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+++ Fr.15.08.03,
12:45 Nachrichten-Archiv
Aktuelle
Nachrichten
Irak am hundertneunundvierzigsten Tag nach Kriegsbeginn
UN-Sicherheitsrat nimmt neue Irak-Resolution an +++ UNO
begrüßt Schaffung von Regierendem Rat im Irak +++ Erneut
kommen Besatzungs-Soldaten bei Zwischenfällen ums Leben +++ USA
gegen militärische UN-Rolle im Irak +++ Türkische
Armee-Einheit bereitet sich auf Irak-Einsatz vor +++ Irak pumpt erstmals
seit Kriegsende wieder Öl in die Türkei +++
Fr.15.08.03 - Der
UN-Sicherheitsrat hat in einer Resolution die Bildung des irakischen
Regierungsrates begrüßt. Entgegen dem ursprünglichen
Wunsch der Regierung in Washington wurde das von den USA eingesetzte
Übergangsgremium jedoch nicht formal als Iraks Regierung
anerkannt. 14 der 15 Ratsmitglieder stimmten in New York für den
von Washington eingebrachten Entwurf. Syrien enthielt sich der Stimme.
Bei Zwischenfällen in Irak kamen nach Medien- und Armeeangaben
drei britische und ein US-Soldat ums Leben.
Das höchste UN-Gremium "begrüßte" mit seiner zweiten
Irak-Entschließung nach Ende der Hauptkampfhandlungen die
Gründung des "weit gehend repräsentativen" Regierungsrates als
"wichtigen Schritt zur Bildung einer international anerkannten und
repräsentativen Regierung durch das irakische Volk". Die USA hatten
ursprünglich auf eine stärkere Formulierung gedrängt,
mit der der Rat ausdrücklich als Übergangsregierung
bestätigt werden sollte. Unter anderem Frankreich und Russland
hatten dies nach Angaben aus Diplomatenkreisen abgelehnt.
Die Zusammensetzung des irakischen Regierungsrates war von den USA
betimmt worden. Washington hat in dem Gremium zudem ein Veto-Recht.
Durch die Resolution wird den UNO-Aktivitäten im Irak für die
Dauer von zwölf Monaten ein formelles Mandat erteilt. Eine
größere Rolle der UNO ist dagegen nicht vorgesehen, wie es
zum Beispiel Frankreich oder Indien gewünscht hatten. Sie hatten
argumentiert, eine Ausweitung des Mandats werde es anderen Regierungen
erleichtern, sich verstärkt am Wiederaufbau oder der
Friedenssicherung im Irak zu beteiligen. Die USA hatten dies mit dem
Hinweis abgelehnt, bereits die bestehenden Resolutionen erlaubten es
anderen Ländern im Irak zu helfen.
Syrien erklärte, nur das irakische Volk selbst könne
über seine Regierung entscheiden, und es sei nicht Aufgabe des
Sicherheitsrates, die Schaffung eines von den USA ernannten Regierenden
Rates zu begrüßen. Die 25 Mitglieder des irakischen Rates
vertreten die verschiedenen politischen, religiösen und ethnischen
Gruppen im Land. Seine Entscheidungen können jedoch vom
US-Zivilverwalter im Irak jederzeit mit einem Veto blockiert werden.
Die jüngste UN-Entschließung sieht weiter die Gründung
einer UN-Unterstützungsmission in Irak vor, die
Generalsekretär Kofi Annan zuvor angeregt hatte.
Erneute Angriffe offenbarn die weiterhin schwierige Lage der
Besatzungsarmee in Irak. Bei einem Granatenangriff in Südirak
wurden nach Medienberichten zwei britische Soldaten getötet und
zwei weitere verletzt. Unbekannte hätten den Fahrzeugkonvoi auf der
Straße zwischen Basra und Subeir mit Granatwerfern angegriffen,
berichtete die kuwaitische Nachrichtenagentur Kuna.
In der südirakischen Stadt Basra starb ein britischer Soldat bei
einer Explosion. Der Soldat sei mit zwei Kameraden in einem Krankenwagen
durch einen Vorort von Basra gefahren, als am Straßenrand ein
Sprengsatz explodierte, sagte ein Sprecher der britischen Armee. Die
beiden Begleiter seien verletzt worden.
Bei einem Sprengstoffangriff auf einen US-Konvoi in El Tadschi rund 15
Kilometer nördlich von Bagdad wurden nach Armeeangaben ein Soldat
getötet und zwei weitere verletzt.
Die USA wollen den UN weiterhin keine Rolle bei der militärischen
Sicherung im Irak zugestehen. Washington bemühe sich stattdessen,
möglichst viele Truppen aus befreundeten Ländern für
einen Irak-Einsatz zu gewinnen. Das schreibt die "New York Times" unter
Berufung auf Regierungskreise.
Nach der Grundsatzentscheidung der türkischen Regierung für
eine Truppenentsendung nach Irak bereitet sich eine erste Armee-Einheit
auf den Einsatz im südlichen Nachbarland vor. Eine Armee-Division
mit Erfahrung bei Auslandseinsätzen in Bosnien und Afghanistan habe
den Befehl erhalten, sich für den Einsatz bereit zu halten,
berichtete der türkische Nachrichtensender NTV am Donnerstag. Der
Kommandant der Einheit, General Ümit Sahintürk, werde im Falle
einer türkischen Beteiligung an der geplanten
Irak-Stabilisierungstruppe die türkischen Soldaten in Irak
befehligen. Die USA hatten die Türkei um militärische
Unterstützung in Irak gebeten.
Irakisches Erdöl fließt erstmals seit Ende des Krieges
wieder zum türkischen Mittelmeerhafen Ceyhan. "Stündlich
kommen 20 000 Barrel an", teilte das staatliche türkische
Ölunternehmen BOTAS mit. Die Pipeline zwischen Kirkuk und Ceyhan,
deren Wiederinbetriebnahme durch Sabotageanschläge im Irak
hinausgezögert worden war, hat eine Kapazität von
stündlich 70 000 Barrel. BOTAS verfügt in Ceyhan über
Speicherkapazitäten von 12 Millionen Barrel, berichtete die
Nachrichtenagentur Anadolu.
(Quellen: rtr,
afp, dpa)
«Der Irak-Krieg beschleunigt die von
Verteidigungsminister Rumsfeld gewünschte Modernisierung des
US-Militärs»
«Die
US-Regierung ist weiter bemüht, neue Truppen in den Irak zu
bringen. Doch statt der erhofften 30.000 Soldaten kann das Pentagon
wohl nur mit 15.500 aus 29 Ländern rechnen. Abhilfe soll
eine Umorganisierung der US-Army bringen. "Transformation" heißt
das Konzept, mit dem die Pentagon-Planer ihre Truppen schneller und
flexibler machen wollen. Somit könnte sich der Irak-Krieg als
Katalysator bei der Modernisierung des US-Militärs
erweisen....» (Telepolis, 15.08.03)
Mehr
unter:
http://www.telepolis.de/deutsch/inhalt/co/15430/1.html
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Weißes
Haus: Ranghoher Terrorist Asiens gefasst
Fr.15.08.03 - Im
Zuge ihres weltweiten Anti-Terror-Kampfes ist den USA der
mutmaßliche Drahtzieher der Bombenanschläge von Bali ins Netz
gegangen. Der als führendes Mitglied des Terrornetzwerks El Kaida
und der Extremistenorganisation Jemaah Islamiyah (JI) verdächtigte
Riduan bin Isomuddin sei in einem südostasiatischen Land gefasst
worden und befinde sich in US-Gewahrsam, gab das Weiße Haus
bekannt. Der auch als Hambali bekannte Verhaftete sei "einer der
tödlichsten Terroristen der Welt", sagte US-Präsident George
W. Bush.
"Er ist ein bekannter Mörder", sagte Bush bei einer Rede vor
US-Soldaten auf dem kalifornischen Militärstützpunkt Miramar.
"Zwei Drittel aller bekannten El-Kaida-Führungsmitglieder" seien
inzwischen entweder gefasst oder getötet worden. Hambalis Festnahme
sei ein "weiterer Sieg im globalen Kampf gegen den Terrorismus und ein
bedeutender Schlag gegen den Feind", sagte Regierungssprecher Scott
McClellan an Bord der US-Präsidentenmaschine Air Force One.
Der 36 Jahre alte Hambali sei in dieser Woche in Südostasien mit
Hilfe anderer Staaten festgenommen worden, sagte ein hochrangiger
US-Regierungsbeamter. Er werde derzeit an einem geheimen Ort von
US-Sicherheitskräften verhört. Der 36 Jahre alte islamische
Gelehrte wurde unter anderem in Indonesien, Malaysia, Singapur und auf
den Philippinen im Zusammenhang mit mehreren Bombenanschlägen
gesucht. Seine Organisation JI wird für die Anschläge auf Bali
mit mehr als 200 Toten ebenso verantwortlich gemacht wie für den
jüngsten Anschlag auf das Marriott-Hotel in Jakarta.
Hambali soll außerdem ein enger Partner der mutmaßlichen
Nummer drei von El Kaida, Khalid Sheikh Mohammad sein, der im März
festgenommen worden war. Mit der Festnahme sei das "todbringende
Potenzial" von El Kaida in Südostasien "wirkungsvoll verringert"
worden, sagte der US-Regierungsbeamte. Dennoch bleibe die Organisation
eine Bedrohung.
(Quelle: afp)
«Der 11. September 2001 und die Geheimdienste»
«Der
kürzlich veröffentlichte Bericht der Untersuchungskommission
des US-Kongresses zu den "Hintermännern" des Terroranschlags
belegt die Komplizenschaft des saudischen Geheimdienstes mit dem
Terrornetzwerk al Qaida. Sowohl die Frau des Botschafters
Saudi-Arabiens in Washington als auch ein Geheimdienstagent des Landes
namens Omar al Bayoumi haben an zwei der Terrorpiloten erhebliche
Geldmengen zwecks Finanzierung ihrer Flugausbildung in den USA
überwiesen. Bayoumi selbst befand sich zum Zeitpunkt des
Anschlages in Washington und konnte danach unbehelligt nach Riad
zurückfliegen. Auch Mitglieder des saudischen Königshauses -
der Innenminister inbegriffen - sollen 500 Millionen Dollar an al Qaida
gezahlt haben. Robert Baer, ein ehemaliger CIA-Agent, kommentiert die
Enthüllungen so: "Wenn man sich die angeblichen Beweise von Powell
und Bush gegen den Irak ansieht und dies vergleicht mit dem neuen
Kongress-Bericht, dann haben wir eindeutig das falsche Land
angegriffen". Bekanntlich waren 15 der Terrorpiloten saudische
Staatsbürger.
Gipfel der Ironie aber ist, dass just der US-Präsident, der den
"Kampf gegen den Terror" zu seiner Lebensaufgabe erklärt hat, jene
30 Seiten im Untersuchungsbericht schwärzen ließ, aus denen
die verdeckte Komplizenschaft der Saudis mit den Attentätern des
11. September hervorging. Die Rolle der Scheichs als Sponsoren des
Terrors will die Bush-Regierung lieber vertuschen - gute Beziehungen
könnten sonst gestört werden. Schließlich ist
Saudi-Arabien der größte Erdölproduzent der Welt, es
garantiert einen ziemlich stabilen Ölpreis und ist ein
geschätzter Abnehmer von US-Waffen im Nahen und Mittleren Osten.
Die - nunmehr bewiesene - Saudi-Connection verkörpert aber nur
einen Strang der geheimdienstlichen Komplizenschaft mit dem islamischen
Dschihad und den Attentätern des 11. September. Wie Michel
Chossudovski in seiner Studie Global brutal anhand eines
überwältigenden Quellenmaterials dokumentiert hat (das zum
großen Teil aus veröffentlichten Dokumenten des US-Kongresses
besteht ), "war es die CIA, die das militante islamistische Netzwerk
schuf", das einen "integralen Bestandteil der verdeckten
militärisch-geheimdienstlichen Operationen Washingtons bildete".
So bekennt der einstige CIA-Direktor Robert Gates in seinen Memoiren,
dass die USA im Sommer 1979 mit verdeckten Hilfsaktionen für
islamische Untergrundkämpfer die Sowjetunion zur Intervention in
Afghanistan provoziert und damit das Umfeld der künftigen
WTC-Terroristen bewaffnet haben. Auch Osama bin Laden und seine
Mudschaheddin wurden von der CIA und dem pakistanischen Geheimdienst ISI
trainiert, mit Waffen und reichlich Geld versorgt, das zum großen
Teil (wie schon beim Iran-Contra-Geschäft) aus dem Drogenhandel
stammte...» (Michael Schneider in der aktuellen "Freitag"
[14.08.03])
Mehr
unter:
http://www.freitag.de/2003/34/03340801.php
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Rätselhafte
Stromausfälle im Nordosten der USA und in Kanada +++ Chaotische
Zustände +++ Rund 50 Millionen Menschen von Blackout betroffen
+++ New Yorker Gouverneur verhängt Notstand +++ Erinnerungen an
11. September-Anschläge werden wach
Fr.15.08.03 -
Stromausfälle haben am Donnerstag im Nordosten der USA und in
Kanada chaotische Zustände ausgelöst und Erinnerungen an die
Anschläge vom 11. September 2001 heraufbeschworen.
In New York saßen Tausende in U-Bahnen fest. Der
Straßenverkehr kam zum Erliegen, da die Ampeln ausfielen.
Millionen Menschen verließen die Bürohochhäuser. Bei
Temperaturen von mehr als 33 Grad machten sich die Menschen zu Fuß
auf den Weg nach Hause. Kanadischen Angaben zufolge hatte ein
Blitzeinschlag in einem Kraftwerk in der Nähe von Niagara Falls im
US-Bundesstaat New York einen Domino-Effekt ausgelöst. "Dies war
kein Terrorakt", sagte US-Präsident George W. Bush. New Yorks
Bürgermeister Michael Bloomberg zeigte sich zuversichtlich, dass
die Stadt am Freitag wieder zum normalen Leben zurückkehren
könne.
"Alle sind einfach ausgeflippt", beschrieb eine Krankenschwester die
Reaktionen, als der Strom ausfiel. "Plötzlich denkt man an den
9.11." Eine andere Frau berichtete, sie sei auf dem Dach des Empire
State Building gewesen. "Wir mussten 86 Treppen nach unten laufen",
sagte sie. "Ich musste immer an die Zwillingstürme denken, und wie
ich nach unten kommen würde, aber alle blieben ruhig."
Der New Yorker Gouverneur George Pataki verhängte den Notstand. Er
sagte, rund die Hälfte der 19 Millionen Einwohner des Bundesstaats
seien ohne Strom. Betroffen waren außerdem die
US-Großstädte Detroit und Cleveland sowie Ottawa und Toronto
in Kanada.
Die New Yorker Polizei beorderte alle Beamten zum Dienst und postierte
Wachen an Banken und Geldautomaten. "Wir haben keine Fälle von
Plünderungen, aber wir sind zu beschäftigt, um jeden
Kleindiebstahl zu verfolgen", sagte ein Polizeisprecher. Während
Stromausfällen in den Jahren 1977 und 1965 hatten Plünderer
Millionenschäden angerichtet.
Flüge zu den drei großen New Yorker Flughäfen wurden
gestrichen. Flugzeuge, die bereits in der Luft seien, dürften noch
landen oder würden umgeleitet, teilte die US-Luftfahrtbehörde
FAA mit. Eine Lufthansa-Sprecherin sagte, vier Lufthansa-Maschinen seien
sicher in New York und Detroit gelandet. Die Fluggäste hätten
die Flugzeuge allerdings zunächst nicht verlassen können, da
die Infrastruktur der Flughäfen von den Stromausfällen lahm
gelegt gewesen sei.
Bevor die New Yorker U-Bahnen wieder verkehren könnten, müsse
das System überprüft werden, sagte ein Sprecher der
Betreibergesellschaft. "Wir brauchen eine Weile, bis wir alle Signale,
die Relais und Weichen überprüft haben ... man kann nicht
einfach den Schalter umlegen."
Die New Yorker Börse, die zum Zeitpunkt des Stromausfalls bereits
geschlossen hatte, will am Freitag zur gewohnten Zeit den Handel wieder
aufnehmen. Es seien keine Daten der Handelssitzung vom Donnerstag
verloren gegangen, sagte ein Sprecher der Börse. Die
Terminkontrakte deuteten auf eine schwächere Eröffnung der
US-Aktienmärkte.
Wenn am Freitag alles wieder funktioniere, werde der Stromausfall keine
größeren Folgen haben, sagte die Vermögensverwalterin
Janna Sampson von OakBrook Investments. "Je länger es dauert, umso
schlimmer wird es. Dann bekommt man Liquiditätsprobleme, weil man
kein Geld mehr bewegen kann."
Die Stromausfälle trafen auch das Herz der US-Autoindustrie,
Detroit. Dort waren Werke der Autobauer General Motors (NYSE: GM -
Nachrichten) und DaimlerChrysler (Xetra: 710000.DE - Nachrichten -
Forum) betroffen. Ein Ford-Sprecher sagte, 23 der 44 Ford-Werke in
Nordamerika seien außer Betrieb. Bei Chrysler waren nach Angaben
einer Sprecherin neun der 13 Werke betroffen. Vertreter der
Behörden im US-Bundesstaat Michigan sagten, es könne noch bis
zum Wochenende dauern, bis die Stromversorgung in allen Gebieten wieder
hergestellt sei.
(Quelle: rtr)
«Der Zusammenbruch des Stromnetzes in weiten Teilen
Nordamerikas demonstriert die Abhängigkeit von verletzlicher
Technik»
«Ratlos
postete ein New Yorker gestern nachmittag um 3:39pm Ortszeit auf
Indymedia: "Lower Manhatten - no tv, no FM radio, no street lites.
people coming outside. no news on any news site. what's up?" ...»
Mehr bei
"telepolis" (15.08.03):
http://www.telepolis.de/deutsch/inhalt/te/15448/1.html
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Inszenierten
USA Raketen-Deal?
Fr.15.08.03 -
Amerikaner und Briten sprechen von einem "unglaublichen Triumph", die
Russen schütteln nur den Kopf: Als aufgebauschte Eigenwerbung der
kritisierten Geheimdienste werteten Moskauer Medien den inszenierten
Schmuggel einer Rakete von Russland in die USA. "Eine Seifenblase",
schrieb die Zeitung Kommersant gestern. Ein anderes Blatt bezeichnet den
als berüchtigten Waffenhändler präsentierten Briten in
US-Haft als Opfer, dem das "Abenteuer mit der Rakete aufgeschwatzt"
worden sei. Der gebürtige Inder war gefasst worden, als er eine in
Russland gekaufte Boden-Luft-Rakete vom Typ Igla in den USA verkaufen
wollten.
(Quelle: taz/dpa)
Kabul gesteht
Ohnmacht in Sicherheitsfrage ein
Fr.15.08.03 -
Einen Tag nach dem blutigen Anschlag auf einen Minibus hat die
afghanische Regierung ihre Machtlosigkeit gegenüber bewaffneten
Gruppen eingestanden und die internationale Gemeinschaft dringend um
Beistand gebeten. "Unsere nationalen Sicherheitskapazitäten reichen
nicht aus für die Herausforderungen, denen wir
gegenüberstehen", sagte Innenminister Ali Ahmad Dschalali. Wegen
der anhaltenden Gewalt sieht der UN-Gesandte für Afghanistan,
Lakhdar Brahimi, die für kommendes Jahr geplante Wahl
gefährdet. Nach erneutem Raketenbeschuss zogen sich UN-Helfer aus
einer weiteren Provinz zurück.
Brahimi forderte in New York eine Erweiterung der NATO-geführten
Friedenstruppe ISAF über die Hauptstadt Kabul hinaus. Es gebe einen
Anstieg von militärischen Aktivitäten, hinter denen die
Taliban stehen könnten. Sollte die Sicherheitslage weiterhin
instabil bleiben, "bedeutet das im besten Fall, dass die Wahlen nicht
glaubwürdig sein werden", sagte er in einem ARD-Interview.
Der stellvertretende SPD-Fraktionschef Gernot Erler rechnet nach
eigenen Worten spätestens im September mit einer Ausdehnung des
ISAF-Mandats durch den UN-Sicherheitsrat. Es gebe entsprechende Signale
aus Diplomatenkreisen in New York, sagte er der "Berliner Zeitung".
Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) bekräftigte in Berlin,
die Stabilität Afghanistans müsse "gesichert werden durch
Wiederaufbauleistungen, aber auch durch militärischen Schutz."
Derzeit sind knapp 18.000 ausländische Soldaten in dem Land
stationiert.
Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) stellte
seine Arbeit in der an Pakistan grenzenden Provinz Kunar ein, wie eine
Sprecherin bekannt gab. Die Entscheidung zum Abzug des Personals sei
gefallen, nachdem am Sonntag eine Rakete in 400 Metern Entfernung vom
UNHCR-Büro in Asadabad eingeschlagen war. In der vergangenen Woche
hatte die UNO wegen gewalttätiger Angriffe ihre Arbeit in weiten
Teilen der südlichen Provinzen Helmand und Kandahar eingestellt.
Bei einem bewaffneten Überfall kamen im Südwesten
Afghanistans zwei einheimische Mitarbeiter der Hilfsorganisation Roter
Halbmond ums Leben. Bei dem Anschlag auf den Minibus in der
Südprovinz Helmand waren am Mittwoch 15 Menschen getötet
worden. Behörden machten Taliban- und El-Kaida-Sympathisanten
verantwortlich.
Bei Stammeskämpfen in der zentralafghanischen Provinz Urusgan
wurden am Mittwoch mindestens 20 Menschen getötet und 25 weitere
verletzt, wie die Nachrichtenagentur AIP unter Berufung auf
Provinzgouverneur Mohammed Khan meldete. Die Kämpfe hätten
begonnen, als der Kriegsherr Amanullah Khan eine Straße sperrte
und der gegnerische Kriegsherr Abdul Rehman Männer seines Stammes
zur Aufhebung der Blockade schickte.
(Quelle: afp)
Rebellen in
Nordost-Indien töten 30 Menschen
Fr.15.08.03 - Vor
Beginn der Feierlichkeiten zum indischen Unabhängigkeitstag haben
Rebellen im Nordosten des Landes bei Überfällen 30 Menschen
erschossen und 28 verletzt. Unter den Opfern der Angriffe auf zwei
Dörfer im Bundesstaat Tripura in der Nacht zu Freitag seien viele
Frauen und Kinder gewesen, teilte die Polizei mit.
Die Polizei sprach von Massakern. Militante Gruppen im unruhigen
Nordosten Indiens hatten zum Unabhängigkeitstag Anschläge
angedroht und dazu aufgerufen, den Feierlichkeiten am Freitag fern zu
bleiben.
Die Polizei vermutete die All Tripura Tiger Force (ATTF), eine der
größten Rebellengruppen des Bundesstaates, hinter den
Angriffen. Sie macht die ATTF auch für einen Überfall auf ein
Dorf am Mittwoch verantwortlich, bei dem drei Menschen getötet und
drei verletzt wurden. Rund 50 militante Gruppen operieren im Nordosten
Indiens. In manchen abgelegenen Gebieten haben sie parallele
Regierungsstrukturen geschaffen. Ihre politischen Ziele reichen von der
Unabhängigkeit bestimmter Regionen bis hin zum gewaltsamen Sturz
der Regierung.
(Quelle: dpa)
UNO setzt
Tschetschenen-Rebellen auf Schwarze Liste
Fr.15.08.03 - Der
UNO-Sicherheitsrat hat am Donnerstag den tschetschenischen
Rebellenführer Schamil Basajew auf eine Schwarze Liste jener
Gruppen und Personen gesetzt, die wegen Kontakten zur
Extremistenorganisation El Kaida international geächtet werden
sollen.
Mit der Entscheidung werden die 191 UNO-Mitglieder aufgefordert,
Guthaben Basajews zu sperren, die Sammlung von Geld und den Erwerb von
Waffen durch ihn zu unterbinden und ihn an Reisen zu hindern.
In Russland wurde die Entscheidung ausdrücklich
begrüßt. Vizeaußenminister Juri Fedotow sagte: "Dies
ist ein Zeichen dafür, dass die internationale Gemeinschaft immer
mehr die Gefahr sieht, die von den Rebellen in Tschetschenien ausgeht."
Das US-Außenministerium hatte bereits am vergangenen Freitag
beantragt, alle möglicherweise in dem Land befindlichen Guthaben
Basajews zu sperren und die meisten Geschäfte mit ihm zu verbieten.
Nach Angaben des Ministeriums hatte Basajew sich zu der Geiselnahme in
einem Moskauer Theater im Oktober 2002 bekannt. Die USA betrachteten ihn
als Person, die "an der Planung und Ausführung terroristischer
Akte" beteiligt gewesen sei. Die USA hätten die UNO aufgefordert,
Maßnahmen gegen Basajew zu ergreifen, weil er vermutlich Kontakte
zur El Kaida habe. Die El Kaida und deren Chef Osama bin Laden gelten
als Attentäter der Anschläge von 11. September 2001 in New
York und Washington.
(Quelle: rtr)
Extrem hohe
Temperaturen in Frankreich +++ Vermutlich tausende Todesopfer durch
Hitze +++ Wegen Hitze Stromausfall in Paris
Fr.15.08.03 -
Nach fast zwei Wochen Gluthitze mit Temperaturen von 40 Grad hat die
französische Regierung eine dramatische Bilanz von mindestens 3.000
Toten gezogen. Premierminister Jean-Pierre Raffarin brach am Donnerstag
seinen Urlaub ab und setzte einen Notfallplan für die
überfüllten Krankenhäuser in Kraft. Die Kliniken
können nun Personal zwangsverpflichten und sich auf die Behandlung
der Hitzeopfer konzentrieren.
Vor allem bei Alten und Kranken habe die Hitze offenbar zumindest das
Sterben beschleunigt, sagte der Chef der obersten französischen
Gesundheitsbehörde, Lucien Abenhaïm, der Zeitung Le Monde.
Über Frankreich habe in den letzten Tagen eine "Jahrhunderthitze"
mit hoher Luftverschmutzung gelegen, so Abenhaïm. Zudem seien die
Folgen des Wetters diesmal viel gravierender als etwa in den
Hitzesommern 1976 oder 1983, da die Zahl der älteren Menschen
seither deutlich gestiegen sei. Er mahnte, die trivial klingenden
Ratschläge der Experten zum Schutz vor der Hitze ernst zu nehmen.
Gesundheitsminister Jean-François Mattei sprach von einer
Epidemie und einem "menschlichen Drama". Sein Ministerium erklärte,
seit gut einer Woche seien in ganz Frankreich schätzungsweise
3.000 Menschen direkt oder indirekt an der Hitze gestorben. Genaue
Zahlen sollen nächste Woche vorliegen.
Wegen der starken Hitze ist in mehr als 2.000 Pariser Haushalten
gestern der Strom ausgefallen. Aufgrund der hohen Temperaturen in den
Straßen dehnten sich der Boden und die Isolierung der Stromkabel
aus, die dadurch in Bewegung gerieten, teilte der staatliche
Stromkonzern Electricité de France (EDF) mit. EDF
kündigte schnelle Abhilfe an, schloss aber weitere Pannen nicht
aus.
(Quelle: afp)
Jeder dritte
Europäer arbeitet trotz Krankheit
Fr.15.08.03 -
Mehr als jeder dritte Europäer geht trotz Krankheit noch zur
Arbeit. In Deutschland und Italien arbeitet sogar fast die Hälfte
der Menschen (46 Prozent) noch mit einer schweren Erkältung, wie
aus einer am Mittwoch veröffentlichten Online-Umfrage des
Internetportals Jobpilot unter 13.423 Nutzern hervorgeht. Der Grund war
die Angst gekündigt zu werden. Die Engländer sehen das
lockerer: Von ihnen arbeiten nur 19 Prozent mit Erkältung weiter.
Auf der anderen Seite lassen sich nur etwa acht Prozent der
Europäer trotz guter Gesundheit krank schreiben, um "blau" zu
machen. Bei den Deutschen sind es fünf Prozent. Die Italiener sind
besonders ehrlich: Von ihnen missbrauchen nur zwei Prozent den
Krankenschein um unverdient Urlaub zu machen. Über dem Durchschnitt
liegen Frankreich mit elf Prozent, England mit zehn Prozent und Polen
mit neun Prozent.
Bei der Umfrage wurden Männer und Frauen aus den Ländern
Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Österreich,
Polen, Tschechien und Ungarn nach ihrer Einstellung zur Arbeit befragt.
(Quelle: ap)
Dresdner Bank
will weitere 4700 Stellen streichen
Fr.15.08.03 - Die
Dresdner Bank will in den kommenden zwei Jahren weitere 4700 Stellen
streichen. Das gab das Tochterunternehmen des Versicherungskonzerns
Allianz bekannt. Der Arbeitsplatzabbau ist Teil eines
Umstrukturierungsprogramms, mit dem Kosten in Höhe von einer
Milliarde Euro eingespart werden sollen.
Das Finanzinstitut will damit künftig Gewinne zur Bilanz des
Mutterkonzerns Allianz beitragen. Im ersten Halbjahr belastete die
Dresdner Bank erneut das Geschäft des Versicherers, der dennoch in
die schwarzen Zahlen zurückkehrte. Die Dresdner Bank hatte bereits
den Abbau von 11.000 Arbeitsplätzen angekündigt, der zum
Großteil erfolgt ist. Das Institut beschäftigte Ende Juni
noch 37.158 Mitarbeiter.
Die geplanten Kostensenkungen von einer Milliarde Euro sollen den
Angaben zufolge etwa zur Hälfte im IT-Bereich erfolgen, sagte
Dresdner-Bank-Chef Herbert Walter. Die Allianz-Tochter verbuchte im
ersten Halbjahr einen Verlust vor Steuern von 450 Millionen Euro. Im
operativen Geschäft verzeichnete das Institut ein leichtes Plus von
sieben Millionen Euro, unter dem Strich stand ein Gewinn nach Steuern
von 25 Millionen Euro.
Walter wertete die Halbjahreszahlen als Fortschritt. Darauf dürfe
sich die Bank aber nicht ausruhen, erklärte er. Die Bank belastet
weiterhin das Geschäft des Mutterkonzerns Allianz: Das
überwiegend von dem Finanzinstitut geprägte Bankgeschäft
schlug nach Angaben des Versicherers in der Halbjahresbilanz mit einem
negativen Ergebnisbeitrag von 437 Millionen Euro zu Buche. Im
Vorjahreszeitraum lag das Minus allerdings noch bei 1,058 Milliarden
Euro. Die Allianz schrieb im zweiten Quartal trotz dieses Belastung
wieder schwarze Zahlen. Der Gewinn von April bis Juni belief sich auf
622 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte die Allianz ein Minus von
356 Millionen Euro verbucht. Auch in den ersten sechs Monaten des Jahres
lag die Allianz nach einem Verlust im ersten Quartal mit 102 Millionen
Euro wieder in der Gewinnzone. "Der Trend zeigt in die richtige
Richtung, doch wir sind noch nicht über dem Berg", erklärte
Allianz-Chef Michael Diekmann zu dem Ergebnis.
(Quelle: info.partisan.net)
Regierung will
weitere Einschnitte +++ Bundeskanzler spricht von neuen Belastungen
für Rentner
Fr.15.08.03 -
Einen Tag nach den einschneidenden Reformbeschlüssen des
Bundeskabinetts hat die Regierung weitere Abstriche bei Subventionen und
Sozialleistungen angekündigt. Bundeskanzler Gerhard Schröder
(SPD) sprach von neuen Belastungen für Rentner. Sein
Finanzminister Hans Eichel (SPD) ergänzte, bei Subventionen und
Steuervergünstigungen seien zusätzliche Kürzungen
nötig, um die öffentlichen Haushalte dauerhaft zu
konsolidieren. "Was wir wegnehmen, ist nicht das Ende der Fahnenstange",
sagte der Minister.
"Auch die älteren Menschen werden ihre Ansprüche
zurücknehmen müssen", sagte Schröder im Sender N24. "Das
kann bedeuten, das man mit Zuwächsen für etliche Jahre nicht
rechnen kann", fügte der Kanzler hinzu.
Schröder räumte ein, die Bundesregierung habe mit der
Riester-Rente zwar auf die demografische Entwicklung richtig reagiert,
dabei aber den Anteil der Umlagefinanzierung im Verhältnis zur
Eigenleistung bei der Altersversorgung "noch zu optimistisch
eingeschätzt". Dies solle im Herbst korrigiert werden. Es gehe um
eine sichere Rente für die älteren Menschen und darum, "dass
die Jüngeren das auch bezahlen können". Auch Eichel deutete
an, weitere Kürzungen bei der Rente seien unvermeidlich.
"Die verteilende Sozialpolitik ist an ihr Ende gekommen", sagte
Schröder in N24 weiter. Es gebe weniger Mittel und zugleich seien
in den drei Schlüsselbereichen Bildung, Kinderbetreuung sowie
Forschung und Entwicklung zusätzliche Anstrengungen erforderlich.
"Wir haben weniger zur Verfügung, um es an alle zu verteilen,
besonders an diejenigen, die gar nicht bedürftig sind."
"Wir sind noch am Beginn des steuerlichen Subventionsabbaus", stellte
Eichel klar. Konkrete neue Vorschläge machte er jedoch nicht,
sondern verwies auf die Arbeitsgruppe unter der Leitung der
Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) und Peer Steinbrück
(SPD). Auf weiteren Subventionsabbau drängten auch die Grünen.
Die Union wolle im Herbst eigene Reformpläne "im Rahmen des
Gesetzgebungsverfahrens in Bundestag und Bundesrat einbringen", sagte
Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) der ARD.
(Quelle: afp)
Kinderschutzbund
befürchtet dramatischen Anstieg der Kinderarmut +++ Weniger Geld
für Sozialhilfeempfänger mit älteren Kindern
Fr.15.08.03 - Der
Deutsche Kinderschutzbund befürchtet einen dramatischen Anstieg
der Kinderarmut. Als Grund nennt Geschäftsführerin Gabriele
Wichert die geplante Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe.
Diese Maßnahme werde dazu führen, dass weitere 500 000
Kinder in die Sozialhilfe abrutschen, sagte sie der "Neuen
Osnabrücker Zeitung". Heute seien es bereits über eine
Million. Wichert kritisiert auch den angedachten Wegfall von einmaligen
Hilfeleistungen wie zum Beispiel auch Lernmitteln.
Durch die geplante Reform der Sozialhilfe werden
Sozialhilfeempfänger mit älteren Kindern künftig weniger
staatliche Unterstützung erhalten. Für jüngere Kinder
gibt es dagegen mehr. So wird eine allein erziehende Mutter im Westen
für ein Kind zwischen 14 und 18 Jahren statt bislang 319 Euro noch
276 Euro bekommen. Dies ist Teil der neuen Sozialhilferegelungen, die
das Kabinett im Rahmen des Reform-Gesamtpakets beschloss. Das
Bundessozialministerium begründete dies damit, dass ältere
Kinder bisher "zu gut wegkommen".
(Quelle: dpa)
Zunehmend
außerparlamentarische Initiativen und Bürgerbegehren
Fr.15.08.03 - Die
Zahl der außerparlamentarischen Initiativen und
Bürgerbegehren in Deutschland nimmt offenbar rapide zu. Darauf hat
am Freitag in Berlin der Verband Mehr Demokratie e.V. hingewiesen, der
sich für die Möglichkeit bundesweiter Volksentscheide
einsetzt.
Nach Angaben von Vorstandssprecherin Claudine Nierth könnte 2003
zum "Rekordjahr der direkten Demokratie" werden. So hätten sich von
Januar bis August auf Landesebene bereits 25 Bürgerbegehren
organisiert, sieben mehr als im gesamten Jahr 2002. Als Beispiele nannte
Nierth das Berliner Begehren "Schluss mit dem Bankenskandal", die
Hamburger Initiative zur städtischen Wasserversorgung und die
schleswig-holsteinische Unterschriftensammlung gegen die
"Bildungswüste Grundschule".
Hinzu kämen mehr als hundert lokale Bürgerbegehren wie gegen
die Privatisierung der U-Bahn in Frankfurt am Main oder die
Schließung von Bibliotheken und des Deutschen Theaters in
München. "Der Boom der direkten Demokratie legt den Finger auf die
größte Wunde der Politik: Noch immer fehlt der bundesweite
Volksentscheid", erklärte Nierth und fügte hinzu: "Den
Bürgern ist nicht zu vermitteln, warum sie in den Ländern
mitbestimmen dürfen, in wichtigen nationalen Fragen aber nicht."
Mehr Demokratie strebt nach den Worten seiner Verbandssprecherin
«als ersten Schritt» eine Volksabstimmung über die
EU-Verfassung an.
(Quelle: info.partisan.net)
Statistische
Daten der Bundesländer jetzt öffentlich im Internet
Fr.15.08.03 - Die
statistischen Daten der Bundesländer sind seit heute für
jedermann im Internet zugänglich. Unter der Adresse http://www.statistikportal.de
können etwa Zahlen über Größe, Einwohnerzahl und
Verschuldung der einzelnen Bundesländer online recherchiert werden.
Das gemeinsam von den Statistischen Ämtern des Bundes und der
Länder betriebene Portal wurde auf dem 54. Kongress des
Internationalen Statistischen Instituts in Berlin eröffnet.
(Quelle: dpa)
Internet-Wurm
W32.Blaster mutiert
Fr.15.08.03 - Vom
Computerwurm "W32.Blaster" ist bereits eine neue Variante im Netz
unterwegs, so Sicherheitsexperten gestern. Nach vorsichtigen
Schätzungen sollen von dem seit Montagnacht kursierenden
Schädling inzwischen bis zu 150.000 Computer attackiert worden
sein. Bislang wurde angenommen, dass der auch "Lovesan" genannte Wurm
ausschließlich durch eine Sicherheitslücke in den
Betriebssystemen Microsoft Windows NT, 2000 und XP eindringen kann.
Nun sollen auch Nicht-Windows-Systeme betroffen sein, nach Angaben des
Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)
allerdings nicht Windows 98 und Windows
(Quelle: dpa)
Schutz vor
RPC/DCOM-Wurm W32.Blaster:
http://www.heise.de/security/news/meldung/39358
Datenschützer
kritisieren automatisches Software-Update
Fr.15.08.03 -
"Die Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder wenden sich
entschieden gegen die zunehmenden Bestrebungen von Softwareherstellern,
über das Internet unbemerkt auf die Personalcomputer der
Nutzerinnen und Nutzer zuzugreifen." Mit dieser Position zum
automatischen Software-Update ist die Konferenz der
Datenschutzbeauftragten jetzt an die Öffentlichkeit gegangen.
Mehr bei
heise-online:
http://www.heise.de/newsticker/data/anm-13.08.03-000/
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