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...DieScriptophonie beschäftigt
Zeller anscheinend schon sehr lange und immer wieder und daß das
authentisch läuft, das ersehe ich aus dem Vergleich mit der Denkfigur: ...daß der Mann,
der da steht, auf seinen Notizblock schaut, unter Umständen in
umgekehrter Form, sich selber anschaut und eine Denkfigur macht, indem
er denkt. Das geht gut ineinander. Und vom Theaterspielen der Phren-Gruppe her genommen ist das
eindrucksvoll. Ich hatte die Idee, ob man Zeller fragen könnte,
bei Phren mitzumachen, was
aber nicht stattgefunden hat...
...ich bin selber kein Performancekünstler, sondern hänge dem Gedanken nach, daß es Theater und Musik und bildende Kunst gäbe und ich habe nie verstanden, wie Performance da lokalisiert ist zwischen diesen Größen, die mir im Kopf sind. Das macht aber nichts... ... wie ich auch brüsk zu verstehen gegeben habe, daß wir über Debussy niemals ins reine kommen. Das kann man aber so lassen. Zeller schätzt Debussy - so scheint es -, ich schätze ihn nicht. Und das betrifft nun die Frage von Zeller als Historiker. Da hat man ja bei einer ganzen Reihe von Unternehmungen, die er anngefangen hat oder durchführt, den Eindruck, daß er das erstaunlich auf eine Weise herauskitzeln kann, die einem selber gar nicht gegeben ist, z.B. Ben Johnson und Wyschnegradsky und Häba muß man nenne. Da verdankt man Zeller Aspekte der Historie, die, ohne das was er gemacht hat wohl so nicht bekannt wären. Das sage ich, obwohl ich mit ihm über Debussy nicht klarkomme... ...Monotonie sehe ich als notwendiges Stadium neuerer, experimenteller Kunst an. Ich habe sogar geschrieben Monotonie-Bedingung. Also das heißt, man fände sich in einer Lage, wo man die großen Sprünge mit großangelegten Dispositionen nicht machen kann ohne ins Falsche zu geraten. ... es mag sein, daß es für Zeller nooh schwieriger gewesen ist sich durchzufinden in einer Lage, wo auf Monotonie zu setzen ist. Das scheint er getan zu haben. Also das habe ich auf meine Weise auch getan. Daß etwas ein Umkreisen von immer ganz Ähnlichem notwendig macht. Stephan Wunderlich: Was wäre das Ähnliche, kann man das benennen? Kopfermann: Das fast immer Gleiche. Das immer fast Gleiche. Wunderlich: Dieses Gleiche, um das es geht, ich hatte angenommen, daß Sie dies beim Phren-Ensemble Musik nennen. Kopfermann: Musik nenne ich das deswegen, weil da mit Tönen und nur mit Tönen gearbeitet wird. Aber daß das jahrelang immer ganz ähnlich ausfällt, das ist eine eigene Sache. Das gibts offenbar im bildnerischen Bereich auch. (aus einem Gespräch zwischen Michael Kopfermann und Stephan Wunderlich am 5. April 2004) ...hochoriginelles,
einzigartiges Kunstmachen,
auf ganz andere Weise Audiovisuelles zu zeigen als üblich. ..dazu gehört, daß Zeller Dinge "herauspreßt", an die andere nicht denken... Deshalb wird alles - auch in der Darstellungsweise - so auffällig komplex... Josef Anton Riedl, Murnau 8.5.2004
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Hans
Rudolf Zeller - Konzert zum 70. Geburtstag Hans Rudolf Zeller -
Schrift - Laut - Musik
Hans Rudolf Zeller - Methaphilosophische Voraussetzungen der Schrift-Laut-Musik Auszug aus dem erstmals in PHREN 5.-17- Jahrestagung 1981-1994 - Dokumentation Teil II erschienen Aufsatz (PHREN-Verlag München, Freiburg i. Br. 1996): "...
Wir haben zu wählen: zwischen neuartigen Bezeichnungsweisen,
Zeichensystemen, um 'Neues' auszudrücken und einer neuen
Bestimmung der Zeichenfunktion selbst. Ob wir im Grunde komponieren
wollen, d.h. aufschreiben oder ob wir das Komponieren selbst zum
Problem machen wollen. Sobald, in welcher Form auch immer, etwas
fixiert wird, bewegen wir uns im zugewiesenen Feld. Erst wenn das
Fixieren selbst in Frage gestellt ist, sind wir im Freien. Was
heißt Komponieren? Warum wird fixiert, was geschieht eigentlich,
wenn fixiert wird? Der moderne Sprachbegriff erlaubt es, für alles
Ausdrückbare Zeichen zu finden. Wer daran nicht irre wird, ist
entweder naiv oder bewußt reaktionär hinter radikaler
Tarnfarbe.
... Wer sich dem Problem stellt, muß praktisch aufs Komponieren, wie's bisher verstanden wurde, verzichten, d.h. auf's Stücke-schreiben, 'Formen'-erfinden, 'Klangvisionen'-äußern u.a. Denn dies ist alles zur Genüge erforscht, es gibt keine unbebauten Stellen mehr (für Epigonen ist natürlich noch genug Spielraum vorhanden)... " Mehr unter: http://www-w2k.gsi.de/vemd/scriptop.htm Ungekürzte Fassung unter:: http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv3/hrz_mvs.htm Hans
Rudolf Zeller - DIA-LOG
Hans Rudolf
Zeller - Musik der anderen Tradition - Mikrotonale Tonwelten
Hans Rudolf
Zeller - Tesa-Arbeiten und Klammerausdrücke
Hans Rudolf Zeller, geboren 1934 in
Berlin, Studien in Freiburg und Köln. Seit 1959 Essays,
Rundfunksendungen, Übersetzungen und experimentelle Texte.
Mitarbeiter der Schriftenreihe MUSIK-KONZEPTE und der ZEITSCHRIFT
FÜR EXPERIMENTELLE MUSIK. Editionen: Dieter Schnebel Denkbare Musik (1972) und Cage Box (1979). Xenakis-Ausstellung
in Bonn (1974). Veranstaltungsreihe über Musik der anderen Tradition (Bonn
1981), über das Gesamtwerk von Alban Berg (Kalkutta 1985 /
München 1986), über Edgard Varese und Ferruccio Busoni (Sofia
1994). Entwurf einer kinematologischen Literatur in verschiedenen
Dimensionen: Textbänder -operative Texte - Handschriften - Versuche
für Sprechorgane u.a. Blablamata
(1963), kinem kontexte
(1965); kinem X. Seit 1976 Medienkompositionen (Marx-Mill; Schallplattenmusik)
sowie Sprech-Schriften und Stücke für Stimme(n) und
Diascriptor(en) (u.a. DENKFIGUR, DIA-LOG, Essay über
Klänge, ohne abzusetzen, Klavierartikulation). In den 90er Jahren
Vortragsreisen über werkspezifische Mikrotonsysteme und Modelle der
Medienkomposition. Husserl-Töne
für Sprecher und Folienprojektionen. Arbeiten zum Projekt Schrift - Laut - Musik mit
Videoproduktionen (Scriptophonie).
Siebenteilige Sendereihe: Kriterien
der experimentellen Musik (1999). Mitherausgeber von Musik der anderen Tradition - Mikrotonale Tonwelten (2003).
Sendereihe Zwischen Mythos und
Mathematik - Iannis Xenakis und die experimentelle Musik danach
(2004).
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B.O.A.-Künstlerkooperative
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