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Kurznachrichten [ Allg. Nachrichten ] [Nachrichtendienste ] [ Ticker ] +++ So.08.06.03,
12:45 Irak am einundachzigsten Tag nach Kriegsbeginn Ein US-Soldat bei Angriff im Irak getötet und vier verwundet +++ Irakischer Angreifer in Falludscha getötet +++ US-Soldaten nehmen früheren irakischen Vize-Polizeichef fest +++ Schatz von Nimrud in irakischer Zentralbank entdeckt +++ So.08.06.03 - Bei einem Angriff auf US-Truppen in der irakischen Stadt Falludschah ist nach Militärangaben vom Sonntag ein Mann erschossen worden. Zwei Bewaffnete hätten am Samstagabend das Feuer auf eine US-Patrouille eröffnet, teilte das Oberkommando Mitte der US-Streitkräfte mit. Der zweite Mann sei geflohen. Von den US-Soldaten sei niemand verletzt worden. In der Region zwischen Falludschah und Ramadi gebe es Widerstandsnester, die offenbar auf lokaler Ebene koordiniert würden, erklärten die US-Streitkräfte. Seit dem Tod von 18 anti-amerikanischen Demonstranten im April kommt es in Falludschah, 30 Kilometer westlich von Bagdad, immer wieder zu Angriffen auf die Besatzungstruppen. In der vergangenen Woche wurden die US-Truppen in Falludschah um mehr als 1.500 Mann verstärkt. Bei einem Angriff mit einer Granate und Handfeuerwaffen auf US-Truppen in der Nähe der irakischen Stadt Tikrit sind am Samstag nach US-Militärangaben ein Soldat getötet und vier verletzt worden. Die Verwundeten seien per Hubschrauber und Krankenwagen in medizinische Militäreinrichtungen in der Region gebracht worden, teilte das Militär weiter mit. über die Angreifer wurde zunächst nichts bekannt. Das US-Central-Command erklärte, bereits am Freitag seien bei einem Autounfall nördlich der irakischen Hauptstadt Bagdad ein Soldat getötet und zwei verletzt worden. Darüber hinaus seien ebenfalls am Freitag ein Soldat getötet und drei verletzt worden, als Munition explodierte, mit der sie hantiert hatten. Seit US-Präsident George W. Bush am 1. Mai das Ende der entscheidenden Kampfhandlungen in Irak erklärte, kamen 26 dort stationierte US-Soldaten bei Angriffen und Unfällen ums Leben. Das US-Verteidigungsministerium äußerte sich in dieser Woche besorgt über die jüngste Häufung tödlicher Unfälle von US-Soldaten im Irak. Seit dem Ende des Krieges gegen den Golfstaat sind die US-Truppen dort in den vergangenen Wochen immer wieder Ziel von Anschlägen versprengter Anhänger des früheren irakischen Präsidenten Saddam Hussein geworden. Zudem forderten Tausende Iraker in Protestmärschen wiederholt den Abzug der US-Besatzungstruppen. Die US-Streitkräfte in Irak haben nach eigenen Angaben am Samstag den früheren stellvertretenden irakischen Polizeichef festgenommen. General Mohammed Habib el Maschadani werde vorgeworfen, den Wiederaufbau von Saddam Husseins verbotener Baath-Partei innerhalb der Polizei betrieben zu haben. Dadurch habe er die Polizeireform der US-geführten Allierten in Irak sabotiert, sagte ein Militärsprecher. Der seit dem Fall Bagdads vor zwei Monaten vermisste Schatz von Nimrud ist in einem geheimen Gewölbe der irakischen Zentralbank entdeckt worden. Die amerikanischen Verwaltungsbehörden erklärten am Samstag, die Artefakte aus Gold und Edelsteinen hätten im Abwasser gelegen, seien jedoch offenbar in gutem Zustand. Der Schatz von Nimrud gilt als einer der bedeutendsten archäologischen Funde des 20. Jahrhunderts. Der Schatz stammt wahrscheinlich aus dem Jahr 900 vor Christus. Er wurde Ende der 80er Jahre von irakischen Archäologen in vier Grabkammern in der Stadt Nimrud in Nordirak entdeckt. Die Stücke wurden seit rund zehn Jahren nicht mehr öffentlich ausgestellt. In der Stellungnahme der Verwaltungsbehörden hiess es, Experten des Britischen Museums wollten gemeinsam mit irakischen Spezialisten entscheiden, wie die Stücke am besten erhalten werden könnten. Nach dem Sturz des Dikators Saddam Hussein und den darauf folgenden Plünderungen hatten amerikanische Ermittler eine Inventarliste des Nationalmuseums in Bagdad erstellt. Zu Beginn der Woche habe das Team einen weiteren Geheimgang entdeckt, erklärten die Behörden. Darin hätten sich fast 8000 der bedeutendsten Stücke aus dem Nationalmuseum befunden. Die Verwaltungsbehörden erklärten ausserdem, es seien weit weniger Ausstellungsstücke aus dem Nationalmuseum gestohlen worden als bisher angenommen. Von den ursprünglich 170'000 als verschwunden geltenden Kulturgütern würden nur noch 3000 vermisst. Darunter seien auch zahlreiche weniger bedeutende Stücke. Aus der Hauptausstellung seien 47 Gegenstände gestohlen worden. Ein Sprecher der Behörden sagte, eine oder zwei Galerien des Nationalmuseums in Bagdad sollten noch in diesem Monat für die öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. (Quellen: rtr, afp, nzz/ap)
Vier Soldaten
der Bundeswehr bei Terroranschlag in Kabul getötet. So.08.06.03 - Bei einem Autobomben-Anschlag auf einen Bus mit 33 deutschen Soldaten in Kabul sind am Samstag vier Bundeswehrsoldaten getötet worden. Hinter dem Anschlag könnte die Terrororganisation El Kaida stecken. Es gebe erste Hinweise, sagte Bundesverteidigungsminister Peter Struck am Abend im ZDF. Die Informationen hat er von seinem afghanischen Kollegen, Mohammed Fahim. Die Hinweise müssten allerdings noch überprüft werden. Im Laufe des Tages werden die 29 verletzten Bundeswehrsoldaten in Deutschland zurückerwartet. Vier ihrer Kameraden starben, als eine Autobombe neben ihrem Bus explodierte. 29 Soldaten wurden nach Worten von Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) verletzt, sieben davon schwer. "Wir hoffen, dass sie am Leben bleiben", sagte der Minister. Struck und Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) betonten, die Bundeswehr werde ihren Auftrag in Afghanistan fortsetzen. US-Präsident George Bush sprach dem Kanzler in einem Telefonat seine Anteilnahme aus. Schröder und Bush hätten in dem Gespräch die gemeinsame Verantwortung Deutschlands und der USA für Afghanistan bekräftigt, sagte Struck. Die Soldaten seien in einem Bus zusammen um 07.50 Uhr mit zwei gepanzerten Begleitfahrzeugen und einem Gepäckwagen zum Flughafen losgefahren, um nach Hause zu fliegen, sagte der Verteidigungsminister. Für manche sei der Einsatz in Afghanistan beendet, andere seien auf dem Weg in den Urlaub gewesen. Nach Angaben von Bundeswehrgeneralinspekteur Wolfgang Schneiderhahn liegen noch unterschiedliche Angaben zum Hergang vor. Offenbar habe aber der Fahrer eines mit Sprengstoff beladenen Taxis auf der Dschalalabad-Road in Kabul zunächst versucht, sich in den Bundeswehr-Konvoi zu drängen. Als dies nicht gelang, habe er überholt und den Sprengsatz neben dem Bus gezündet. Der Bus wurde teilweise zerstört. Von dem Taxi ist nach Aussagen der Kabuler Polizei außer dem Nummernschild nichts mehr zu erkennen. Struck sprach von einem Selbstmordanschlag. über die Motive herrsche noch völlige Unklarheit. Experten des Bundeskriminalamtes seien auf dem Weg nach Kabul, um der afghanischen Polizei bei der Aufklärung der Tat zu helfen. Die Bundeswehr stellt rund 2500 der 4500 ISAF-Soldaten. Deutschland führt derzeit gemeinsam mit den Niederlanden die ISAF, die nach dem Ende der radikal-islamischen Taliban-Regierung Ende 2001 in Kabul und am nahen Flughafen für Sicherheit sorgen soll. Die Truppe wurde bereits mehrfach angegriffen. Zuletzt waren Ende Mai ein deutscher Soldat bei einer Minenexplosion getötet und ein weiterer verletzt worden. Der Vorsitzende des Bundeswehrverbands, Bernhard Gertz, regte einen Abzug der deutschen Soldaten aus Afghanistan an. Der Zeitung "Bild am Sonntag" sagte er, die Wahrscheinlichkeit von Anschlägen wachse, da sich die Kämpfer des gestürzten Taliban-Regimes und der Moslem-Extremistenorganisation El Kaida sammelten und wieder stärker würden. "Sollte sich die Sichrheitslage dramatisch verschärfen, sollten wir die ISAF-Friedenstruppe entweder erheblich verstärken oder aus Afghanistan abziehen." Der verteidigungspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Christian Schmidt (CSU), forderte, die für Dienstag geplante Entsendung eines Erkundungsteams für einen Bundeswehreinsatz außerhalb Kabuls auszusetzen. Struck und Schneiderhahn traten der Kritik entgegen: "Ich kann nicht erkennen, dass wir dort fahrlässig gehandelt hätten", sagte der Minister. Ihm seien keine konkreteren Hinweise als die auf die allgemeine Gefahrenlage in der Region bekannt. Die Aufgabe der Bundeswehr in Afghanistan sei es, Vertrauen in der Bevölkerung zu wecken. "Das setzt voraus, dass man nicht in martialischer Ausstattung ... durch die Stadt fährt." Schröder machte terroristische Kräfte für den Anschlag verantwortlich. Mit solchen Attentaten solle Afghanistan zurück in die Anarchie gebombt werden. Die deutschen Soldaten würden auch nach diesem schockierenden Anschlag ihren schwierigen Dienst in den internationalen Krisengebieten fortsetzen. Struck sagte, gegenteilige Forderungen hielten Schröder und er für falsch: "Wir werden dem nicht entsprechen." Die Frage einer Ausdehnung des Auftrags über die Grenzen von Kabul hinaus werde weiter geprüft. Wie geplant solle am Dienstag eine Untersuchungsgruppe mit diesem Auftrag nach Kabul fliegen. Struck sagte,
Bush habe Schröder das Beileid des amerikanischen Volkes
übermittelt. Wie Schröder habe der Präsident
festgestellt, dass der Kampf gegen den Terrorismus nicht beendet sei.
Beide hätten die besondere Verantwortung Deutschlands und der USA
für Afghanistan bekräftigt, "um das Land wieder zu einem
stabilen demokratischen Staat zu machen und nicht mehr zum
Ausgangspunkt von Terrorismus". Es war das erste Mal seit dem
deutsch-amerikanischen Streit wegen des Irak-Kriegs, dass Bush mit
Schröder telefonierte. Eine Verbesserung der angespannten
Beziehungen beider Staatsmänner hatte sich vergangene Woche beim
Gipfeltreffen der sieben wichtigsten Industrienationen und Russlands
(G8) angedeutet. (Quellen: rtr, dpa) Sieben Tote bei überfall auf israelischen Armeeposten So.08.06.03 - Bei einem überfall auf einen Armeeposten im Grenzgebiet zwischen Israel und dem Gazastreifen sind am Sonntag vier Israelis und drei palästinensische Angreifer erschossen worden. Zu dem Angriff bekannten sich die drei größten extremistischen Organisationen der Palästinenser, die in einem gemeinsamen Flugblatt ihre Entschlossenheit zur Fortsetzung der Intifada bekräftigten. Getarnt in Armee-Uniform, drangen die drei Männer am Sonntag auf israelisches Gebiet in der Nähe des Grenzübergangs Eres vor und eröffneten das Feuer auf den Armeeposten. Nach Angaben von ärzten wurden vier Israelis erschossen und vier verletzt. In dem Feuergefecht wurden auch die drei Angreifer getötet. In einer gemeinsamen Erklärung bekannten sich die Hamas, der Islamische Dschihad und die Al-Aksa-Brigaden zu dem überfall. Jede Organisation habe einen der Täter gestellt, hieß es in einem Flugblatt. Die gemeinsame Operation sei ausgeführt worden, um die Entschlossenheit zum bewaffneten Kampf zu bekräftigen. Dieser werde "bis zum Ende der Besetzung unseres Landes und der Heiligen Stätten" fortgeführt. Die Al-Aksa-Brigaden stehen in Verbindung mit der Fatah-Bewegung, der auch der palästinensische Regierungschef Mahmud Abbas angehört. Nach dem Dreiergipfel mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon und US-Präsident George W. Bush hatte Abbas am vergangenen Mittwoch zu einem Ende der Intifada aufgerufen. Nach dem Angriff riegelten die Streitkräfte den Grenzübergang zum Gazastreifen ab. Zuvor waren bereits die übergänge zum Westjordanland gesperrt worden. Als Grund nannte die Armee Hinweise auf geplante Anschläge. Die Grenzübergänge waren erst am Donnerstag wieder geöffnet worden. Der überfall
folgte wenige Stunden nach einer Erklärung extremistischer
Gruppen, dass sie nicht bereit seien, auf Angriffe gegen Israel zu
verzichten. "Alle sind sich im Recht auf Widerstand gegen die Besetzung
einig", sagte Hamas-Führer Abdel Asis Rantisi am Samstag. Die
Hamas brach am Freitag Gespräche mit der palästinensischen
Regierung über einen Gewaltverzicht ab und warf Abbas vor, in
seiner Erklärung nach dem Dreiergipfel im jordanischen Akaba zu
viele Zugeständnisse an Israel gemacht zu haben.
(Quelle:ap) Nordkorea: Waffenaufstellung der USA im Süden Kriegssvorspiel So.08.06.03 - Das kommunistische Nordkorea hat am Sonntag die "Waffenaufstellung" im Süden des Landes durch die USA als Vorspiel zu einem Krieg bezeichnet und für den Fall eines US-Präventivschlages Vergeltung angekündigt. "Unsere Armee sowie das Volk werden der Waffenaufstellung der USA mit einer entsprechend mächtigen Abwehrkraft entgegen treten sowie dem Präventivschlag mit einer umgehenden Vergeltung", teilte die staatliche Nachrichtenagentur Nordkoreas mit. Die Agentur denunziert die USA regelmäßig und droht mit der Zerstörung des Landes. Die USA wollen Nordkorea zusammen mit Japan und dem kapitalistischen Südkorea zum Stopp seines Atomprogrammes bewegen. Alle drei Länder haben sich für eine friedliche Lösung des Streits ausgesprochen. Der südkoreanische Präsident Roh Moo Hyun und der japanische Ministerpräsident Junichiro Koizumi waren am Samstag bei einem Treffen überein gekommen, keinerlei Entwicklung von Atomwaffen durch Nordkorea zu tolerieren. Roh hatte mit US-Präsident George W. Bush vergangenen Monat vereinbart, dass "weitere Schritte" erforderlich würden, sollte Nordkorea den Atomstreit verschärfen. Eine Woche später sprachen Koizumi und Bush von "härteren Maßnahmen". Die USA
würden ihre militärische Präsenz an der Grenze zu
Südkorea immer weiter verstärken, teilte die
Nachrichtenagentur Nordkoreas weiter mit. Dies sei eine unverzeihliche
Entwicklung. Die angekündigten "weiteren Schritte" hätten
bereits die Phase der vollständigen Umsetzung erreicht und der
US-Atomkrieg gegen Nordkorea sei nicht nur eine Option, sondern werde
Realität, hieß es weiter. (Quelle: rtr) Kongo: Neue Kämpfe in Bunia treiben Einwohner in die Flucht So.08.06.03 - Die Gewalt in der kongolesischen Kriegsprovinz Ituri ist am Samstag wieder eskaliert. Hunderte Kämpfer der Volksgruppe der Lendu griffen die Stadt Bunia an, wo bereits im Mai rund 500 Menschen bei Gefechten mit rivalisierenden Hema-Rebellen getötet wurden. Nach UN-Angaben rückten rund 2.000 Lendu in die von Hema-Milizionären der Union Kongolesischer Patrioten (UPC) kontrollierte Stadt vor. Es war die erste neue Eskalation der Gefechte seit Mitte Mai. Damals hatten sich Hema- und Lendu-Milizen in Bunia auf eine einstweilige Waffenruhe verständigt. In Bunia suchten am Samstag hunderte Einwohner Zuflucht bei der UN-Mission für Kongo (MONUC). Die Offensive begann im Morgengrauen südlich der Stadt, bevor die Lendu-Kämpfer auch in Bunia Posten der UPC attackierten. UPC-Führer Floribert Kisembo sprach von Angriffen an mehreren Fronten. Journalisten berichteten von fliehenden UPC-Kämpfern, darunter auch Kindersoldaten, aus Posten vor der Stadt. Zwei vermisste Journalisten, die für den Fernsender France 2 im Einsatz waren, wurden nach mehreren Stunden sicher aufgefunden, wie der französische Sender mitteilte. Zuvor hatte es geheißen, die beiden seien von unbekannten Angreifern gefangen genommen worden. Den Lendu-Kämpfern gelang es nach Angaben von MONUC-Kommandeur Daniel Vollot, einige Gebiete außerhalb Bunias einzunehmen, die sie zuvor an Hema-Kämpfer verloren hatten. Vollot nahm Gespräche mit Vertretern beider Seiten auf. Offenbar sei jedoch keine der beiden Gruppen zu einem Ende der Gewalt bereit, sagte der MONUC-Kommandeur. Die UPC kündigte eine Gegenoffensive an. Bereits Mitte Mai konnten die etwa 700 MONUC-Soldaten aus Uruguay die blutigen Auseinandersetzungen nicht verhindern. Die Vereinten Nationen baten deshalb um die Unterstützung der EU. Am Freitag trafen die ersten französischen Soldaten in der Kriegsprovinz ein, um den Einsatz der 1.400 Mann starken EU-Friedenstruppe in Kongo vorzubereiten. Die ehemalige Kolonialmacht Belgien entsandte am Samstag zwei C-130-Transportmaschinen. Sie sollen von Uganda aus den EU-Einsatz unterstützen. An der Mission werden sich voraussichtlich auch Kanada, Südafrika, Senegal, Nigeria und Pakistan beteiligen. Im September soll die EU-Truppe von einer größeren UN-Mission unter der Führung Bangladeschs abgelöst werden. Eine Delegation
des Weltsicherheitsrates wollte noch am Samstag nach Zentralafrika
aufbrechen, um die Bürgerkriegsparteien in Kongo und Burundi zur
Einstellung ihrer Kampfhandlungen aufzufordern. Die Delegation unter
Leitung des französischen UN-Botschafters Jean-Marc de la
Sabliere soll sich sowohl mit Regierungs- als auch mit
Rebellenvertretern treffen. Sie soll insgesamt sechs afrikanische
Staaten bereisen und einen Tag in Bunia verbringen. (Quelle: ap) NATO: Robertson kritisiert Zurückhaltung Europas So.08.06.03 - Wenige Tage vor dem Treffen der NATO-Verteidigungsminister in Brüssel hat Generalsekretär George Robertson den europäischen Mitgliedern der Allianz Zurückhaltung bei den Verteidigungsausgaben vorgeworfen. Die USA hätten ihre "Lektion längst gelernt" und ihre Streitkräfte "umfassend modernisiert", schrieb Robertson in einem Gastbeitrag für die Zeitung "Bild am Sonntag". Europa hingegen zögere. Zwar sei viel von Modernisierung die Rede, doch beim Bezahlen gäben sich manche Regierungen zugeknöpft, so Robertson. Als Folge dieser Haltung werde die transatlantische "Fähigkeitslücke" immer größer. Das Ungleichgewicht zwischen den USA und Europa sei "nicht nur eine militärische, sondern auch eine politische Herausforderung", fügte Robertson hinzu. "Wie können die Europäer über amerikanischen Unilateralismus klagen, wenn sie nicht die militärischen Fähigkeiten haben, um ein starker Partner zu sein?" Nur ein militärisch starkes Europa finde in Washington Gehör. "Deshalb müssen die Europäer ihren Worten auch Taten folgen lassen. Sicherheit gibt es nicht zum Nulltarif." Die Armeen des
Kalten Krieges hätten ausgedient, schrieb der
Generalsekretär. "Wir brauchen anders ausgerüstete,
flexiblere, einsatzfähigere Streitkräfte. Wir brauchen
Transportflugzeuge, um schnell zu den Krisenherden zu gelangen. Und
unsere Truppen brauchen Schutz gegen atomare, biologische und
chemische Waffen." (Quelle: afp) Europäer sollen biometrisch erfasst werden So.08.06.03 - Die EU-Kommission arbeite an der Einführung biometrischer VISA und Reisepässe. berichtet das Netz-Magazin "telepolis" in seiner heutigen Ausgabe. Eine
unlängst abgeschlossene vertrauliche Machbarkeitsstudie der
Kommission schlage Fingerabdrücke als zu favorisierendes
biometrisches Merkmal vor und spreche sich zudem optional für eine
Verbindung des VIS mit dem neuen Schengener Informationssystem (SIS II)
aus, schreibt "telepolis". Kostenpunkt des Systems je nach Ausrichtung
130 Mio bis 200 Mio Euro. Mehr unter:
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