Aktuelle Nachrichten
Irak am hundertunddreizehnten Tag nach Kriegsbeginn
Rumsfeld vor dem Streitkräfte-Ausschuss des US-Senats:
USA gingen ohne neue Waffen-Beweise in Irak-Krieg.
Alte Beweise seien durch das Prisma der Erfahrungen mit dem 11. September betrachtet worden.+++
US-Präsident Bush: Absolut überzeugt, das Richtige getan zu haben +++
USA suchen breite Unterstützung zur Stabilisierung Iraks.
US-Verteidigungsminister für Beteiligung deutscher und französischer Truppen +++
Besatzung in Irak kostet vier Milliarden im Monat +++
212 US-Soldaten laut Pentagon in Irak getötet +++
Do.10.07.03 - Die USA sind nach den Worten von Verteidigungsminister Donald Rumsfeld
nicht auf der Grundlage neuer Beweise für das Vorhandensein von
Massenvernichtungswaffen in den Krieg gegen den Irak gezogen. Vielmehr
hätten die USA vorhandene Informationen über irakische
Waffenprogramme nach den Anschlägen am 11. September 2001 in einem
anderen Licht betrachtet, sagte Rumsfeld am Mittwoch in Washington vor
einem Parlamentsausschuss.
"Die Koalition hat nicht im Irak eingegriffen, weil wir völlig
neue Beweise gehabt hätten für das Streben des Irak" nach
Massenvernichtungswaffen, sagte Rumsfeld vor dem
Streitkräfte-Ausschuss des US-Senats. "Wir haben gehandelt, weil
wir die Beweise in einem völlig neuen Licht gesehen haben - durch
das Prisma unserer Erfahrungen mit dem 11. September."
Ausschüsse des Kongresses untersuchen, ob die US-Regierung falsche
oder aufgebauschte Geheimdienstinformationen über angebliche
Massenvernichtungswaffen im Irak verwendet hat, um den Krieg gegen das
Land zu rechtfertigen.
Der Irak habe "zwölf Jahre Zeit gehabt, um seine
(Waffen-)Programme zu vertuschen", sagte Rumsfeld. Diese Programme
aufzudecken, brauche Zeit. Die Weigerung des Iraks, die
UNO-Resolutionen zu erfüllen und darzulegen, dass alle verbotenen
Waffen zerstört worden seien, habe den Krieg gebracht. "Die USA
haben nicht den Krieg gewählt - Saddam Hussein hat es getan",
sagte Rumsfeld. Zwölf Jahre lang habe der gestürzte irakische
Präsident gegen 17 UNO-Resolutionen verstoßen, ohne dass es
für ihn Konsequenzen gegeben hätte.
Der Vorwurf, der Irak sei im Besitz von Massenvernichtungswaffen, war
der Hauptgrund der USA und ihres engsten Verbündeten
Großbritannien für den Krieg. Bislang wurden solche Waffen
aber nicht gefunden. Die beiden Regierungen sind dem Vorwurf
ausgesetzt, sie hätten Geheimdienstinformationen manipuliert, um
Argumente für den Krieg zu haben.
US-Präsident George W. Bush hielt an seiner Rechtfertigung des
Irak-Krieges fest, obwohl sein Präsidialamt einen Irrtum bei der
Behauptung eingeräumt hatte, Irak habe in Afrika waffentaugliches
Uran kaufen wollen. "Ich bin absolut überzeugt von der
Entscheidung, die ich getroffen habe", sagte Bush im
südafrikanischen Pretoria. "Ich habe keine Zweifel, dass letztlich
die Fakten der Welt die Wahrheit zeigen werden." Bush hatte im Januar
in einer Rede zur Lage der Nation erklärt, Irak habe versucht, in
Afrika waffentaugliches Uran zu kaufen. Die Geheimdienstinformationen,
auf die Bush sich bezog, erwiesen sich nach Angaben des
Präsidialamtes als gefälscht.
Die Besatzung Iraks durch die US-Armee kostet die US-Regierung nach
Angaben des Washingtoner Verteidigungsministeriums knapp vier Milliarden
Dollar (3,5 Milliarden Euro) im Monat. Verteidigungsminister Donald
Rumsfeld sagte bei der Anhörung des Streitkräfte-Ausschusses,
unter anderem wegen der enorm hohen Kosten für die US-Regierung
sollten künftig weitere Nationen Militärkontingente nach Irak
schicken.
Donald Rumsfeld würde eine Beteiligung deutscher und
französischer Truppen an der Stabilisierung des Iraks
unterstützen. "Unser Ziel ist es, eine große Zahl
internationaler Kräfte aus vielen Ländern zu bekommen, unter
Einschluss dieser beiden", sagte Rumsfeld am Mittwoch in einer
Anhörung zur Lage im Irak vor dem Streitkräfte-Ausschuss des
Senats in Washington.
Paris könnte eine militärische Beteiligung nur dann ins Auge
fassen, wenn diese im Rahmen einer Friedenstruppe der UN vorgesehen
sei, sagte der französische Außenminister Dominique de
Villepin dazu der Zeitung "Le Figaro" (Donnerstag). Ein präziser
Auftrag des UN- Sicherheitsrates und damit die Unterstützung der
gesamten internationalen Gemeinschaft seien dafür notwendig, sagte
Villepin.
Zuvor hatte bereits das Bundesverteidigungsministerium in Berlin den
US-Vorstoß mit ähnlicher Begründung abgelehnt.
Voraussetzung, um über eine deutsche Beteiligung im Irak
nachzudenken, wäre ein klares UN-Mandat, sagte ein Sprecher des
Ministeriums am Abend auf dpa- Anfrage. Diese Bedingung habe
Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) bisher immer genannt. "Solange
die Stabilisierung im Irak nicht mit einem UN-Mandat versehen ist, gibt
es keine Grundlage, uns mit Bundeswehr-Truppen daran zu beteiligen",
sagte der Sprecher.
Rumsfeld würde es auch begrüßen, wenn die NATO als
Organisation Truppen stellen würde. "Ich habe kein Problem mit
einer Einbeziehung der NATO", erklärte er. "In der Tat glaube ich,
dass das eine gute Sache wäre."
Wie der Minister weiter erläuterte, sind zur Zeit 19 verschiedene
Staaten auf irakischem Boden engagiert. 19 weitere Länder
hätten Beiträge zugesagt. Mit 11 anderen Ländern liefen
Gespräche. Insgesamt hätten die USA Anfragen zur
Unterstützung an 70 bis 90 Länder gerichtet.
Rumsfeld teilte weiter mit, die monatlichen Kosten für die
laufenden Militäroperationen von gut 10.000 US-Soldaten in
Afghanistan beliefen sich auf rund 950 Millionen Dollar (830 Millionen
Euro). Ziel der Anhörung war es, Lehren aus den amerikanischen
Engagements in Irak und Afghanistan zu ziehen.
Seit Beginn des Irak-Kriegs starben nach Regierungsangaben aus
Washington 212 US-Soldaten in dem arabischen Land. 74 von ihnen kamen
ums Leben, seit US-Präsident George W. Bush am 1. Mai die
Hauptkampfhandlungen für beendet erklärt hatte, wie das
Pentagon am Mittwoch mitteilte. Von diesen seien 29 bei Kampfhandlungen
getötet worden. Das Ministerium telite nicht mit, wie viele
Soldaten durch irrtümlichen Beschuss aus den eigenen Reihen ums
Leben kamen.
Der Krieg hatte am 20. März mit Luftbombardements auf Bagdad
begonnen. Im Golfkrieg 1991 waren offiziellen Angaben zufolge 147
US-Soldaten im Kampf und 235 weitere bei anderen Situationen ums Leben
gekommen, etwa bei Unfällen.
Ein Zusammenschluss von internationalen Bürgerrechtsgruppen will
den Besatzungsmächten im Irak auf die Finger sehen. "Der Schutz
der Rechte und Sicherheit der irakischen Bevölkerung ist
Verantwortung der Koalitionstruppen", erklärte der US-Amerikaner
Ted Lewis gestern bei der Präsentation des von diesen Gruppen
gebildeten "Occupation Watch Center". Vor allem
Menschenrechtsverletzungen, wie die Bedingungen in den Haftlagern der
Besatzungstruppen und exzessive Anwendung von Gewalt gegen Zivilisten,
sowie die mangelnde Versorgung der Bevölkerung mit grundlegenden
Dienstleistungen wie Strom und Wasser würden untersucht. Andere
Schwerpunkte der Arbeit des Zentrums bildeten die Beobachtung der
Vergabe großer Aufträge beim Wiederaufbau und der Verwendung
der Öleinnahmen durch die Besatzer sowie die Förderung der
irakischen Zivilgesellschaft. Besonderes Augenmerk will man auf die
Lage der Frauen sowie die der Arbeiter und Angestellten lenken.
(Quellen: afp, dpa, rtr, afp)
«Irak-Krieg - Amerikanische Regierung legte falsche Beweise vor»
«US-Verteidigungsminister Rumsfeld hat zugegeben, dass es vor dem
Irak-Krieg keine neuen Erkenntnisse über etwaige
Massenvernichtungswaffen des Saddam-Regimes gab. Ein ehemaliger
ranghoher Mitarbeiter des US-außenministeriums wirft der
Regierung vor, Geheimdienstinformationen in der Öffentlichkeit
falsch dargestellt zu haben...»
ehr bei Spiegel-Online (10.07.03) unter:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,256539,00.html
«Pentagon-Bericht: Jessica Lynch wurde durch Autounfall verletzt»
«Jessica Lynch wurde bei einem Autounfall verletzt, nicht durch
irakische Kugeln, wie nun auch das Pentagon offiziell erklärt. Und
es erkennt an, dass irakische Ärzte ihr das Leben
retteten...»
Mehr bei "netzzeitung" (09.07.03)
http://www.netzeitung.de/spezial/irak/246493.html
«Das Hollywood-Heldendrama im Irak»
Rückblick: Mittwoch 2. April 2003, 05:16 Uhr
Bagdad/Washington (AP) Das US-Zentralkommando in Katar gab am
Mittwochmorgen die Befreiung einer amerikanischen Kriegsgefangenen
bekannt. Nach Angaben des Pentagons handelt es sich um die Soldatin
Jessica Lynch, die seit dem 23. März als vermisst galt. Der
US-Fernsehsender CNN berichtete, sie sei aus einem Krankenhaus in
Nassirijah befreit worden.
Am 17.04.200 berichtete "Telepolis" :
«Selbst die filmreife Befeiung der Jessica Lynch aus den
Händen der bösen Hussein-Schergen scheint anders verlaufen zu
sein, als dies uns das Pentagon und manche hörigen Medien
berichtet haben
An Gerüchten, Falschinformationen oder Propaganda herrscht seit
dem 11.9. kein Mangel. Ein guter Teil stammt auch aus offiziellen
Kanälen der britischen und amerikanischen Regierungen und ihren
Geheimdiensten, die auch nicht davor zurückscheuten,
beispielsweise gefälschte Beweise für die angebliche
Massenvernichtungswaffen im Irak zu verwenden. Zahllose falsche
oder irreführende Meldungen gab es auch im Krieg gegen den
Irak. Jetzt scheint auch eine Episode, die eigentlich für den
Krieg nebensächlich war, aber ein großes Medienecho in den
USA gefunden hat, zunächst vom Pentagon gut frisiert dargestellt
worden zu sein: die Befreiung der jungen und hübschen Jessica
Lynch aus der Hand der bösen Iraker. Das verwundert nicht weiter,
lässt aber die Glaubwürdigkeit noch ein Stück weiter
sinken, wenn die US-Regierung und das Weiße Haus tatsächlich
mehr auf strategische Kommunikation(sverfäschung) oder
Psychologische Operationen als auf Wahrheit setzen - und dabei
systematisch eben auch die "freien" Medien, die das eigentlich wissen
sollten, und die US-Bevölkerung täuschen...»
Mehr unter:-
http://www.heise.de/tp/deutsch/special/irak/14621/1.html
Sohn: "Du, Papa, warum mussten wir den Irak angreifen?"
Vater: "Weil sie Massenvernichtungswaffen hatten."
Sohn: "Aber die Inspektoren haben keine Massenvernichtungswaffen
gefunden."
Vater: "Weil die Iraker sie versteckt haben."
Sohn: "Und deshalb haben wir den Irak erobert?"
Vater: "Ja. Eroberungen funktionieren immer besser als
Inspektionen"......
Den kompletten Text gibt es bei "e-script":
http://www.e-script.de/index.php?2003_06#105698490149728271
«Angst vor der Rückkehr toter Soldaten»
«In Polen sinkt die Zustimmung zum Irak-Einsatz ständig.
Dessen "finales Ziel" sind laut Regierung irakische
Ölquellen...»
Mehr in der heutigen Ausgabe der "tageszeitung" (10.07.03) unter:
http://www.taz.de/pt/2003/07/10/a0112.nf/text
«Der Saddam-Faktor»
Fast jeden Tag werden Soldaten der amerikanischen Besatzungsmacht bei
Angriffen irakischer Widerstandskämpfer getötet. Einer der
Hauptgründe für die nicht nachlassenden Attacken ist nach
Einschätzung vieler Beobachter das ungeklärte Schicksal von
Saddam Hussein.
Ausgerechnet am 4. Juli, dem amerikanischen Nationalfeiertag, hatte der
arabische Sender El Dschasira ein Tonband ausgestrahlt, auf dem der
gestürzte Diktator angeblich persönlich zum koordinierten
Widerstand gegen die Besatzungsmacht aufrief und angab, sich nach wie
vor in seinem besetzten Land aufzuhalten. Der US-Auslandsgeheimdienst
CIA stufte die Botschaft als «höchstwahrscheinlich
authentisch» ein.
«Die Angriffe auf US-Truppen werden nicht nachlassen, so lange es
Anhänger von Saddam Hussein gibt», sagte Emad Dhia, ein
Iraker mit amerikanischer Staatsbürgerschaft, der die
US-Zivilverwaltung berät. «Sie werden mit gar nichts
aufhören, um sich die Macht zurückzuholen.» Zwar seien
die meisten Iraker froh über den Sturz ihres früheren
Peinigers, aber das Tonband habe neue Furcht vor der Wiederkehr seiner
Terrorherrschaft geschürt. Daher komme die Angst vor der
Kooperation mit der Besatzungsmacht.
Eindeutige Hinweise auf den Tod Saddam Husseins gibt es nicht,
allerdings bezweifeln die US-Kommandeure, dass er die Angriffe
koordiniert. «Auch wenn nicht klar ist, von wem sie gesteuert
werden, werden sie immer ausgefeilter», stellte US-Generalmajor
Carl Strock am Montag fest. Der amerikanische Umgang mit dem
Saddam-Faktor lässt denn auch die Unsicherheit erkennen.
Einerseits betont das Pentagon regelmäßig, die Macht des
früheren Präsidenten und seines Regimes sei ein für alle
Male gebrochen. Andererseits wurde vergangene Woche ein Kopfgeld von 25
Millionen Dollar für seine Ergreifung ausgesetzt. Am Montag
verkündete Zivilverwalter Paul Bremer, die alten Dinar-Noten mit
dem Antlitz des verschwundenen Diktators würden bald durch neue
Geldscheine ersetzt.
Neben dem psychologischen Kampf gegen den unsichtbaren Gegner
führt die US-Armee verstärkt Offensiven gegen
Widerstandszellen, bislang ohne nachweislichen Erfolg. Zuletzt wurden
am Dienstag bei zahlreichen Attacken abermals mehrere Soldaten verletzt.
Nicht alle Experten glauben indes, dass Saddam Hussein für die
Aufständischen noch die entscheidende Rolle spielt. Michael
O'Hanlon von der Washingtoner Brookings Institution zum Beispiel sagte:
«Das Wichtigste ist schlicht die Tatsache, dass es in Irak sehr
viele frühere Baath-Partei-Mitglieder gibt, die überhaupt
kein Interesse an einer Zusammenarbeit mit den Amerikanern
haben.» Ein Volksaufstand gegen die Besatzer könne viel eher
aus Frustration über den zähen wirtschaftlichen und
politischen Wiederaufbau entstehen als aus Furcht vor dem früheren
Präsidenten.
Anthony Cordesman, Militärexperte für Irak am Institut
für Strategische und Internationale Studien in Washington, sieht
die US-Regierung in der Verantwortung. «Sie hat versäumt,
einen Plan zur Konfliktlösung zu aufzustellen, und den anhaltenden
Widerstand nach dem Sturz Saddam Husseins unterschätzt.» Er
fragt sich, wie lange die Besatzungsmacht «auf einem feindlichen
Irak sitzen kann», ohne sich den wahren Gründen der
Instabilität zuzuwenden. «Sie müssen den einfachen
Irakern deutlich machen, wann und wie sie die Kontrolle über ihr
Land zurückbekommen.
(Quelle: ap)
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Rumsfeld: Iran verschiebt Grenzposten auf irakisches Gebiet
Do.10.07.03 - US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hat Iran vorgeworfen,
Grenzposten in den Irak zu verschieben.
Rumsfeld verwies am Mittwoch im Streitkräfteausschuss des
US-Senats in Washington auf entsprechende Berichte und sprach von einem
inakzeptablen Vorgang. Den Berichten zufolge habe Iran an einem rund 25
Kilometer langen Abschnitt einige Grenzposten mehrere Kilometer in den
Irak verschoben. Iran achte damit nicht die Souveränität des
Nachbarstaates und solle die Posten zurückziehen, sagte Rumsfeld.
Die USA haben im Irak seit dem Krieg zehntausende Soldaten stationiert.
Die Führung in Teheran hatte Vorwürfe der USA
zurückgewiesen, nach dem Sturz des irakischen Präsidenten
Saddam Hussein Mitgliedern der Führung Unterschlupf gewährt
zu haben. Die USA vermuten, dass im Iran ausgebildete Schiiten die
Grenze zum Südirak überquert haben, um dort iranische
Interessen voranzutreiben. Der Iran ist von schiitischen Moslems
dominiert, und die US-Regierung befürchtet, dass die im Irak lange
Zeit unterdrückten Glaubensbrüder versuchten könnten,
einen islamischen Staat nach dem Vorbild des Nachbarlandes zu
gründen. Die US-Regierung wirft Iran unter anderem vor, nach
Massenvernichtungswaffen zu streben und den internationalen Terrorismus
zu unterstützen.
(Quelle: rtr)
Iran bei Atomwaffen-Kontrollen kompromissbereit
Do.10.07.03 - Iran hat sich in der strittigen Frage des Zusatzprotokolls zum
Atomwaffensperrvertrag kompromissbereit gezeigt. Teheran und die
Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hätten die
Entsendung von IAEA-Experten nach Iran vereinbart, teilte IAEA-Direktor
Mohamed el Baradei in Teheran mit. Über einen Zeitplan für
die Unterzeichnung des Zusatzprotokolls sei nicht gesprochen worden,
sagte Baradei auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem
Präsidenten der Iranischen Atomenergieorganisation, Gholamresa
Aghasadeh.
Zuvor hatte die iranische Seite erklärt, eine sofortige
Unterzeichnung des Zusatzprotokolls werde es nicht geben. Es gehe
zunächst um die Herstellung eines beiderseitigen
Vertrauensverhältnisses. Baradei wollte die Führung in
Teheran dazu drängen, das Zusatzprotokoll "unverzüglich und
bedingungslos" zu unterzeichnen und damit unangekündigte
Kontrollen iranischer Atomanlagen ermöglichen. Bislang können
die UN-Inspekteure die Anlagen nur nach Voranmeldung besichtigen.
Iran macht die Unterzeichnung des Zusatzprotokolls davon abhängig,
ob der Westen das Land bei der Entwicklung seines Atomprogramms zu
zivilen Zwecken unterstützt. Die USA werfen Iran vor, heimlich an
der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten.
(Quelle: afp)
Zehntausende demonstrieren in Teheran gegen Regierung
Do.10.07.03 - Am vierten Jahrestag der Studentenproteste in Iran sind in Teheran
zehntausende Demonstranten durch die Innenstadt gezogen. Trotz eines
massiven Polizeiaufgebots fuhren die Demonstranten in tausenden Autos
zum Gelände der Universität. Am Rande kam es zu gewaltsamen
Zusammenstößen zwischen radikalislamischen
Regierungsanhängern und Polizisten. Die Polizei versuchte,
Regierungsanhänger und Demonstranten zu trennen. Die iranische
Führung hatte zum Jahrestag jede Demonstration innerhalb und
außerhalb der Universitäten untersagt.
Die Polizei versuchte, radikale Regierungsanhänger am Vordringen
zu den im Stau stehenden Demonstranten zu hindern;
Anti-Aufruhr-Einheiten und radikalislamische Regierungsanhänger
lieferten sich dabei einzelne Auseinandersetzungen. Milizionäre
fuhren mit Motorrädern immer wieder an den Protestzug heran.
Wenige Stunden zuvor waren drei Führungsmitglieder des nationalen
Studentenverbandes festgenommen worden, kurz nachdem sie in einer
Pressekonferenz das Verbot von Kundgebungen beklagt hatten.
Mit dem Verbot der Demonstrationen sollte verhindert werden, dass die
jüngsten Proteste von Anfang Juni wieder aufflammen. Die
Behörden ordneten zudem an, das Gelände der Teheraner
Amir-Abad-Universität in der Zeit vom 7. bis 14. Juli zu
schließen. Im Juni hatten vor allem Studenten tagelang gegen die
geistliche Führung des Landes unter Ajatollah Ali Chamenei
demonstriert. Die landesweiten Proteste wurden gewaltsam
niedergeschlagen; tausende Teilnehmer wurden festgenommen.
(Quelle: afp)
Ex-Guantanamo-Häftling verlangt von USA Millionen-Entschädigung
Do.10.07.03 - Ein Pakistaner, der zehn Monate lang auf dem US-Stützpunkt
Guantanamo auf Kuba gefangen war, verlangt von den USA eine
Entschädigungszahlung in Höhe von 10,4 Millionen Dollar (9,2
Millionen Euro). Das teilte der Anwalt des 51-Jährigen Mohammed
Sanghir am Donnerstag in Rawalpindi mit. Der Exhäftling will seine
Forderung notfalls gerichtlich durchsetzen.
Sanghir wurde im November vorigen Jahres freigelassen. Sie hätten
ihm gesagt, er sei unschuldig, sagte Sanghir der Nachrichtenagentur AP.
Die Amerikaner hätten sich bei ihm aber nicht nicht einmal
entschuldigt.
Auf dem Stützpunkt Guantanamo sind etwa 600 mutmaßliche
Mitglieder des Terrornetzwerks El Kaida und Taliban-Kämpfer
gefangen. Die Bedingungen, unter denen die Gefangenen leben, sind
wiederholt von Menschenrechtsorganisationen kritisiert worden. Sanghir
sagte, er sei in einem Käfig in Einzelhaft eingesperrt worden.
(Quelle: ap)
Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr wird verlängert
Do.10.07.03 - Bundesverteidigungsminister Peter Struck (SPD) will den
Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr bis mindestens Ende 2004
verlängern. Die deutschen Soldaten würden erst abgezogen,
wenn die Vereinten Nationen das Mandat für die internationale
Friedenstruppe ISAF beendeten, sagte Struck der "Berliner Zeitung". "In
der Konsequenz bedeutet das, dass wir das Mandat des Bundestags, das im
Dezember ausläuft, um mindestens ein Jahr verlängern werden."
Ewig dürfe die Bundeswehr aber nicht in Afghanistan bleiben. "Das
Hauptmotiv für unsere Präsenz ist es, einen Staat aufzubauen,
der nicht Ausgangspunkt für Terrorismus ist", sagte Struck.
Eine Aufstockung der Truppen in Afghanistan, wie dies von Pakistan
gefordert worden war, lehnte der SPD-Politiker jedoch ab. Die
Entscheidung über eine Ausweitung des Einsatzes über Kabul
hinaus werde erst im September getroffen, bekräftigte der
Verteidigungsminister. Die Union hat sich bereits gegen die Ausweitung
des Einsatzes ausgesprochen.
Struck betonte, dass auch die Lage in der Hauptstadt selbst weder ruhig
noch stabil sei. "Wir erhalten nahezu täglich mehr oder minder
ungenaue Hinweise auf geplante Anschläge gegen das
Isaf-Kontingent." Außerhalb des Lagers bewegten sich die
deutschen Soldaten mit Schutzwesten und in gepanzerten Fahrzeugen.
(Quelle: afp)
Friedenstruppe für Liberia beschlossen
Do.10.07.03 - Eine afrikanische Friedenstruppe soll dem Bürgerkriegsland Liberia
den Übergang zu einer friedlichen Zukunft sichern. Der
Exekutivsekretär der westafrikanischen Staatengemeinschaft ECOWAS,
Mohammed Ibn Chambas, erklärte der britischen BBC, die
Maßnahme sei mit den Vereinten Nationen abgestimmt. "Es ist
wichtig, dass kein politisches Vakuum entsteht", erklärte er mit
Blick auf das angekündigte Exil des umstrittenen liberianischen
Präsidenten Charles Taylor. Bereits zuvor hatte US- Präsident
George W. Bush während seiner Afrika-Rundreise die
Unterstützung einer solchen Friedenstruppe signalisiert.
Liberia braucht nach Einschätzung einer Delegation des
Weltsicherheitsrates dringend die Hilfe einer multinationalen
Schutztruppe. Die Delegation unter dem britischen Botschafter Jeremy
Greenstock bestand am Mittwoch bei Beratungen im Sicherheitsrat darauf,
dass unverzüglich alle Vorkehrungen für die Entsendung der
Truppe getroffen werden müssten. Greenstock hatte die
Diplomatengruppe zu einer Bestandsaufnahme durch mehrere
westafrikanische Länder geführt.
Wenige Stunden zuvor hatte auch UN-Generalsekretär Kofi Annan
erneut an den Rat appelliert, in den bewaffneten Konflikt in Liberia
einzugreifen. Angesichts des brutalen Machtkampfes in dem
westafrikanischen Land müsse "eine große humanitäre
Tragödie verhindert werden", forderte Annan am Dienstagabend
(Ortszeit) in einem Schreiben an den Sicherheitsrat.
Der von Rebellengruppen bedrängte liberianische Machthaber Charles
Taylor kündigte auf Druck der USA an, er werde ins Exil nach
Nigeria gehen. Bei Machtkämpfen zwischen Taylors Regierungstruppen
und Rebellen waren in den letzten Monaten hunderte Menschen, vor allem
Zivilisten, getötet worden.
(Quelle: dpa)
Mehr als 40 Tote bei Kämpfen in Somalia
Do.10.07.03 - Bei heftigen Kämpfen im Nordwesten Somalias zwischen hunderten
Bewaffneten verfeindeter Klans sind mehr als 40 Menschen getötet
und 90 verwundet worden, wie Stammesmitglieder am Mittwoch mitteilten.
Die Kämpfe rund um das 800 Kilometer von Mogadischu entfernt
gelegene Dorf Awleh hätten am Montag begonnen und dauerten am
Mittwoch noch an, hieß es. Näheres zu den
Auseinandersetzungen zwischen den Klans Sa'ad und Dir war zunächst
nicht bekannt. Somalia hat seit 1991 keine funktionierende
Zentralregierung mehr. Im August 2000 wurde zwar nach einer
Friedenskonferenz eine Übergangsregierung ernannt, ihr Einfluss
reicht aber praktisch nicht über die Hauptstadt hinaus.
(Quelle: ap)
Afrikanische Union sucht nach Wegen aus Krieg und Armut
Do.10.07.03 - Krieg in Kongo und Liberia, blutige Gewalt in Uganda und Algerien,
politische Krisen in Simbabwe und der Elfenbeinküste, Hunger in
Äthiopien und Mosambik. Stichworte, die nur Schlaglichter auf die
umfassenden Probleme Afrikas werfen. Es sind große Hürden
der Entwicklung und des Zusammenwachsens, das die Afrikanische Union
(AU) bei ihrem am (morgigen) Donnerstag beginnenden Gipfel in der
mosambikanischen Hauptstadt Maputo in diesen Tagen vorantreiben will.
"Hier werden die Führer und Würdenträger unseres
Kontinents ihr Engagement im Kampf gegen Armut und die Förderung
der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung bekräftigen",
betonte der mosambikanische Ministerpräsident Pascoal Manuel
Mocumbi Anfang der Woche bei den vorbereitenden Sitzungen. Damit seien
zwei unabdingbare Voraussetzungen angesprochen, «um Afrika und
seine Völker von Hunger, Armut, Krankheit und den noch immer
anhaltenden Konflikten zu befreien».
Dutzende AU-Mitglieder und rund 900 Millionen Menschen unter einen Hut
zu bringen, erscheint dabei nahezu unmöglich. 52 Länder
gehören der Afrikanischen Union an - nicht dabei ist Marokko.
Hinzu kommt stattdessen die Arabische Saharauische Demokratische
Republik, die von Marokko annektierte Westsahara. In Geschichte, Kultur
und politischer Ausrichtung zeigen sich große Gegensätze und
tiefe Gräben. Fast alle Mitglieder sind erst seit einigen
Jahrzehnten unabhängig - vor 1950 war es nicht einmal eine Hand
voll - und tragen zum Teil noch schwer am Erbe der europäischen
Kolonialherrschaft.
Es sei eine delikate Aufgabe, die Institutionen der AU so zu
etablieren, dass alle Mitglieder damit einverstanden seien, räumte
Mocumbi ein. Ohne den Beitrag jedes Einzelnen könne es keine
Lösung geben. Auch zur Überwindung der "Konflikte und Krisen,
die unseren Kontinent noch immer spalten" müssten sich alle
Länder stark machen.
Seit der Gründung der Afrikanische Union, die vor einem Jahr die
Organisation für Afrikanische Einheit (OAU) ablöste, haben
die Bürgerkriege in der Elfenbeinküste, in Kongo und Liberia
die internationale Gemeinschaft aufgeschreckt. Im Schatten des
Interesses bleiben die Kämpfe in weiteren Krisenregionen. Ein
Afrikanischer Friedens- und Sicherheitsrat mit Interventionskompetenz
soll der Gewalt auf dem Kontinent künftig Einhalt gebieten, und
die Einsetzung des Rats dürfte angesichts der jüngsten
Entwicklungen in Kongo und Liberia ein Hauptthema des Gipfels sein.
Bislang haben der mosambikanischen Nachrichtenagentur AIM zufolge aber
erst sieben Staaten das entsprechende Protokoll ratifiziert, 26
müssen es zur Gründung des Gremiums sein.
Der Erfolg des Gipfels werde sich daran messen lassen, inwieweit es der
Union gelinge, ihre Strukturen aufzubauen und zu festigen,
erklärte die scheidende Vorsitzende des AU-Ministerrats Nkosanzana
Dlamini-Zuma in Maputo. "Wenn wir das Recht zur Selbstbestimmung
unserer Zukunft fordern, müssen wir auch die Fähigkeiten
entwickeln, unsere eigenen Probleme selbst anzupacken."
Studien der Weltbank haben bestätigt, dass die
Bürgerkriegsrate in Afrika höher liegt als im Rest der Welt.
Denn von den größten Risikofaktoren haben die meisten
Länder Afrikas einen zu genüge: die Armut. Laut dem am
Dienstag veröffentlichten UN-Bericht zum Stand der globalen
Entwicklung, dem Human Development Report 2003, liegt Afrika beim Index
aus Pro-Kopf-Einkommen, Lebenserwartung und Bildungsgrad ganz hinten:
Die untersten 25 Ränge auf einer Liste von 175 untersuchten
Ländern werden von afrikanischen Staaten südlich der Sahara
eingenommen.
Rund 40 Millionen Menschen von Äthiopien bis ins südliche
Afrika sind auf Lebensmittelhilfe angewiesen. Weitere Millionen
Afrikaner leiden an Mangelernährung und haben keinen Zugang zu
sauberem Trinkwasser. Unzählige Kinder sterben an einfach zu
behandelnden Krankheiten, weil ihr Immunsystem geschwächt ist und
ihre Familien nicht die lebensrettenden Medikamente beschaffen
können.
Durchfall, Tuberkulose und Malaria sind die größten Killer
neben Aids. Von den schätzungsweise 42 Millionen HIV-Infizierten
weltweit leben fast drei Viertel in Afrika. "Malaria, TB und die
HIV/Aids-Pandemie wüten auf unserem Kontinent", rief der
mosambikanische Regierungschef Mocumbi diese Herausforderung in
Erinnerung, die die Staats- und Regierungschefs in Maputo nicht
ignorieren können. Der Kampf gegen die Armut und die grassierenden
Krankheiten sei überlebenswichtig und müsse "von der gesamten
afrikanischen Familie getragen werden".
(Quelle: ap)
USA wollen Druck auf Israel erhöhen
Do.10.07.03 - Die USA haben sich im Streit zwischen Israel und der
Autonomiebehörde um die Freilassung von Häftlingen hinter den
palästinensischen Ministerpräsidenten Mahmud Abbas gestellt.
Bei einem Treffen mit dem israelischen Verteidigungsminister Schaul
Mofas wollte US-Sondergesandter John Wolf noch am Mittwoch zur
Freilassung weiterer palästinensischer Gefangener drängen,
wie der israelische Armeerundfunk berichtete. Der Abbau weiterer
illegaler Vorposten jüdischer Siedlungen sollte offenbar ebenfalls
zur Sprache kommen.
Auch in den Auseinandersetzungen innerhalb der Fatah-Bewegung über
die Politik gegenüber Israel gab Washington Abbas
Rückendeckung. Außenministeriumssprecher Philip Reeker
erklärte am Dienstag, unter Abbas habe es wichtige Änderungen
gegeben, von denen die Palästinenser profitierten. Die USA wollten
deutlich machen, dass sie diese positiven Änderungen
unterstützten.
Abbas ist nach Angaben aus palästinensischen Kreisen von seinem
Posten im Zentralkomitee der Al Fatah zurückgetreten und hat auch
mit seinem Rücktritt als Regierungschef gedroht. Die im
vergangenen Monat von den Palästinensern einseitig ausgerufene
Waffenruhe ist in der größten palästinensischen
Organisation äußerst umstritten. Besonders wichtig ist hier
die von Israel geforderte Freilassung aller 6.500
palästinensischen Gefangenen. Israel hat sich bislang nur zu einer
Geste des guten Willens bereit gefunden und die Freilassung einiger
hundert Gefangener angekündigt. Der palästinensische Minister
Hischam Abdel Rasik erklärte daraufhin, sollte Israel auf dieser
Position beharren, könnte dies den Friedensprozess negativ
beeinflussen.
Auch in der Nacht zum Mittwoch kam es zu neuer Gewalt im
Westjordanland. Israelische Soldaten erschossen nach
palästinensischen Angaben bei einer Razzia nahe Dschenin einen
Mann und verletzten seine Frau. Die israelische Armee berichtete, die
Soldaten hätten auf Schüsse reagiert.
(Quelle: ap)
«Israel verstärkt seine Grenze zu den palästinensischen
Gebieten»
«Seit einem Jahr baut die Regierung Scharon zwischen Israel und
dem Westjordanland einen "Sicherheitszaun". Was an die Berliner Mauer
von einst erinnert, soll die Bürger vor Terror schützen. Aber
die Anlage trennt nicht nur Menschen, sie verläuft auch auf
palästinensischem Gebiet...»
Mehr in der heutigen Ausgabe der "tageszeitung" (10.07.03) unter:
http://www.taz.de/pt/2003/07/10/a0145.nf/text
|
EU-Entwurf zur Förderung der Embyronenforschung verabschiedet.
Entwurf trifft auf geteiltes Echo
Do.10.07.03 - Die Europäische Kommission hat am Mittwoch einen
Richtlinienentwurf für die in Deutschland verbotene
Embryonenforschung in der Europäischen Union (EU) verabschiedet.
Der Entwurf sieht für die Förderung der Forschung eine
Stichtagsregelung vor, nach der die verwendeten Embryonen vor dem 27.
Juni 2002 existiert haben müssen. Zudem dürfen die Forscher
nur gefrorene oder gelagerte Embryonen nutzen, die aus
Fruchtbarkeitsbehandlungen hervorgegangen sind. Die Bundesregierung
erklärte, sie strebe weiterhin eine Lösung auf der Grundlage
der deutschen Rechtslage an. Demnach soll die Finanzierung der
Forschungsarbeiten aus Mitteln der EU auf bestehende Stammzelllinien
beschränkt werden.
Der Staatsssekretär im Bundesforschungsministerium, Wolf Michael
Catenhusen, sagte in Berlin: "Wir hoffen, unsere Partner in der EU von
unserer Auffassung überzeugen zu können und eine Lösung
zu finden, welche die ethischen Grundüberzeugungen aller
Mitgliedsstaaten respektiert."
In Deutschland darf nur unter strengen Auflagen und an Stammzellen
geforscht werden, die vor dem 1. Januar 2002 existiert haben. So soll
verhindert werden, dass weitere Embryonen zu Forschungszwecken
getötet werden.
Großbritannien befürwortet die Embryonenforschung,
während neben Deutschland auch die katholisch geprägten
Länder Spanien, Portugal, Österreich und Italien diese
Technologie ablehnen. Gegen die Embryonenforschung gibt es ethische
Bedenken, weil für die Gewinnung embryonaler Stammzellen Embryonen
im Alter von wenigen Tagen getötet werden müssen.
Forscher erhoffen sich von der Forschung Fortschritte im Wissen um
schwere Krankheiten wie Alzheimer und Parkinson. Den Stichtag 27. Juni
2002 wählte die EU-Kommission, weil die EU sich an diesem Tag auf
ein Gen-Forschungsprogramm für den Zeitraum von 2003-2006 geeinigt
hatte.
EU-Forschungskommissar Philippe Busquin sagte über den
Richtlinienentwurf: "Indem strikte ethische Regeln für eine solche
Förderung aufgestellt werden, trägt die EU in einer
verantwortlichen Weise zum Fortschritt der Wissenschaft und zum Wohle
der Patienten weltweit bei. Gleichzeitig stellen wir sicher, dass es in
einem eindeutigen ethischen Rahmen geschieht." Die irische
Europa-Parlamentarierin Rosemary Scallon kritisierte den Entwurf
hingegen: "Europa muss den Vorschlag der Kommission ablehnen, die
Forschung an ungeborenen menschlichen Lebewesen fördern will,
einerlei, ob es sich um gefrorene Embryonen oder abgetriebene Babys
handelt."
Biotechnologiefirmen begrüßten den Entwurf der Kommission.
"Er wird die Entwicklung auf diesem Feld in der gesamten EU
befördern", teilte der Branchenverband BioIndustry Association
mit. Die Richtlinien müssen noch vom EU-Parlament und einer
Mehrheit der EU-Staaten gebilligt werden. Die EU-Forschungsminister
werden im November über die Richtlinie beraten. Forschungskommssar
Busquin sagte, er hoffe dass bis Ende des Jahres eine Vereinbarung
unter Dach und Fach sein werde.
(Quelle: rtr)
Kritik an Bulmahn wegen EU-Förderung für Embryonenforschung
Do.10.07.03 - Die Grünen-Europaabgeordnete Hiltrud Breyer hat die Haltung von
Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) in der Debatte um die
EU-weite Förderung der Embryonenforschung kritisiert. Die
Ministerin müsse sich gegenüber der EU-Kommission klarer
positionieren, forderte Breyer im "Tagesspiegel". "Ich finde ihr
Schweigen ein bisschen laut." Der EU-Parlamentarier Peter Liese (CDU)
kritisierte, Bulmahn habe sich zu spät um das
Forschungsrahmenprogramm der EU gekümmert, aus dem die
Embryonenforschung gefördert werden soll.
Ein Sprecher des Forschungsministeriums betonte indes, die
Bundesregierung habe von Anfang an gefordert, dass sich die Kommission
nicht über nationales Recht hinwegsetzen dürfe. Am Ende
müsse man aber auch eine andere Entscheidung akzeptieren, sagte
der Sprecher der Zeitung.
Mit der nun geplanten umfangreichen Förderung der
Embryonenforschung auf EU-Ebene. wird auch Geld aus Deutschland
für Projekte gezahlt, mit denen sich Wissenschaftler in
Deutschland strafbar machen würden. Bis Ende des Jahres liegen
alle einschlägigen Förderanträge auf Eis.
(Quelle: afp)
«Hintergrund: Deutsche Forscher und Embryonale Stammzellen»
Mit Stammzellen vom Menschen wollen Mediziner in Zukunft schwere
Krankheiten heilen und die Funktion verschlissener Organe
wiederherstellen. Embryonale Stammzellen sind noch nicht auf eine
bestimmte Funktion spezialisiert. Sie werden vor allem aus Embryonen
gewonnen, die bei einer künstlichen Befruchtung entstehen und
nicht mehr für eine Schwangerschaft benötigt werden.
In Deutschland dürfen Wissenschaftler zwar keine Stammzellen aus
menschlichen Embryonen gewinnen, wohl aber in Ausnahmefällen
für «hochrangige Forschungsziele» importieren. Das
entsprechende Gesetz wurde am 25. April 2002 im Bundestag
verabschiedet. Demnach dürfen nur vor dem 1. Januar 2002 durch
künstliche Befruchtung gewonnene und in Labors in Kulturen
gelagerte Stammzellen importiert werden. Damit wollte der Bundestag
sicherstellen, dass keine weiteren Embryonen eigens für die
Forschung in Deutschland zerstört werden.
Das Robert-Koch-Institut hat bislang drei Genehmigungen für den
Import von Stammzellen erteilt, und zwar an Oliver Brüstle
(Universität Bonn), Jürgen Hescheler (Universität
Köln) und Wolfgang- Michael Franz (Universitätklinikum
Großhadern in München). Sie möchten Nerven- oder
Herzmuskelzellen gewinnen. Die embryonalen Stammzellen können sich
nach aktuellem Wissensstand unbegrenzt weiter teilen und im Körper
zu mehr als 200 verschiedenen Gewebearten heranwachsen. Forscher
versuchen nun, die Entwicklung der Stammzellen gezielt zu steuern, um
das jeweils benötigte Gewebe zu erhalten.
Im Vergleich zu embryonalen Stammzellen gibt es bei adulten Stammzellen
keine ethischen Bedenken. Adulte Stammzellen kommen in vielen Organen
vor, lassen sich aber nur bedingt zu anderen Zelltypen wandeln.
Forscher können sie außerdem nur begrenzt im Labor vermehren.
(Quelle: dpa)
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EU-Kommission verklagt Deutschland wegen Biotech-Patenten
Do.10.07.03 - Die EU-Kommission wird Deutschland und sieben weitere Mitgliedstaaten
wegen einer mangelnden Umsetzung von Patentregeln zum Schutz von
Erfindungen im Bereich Biotechnologie verklagen.
"Die Kommission hat entschieden, vor Gericht zu ziehen", sagte am
Mittwoch Kommissionssprecher in Brüssel. Neben Deutschland leitet
die Kommission rechtliche Schritte gegen Frankreich, Italien, Belgien,
Spanien, die Niederlande, Österreich und Luxemburg ein. Der
Europäische Gerichtshof (EuGH) könnte die Staaten dazu
zwingen, eine EU-Richtlinie aus dem Jahr 1998 über den
Patentschutz für Biotech-Erzeugnisse wie neue Pflanzensorten oder
Genveränderungen umzusetzen.
Binnenmarktkommissar Frits Bolkestein hatte gewarnt, der
europäischen Biotech-Branche drohten Wettbewerbsnachteile, wenn
sie ihre Erfindungen nicht ausreichend vor Nachahmung schützen
könnte. Die EU-Kommission geht davon aus, dass der
europäische Biotechnologie-Markt bis zum Jahr 2005 einen Wert von
mehr als 100 Milliarden Euro haben könnte.
Die Kommission wird Portugal nach Angaben des Sprechers nicht
verklagen, da dies mit Vorbereitungen für die Umsetzung der
Richtlinie begonnen habe. Einzelheiten der Entscheidung würden am
Donnerstag veröffentlicht.
(Quelle: rtr)
«Blick ins Archiv»
«SPD-Justizministerin Brigitte Zypries will Patentrichtlinie der
Europäischen Union eins zu eins umsetzen. »
«Wieder einmal versucht sich eine Justizministerin über die
Vorbehalte im Parlament hinwegzusetzten. Es geht um die
Umsetzung der umstrittenen Biopatentrichtlinie in deutsches
Recht. Wie schon ihre Vorgängerin Herta Däubler-Gmelin bringt
auch Brigitte Zypries (SPD) nun einen Gesetzentwurf in die
Ressortabstimmung, die die EU-Richtlinie 98/44 eins zu eins
umsetzt...» (taz vom 07.06.03)
Mehr unter:
http://www.taz.de/pt/2003/06/07/a0068.nf/text
«Theorie und Praxis der Patentierung von Leben »
Patentrecht, Biopatente, Genpatente, EU-Richtlinie:
Zur Entwicklung der jetzt existierenden Rechtslage – und wie in der Praxis damit umgegangen wird:
http://www.boa-muenchen.org/linde.peters/patent.htm
«Aus einem Gesetzentwurf des Ressorts zur Umsetzung der
EU-Patentrichtlinie geht hervor, dass künftig menschliche
Embryonen, Körperteile, Gewebe, Zellen und Gene
patentierbar sein sollen. Gesetzesabschnitte, die das
ermöglichen, sind raffiniert hinter solchen versteckt, die das
Gegenteil zu besagen scheinen.»
Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/linde.peters/pateu01.htm
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Spannungen mit der italienischen Regierung:
Kanzler sagt Urlaubsreise nach Italien ab
Do.10.07.03 - Bundeskanzler Gerhard Schröder hat angesichts der Spannungen mit
der italienischen Regierung seinen geplanten Urlaub in Italien abgesagt.
"Bundeskanzler Gerhard Schröder will seiner Familie nicht
länger Spekulationen über die wenige gemeinsame Urlaubszeit
zumuten", erklärte Regierungssprecher Bela Anda am Mittwoch in
Berlin. Die damit verbundenen Beeinträchtigungen würden die
notwendige Erholung und ein ungestörtes Zusammensein in Frage
stellen. "Die Familie wird daher ihren Urlaub gemeinsam zu Hause in
Hannover verbringen." Italiens Ministerpräsident Silvio
Berlusconi, der erst kürzlich mit seinem umstrittenen
Nazi-Vergleich für Verstimmung in Berlin gesorgt hatte,
bezeichnete die Entscheidung Schröders als Schande. "Es tut mir
leid um ihn", fügte er hinzu.
Schröders Urlaub hatte nach abfälligen Äußerungen
des italienischen Tourismus-Staatssekretärs Stefano Stefani
über deutsche Urlauber in Frage gestanden. Ursprünglich
wollte der Kanzler Ende kommender Woche mit seiner Familie für
rund zwei Wochen an die Adria fahren.
Bundesinnenminister Otto Schily legte der italienischen Regierung nahe,
Stefani zu entlassen.
Der Tourismus-Staatssekretär hatte die Deutschen in einem
Zeitungsartikel als "einförmige, supernationalistische Blonde"
beschrieben, die keine Gelegenheit ausließen, unverschämt zu
werden und lärmend über italienische Strände herzufallen.
Erst wenige Tage zuvor hatte Berlusconi für Empörung gesorgt,
als er bei seinem ersten Auftritt als EU-Ratspräsident im
Europa-Parlament den deutschen Europa-Abgeordneten Martin Schulz als
perfekte Besetzung für die Rolle eines KZ-Aufsehers in einem Film
bezeichnete.
Nach Spanien ist Italien für Deutsche wichtigstes
ausländisches Reiseland. Rund 9,6 Millionen Deutsche reisten im
vergangenen Jahr laut amtlicher Statistik nach Italien. Knapp jeder
vierte der fast 35 Millionen ausländischen Besucher in Italien kam
2002 aus Deutschland. Der Großteil der Deutschen fährt mit
dem Auto oder per Bus an die Adria, den Gardasee und in die Toskana.
Italien ist zudem mit zahlreichen historischen Stätten ein
klassisches Studienreiseziel. Die Hauptstadt Rom, aber auch Florenz und
Venedig stehen bei Kurztrips obenan.
(Quelle: rtr)
Forscher: Reformen in Europa dringlicher als Steuersenkungen
Do.10.07.03 - Reformen der Rentensysteme und Haushaltskonsolidierung sollten in
Europa nach Einschätzung von Wirtschaftsforschern derzeit Vorrang
vor Steuersenkungen haben. Die Regierungen müssten sich so auf
eine bevorstehende längere Phase niedrigen Wachstums vorbereiten,
forderte das in Brüssel ansässige Centre for European Policy
Studies (CEPS).
"Die Fiskalpolitik muss sich auf magere Jahre einstellen", sagte Daniel
Gros am Mittwoch in Frankfurt bei Vorstellung des Jahresberichtes einer
CEPS-Forschergruppe. Nach inzwischen drei Jahren mit enttäuschend
geringem Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts seien die
Wachstumserwartungen in der Euro-Zone auf Sicht von zehn Jahren um
einen halben Prozentpunkt auf gut zwei Prozent gesunken. Geringe
Investitionen und schwacher Konsum seien die Folge dieser
gedämpften Einschätzung. Ursachen für das niedrige
Wachstum sind Gros zufolge das Altern der Bevölkerung und die zu
langsame Anpassungsfähigkeit des Arbeitsmarktes an technischen
Wandel.
Die Wissenschaftler vom CEPS vermuten zudem schon länger, dass
sich das inflationsfreie Potenzialwachstum nur auf rund 1,5 Prozent
beläuft statt auf die von der Europäischen Zentralbank
geschätzten Raten von 2,0 bis 2,5 Prozent. Diese trüben
Aussichten haben nach Einschätzung der Forscher gravierende Folgen
für die Finanzpolitik. Die jährliche Neuverschuldung
dürfe rein rechnerisch maximal 1,8 Prozent statt 3,0 Prozent nicht
überschreiten, wenn der Stand der Gesamtschulden unter den im
Maastricht-Vertrag vorgegebenen 60 Prozent bleiben soll. Zudem
kämen auf die Staatshaushalte mit der immer älteren
Bevölkerung zusätzliche Ausgaben durch höherer
Lebenserwartung und steigenden Gesundheitskosten hinzu.
Steuersenkungen wie sie derzeit in Deutschland diskutiert werden sind
Gros zufolge bei diesen Aussichten der falsche Weg. "Die Regierungen
sollten sich auf Rentenreformen und das Kürzen altersbezogener
Leistungen konzentrieren", empfehlen die CEPS-Forscher. Erst danach
könnten niedrigere Steuern in Betracht gezogen werden. Um sich auf
die ab 2010 drohende "Rentenbombe" vorzubereiten, müssten zudem
wie früher vereinbart die Staatshaushalte ausgeglichen oder ins
Plus gebracht werden. Steuersenkungen könnten der Konjunktur keine
belebenden Impulse verleihen, betonte Gros. Dies habe eine empirische
Studie des CEPS ergeben.
(Quelle: rtr)
UN-Experte: Nur Zuwanderung kann Rente sichern
Do.10.07.03 - Nur massive Zuwanderung kann nach Ansicht des UN-
Bevölkerungsexperten Joseph Chamie langfristig das Rentensystem in
Deutschland sichern. "Um zu vermeiden, dass das Heer der
Berufstätigen weiter schrumpft, sind mindestens 487 000 Zuwanderer
im Jahr erforderlich", sagte er in einem Gespräch mit der
Deutschen Presse-Agentur (dpa) zum Weltbevölkerungstag am Freitag.
Diese Berechnung orientiert sich am Stand von 1995, als die Zahl der
deutschen Arbeitnehmer der UN-Statistik zufolge noch bei 55,7 Millionen
lag.
Solle das Verhältnis zwischen der Zahl der Beschäftigten und
der Rentner auf dem Niveau von 1995 (von 4,4 zu 1) gehalten werden,
dann müssten sogar 3,6 Millionen Immigranten pro Jahr kommen,
sagte Chamie. Die UN räumen ein, dass ein solcher Strom von
Einwanderern unrealistisch ist. Theoretisch würde er jedoch
vermeiden, dass zu wenige Arbeitnehmer zu viele Rentner
miternähren müssen oder letztlich kein Ausweg bleibt, als das
Rentenalter zu erhöhen und die Rente zu kürzen. Unter den
gegebenen Bedingungen sagen die UN- Experten der Bundesrepublik
für das Jahr 2050 eine Ratio von statistisch 1,8
Beschäftigten je Rentner voraus.
Mindestens 344 000 Einwanderer pro Jahr seien notwendig, um die
deutsche Bevölkerungszahl von jetzt 82,5 Millionen in etwa
konstant zu halten. Der Direktor für Bevölkerungsfragen bei
den Vereinten Nationen ging dabei von einer Projektion bis zum Jahr
2050 aus. Derzeit liegt der Bevölkerungsanteil von Ausländern
in Deutschland laut UN bei 9 Prozent, in Schweden bei 11 Prozent, den
USA bei 13 und der Schweiz sogar bei 25 Prozent.
Ohne gleich bleibenden Zustrom von Einwanderern würden 2050 nach
UN-Berechnungen nur noch 65 Millionen Menschen in der Bundesrepublik
leben, obwohl bis dahin jede Frau in Deutschland statistisch 1,85 Babys
statt derzeit 1,4 zur Welt bringen wird.
Weltweit werde sich das Bevölkerungswachstum bis zum Jahr 2100 bei
9,5 bis 10 Milliarden stabilisieren, meinte Chamie. "Diesen Schluss
ziehen wir aus der global sinkenden Geburtenzahl." Gegenwärtig
entfielen noch durchschnittlich 2,7 Kinder auf jede Frau. Bis zum Ende
des Jahrhunderts dürfte jede Erdenbürgerin im Schnitt 2,0
Babys gebären. "Das ist die Selbsterhaltungsrate der Menschheit",
sagt er.
(Quelle: dpa)
Bulmahn besorgt über Arbeitslosigkeit von Schulabgängern
Do.10.07.03 - Die Arbeitslosenzahlen unter den Schulabgängern ist nach den
Worten von Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn "Besorgnis
erregend". Trotz einer leichten Verbesserung der letzten Zahlen, sei
noch kein "Signal der Entwarnung" gegeben, sagte Bulmahn im ZDF. Sie
appellierte erneut an die Wirtschaft, mehr Ausbildungsplätze
anzubieten. Bis zu 70 000 Schulabgänger werden nach
Befürchtungen der Bundesanstalt für Arbeit bis September
bundesweit bei der Lehrstellensuche leer ausgehen.
(Quelle: dpa)
Rechts-Check für den Internet-Auftritt
Do.10.07.03 - Ob unvollständiges Impressum, nicht zulässige Meta-Tags oder
rechtswidrige Preisangaben - beim Betreiben von Websites lauern
überall juristische Fallstricke. Wer keine Abmahnung kassieren
möchte, sollte seine Site einem gründlichen rechtlichen Check
unterziehen. Denn Abmahnungen und einstweilige Verfügungen von
Mitbewerbern, Anwälten und zum Teil überaus dubiosen
Vereinigungen sind im Internet an der Tagesordnung. Die
Website-Checkliste in der neuesten Ausgabe des IT-Profimagazins iX
hilft Website-Betreibern, nicht in rechtliche Stolperfallen zu tappen.
Mehr bei "heise" unter:
http://www.heise.de/newsticker/data/ur-09.07.03-000/
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