben der schlechten konjunkturellen Entwicklung und
dem starken Einbruch am Aktienmarkt belasteten vor allem die
Kosten der Terrorismusbekämpfung, die bislang über 100 Milliarden
Dollar ausgemacht hätten, sagte Daniels weiter. Das von ihm
genannte Defizitvolumen sei aber beherrschbar und in Relation zur
US-Volkswirtschaft mit einem Anteil von zwei bis drei Prozent
niedrig. (Quelle: rtr)
Warnung vor "Big Brother" USA.
Fr.17.01.03 - Die Bürgerrechtsorganisation ACLU [http://www.aclu.org/] warnt vor der jetzt technisch
möglichen Realisierung einer totalen Überwachungsgesellschaft und einer
weiteren Erosion des Schutzes der Privatstphäre
Die American Civil Liberties Union ( ACLU), die größte
Bürgerrechtsorganisation der USA, sieht eine düsterne Zukunft unter der
Bush-Regierung voraus. Als Bürgerrechtsbewegung kritisiert sie die Folgen
der Terrorismusbekämpfung im Inland. Und hier warnt sie davor, dass die USA
auf dem besten Wege seien, sich in eine totale Überwachungsgesellschaft zu
verwandeln. Mehr unter:
Gründung einer internationalen Medienbeobachtungsstelle.
Fr.17.01.03 - "Le Monde diplomatique" beteiligt sich am 27. Januar an der
Gründung der internationalen Medienbeobachtungsstelle "Media
Watch Global", die auf einen Vorschlag des Weltsozialforums 2002
zurückgeht. Da mit dem Informationsüberfluss der Internet-Ära das
Manipulationspotenzial in exponenzieller Weise steigt, will Media
Watch Global einen Beitrag leisten zur Ausarbeitung einer
"Informationsökologie".
In der Vergangenheit fungierte die Presse in den demokratischen
Ländern als "vierte Gewalt" und verstand sich als Korrektiv gegen
Machtmissbrauch in Legislative, Exekutive und Judikative. Heute
dagegen treten die großen Medien unserer Meinungs- und
Informationsgesellschaften ihrerseits als Machtzentren auf, die
wirtschaftliche Macht mit ideologischer Hegemonie vereinen.
Unerlässlich scheint daher die Erfindung einer "fünften Gewalt", die
in der Lage ist, die Öffentlichkeit gegen Machtmissbrauch der
Medien zu schützen, verlässliche Informationen als öffentliches Gut
zu verteidigen und das Recht der Bürger auf Wissen zu
unterstützen.
Media Watch Global versteht sich in erster Linie als Unterstützer
für den Aufbau einer solchen "fünften Gewalt". Sie wird ethische
Rügen aussprechen und Berichte über Verstöße gegen den
journalistischen Ehrenkodex veröffentlichen. Wahrheitsgetreue
Informationen können jedoch nicht allein durch Organisationen
garantiert werden, in denen ausschließlich Journalisten sitzen.
Deshalb legen die Statuten der Beobachtungsstellen fest, dass
jeder interessierte Bürger als aktives Mitglied beitreten kann.
(Quelle: Le Monde diplomatique)
Venezuela sucht wegen Generalstreiks Hilfe der UNO.
Fr.17.01.03 - Venezuela hat sich um die Hilfe der Vereinten
Nationen (UNO) in der politischen und wirtschaftlichen Krise bemüht, in die das
Land durch den seit fast sieben Wochen andauernden Generalstreik gestürzt ist.
Venezuelas Präsident Hugo Chavez traf am Donnerstag in New York mit
UNO-Generalsekretär Kofi Annan zusammen. Annan sagte, Ziel des Treffens sei es,
die Vermittlungsbemühungen zu verstärken, um einen Rückkehr zur Normalität zu
erreichen. Chavez begrüßte die Bildung der aus sechs Staaten bestehenden
"Gruppe der Freunde". Sie könne Venezuela helfen. Der Regierung von Chavez
gelang es inzwischen offenbar, die für das Land lebenswichtige, durch den Streik
weitgehend blockierte Ölproduktion wieder zu steigern.
Chavez' Gegner aus Mittel- und Oberschicht haben die Ölindustrie des Landes mit
dem Generalstreik lahm gelegt. Sie wollen Chavez' Rücktritt erreichen und werfen
ihm vor, das Land mit am kommunistischen Kuba orientierten Reformen in den Ruin
zu treiben.
Nach Angaben von Energieminister Rafael Ramirez konnte die daniederliegende Ölproduktion wieder auf 890.000
Barrel pro Tag (bpd, ein Barrel = 159 Liter) hochgefahren werden. Ramirez sagte am Donnerstag in New York, nach
den Plänen der Regierung solle bis Ende Januar eine Produktionsmenge von zwei Millionen bpd erreicht werden. Vor
dem Generalstreik hatte Venezuela 3,1 Millionen bpd produziert. Streikende Arbeiter räumten zwar Erfolge der
Regierung bei der Erhöhung der Produktion ein. Diese liege jetzt ber bei nur etwa 500.000 bpd nach 250.000 bpd in
der vergangenen Woche.
Venezuela gehört der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) an.
Die "Gruppe der Freunde" geht auf eine Idee des neuen brasilianischen Präsidenten
Luiz Inacio Lula da Silva zurück. Neben Brasilien sollen ihr Mexico, Chile, Spanien,
Portugal und die USA angehören. Die Gruppe will Vermittlungsbemühungen der
Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) unterstützen. Nach Angaben Chavez'
wird daran auch ein persönlicher Gesandter Annans teilnehmen. (Quelle: rtr)
Mehr zur Kampagne gegen den venezolanischen Präsidenten unter:
Argentinien erhält vom IWF Überbrückungskredit.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat
Argentinien einen Überbrückungskredit eingeräumt, mit dem das hochverschuldete
Land Verbindlichkeiten über 6,6 Milliarden Dollar (etwa 6,2 Milliarden Euro) strecken
kann.
Das Wirtschaftsministerium teilte am Donnerstag in Buenos Aires mit,
Wirtschaftsminister Roberto Lavagna und Zentralbankchef Alfonso Prat Gay hätten
am selben Tag mit Vertretern des IWF eine entsprechenden Absichtserklärung für
den Bereitschaftskredit unterzeichnet. Der IWF bestätigte in Washington die
Abmachung, ging aber in der knappen Erklärung nicht auf Einzelheiten ein. Formell
werde der IWF-Vorstand das Abkommen vermutlich Ende kommende Woche
billigen, verlautete ergänzend aus IWF-Kreisen.
Mit den jetzt zugestanden Hilfsgeldern wird effektiv nur ein Zahlungsaufschub
erreicht. So will Argentinien jetzt am Freitag beim IWF fällige Verbindlichkeiten über
eine Milliarde Dollar begleichen. Zuvor hatte die Regierung damit gedroht, ohne neue
Hilfen des IWF auch den Schuldendienst beim IWF einzustellen. Mit der formellen
Zustimmung des IWF-Vorstands fließt dann die eine Milliarde Dollar an Argentinien
wieder zurück.
Zuvor hatte Argentinien bereits Fälligkeiten bei der Inter-Amerikanischen
Entwicklungsbank und bei der Weltbank nicht erfüllt. In argentinischen
Regierungskreisen hieß es am Donnerstag, auch mit diesen beiden Institutionen sei
eine Refinanzierungsvereinbarung im Volumen von 4,4 Milliarden Dollar gelungen.
Aus ranghohen Kreisen, die den Verhandlungen nahe stehen, verlautete, ein
solches Abkommen sei wahrscheinlich, aber noch nicht in trockenen Tüchern.
IWF-Sprecher Tom Dawson sagte, die argentinische Wirtschaft gewänne mit der IWF-Hilfe Luft bis zu den
Präsidentenwahlen im April, nach denen über eine langfristige Finanzierung verhandelt werden solle. Aus IWF-Kreisen
verlautete, Argentinien habe strikte Budget-Disziplin zugesichert. Auch sei die Erhöhung der Geldmenge durch die
Notenbank begrenzt. Alle zwei Monate würden die vereinbarten Zielsetzungen überprüft, hieß es weiter.
Zuvor hatte die G-7-Gruppe der sieben größten Industriestaaten Druck auf den IWF ausgeübt, eine
Zwischenfinanzierung an Argentinien sicher zu stellen. Zur Siebenergruppe gehören die USA, Kanada, Japan,
Großbritannien, Italien, Frankreich und Deutschland. Das US-Finanzministerium begrüßte das neue Abkommen.
Dieses trage dazu bei, dass Argentinien die wirtschaftliche und finanzielle Situation des Landes stabilisieren könne,
hieß es in einer Mitteilung des Ministeriums. (Quelle: rtr)
"Linke Seite"-Spezial zum Thema Argentinien:
US-General Jones übernimmt NATO-Kommando in Europa.
Fr.17.01.03 - US-General James L. Jones übernimmt heute das militärische
Oberkommando der NATO in Europa. Der 59-Jährige ehemalige
Kommandeur der US-Marineinfanterie tritt die Nachfolge von
US-General Joseph W. Ralston an, der in den Ruhestand geht.
An der Übergabezeremonie im militärischen Hauptquartier der
Allianz im südbelgischen Mons nimmt auch der stellvertretende
US-Verteidigungsminister Paul Wolfowitz teil.
Der neue "Supreme Allied Commander Europe" (Saceur) übernahm am Donnerstag
von Ralston auch das Kommando der US-Streitkräfte in Europa. Der Posten ist
traditionell an die Führung des militärischen NATO-Kommandos in Europa
gebunden. (Quelle: afp)
Geteiltes Echo auf deutsch-französischen EU-Vorstoß.
Fr.17.01.03 - Der von Deutschland und Frankreich vorgeschlagene hauptamtliche Präsident im Rat der
EU-Mitgliedstaaten stößt überwiegend auf Ablehnung. Die EU-Kommission und vor allem die kleineren Länder der
Europäischen Union befürchten, dass es dann zu einer Verschiebung der Gewichte von der Kommission zu den
großen Staaten kommt.
Staatspräsident Jaques Chirac und Bundeskanzler Gerhard Schröder schlagen vor,
dass die auf 25 Länder und mehr erweiterte EU von einer Doppelspitze geführt wird.
Neben einem vom EU-Parlament gewählten Präsidenten der Kommission soll es
einen hauptamtlichen «EU- Präsidenten» geben. Er soll für mehrere Jahre von den
Staats- und Regierungschefs mit qualifizierter Mehrheit gewählt werden. (Quelle: dpa) Mehr unter:
Deutschland: Parteien würdigen deutsch-französische Freundschaft.
Fr.17.01.03 - Anlässlich des 40. Jubiläums des Elysée-Vertrags haben
Politiker aller Parteien dazu gemahnt, die Freundschaft
zwischen Deutschland und Frankreich stärker zu pflegen.
"Die deutsch-französische Zusammenarbeit ist der Kern
und das Schwungrad der europäischen Entwicklung",
betonte Außenminister Joschka Fischer (Grüne) im
Bundestag. Die wegen ihrer Kosten lange umstrittene Reise des Bundestages zu
einer deutsch-französischen Parlamentssitzung in Versailles wurde allgemein
begrüßt. Eine gemeinsame Erklärung zur Zusammenarbeit der beiden Parlamente
wurde einstimmig angenommen.(Quelle: afp) Mehr unter:
Schwerste Wirtschaftskrise in Deutschland seit zehn Jahren.
Fr.17.01.03 - Deutschland befindet sich in der schwersten
Wirtschaftskrise seit zehn Jahren. Die Bundesrepublik entging nur dank starker
Exporte 2002 einer Rezession. Das Wirtschaftswachstum lag bei gerade noch 0,2
Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte.
Deutschland blieb damit konjunkturelles Schlusslicht in Europa. Schuld an der
Entwicklung sind die Konsumflaute, der Investitionsrückgang sowie die weltweite
Konjunkturschwäche.
Das Bruttoinlandsprodukt 2002 war das schwächste seit 1993. Noch im Jahr 2000
erzielte Deutschland ein Konjunkturplus von 2,9 Prozent, 2001 lag es bei 0,6
Prozent. Das wichtigste Euro-Stabilitätskriterium wurde vergangenes Jahr klar
verfehlt, wie nun amtlich bestätigt wurde. Das Staatsdefizit betrug den Statistikern
zufolge 3,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Bund, Länder, Gemeinden und
Sozialversicherungen gaben 77,2 Milliarden Euro mehr aus als sie Einnahmen.
Die Wirtschaftsleistung brach vor allem im letzten Quartal 2002 ein. Ohne den
Export «hätten wir beim Bruttoinlandsprodukt eine Minus von 1,3 Prozent gehabt»,
erklärte der Präsident des Bundesamtes, Johann Hahlen. Der Zuwachs bei den
Ausfuhren um 2,9 Prozent liegt allerdings weit unter den Werten der Vorjahres.
Besorgt äußerte sich Hahlen über den Rückgang der privaten Konsumausgaben um
0,5 Prozent. Als Ursachen vermutete er die Teuro-Debatte und zunehmende
Unsicherheit in der Bevölkerung in Bezug auf die Steuer- und Rentenpolitik.
(Quelle: ap)
Deutsche-Bank-Chef mahnt systemverändernde Reformen an.
Fr.17.01.03 - Der Vorstandschef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, hat
eine entschlossenere, das bisherige System in Frage stellende Reform von
Wirtschafts- uns Sozialpolitik in Deutschland angemahnt. Auf dem
Neujahrsempfang der Stadt Frankfurt am Main beklagte der Bank-Chef am
Donnerstagabend, Diskussionen über die Strukturprobleme Deutschlands
versandeten allzu häufig noch in der Feststellung, dass Deutschland ein reiches
Land sei und eine starke Position im internationalen Wettbewerb habe.
(Quelle: ap) Mehr unter:
Clement will Kündigungsschutz in Kleinbetrieben lockern.
Fr.17.01.03 - Bundeswirtschaftsminister Clement will den
Kündigungsschutz für Mitarbeiter in kleinen Betrieben
lockern. Clement sagte, der strenge Kündigungsschutz
bereits für Unternehmen ab sechs Mitarbeitern
behindere dringend notwendige Einstellungen von
Arbeitskräften im Mittelstand, weshalb die meisten
kleinen Firmen nicht mehr als fünf Leute einstellten.
Eine Situation mit einem Wirtschaftswachstum von 0,2
Prozent im Jahr 2002 und einer hohen Arbeitslosigkeit
könne niemanden ruhen lassen, sagte Clement weiter.
(Quelle: br)
DIHK-Präsident Braun verlangt kostenlose Mehrarbeit.
Fr.17.01.03 - Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag
verlangt angesichts der schlechten Wirtschaftslage
kostenlose Mehrarbeit von den Beschäftigten. In einem
Interview forderte DIHK-Präsident Braun, dass
Arbeitnehmer in den kommenden fünf Jahren 500
Stunden unbezahlt arbeiten sollen. Die Industrie
brauche längere und gleichzeitig flexiblere
Wochenarbeitszeiten, so Braun weiter. Nach seinen
Worten würde es die Arbeitskosten senken und die
Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen
erhöhen, wenn phasenweise höhere
Wochenstundenzahlen möglich wären. (Quelle: br)
|
|
|
| home | home(no frame) |
B.O.A.-Künstlerkooperative
Gabelsbergerstr.17, D-80333 München, Telefon/Fax
: 089- 280621,
boa-kuenstlerkooperative@t-online.de