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+++ Di.21.02.06, 08:00         zum Nachrichten-Archiv Nachrichten-Archiv         aktuelle Nachrichten Aktuelle Nachrichten

Irak am sechshundertunddritten Tag nach Erlangung der formellen Souveränität

Schleppende Regierungsbildung - US-Botschafter droht mit Entzug der Unterstützung. Mindestens 24 Tote bei Anschlägen. Zwei im Irak entführte Mazedonier wieder frei. Agenten des deutschen Nachrichtendienstes BND wurden im Irak angeblich vom US-Geheimdienst abgehört

Di.21.02.06 - Angesichts der schleppenden Regierungsbildung im Irak hat US-Botschafter Zalmay Khalilzad mit einem Entzug der Unterstützung aus Washington gedroht. Sollte keine Regierung der nationalen Einheit gebildet werden, würden die USA kein Geld in Institutionen investieren, deren Leiter nur die Interessen ihrer Volksgruppen verfolgten, sagte Khalilzad bei einer Pressekonferenz am Montag in Bagdad.

Vor allem die Ministerien für Verteidigung und Inneres müssten von Personen geführt werden, «die nicht konfessionsgebunden, allgemein akzeptabel und nicht an Milizen gebunden» seien. Die USA hätten Milliarden für den Aufbau der irakischen Polizei und Armee ausgegeben. «Wir werden die Mittel des amerikanischen Volks nicht investieren, um Kräfte aufzubauen, die von Sektierern geführt werden».

Der schiitische Politiker Dschalaladin al Saghir wies die Äußerung des Botschafters als inakzeptabel zurück. Er sprach von einer Einmischung in die Angelegenheiten eines souveränen Staates. Die Amerikaner hätten frühere Mitglieder von Saddam Husseins Baath-Partei im Innen- und Verteidigungsministerium installiert und damit viele Schiiten verärgert, sagte Al Saghir weiter.

Die Politiker im Irak konnten sich bislang nicht auf eine starke Beteiligung der sunnitischen Bevölkerungsgruppe verständigen. Von einer solchen Beteiligung erhoffen sich die USA aber einen Rückgang der Gewalt.

Im Irak sind bei mehreren Anschlägen mindestens 24 Menschen ums Leben gekommen. Zwölf Leichen wurden aus einem Kleinbus in Bagdad geborgen, in dem sich ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt hatte, wie das Innenministerium mitteilte. Weitere Anschläge wurden in Mossul, Nabai und bei Balad verübt. In Mossul, 370 Kilometer nördlich von Bagdad, wurden bei der Explosion einer Bombe in einem von Polizisten häufig besuchten Innenstadt-Restaurant fünf Menschen getötet.

21 Menschen wurden bei dem Anschlag in Mossul verletzt, unter ihnen 14 Polizisten. Nach Angaben der Polizei war die Bombe in einer Tüte versteckt, die ein Kunde nach dem Frühstück unter der Theke zurückließ.

Unbekannte griffen in Nabai, 50 Kilometer nördlich von Bagdad, nach Polizeiangaben aus etwa 15 Autos heraus mit automatischen Waffen und Raketen einen Lastwagen-Konvoi an, der Baumaterial transportierte. Fünf Fahrer kamen ums Leben, drei weitere wurden verletzt. Sechs Lastwagen wurden durch den Angriff zerstört. In der Region um Balad, 70 Kilometer nördlich von Bagdad, wurde ein Zivilist in seinem Auto von Schüssen getötet.

Südöstlich von Kerbela wurde nach Angaben der US-Streitkräfte am Montag ein US-Soldat bei einer Bombenexplosion getötet.

Mit Blick auf die jüngsten Misshandlungsvorwürfe gegen britische Soldaten im Südirak warb der britische Verteidigungsminister John Reid um Verständnis für die Truppen. Laut einem vorab veröffentlichten Redemanuskript sagte Reid am Montag in London, derartige Vorwürfe beträfen seit Beginn der Invasion 2003 lediglich 0,05 Prozent der Soldaten. Moderne Technologie und die Medien sorgten dafür, dass die Truppen ständig unter Beobachtung stünden.

Vier Tage nach ihrer Entführung sind im Süden des Irak zwei Mazedonier wieder freigelassen worden. Die beiden Männer, die für die Düsseldorfer Firma Ecolog arbeiten, waren am Donnerstag in der Nähe von Basra entführt worden. Über die Umstände ihrer Freilassung wurde zunächst nichts bekannt.

Ecolog hat zahlreiche Beschäftigte aus Balkan-Staaten. Das Unternehmen arbeitet mit den internationalen Truppenverbänden zusammen, die im Irak stationiert sind. Im Januar 2004 waren auf einem US-Truppenstützpunkt bei Bagdad vier Ecolog-Wäscherinnen von Aufständischen erschossen worden.

Die beiden Beamten des deutschen Nachrichtendienstes BND in Bagdad sollen während des Irak-Krieges angeblich vom US-Geheimdienst abgehört worden sein. Das vermutet die deutsche Regierung  in ihrem vertraulichen Bericht zur BND-Affäre, berichtet die «Leipziger Volkszeitung». Durch das Abhören hätten die USA möglicherweise nützliche Informationen erhalten. Bitten der US-Behörden nach kriegswichtigen Informationen habe man «aus Überzeugung» nicht nachgegeben. Der Bericht soll morgen im Parlamentarischen Kontrollgremium des Bundestags beraten werden.

(Quellen: afp, dpa, ap)


 

 

Blick ins Archiv:

Der Krieg gegen Irak begann am 20. März 2003

Knapp zwei Stunden nach Ablauf eines Ultimatums an den irakischen Staatschef Hussein flog die US-Armee erste Luftangriffe auf Bagdad.

US-Präsident Bush hatte Hussein eine Frist gesetzt, bis zwei Uhr Mitteleuropäischer Zeit das Land zu verlassen. Der irakische Machthaber hatte zuvor bereits einen Gang ins Exil abgelehnt. Bush erklärte in einer Fernsehansprache (19.03.03 - 10:16 P.M. EST / 20.03.03 - 4:15 MEZ) , die erste Phase zur Entwaffnung des Irak sei eingeleitet worden. Er habe angeordnet, ausgewählte militärische Ziele anzugreifen. Dies sei der Ausgangspunkt für eine breit angelegte Aktion. Bush räumte ein, der Krieg könnte länger dauern und schwieriger werden, als manche vorhersagten. Die USA und ihre Verbündeten wärden alles versuchen, um unschuldige Zivilisten zu schonen....

Chronologie des Irak-Kriegs:

Teil 1: 20.03. bis 30.06.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv3/irak_01.htm#news

Teil 2: 01.07. bis 31.10.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv4/irak_02.htm#news

Teil 3: 01.11. bis 31.12.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv5/irak_03.htm#news

Teil 4: 01.01. bis 31.05.2004
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_04.htm#news

Teil 5: 01.06. bis 31.10.2004
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_05.htm#news

Teil 6: 01.11. 2003 bis 21.02.2005
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_06.htm#news
 
 

Vor einem Jahr:
 
Irak am zweihundertachtunddreißgsten Tag nach Erlangung der formellen Souveränität

Mo.21.02.05 - USA führen angeblich erstmals direkte Gespräche mit sunnitischen Aufständischen +++ 91 Tote bei Anschlägen am Aschura-Fest. Nationaler Sicherheitsberater: Anschläge sind der Versuch, einen Religionskrieg im Irak auszulösen +++ Zahl der Toten in den Reihen der US-Streitkräfte steigt seit Kriegsbeginn auf 1.477... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/k0502210.htm#news

 

Zitate zur Begründung des Irak-Krieges:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402040.htm#040204_a

Auszüge aus Powells 'Beweisen' zum Irak vom 5. Februar 2003:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402040.htm#040204_b

... Lügen und Täuschungen, die in London und Washington produziert wurden, verursachten den Tod von bis zu 55.000 Irakern, unter ihnen 9.600 Zivilisten... John Pilger, ZNet 05.02.2004... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402110.htm#040211_b
 

Iraq Body Count:
http://www.iraqbodycount.net

Fr.29.10.04 - Einer Studie zufolge sind rund 100.000 Iraker an den Kriegsfolgen gestorben. Die meisten Todesfälle gingen auf Gewalteinwirkung zurück, nicht zuletzt durch Luftangriffe der Alliierten, wie es in der Studie heißt, die auf der Website der renommierten britischen Medizinzeitschrift «The Lancet» [http://www.thelancet.com] veröffentlicht wurde... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv3\irak_k01.htm#bodycount
 

Sa.04.02.06 - Seit Beginn des Irak-Kriegs im März 2003 sind mindestens 2.248 Angehörige der US-Streitkräfte ums Leben gekommen. Der weitaus größte Teil kam erst nach dem offiziellen Ende der Hauptkampfhandlungen am 1. Mai 2003 ums Leben.

Zur Zahl der seit Kriegsbeginn getöteten Iraker gibt es keine verlässlichen Angaben. (Quelle: ap)
 

«Kanonenfutter für das Pentagon»
... wer sind sie eigentlich - die toten amerikanischen Soldaten?... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402110.htm#040211_a
 
 

'Statt des Sohnes kam eine leere Hülle aus dem Irak zurück'

»Ich wünschte, ich könnte euch erzählen, daß unsere Familie wieder heil und glücklich ist, seit mein Sohn aus dem Irak in ein ziviles Leben zurückgekehrt ist. Aber das ist nicht der Fall. Mein Sohn ist 21 Jahre alt, er ist obdach- und arbeitslos. Am 11. Januar (2006) hat er sein Auto in den frühen Morgenstunden an einen Betonpfeiler gefahren. Niemand, der das Auto sah, konnte sich vorstellen, daß er den Unfall überlebt hat.

Ich erinnere mich an den Tag, als ich den Anruf bekam: Mein Sohn war zurück aus dem Krieg, zurück in den Staaten. Ich sank schluchzend zusammen und dankte dem Schöpfer dafür, daß er am Leben war. Damals hatte ich keine Ahnung, daß alles, was da aus dem Krieg zurückkehrte, nur eine Hülle war. Der Geist meines Jungen und seine Seele müssen immer noch irgendwo in den Straßen des Irak herumirren... «

Georgia Stillwell, Mitglied der Organisation »Military Families Speak Out«... Mehr unter:
http://www.jungewelt.de/2006/02-10/056.php
 
 

 


 


 

US-Kirchen übernehmen Mitverantwortung für Irakkrieg

Di.21.02.06 - Christliche Kirchen aus den USA haben Mitverantwortung für den Irakkrieg übernommen. Sie hätten nicht laut genug gegen den Krieg ihres Landes protestiert, heißt es in einem auf der 9. Vollversammlung des Ökomenischen Rates der Kirchen (ÖRK) im brasilianischen Porto Alegre veröffentlichten Brief von Spitzenvertretern zahlreicher US-Kirchen.

Sie bekunden "besonderen Schmerz über den Krieg im Irak", der teilweise auch in ihrem Namen sowie auf der Basis von Täuschungen ausgelöst worden sei. Zugleich kritisierten sie die Regierung von US-Präsident George W. Bush. Die USA hätten seit den Terroranschlägen des 11.Speptember die "Familie der Menschheit gefährdet und die Schöpfung missbraucht". Sie hätten mit "Terror gegenüber den wahrhaft Verwundbaren unter unseren globalen Nachbarn" geantwortet. Zudem übernehme Washington keine Verantwortung für Umweltprobleme und blockiere entsprechende Abkommen. Die USA trieben einen globalen Kapitalismus voran, der zu Lasten der Ärmsten gehe.

Der Aufruf wird unterstützt vom "National of the Churches of Christ", einem ökomenischen Rat christlicher Kirchen in den USA. Darin sind protestantische, anglikanische  orthodoxe und historische Friedenskirchen wie die Quäker zusammengeschlossen. Laut eigenen Angaben hat der Dachverband etwa 45 Millionen Mitglieder.

(Quellen: epd, kna, sz)


 

Haben die Uranwaffen des Irak-Kriegs auch Europa kontaminiert
Wissenschaftler glauben, einen steilen Anstieg der Uran-Konzentration in der Luft in britischen Messstellen auf die Bombardierungswelle mit DU-Munition Ende März 2003 zurückführen zu können... Mehr bei telepolis vom 20.02.06
http://www.telepolis.de/r4/artikel/22/22081/1.html
 


 

Nahost

Palästinenserpräsident Abbas: Autonomiebehörde vor Finanzkrise

Di.21.02.06 - Die Autonomiebehörde steht wegen der Wirtschaftsanktionen nach Einschätzung von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas vor einer ernsten Finanzkrise.

Unglücklicherweise sei auch die Zahlung von Hilfsgeldern zurückgegangen, betonte Abbas am Sonntagabend in Gaza nach Angaben des britischen Fernsehsenders BBC. Wie der israelische Online-Nachrichtendienst «Ynet» berichtete, erklärte Abbas, er werde sich dem Druck nicht beugen.

Die israelische Regierung hatte wegen der Konstituierung des von der radikal-islamischen Hamas dominierten palästinensischen Parlaments am Sonntag entschieden, die Überweisung von Steuereinnahmen und Zollrückzahlungen in Höhe von monatlich etwa 40 Millionen Euro zu beenden.

Nach israelischen Medienberichten könnten arabische Länder diesen Fehlbetrag jedoch ausgleichen. Bei ihrem Treffen in Algier am Montag wollten Außenminister der Mitgliedstaaten der Arabischen Liga über eine monatliche Finanzspritze von rund 50 Millionen Dollar (42 Millionen Euro) monatlich beraten, schrieb die «Jerusalem Post» in ihrer Onlineausgabe.

Der amtierende israelische Ministerpräsident Ehud Olmert bezeichnete die Autonomiebehörde am Sonntag als «Terrorbehörde». Israel werde keine Kontakte mit einer palästinensischen Regierung unter Hamas-Beteiligung unterhalten. Israel sehe nicht die Regierungsbildung, sondern bereits die konstituierende Sitzung des Parlaments mit einer Hamas-Mehrheit am Samstag als Wendepunkt.

Abbas hatte dabei angekündigt, er werde Hamas mit der Regierungsbildung beauftragen. Die radikal-islamische Organisation, die die Zerstörung Israels anstrebt, hatte bei den Wahlen am 25. Januar 74 der 132 Parlamentssitze errungen. Abbas forderte die Hamas auf, an friedlichen Verhandlungen mit Israel festzuhalten.

Der ehemalige israelische Ministerpräsident und Friedensnobelpreisträger Schimon Peres bezeichnete die Hamas-Bewegung als «Katastrophe» für das palästinensische Volk. Peres sagte dem israelischen Rundfunk am Montag, Hamas habe keine Lösungen, sondern nur Slogans anzubieten. «So kann man im 21. Jahrhundert keinen Staat führen», sagte Peres. Er warnte die Hamas zudem vor einer Wiederaufnahme von Terroranschlägen in Israel.

Die US-Regierung forderte die Autonomiebehörde zur Rückgabe von ungenutzten Hilfsgeldern in Höhe von 50 Millionen Dollar auf. Washington wolle sicherstellen, dass das Geld nicht in die Taschen einer Regierung fließe, die das Existenzrecht Israels bestreite, sagte ein Sprecher des US-Außenministeriums. Die USA haben auch ihren Verbündeten empfohlen, ihre Hilfsleistungen für die Palästinenser kritisch zu prüfen.

Israel will laut der Kabinettsentscheidung auch die internationale Gemeinschaft dazu aufrufen, bei einer Regierungsbeteiligung der Hamas keine Hilfsgelder mehr an die Autonomiebehörde zu zahlen. Davon ausgenommen seien nur Gelder, die ausdrücklich allein für humanitäre Zwecke bestimmt seien. Israel will auch den Transfer von Geldern an die palästinensischen Sicherheitskräfte verhindern. Ferner sollen die Sicherheitskontrollen an den Grenzen verschärft und Hamas- Abgeordneten die Reise durch israelisch kontrollierte Gebiete verboten werden.

Hamas-Sprecher Sami Abu Suhri verurteilte die israelische Regierungsentscheidung als Einmischungsversuch. Hamas könne sich jedoch auf die Unterstützung der arabischen und islamischen Welt sowie auf die Standhaftigkeit des palästinensischen Volkes verlassen. Die Hamas ernannte den als Pragmatiker bekannten Ismail Hanija am Sonntag offiziell zum Kandidaten für das Amt des palästinensischen Ministerpräsidenten.

Deutschlands Außenminister Frank-Walter Steinmeier begrüßte am Sonntag, dass Abbas in seiner Rede die Fortsetzung seiner bisherigen Politik einer friedlichen Verhandlungslösung mit Israel bekräftigte.

In der Nacht zum Montag erschossen israelische Soldaten nach palästinensischen Angaben einen Anführer der radikalen Organisation Islamischer Dschihad in Nablus im Westjordanland. Dies berichtete der britische Fernsehsender BBC. Am Sonntag tötete die israelische Luftwaffe im südlichen Gazastreifen zwei militante Palästinenser mit einem Raketenangriff. Nach palästinensischen Angaben waren die beiden Männer dabei, einen Raketenangriff auf israelische Grenzorte vorzubereiten. Bei Zusammenstößen mit israelischen Soldaten in der Stadt Nablus wurden am Sonntag zwei palästinensische Jugendliche getötet und 13 weitere verletzt. Nach palästinensischen Krankenhausangaben wurden die 17-Jährigen von israelischen Geschossen getroffen, als sie gemeinsam mit Dutzenden von Einwohnern des Lagers Balata Steine auf die Truppen warfen.

(Quelle: dpa)
 


 

Rebellen in Nigeria setzen Sabotageakte gegen Öl-Anlagen fort

Di.21.02.06 - Nach der Entführung von neun Öl-Arbeitern hat eine nigerianische Rebellengruppe am Montag eigenen Angaben zufolge ihre Sabotageakte gegen Öl-Anlagen fortgesetzt.

In einer E-mail erklärten die Aufständischen, eine Öl-Sammelleitung in die Luft gesprengt zu haben. Zudem hätten sie ein Hausboot des Militärs angegriffen.

Die "Bewegung für die Emanzipation des Niger-Deltas" hatte am Sonntag mit Anschlägen auf Öl-Tanker gedroht, die eine Öl-Anlage des Konzerns Royal Dutch Shell erreichen wollten. Die Anlage selbst war von den Rebellen am Samstag angegriffen worden. Damit hatten sie einen 20-prozentigen Rückgang der Öl-Auslieferungen beim weltweit achtgrößten Öl-Erzeugerland bewirkt.

Die Bewegung will die Öl-Exporte zum Erliegen bringen, um mehr regionale Kontrolle über die Vorkommen zu erlangen. Im Niger-Delta liegen alle Öl-Vorkommen Nigerias. Nigeria ist der weltweit achtgrößte Öl-Exporteur.

(Quelle: rtr)
 


 

Zunehmende Spannungen vor Wahlen in Uganda

Di.21.02.06 - Vor den Parlaments- und Präsidentschaftswahlen in Uganda ist die Lage in der Hauptstadt Kampala zunehmend angespannt. Der oppositionelle Präsidentschaftskandidat Kizza Besigye sagte am Montag seinen letzten Wahlkampfauftritt kurzfristig ab, nachdem die Polizei hunderte seiner Anhänger mit Tränengas und Wasserwerfern auseinandergetrieben hatte.

Bei einer weiteren Veranstaltung für Anhänger von Besigye wurde nach Angaben von Polizei und Opposition ein Mann von einem Lastwagen tödlich verletzt. Oppositionspolitiker kritisierten die Regierung für das Vorgehen der Polizei und werteten es als weiteren Beweis für Vorwürfe von Menschenrechtsorganisationen gegen Präsident Yoweri Museveni.

Am Donnerstag sollen in Uganda die ersten Wahlen seit 26 Jahren stattfinden, bei denen mehrere Parteien zugelassen sind. Museveni, der seit fast 20 Jahren Präsident ist, liegt laut einer am Wochenende veröffentlichten Umfrage mit 47 Prozent vor Besigye, der auf 36 Prozent kommt.

(Quelle: ap)
 


 

Angebliche Koranschändung: Kirchen in Pakistan angezündet

Di.21.02.06 - Nach einer angeblichen Schändung des Korans durch eine christliche Familie haben muslimische Randalierer in der südpakistanischen Provinz Sindh zwei Kirchen und eine Schule in Brand gesteckt.

Rund 100 Menschen seien anschließend wegen Beschädigung öffentlichen Eigentums festgenommen worden, teilte die Polizei am Montag mit. Die Menge sei nach dem Vorfall am Vortag im Distrikt Sukkar mit Tränengas auseinandergetrieben worden.

Auslöser der Unruhen seien Berichte gewesen, dass ein Christ Seiten des Korans im Hause seines Schwiegervaters verbrannt habe, um diesem Blasphemie anzulasten, sagte ein Polizeisprecher. Der Mann habe es auf das Haus des Schwiegervaters abgesehen gehabt und sei ebenfalls festgenommen worden.

Auf Gotteslästerung steht im überwiegend muslimischen Pakistan die Todesstrafe. In dem Land war es in den vergangenen Tagen immer wieder zu anti-westlichen Ausschreitungen wegen der in europäischen Medien veröffentlichten Mohammed-Karikaturen gekommen. Mindestens fünf Menschen kamen dabei ums Leben, darunter ein Kind.

(Quelle: dpa)
 


 

Russisch-iranische Atomgespräche vertagt

Di.21.02.06 - Die ersten Atomgespräche zwischen Russland und dem Iran sind ohne konkretes Ergebnis geblieben. Beide Seiten hätten sich darauf geeinigt, ihre Verhandlungen auf Expertenebene fortzusetzen, teilte das russische Außenministerium mit. Die russische Regierung will Teheran davon überzeugen, seine umstrittene Urananreicherung auf russischem Gebiet vorzunehmen. Das russische Kompromissangebot gilt als letzte Chance, um eine Einschaltung des UN-Sicherheitsrats zu verhindern. Dieser könnte Sanktionen gegen den Iran verhängen.

Einzelheiten der ersten Gespräche zwischen den Vize-Vorsitzenden des iranischen und des russischen Nationalen Sicherheitsrats wurden nicht bekannt. Der iranische Außenminister Manuschehr Mottaki sagte in Brüssel, entscheidend sei, wie lange und an welchen Orten Russland im Auftrag Irans Uran anreichern könnte. Er deutete an, dass sein Land eine Urananreicherung an mehreren Orten in Russland anstreben könnte. Die Initiative Moskaus betreffe allein die industrielle Anreicherung von Uran, betonte Mottaki.

Die Forderung der EU nach einer Aussetzung der iranischen Nuklearaktivitäten lehnte er ab. Auch bei einer Einigung mit Russland werde der Iran sein nukleares Forschungsprogramm fortsetzen, betonte Mottaki nach einem Treffen mit EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner. Er forderte die Europäer und die USA auf, den UN-Sicherheitsrat nicht anzurufen. Das Atomprogramm des Iran diene ausschließlich friedlichen Zwecken.

Aus Sicht der EU könne der Atomstreit ohne ein Moratorium nicht gelöst werden, sagte dagegen eine Sprecherin Ferrero-Waldners. Der belgische Außenminister Karel De Gucht bekräftigte das Misstrauen auf europäischer Seite: Es sei "sehr schwierig" zu glauben, dass der Iran keine militärischen Zwecke mit seinem Atomprogramm verfolge. Die USA und die EU verdächtigen Teheran, Atomwaffen herstellen zu wollen. Dafür ist hoch angereichertes Uran notwendig.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow äußerte sich zurückhaltend zu den Erfolgsaussichten der Gespräche in Moskau. Dennoch werde Moskau "alle erforderlichen Anstrengungen unternehmen, um zu verhindern, dass sich die Lage verschlimmert und in Richtung Zwangsmaßnahmen bewegt".

Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, John Bolton, forderte den Iran auf, dem Beispiel Libyens zu folgen. Die Entscheidung Libyens, auf Massenvernichtungswaffen zu verzichten, habe die Beziehungen zu den USA nachhaltig verbessert, sagte er in dem Magazin "Time". Wenn der Iran seine Haltung nicht ändere, müsse er mit größerem internationalen Druck rechnen.

(Quelle: afp)
 


 

Serben und Kosovo-Albaner verhandeln über Zukunft Kosovos

Di.21.02.06 - Sieben Jahre nach dem Kosovo-Krieg haben Vertreter Serbiens und der Kosovo-Albaner am Montag in Wien die ersten Verhandlungen über die Zukunft der serbischen Provinz begonnen.

Unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen legten beide Seiten dabei ihre Vorstellungen von einer Dezentralisierung der Verwaltung in der Region vor, die nach dem Wunsch der Albaner schon bald unabhängig werden sollte. Belgrad lehnt dies entschieden ab. Dennoch verliefen die Gespräche nach Schilderung einer Teilnehmerin «in einer konstruktiven und verständnisvollen Atmosphäre». Während der Pausen hätten die Delegationen «sogar miteinander gesprochen». Der stellvertretende UN-Chefunterhändler Albert Rohan sagte am Abend: «Es war ein gutes Meeting, sehr konstruktiv.» Nach serbischen Angaben wurde jedoch «keine Annäherung» in den entscheidenden Fragen erzielt.

Je acht Vertreter beider Seiten hatten sich am Montagmorgen unter Vermittlung des Österreichers Rohan im Wiener Palais Kinsky getroffen. Rohan ist Stellvertreter des finnischen UN-Kosovo- Sondergesandten Martii Ahtisaari. An der historischen Begegnung, die an diesem Dienstag fortgesetzt wird, nahmen auch Vertreter der USA, der EU und de NATO teil. Im Konferenzsaal herrschte knisternde Spannung, als die verfeindeten Parteien pünktlich um 10.00 Uhr an ihren einander gegenüber liegenden Tischen Platz nahmen. Die Gespräche sollten schon im Januar beginnen, waren jedoch wegen des Todes von Kosovo-Präsident Ibrahim Rugova verschoben worden.

Unmittelbar vor dem Treffen gab sich der Leiter der kosovo-albanischen Delegation, Lutfi Haziri, zuversichtlich: «Die Unabhängigkeit wird kommen», meinte der Minister vor Journalisten. Pristina wolle «so rasch wie möglich» eine Statuslösung. Die albanische Delegation sei zu den Verhandlungen bereit und werde «eine positive Rolle dabei spielen». Der serbische Delegationsleiter Slobodan Samardzic dagegen machte deutlich, dass Belgrad keine raschen Resultate erwarte. «Unser Ziel ist die Selbstverwaltung der Serben im Kosovo», betonte er. Zuvor hatten Vertreter beider Seiten getrennte Gespräche mit UN-Chefvermittler Ahtisaari geführt.

Angesichts der unüberbrückbar scheinenden Vorstellungen beider Seiten vom künftigen Status Kosovos konzentrierten sich die Vermittler zunächst auf die Frage, wie die Verwaltung in der von den UN verwalteten Provinz aufgebaut werden könnte, um der serbischen Minderheit künftig mehr Eigenverantwortung zu geben. Dabei sollte es zunächst um die Zuständigkeiten in den Bereichen Gesundheits- und Bildungswesen, soziale Fragen und Kultur gehen. Man habe jedoch am ersten Tag nur über das Thema Gesundheit gesprochen worden, sagte eine Sprecherin am Abend.

Für großen Unmut unter der serbischen Delegation sorgten Aussagen von UN-Vermittler Ahtisaari in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin «Der Spiegel». Darin hatte der Finne erklärt, die maßgebliche Kontaktgruppe habe sich bei ihrem letzten Treffen in London darauf geeinigt, dass die Kosovo-Bevölkerung am Ende über ihre Zukunft entscheiden werde. «90 Prozent sind Albaner - wie werden die sich wohl entscheiden?» meinte der Unterhändler. Die Serben warfen Ahtisaari daraufhin «Einseitigkeit» vor.

Schon vor sieben Jahren waren in Schloss Rambouillet bei Paris erste, indirekte Kosovo-Verhandlungen geführt worden. Die Bemühungen der internationalen Vermittler scheiterten jedoch. Der Kosovo gehört völkerrechtlich zu Serbien, steht aber seit 1999 unter UN-Verwaltung.

(Quelle: dpa)
 


 

Karadzic und Mladic wollen Millionen für Aufgabe

Di.21.02.06 - Die seit Jahren flüchtigen mutmaßlichen Kriegsverbrecher Radovan Karadzic und Ratko Mladic haben angeblich jeder mindestens fünf Millionen Euro dafür verlangt, dass sie sich den serbischen Behörden stellen. Über diese Forderung werde mit dem ehemaligen Präsidenten und dem Ex-Oberbefehlshaber der bosnischen Serben derzeit "intensiv verhandelt", berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung". Die Gesuchten wollten mit dem Geld angeblich ihre Familien und ihre wichtigsten Helfer versorgen.

Die Chefanklägerin des UN-Kriegsverbrechertribunals, Carla del Ponte, habe mit Blick auf die Suche nach Karadzic und Mladic den Druck auf Belgrad erhöht, berichtet das Blatt. "Wir wissen, wo sich Mladic aufhält. Wir wissen, dass er in Greifweite serbischer Behörden ist. Und wir wissen, dass die Regierungen in Serbien und Montenegro das auch wissen", sagte ihre Sprecherin Florence Hartmann der Zeitung. Die Anklägerin legt Mladic und Karadzic Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zur Last, darunter das Massaker an fast 8000 moslemischen Bosniern in Srebrenica im Juli 1995.

Serbien-Montenegro will am 27. Februar mit der EU Gespräche über ein Assoziierungsabkommen beginnen, den ersten Schritt zur Mitgliedschaft. Brüssels Vorbedingung für die Verhandlungen ist jedoch die "umfassende Zusammenarbeit" Belgrads mit dem Haager Tribunal.

(Quelle: afp)
 


 

Österreich: Drei Jahre Haft für Holocaust-Leugner Irving

Di.21.02.06 - Der Brite David Irving ist von einem Wiener Gericht wegen Leugnung des Holocaust zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Die Richter befanden den 67-Jährigen für schuldig, die Existenz der Gaskammern im Todeslager Auschwitz abgestritten zu haben. Irving hatte sich zuvor schuldig im Sinne der Anklage bekannt. Er habe bei Vorträgen in Österreich 1989 die Existenz von Gaskammern in den nationalsozialistischen Vernichtungslagern bestritten, räumte er vor Gericht ein. Inzwischen habe er aber dazugelernt und eingesehen, dass seine Äußerungen "falsch" gewesen seien.

Ausdrücklich versicherte Irving während des Prozesses, er sei "kein Holocaust-Leugner". Seine Einstellung habe sich seit 1989 unter anderem nach der Entdeckung von Aufzeichnungen des Judenmord-Organisators Adolf Eichmann geändert. Gleichzeitig verteidigte Irving einige seiner früheren Äußerungen - etwa die, die Entdeckung von 100.000 Auschwitz-Überlebenden sei ein Anzeichen dafür, dass es in dem Todeslager keine Gaskammern gegeben habe.

Dies sei keine Holocaust-Leugnung, es gehe dabei lediglich um Einzelheiten der Geschichte, betonte der Angeklagte. Heute würde er jedoch nicht mehr sagen, dass es in Auschwitz keine Gaskammern gab: "Ich habe einen Fehler begangen, indem ich das behauptet habe. Es war ein methodischer Formfehler." Zu seinem Ausspruch, Auschwitz sei "ein Disneyland für Touristen" stehe er hingegen bis heute.

Staatsanwalt Michael Klackl warf Irving vor, immer wieder von "Gaskammern-Märchen" und einer "Gaskammern-Lüge" gesprochen zu haben. Der Brite sei "alles andere als ein Historiker": Sein Bestreben sei es, eine neue Geschichte zu erzählen und sein eigenes Geschichtsbild zu verbreiten.

Irving hatte 1989 bei Vorträgen in Österreich unter anderem behauptet, Adolf Hitler habe "seine schützenden Hände über die Juden gehalten". Die Novemberpogrome der so genannten Reichskristallnacht seien von "Unbekannten" verübt worden, die sich als SA-Männer verkleidet hätten.

Die Leugnung des Holocaust steht in Österreich wie auch in Deutschland unter Strafe, Irving drohte eine Höchststrafe von zehn Jahren. Noch kurz vor dem Prozess bezeichnete er es als lächerlich, dass er wegen Äußerungen vor Gericht stehe, die er vor 17 Jahren gemacht habe. Mit dem Urteil hatte er offensichtlich nicht gerechnet: "Ich bin sehr geschockt", sagte er beim Verlassen des Gerichtssaals.

(Quelle: afp)
 


 

EU-Kommissionsvize Verheugen: Europäische Union wird deutlich wachsen

Di.21.02.06 - Die Europäische Union wird nach Ansicht von EU-Kommissionsvize Günter Verheugen in den kommenden Jahren deutlich größer werden. «In 20 Jahren werden alle europäischen Länder Mitglied der EU sein«, sagte Verheugen der Tageszeitung «Die Welt» (Montagausgabe). Eine Ausnahme bildeten lediglich die Nachfolgestaaten der Sowjetunion, die heute noch nicht in der EU seien. Die EU werde in 20 Jahren die «stärkste Wirtschaftsregion der Welt sein, "wenn die Mitgliedstaaten in den kommenden Jahren Reformen mutig anpacken und Innovationen voranbringen».

Der Kommissionsvize räumte ein, dass Brüssel in den vergangenen Jahren Fehler begangen habe. «Ein Fehler, der gemacht worden ist, lag in der Art und Weise der Präsentation der Dienstleistungsrichtlinie», sagte Verheugen. Er betonte: «Das hat uns letztlich in die Schwierigkeiten gestürzt, die wir heute haben.» Daran sei unter anderem auch das Verfassungsprojekt gescheitert. Die EU habe einfach zuwenig reagiert auf die zunehmende Sorge der Menschen über eine Öffnung der Märkte. «Die europäischen Institutionen haben die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes unterschätzt», sagte Verheugen.

Zur künftigen EU-Struktur betonte er: »Ich glaube, dass wir in 20 Jahren eine politische Union haben werden - aber vielleicht nicht mit allen Staaten, die derzeit der EU angehören.» Dabei würden sich bestimmte europäische Staaten darauf einigen, dass sie gemeinsame Kompetenzen in der Außen-, Wirtschafts- und Finanzpolitik sowie in der Rechtspolitik hätten.

(Quelle: ddp)
 


 

Deutschland beim Klimaschutz international vorn

Di.21.02.06 - Im internationalen Vergleich gehört Deutschland zu den Spitzenreitern im Klimaschutz: Auf einem von der Umwelt- und Entwicklungsorganisation "Germanwatch" veröffentlichten Klimaschutz-Index belegt Deutschland den fünften Platz. Der Index vergleicht die Klimaschutz-Leistungen von 53 Industrie- und Schwellenländern, die zusammen für 90 Prozent des weltweiten Ausstoßes von Kohlendioxid (CO2) verantwortlich sind. Auf den drei ersten Plätzen liegen Island, Lettland und Großbritannien. Die USA sind Vorletzter; nur Saudi-Arabien schneidet noch schlechter ab.

Germanwatch warnte aber auch die Spitzenreiter wie Deutschland vor Zufriedenheit. Auch die Länder, die in der Rangliste gut abgeschnitten hätten, "dürfen sich nicht zurücklehnen", erklärte der Klimaexperte Jan Burck, der an der Entwicklung des Index mitgearbeitet hatte. Sie glichen eher "den Einäugigen unter den Blinden".

Der Index soll laut Burck dabei helfen, "den politischen und zivilgesellschaftlichen Druck auf diejenigen Länder zu erhöhen, die ihre Klimaschutz-Aufgaben bisher vernachlässigt haben." In den Ländervergleich flossen neben der absoluten Höhe der klimaschädigenden CO2-Emissionen auch der Trend des Kohlendioxid-Ausstoßes sowie eine Bewertung der Klimapolitik ein.

Deutschland konnte laut Germanwatch als einziges Industrieland seine Verkehrsemissionen leicht senken. Auch in der internationalen Klimapolitik schneidet die Bundesrepublik im internationalen Vergleich gut ab. "Erhöhter Handlungsbedarf" wird allerdings im Gebäudesektor gesehen, der den Heizbedarf erfasst. In diesem Bereich liegt Deutschland nur auf Rang 31. Angemahnt werden deshalb Maßnahmen zur Effizienzsteigerung, bessere Isolierung und die Verwendung von Heizkraftanlagen, die sich aus regenerativen Quellen speisen.

Entscheidend für das künftige Abschneiden Deutschlands sind nach Ansicht von Germanwatch auch die anstehenden Entscheidungen über die Neubauten von Kraftwerken. "Eine Tendenz in Richtung Kohle und Braunkohle würde Deutschlands gesamte Klimapolitik konterkarieren", warnte Geschäftsführer Christoph Bals. Auch ein Ausbau der Atomkraft könne wegen des Risikopotenzials, der Kosten und der Marktverdrängung von erneuerbaren Energien kein Weg aus der Klimamisere sein.

(Quelle: afp)
 


 

SPD kündigt eigene Positionen zur Familienpolitik an

Di.21.02.06 - Der SPD-Fraktionsvorsitzende Peter Struck hat bis Jahresende konkrete Positionen seiner Partei zur Neuordnung der Familienpolitik angekündigt. Damit soll ein Expertengremium beauftragt werden, kündigte er am Montag vor der Tagung des geschäftsführenden Fraktionsvorstandes in Magdeburg an. Langfristiges Ziel sei es, alle Jungen und Mädchen zwischen null und sechs Jahren unabhängig vom Einkommen ihrer Eltern in Kindergärten zu betreuen.

Bei der Familienpolitik gebe es erheblichen Handlungsbedarf. Auf den verschiedenen Förderebenen Bund, Länder und Kommunen werden Strucks Angaben zufolge jährlich insgesamt über 50 Milliarden Euro in die Hand genommen. Kindergartenplätze in Deutschland kosten danach allein 8,8 Milliarden Euro. Neben der Finanzierung der Kindergartenplätze komme es auf die optimale Förderung der Jungen und Mädchen an.

Zu einem Einsatz der Bundeswehr bei der Fußball-WM sagte Struck, dies «kommt für uns überhaupt nicht in Frage». Überlegungen von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble dazu nannte er «absolut irrelevant». Das sei Aufgabe der Polizei der Bundesländer.

Knapp fünf Wochen vor der Landtagswahl am 26. März in Sachsen-Anhalts zeigte sich der SPD-Fraktionschef siegessicher: «Die Aussichten unseres Spitzenkandidaten Jens Bullerjahn sind gut.» Eindeutig stellte sich Struck hinter Bullerjahns Vorschläge zur Fusion der mitteldeutschen Bundesländer Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen bis zum Jahr 2020. «Langfristig gibt es zur Zusammenlegung von Ländern keine Alternative», sagte er.

(Quelle: ap)
 


 

Kinderkommission fordert bessere Sprachförderung

Di.21.02.06 - Für eine bessere Förderung von Lesekompetenz und Mehrsprachigkeit hat sich die Kinderkommission des Bundestages ausgesprochen. Sprachliche Kompetenz sei Voraussetzung für den Erfolg in der Schule und im späteren Beruf, sagte die Vorsitzende der Kommission, Michaela Noll (CDU), am Montag in Berlin. Deshalb müsse eine «systematische Sprachförderung» bereits im frühen Kindesalter beginnen.

Nach Ansicht der Kinderkommission sind neben Kindertageseinrichtungen und Schulen vor allem die Eltern gefordert, "denn sie können durch Vorlesen einen entscheidenden Beitrag übernehmen, um die Lese- und Sprachkompetenz ihrer Kinder zu stärken», sagte Noll. Zudem gelinge die Integration von Kindern mit Migrationhintergrund am besten, wenn sowohl die Muttersprache als auch der Erwerb der deutschen Sprache gefördert werde.

(Quelle: ddp)
 


 

Urabstimmung der WASG zu Fusion steht fest

Di.21.02.06 - Die Mitglieder der Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG) werden noch vor dem Bundesparteitag Ende April erneut in einer Urabstimmung über die geplante Fusion mit der PDS befinden. Parteisprecher Björn Radke bestätigte am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur AP einen entsprechenden Bericht der Berliner «Tageszeitung». Danach haben die sich die drei Landesverbände Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz jetzt definitiv für die Urabstimmung entschieden und damit die satzungsmäßigen Voraussetzungen dafür erfüllt.

Mit der Urabstimmung sollen die WASG-Mitglieder laut Radke eine Zwischenbilanz über die bisherige Zusammenarbeit mit der PDS ziehen, die sich vor allem in der gemeinsamen Fraktion der Linkspartei unter Gregor Gysi und Oskar Lafontaine im Bundestag manifestiert. Bei einem Ja zum weiteren Vereinigungsprozess könnte sich der Parteitag Ende April in Ludwigshafen dann darauf konzentrieren, die nächsten Schritte der Fusion zu beraten, ohne noch einmal die Frage des «Ob» zu diskutieren.

Die neuerliche Urabstimmung hatte der Bundesvorstand vor allem mit Blick darauf angeregt, dass die lange zurückliegende Auswahl der Parteitagsdelegierten nach seiner Auffassung nur bedingt die inzwischen von 5.000 auf rund 12.000 angewachsene Mitgliederzahl repräsentiert. Die eher gegen die Fusion eingestellten Landesverbände Berlin, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern hatten dagegen den Sinn der Urabstimmung in Frage gestellt und kritisiert, damit werde das Ergebnis des Parteitags vorweggenommen. Radke wies aber daraufhin, dass nach der Satzung das Votum von drei Landesverbänden oder 20 Prozent der Mitglieder für eine Urabstimmung ausreicht.

Bei einem positiven Votum der WASG-Mitglieder könnte der Parteitag nach seinen Angaben dann den Bundesvorstand beauftragen, in die nächste Phase des Fusionsprozesses einzutreten. Dazu gehört vor allem die weitere Arbeit an Statuten und Programm einer gemeinsamen Linkspartei sowie die Schaffung der organisatorische Voraussetzungen.

(Quelle: ap)
 


 

Beschäftigte im öffentlichen Dienst streiken weiter - Tarifgespräche vertagt

Di.21.02.06 - Bei den Streiks im öffentlichen Dienst ist noch kein Ende abzusehen. Ein Spitzengespräch der Tarifparteien endete am Montag in Berlin ohne Einigung. Beide Seiten erklärten aber nach dem rund vierstündigen Meinungsaustausch, sie hielten eine Konfliktlösung für möglich.

Der niedersächsische Finanzminister Hartmut Möllring sagte, dass für die erste Märzhälfte ein weiteres Spitzengespräch vorgesehen sei. Außerdem werden Arbeitsgruppen eingesetzt, die «energisch» Einigungsmöglichkeiten ausloten sollen. Beide Seiten haben striktes Stillschweigen über den Inhalt der Gespräche vereinbart.

Ver.di-Chef Frank Bsirske erklärte: «Es gibt im Moment keine Einigung. Wir halten das aber für möglich.» Der Streik werde fortgesetzt. Am Montag waren Schwerpunkte des Arbeitskampfs Bayern, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Hamburg.

Der Arbeitskampf richtet sich zum einen gegen eine Verlängerung der Arbeitszeit von 38,5 auf 40 Stunden im öffentlichen Dienst. Zum anderen will ver.di die Länder zwingen, den zwischen Bund und Kommunen ausgehandelten Tarifvertrag zu übernehmen. Der Streik ging inzwischen in seine dritte Woche.

Möllring bekräftigte vor dem Spitzentreffen mit Bsirske die Forderung der Länder nach tariflichen Öffnungsklauseln. «Wir brauchen Öffnungsklauseln für die Länder, weil wir unterschiedliche Arbeitsbedingungen haben», sagte Möllring, der auch Vorsitzender der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) ist. Dafür könne es ein Entgegenkommen der Länder geben. Positiv wertete Möllring, dass der Vorsitzende der dbb Tarifunion, Frank Stöhr, erklärt habe, die Arbeitszeit müsse kein Tabu sein.

Der bayerische Finanzminister Kurt Faltlhauser (CSU) sagte: «Wir haben einen langen Atem. Solange sich ver.di nicht bei der Arbeitszeit bewegt, sehe ich überhaupt keine Kompromissmöglichkeiten.»

Ähnlich äußerte sich auch sein baden-württembergischer Amtskollege Gerhard Stratthaus (CDU): «Mehr Geld für längere Arbeitszeiten - das darf es nicht geben. Es ist einem gesunden jungen Menschen zuzumuten, dass er ein paar Minuten länger am Tag arbeitet.»

In den Städten und Gemeinden Nordrhein-Westfalens kommt es vorerst nicht zu Streiks bei der Müllabfuhr oder Kindergärten. Nach einem ersten Tarifgespräch mit ver.di erklärte der Kommunale Arbeitgeberverband (KAV), er wolle den Arbeitszeittarifvertrag nicht kündigen. Dagegen wurde der Ausstand an den sechs Universitätskliniken in Nordrhein-Westfalen fortgesetzt. Wie schon seit einer Woche beteiligten sich nach Gewerkschaftsangaben wieder etwa 2.700 Mitarbeiter. Insgesamt protestierten rund 4.000 Landesbedienstete.

In Nürnberg nahmen nach Polizeiangaben 4.000 Menschen an einer Demonstration teil. In Rheinland-Pfalz stieg die Zahl der Streikenden auf landesweit 450. Neu hinzu kam laut Gewerkschaft die Universität Trier, wo knapp 50 Beschäftigte in den Ausstand getreten seien.

In Baden-Württemberg wurde erneut die Müllabfuhr in den Großstädten bestreikt. Schwerpunkte waren die Städte Mannheim mit über 2.000 Teilnehmern und Stuttgart mit rund 3.000 Streikenden. Es blieben auch wieder Krankenhäuser und Kindertagesstätten geschlossen.

In Schleswig-Holstein legten die Verwaltungsangestellten der Universität Flensburg und der Fachhochschule ganztägig die Arbeit nieder. In Hamburg streiken weiter die Müllabfuhr und die Stadtentwässerung.

(Quelle: ap)
 


 

Schering peilt bis 2008 Umsatzrendite von 20 Prozent an

Di.21.02.06 - Der Berliner Pharmakonzern Schering will nach einem Rekordergebnis 2005 seine Gewinne in den nächsten Jahren weiter nach oben schrauben.

Bis 2008 soll die operative Umsatzrendite auf 20 Prozent steigen, teilte Schering am Montag in Berlin mit. Im vergangenen Jahr lag das Betriebsergebnis bei 17,5 Prozent vom Umsatz, knapp unter den für 2006 angepeilten 18 Prozent. Für die Verbesserung machte Schering auch sein Spar- und Effizienzprogramm "Focus" verantwortlich, das den Abbau von 2000 Stellen einschloss. Die Marge verbessern dürfte die geplante Übernahme der Produktion des Multiple-Sklerose Mittels Betaferon vom US-Partner Chiron. Bislang muss Schering 22,5 Prozent des Umsatzes als Lizenzgebühr an den Partner abtreten.

"Das Jahr 2005 war das beste unserer Unternehmensgeschichte", sagte Schering-Vorstandschef Hubertus Erlen. Der Nettogewinn stieg um 23 Prozent auf 619 Millionen Euro, das Betriebsergebnis um 21 Prozent auf 928 Millionen Euro. Beide Zahlen lagen im Rahmen der Analystenerwartungen. Der Umsatz kletterte ohne Währungseffekte um sieben Prozent auf 5,31 Milliarden Euro.

Die Schering-Aktie legte in einem kaum veränderten Markt um 1,5 Prozent auf 57,40 Euro zu und war damit größter Gewinner im Deutschen Aktienindex Dax.

Der Konzern kann sich weiter auf seine wachstumsstarken Verhütungsmittel wie die Pille Yasmin verlassen, die sich vor allem in den USA gut verkauft. Schering hatte zuletzt bei der Entwicklung neuer Präparate viele Rückschläge erlitten. Mit den bestehenden Produkten verdient der Konzern aber vor allem in Amerika gut. Erlen sagte, das Geschäft solle durch Kooperationen und den Kauf von Lizenzen für Medikamente anderer Unternehmen gestärkt werden. Das "Focus"-Sparprogramm werde fortgesetzt.

Allein im vierten Quartal 2005 steigerte Schering sein Betriebsergebnis gegenüber dem Vorjahr um 30 Prozent auf 218 Millionen Euro. Der Konzernumsatz stieg um elf Prozent auf 1,41 Milliarden Euro. 2006 sollen die Erlöse um einen mittleren bis hohen einstelligen Prozentsatz steigen. Von Betaferon allein wird ein Plus im hohen einstelligen Bereich erwartet. Der Umsatz mit dem wichtigsten Medikament des Konzerns soll mit einer Erweiterung der Indikation verstärkt werden. Im dritten Quartal werde eine Zulassung für eine frühe Form der Multiple Sklerose erwartet.

Um die Produktfamilie um Yasmin zu erweitern, soll bis zum Sommer 2006 die Variante Yasminelle auf den europäischen Markt kommen. Schering peilt das zweite Quartal an.

Schering kündigte zudem ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu 500 Millionen Euro an, das von März bis Ende September laufen soll. Die Dividende für 2005 will der Konzern, wie im Dezember angekündigt, um 20 Cent auf 1,20 Euro erhöhen. Damit würden den Aktionären rund 700 Millionen Euro zurückgegeben, sagte Erlen. Analyst Martin Possienke von Equinet nannte den Rückkauf eine gute Nachricht für die Aktie. Auch das Ziel von 20 Prozent Umsatzrendite sei gut angesichts der Tatsache, dass Schering in nächster Zeit wenige neue Produkte auf den Markt bringen könne.

(Quelle: rtr)
 


 

Wissenschaft

Vorgänger des Menschen war ein 'Beutetier'

Di.21.02.06 - Dem Mythos nach ist er der geborene Jäger - tatsächlich aber entwickelte sich der Mensch aus dem Gejagten. Darauf haben Anthropologen auf einem Kongress der Amerikanischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften in St. Louis hingewiesen.

Millionen von Jahren sei der Vorgänger des Mannes die Beute gewaltiger Hyänen sowie Säbelzahntiger und anderer Fleischfresser, Reptilien und Raubvögel gewesen, erläuterten die Forscher. Aus der Rolle des Beutetiers hätten die Hominiden, die Vorgänger des heutigen Homo sapiens, viele ihrer geistigen und sozialen Fähigkeiten entwickelt.

Robert Sussman von der Universität von Washington in St. Louis und Kollegen konzentrierten sich in ihrer Untersuchung auf Fossilien des Australopithecus afarensis, eines Hominiden, der etwa vor fünf Millionen bis 2,5 Millionen Jahren lebte. Er könne als direkter Vorfahre der Gattung Homo angesehen werden, sagte Sussman auf dem Kongress. Der aufrecht gehende Australopithecus afarensis sei bis 1,50 Meter groß geworden und habe bis zu 45 Kilo gewogen.

Aus seinen relativ kleinen Zähnen schließen die Experten, dass dieser Hominid sich von Früchten und Nüssen ernährt habe. Für den Verzehr von Fleisch seien die Zähne zu klein und nicht scharf genug gewesen. Über richtige Werkzeuge und Feuer hätten diese frühen Menschen noch nicht verfügt. Das hieße, dass sie «einfach noch kein Fleisch essen konnten», fasst Sussman zusammen. «Und warum hätten sie jagen sollen, wenn es ihnen nicht ums Fleisch ging?»

Vielmehr gäben die Fossilien der frühen Menschen diese als Opfer von Raubtieren zu erkennen. Der Abdruck von Raubtierzähnen und Krallen in ihren Knochen sowie Löcher im Schädel legten Zeugnis dafür ab, dass die Hominiden häufig das Opfer von Fleischfressern waren. Aus dieser Rolle habe der Vorfahre des Menschen im Verlauf von Millionen Jahren seine geistige Überlegenheit und Fähigkeit zur Kooperation abgeleitet, behauptete der Forscher.

(Quelle: dpa)
 


 

Forscher protestieren gegen Anti-Evolutionsgesetze

Di.21.02.06 - Der weltgrößte Verband von Wissenschaftlern AAAS hat Gesetzesvorlagen gegen die Verbreitung der Evolutionslehre in mehreren US-Bundesstaaten angeprangert.

Die geplanten Gesetze würden «jungen Amerikanern jene Erziehung vorenthalten, die sie brauchen, um als informierte und produktive Bürger in einer globalen Gemeinschaft mithalten zu können, die in zunehmendem Maß technologisch orientiert ist», heißt es in einer offiziellen Erklärung. Dem amerikanischen Forscherverband gehören Wissenschaftler der verschiedensten Disziplinen an.

Der Vorstand des Verbandes protestiere gegen den «Anschlag auf die Integrität von Wissenschaft und Wissenschaftslehre», sagte AAAS-Präsident Gilbert Omenn bei der Jahreskonferenz in St. Louis (US-Bundesstaat Missouri). Schülern, denen der Unterricht in der Evolutionslehre versagt werde, mangele es automatisch an einem grundlegenden Verständnis in Biologie, Physik sowie Geologie.

Nach Angaben des Forscherverbandes versuchen derzeit 14 von 50 US-Bundesstaaten, die Evolutionslehre aus ihren Klassenräumen zu verbannen: Alabama, Arkansas, Georgia, Kansas, Michigan, Mississippi, Missouri, New York, Ohio, Oklahoma, Pennsylvania, South Carolina, Texas und Utah.

In einigen Gesetzestexten würden Lehrer und Schüler aufgefordert, das alternative Konzept des christlich geprägten «intelligenten Designs» zu untersuchen. Andere Gesetzesvorlagen verpflichteten Lehrer, auf angebliche Ungereimtheiten in der Evolutionstheorie und Einwände in der Forschergemeinde hinzuweisen. Die gebe es nicht, protestiert der AAAS. «Es gibt unter Wissenschaftlern keine größere Kontroverse über die Gültigkeit der Evolutionstheorie».

Nach der von Charles Darwin begründeten Theorie entstehen neue Arten durch zufällige Veränderungen in ihrem Erbgut. Dabei kommt es zu einer natürlichen Auslese: Ist eine solche Veränderung günstig, wird sie an die Nachkommen weitergegeben und bleibt erhalten.

(Quelle: dpa)
 
 
 
 

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