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Kurznachrichten [ Allg. Nachrichten ] [Nachrichtendienste ] [ Ticker ] +++ Mo.03.11.03, 12:45 Irak am zweihundertneunundzwanzigsten Tag nach Kriegsbeginn
16 Tote bei Abschuss von US-Hubschrauber +++ Rumsfeld spricht von
'tragischem Tag' im Irak +++ US-Zivilverwalter Bremer:
El-Kaida-Mitglieder kommen über Syrien nach Irak +++ Iraks
Nachbarstaaten sagen Grenzsicherung zu +++ Republikanischer US-Senator
für rasche Machtübergabe in Irak +++ Zustimmung zu Bushs
Irak-Kurs sinkt weiter
Mo.03.11.03 - Im Irak hat sich der bislang verheerendste Anschlag auf die
US-Besatzungstruppen seit dem Einmarsch ereignet. Beim Abschuss eines
Militärhubschraubers wurden in Falludscha bei Bagdad 16
US-Soldaten getötet und 21 weitere verletzt. Die Soldaten sollten
einen Heimaturlaub antreten. US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld
sprach im Fernsehen von einem "tragischen und schlechten Tag". In einem
Krieg gebe es solche Tage aber immer mal wieder und damit müsse
man einfach rechnen. (Quellen: dpa, ap, rtr, afp)
Der Präsident wird unbeliebter, glaubwürdige "Outsider" bei
den Demokraten gewinnen an Popularität. Al-Qaida und der
Widerstand im Irak bringen Bush in Schwierigkeiten. Der US-Politologe
Benjamin Barber meint: "Langfristig kann ein Netz von Schattenkriegern
die USA besiegen"
Mehr in der heutigen Ausgabe der "tageszeitung" (03.11.03):
Obskure Geschäfte und Kungelei: Wie US-Firmen vom Wiederaufbau im
Irak und Afghanistan profitieren und wie gut sie dies vor der
Öffentlichkeit verbergen...
Mehr als siebzig amerikanische Firmen, die mehrheitlich über prima
Verbindungen zur Bush-Administration verfügen, teilen sich den
Löwenanteil am Wiederaufbau-Budget für den Irak und
Afghanistan: etwa 8 Milliarden US-Dollar an Aufträgen. Die
größten Aufträge erhielten Kellog, Brown & Root,
eine Tochter von Halliburton - 2,3 Milliarden US-Dollar - und Bechtel -
1,03 Milliarden. Dass die Firmen zugleich die großzügigsten
Wahlkampfspenden an George Bush und die republikanische Partei verteilt
haben, ist ein weiteres Ergebnis der Recherchen, die das investigativ
arbeitende Center for Public Integrity (CPI) zu einem Zeitpunkt publik
macht, an dem der Etat für den Wiederaufbau der beiden Länder
aller Wahrscheinlichkeit nach um weitere 20 Milliarden Dollar
aufgestockt wird...
Mehr bei telepolis" (02.11.03):
Bush bittet EU um mehr Gelder für Aufbau in Afghanistan
Mo.03.11.03 - US-Präsident George W. Bush hat die Europäische Union zu mehr
finanzieller Unterstützung für Afghanistan aufgefordert. Bush
habe den italienischen Ministerpräsidenten und amtierenden
EU-Ratspräsidenten Silvio Berlusconi in einem Telefonat gebeten,
die Aufforderung an alle EU-Staaten weiterzuleiten, teilte der Sprecher
des Weißen Hauses, Scott McClellan, am Freitag in Crawford
(US-Bundesstaat Texas) mit. Die finanziellen Hilfen müssten nicht
nur erhöht, sondern auch beschleunigt werden. Im März hatte
die EU einem Hilfspaket in Höhe von 400 Millionen Euro für
Afghanisten bis Ende 2004 zugestimmt.
(Quelle: afp)
Zwei Jahre nach dem Krieg zurück auf null
Zarmina Tookhi wollte in Afghanistan ein Frauenbildungszentrum
aufbauen. Vergeblich. Sie musste wieder fliehen
Zwölf Jahre lang hat Zarmina Tookhi im pakistanischen Exil
für Rechte und Bildung afghanischer Frauen gekämpft. Im Jahr
2001 gehörte sie zur Delegation afghanischer
Nichtregierungsorganisationen, die in Bad Honnef über den Aufbau
einer demokratischen Zivilgesellschaft beriet, während zeitgleich
Diplomaten und Politiker auf dem Bonner Petersberg politische Schritte
für eine Übergangsregierung in Kabul festklopften. Von der
Aufbruchstimmung damals ist nichts mehr übrig. Diesen Sommer
flüchtete die Frauenrechtlerin nach Deutschland. Hier stellte sie
einen Asylantrag. Blick ins Archiv
Gewalt gegen Frauen in Afghanistan beklagt
Di.07.10.03 - Rund zwei Jahre nach dem Sturz der Taliban in Afghanistan hat sich die
Lage der Frauen in dem Land kaum verbessert. Trotz der Versprechen der
Weltgemeinschaft seien Diskriminierung, Gewalt und Unsicherheit noch
immer "weit verbreitet", kritisierte die Menschenrechtsorganisation
Amnesty International (ai). Amnesty wies insbesondere auf
häusliche Gewalt, erzwungene Eheschließungen und
Entführungen hin...
Mehr unter:
Afghanistan: "Weiter ein Platz in der Finsternis"
Zwangsheirat, häusliche Gewalt, Vergewaltigungen, kaum Rechts- und
Polizeischutz: Die "tageszeitung" berichtet in ihrer Ausgabe
vom 07.10.03 über die Lage der Frauen Afghanistans zwei Jahre nach
den Taliban:
Amnesty-Bericht "Afghanistan: No one listens to us and no one treats us as
human beings. Justice denied to women" :
Ein weiterer Bericht zum Thema Frauen in Afghanistan bei "telepolis" (05.10.03) unter:
Ein Jahr vor der Präsidentenwahl in den USA: US-Demokraten ringen
um einheitlichen Kurs
Unter den demokratischen Präsidentschaftskandidaten kristallisiert
sich kein Favorit heraus +++ In der Wählergunst liegen Demokraten
und die Republikaner gleichauf.
Mo.03.11.03 - Ein Jahr vor der Präsidentenwahl in den USA hat die Demokratische
Partei noch keine klare Linie gefunden. Bei einer am Sonntag
veröffentlichten Umfrage unter registrierten Parteianhängern
traten deutliche Differenzen bezüglich der Wahlkampftaktik und der
Programminhalte zu Tage. So waren auch nur 57 Prozent der befragten
Demokraten der Ansicht, dass die Parteiführung die richtige
Politik verfolge. Dagegen standen 75 Prozent der republikanischen
Anhänger voll hinter dem Kurs von Präsident George W. Bush. (Quelle: ap)
Nahost-Konflikt
Hamas - Nicht bereit für Stopp der Gewalt gegen Israelis
Mo.03.11.03 - Die militante Palästinensergruppe Hamas hat am Montag den Stopp
ihres militärischen Kampfes in dem seit drei Jahren anhaltenden
Palästinenseraufstand ausgeschlossen. Zugleich teilte die Hamas
mit, sie könne die Zahl ihrer Angriffe auf israelische Soldaten
und Siedler reduzieren, falls Israel im Gegenzug aufhöre,
palästinensische Zivilisten zu schädigen. (Quelle: rtr)
Regierungsunabhängige israelisch-palästinensische
Nahost-Friedensinitiative
Über 160.000 Israelis und Palästinenser unterschreiben
Unterstützungsaufruf
Mo.03.11.03 - Mehr als 160.000 Israelis und Palästinenser haben mit ihrer
Unterschrift eine unabhängige Friedensinitiative unterstützt,
die die politischen Führer beider Völker zu einer friedlichen
Kompromisslösung des Nahostkonflikts aufruft. Etwa hunderttausend
Israelis und mehr als 60.000 Palästinenser hätten den Aufruf
unter dem Titel "Stimme des Volkes" unterschrieben, sagten die
Initiatoren Ami Ajalon, Ex-Chef des israelischen Inlandsgeheimdienstes
Schin Beth, und Sari Nusseibeh, Rektor der palästinensischen
El-Kuds-Universität. (Quelle: info.partisan.net [http://www.info.partisan.net/])
Blick ins Archiv
Blair begrüßt Genfer Dokument für
Nahost-Friedenslösung
Fr.31.10.03 - Der britische Premierminister Tony Blair hat das so genannte Genfer
Dokument für eine Friedenslösung im Nahen Osten
begrüßt. Das von ehemaligen israelischen und
palästinensischen Unterhändlern ausgehandelte informelle
Abkommen sieht die Errichtung eines palästinensischen Staates vor,
zu dem 98 Prozent des Westjordanlandes und der gesamte Gazastreifen
gehören sollen...
Mehr unter:
Schweizer Außenministerin übergibt 'Genfer Initiative'an
Kofi-Annan
So.26.10.03 - Die Schweizer Aussenministerin Micheline Calmy-Rey hat am Freitagabend
in Ney York den mit Schweiz zu Stande gekommenen alternativen
Friedensplan für den Nahen Osten UN-Generalsekretär Kofi
Annan übergeben, wie sie vor den Medien sagte. Kofi Annan hatte
den Wunsch geäussert, das "Genfer Initiative" genannte Dokument
einzusehen...
Mehr unter:
Uri Avnery: Mit wem, über was
Die Beilin-Abed-Rabbo-Vereinbarung
ist der neueste Hit auf dem Markt des Nahen Ostens
Mehr bei ZNet (19.10.03) unter:
Israelischer Botschafter kritisiert Schweizer Vermittlertätigkeit
Mo.20.10.03 - Der neue israelische Botschafter in Bern hat die schweizerische
Vermittlertätigkeit im Nahostkonflikt als unzulässig
bezeichnet. Man habe über die wichtigsten Interessen des Staates
Israel gesprochen, ohne dessen Regierung überhaupt zu informieren,
sagte Aviv Shir-On in einem Interview der "SonntagsZeitung"...
Mehr unter:
Inoffizielle Friedensinitiative zur Lösung des Nahostkonflikts -
Israelisch-palästinensische Gruppe legt 'Genfer Abkommen' vor
Die Schweiz wurde zum jüngsten Ziel israelischer Angriffe –
natürlich nicht mit Bomben und Raketen, sondern mit diplomatischen
Noten. Grund dafür ist die schweizerische Unterstützung
für eine inoffizielle israelisch-palästinensische Initiative
zur friedlichen Lösung des Nahostkonflikts. Die Tatsache,
daß die Schweiz für die Beratungen in Genf den Tagungsort
sowie auch Geld zur Verfügung stellt, habe die israelische
Regierung "sehr verärgert", sagte der Sprecher des israelischen
Außenministeriums Jonathan Peled am Mittwoch. Unerwähnt
blieb, daß auch Großbritannien, Japan, Norwegen und
Schweden zur Finanzierung dieser Friedensinitiative beitragen. Mehr unter:
Israelischer Außenminister wiegelt bei EU-Umfrage ab
59 Prozent der EU-Bürger sehen angeblich in Israel die
größte Gefahr für den Weltfrieden
Mo.03.11.03 - Der israelische Außenminister Silwan Schalom hat Behauptungen
zurückgewiesen, dass eine Umfrage der EU-Kommission, wonach Israel
"die größte Gefahr für den Weltfrieden" darstelle,
Beweis für europäischen Antisemitismus sei. Wie die Zeitung
"Haaretz" berichtet, spiegelt die Umfrage laut Schalom nur wider, dass
Israel in den europäischen Medien überproportional vorkommt.
Die Umfrage wird heute veröffentlicht. Wie vorab bekannt wurde,
sehen 59 Prozent der EU-Bürger in Israel die größte
Gefahr für den Weltfrieden.
(Quelle: dpa)
Mehr zur Umfrage der EU-Kommission bei "telepolis" unter:
Blick ins Archiv
Mehrheit der Europäer sieht in Israel die größte
Bedrohung für den Weltfrieden
Wiesenthal-Zentrum: Antisemitismus ist in Europa tiefer verwurzelt als
zu jeder anderen Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. EU müsse vom
Friedensprozess im Nahen Osten ausgeschlossen werden
So.02.11.03 - Mit Entsetzen hat das Simon-Wiesenthal-Zentrum in Los Angeles auf eine
Umfrage reagiert, nach der rund 59 Prozent der Europäer Israel als
größte Bedrohung für den Weltfrieden ansehen. Er sei
schockiert, dass Israel als noch größere Bedrohung empfunden
werde als Iran und Nordkorea, sagte der Gründer und Leiter des
Zentrums, Rabbiner Marvin Hier, unter Berufung auf eine Umfrage der
EU-Kommission...
Mehr unter:
Landesweiter Streik in Israel
Protest gegen Privatisierungspläne und Anhebung des Rentenalters
Mo.03.11.03 - In Israel hat am Montagmorgen ein landesweiter Streik gegen die von der
von der Regierung angestrebte Privatisierung mehrere Staatsbetriebe und
eine Anhebung des Rentenalters begonnen. Behörden, Banken, der
internationale Flughafen und die Züge sollten ihren Dienst
einstellen. Nach einer Anordnung des Arbeitsgerichts sollte der
ursprünglich für unbefristete Zeit geplante Streik aber nur
vier Stunden dauern. (Quelle: afp)
Die seit drei Jahren andauernde Intifada kommt Israel teuer zu stehen.
Der jüdische Staat ist pleite, das Defizit im Haushalt ist auf
etwa zehn Milliarden Dollar angewachsen. Hauptursache sind enorme
Ausgaben für das israelische Militär; allein der umstrittene
Sperrzaun soll neun Milliarden Dollar kosten. Wegen der Gewalt kommen
außerdem 70 Prozent weniger Urlauber nach Israel, ein herber
Schlag für den Staat, der zu 20 Prozent von der Tourismusbranche
lebt. Ohne Kredite der USA wäre Israel zahlungsunfähig.
Finanzminister Benjamin Netanjahu hat der Wirtschaft deshalb eine
Rosskur verschrieben, die keinen Sektor vor Kürzungen schont.
Lediglich bei den Posten Verteidigung und jüdische Siedlungen im
Gaza-Streifen und im Westjordanland wird kaum gekürzt. Doch gegen
die radikalen Sparpläne der Regierung macht nun der mächtige
Gewerkschaftsverband Histadrut mobil. Vom heutigen Montag an soll,
falls sich Netanjahu und Histadrut-Chef Amir Peretz nicht noch in
letzter Minute einigen, die „Mutter aller Streiks" (Peretz) das gesamte
Land lahm legen. Schon am Sonntag wurde das Benzin verknappt, vor den
Zapfsäulen bildeten sich lange Autoschlangen. Der einzige
internationale Flughafen Ben-Gurion nahe Tel Aviv war bereits am
Sonntag vom Streik betroffen. Auch Postämter, Müllentsorgung,
Krankenhäuser, der Nahverkehr und der staatliche Rundfunk sollen
bestreikt werden. Schwedische Bevölkerung für neue EU-Verfassung
Mo.03.11.03 - Die Mehrheit der schwedischen Bevölkerung will nach einer Umfrage
die neue EU-Verfassung von ihrem Parlament ratifizieren lassen und ist
gegen ein Referendum. In der am Sonntag veröffentlichten Umfrage
des Sifo-Institutes sprachen sich 52 Prozent gegen die Volksbefragung
über die Verfassungsreform aus. 36 Prozent der 1.000 Befragten
bevorzugten das Referendum und wollten die Entscheidung nicht ihren
Volksvertretern überlassen. (Quelle: ap)
Verfassungsentwurf des EU-Konvents:
Labour-Regierung verlängert Genmoratorium bis Ende 2004
Studie offenbart erhebliche Risiken und Nachteile der "Grünen
Gentechnik" +++ 86 Prozent der britischen Bevölkerung lehnt
gentechnisch veränderte Lebensmittel ab
Mo.03.11.03 - Nach der Veröffentlichung einer von der britischen Regierung in
Auftrag gegebenen sowie unerwartet negativen wissenschaftlichen Studie
vor vierzehn Tagen und unter dem Eindruck einer unter dem Titel "GM
Nation" durchgeführten Befragung der britischen Bevölkerung,
hat die Labour-Regierung das seit 1998 bestehende Genmoratorium bis
Ende 2004 verlängert. Mehr in der heutigen Ausgabe von "junge Welt" (03.11.03):
Union fragt nach der Rechtsgrundlage von BGS-Irak-Einsatz
Mo.03.11.03 - Die Union will bei der Entsendung von Beamten des Bundesgrenzschutzes
in den Irak nachhaken. Sie verlangt laut der "Rheinischen Post" von der
Regierung Auskunft, inwieweit das Parlament bei solchen
BGS-Entsendungen ins Ausland eingeschaltet werden muss und auf welcher
Rechtsgrundlage dieser Einsatz erfolgt. Es handele sich bei dem Einsatz
um einen qualitativen Unterschied zu einer Befreiungsaktion, zu dem die
Grenzschützer qua Gesetz verwendet werden könnten, sagte
Unionsfraktionsvize Wolfgang Bosbach dem Blatt.
(Quelle: dpa)
Hundt kritisiert Haltung von Union und FDP in der Rentenfrage
Mo.03.11.03 - Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt hat den Unionsparteien und der
FDP vorgeworfen, sie betrieben aus Populismus eine Blockadepolitik in
der Rentenfrage. Laut «Neue Osnabrücker Zeitung»
(Montagausgabe) sagte Hundt in einem Interview, es reiche einfach nicht
aus, nur Nein zu den Notmaßnahmen der rot-grünen Koalition
zu sagen. Dieses sei sozial ausgewogen und unerlässlich, denn
ansonsten drohe ein gewaltiger Anstieg des Versicherungsbeitrags auf
20,3 Prozent. (Quelle: ap)
Bedenken in Union gegen Merz-Steuerkonzept
Mo.03.11.03 - Das Steuerkonzept von Fraktionsvize Friedrich Merz
stößt in der Union auf Bedenken. Die CSU und der CDU-
Arbeitnehmerflügel stellten Finanzierbarkeit und soziale
Ausgewogenheit des Modells in Frage. Damit sucht die Union noch immer
eine einheitliche Linie für die Abstimmung im Bundesrat am
Freitag. Kanzler Gerhard Schröder bedauerte im ZDF, dass die
Parteichefs Angela Merkel und Edmund Stoiber seiner Einladung zu einem
Steuergipfel nicht folgten. Er hoffe aber immer noch auf ein Treffen.
(Quelle: dpa)
Gewerkschaften vehement gegen längere Arbeitszeiten
Mo.03.11.03 - Im Streit um längere Arbeitszeiten bahnt sich ein harter Konflikt
zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften an. Der bayerische IG
Metall-Bezirksleiter Werner Neugebauer warnte in der "Bild"-Zeitung die
Arbeitgeber davor, die Wochenarbeitszeiten in den Betrieben
auszuweiten. "Wer dieses Thema aus populistischen Gründen in die
Tarifrunde 2004 einbringt, wird eine Explosion erleben", sagte
Neugebauer. Auch der Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft
ver.di, Frank Bsirske, lehnt längere Arbeitszeiten ab. (Quelle: afp)
Telekom droht Gewerkschaft mit Kündigungen
Mo.03.11.03 - Die Deutsche Telekom schließt betriebsbedingte Kündigungen
nicht aus, falls die Gewerkschaft ver.di die vorgeschlagene
Arbeitszeitverkürzung von 38 auf 34 Wochenstunden im Rahmen eines
Beschäftigungspaktes nicht akzeptiert. "Sollte sich die
Gewerkschaft am Ende verweigern, was nicht zu erwarten ist,
müssten wir als letztes Mittel zu betriebsbedingten
Kündigungen greifen", sagte Personalvorstand Heinz Klinkhammer der
Bild am Sonntag. (Quelle: dpa/heise-online)
World Summit for the Information Society
Alternative Gipfelerklärung zur Infogesellschaft geplant
Mo.03.11.03 - Deutsche Vertreter der Zivilgesellschaft beim World Summit for the
Information Society (WSIS[http://www.itu.int/wsis/]) befürworten eine alternative Charta
für den Weltgipfel in Genf. In der Schweiz sollen Mitte Dezember
etwa 50 Staats- und Regierungschefs zusammenkommen, um globale
Prinzipien für eine "Informationsgesellschaft für alle"
festzuschreiben. Auch Kanzler Gerhard Schröder hat sein Kommen
avisiert. Doch viele der Nichtregierungsorganisationen (NGOs), die
erstmals offiziell in das Gipfelgeschehen eingebunden sind, sehen in
der ersten Fassung der WSIS-Erklärung ein Stück symbolischer
Politik: Gut fürs Image und die Show vor Weihnachten, aber sonst
belanglos. Die NGOs wollen da nicht mitmachen und verweisen auf die
dringenden Probleme bei der Schaffung einer Informations- oder
Wissensgesellschaft -- so diese tatsächlich die bereits
bestehenden "digitalen Klüfte" schließen und allgemeine
Kommunikationsrechte der Netzbürger garantieren soll. Mehr bei heise-online (02.11.03):
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