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Kurznachrichten   [ Allg. Nachrichten ] [Nachrichtendienste ] [ Ticker ] +++ Sa.10.05.03, 12:45 Irak am zweiundfünfzigsten Tag nach Kriegsbeginn
USA betrachten sich künftig als Besatzungsmacht in Irak.
Plan für eine Nachkriegsordnung in Irak den UN vorgelegt.
Einschränkungen für die Ölindustrie sollen sofort aufgehoben werden.
Für Vereinte Nationen nur begrenzte Mitsprachemöglichkeiten vorgesehen +++
EU-Kommissar Nielson: USA wollen irakische Ölindustrie unter ihre Kontrolle bringen +++
Rumsfeld: US-Truppen könnten länger als ein Jahr in Irak bleiben +++
Verunreinigtes Wasser und Infektionen gefährden Kinder im Irak.
Unicef befürchtet Ausbruch von Epidemien in Irak +++
USA wollen entschlossen gegen Volksmudschahedin in Irak vorgehen +++
Zweifel am Auffinden von Massenvernichtungswaffen in Irak +++
Amnesty: Mehrere Massengräber im Süden Iraks entdeckt +++
Deutsche Regierung will keine Soldaten nach Irak schicken +++
«Weimarer Dreieck» für pragmatische Lösung in Irak +++
Sa.10.05.03 - Genau einen Monat nach ihrem Einmarsch in Bagdad haben die
USA den Vereinten Nationen ihren Plan für eine Nachkriegsordnung in Irak
vorgelegt. Die Regierung in Washington brachte im Sicherheitsrat einen Entwurf für
eine Resolution in Umlauf, der den Rahmen für eine mindestens einjährige
Besatzungszeit feststeckt. Die Einschränkungen für die Ölindustrie sollen sofort
aufgehoben werden. Die Vereinten Nationen sollen nur eine begrenzte
Mitspracherolle erhalten.
Die USA bezeichnen sich in dem Entwurf erstmals als Besatzungsmacht in Irak
und nehmen damit die damit verbundenen völkerrechtlichen Verpflichtungen auf sich. Die
Vereinten Nationen sollen die USA und Großbritannien als wichtigste Staaten der
Kriegsallianz zunächst für zwölf Monate zur Verwaltung Iraks ermächtigen. Dieser
Zeitraum könnte nach Einschätzung von UN-Diplomaten allerdings beliebig verlängert werden, da
die USA und Großbritannien als Vetomächte jeden UN-Beschluss zur Aufhebung ihres
Mandats blockieren könnten.
Der Entwurf sieht ferner die sofortige Aufhebung der 1990 nach der Invasion in Kuwait verhängten UN-Sanktionen vor.
Dies würde den USA und Großbritannien einen weit reichenden Einfluss auf die Erneuerung der irakischen Ölindustrie
verschaffen, was von Russland und Frankreich kritisiert wird. Das UN-Programm "Öl für Lebensmittel" für eine
begrenzte Ausfuhr von irakischem Öl soll innerhalb von vier Monaten auslaufen. Das bisher stets neu aufgelegte
Programm ist bis zum 3. Juni befristet - spätestens zu diesem Termin soll die geplante Resolution verabschiedet sein.
Den UN räumt der Resolutionsentwurf die Aufgabe ein, einen Sonderkoordinator für Irak zu ernennen. Dieser soll in
Zusammenarbeit mit den Alliierten vor allem für die humanitäre Versorgung der Bevölkerung zuständig sein. Beim
Aufbau neuer Verwaltungsstrukturen soll er zwar mitwirken, aber keine Verantwortung übernehmen. Die bisherige
UN-Mission zur Kontrolle der Abrüstung in Irak wird in dem Resolutionsentwurf mit keinem Wort erwähnt. Die USA
lehnen die Rückkehr der Rüstungsinspekteure ab; Frankreich und Russland machen die Aufhebung der Sanktionen
aber bislang davon abhängig, dass die Abrüstungsbedingungen erfüllt sind.
Im Sicherheitsrat wurden heftige Diskussionen über die Irak-Initiative der USA erwartet. Nach der erbitterten
Zerreißprobe vor Beginn des Irak-Kriegs sind aber offenbar alle Mitglieder um Schadensbegrenzung bemüht. Die
Debatte über die Kriegspläne der USA hatte im Sicherheitsrat einen tiefen Graben zwischen den USA, Großbritannien
und Spanien auf der einen Seite und Frankreich, Russland, Deutschland und China auf der anderen Seite verursacht.
Der für die Entwicklungspolitik zuständige EU-Kommissar Poul Nielson warf den USA am Freitag vor, sie wollten die
irakische Ölindustrie unter ihrer Kontrolle bringen "und dadurch ein Mitglied der OPEC werden". Es sei sehr schwer,
zu anderen Schlüssen zu gelangen, sagte Nielson nach seiner Rückkehr von einer Reise nach Bagdad in
Kopenhagen.
Die US-Truppen könnten nach Einschätzung von US-Verteidigungsminister
Donald Rumsfeld auch länger als ein Jahr in Irak bleiben, sollte die Sicherheitslage
dies erforderlich machen. Rumsfeld bezeichnete am Freitag die erste Phase der
Stationierung als "Periode des Überblicks". Wer zu wissen glaube, wie lange diese
erste Phase dauere, "täusche sich selbst". In ihrem Resolutionsentwurf zur
Aufhebung der meisten Sanktionen gegen Irak, der heute im UN-Sicherheitsrat
erstmals beraten wurde, sprechen sich die USA für mindestens ein Jahr als Frist für
die Stationierung ihrer Truppen in Irak aus.
Das Kinderhilfswerk Unicef befürchtet den Ausbruch von Epidemien in
Irak, nachdem in Basra erste Fälle von Cholera aufgetreten sind.
Unicef-Botschafterin Sabine Christiansen rief am Freitag in Berlin dazu auf, die
Plünderungen in Wasserwerken, Krankenhäusern und Schulen endlich zu stoppen.
In Basra wurde in den vergangenen Tagen das wichtige Pumpwerk Al Hussein von
Plünderern komplett demontiert. Es versorgt sonst rund 100.000 Menschen südlich
von Basra. Verseuchtes Wasser begünstigt die Ausbreitung von Infektionen.
Die Talkshow-Moderatorin Christiansen hatte in Basra Krankenstationen, Schulen und
Wasseranlagen besucht. Unicef-Tanklastzüge bringen täglich 1,5 Millionen Liter
Trinkwasser von Kuwait über die Grenze. Das Kinderhilfswerk der Vereinten
Nationen stellt auch Medikamente und Lernmaterial bereit.
(Unicef-Spendenkonto: 300 000 bei Sozialbank Köln BLZ 370 205 00, Stichwort: Irak. Spendentelefon 0137 - 300 000 , http://www.unicef.de)
Die Plünderungen in Irak seien nur verständlich vor dem Hintergrund von drei Kriegen
und zwölf Jahren Sanktionen, unter denen die irakische Bevölkerung leiden musste, sagte Unicef-Geschäftsführer
Dietrich Garlichs. Sie hätten aber nicht mehr den Charakter von Volkszorn, sondern würden organisiert vollzogen. Die
Bevölkerung könne sich gegen die bewaffneten Plünderer nicht wehren. Die neu aufgebaute Polizei sei noch
unbewaffnet und besitze noch keine Autorität.
Die USA wollen künftig entschlossener gegen die iranische Untergrundgruppe
der Volksmudschahedin in Irak vorgehen. Die US-Regierung habe es sich zur
Aufgabe gemacht, die "terroristischen und militärischen Aktivitäten" der im
irakischen Exil aktiven Gruppe zu beenden, sagte US-Außenamtssprecher Richard
Boucher am Freitag (Ortszeit) in Washington. Irak solle nicht länger "eine Quelle
des Terrorismus" sein. Die Volksmudschahedin seien "eine Terrorgruppe", die mit
Unterstützung der mittlerweile entmachteten irakischen Regierung gehandelt habe,
betonte Boucher. Zuvor hatten US-Truppen im Nordosten Iraks mehrere Stellungen
der Untergrundgruppe eingenommen.
In amerikanischen Armeekreisen sind Zweifel laut geworden, dass in
Irak noch Massenvernichtungswaffen gefunden werden könnten. Gleichwohl äußerte
Oberst Richard McPhee am Freitag die Überzeugung, dass die gestützte Bagdader
Regierung zur Herstellung solcher Waffen fähig gewesen sei.
McPhee sagte der Nachrichtenagentur AP, seiner Ansicht nach stehe außer Frage,
dass im jüngsten Irak-Krieg ein Programm zerstört worden sei, mit dem chemische und
biologische Waffen jederzeit hätten hergestellt werden können. Dafür sprächen die
Expertise der Wissenschaftler sowie die Tatsache, dass es für viele Geräte und
Substanzen eine doppelte Verwendungsmöglichkeit gebe, also auch eine militärische.
Beobachter sahen in dieser Aussage ein Abrücken von der Argumentation, dass in Irak
tatsächlich Massenvernichtungswaffen gelagert seien, die man nur noch zu finden brauche.
Dies war seinerzeit als eigentlicher Kriegsgrund genannt worden.
Im Süden Iraks sind nach Angaben der Menschenrechtsorganisation
Amnesty International mehrere Massengräber entdeckt worden. Binnen kurzer Zeit
seien mehrere Gräber mit vermutlich zivilen Opfern in der Region um Basra
gefunden worden, sagte Amnesty-Sprecherin Judit Arenas Licea am Freitag der
Nachrichtenagentur AFP. Binnen drei Tagen hätten Amnesty-Mitarbeiter sieben
Gräber untersucht, in denen sich zum Teil bis zu 40 Leichname befunden hätten.
Die gefundenen Bekleidungsreste deuteten darauf hin, dass es sich um zivile Opfer
handelte.
Bundesverteidigungsminister Peter Struck (SPD) plant nicht, Soldaten zum
Wiederaufbau nach Irak zu schicken. "Es gibt keine konkreten Pläne, Soldaten in
den Irak zu schicken", sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin.
Die "Stuttgarter Zeitung" hatte berichtet, dass die SPD nach dem Ende der
US-Besatzung in Irak Bundeswehrsoldaten nach Irak schicken will.
Ein förmliches UN-Mandat werde nicht mehr als zwingende Voraussetzung für eine solche
Friedensmission gesehen, sagte der verteidigungspolitische Sprecher der
SPD-Fraktion, Rainer Arnold, der Zeitung.
Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte dazu, Struck habe nur teilweise an dem Gespräch teilgenommen.
Arnold gebe in erster Linie seine persönliche Meinung wieder. Richtig sei, dass Struck gesagt habe, dass die NATO
einen entsprechenden Prüfantrag erhalten solle. Auch eine mögliche NATO-Mission bedeute aber nicht, dass auch
deutsche Soldaten daran beteiligt sein würden.
Deutschland, Frankreich und Polen wollen sich trotz unterschiedlicher Haltungen zum
Irak-Krieg zusammen für einen Wiederaufbau des Landes einsetzen. "Wir sind bereit
zu pragmatischen Lösungen", sagte Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) nach einem
Treffen mit dem französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac und
Polens Präsident Aleksander Kwasniewski im Rahmen des Weimarer Dreiecks in
Breslau. Unterschiedliche Auffassungen äußerten die Politiker zur europäischen
Außen- und Verteidigungspolitik.
Alle drei Staaten wollten eine humanitäre Katastrophe in Irak vermeiden, sagte der
Bundeskanzler. Er habe jedoch deutlich gemacht, "dass das, was getan wird, unter
dem Dach der Vereinten Nationen geschieht". Chirac sagte, das Völkerrecht müsse
für alle gelten. Er kündigte Gesprächsbereitschaft zum gemeinsamen
UN-Resolutionsentwurf der USA, Großbritanniens und Spaniens an.
Kwasniewski sagte, Polen sei interessiert an einer Umsetzung des UN-Resolutionsentwurfs,
weil der UNO dann wieder eine aktive Rolle zukomme.
(Quellen: afp, ap, dpa)
«USA fordern vom UN-Sicherheitsrat unbegrenztes Besatzungsmandat und Zugriff auf Irak-Öl»
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«Verpflichtungen als Besatzungsmächte»
Sa.10.05.03 - Die USA haben im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen einen
Entwurf für eine Resolution vorgelegt, mit der die Nachkriegsordnung für Irak
festgelegt werden soll. Der Text der geplanten Entschließung hat nach einer
inoffiziellen Übersetzung der Nachrichtenagentur AP in Auszügen den folgenden
Wortlaut.
Der Sicherheitsrat «... nimmt die Briefe des ständigen Vertreters der Vereinigten
Staaten von Amerika und Großbritanniens zur Kenntnis und erkennt nach den
Bestimmungen des Völkerrechts die besonderen Befugnisse, die Verantwortung
und die Verpflichtungen dieser Staaten als Besatzungsmächte an. Auch
wird die Verantwortung anderer Staaten anerkannt, die jetztoder künftig mit ihnen unter
einem vereinten Kommando (als «Autorität» bezeichnet) zusammenarbeiten. ...
Er handelt gemäß Kapitel VII der Charta der Vereinten Nationen und
1. appelliert an Mitgliedstaaten und interessierte Organisationen,
dem irakischen Volk bei seinen Bemühungen beizustehen, seine
Gesellschaft zu reformieren und wiederaufzubauen und wieder ein
anerkanntes Mitglied der internationalen Gemeinschaft zu werden.
2. Er ruft alle Mitgliedstaaten auf, sofort auf die humanitären Appelle der Vereinten Nationen und anderer
internationaler Organisationen für Irak zu antworten und dazu beizutragen, die humanitären Bedürfnisse für den
Wiederaufbau und die Erneuerung der wirtschaftlichen Infrastruktur zu erfüllen.
3. Er ruft alle Mitgliedstaaten auf, Angehörigen des früheren irakischen Regimes, das für Verbrechen und
Grausamkeiten verantwortlich ist, eine sichere Zuflucht zu versagen.
...
5. Er beschließt, dass alle Mitgliedstaaten angemessene Schritte ergreifen, um die sichere Rückkehr von irakischem
Kulturbesitz und anderen Gegenständen von archäologischem, historischem, kulturellem, wissenschaftlichem und
religiösem Wert an irakische Institutionen zu erleichtern. ...
6. Er ruft die Autorität dazu auf, den Wohlstand des irakischen Volkes durch eine wirksame Verwaltung des
Territoriums zu fördern. Dazu gehört besonders die Arbeit für eine Wiederherstellung der Bedingungen für Sicherheit
und Stabilität sowie die Herstellung von Bedingungen, unter denen das irakische Volk seine eigene politische Zukunft
frei bestimmen kann.
7. Er ruft alle Beteiligten auf, umfassend ihre Verpflichtungen nach dem Völkerrecht zu erfüllen, insbesondere die
Genfer Konventionen von 1949 und die Haager Landkriegsordnung von 1907.
8. Er ersucht den Generalsekretär, einen Sonderbeauftragten für Irak zu ernennen. Zu dessen Verantwortung wird es
gehören, die UN-Einsätze in den Nachkriegsprozessen zu koordinieren, die UN- und andere internationale Behörden
bei humanitären Einsätzen und beim Wiederaufbau zu koordinieren, mit der Autorität zusammenzuarbeiten und dem
irakischen Volk beizustehen. ...
10. Er unterstützt die Bildung einer irakischen Übergangsregierung durch das irakische Volk mit Hilfe der Autorität und
und in Zusammenarbeit mit dem Sonderbeauftragten. Diese soll als Übergangsverwaltung von Irakern geführt werden,
bis das irakische Volk eine dauerhafte Regierung bildet.
11. Er bestimmt, dass alle Verbote des Handels mit Irak und der Bereitstellung finanzieller oder wirtschaftlicher Mittel
aufgrund der Resolution 661 (1990) und folgender Resolutionen ... nicht mehr gültig sind. Ausgenommen sind Verbote
des Verkaufs oder der Lieferung von Waffen und zugehörigem Material an Irak abgesehen von Waffen und
zugehörigem Material, die von der Koalition benötigt werden. ...
19. Er beschließt, dass alle Exporte von Rohöl, Rohölprodukten und Erdgas aus Irak mit dem Datum dieser
Resolution im Einklang mit bestehenden internationalen Marktpraktiken erfolgen. ...
23. Er unterstützt die Ausübung der in dieser Resolution festgelegten Verantwortlichkeiten der Autorität für eine
Anfangsperiode von zwölf Monaten, beginnend mit dem Datum der Verabschiedung dieser Resolution. Anschließend
verlängert sich der Zeitraum wie erforderlich, bis der Sicherheitsrat anders entscheidet. ...»
«Bewusste Bombardierung der Zivilbevölkerung in Bagdad - Nach einem Bericht von spanischen Beobachtern habe es für die Luftangriffe auf Bagdad meist keine
militärische Rechtfertigung gegeben»
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Londons Bürgermeister: US-Regierung ist vollkommen unerträglich
Sa.10.05.03 - Der Bürgermeister von London, Ken Livingstone,
hat US-Präsident George W. Bush scharf angegriffen. Der nicht
einmal rechtmäßig gewählte Bush sei der korrupteste US-Präsident
seit Warren Harding in den Zwanzigerjahren, sagte Livingstone am
Donnerstag bei einem Treffen mit 200 Schülerinnen und Schülern
im Rathaus. Die derzeitige US-Regierung sei "wirklich vollkommen
unerträglich", und er hoffe, dass sie gestürzt werde, so wie er auf
den Sturz von Saddam Hussein gehofft habe. Livingstone ist wegen
seiner linksgerichteten Ansichten auch als "roter Ken" bekannt. In
einer Stellungnahme der US-Botschaft in London hieß es, die
Meinung Livingstones über die Vereinigten Staaten sei diesen
"vollkommen gleichgültig". (Quelle: taz [dpa])
US-Abgeordnetenhaus beschließt massive Steuersenkungen
Sa.10.05.03 - Das US-Repräsentantenhaus hat am Freitag mit der
republikanischen Mehrheit massive Steuersenkungen zur Ankurbelung der
Wirtschaft beschlossen. Das Paket sieht bis 2013 Steuersenkungen im Umfang von
550 Milliarden Dollar (480 Milliarden Euro) vor. Das Gesetz wurde entlang der
Parteigrenzen mit 222 zu 203 Stimmen angenommen.
Der Senat wird voraussichtlich in der kommenden Woche über ein ähnliches
Steuersenkungspaket abstimmen, das aber einen geringeren Umfang hat. Danach
müssen sich beide Kammern zusammen mit dem Weißen Haus in einem
Vermittlungsverfahren auf einen gemeinsamen Entwurf einigen.
Die oppositionellen Demokraten konnten sich im Abgeordnetenhaus nicht mit
ihrem Argument durchsetzen, dass das Steuersenkungspaket das Haushaltsdefizit in
den nächsten Jahren weiter anschwellen lassen werde. Bereits in diesem Jahr
wird auf Grund der Kosten des Irak-Krieges und der lahmenden Wirtschaft mit einem
Rekorddefizit von über 300 Milliarden Dollar gerechnet. Das Steuerentlastungspaket
sieht unter anderem eine Senkung der Einkommensteuer sowie eine geringere
Besteuerung von Kapitalerträgen vor.
Das Steuersenkungspaket gehört zu den innenpolitischen
Prioritäten von Präsident George W. Bush. Bei einer endgültigen Verabschiedung wäre es bereits die zweite
Steuersenkung, die Bush seit seiner Amtsübernahme vor zwei Jahren durch den Kongress bekommt.
(Quelle: ap)
Israel geht gegen ausländische Unterstützer der Palästinenser vor
Sa.10.05.03 - Die israelischen Streitkräfte sind am Freitag im Westjordanland
gegen eine ausländische Gruppe vorgegangen, die die Palästinenser unterstützt.
Wie eine Sprecherin der Internationalen Solidaritätsbewegung mitteilte, drangen
Soldaten in die Büroräume der Organisation in der Ortschaft Beit Sahur ein und
beschlagnahmten Computer und Akten. Eine Amerikanerin sowie eine Australierin
wurden festgenommen.
Die Australierin gehört nicht der Solidaritätsbewegung an, sondern ist Mitarbeiterin
der in New York ansässigen Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch.
Die beiden Frauen sollen wegen unerlaubten Betretens eines militärischen
Sperrgebiets abgeschoben werden, wie ein israelischer Militärsprecher mitteilte.
Die israelischen Militärbehörden erließen außerdem für den Gazastreifen neue
Reisebeschränkungen für Ausländer. Damit wird es Mitglieder der Internationalen
Solidaritätsbewegung praktisch verboten, künftig den Gazastreifen zu betreten.
(Quelle: ap)
Spanisches Gericht schließt baskische Nationalisten von Wahl aus
Sa.10.05.03 - Das spanische Verfassungsgericht hat mehreren hundert baskischen
Nationalisten verboten, bei der bevorstehenden Kommunalwahl zu kandidieren.
Nach 16-stündigen Beratungen bestätigten die sechs Richter am Freitag bei einer
Gegenstimme ein entsprechendes Verbot des Obersten Gerichts aus der
vergangenen Woche. Demnach sind von der Wahl in drei baskischen Provinzen und
dem benachbarten Navarra fast 1.500 Politiker ausgeschlossen, die verdächtigt
werden, der verbotenen Partei Batasuna nahe zu stehen.
Nach Ansicht der Obersten Richter haben die betroffenen Politiker nach dem Verbot
der Batasuna, des politischen Arms der Untergrundorganisation ETA, im März neue
Parteien gegründet. Die Richter sperrten insgesamt 241 Kandidatenlisten für die
Wahl am 25. Mai. Das Verfassungsgericht hielt am Freitag das Verbot für 225
dieser Listen aufrecht. Im Kampf der ETA für einen eigenen Staat sind seit Ende der
60er Jahre mehr als 800 Menschen getötet worden. (Quelle: ap)
«Baskische Linke darf nicht zu den Kommunalwahlen kandidieren»
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«Testgelände Baskenland - Aznar setzt auf die abschreckende Wirkung staatlicher Gewalt und verbreitet Angst»
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Eichel muss Ziel eines ausgeglichenen Haushalts 2006 aufgeben
Sa.10.05.03 - Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) ist mit seinem Ziel
gescheitert, im Jahr 2006 einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen.
"2006 ist nicht mehr zu schaffen", sagte Eichel in einem am Samstag vorab
veröffentlichten Interview des Magazins "Der Spiegel". Eichel räumte zudem ein, die
europäisch vereinbarte Grenze für die Neuverschuldung von drei Prozent des
Bruttoinlandsprodukts in diesem Jahr erneut zu überschreiten. Auf eine Summe für
die Neuverschuldung wollte er sich nicht festlegen.
Zudem kündigte der Minister einen Nachtragshaushalt 2003 an. Die
Neuverschuldung werde in diesem Jahr deutlich über den bisher eingeplanten 18,9
Milliarden Euro liegen, sagte Eichel. Für die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit werde
der Bund zusätzlich rund zehn Milliarden Euro ausgeben müssen. Weitere Steuererleichterungen
schloss Eichel für die Zukunft aus: "Zwei Steuerreformstufen kommen ja noch. Das muss erst
einmal reichen", sagte der Minister.
Experten hatten bereits seit Wochen wegen der anhaltend schwachen Konjunktur
und der voraussichtlich niedrigen Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Gemeinden damit gerechnet, dass Eichel
seine zentralen haushaltspolitischen Ziele aufgeben muss. Am kommenden Donnerstag will Eichel das Ergebnis der
Steuerschätzung bekannt geben.
(Quelle: rtr)
Kommission zur Reform der Gemeindefinanzen ohne Kompromiss
Sa.10.05.03 - Der Zeitplan für die Gemeindefinanzreform gerät in Gefahr. Die von der
Bundesregierung beauftragte Kommission zur Umsetzung des Projekts konnte sich
am Freitag in Berlin weiterhin nicht auf einen Kompromiss verständigen. Sie will sich
Ende Juni noch einmal zu einem letzten Einigungsversuch treffen.
Eigentlich soll die Reform zum 1. Januar 2004 in Kraft treten. Wegen der nach wie
vor weit auseinander liegenden Vorstellungen der politischen Lager könnte sich das
parlamentarische Verfahren allerdings so lange hinziehen, dass der Termin nicht
gehalten werden kann. Nach Einschätzung der Union ist das Datum bereits Makulatur.
Die Städte und Gemeinden befinden sich in einer akuten Haushaltskrise, die wegen
der anhaltenden Konjunkturflaute und damit verbundenen Mindereinnahmen bei der
Gewerbesteuer zunahm. Die Gewerbesteuer ist die wichtigste Einnahmequelle
der Kommunen. Umstritten ist, ob sie erneuert oder durch eine Alternative ersetzt werden
soll. Auch der Vorschlag der Regierung, Freiberufler in die Gewerbesteuerpflicht
einzubeziehen, stößt auf Widerstand.
Noch immer lägen die Vorstellungen einzelner Kommissionsmitglieder aus Wirtschaft, Gewerkschaften, Ländern,
Bund und Kommunen weit auseinander, hieß es aus der Kommission, deren Vorsitzender Finanzminister Hans Eichel
ist. Selbst die unionsregierten Länder seien zerstritten. Vorentscheidungen seien in der Sitzung nicht gefallen. Die
Koalition beharre darauf, notfalls einen eigenen Gesetzentwurf vorzulegen.
Nach Darstellung der Bundesregierung liegt die Kommission "weiterhin im vorgesehenen Zeitplan". Sie betonte, das
Gremium werde auf Basis seiner bisherigen Arbeit im Sommer Lösungsvorschläge vorlegen, so dass die Reform
Anfang 2004 wirksam werden könne. Den Städten und Gemeinden müsse geholfen werden.
Der Deutsche Städtetag blieb zuversichtlich. Es gebe eine "klare Chance" für eine Modernisierung der
Gewerbesteuer, sagte Hauptgeschäftsführer Stephan Articus. Zumindest bestehe Konsens, dass es richtig sei,
Arbeitslosen- und Sozialhilfe zu verzahnen, was die Kommunen um Milliardenbeträge entlasten würde.
Der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber, der der Kommission nicht angehört, forderte die Bundesregierung
erneut zu Soforthilfen gegen die Haushaltsmisere auf. Rot-Grün dürfe sich nicht länger hinter Kommissionen
verstecken, sondern müsse handeln, sagte er in München. SPD-Finanzexperte Joachim Poß warnte die Union vor
einer Blockade.
Der Bundesverband der Freien Berufe warnte vor einer Schwächung des Mittelstandes, falls Freiberufler künftig
Gewerbesteuer zahlen müssten. Ver.di betonte, es dürfe nicht nur von den Kommunen Kompromissbereitschaft
erwartet werden, sondern auch von der Wirtschaft.
(Quelle: ap)
Widerstand gegen Gesundheits-Sparpläne von allen Seiten
Sa.10.05.03 - Gegen die Pläne der rot-grünen Koalition zur Gesundheitsreform
kommt von nahezu alle Interessengruppen Widerstand. So plant die
Kassenärztliche Bundesvereinigung, einige der Vorhaben über den Bundesrat zu
kippen. Der Sozialverband VdK drohte damit, die seiner Ansicht nach einseitige
Belastung von Rentnern notfalls vom Bundesverfassungsgericht überprüfen zu
lassen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund lehnte die "massive" Erhöhung von
Zuzahlungen bei Medikamenten und Krankenhausaufenthalten ab. (Quelle: dpa)
Sozialverbände (SoVD) verurteilen geplante Gesundheitsreform - Aus der erhofften
Strukturreform sei in erster Linie ein "Abkassiermodell" zu
Lasten der Versicherten und Patienten geworden, kritisierte
SoVD-Präsident Peter Vetter.
Vor allem chronisch kranke und behinderte Menschen sowie
Familien würden besonders hart getroffen.
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Zahl der Armen wird wegen Agenda 2010 steigen
Sa.10.05.03 - Die Zahl der Armen in Deutschland könnte in Folge der rot-grünen
Sozialreformen nach Ansicht von Experten drastisch steigen. Sollte die Agenda
2010 "mit ihrer sozialen Schieflage" Wirklichkeit werden, gebe es statt bisher acht
künftig 15 Millionen Menschen, die als arm angesehen werden müssten, sagte der
Sprecher der Nationalen Armutskonferenz, Paul Saatkamp der Chemitzer "Freien
Presse" (Samstagausgabe). Es gehöre zum Prinzip der Reformpläne, "die sozial
Schwachen zu belasten, um die Reichen zu entlasten".
Schröder hatte unter anderem vorgeschlagen, die Arbeitslosenhilfe fast bis auf
das Niveau der Sozialhilfe zu senken. Mit der Agenda 2010 werde ein Systemwechsel weg
vom Sozialstaat vollzogen, betonte Saatlkamp. Er warf Bundeskanzler Gerhard
Schröder (SPD) vor, die drastischen Einschnitte bei den Reformen seien im Wahlprogramm
verschwiegen worden. Das habe zu einer tiefen Enttäuschung bei den der SPD nahe
stehenden Organisationen wie Arbeiterwohlfahrt, Falken, Naturfreunde oder Arbeiter-Samariter-Bund
geführt. Ein Großteil der über drei Millionen Mitglieder werde gegenüber der SPD auf
Distanz gehen, sagte Saatkamp voraus. Schröders Reformpolitik führe dazu, "dass ihm weit mehr
als nur die gewerkschaftliche Basis verloren geht". Die Quittung werde er bei den
nächsten Wahlen erhalten. (Quelle: ap)
Nationale Armutskonferenz
Die Nationale Armutskonferenz (nak) ist ein Zusammenschluss der Spitzenverbände der
Freien Wohlfahrtspflege, bundesweit tätiger Fachverbände und Selbsthilfeorganisationen und
des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Die Konferenz gründete sich im Herbst 1991 als
deutsche Sektion des Europäischen Armutsnetzwerkes.
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Bundestag verabschiedet Zuwanderungsgesetz
Sa.10.05.03 - Der Bundestag hat das umstrittene Zuwanderungsgesetz wie erwartet mit der Mehrheit der
Stimmen von SPD und Grünen verabschiedet. Allerdings kündigte die Union an, die Regelung im Bundesrat zu
blockieren.
Im Parlament stimmte die Union am Freitag in Berlin
gegen das Gesetz, die FDP enthielt sich. Der
stellvertretende Unions-Fraktionsvorsitzende Wolfgang
Bosbach bekräftigte, CDU/CSU werde das Gesetz in der Länderkammer scheitern
lassen. "Die Umsetzung würde zu einer erheblichen Ausweitung der ohnehin schon
großen Zuwanderung nach Deutschland führen. Damit würden wir die
Integrationskraft des Landes weit überfordern", kritisierte er. Bundesinnenminister
Otto Schily (SPD) warf der Union eine "brutale Desinformationspolitik" über das
geplante Zuwanderungsgesetz vor. Er zeigte sich aber zuversichtlich, dass ein
Kompromiss erzielt werden könne.
Die rot-grüne Koalition habe die Forderungen der Union bereits in das
Zuwanderungsgesetz aufgenommen, sagte der Minister: "Das Gesetz
beinhaltet die Steuerung und Begrenzung des Zuzugs von Ausländern in die
Bundesrepublik Deutschland." Er forderte CDU und CSU auf,
sich auf einen Kompromiss mit der Regierung einzulassen. "Wir
sind auf dem richtigen Weg, und Sie müssen aus Ihrer Ecke
herauskommen", sagte der Minister. In einem Interview der
"Süddeutschen Zeitung" (Samstagausgabe) zeigte er sich
optimistisch, dass eine Lösung erzielt werden könne. "Nach
allem, was ich höre, ist ein Kompromiss nicht ausgeschlossen."
Letztendlich werde es gelingen, alle davon zu überzeugen, dass
Deutschland mit diesem Gesetz einen "großen Schritt" mache.
Der Grüne Innenexperte Volker Beck warf der Union vor, an einem "verstaubten Ausländerrecht" festzuhalten. "Es
geht ihnen um Abschottung und nicht um Steuerung der Zuwanderung." Rot-Grün sei im Vermittlungsausschuss von
Bundestag und Bundesrat zu Kompromissen bereit. Die Union sei jedoch offenbar nicht Willens zu verhandeln. Der
FDP-Innenexperte Max Stadler rief Union und Rot-Grün dazu auf, zu einer Einigung zu kommen, und legte als
Kompromissvorschlag einen eigenen Gesetzentwurf der Liberalen vor.
Nach der zweiten und dritten Lesung im Bundestag wird der Gesetzentwurf an die Länderkammer überwiesen, wo
Rot-Grün auf die Zustimmung der Unionsländer angewiesen ist. Eine Einigung wäre noch im Vermittlungsausschuss
von Bundesrat und Bundestag denkbar. Die Union fordert jedoch eine Vielzahl von Änderungen. Streitpunkte sind etwa
die Aufhebung des Anwerbestopps und der Familiennachzug. Die Wirtschaft dringt seit langem auf eine Regelung der
Arbeitsmigration.
Das Bundesverfassungsgericht hatte im Dezember das erste Votum des Bundesrates über das Zuwanderungsgesetz
aus formalen Gründen für nichtig erklärt. Schily hatte daraufhin die Regelung in unveränderter Form erneut in den
Bundestag eingebracht. Mit dem Zuwanderungsgesetz will die Regierung unter anderem die Einwanderung von
Arbeitskräften nach Deutschland auf eine klare rechtliche Basis stellen. (Quelle: rtr)
Bayern zieht Gesetzentwurf zur präventiven Überwachung zurück
Sa.10.05.03 - Die bayerische Staatsregierung hat ihren Gesetzesentwurf zur Änderung
des bayerischen Polizeiaufgabengesetzes vorerst
zurückgezogen. Damit liegt der Vorstoß für eine präventive
Telekommunikationsüberwachung einstweilen auf Eis, geht aus einer
Mitteilung des Bayerischen Landesbeauftragten für den Datenschutz,
Reinhard Vetter, hervor.
Der Gesetzentwurf sah unter anderem vor, dass nicht mehr nur zur
Strafverfolgung bei konkretem Tatverdacht, sondern bereits vorab zur
Gefahrenerkennung und -abwehr die Polizei Telekommunikation wie
Telefon, Fax, E-Mail, SMS überwachen, unterbrechen und ganz sperren
darf. (Quelle: rollberg)
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Alternativer Medienpreis 2003 verliehen
Sa.10.05.03 - Die Nürnberger Medienakademie und der Sender "Radio Z" haben am
Freitag in Nürnberg den Alternativen Medienpreis 2003 verliehen. In der Online-Sparte ging der mit
1500 Euro dotierte erste Preis an das Internet-Portal "www.politik-digital.de". Im Bereich
nichtkommerzielle Radiosender gewann das Freie Sender Kombinat (FSK) Hamburg mit den
mehrstündigen "Radioballett"-Sendungen der Gruppe Ligna aus dem Hamburger Hauptbahnhof. Je 1000
Euro gingen an das Online-Satire-Magazin "zyn" und das Leipziger Uni-Radio "mephisto 97,6" für seine
Verwebung von Interview, Fiktion und "Off-Ton" zum Thema "Schizophrenie". Dritte Preise und damit
jeweils 500 Euro bekamen das barrierefreie Webdesign des Bundesverbandes Selbsthilfe
Körperbehinderter (BSK) und eine Glosse der niedersächsischen Ems-Vechte-Welle über die
Doppelmoral im Karneval unmittelbar vor Beginn des Irak-Krieges.
Der Alternative Medienpreis wurde
1999 von dem bundesweiten Bildungsträger Nürnberger Medienakademie und dem seit 1987 sendenden
Alternativ-Radio "Z" ins Leben gerufen. Mit der Auszeichnung sollen unkonventionelle, freche und meist
unbezahlte Beiträge über kleine und große Skandale gewürdigt werden, die nicht in gängige Formate
passen. (Quelle: info.partisan.net)
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