Aktuelle Nachrichten
Irak am dreihundertsiebenundneunzigsten Tag nach Kriegsbeginn
Spanien zieht Soldaten binnen 15 Tagen aus Irak ab - Hunderte feiern in
Madrid geplanten Rückzug. Australiens Ministerpräsident
kritisiert Abzug der Spanier - Howard befürchtet Eskalation der
Lage in Irak. US-Zivilverwalter Bremer: Truppenpräsenz auch nach
Übergabe der Souveränität an irakische Regierung
erforderlich. In Irak ist kein Ende der anhaltenden Gewalt abzusehen:
Hunderte Aufständische greifen US-Stützpunkt nahe dem
irakisch-syrischen Grenzgebiet an. Dabei werden fünf US-Soldaten
getötet. Seit Kriegsbeginn in Irak verloren 697 Soldaten in dem Land ihr Leben.
US-Generalstabschef warnt Syrien. Sadr-Miliz fordert UN-Friedenstruppe
für Irak. Italien wendet sich wegen Geiseln in Irak an Geistliche.
In Deutschland wächst bei den Unions-Parteien Kritik an
Irak-Politik
Mo.19.04.04 - Spanien will seine Soldaten so schnell wie möglich aus dem Irak
abziehen. Der neue spanische Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez
Zapatero begründete die Entscheidung am Sonntag damit, dass die
Verabschiedung einer von ihm zur Bedingung gemachten UN-Resolution
unwahrscheinlich sei. Ein Sprecher der US-Regierung sagte, die USA
hofften auf einen koordinierten und geordneten Abzug der rund 1300
spanischen Soldaten. Die ägyptische Nachrichtenagentur Mena
berichtete, der neue spanische Außenminister Miguel Angel
Moratinos habe seinem ägyptischen Kollegen Ahmed Maher mitgeteilt,
die Truppen sollten binnen 15 Tagen abziehen.
Zapatero war erst am Vortag als neuer Ministerpräsident Spaniens
vereidigt worden. Er hatte im Wahlkampf einen Abzug der spanischen
Soldaten aus dem Irak versprochen, sollten die Vereinten Nationen (UN)
dort nicht bis Ende Juni die Verantwortung übernehmen. "Nach den
Informationen, die uns vorliegen, ... ist es nicht wahrscheinlich, dass
eine UN-Resolution verabschiedet wird, die den Bedigungen entspricht,
die wir für unsere Präsenz im Irak aufgestellt haben", sagte
Zapatero in einer im Fernsehen übertragenen Rede. Er habe das
Verteidigungsministerium angewiesen, das Notwendige zu tun, um die
Soldaten so schnell und so sicher wie möglich nach Hause zu holen.
Noch bevor Zapatero seine Entscheidung bekannt machte,
äußerte die Nationale Sicherheitsberaterin der USA,
Condoleezza Rice, die Erwartung, weitere Länder könnten ihre
Truppenpräsenz im Irak überprüfen. "Wir wissen, dass es
andere gibt, die überprüfen werden müssen, wie sie das
Risiko einschätzen", sagte Rice dem US-Fernsehsender ABC. "34
Länder haben Soldaten im Land. Ich denke, es wird
Veränderungen geben."
Hunderte Menschen haben nach der Ankündigung des neuen spanischen
Regierungschefs, die spanischen Truppen binnen zwei Wochen aus Irak
abzuziehen, auf den Straßen von Madrid gefeiert. Demonstranten
trugen Pappschilder mit der Aufschrift "Frieden", wie ein Korrespondent
der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag berichtete. Unter ihnen waren
unter anderen der Spitzenkandidat der pro-kommunistischen Vereinigten
Linken bei den vergangenen Parlamentswahlen, Gaspar Llamazares, und
mehrere Künstler.
Der australische Ministerpräsident John Howard befürchtet
beim Abzug der spanischen Soldaten aus Irak eine Eskalation der Lage.
Nicht der Friedensprozess, sondern der Aufstand werde gestärkt,
die Gegner der Koalition würden zu weiterem Blutvergießen
ermutigt. «Das ist ein schlechte Entscheidung und es ist eine
Entscheidung, die ich sehr bedaure», sagte Howard am Montag dem
australischen Radiosender ABC.
Australien hat derzeit 850 Soldaten in der Krisenregion. Der
Oberbefehlshaber der australischen Streitkräfte, General Peter
Cosgrove, wollte sich am Montag nicht darauf festlegen, wie lange diese
Soldaten noch dort im Einsatz bleiben.
In Deutschland gibt es jetzt bei den Unions-Parteien offenbar auch
Differenzen über den außenpolitischen Kurs und die Haltung zu
den USA. Der verteidigungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion,
Christian Schmidt (CSU), sagte dem «Kölner
Stadt-Anzeiger» (Montagausgabe): «Wir müssen neu
denken und freundschaftlichen Einfluss auf Washington gewinnen.»
Er hoffe, dass in diesem Punkt bei der Union «Bewegung»
reinkomme. Die Politik müsse wieder «Platz greifen vor dem
Militärischen». Auf dem anstehenden NATO-Gipfel in Istanbul
müsse es so etwas geben wie eine Charta der
europäisch-amerikanischen Verantwortung.
Der CDU-Außenexperte Karl Lamers kritisierte in derselben Zeitung
die ablehnende Haltung der Unions-Spitze zur Entsendung deutscher
Soldaten in den Irak. «Bei der Frage nach der Entsendung
deutscher Truppen in den Irak sagen Regierung und Opposition
mittlerweile dasselbe», bemängelte er. Dies sei «dumm
und nur Flucht aus der Verantwortung».
CDU-Chefin Angela Merkel hatte am Sonntag im ZDF ein deutsches
Irak-Engagement abgelehnt und auf die Belastung der Bundeswehr durch den
Einsatz in Afghanistan verwiesen. Lamers sagte jedoch:
«Afghanistan ist letztlich eine Ausrede.»
Angesichts der angespannten Sicherheitslage ist nach Ansicht von
US-Zivilverwalter Paul Bremer die Präsenz der Koalitionstruppen in
Irak auch nach der formelle Übergabe der Souveränität am
30. Juni erforderlich. "Es ist klar, dass die irakischen
Sicherheitskräfte noch nicht in der Lage sein werden, allein mit
diesen Bedrohungen bis zum 30. Juni fertig zu werden, wenn eine
irakische Regierung die Souveränität übernimmt",
erklärte Bremer am Montag auf der Internetseite der
Zivilverwaltung. Die Vorfälle in den beiden vergangenen Wochen
hätten gezeigt, dass der Irak weiter Sicherheitsprobleme habe und
noch auf Hilfe von außen angewiesen sei. Bremer bezog sich damit
vor allem auf die Kämpfen mit irakischen Aufständischen in
Falludscha.
In Irak ist kein Ende der anhaltenden Gewalt abzusehen. Hunderte
Aufständische griffen am Wochenende nahe der Grenze zu Syrien
einen Posten der US-Streitkräfte an, bei Feuergefechten wurden
landesweit zehn Soldaten und zehn Iraker getötet. Die Zahl der
seit Kriegsbeginn im März 2003 getöteten Amerikaner stieg
damit auf fast 700. Nach der Freilassung zweier weiterer Geiseln
appellierte Papst Johannes Paul II. am Sonntag an die Kidnapper, auch
die anderen entführten Ausländer in ihre Heimatländer
zurückkehren zu lassen.
Bei den Gefechten in der Ortschaft Hussajbah nahe der syrischen Grenze
wurden Berichten zufolge mindestens fünf US-Marineinfanteristen
und zehn Iraker erschossen. Wie ein amerikanischer
Zeitungskorrespondent berichtete, griffen nahezu 300 sunnitische
Kämpfer aus Falludscha und Ramadi am Samstag einen
Außenposten der US-Marines in Hussajbah an. Die Gefechte dauerten
den Angaben zufolge auch am Sonntag an. Mindestens 30 Iraker seien
verwundet worden, unter ihnen zahlreiche Zivilisten und der Polizeichef
der Stadt, berichtete ein Krankenhausmitarbeiter.
Die US-Streitkräfte haben unterdessen Syrien aufgefordert, keine
ausländischen Kämpfer mehr über ihre Grenze nach Irak
gelangen zu lassen. «Die Syrer müssen den Ernst der Lage
erkennen», sagte Generalstabschef Richard Myers am Sonntag in
Washington «Sie müssen uns helfen, das Eindringen
ausländischer Kämpfer zu stoppen. Es ist nicht gut für
ihre Regierung.» Es sei bekannt, dass viele ausländische
Kämpfer über Syrien nach Irak gelangten. «Es ist eine
Tatsache. Wir wissen es, die Syrer wissen es», sagte Myers dem
US-Fernsehsender CNN.
Drei US-Soldaten kamen ums Leben, als ihr Konvoi am Samstag in der
südirakischen Stadt Diwanijah angegriffen wurde. Ein weiterer
wurde bei der Explosion einer Bombe am Straßenrand in Bagdad
getötet, ein Marineinfanterist starb bei Gefechten im Westen des
Landes. Seit Anfang April sind damit 99 US-Soldaten bei Kämpfen
getötet worden, mehr als in jedem anderen Monat zuvor. Insgesamt
ließen seit Kriegsbeginn 697 Soldaten in Irak ihr Leben.
Papst Johannes Paul II. appellierte bei seiner wöchentlichen
Ansprache an die Entführer, sich menschlich zu zeigen. Die
Familien der drei verschleppten Italiener riefen die Kidnapper in einer
Videobotschaft auf, ihre Angehörigen am Leben zu lassen.
Im Bemühen um die Freilassung der drei italienischen Geiseln
hat sich die Regierung in Rom an sunnitische Geistliche gewandt. Er
habe am Sonntag den italienischen Repräsentanten in Irak
getroffen, sagte Scheich Abdel Salam Kubeissi vom Komitee von Ulema dem
italienischen Fernsehsender Rai 3. Einige der in Irak entführten
Ausländer waren in den vergangenen Tagen freigelassen worden,
nachdem sich die Geistlichen eingeschaltet hatten.
Sechs vor einigen Tagen freigelassene Japaner und Tschechen wurden am
Sonntag bei der Rückkehr in ihre Heimatländer freudig
begrüßt. Zwei weitere Japaner wurden am Samstag in Bagdad
von ihren Entführern islamischen Geistlichen und japanischen
Diplomaten übergeben. In der Gewalt von Aufständischen
befanden sich aber immer noch mehr als ein Dutzend Personen, darunter
mindestens ein US-Soldat.
In der seit rund zwei Wochen von US-Truppen umstellten Stadt Falludscha
stabilisierte sich die Lage offenbar weiter, nachdem US-Kommandeure und
Vertreter der Stadt ihre Verhandlungen am Wochenende fortsetzten. Die
Gespräche um eine Beilegung des Konflikts mit den Kämpfern
des radikalen Schiitenführers Muktada el Sadr um die Stadt
Nadschaf sind dagegen nach Angaben eines Vertrauten El Sadrs
gescheitert. Die Vermittlungsmission irakischer Politiker sei
abgebrochen worden, weil die amerikanische Seite an der Forderung nach
Auflösung der Miliz El Sadrs festhalte, sagte Dschabir el
Chafadschi.
Die Miliz des radikalen Schiitenführers Moktada Sadr hat eine
UN-Friedenstruppe für Irak gefordert. Die Entsendung einer solchen
Truppe sei im Interesse der "ganzen Welt", sagte der Sprecher der
Mehdi-Miliz, Kais el Chasali, am Sonntag in einem Interview mit dem
bulgarischen Fernsehen. Die Besatzungtruppen müssten dann jedoch
abziehen und politische Gefangene freilassen. "Dann wird der Krieg
vorbei sein", sagte der Vertraute Sadrs weiter. Sollten die Amerikaner
jedoch in Irak bleiben, werde es einen Krieg geben, angesichts dessen
der Vietnam-Krieg "leicht und einfach" erscheinen werde.
(Quellen: rtr, afp, ap, ddp)
Brüsseler Irak-Tribunal wirft UN-Generalsekretär
Mitverantwortung für Angriffskrieg vor...
Mehr bei "junge Welt" vom 19.04.04:
http://www.jungewelt.de/2004/04-19/005.php
Blick ins Archiv:
Der Krieg gegen Irak begann am 20. März 2003
Knapp zwei Stunden nach Ablauf eines Ultimatums an den irakischen Staatschef
Hussein flog die US-Armee erste Luftangriffe auf Bagdad.
US-Präsident Bush hatte
Hussein eine Frist gesetzt, bis zwei Uhr Mitteleuropäischer Zeit das Land zu verlassen.
Der irakische Machthaber hatte zuvor bereits einen Gang ins Exil abgelehnt. Bush erklärte in
einer Fernsehansprache
(19.03.03 - 10:16 P.M. EST / 20.03.03 - 4:15 MEZ) , die erste Phase zur Entwaffnung des Irak sei eingeleitet
worden. Er habe angeordnet, ausgewählte militärische Ziele anzugreifen. Dies sei der Ausgangspunkt
für eine breit angelegte Aktion. Bush räumte ein, der Krieg könnte länger dauern und
schwieriger werden, als manche vorhersagten. Die USA und ihre Verbündeten wärden
alles versuchen, um unschuldige Zivilisten zu schonen....
Chronologie des Irak-Kriegs:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv3/irak_01.htm#news
Vor einem Jahr:
Einunddreißigster Kriegstag in Irak
Sa.19.04.03 - Zehntausende Iraker fordern Abzug der US-Truppen +++ Pro-amerikanischer
Oppositionsführer Chalabi will kein Amt in irakischer
Übergangsregierung +++ Spitzenvertreter der Baath-Partei Saddams
festgenommen +++ Von Saddam fehlt jede Spur +++ Video mit dem ehemaligen
irakischen Machthaber sorgt für Aufsehen +++
Massenvernichtungswaffen wurden bislang nicht entdeckt +++ Angeblicher
irakischer Chemiewaffenexperte stellt sich US-Behörden +++ Iraks
Nachbarländer fordern die USA und Grossbritannien zum Rückzug
auf +++ Unkontrollierter Waffenmarkt in Bagdad +++ Plünderer und
Milizen gefährden die Sicherheit +++ Mit dem Regime Saddam Husseins
ist auch die Macht von Polizei, Militär und Geheimdiensten
verschwunden. Die amerikanischen Truppen kontrollieren in Bagdad nur
strategische Punkte. In zahlreichen Quartieren dominieren
Plünderer und bewaffnete Milizen. Die Milizionäre geben vor,
die Zivilbevölkerung zu schützen. Instabile Sicherheitslage
veranlasst Journalisten, sich mit Waffen einzudecken. Im Irak-Krieg
haben sich die Grenzen zwischen Journalismus und Kriegshandwerk
verwischt +++ USA: Zustimmung zu Bush nach Irak-Krieg auf über 70
Prozent gestiegen +++ Mumia Abu-Jamal: 'Wir werden zu Zeugen einer
neuen Ära des Kolonialismus, erleben die Eröffnungssalven der
Neuen Weltordnung' +++ Militärische Dominanz und
Dollarimperialismus gehören zusammen +++ Irak verfügt
über die weltweit zweitgrößten nachgewiesenen
Ölreserven. Im Irak-Krieg haben die US-geführten
Streitkräfte faktisch alle Ölquellen des Landes unter ihre
Kontrolle gebracht. Saudi-Arabien - USA dürfen Iraks
Ölvorkommen nicht ausbeuten +++ Großauftrag für
US-Baufirma Bechtel in Irak. Bechtel hat in der Vergangenheit immer
wieder ehemalige US-Kabinettsmitglieder beschäftigt. Innerhalb der
Baubranche zählt die Firma zu den größten
Wahlkampfspendern für Politiker +++ Verschuldungstempo der USA
verdoppelt. Militärausgaben drittgößter Posten nach
Ausgaben für Renten und Krankenbeihilfe +++ Nordkorea: Wir
arbeiten an 'machtvoller Abschreckung'. Irak-Krieg habe gelehrt, dass
es erforderlich sei, über eine schlagkräftige Abwehrwaffe zu
verfügen. USA erwägen Gesprächsabsage nach Nordkoreas
Atomerklärung...
Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv/k0304190.htm#news
... Lügen und Täuschungen, die in
London und Washington produziert wurden, verursachten den Tod von bis
zu 55.000 Irakern, unter ihnen 9.600 Zivilisten... Mehr unter:
http://home.t-online.de/boa-archiv2/k0402110.htm#040211_b
Mo.19.04.04 - Seit dem Beginn des US-Einmarsches im Irak sind in dem arabischen
Land 697 US-Soldaten getötet worden.
Über die Zahl der verwundeten Soldaten gibt es keine offiziellen Angaben.
Schätzungen gehen von 3.500 bis 11.000 aus. Aber man sieht sie nicht.
Auf der Dover Airforce Base, wo Tote und Verwundete eingeflogen
werden, herrscht Film- und Fotoverbot. US-Medien üben sich in
Selbstzensur.
(Quellen: ap, taz)
«Kanonenfutter für das Pentagon»
... wer sind sie eigentlich - die toten amerikanischen Soldaten?... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402110.htm#040211_a
Ein Jahr Bomben auf Bagdad: Sind die USA gescheitert?
Längst beherrscht der Katzenjammer die Bush-Krieger, die sich
ihres Sieges nicht wirklich erfreuen können, weil die Probleme
größer denn je zuvor sind ...
Analysen, Berichte und Interviews zum Thema unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv3/k0403200.htm#040320_a
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Rice: Bush dachte seit November 2001 an Irak-Einsatz
Mo.19.04.04 - US-Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice hat eingeräumt, dass
US-Präsident George W. Bush bereits während des
Afghanistan-Einsatzes im Novemer 2001 über einen
Militäreinsatz in Irak nachdachte. Offenbar habe Bush mit
Verteidigungsminister Donald Rumsfeld gesprochen und zu ihm gesagt:
"Ich muss wissen, welche militärischen Möglichkeiten es in
Irak gibt", sagte Rice dem US-Fernsehsender Fox News.
Am 15. September 2001, vier Tage nach den Terroranschlägen in den
USA, habe der Präsident "entschieden, dass unsere Antwort auf den
11. September in Afghanistan liegt". Ab November habe Bush dann
über das weitere Vorgehen nachgedacht.
"Wir haben den Einsatz in Afghanisan geplant, wir haben einen Krieg in
Afghanistan geführt", sagte Rice dem Sender. "Gegen Ende November
(2001) begannen sich dann die Dinge in Afghanistan zu beruhigen, und
ich denke, der Präsident fing an, seine Gedanken auf das zu
richten, was angesichts der Bedrohung durch den 11. September weiter
getan werden musste.
(Quelle: afp)
Der 9-11-Untersuchungsausschuß wird zur Bombe gegen Bush...
Aus dem Untersuchungsausschuss über den 11. September kommen
beinahe jede Woche neue Hiobsbotschaften für George W. Bush und
seine Regierung. Rekapitulieren wir die Ereignisse der letzten Wochen:
Am 24. März trat Richard Clarke in den Zeugenstand. Er diente den
vier letzten US-Präsidenten als Anti-Terror-Spezialist und war bis
Sommer 2001 Mitglied in Bushs Nationalen Sicherheitsrat (NSC). Mit der
Al Qaida hat er sich nicht nur intensiv beschäftigt, er hat sie
gewissermaßen erfunden - er war es, der für die disparaten
islamistischen Terrorgruppen Ende 1998 dieses CNN-taugliche Label
prägte. Er warf insbesondere NSC-Leiterin Condoleezza Rice vor,
seine wiederholten Warnungen im unmittelbaren Vorfeld des 11. September
missachtet zu haben. Noch eine Woche vor dem Inferno hatte er sie
schriftlich aufgefordert, "sich den Tag nach einem Terrorangriff mit
Hunderten daheim und im Ausland getöteten Amerikanern vorzustellen
und sich zu fragen, was sie vorher hätten tun können".
Bei der Anhörung sprach Clarke die unerhörten Sätze:
"Den Angehörigen der Opfer des 11. September ... sage ich: Ihre
Regierung hat sie im Stich gelassen. Jene, deren Auftrag es war, Sie zu
schützen, haben versagt. Ich habe versagt."
Nach dieser Attacke war die bisherige Linie des Weißen Hauses,
Sicherheitschefin Rice dürfe mit Rücksicht auf die - wie
einfallsreich - rechtsstaatliche Gewaltenteilung nicht vor dem
Ausschuss aussagen, nicht mehr zu halten. Bei ihrem Auftritt am 8.
April parierte sie die meisten Anwürfe zunächst geschickt,
musste aber schließlich im Kreuzverhör zugeben, dass dem
Präsident am 6. August 2001 ein CIA-Memorandum mit dem
bemerkenswerten Titel "Bin Laden zu Angriffen in den Vereinigten
Staaten entschlossen" vorgelegt worden war. Gleichzeitig behauptete sie
aber, dies sei nur ein "historisches Dokument" gewesen und habe auf
Planungen Bin Ladens aus den Jahren 1997 und 1998 verwiesen. Im
übrigen bedauerte sie, dass die nationalen Sicherheitsinteressen
eine Freigabe des Dokuments nicht zuließen....
Aus: Jürgen Elsässer - "Bad moon rising", telepolis vom
19.04.04:
http://www.telepolis.de/deutsch/inhalt/co/17224/1.html
9-11-Untersuchungsausschuß:
http://www.9-11commission.gov/
Von Jürgen Elsässer [http://www.juergen-elsaesser.de] ist gerade das
Buch "Kriegslügen. Vom Kosovokonflikt zum Milosevic-Prozeß"
(Verlag Kai Homilius) erschienen.
Blick ins Archiv:
Schon lange in Deutschland gestellte, mittlerweile aber
verpönte 11.9.-Fragen werden nun auch in den USA gestellt
Mehr bei "telepolis" (13.09.03) unter:
http://www.telepolis.de/deutsch/inhalt/co/15618/1.html
KriT-Archiv-Seite zu den Anschlägen vom 11.September 2001
Auf der Archiv-Seite von "KriT" finden sich über 500 kommentierte
Links sowie Interviews und Texte, die helfen sollen, «sachlich
mit dem WTC-Anschlag ... umzugehen und
über die Folgen und das richtige Handeln nachzudenken». Sehr
empehlenswert!
http://krit.de/wtc.shtml
Weitere Hintergrund-Informationen zum Thema unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv1/k0309110.htm#030911_c
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Bush wirbt für Weiterführung des 'USA Patriot Acts'
Gegner sehen in dem Überwachungs-Gesetz zu großen Eingriff
in das Leben der US-Amerikaner
Mo.19.04.04 - US-Präsident George W. Bush wirbt für eine Weiterführung
des "USA Patriot Acts", der den Ermittlungsbehörden weitgehende
Befugnisse erteilt. Schlüsselelemente des nach dem 11. September
2001 verabschiedeten Gesetzes laufen Ende 2005 aus.
Nach Widerständen bei den demokratischen Mitglieder des
US-Kongress verspürt Bush nun aber auch vermehrt Gegenwind aus den
eigenen Reihen. Die Gegner sehen in dem Gesetz einen zu großen
Eingriff in das Leben der US-Amerikaner. Einige Republikaner wollen
eine Erneuerung daher nicht unterstützen, andere fordern eine
stärkere Überwachung der Befugnisse der Exekutive durch die
Gerichte.
Bereits letztes Jahr hatte US-Justizminister John Ashcroft auf einer
vierwöchigen Tour durch das Land für den Patriot Act geworben.
Der "USA Patriot Act" hebt eine Reihe von nach der
Watergate-Affäre eingeführten Beschränkungen des
"Foreign Intelligence Suveillence Act" (FISA) wieder auf. Laut dem FISA
dürfen die US-Ermittler ohne Anfangsverdacht umfangreich
ermitteln, wenn ein Terror- oder Spionageverdacht besteht.
Für Bush bedeutet eine Aufgabe des Patriot Acts, dass
Geheimdienste und Exekutive wichtige Werkzeuge im Kampf gegen den
Terror verlieren würden, so Bush bei seiner wöchentlichen
Radioansprache. Seit der Unterzeichnung seien in "mindestens sechs
US-Städten Terrorzellen gesprengt worden", so Bush weiter.
Am (heutigen) Montag will Bush in Pennsylvania, dass eine
Schlüsselrolle für seine Wiederwahl einnimmt, zusamen mit
Exekutiv-Beamten auf die Wichtigkeit des Gesetzes hinweisen. Am
Dienstag soll das Thema auch in Buffalo angeschnitten werden.
Quelle: futurezone
http://futurezone.orf.at/futurezone.orf?
read=detail&id=227712&tmp=60469
Nahost-Konflikt
Weltweite Empörung über Liquidierung von Hamas-Führer
Rantissi. Trotz internationaler Kritik kündigt Israel
weitere gezielte Tötungen an. Mehrere Raketenangriffe im
Gazastreifen. Israelische Soldaten erschießen Palästinenser
Mo.19.04.04 - Die gezielte Tötung von Hamas-Führer Abdel Asis Rantissi ist
weltweit verurteilt worden und hat Sorge vor einer weiteren
Verschärfung des Nahost-Konflikts ausgelöst. Von London
über Peking bis Canberra wurde Israel ein Bruch des
Völkerrechts vorgeworfen. Die Hamas kündigte am Sonntag
«hundert Vergeltungsschläge» an; Araber in zahlreichen
Staaten schworen blutige Rache für Rantissis Tod.
Der britische Aussenminister Jack Straw kritisierte die Liquidierung
des radikalen Politikers als «ungesetzlich, ungerechtfertigt und
kontraproduktiv». Auch der neue spanische Aussenminister Miguel
Angel Moratinos sprach von einer «kontraproduktiven
Initiative», die die Wiederaufnahme von Verhandlungen erschwere.
Russland zeigte sich ernsthaft besorgt über mögliche
Konsequenzen, das französische Aussenministerium nannte die
Tötung Rantissis eine inakzeptable Aktion. Die EU forderte ein
baldiges erneutes Treffen des Quartetts von EU, USA, Russland und den
Vereinten Nationen zur Wiederbelebung des Friedensprozesses.
Papst Johannes Paul II. sagte in Rom, er verfolge die Nachrichten aus
dem Heiligen Land «mit grosser Traurigkeit» und sprach von
«unmenschlichen Taten». Kritik kam auch aus Griechenland,
Japan, der Türkei, Schweden und China.
Die palästinensische Regierung machte die USA für den Angriff
auf Rantissi indirekt mitverantwortlich: Israel sei durch die
weitgehenden Zugeständnisse von US-Präsident George W. Bush
an Ministerpräsident Ariel Scharon ermutigt worden, sagte
Regierungschef Ahmed Kureia. Das Weisse Haus wies Vorwürfe
zurück, über die Tötung vorab informiert worden zu sein.
Allerdings gab es auch keine Kritik aus Washington. «Israel hat
das Recht, sich gegen Terroranschläge zu verteidigen», sagte
US-Regierungssprecher Scott McClellan. Es müsse die Folgen seines
Handelns jedoch sorgfältig bedenken.
Dass die USA die Aktion nicht verurteilten, sorgte wiederum für
Empörung in Europa. Israel habe gegen das Völkerrecht
verstossen und es sei bedauerlich, dass die USA dies nicht ebenso
sähen, sagte EU-Aussenkommissar Chris Patten.
Von der Arabischen Liga und aus Libyen wurde der Vorwurf des
Staatsterrorismus gegen Israel erhoben. Der Sprecher der Arabischen
Liga, Hossam Saki, sagte in Kairo, der Angriff wenige Tage nach dem
USA-Besuch Scharons nähre den Verdacht, dass Israel die
Rückendeckung Washingtons dafür erhalten habe. Der
schiitische Führer in Libanon, Grossayatollah Scheich Mohammed
Hussein Fadlalla, nannte die Regierung Bush Rantissis
«Mörder Nummer 1».
Der jordanische König Abdullah II. warnte während eines
USA-Besuchs, das «abscheuliche Verbrechen» an Rantissi
werde weitere Gewalt nach sich ziehen, wie die jordanische
Nachrichtenagentur Petra berichtete. Befürchtungen vor einer
weiteren Verschärfung der Situation wurden auch aus Malaysia und
Libanon laut. Der jemenitische Präsident Ali Abdallah Saleh
forderte, Scharon vor ein Kriegsgericht zu stellen.
Trotz internationaler Kritik nach der Tötung des neuen
Hamas-Führers Abdel Asis Rantisi will Israel an der Liquidierung
militanter Palästinenser festhalten. Premier Ariel Scharon sagte,
Israel verfolge einen politischen Plan zum eigenen Wohle und
bekämpfe zugleich Terroristen.
Bei mehreren Angriffen mit Raketen und Mörsern in der Nacht zum
Montag hat es im Gazastreifen einen Verletzten gegeben. Der israelische
Mann wurde verletzt, als eine Rakete ein Haus in der Siedlung Nitzanit
einschlug, wie ein Armeesprecher mitteilte. Militante
Palästinenser feuern immer wieder Raketen auf israelische
Gebäude und Siedlungen im Gazastreifen, allerdings sind der
Schaden und die Zahl der Verletzten meist nur gering.
Die israelische Armee hat am Sonntag einen Palästinenser
getötet, der gegen die Sperranlage zum Westjordanland
demonstrierte. Der 24-Jährige sei bei der Demonstration im Dorf
Biddo nordwestlich von Jersualem von einer Kugel an der Brust getroffen
worden, teilte ein palästinensisches Krankenhaus in Ostjerusalem
mit. Ein weiterer Demonstrant wurde nach Angaben eines anderen
Krankenhauses schwer verletzt.
(Quellen: ap, afp, dpa)
Hintergrund: Gezielte Tötungen und das Völkerrecht
Die israelische Regierung beansprucht für sich das Recht, Urheber
und Hinterleute von Anschlägen auf Israelis von Soldaten der
eigenen Armee liquidieren zu lassen. Gegen diese Auffassung stehen die
Regeln des humanitären Völkerrechts.
Es verbietet, unbewaffnete Zivilisten militärisch gezielt
anzugreifen. Deren «Tötung jeder Art» ist nach der
Vierten Genfer Konvention von 1949 untersagt. Selbst ein
«Kombattant» darf nur angegriffen werden, wenn er sich etwa
bewaffnet als solcher zu erkennen gibt und «unmittelbar» an
Feindseligkeiten teilnimmt.
Eine «Hinrichtung» ohne Gerichtsverfahren untersagt der
Internationale Pakt über bürgerliche und politische Rechte
von 1966, den auch Israel ratifiziert hat. «Jeder hat ein
angeborenes Recht auf Leben», heißt es darin. Tötungen
sind allenfalls nach einem rechtskräftigen Urteil erlaubt.
Israel sieht sich in einem «bewaffneten Konflikt» mit den
Palästinensern, der seine Existenz und das Leben seiner
Bürger bedroht. Dies erlaube, zurückzuschlagen und auch jene
zu töten, die seinen Bürgern schaden wollten. Selbst wenn die
Bedrohung nicht «unmittelbar» ist, glaubt Israel im Recht
zu sein. Politiker und Militärs haben erklärt, die zur
Liquidierung ins Visier Genommenen würden wegen
Attentatsvorbereitungen als «Zeitbomben» betrachtet.
Quelle: dpa, 19.04.04
Die Scharonisierung Bushs in der arabischen Welt - Gefährliche
Verbindung zwischen dem israelischen und dem amerikanischen Kampf gegen
'Aufständische'
"It was Bush". Die Tötung von Rantisi sorgte
erwartungsgemäß nicht nur in den Straßen von
Gaza-City, sondern auch in Nadschaf und Falludscha für große
Erregung. Und bestärkt wahrscheinlich eine Tendenz, die vom
amerikanischen Historiker und Irak-Kommentator Juan Cole als
"bedrohlich" bezeichnet wurde: die Verbindung der israelischen
Besatzung mit der amerikanischen.
Bei Demonstrationen und in allen möglichen Diskussionen über
den Nahen Osten wurden die beiden Besatzungen längst "verlinkt" -
militärisch-strategisch, ideologisch und politisch; im
diplomatischen Sprachgebrauch galt jedoch die Regel, Israel aus dem
Irak-Konflikt herauszuhalten. Das offizielle Israel sollte sich den
Auseinandersetzungen im Irak gegenüber zurückhalten, ein
"low-profile" bewahren. Das diplomatische Tabu wurde jedoch letzte
Woche vom israelischen Verteidigungsminister Shaul Mofaz gebrochen, der
sich eindeutig für die amerikanische Seite einsetzte: "Wir halten
den Amerikanern die Daumen...Wenn die USA im Irak gewinnen, wird das
einen positiven Effekt auf den ganzen Nahen Osten ausüben."
Auch Bush selbst knüpfte in seiner Pressekonferenz in der letzten
Woche eine Verbindung zwischen dem israelischen und dem amerikanischen
Kampf gegen "Aufständische". Die Motivation der irakischen
Widerständler sei die gleiche wie die von denen, die in Jerusalem
Bomben hochgehen lassen würden, sagte der amerikanische
Präsident....
Mehr bei telepolis vom 19.04.04:
http://www.telepolis.de/deutsch/special/ost/17223/1.html
Die Hamas: Terror und Wohltätigkeit
Die radikal-islamische Hamas ist in Europa und den USA als Terrorgruppe
geächtet. Für viele Palästinenser ist sie dagegen eine
unverzichtbare Wohltätigkeitsorganisation, die hilft, wo die
Autonomiebehörde von Jassir Arafat versagt.
Hamas steht als Abkürzung für den arabischen Namen
«Harakat Al-Muqawama Al-Islamija» (Bewegung des islamischen
Widerstands). Ziel der Organisation ist die Errichtung eines
islamischen Staates Palästina. Anders als die
Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) von Jassir Arafat
lehnt sie eine Zwei-Staaten-Lösung und Friedensverhandlungen ab.
In ihrer Charta ist der bewaffnete Kampf als einziger Weg zur
Errichtung eines islamischen Palästinenserstaates verankert.
Auf das Konto der Hamas geht eine Vielzahl von
Selbstmordanschlägen und anderen Gewalttaten. Bevorzugte Ziele
sind Linienbusse. Für ihren «Heiligen Krieg» gegen
Israel unterhält die Hamas einen militärischen Flügel,
die Issedin-el-Kassam-Brigaden.
Die Hamas wurde als Ableger der Muslim-Bruderschaft von Scheich Ahmed
Jassin gegründet, den Israel am 22. März liquidiert hat.
Seine Organisation ist besonders im Gazastreifen tief verwurzelt, vor
allem in den Flüchtlingslagern. Hier baute sie Schulen und
Krankenhäuser, gründete eine Universität und besorgt
Jobs für Arbeitslose. Die Zahl der Sympathisanten geht in die
Zehntausende, die der Mitglieder ist unbekannt.
Nach US-Erkenntnissen hat die Hamas jährlich umgerechnet etwa 40
Millionen Euro zur Verfügung. Das Geld stammt vor allem von Exil-
Palästinensern, aus Iran, von privaten Spendern aus Saudi-Arabien
und anderen arabischen Ländern. Viele Zuwendungen verdankt die
Hamas ihrem Ruf als Wohltäterin. Seit einigen Wochen versucht
Hamas verstärkt, auch als politische Organisation eine neue Rolle
zu finden.
Quelle: dpa, 19.04.04
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Mindestens 50.000 Menschen fliehen vor Kämpfen in Südsudan
Mo.19.04.04 - Trotz einer offiziellen Waffenruhe sind in Südsudan in den
vergangenen Wochen mindestens 50.000 Menschen vor Kämpfen und
Übergriffen aus ihren Häusern geflohen. Das teilte ein
Sprecher der Vereinten Nationen, Ben Parker, am Sonntag per
Satellitentelefon aus der Krisenregion mit. Nach seinen Angaben sind in
erster Linie Angriffe einer Miliz auf zivile Einrichtungen für die
seit Anfang März andauernde Fluchtbewegung verantwortlich. Die der
Sudanesischen Befreiungsarmee (SPLA) feindlich gesonnene Miliz greife
gezielt Dörfer an, zerstöre und plündere Schulen und
Krankenstationen, sagte Parker. Kämpfe zwischen SPLA und
Regierungstruppen seien weit weniger dafür verantwortlich.
Ein SPLA-Sprecher, Jassir Arman, sagte, die Gewalt gegen die
Zivilbevölkerung gehe von der Sudanesischen
Befreiungsbewegung-Vereinigt (SPLM-United) aus. Deren Führer Lam
Akol war Ende vergangenen Jahres zur SPLA übergelaufen. Der
stellvertretende Botschafter Sudans in Kenia, Ad'Dirdeiri Hamed, sagte,
in der Krisenregion gebe es Zusammenstöße zwischen
rivalisierenden Gruppen der SPLM-United: Regierungstreuen und
regierungsfeindlichen. Regierungstruppen seien nicht an den
Kämpfen beteiligt. Dem Bürgerkrieg in Südsudan waren von
1983 bis zur Aufnahme von Friedensverhandlungen im Juni 2002 mehr als
zwei Millionen Menschen zum Opfer gefallen.
(Quelle: ap)
EU empfiehlt angeblich Beitrittsverhandlungen mit Kroatien
Mo.19.04.04 - Kroatien kann sich Hoffnungen auf einen baldigen EU-Beitritt machen.
Wie das "Handelsblatt" (Montagsausgabe) in Brüssel erfuhr, will
die EU-Kommission dem Balkanstaat am Dienstag die Aufnahme von
Beitrittsverhandlungen empfehlen. "Die Gespräche können Ende
dieses Jahres oder spätestens Anfang 2005 beginnen", hieß es
auf Anfrage aus dem Umfeld von EU-Erweiterungskommissar Günter
Verheugen. Ausschlaggebend für das positive Votum der
Brüsseler Behörde sei ein Schreiben des Internationalen
Strafgerichtshofes in Den Haag an die EU-Kommission. Darin bescheinige
die Chefanklägerin des UN-Tribunals, Carla del Ponte, Kroatien die
Bereitschaft zur aktiven Zusammenarbeit.
(Quelle: afp)
Kosovokrieg erneut vor Gericht
Serbien-Montenegro klagt vor dem Internationalen Gerichtshof wegen
Angriffskriegs und Völkermord gegen acht Nato-Staaten, darunter
auch Deutschland...
Mehr in der "tageszeitung" vom 19.04.04:
http://www.taz.de/pt/2004/04/19/a0124.nf/text
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Zwei Drittel der griechischen Zyprer gegen UN-Plan - Türkische
Zyprer mehrheitlich dafür
Mo.19.04.04 - Zwei Drittel der griechischen Zyprer wollen am kommenden Samstag beim
Volksentscheid über den UN-Plan zur Wiedervereinigung ihrer
geteilten Insel mit "Nein" stimmen. Das geht aus einer von der
griechischen Zeitung "Eleftherotypia" veröffentlichten Umfrage
hervor. Demnach liegt die Zahl der Gegner des Plans von
UN-Generalsekretär Kofi Annan bei 65,6 Prozent, die der
Befürworter bei 20,5 Prozent.
Gegenüber einer von der Zeitung am 4. April veröffentlichten
Erhebung hat die Zahl der Gegner des UN-Plans damit deutlich
abgenommen. Damals wollten 84,7 Prozent der Inselgriechen den Plan
zurückweisen und nur 6,6 Prozent dafür stimmen.
Meinungsumfragen unter den türkischen Zyprern besagen, dass sie am
Samstag mehrheitlich für den Annan-Plan stimmen werden. Der
UN-Plan für eine Vereinte Republik Zypern sieht einen Bundesstaat
mit zwei Kantonen nach Schweizer Modell vor. Er wird den beiden
Volksgruppen in getrennten Referenden zur Abstimmung vorgelegt.
Skeptisch betrachtet die griechisch-zyprische Seite insbesondere die
Bedingungen für die Rückkehr der Inselgriechen in den
türkisch besetzten Nordteil sowie die im UN-Plan vorgesehenen
dauerhaften Ausnahmeregelungen von gesetzlichen EU-Bestimmungen, unter
anderem in der Frage der Niederlassungs- und Investitionsfreiheit.
Unabhängig vom Ausgang der Volksentscheide tritt die international
anerkannte Republik Zypern unter ihrem griechisch-zyprischen
Präsidenten Tassos Papadopoulos am 1. Mai der Europäischen
Union bei. Papadopoulus hat die Inselgriechen dazu aufgerufen, mit
"Nein" zustimmen. Der Ministerpräsident der nur von Ankara
anerkannten Türkischen Republik Nordzypern, Mehmet Ali Talat, hat
sich dagegen für den UN-Plan ausgesprochen.
(Quelle: afp)
Verheugen: Kein Arbeitsplatzabbau in Deutschland durch EU-Erweiterung
Mo.19.04.04 - EU-Erweiterungskommissar Günter Verheugen (SPD) widerspricht der
Einschätzung, dass durch die Aufnahme neuer Länder in die
Europäische Union Arbeitsplätze in Deutschland verloren
gingen. Vielmehr sei es so, dass Deutschland sehr viel mehr in die
neuen Mitgliedsländer verkaufe als umgekehrt, sagte Verheugen am
Sonntagabend in der ARD-Sendung «Sabine Christiansen». Die
Verlagerung von Arbeitsplätzen habe zu einem enormen Wachstum in
den neuen Mitgliedsländern geführt: «Von diesem enormen
Wachstum profitiert in erster Linie die deutsche Wirtschaft. Alle
einschlägigen Untersuchungen zeigen, dass unter dem Strich
gesamtwirtschaftlich gesehen die Arbeitsplatzbilanz für
Deutschland positiv ist.»
Auch Ex-Außenminister Hans Dietrich Genscher (FDP) vertrat die
Ansicht, dass die Deutschen von der EU-Erweiterung erheblich
profitieren werden. Dies seien zwar nicht die politischen Motive
gewesen, aber die Wirkung sei heute so: «Wir haben das aus
historischen und zukunftsorientieren Gründen gewollt, aber in der
Wirkung ist das absolut richtig. Wir haben viele Arbeitsplätze
hier erhalten können, weil neue Märkte entstanden sind. Und
je mehr Kaufkraft dort entsteht, um so mehr können wir auch an
hochwertigen Gütern dort exportieren», sagte Genscher in der
Sendung.
(Quelle: ddp)
Erneut Streit um Reformen am Arbeitsmarkt
Mo.19.04.04 - Der Streit um die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe ist
neu entflammt. Während Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement
keine Gefahr für den pünktlichen Start des Arbeitslosengeldes
II am 1. Januar 2005 sieht, forderte die sächsische
Sozialministerin Helma Orosz den Stopp des Projekts.
Das zugehörige Gesetz könne in der jetzt vorliegenden Form
nicht zu Beginn des nächsten Jahres in Kraft treten, sagte die
CDU-Politikerin der Nachrichtenagentur AP. Die Sprecherin von Clement,
Andrea Weinert, betonte dagegen in der «Berliner Zeitung»:
«Jeder kann sich sicher sein, dass er im Januar 2005
pünktlich sein Geld bekommt».
Das ZDF hatte berichtet, die fristgerechte Auszahlung des neuen ALG II
sei wegen Problemen bei der Datenerhebung gefährdet. Der
Verwaltungsratsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit,
Arbeitgebervertreter Peter Clever, sagte laut ZDF: «Der
Starttermin 1. Januar 2005 ist nach meiner bisherigen Einschätzung
nicht einzuhalten.»
Für die geplante Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe
müssten sämtliche Empfänger dieser Leistungen
angeschrieben werden, um die Anspruchsvoraussetzungen zu ermitteln. Da
sich darunter hunderttausende Ausländer und Analphabeten
befänden, rechne die BA mit vielen Falschmeldungen, die zu
Verzögerungen führten. Probleme bereite auch die Software zur
Verwaltung der Betroffenen und zur Auszahlung, die erst noch
programmiert werden müsse. Clements Sprecherin Weinert sagte aber,
es gebe keinen Grund an einer rechtzeitigen Auszahlung des ALG II zu
zweifeln.
Orosz wies darauf hin, dass die von der Bundesregierung zugesagte
Entlastung von 2,5 Milliarden Euro für die Städte und
Gemeinden auf unseriösen Annahmen und falschen Berechnungen
beruhe. Der Sprecher des Deutschen Städtetages, Volker
Bästlein, sagte der AP, sollten die versprochenen Entlastungen
nicht kommen, würde der Städtetag über eine Klage
nachdenken. Statt der Entlastung um 2,5 Milliarden Euro befürchten
die Kommunen fünf Milliarden Euro Mehrbelastung.
Eine mögliche Klage des Deutschen Städtetages richte sich
dagegen, dass der Bund die Kosten für die Unterbringung direkt den
Kommunen übertrage, betonte Bästlein. Eine Verfassungsklage
sei jedoch lediglich eine «Ultima Ratio».
Die sächsische Sozialministerin verwies auf Berechnungen aus
Niedersachsen, wo die dortigen Kommunen wegen des Hartz IV Gesetzes
nicht um 290 Millionen Euro entlastet, sondern um mehr als 500
Millionen Euro belastet würden. Hartz IV könne also alleine
schon unter finanziellen Aspekten nicht funktionieren.
Unterdessen meldete der brandenburgische Ministerpräsident
Matthias Platzeck Bedenken gegen die ebenfalls in dem Arbeitsmarktpaket
festgelegten neuen Zumutbarkeitsregeln an. Diese seien sehr
problematisch, sagte der SPD-Politiker der «Bild am
Sonntag». «Die allermeisten Arbeitslosen sind keine faulen
Säcke.» Ein 55-Jähriger finde auch mit Druck oder nach
einem Umzug keinen neuen Job in Ostdeutschland.
(Quelle: ap)
Bericht über drastische Zunahme der Sperren beim Arbeitslosengeld
Mo.19.04.04 - Die Arbeitsämter haben laut «Bild»-Zeitung
(Montagausgabe) im letzten Jahr fast drei Mal so viele Sperren für
Arbeitslose verhängt wie 2001. Im Jahr 2001 sei in 76.600
Fällen eine Sperre verhängt worden, heißt es. Ein
Arbeitsamt kann eine dreimonatige Sperre für Arbeitslosengeld
verfügen, wenn die Betreffenden einen angebotenen Arbeitsplatz
ablehnen.
Das Blatt beruft sich bei seinem Bericht auf eine Antwort der
Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage. Die Bundesregierung
hatte im Zug der Hartz-Reformen die Zumutbarkeitsregeln für
Arbeitslose drastisch verschärft.
(Quelle: ap)
Zurückgetretener Bundesbankpräsident erhält laut Zeitung
weiter volles Gehalt
Mo.19.04.04 - Der zurückgetretene Bundesbank-Präsident Ernst Welteke
bezieht nach Informationen der «Financial Times
Deutschland» weiterhin sein volles Gehalt. Das Salär von
rund 350 000 Euro pro Jahr werde unbegrenzt weiter gezahlt, schreibt
das Blatt unter Berufung auf Informationen aus der Bundesregierung.
Welteke würde den Angaben zufolge zumindest bis zum Ablauf seines
regulären Vertrages 2007 so viel Geld bekommen wie als amtierender
Präsident - somit würden sich die Bezüge auf rund eine
Million Euro summieren.
(Quelle: dpa)
Keine Einigung zu Ausbildungsabgabe bei SPD-Gipfel
Mo.19.04.04 - Das SPD-Spitzentreffen zur geplanten Ausbildungsabgabe hat keine
Einigung gebracht.
Es gebe nach wie vor unterschiedliche Auffassungen über den
rot-grünen Gesetzentwurf zur Lehrstellen-Umlage, sagte der
rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) nach
dem Treffen am Sonntagabend in Berlin. "Es wird noch viele
Gespräche geben müssen." Beck bekräftigte seine
ablehnende Haltung zur Abgabe: "Ich habe gesagt, und dabei bleibe ich,
dass ich einer bundesweiten Umlageregelung nicht zustimmen werde." Auch
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Peer Steinbrück (SPD)
hatte sich gegen die Abgabe ausgesprochen.
Beck sagte zugleich, die SPD-Spitzen seien sich in vielen Fragen
näher gekommen. Einig sei man sich darin, unterhalb der Umlage
alle denkbaren Möglichkeiten auszunutzen. Es sei zudem über
Ausnahmen in einem möglichen Gesetzentwurf gesprochen worden. Am
Montag werde sich das SPD-Präsidium mit dem Thema befassen. "Es
wird darüber hinaus weitere Gespräche zwischen der
Bundesebene und den Ministerpräsidenten geben." In dieser Woche
ist SPD-Angaben zufolge zudem ein Spitzengegespräch mit der
Wirtschaft geplant.
SPD-Chef Franz Müntefering, der die Abgabe durchsetzen will, war
mit mehreren SPD-Ministerpräsidenten zusammen getroffen, um das
Thema zu beraten. Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und
Schleswig-Holstein stehen der Abgabe ablehnend bis kritisch
gegenüber. Steinbrück hatte sich am Sonntag erneut gegen die
Abgabe ausgesprochen. Er argumentiere seit 1997 gegen eine
Ausbildungsplatzabgabe. "Daran hat sich auch heute nichts
geändert."
Die ab Herbst geplante Ausbildungsabgabe wird fällig, wenn die
Zahl der offenen Lehrstellen die Zahl der Bewerber nicht um mindestens
15 Prozent übertrifft. Zahlen müssen Betriebe mit mehr als
zehn Beschäftigten, in denen Lehrlinge weniger als sieben Prozent
der Belegschaft ausmachen. Die Koalition reagiert damit auf die
wachsende Lehrstellenlücke. Das Gesetz soll noch vor der
Sommerpause verabschiedet werden. Der Bundesrat kann die Durchsetzung
der Pläne mit dem Einspruch eine Zwei-Drittel-Mehrheit de facto
verhindern. Wenn sich demnach genügend SPD-Länder dem Nein
der Unionsländer anschließen, könnte der Bundestag den
Einspruch nur mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit zurückweisen,
über die Rot-Grün nicht verfügt.
(Quelle: rtr)
Streit um soziales Pflichtjahr
Mo.19.04.04 - Die rot-grüne Koalition streitet weiter über das soziale
Pflichtjahr für Männer und Frauen. Nach Innenminister Otto
Schily sprach sich am Wochenende auch Justizministerin Brigitte Zypries
(SPD) für die Einführung aus und erklärte,
völkerrechtlich wäre dies zulässig.
Grünen-Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck führte
hingegen ein Gutachten an, das verfassungs- und völkerrechtliche
Hindernisse sieht. «Bündnis 90/Die Grünen sind gegen
die Einführung eines sozialen Pflichtjahrs», sagte Beck der
AP.
Zypries argumentierte nach Angaben ihres Ministeriums in einem
Schreiben an SPD-Kabinettskollegen für das Pflichtjahr. Die
Einführung wäre völkerrechtlich zulässig und mit
der Europäischen Menschenrechtskonvention vereinbar. Adressaten
sind neben Schily Verteidigungsminister Peter Struck und
Familienministerin Renate Schmidt.
Struck und Schmidt hatten sich gegen das Pflichtjahr ausgesprochen.
Schily hatte dagegen angeregt, angesichts der Terrorbedrohung ein
soziales Pflichtjahr einzuführen, sollte die Wehrpflicht
abgeschafft werden. Der Verteidigungsminister hatte dies mit dem
Hinweis auf rechtliche Bedenken zurückgewiesen.
Zypries wies die Minister nun darauf hin, dass Ausnahmen von dem in der
Europäischen Menschenrechtskonvention festgeschriebenen Verbot
für Zwangs- und Pflichtarbeit geltend gemacht werden könnten.
Allerdings müssten das Arbeitsmaß und die damit verbundene
Belastung verhältnismäßig sein. Zypries empfiehlt
demnach, zu den strittigen Fragen ein externes Rechtsgutachten
einzuholen. Ein Sprecher des Justizministeriums betonte, es sei klar,
dass für die Einführung eines sozialen Pflichtjahrs das
Grundgesetz geändert werden müsste.
Grünen-Politiker Beck sagte, es gebe bereits ein Gutachten des
wissenschaftlichen Diensts des Deutschen Bundestags, wonach ein
Pflichtjahr gegen das Grundgesetz, die Europäische
Menschenrechtskonvention und das internationale
Arbeitsübereinkommen verstoßen würde. «Die
Diskussionen über ein soziales Pflichtjahr belasten die
Überlegungen, wie man das freiwillige soziale Jahr für
Jugendliche und junge Menschen attraktiv machen kann»,
kritisierte Beck.
(Quelle: ap)
Staatlich verordnete Zwangsdienste sind durch mehrere internationale
Menschenrechtsabkommen verboten. Justizministerin Zypries sieht das neuerdings
anders - und macht einen neuen Vorstoß für ein soziales Pflichtjahr... Mehr in der
"tageszeitung" vom 19.04.04:
http://www.taz.de/pt/2004/04/19/a0126.nf/text
Zehntausend demonstrieren in Stuttgart gegen Gentechnik
Mo.19.04.04 - Unter dem Motto «Wir bleiben sauber - keine Gentechnik in der
Landwirtschaft und in den Lebensmitteln» haben am Sonntag in
Stuttgart nach Veranstalterangaben rund zehntausend Menschen gegen
Gentechnik demonstriert. An der Protestkundgebung beteiligten sich
mehrere Umwelt- und Naturschutzverbände, die Verbraucherzentrale
sowie Öko-Anbauverbände, wie das Aktionsbündnis
«Gentechnikfreie Landwirtschaft in Baden-Württemberg»
mitteilte. Zudem nahmen rund 300 Landwirte mit ihren Traktoren an dem
Demonstrationszug teil.
Mit der Kundgebung wollte das Aktionsbündnis «ein Zeichen
für gentechnikfreie Landwirtschaft» setzen. Die
Demonstranten forderten von der Politik, sich dafür einzusetzen,
dass Deutschland vom kommerziellen Anbau gentechnisch veränderter
Pflanzen verschont bleibe. «Mit gentechnikfreien Produkten habe
die Landwirtschaft in der Zukunft einen riesigen Vorteil auf regionalen
und globalen Märkten für Lebensmittel und Saatgut»,
sagte ein Sprecher des Bündnisses.
(Quelle: ddp)
Blick ins Archiv:
Neue Gen-Food-Kennzeichung stößt auf geteiltes Echo
Sa.17.04.04 - ... Führende Einzelhandelsketten wollen vorerst auf Gen-Food verzichten
Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv3/k0404170.htm#04041712
BUND ruft zum Boykott gentechnisch veränderter Lebensmittel auf
Mi.14.04.04 - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ruft wenige
Tage vor Inkrafttreten der Kennzeichnungspflicht für gentechnisch
veränderte Lebensmittel zum Boykott entsprechender Produkte auf.
«Das Kleingedruckte könnte den Albtraum der
Gentech-Industrie wahr machen und dafür sorgen, dass der Anbau von
Gentech-Pflanzen deutlich zurückgeht», sagte BUND-Vize Doris
Tropper am Dienstag in Berlin. Die Gesundheitsrisiken für den
Menschen seien noch nicht hinreichend erforscht, warnte der Verband... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv3/k0404140.htm#04041411
Mehr Berichte zum Thema "gentechnisch veränderte Planzen / Genfood" unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv3/k0402260.htm#040226dk