Aktuelle Nachrichten
Irak am dreihundertachtundachzigsten Tag nach Kriegsbeginn
Aufstand gegen Besatzung Iraks dauert an - Erbitterte Kämpfe am
Jahrestag des Falls von Bagdad. USA greifen scharf gegen
Widerstandskämpfer durch. Al Sadr droht Bush mit 'irakischer
Revolution'. Offenbar erneut Ausländer als Geiseln im Irak
verschleppt - El Sadr weist Verantwortung zurück. US-geführte
Koalition lehnt Verhandlungen mit Geiselnehmern ab. Irakischer
Verwaltungsrat fordert sofortigen Waffenstillstand. Tausende von
Arabern protestieren gegen Vorgehen der USA in Irak. Russland fordert
Stopp von US-Militäraktionen in Irak. Bush telefoniert wegen Krise
in Irak mit Verbündeten. Britischer Außenminister: Lage in
Irak bedrohlicher als je zuvor. Powell sieht erste Erfolge bei
Kämpfen in Irak. Zufriedenheit der Wähler mit Bush sinkt auf
Tiefststand
Sa.10.04.04 - Ein Jahr nach der Einnahme Bagdads liefern sich Besatzer und
Aufständische im Irak erbitterte Kämpfe. Den
US-geführten Besatzungstruppen in Irak droht die Kontrolle
über das Land zu entgleiten. Gruppen von bewaffneten Schiiten und
Sunniten beherrschten am Freitag in vielen irakischen Städten das
Straßenbild. Aufständische entführten nach eigenen
Angaben zwölf Ausländer. Aus Protest gegen die Belagerung von
Falludscha durch die US-Armee, bei der seit Montag mindestens 280
Iraker getötet worden sind, traten zwei Mitglieder des irakischen
Verwaltungsrats zurück.
Der britische Außenminister Jack Straw sagte der BBC, er habe mit
guten und schlechten Tagen gerechnet, aber eine Lage wie die jetzige
hätte er sich vor einem Jahr nicht vorstellen können. Die
Koalitionstruppen stünden vor ihrer größten
Herausforderung. Seit Beginn der Woche wurden nach Angaben aus
Krankenhäusern mehr als 460 Iraker und mindestens 40 US-Soldaten
getötet. Am Freitag starben zwei amerikanische Soldaten bei
Angriffen am Stadtrand von Bagdad. Drei US-Marineinfanteristen waren am
Donnerstag nahe Falludscha getötet worden, wie die
Streitkräfte mitteilten. Seit Kriegsbeginn im März 2003 haben 646
amerikanische Truppen in Irak ihr Leben gelassen.
Sinnbildlich für die Probleme der Besatzer war eine Szene auf dem
Firdosplatz in Bagdad, auf dem vor genau einem Jahr eine Bronzestatue
von Saddam Hussein mit Hilfe von US-Soldaten vom Sockel gestürzt
wurde. Jetzt mussten US-Soldaten abermals auf ein dort stehendes noch
unfertiges Monument steigen, um ein Plakat des radikalen
Schiitenführers Muktada el Sadr zu entfernen. In der Nähe des
Firdosplatzes schlugen am Freitag mehrere Granaten ein, die auch zwei
in der Nähe gelegene Hotels erschütterten.
El Sadr, den die USA per Haftbefehl suchen, hat sich in der heiligen
Stadt Nadschaf verschanzt. In dem Gebiet können die US-Truppen ihn
kaum verfolgen, weil sich dort hunderttausende Pilger aufhalten. In
seiner Freitagspredigt forderte er die USA erneut auf, Irak zu
verlassen. Al Sadr drohte US-Präsident George W. Bush mit
einer irakischen Revolution«», sollte er die
Besatzungstruppen nicht aus dem Irak abziehen. «Ich wende mich
direkt an meinen Feind Bush. Du kämpfst nun gegen eine ganze
Nation, vom Süden bis zum Norden, vom Osten bis Westen, und wir
raten dir, aus Irak abzuziehen», hieß es in seiner
Freitagspredigt, die in Kufa verlesen wurde. Medienberichten zufolge
meldeten sich bereits zahlreiche Sunniten, gemeinsam mit Al Sadrs
Mehdi-Milizen gegen die amerikanischen Invasoren zu kämpfen. Die
US-Armee räumte mittlerweile ein, von der schiitisch-sunnitischen
Kooperation im Widerstandskampf überrascht zu sein.
Der US-Angriff auf Falludscha ging am Freitag nach einer kurzen
Unterbrechung weiter, weil die Streitkräfte weiter angegriffen
wurden. Die Menschen in Falludscha nutzten die Gefechtspause, um ihre
Toten zu bestatten. Viele versuchten aus der belagerten Stadt zu
fliehen.
Das Vorgehen der US-Truppen, die die Stadt völlig abgeriegelt
haben, stößt im von den USA eingesetzten Verwaltungsrat auf
Empörung. Das proamerikanische Verwaltungsratsmitglied Adnan
Patschatschi nannte den Angriff «inakzeptabel und illegal».
In einer in der Nacht zu Samstag veröffentlichten Erklärung
forderte der Rat einen «sofortigen Waffenstillstand» und
eine politische Lösung der Konflikte «im ganzen Land,
besonders in Falludscha». Der Verwaltungsrat verurteilte dies als
«kollektive Bestrafung, die unschuldige Zivilisten trifft».
Aus Protest gegen das Vorgehen der US-Truppen hatte zuvor das
Verwaltungsratsmitglied Abdul Karim Mahmud el Mohammedawi
angekündigt, er werde seine Amtsgeschäfte vorerst ruhen
lassen. Auch der Interims-Minister für
Menschenrechtsangelegenheiten, Abdel Basit Turki, habe den
Rücktritt von seinem Amt erklärt, sagte der Sprecher der
US-geführten Zivilverwaltung, Dan Senor, am Freitag in Bagdad.
Gründe für die Entscheidung wurden nicht genannt.
Im Süden des Landes konnten die US-Truppen die Stadt Kut wieder
zurückerobern, die schiitische Aufständische unter ihre
Kontrolle gebracht hatten. Mitglieder der El-Mahdi-Miliz von El Sadr
beherrschten aber weiter die Stadt Kufa und Teile von Nadschaf.
Mit der Entführung ausländischer Zivilisten griffen die
Aufständischen unterdessen zu einer neuen Strategie im Kampf gegen
die Besatzungstruppen. Mindestens sechs Ausländer befanden sich am
Freitag in der Hand von Aufständischen. Eine bislang unbekannte
Mudschahedin-Schwadron drohte mit der Ermordung von drei Japanern, wenn
die japanischen Truppen in Irak nicht innerhalb von drei Tagen
abgezogen würden. Sechs weitere Zivilpersonen sollen in einem
Bagdader Vorort festgehalten werden, darunter vier Italiener. Eine
offizielle Bestätigung dafür lag aber nicht vor.
El Sadr hat jegliche Verantwortung für die Entführung dreier
Japaner in Irak zurückgewiesen. El Sadrs El-Mahdi-Armee habe mit
der Geiselnahme nichts zu tun, sagte ein Mitarbeiter des Geistlichen am
Freitagabend in Bagdad. «Wir verurteilen solche Taten und beten
für ihre Freilassung», sagte Amer el Husseini.
Die US-geführten Besatzungsmächte in Irak haben Verhandlungen
mit den Entführern abgelehnt. "Wir werden nicht mit irgend welchen
Terroristen verhandeln, die irgend welche Personen entführen",
sagte der Sprecher der Koalition, Dan Senor. Stattdessen würden
die US-geführten Streitkräfte versuchen, die Geiselnehmer
gefangen zu nehmen oder zu töten.
US-Außenminister Colin Powell sieht bei den Kämpfen in Irak
erste Erfolge für die Besatzungstruppen. Sie gewännen die
Kontrolle in den Städten zunehmend zurück, sagte Powell am
Freitag in einem Interview mit dem US-Fernsehsender ABC. Powells Vize
Richard Armitage bezeichnete die Auseinandersetzung mit der
El-Mahdi-Miliz des radikalen schiitischen Geistlichen Muktada El Sadr
als unvermeidlich. «Früher oder später musste es
passieren. früher oder später mussten wir die Milizen
entwaffnen», sagte Armitage der ägyptischen Zeitung El
Ahram. Dass bei den Kämpfen auch irakische Zivilisten ums Leben
gekommen seien, bedaure er. «Wir bluten, wenn das
passiert», sagte der stellvertretende Außenminister.
Das Vorgehen der US-Truppen in Irak hat unterdessen in der arabischen
Welt wütende Proteste ausgelöst. Mehrere tausend Menschen
demonstrierten am Freitag in Ägypten, Libanon und Syrien gegen die
USA und verglichen den Aufstand in Irak mit dem der Palästinenser
gegen Israel. Die libysche Regierung erklärte den (heutigen)
Samstag zu einem Tag der Trauer um «die Märtyrer, die in
Falludscha gefallen sind».
In der ägyptischen Hauptstadt Kairo versammelten sich nach den
Freitagsgebeten rund 500 Männer vor der Moschee El Asar und
beschimpften US-Präsident Bush als «Feind Gottes». Sie
forderten die ägyptische Regierung auf, die Botschafter der USA
und Israels auszuweisen.
In einem palästinensischen Flüchtlingslager in Libanon
beschuldigten rund 2.000 Demonstranten die US-Truppen eines Massakers
in Irak. Der dortige Konflikt sei mit dem zwischen Palästinensern
und Israelis identisch. Der oberste schiitische Geistliche Libanons,
Großayatollah Scheich Mohammed Hussein Fadlallah, setzte die
beiden Konflikte ebenfalls gleich. Die israelischen
Militäraktionen in den palästinensischen Autonomiegebieten
«wiederholen sich in Form der brutalen amerikanischen Massaker
gegen die irakische Bevölkerung», sagte der
Großayatollah in einer Predigt.
An einem Protestmarsch durch die syrische Hauptstadt Damaskus
beteiligten sich rund 500 Menschen. Sie schwenkten irakische und
syrische Fahnen. «Heute ist es Irak...wer morgen?», war auf
einem Plakat zu lesen.
200 amerikanische Muslime unterzeichneten nach den Freitagsgebeten in
einer New Yorker Moschee eine Petition an Präsident Bush, in der
es heißt: «Wir dürfen keine Moscheen
bombardieren.» Die Unterzeichner riefen Bush weiter auf,
«unsere Jungs und Mädchen nach Hause
zurückzubringen», also die US-Truppen aus Irak abzuziehen.
Kopien der Erklärung sollen an 150 Moscheen verschickt werden, um
weitere Unterschriften zu sammeln.
Russland hat die US-geführten Streitkräfte in Irak zu einem
Stopp ihrer Offensive gegen die Aufständischen aufgefordert. Die
Militäraktionen müssten enden und Zurückhaltung
geübt werden, teilte das russische Außenministerium am
Freitag in einer Stellungnahme mit. Die Besatzer hätten sich bei
den Vereinten Nationen dazu verpflichtet, keine "unterschiedslose und
maßlose Gewalt" anzuwenden. Das Ministerium zeigte sich
insbesondere besorgt über die Lage der von US-Marineinfanteristen
belagerten zentralirakischen Stadt Falludscha. Dort würden
"Krankenhäuser, Zivilgebäude und religiöse
Einrichtungen" angegriffen und dadurch unschuldige Menschen
getötet, unter ihnen auch ältere Menschen, Frauen und Kinder.
Angesichts der Eskalation der Gewalt in Irak hat sich US-Präsident
George W. Bush der Unterstützung seiner Verbündeten
versichert. Bush telefonierte am Freitagabend mit dem italienischen
Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi, dem polnischen
Präsidenten Aleksander Kwasniewski und dem Staatschef von El
Salvador, Francisco Flores, wie ein Sprecher des Weißen Hauses
mitteilte. «Alle vier haben ihre Entschlossenheit
bekräftigt, dem irakischen Volk dabei zu helfen, eine sichere und
demokratische Zukunft aufzubauen», sagte der Sprecher. Italien
hat 3.000 Soldaten und Militärpolizisten in Irak stationiert,
Polen 2.400. Das salvadorianische Kontingent zählt 380 Soldaten.
Die Zufriedenheit der US-Bürger mit Präsident George W. Bush
ist einer neuen Umfrage zufolge auf den tiefsten Stand seit Beginn
seiner Amtszeit im Januar 2001 gesunken. Nur noch 49 Prozent der
Befragten seien mit Bushs Amtsführung zufrieden, ermittelte eine
am Freitag veröffentlichte CNN/Time-Umfrage. Besonders die
Eskalation der Lage in Irak sowie der Zustand der US-Wirtschaft weckten
den Missmut vieler Amerikaner: 54 Prozent sind nicht mit Bush
Wirtschaftspolitik zufrieden, 41 Prozent heißen sie gut. Die
ökonomische Lage in den USA wird nach einhelliger Auffassung der
Experten ein wahlentscheidendes Thema für die Präsidentenwahl
im November sein.
(Quelle: ap, afp, dpa)
Ostermärsche und -aktionen 2004
http://www.ostermarsch.info/
http://www.friedenskooperative.de/
http://www.jungewelt.de/2004/04-07/014.php
http://www.friedensweg.de/
Bush-Dämmerung
Vor einem Jahr, am 9. April 2003, haben US-Truppen Bagdad eingenommen
und das Baath-Regime gestürzt. Nur wenige Iraker fühlten sich
befreit. Die Masse der Bevölkerung empfand die militärische
Niederlage ihres Landes, den Untergang der von der Generalität
verratenen irakischen Streitkräfte, die Bagdad nicht mehr
verteidigt hatten, als große Schmach. Sie hat sich mit der
Unterwerfung nicht abgefunden. Heute noch weniger als vor einem Jahr.
Der amerikanische Eroberungskrieg hat einen nationalen Befreiungskrieg
ausgelöst. Die Herstellung einer auf nationalem und
religiösem Proporz beruhenden Staatsmacht, die
»souverän« die amerikanischen Interessen vertritt,
blieb dem Besatzungsregime versagt und wird ihm auch weiter versagt
bleiben. Die arabische Bevölkerung des Iraks bekämpft die
Fremdherrschaft und nicht minder deren Bestrebungen, das Land in eine
fremdbestimmte »Souveränität« zu entlassen. Es
kann keine nationale Einheit im Irak auf der Grundlage einer
proamerikanischen Politik geben. Die multikulturelle Demokratie, die
Mister Bremer in Bagdad aus dem Hut zaubern will, ist eine politisch
korrekte Abstraktion. Reale Formen nimmt sie hingegen im Widerstand
gegen die Okkupationstruppen an, der arabische Sunniten, Schiiten und
Nichtgläubige umfaßt. Es geht um das demokratische
Grundrecht auf ein Leben in nationaler Selbstbestimmung...
Aus "junge Welt" vom 10.04.04
http://www.jungewelt.de/2004/04-10/002.php
Die Tore zur Hölle öffnen sich
Vor Beginn des Irak-Krieges sprach auf einer Sitzung der arabischen
Liga ihr Generalsekretär Amr Moussa das berühmte Wort, ein
US-amerikanischer Krieg gegen den Irak würde die Tore der
Hölle öffnen. Im Irak sind inzwischen diese Tore breiter
geöffnet als jemals zuvor - zumindest für die Vereinigten
Staaten....
Ein Bericht aus Bagdad von Rahul Mahajan, ZNet vom 07.04.04:
http://www.zmag.de/artikel.php?
id=1072&PHPSESSID=949e1e3c85fb103b2587979ff9f21385
http://www.zmag.org/content/showarticle.cfm?
SectionID=15&ItemID=5283
Blick ins Archiv:
Der Krieg gegen Irak begann am 20. März 2003
Knapp zwei Stunden nach Ablauf eines Ultimatums an den irakischen Staatschef
Hussein flog die US-Armee erste Luftangriffe auf Bagdad.
US-Präsident Bush hatte
Hussein eine Frist gesetzt, bis zwei Uhr Mitteleuropäischer Zeit das Land zu verlassen.
Der irakische Machthaber hatte zuvor bereits einen Gang ins Exil abgelehnt. Bush erklärte in
einer Fernsehansprache
(19.03.03 - 10:16 P.M. EST / 20.03.03 - 4:15 MEZ) , die erste Phase zur Entwaffnung des Irak sei eingeleitet
worden. Er habe angeordnet, ausgewählte militärische Ziele anzugreifen. Dies sei der Ausgangspunkt
für eine breit angelegte Aktion. Bush räumte ein, der Krieg könnte länger dauern und
schwieriger werden, als manche vorhersagten. Die USA und ihre Verbündeten wärden
alles versuchen, um unschuldige Zivilisten zu schonen....
Chronologie des Irak-Kriegs:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv3/irak_01.htm#news
Vor einem Jahr:
Zweiundzwanzigster Kriegstag in Irak
Do.10.04.03 - Bagdad ist gefallen +++ Irakischer UN-Botschafter räumt Niederlage ein +++
Chaos und Plünderungen in der Stadt +++ Rotes Kreuz stoppt Hilfseinsätze wegen unübersichtlicher
Lage +++ Schwere Kämpfe und heftige Luftangriffe im Nordirak +++ Schicksal Saddam Husseins bleibt unklar +++
Humanitäre Lage in Irak bleibt katastrophal +++ International überwiegt Erleichterung über
Zusammenbruch des Regimes in Bagdad +++ US-Verteidigungsminister: Der Krieg ist noch nicht vorbei +++
Ali Ismail Abbas verlor bei einem Bombenangriff seine Eltern, sieben Familienmitglieder - und seine beiden Arme.
Das grausame Schicksal des Zwölfjährigen, in britischen Zeitungen hitzig diskutiert, könnte d
en zivilen Opfern des Irak-Kriegs ein Gesicht geben +++ Skepsis für die Zeit nach der 'Schlacht um Bagdad' +++
USA und Briten: Kein schnelles Kriegsende zu erwarten +++ Humanitäre Lage im Irak bleibt katastrophal +++
Nicht nur krachende Raketen und Zerstörung verdunkeln die amerikanische Mission +++
Sicherheitsrat strebt schnellen Beschluss zur UN-Rolle im Irak an +++ EU dringt zunehmend auf starke Rolle der
UN im Nachkriegs-Irak - US-Soziologe Norman Birnbaum: Bush will die UN vor allem als Zahlmeister nutzen +++
USA: Irak-Konflikt Lehre für Iran, Syrien und Nordkorea +++ US-Spezialisten suchen bisher vergeblich nach
Chemiewaffen +++ Wegen Irak-Krieg und SARS - Airlines auf Sinkflug +++ Merz: Deutsche Unternehmen müssen
vom Wiederaufbau in Irak profitieren +++ Die US-amerikanische Rüstungsindustrie zählt zu den sicheren
Gewinnern des Irak-Kriegs...
Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv/k0304100.htm#news
... Lügen und Täuschungen, die in
London und Washington produziert wurden, verursachten den Tod von bis
zu 55.000 Irakern, unter ihnen 9.600 Zivilisten... Mehr unter:
http://home.t-online.de/boa-archiv2/k0402110.htm#040211_b
Seit Kriegsbeginn sind im Irak 645 US-Soldaten getötet worden.
Über die Zahl der Verwundeten gibt es keine offiziellen Angaben.
Schätzungen gehen von 3.500 bis 11.000 aus. Aber man sieht sie
nicht. Auf der Dover Airforce Base, wo Tote und Verwundete eingeflogen
werden, herrscht Film- und Fotoverbot. US-Medien üben sich in
Selbstzensur. (taz vom 08.04.04)
«Kanonenfutter für das Pentagon»
... wer sind sie eigentlich - die toten amerikanischen Soldaten?... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402110.htm#040211_a
Ein Jahr Bomben auf Bagdad: Sind die USA gescheitert?
Längst beherrscht der Katzenjammer die Bush-Krieger, die sich
ihres Sieges nicht wirklich erfreuen können, weil die Probleme
größer denn je zuvor sind ...
Analysen, Berichte und Interviews zum Thema unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv3/k0403200.htm#040320_a
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Rice' Auftritt vor Terrorkommission
konnte Bürger nicht überzeugen
Sa.10.04.04 - Der Auftritt von Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice vor der
Kommission zur Untersuchung der Anschläge des 11. September hat
die öffentliche Meinung in den USA offenbar kaum beeinflusst. Das
geht aus einer am Freitag veröffentlichten Umfrage hervor, die der
Sender CBS unmittelbar nach der im Fernsehen übertragenen
Anhörung am Donnerstagabend durchführte.
66 Prozent der Befragten zeigten sich überzeugt, dass die
US-Regierung mit Blick auf die vor den Anschlägen eingeschlagene
Sicherheitspolitik etwas zu verbergen habe. Dieses Ergebnis entsprach
dem einer in der vergangenen Woche durchgeführten Erhebung.
Allerdings hatten auch nur 56 Prozent der 471 Befragten die
Anhörung verfolgt.
(Quelle: ap)
Blick ins Archiv:
Untersuchung der Anschläge des 11. Septembers
US-Sicherheitsberaterin Rice: Anti-Terror-Politik der USA war
ungenügend
Fr.09.04.04 - Bereits lange vor dem Amtsantritt von US-Präsident George W. Bush
haben die USA nach Ansicht von Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice
die Weichen in der Sicherheitspolitik falsch gestellt. "Die Terroristen
führten Krieg gegen uns, aber wir nicht gegen sie", sagte Rice
unter Eid in einer Erklärung vor dem Untersuchungsausschuss zu den
Anschlägen vom 11. September 2001. Bush habe die Gefährung
allerdings von Beginn an ernst genommen... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv3/k0404090.htm#04040906
Schon lange in Deutschland gestellte, mittlerweile aber
verpönte 11.9.-Fragen werden nun auch in den USA gestellt
Mehr bei "telepolis" (13.09.03) unter:
http://www.telepolis.de/deutsch/inhalt/co/15618/1.html
KriT-Archiv-Seite zu den Anschlägen vom 11.September 2001
Auf der Archiv-Seite von "KriT" finden sich über 500 kommentierte
Links sowie Interviews und Texte, die helfen sollen, «sachlich
mit dem WTC-Anschlag ... umzugehen und
über die Folgen und das richtige Handeln nachzudenken». Sehr
empehlenswert!
http://krit.de/wtc.shtml
Weitere Hintergrund-Informationen zum Thema unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv1/k0309110.htm#030911_c
Nahost-Konflikt
Scharon lässt Partei über Abzug aus Gazastreifen abstimmen.
Arafat treibt Kontakte zu Hamas voran. Israel verbietet jungen
Palästinensern Zutritt zum Tempelberg. Palästinenser
protestieren gegen US-Besatzung in Irak
Sa.10.04.04 - Die in Israel regierende Likud-Partei soll über den von
Ministerpräsident Ariel Scharon geplanten Rückzug aus dem
Gazastreifen abstimmen. Wie am Freitag verlautete, beantragte Scharon
am Donnerstagabend offiziell ein solches parteiinternes Referendum.
Umfragen zufolge unterstützt eine knappe Mehrheit der
Likud-Mitglieder Scharons Vorhaben, alle jüdischen Siedlungen im
Gazastreifen und einige im Westjordanland zu räumen, falls der
Friedensprozess festgefahren bleibt. Die Abstimmung muss nach den
Statuten der Partei innerhalb der kommenden drei Wochen stattfinden.
Das israelische Fernsehen berichtete, die Partei werde am 29. April
über den Rückzug entscheiden. Kritiker warfen Scharon am
Freitag vor, er dringe auf ein baldiges Referendum, damit die Gegner
seines Plans nicht genug Zeit hätten, die Parteimitglieder von
ihren Argumenten zu überzeugen. Der Likud-Abgeordnete Gilad Erdan
sprach von einem politischen Trick.
Dagegen sagte Scharons Berater Raanan Gissin, der
Ministerpräsident versuche, den Plan umzusetzen, bevor sich die
Situation weiter verschlechtere. Die Palästinenser fürchten,
dass Scharon den Gazastreifen nur räumen will, um Israels
Präsenz im Westjordanland zu verstärken und den Grenzverlauf
einseitig festzulegen. Die Autonomiebehörde hat jedoch auch
erklärt, sie begrüsse jeden Abzug, der im Einklang mit dem
internationalen Friedensplan, der so genannten Road Map, erfolge. Die
Road Map sieht die Schaffung eines palästinensischen Staates bis
zum Jahr 2005 vor.
Palästinenserpräsident Jassir Arafat treibt derweil die
Kontakte zur radikal-islamischen Hamas-Organisation ungeachtet einer
Warnung Washingtons weiter voran. In Gaza-Stadt habe es in der Nacht
zum Freitag ein Geheimtreffen zwischen wichtigen Vertretern von Arafats
Fatah- Bewegung und der Hamas-Führung gegeben, berichtete die
palästinensische Zeitung «Al Kuds». Arafat
persönlich habe während des Treffens mit dem
Hamas-Führer im Gazastreifen, Abdel Asis Rantisi, telefoniert.
Nach den gewaltsamen Zusammenstößen vor einer Woche hat die
israelische Polizei am Freitag den Zugang zum Platz auf dem Jerusalemer
Tempelberg für alle palästinensischen Männer unter 45
Jahren verboten. An dem 15 Hektar großen Platz stehen der
Felsendom und die El-Aksa-Moschee, aber auch die Klagemauer, das
zentrale Heiligtum der Juden. Vor einer Woche hatten sich israelische
Soldaten und junge Palästinenser während des Freitagsgebets
heftige Kämpfe vor der El-Aksa-Moschee geliefert, nachdem von dort
aus Steine auf jüdische Pilger an der Klagemauer geschleudert
worden waren. Dabei ging die Polizei auch mit Tränengas,
Schockgranaten und Gummigeschossen gegen die Steinewerfer vor, die sich
in die Moschee geflüchtet hatten. Rund 20 Palästinser wurden
verletzt, rund ein Dutzend wurde festgenommen.
Tausende Palästinenser haben am Freitag gegen die amerikanische
Besatzung in Irak protestiert. Am ersten Jahrestag des Falls der
irakischen Hauptstadt Bagdad versammelten sich die Menschen nach den
Freitagsgebeten und verbrannten amerikanische und israelische Flaggen.
In Gaza kamen etwa 2.000 Anhänger der Organisation Islamischer
Dschihad zusammen und riefen «Tod Amerika». Sie verbrannten
Puppen, die US-Präsident George W. Bush und den israelischen
Ministerpräsidenten Ariel Scharon darstellen sollten. «Wir
bekämpfen die gleichen Feinde, die gleiche Besatzung, wir
kämpfen den gleichen Kampf», sagte ein Anführer des
Islamischen Dschihads, Mohammed el Hindi, vor Journalisten. Dies sei
die Botschaft an die irakischen Brüder. Palästinenser und
Iraker würden «geschlachtet durch das Messer von Bush und
Scharon».
In Nablus im Westjordanland zogen 400 Palästinenser durch die
Strassen und riefen «Bush und Scharon sind Terroristen».
Prediger in Nablus kritisierten die laufende Militäroperation in
Irak und forderten die Iraker auf, sich gemeinsam gegen die Besatzung
zu erheben. «Die palästinensischen und irakischen
Völker werden die Araber zum Sieg führen», sagte ein
Geistlicher. In Ramallah riefen 200 Demonstranten «Bush ist der
Feind Gottes»
(Quellen: ap, dpa, afp)
Die versteckte, maskierte Realität
Das Interesse der Medien am Trennungszaun lässt nach, obwohl der
Bau weitergeht. Die (einseitige) Trennung vom Gazastreifen macht noch
immer Schlagzeilen - das sind vorläufig aber nur Worte. Zwischen
den steigenden und fallenden Wellen des Interesses haben sich zwei
grundlegende Vermutungen etabliert. Die eine, dass der Trennungszaun
zum typisch israelischen Spektakel der Regierungsprozeduren
gehört. Die andere, dass Ministerpräsident Ariel Scharons
„Trennung" im Wesentlichen an seine und seiner Söhne juristische
Verwicklung geknüpft ist.
Diese Vermutungen hängen jedoch mit der uns bekannten
Realität innerhalb der Grünen Linie zusammen. Innerhalb der
palästinensischen Gebiete, die wir 1967 besetzten, gibt es die
Realität eines rigorosen, raffiniert ausgearbeiteten,
langfristigen Generalentwurfes, der sich selbst hinter einer
(scheinbaren) Konfusion verbirgt. Dies ist eine Realität, mit der
so viele Palästinenser wie möglich von ihrem Land vertrieben
werden sollen, indem man sie in überfüllten Wohnenklaven
konzentriert und ihren Wunsch hintertreibt, einen eigenen Staat zu
errichten, der es ihnen ermöglicht, in Würde zu leben. Warum
sollte die Konfusion rund um den Entscheidungsprozess, die Route des
Zaunbaues betreffend, die Palästinenser verletzen? Wie kommt es,
dass das scheinbare Durcheinander und der Mangel an Planung darin
resultiert, dass immer mehr Palästinenser gezwungen werden, ihre
Wohnungen in Kalkilia, Bartaa und im kleinen Dorf Siapa im Norden des
Gazastreifens zu verlassen? Wie kommt es, dass die Auswirkungen des
Trennungszauns denen der Sicherheitsstraßen und Zäune der
Siedlungen, wie Efrat, Karnei Shomron, Beitar und Dugit so ähnlich
sind? Immer weniger Land für die Palästinenser, immer mehr
Raum für die Juden? Wie kommt es, dass das Spektakel der
Oslo-Jahre Umgehungsstraßen produzierte, die im Einklang mit
Sharons Plan der 80erJahre stehen und die nun das Hauptinstrument
darstellen, um einerseits die Palästinenser in ihren Enklaven
einzusperren und andrerseits die Sicherheit der Siedlungen zu
gewähren? So chaotisch die israelische Besatzungsverwaltung, so
schlau und listig ein Politiker wie Sharon auch sein mag – beide
handeln nach einem klaren, entschlossenen israelischen Plan, dessen
Realität von Tag zu Tag deutlicher wird. Sharon spielt eine
wichtige Rolle bei der Gestaltung dieser Realität. Er spiegelt
eine herrschende israelische Generation wider, für die dieser Plan
ein Teil ihres DNA-Kodes geworden ist....
Aus: Amira Hass - "Die versteckte, maskierte Realität", Ha'aretz /
ZNet Deutschland 08.04.2004
http://www.zmag.de/artikel.php?
id=1073&PHPSESSID=3c11d9c21e11d6ccd81824a1195919a7
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Algeriens Präsident Bouteflika wiedergewählt
Sa.10.04.04 - Der algerische Staatschef Abdelaziz Bouteflika ist mit einem
überwältigenden Sieg bereits in der ersten Runde der
Präsidentschaftswahl im Amt bestätigt worden. Knapp 83,5
Prozent der Wähler sprachen sich bei der Abstimmung am Donnerstag
für ein zweites Mandat des 67-Jährigen aus, wie Innenminister
Yazid Zerhouni mitteilte.
Bouteflika erhielt damit die absolute Mehrheit, die einen zweiten
Wahlgang überflüssig macht. Der stärkste Herausforderer,
Ex-Regierungschef Ali Benflis, kam auf 7,9 Prozent der Stimmen. Er
prangerte Wahlfälschung an und erkannte das Ergebnis nicht an.
Die Abstimmung galt im Vorfeld als erste demokratische
Präsidentschaftswahl in Algerien, da die Armee zum ersten Mal ihre
Neutralität erklärt hatte. Vor fünf Jahren war
Bouteflika gewählt worden, nachdem seine Gegenkandidaten ihre
Kandidatur aus Protest gegen die Bedingungen zurückgezogen hatten.
Innenminister Zerhouni sagte, es habe eine "völlige
Überwachung" des Urnengangs gegeben. Jeder Kandidat habe Vertreter
entsandt, die den Wahlverlauf bis zur Auszählung der Stimmzettel
beobachtet hätten. Erstmals waren auch internationale Beobachter
zugelassen worden.
Bouteflikas Anhänger feierten den Wahlsieg mit Hupkonzerten und
dem Abfeuern von Feuerwerkskörpern. Bereits in der Nacht hatten in
der Hauptstadt Tausende in Algier und in Provinzstädten lautstark
gefeiert. Der staatliche Rundfunk hatte Bouteflika schon am
Donnerstagabend zum Wahlsieger erklärt.
Die Polizei löste in der Hauptstadt am Donnerstagabend eine
Demonstration von Oppositionellen auf. Zwischenfälle gab es laut
Zerhouni auch in der östlichen Kabylei: Extremisten hätten am
Donnerstag mehr als 600 Wahllokale geplündert oder sie am
Öffnen gehindert. Radikale Stammesführer hatten zuvor zu
einem Wahlboykott aufgerufen. Auch am Vorabend der Wahl hatte es in der
Kabylei Unruhen gegeben.
Offenbar trauten die Wähler Bouteflika am ehesten zu, die Probleme
des nordafrikanischen Landes zu lösen. Algerien ist vor allem
wegen seines Ölreichtums von überregionaler Bedeutung. Seit
seinem Amtsantritt 1999 ging die islamistische Gewalt, der zwischen
1991 und 2001 mehr als 100.000 Menschen zum Opfer fielen, stark
zurück. Allerdings schaffte es Bouteflika bislang nicht, das
Wirtschaftswachstum in Arbeitsplätze umzuwandeln.
(Quelle: afp)
Pjöngjang: Nordkorea und USA stehen 'am Rand des Atomkriegs'
Sa.10.04.04 - Im Konflikt um das nordkoreanische Nuklearprogramm stehen
Nordkorea und die USA nach Darstellung Pjöngjangs "am Rande des
Atomkriegs". Die Forderung Washingtons nach einer Aufgabe der
nordkoreanischen Atomaktivitäten sei das "Haupthindernis bei der
Lösung des Konfliktes", meldete die offizielle nordkoreanische
Nachrichtenagentur KCNA am Freitag. Die USA würden ihre "Strategie
von präventiven Nuklearangriffen" vorantreiben. Die US-Position
habe auch zu dem Misserfolg der zweiten Runde der
Sechser-Gespräche im Februar in Peking
(Quelle: afp)
Iran will laut Diplomaten im Juni Schwerwasserreaktor bauen
Sa.10.04.04 - Iran will nach Angaben von Diplomaten im Juni mit dem Bau eines
Schwerwasserreaktors beginnen, mit dem waffenfähiges Plutonium
produziert werden könnte. Die Anlage sei in Arak 200 Kilometer
südwestlich von Teheran geplant, verlautete am Mittwoch am Sitz
der Internationalen Atomenergie-Behörde (IAEA) in Wien. Ein
solcher Reaktor verletze zwar nicht den Atomwaffensperrvertrag, jedoch
sei der Bau ein "schlechtes politisches Signal". Mit dem Bau solle
nicht zufällig im Juni begonnen werden, wenn der Gouverneursrat
der IAEA über Iran beraten werde. Nach Angaben der Diplomaten
hatte Teheran bereits im vergangenen Sommer angekündigt, einen
Schwerwasserreaktor bauen zu wollen.
(Quelle: afp)
Vajpayee will von USA Atombombe angeboten bekommen haben
Sa.10.04.04 - Nach Angaben des indischen Ministerpräsidenten Atal Bihari
Vajpayee haben die USA seinem Land vor sechs Jahren die Atombombe
angeboten. Bei einer Wahlkampfveranstaltung erklärte Vajpayee am
Freitag, die US-Regierung habe ihm 1998 die Lieferung von Atomwaffen
vorgeschlagen, um ihn von der Durchführung von Atomtests
abzubringen. Er habe dies jedoch mit der Begründung abgelehnt,
dass Indien selbst zum Bau von Atombomben fähig sein müsse.
Ein Mitglied der damaligen US-Regierung unter Bill Clinton wies
Vajpayees Äußerungen zurück. Die Aussagen des indischen
Ministerpräsidenten entbehrten jeder Grundlage, sagte Strobe
Talbott, der 1998 stellvertretender Außenminister war.
Atombombentests in den verfeindeten Nachbarstaaten Indien und Pakistan
hatten 1998 weltweit Besorgnis ausgelöst.
(Quelle: ap)
Atomforscher verteidigt Brasiliens Zugangsverbot für
IAEA-Inspektoren
Sa.10.04.04 - Ein führender brasilianischer Atomforscher hat die Weigerung des
Landes verteidigt, Inspektoren der Internationalen
Atomenergie-Behörde (IAEA) den Zugang zu einer im Bau befindlichen
Atomanlage zu verweigern. Zwar sei der Prozess der Urananreicherung
kein Geheimnis, aber Brasilien verfüge über "fortschrittliche
technische Lösungen", die der Vertraulichkeit bedürften,
sagte der Präsident des nationalen Stromversorgers Electrobras,
Luis Pinguelli Rosa, am Dienstag. Dazu zählten die Konfiguration
der verwendeten Geräte und die eingesetzten Materialien. Es gebe
keinerlei Notwendigkeit für ein weiteres "Eindringen" der
IAEA-Inspektoren in die künftige Atomanlage.
(Quelle: afp)
Brasilien wird UN-Friedenstruppen in Haiti ab Juli anführen -
Friedenstruppen nehmen führende Rebellen fest
Sa.10.04.04 - Brasilien wird im Juli die Führung der neuen UN-Friedenstruppen in
Haiti übernehmen. Das südamerikanische Land werde dazu 1470
Soldaten von Heer, Marine und Luftwaffe in die Karibik-Republik
schicken, teilte Verteidigungsminister José Viegas mit. Viegas
legte Wert auf die «Klarstellung», dass der
militärische Einsatz der Brasilianer in Haiti ganz anderer Natur
sei als jener der USA in Irak. Ende Februar war Haitis damaliger
Präsident Jean- Bertrand Aristide nach einem bewaffneten Aufstand
gestürzt worden.
Die ausländischen Friedenstruppen in Haiti haben unterdessen zwei
führende Mitglieder der Rebellenbewegung festgenommen, die im
Februar den Sturz von Expräsident Jean-Baptiste Aristide
herbeigeführt hatte. Wie ein französischer
Militärsprecher am Freitag (Ortszeit) mitteilte, wurde bereits vor
einer Woche der mit den Rebellen sympathisierende Bandenführer
Jean Robert verhaftet. Robert wird beschuldigt, Anhänger Aristides
zu terrorisieren. Vorübergehend wurde auch der Rebellenkommandeur
Wilford Ferdinand festgenommen.
Französische Truppen seien Vorwürfen nachgegangen, wonach
Ferdinand einen Polizeibeamten entführte, sagte der
Militärsprecher. Ferdinand selbst habe allerdings erklärt, er
habe den Polizisten in Gewahrsam genommen, um ihn vor einer
wütenden Menge zu schützen. Nach vierstündigem
Verhör und der Beschlagnahme von Waffen wurde Ferdinand wieder
freigelassen.
Kritiker werfen der von französischen und amerikanischen Truppen
gestützten neuen haitianischen Regierung vor, nur Anhänger
Aristides für Menschenrechtsverletzungen zur Rechenschaft zu
ziehen und die Vorwürfe gegen Rebellen zu ignorieren. Am
Donnerstag war die Menschenrechtsorganisation Amnesty in diese Kritik
eingestimmt.
(Quellen: dpa, ap)
Blick ins Archiv:
Amnesty kritisiert neue haitianische Regierung
Do.08.04.04 - Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat die neue
haitianische Regierung scharf kritisiert. Die Übergangsregierung
müsse den gewaltsamen Übergriffen auf Anhänger des
gestürzten Präsidenten Jean-Bertrand Aristide Einhalt
gebieten, forderte eine Amnesty-Vertreterin am Mittwoch (Ortszeit) in
der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince. Seit Aristides Flucht am
29. Februar seien mindestens vier seiner Gefolgsleute entführt
worden, andere seien angegriffen oder belästigt worden... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv3/k0404080.htm#04040806
Haitianische Regierung will Auslieferung Aristides beantragen
Fr.02.04.04 - Die haitianische Übergangsregierung will eine unabhängige
Kommission zur Untersuchung von Korruptionsvorwürfen gegen den
gestürzten Präsidenten Jean-Bertrand Aristide einrichten.
Justizminister Bernard Gousse sagte in einem Interview am Donnerstag,
das Gremium werde alle Verstöße auflisten, und dann werde
die Übergangsregierung formell die Auslieferung Aristides
beantragen. Einen Zeitrahmen nannte er nicht.... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv3/k0404020.htm#04040206
Mehr zum Thema "Haiti" unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv3/k0403310.htm#040331_d
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv3/k0403260.htm#04032608
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv3/k0403260.htm#040326_kq
Kriegsgegner zu Ostermärschen aufgebrochen
Sa.10.04.04 - Mit Forderungen nach Abrüstung und mehr sozialer Gerechtigkeit
haben am Freitag in mehren deutschen Städten die diesjährigen
Ostermärsche begonnen. Im Zentrum der Aktionen, die von
Demonstrationen über Kundgebungen und Fahrradtouren bis hin zu
Friedensgottesdiensten reichen, stehen neben der Kritik am Sozialabbau
und am Ausbau der Bundeswehr zur Einsatzarmee auch die Forderung nach
einer Verurteilung des Irak-Krieges.
Alleine in Chemnitz und im hessischen Bruchköbel versammelten sich
nach Angaben der Informationsstelle Ostermarsch bis zum Nachmittag
mehrere hundert Teilnehmer. Im Vergleich zum Vorjahr, wo unter dem
Eindruck des Irak-Krieges mehrere zehntausend Kriegsgegner auf die
Straße gegangen waren, seien die Teilnehmerzahlen jedoch
zurückgegangen, erklärte Jan van Ooyen vom
Ostermarschbüro in Frankfurt am Main. Insgesamt sind über die
Feiertage Aktionen in mehr als 60 Städten geplant.
In Berlin machten sich am Morgen bei nasskaltem Wetter rund 20
Kriegsgegner in Richtung des Truppenübungsplatzes
«Bombodrom» im Norden Brandenburgs auf. Zuvor hatten die
Demonstranten vor der Neuen Wache am Boulevard Unter den Linden einen
Kranz niedergelegt, dessen Schleife die Aufschrift «Im Gedenken
an die Deserteure - weltweit» trug. Weitere Aktionen waren am
Freitag unter anderem in Chemnitz, Dortmund, Leipzig, im hessischen
Bruchköbel sowie in Zeitz in Sachsen-Anhalt geplant. Auch von
London aus sollte in Erinnerung an den ersten Ostermarsch im Jahr 1958
ein Marsch nach Aldermasten stattfinden.
Der völkerrechtswidrige Krieg in Irak dürfe nicht zum
Präzedenzfall für weitere Kriege werden, hieß es in
einer Erklärung des Ostermarschbüros. «Einmal mehr hat
sich gezeigt, mit militärischer Gewalt kann weder Frieden,
Demokratie noch soziale Gerechtigkeit durchgesetzt werden.» Keine
Regierung habe das Recht, zur Durchsetzung wirtschaftlicher und
machtpolitischer Interessen überall dort vorbeugend Krieg zu
führen, wo es ihr angebracht erscheine. «Das gilt auch
für den Fall der Gewaltanwendung unter dem Deckmantel der
weltweiten Terrorbekämpfung.»
Schwerpunkte der diesjährigen Aktionen sollen nach den Worten van
Ooyens Ostersamstag und Ostermontag sein. Am (heutigen) Samstag seien
Aktionen in rund 30 Städten geplant, darunter Augsburg, Bremen,
Karlsruhe, Hannover, Kiel und München.
(Quelle: ap)
Ostermärsche und -aktionen 2004
http://www.ostermarsch.info/
http://www.friedenskooperative.de/
http://www.jungewelt.de/2004/04-07/014.php
http://www.friedensweg.de/
Stichwort: Ostermarsch
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv/k0304200.htm#030420_c
500.000 Arbeitslosen droht offenbar Verlust der Unterstützung
Sa.10.04.04 - Rund 500.000 der knapp 2,2 Millionen Bezieher von Arbeitslosenhilfe
verlieren nach Informationen der «Hannoverschen Allgemeinen
Zeitung» (Samstagausgabe) am 1. Januar 2005 jegliche
Arbeitslosenunterstützung. Wie die Zeitung unter Berufung auf
Regierungskreisen berichtete, sind Arbeitslose von der Streichung
betroffen, wenn wegen des Einkommens weiterer Angehöriger das
Haushaltseinkommen über der Sozialhilfegrenze liegt.
Die Zahlen beruhen dem Bericht zufolge auf Schätzungen der
Arbeitsgruppe «Arbeitslosenhilfe/Sozialhilfe» der
Kommission zur Reform der Gemeindefinanzen. In Ostdeutschland
entfällt für 31 Prozent der Langzeitarbeitslosen der Anspruch
auf das Arbeitslosengeld II, berichtete die hannoversche Zeitung
weiter. Das Arbeitslosengeld II entsteht aus der Zusammenlegung von
Arbeitslosen- und Sozialhilfe und liegt auf Höhe der Sozialhilfe.
(Quelle: ap)
Union erneuert Forderung nach längerer Arbeitszeit
ohne Lohnausgleich
Sa.10.04.04 - Die Deutschen sollten nach Ansicht der Unionsparteien insgesamt
deutlich mehr arbeiten, um ihren Wohlstand zu wahren. Wie die meisten
Wirtschaftsverbände bezeichneten der bayerische
Ministerpräsident Edmund Stoiber und Unionsfraktionsvize Friedrich
Merz eine längere Wochenarbeitszeit als dringend notwendig, um die
Konjunktur in Deutschland in Schwung zu bringen. Die Gewerkschaftsfront
gegen unbezahlte Mehrarbeit im öffentlichen Dienst wird indessen
immer breiter.
Gewerkschaften, Arbeitnehmer und Unternehmer sollten sich nach den
Worten Stoibers auf eine 40- bis 42-Stunden-Woche einigen. Um dem Land
die notwendigen Impulse zu geben, müsse dies ohne Lohnausgleich
stattfinden, sagte der CSU-Chef dem Nachrichtenmagazin
«Focus». «Es ist doch besser, 40 oder 42 Stunden zu
arbeiten, als 35 Stunden arbeitslos zu sein», zitierte das Blatt
den Ministerpräsidenten. Deutschland sei nicht mit der
35-Stunden-Woche, sondern mit 40 Stunden und mehr zum
Wirtschaftswunderland geworden. Eine Erhöhung der Arbeitszeit um
nur eine Stunde schaffe ein Wachstum von über einem Prozent und
rund 60.000 neue Stellen.
Merz verlangte im Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» eine
42-Stunden-Woche als Regelfall nicht nur im öffentlichen Dienst,
sondern überall. In Deutschland werde es kein vernünftiges
Wachstum geben, wenn man nicht «aus diesem engen Korsett der
Bürokratie und der Tarifverträge heraus» komme. Dies
sei keineswegs ein Abbruch des Sozialstaats. «Wenn es uns nicht
gelingt, dieses Land wieder nach vorn zu bringen, wird nicht nur das
gesamte soziale und ökonomische System instabil, sondern auch das
politische System», erklärte der CDU-Politiker.
Unterdessen kündigte die IG Metall an, sie werde sich mit Streiks
am Kampf der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di gegen längere
Arbeitszeiten im öffentlichen Dienst beteiligen. IG-Metall-Vize
Berthold Huber sagte der «Neuen Osnabrücker Zeitung»,
ver.di könne sicher sein, dass der Widerstand gegen
Arbeitszeitverlängerung ohne Lohnausgleich im Interesse aller
DGB-Gewerkschaften liege. Die IG Metall werde keine allgemeine
Arbeitszeitverlängerung hinnehmen, da dies massenweise
Entlassungen bedeuten würde.
Stoiber äußerte scharfe Kritik an den Gewerkschaften. Sie
seien nicht fähig, den Ernst der Lage zu erkennen und den
Widerstand gegen unbezahlte Mehrarbeit aufzugeben. Im Zusammenhang mit
dem Arbeitszeitkonflikt im öffentlichen Dienst hielt der CSU-Chef
dem ver.di-Vorsitzenden Frank Bsirske und DGB-Chef Michael Sommer vor,
den notwendige Umbau des Staates zu erschweren. Die Gewerkschafter
nähmen offenbar lieber weitere Sozialkürzungen in Kauf, als
längere Arbeitszeiten zu akzeptieren. Mit einem großen
Arbeitskampf rechnet der bayerische Regierungschef jedoch nicht:
«Da ist jetzt noch viel Getöse dabei.»
(Quelle: ap)
Saarlands Ministerpräsident Müller warnt CDU vor zu
großer Nähe zu den Arbeitgebern
Sa.10.04.04 - Der saarländische Ministerpräsident Peter Müller hat
seine Parteifreunde von der CDU vor zu großer Nähe zu den
Arbeitgebern gewarnt. In einem Zeitungsinterview sagte Müller, die
Union dürfe sich nicht - so wörtlich - zum Büttel der
Lobbyisten machen. Schließlich sei die CDU weder die Partei des
Kapitalismus noch die Partei der reinen Marktwirtschaft. Vielmehr muss
es Müller zufolge bei den anstehenden Reformen sozial gerecht
zugehen. Heftige Kritik übte Müller am stellvertretenden
Unionsfraktionschef Merz, der mehrfach die Entmachtung der
Gewerkschaften gefordert hatte. Müller sprach von Polemik, die das
Land nicht voranbringe.
(Quelle: br-Radionachrichten)
Merz stellt Fraktionsgemeinschaft mit CSU in Frage
Machtkampf zwischen CDU-Chefin Angela Merkel und dem CSU-Vorsitzenden
Edmund Stoiber beklagt
Sa.10.04.04 - CDU/CSU-Fraktionsvize Friedrich Merz hat die Fraktionsgemeinschaft mit
der CSU in Frage gestellt. «Wir haben ein echtes Strukturproblem
mit diesen beiden Parteien und der ungelösten Machtfrage an der
Spitze», sagte Merz in einem Interview des Nachrichtenmagazins
«Der Spiegel». Der CDU-Politiker fügte hinzu, dass die
Organisation von CDU und CSU in einer Bundestagsfraktion «jetzt
an ihre Grenze stößt». Merz kritisierte die bayerische
Schwesterpartei als Reformbremse auf Bundesebene.
Andere Unionspolitiker reagierten mit Verwunderung auf den
Vorstoß und bekräftigten die gute Zusammenarbeit zwischen
den beiden Parteien. Der Leiter der bayerischen Staatskanzlei, Erwin
Huber, forderte Merz im Nachrichtensender n-tv auf, zur Sacharbeit
zurückzukehren. «Wir haben kein Strukturproblem und kein
Führungsproblem, allenfalls hat Merz ein Imageproblem»,
sagte der CSU-Politiker. Dass es zwischen den zwei Schwesterparteien
einen Wettbewerb mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten gebe, sei der
Normalfall. Deshalb sollte niemand die Zusammenarbeit in Frage stellen.
In dem Interview beklagte Merz auch den Machtkampf zwischen CDU-Chefin
Angela Merkel und dem CSU-Vorsitzenden Edmund Stoiber. «Die
beiden Parteivorsitzenden paralysieren sich oft gegenseitig,»
sagte er. Man müsse in der Lage, in der die Bundesregierung jetzt
sei, ein Schattenkabinett aufstellen, wie der Tory-Vorsitzende Michael
Howard das in London sehr erfolgreich mache. Huber erwiderte, die
Kooperation zwischen Merkel und Stoiber sei eng und «klappt ganz
hervorragend».
Der parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion,
Volker Kauder, betonte: «Zwischen beiden Parteien gibt es schon
mal Diskussionen, aber die gemeinsame Fraktion arbeitet konstruktiv
zusammen und findet am Ende immer zu einheitlichen
Handlungskonzepten.» Die Mehrheit der Menschen wolle, dass die
Union Regierungsverantwortung übernehme. «Das kann sie nur
leisten, wenn sie geschlossen bleibt».
Merz kritisierte, dass die CSU in Bayern den Prozess der Reformen
«unglaublich» beschleunige, aber in der Bundespolitik auf
die Bremse trete. «Ich verstehe die CSU in diesem Punkt
nicht», sagte der Unions-Steuerexperte. Als Beispiel nannte Merz
das von ihm ausgearbeitete Steuerkonzept, das von der CSU in
wesentlichen Punkten verändert worden war. «Ich hätte
mir den Kompromiss auch anders vorstellen können», sagte
Merz dazu.
(Quelle: ap)
Verbraucherzentralen: Strompreise fressen
Steuer-Entlastung auf
Sa.10.04.04 - Die Effekte der Steuerreform vom Januar dieses Jahres werden nach
Berechnungen der Verbraucherzentralen durch die Strompreise wieder
zunichte gemacht. «Wir haben kalkuliert, dass die privaten
Haushalte allein im vergangenen Jahr fünf Milliarden Euro zu viel
für ihren Strom bezahlt haben. Das entspricht der Entlastung der
Haushalte durch das Vorziehen der Steuerreform», sagte die Chefin
des Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV), Edda Müller, der
«Berliner Zeitung» (Samstagausgabe).
Das Geld, das der Staat den Verbrauchern lasse, fließe also in
die Taschen der Stromkonzerne und nicht in den allgemeinen Konsum.
«Da muss sich niemand wundern, dass die Konjunktur nicht
anspringt», sagte Müller.
Den großen Stromkonzernen EON, RWE, Vattenfall Europe und EnBW
warf Müller vor, sich aufzuführen «wie in einem
Selbstbedienungsladen». Die Unternehmen hätten im
großen Stil Stadtwerke aufgekauft, legten die Bedingungen
für die Nutzung ihrer Netze selbst fest und hielten sich somit
Konkurrenten vom Hals. «Der private Verbraucher ist weitgehend
machtlos und kann kaum noch zu unabhängigen Anbietern wechseln.
Beim Strom ist der Wettbewerb faktisch zum Erliegen gekommen»,
sagte Müller.
(Quelle: ddp)
Hans Rudolf Zeller
Konzert zum 70. Geburtstag
eigene Werke und Beiträge von künstlerischen Weggefährten
und befreundeten Kollegen
mit
Hans Rudolf Zeller
Dieter Schnebel | Heinz-Klaus Metzger | Rainer Riehn
Loise Ingebos | Jörg Burkhard | Edith Rom | Stephan Wunderlich
Samstag, 10. April - 20 Uhr
München, Gasteig, Kleiner Konzertsaal
Eintritt frei
|
Hans Rudolf Zeller, geboren
1934 in Berlin, Studien in Freiburg und Köln. Seit 1959 Essays,
Rundfunksendungen, Übersetzungen und experimentelle Texte.
Mitarbeiter der Schriftenreihe MUSIK-KONZEPTE und der ZEITSCHRIFT
FÜR EXPERIMENTELLE MUSIK. Editionen:
Dieter Schnebel Denkbare Musik
(1972) und Cage Box (1979).
Xenakis-Ausstellung in Bonn (1974). Veranstaltungsreihe über Musik der anderen Tradition (Bonn
1981), über das Gesamtwerk von Alban Berg (Kalkutta 1985 /
München 1986), über Edgard Varese und Ferruccio Busoni (Sofia
1994). Entwurf einer kinematologischen Literatur in verschiedenen
Dimensionen: Textbänder -operative Texte - Handschriften -
Versuche für Sprechorgane u.a. Blablamata
(1963), kinem kontexte
(1965); kinem X. Seit 1976 Medienkompositionen (Marx-Mill; Schallplattenmusik)
sowie Sprech-Schriften und Stücke für Stimme(n) und
Diascriptor(en) (u.a. DENKFIGUR, DIA-LOG, Essay über
Klänge, ohne abzusetzen, Klavierartikulation). In den 90er Jahren
Vortragsreisen über werkspezifische Mikrotonsysteme und Modelle
der Medienkomposition.
Husserl-Töne für Sprecher und Folienprojektionen.
Arbeiten zum Projekt Schrift - Laut
- Musik mit Videoproduktionen (Scriptophonie).
Siebenteilige Sendereihe: Kriterien
der experimentellen Musik (1999). Mitherausgeber von Musik der anderen Tradition - Mikrotonale Tonwelten (2003).
Sendereihe Zwischen Mythos und
Mathematik - Iannis Xenakis und die experimentelle Musik danach
(2004).
Hans Rudolf Zeller Schrift - Laut - Musik:
http://www.boa-muenchen.org/boa-kuenstlerkooperative/hrz07.htm#schrift_laut_musik
Hans Rudolf Zeller Musik der anderen Tradition - Mikrotonale
Tonwelten
http://www.boa-muenchen.org/boa-kuenstlerkooperative/hrz07.htm#
mikrotonale_tonwelten
Flashfilme :
Hans Rudolf Zeller - Sprechschriftbild - Statische Zeichnung und
Sprechen:
http://www.uni-ulm.de/uni/intgruppen/muwe/programm/medienkunst/flashfilme/1u2.html
http://www.uni-ulm.de/uni/intgruppen/muwe/programm/medienkunst/flashfilme/la.html
hans rudolf zeller
tesa-arbeiten + klammerausdrücke
aus den 60-er jahren
freitag 5. märz bis freitag 30. april 2004
b.o.a. - gabelsbergerstrasse 17 - 80333 münchen
öffnung nach vereinbarung: tel.+ fax 089-39 43 66
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