Aktuelle Nachrichten
Irak am sechshundertneunundneunzigsten Tag nach Erlangung der formellen
Souveränität
Vorwürfe gegen US-Soldaten wegen vorsätzlicher Tötung
von irakischen Zivilisten erhärten sich. Italien zieht Truppen bis
Jahresende ab. Mindestens acht Iraker bei Anschlägen nördlich
von Bagdad getötet
So.28.05.06 - Die Vorwürfe gegen US-Soldaten wegen vorsätzlicher
Tötung von etwa zwei Dutzend irakischer Zivilisten in der Stadt
Haditha erhärten sich offenbar. Die Ermittlungen liefen darauf
hinaus, dass die Marineinfanteristen die Iraker ohne Grund getötet
hätten, sagte ein ranghoher Beamter des
US-Verteidigungsministeriums, der namentlich nicht genannt werden
wollte.
Gegen rund ein Dutzend Marineinfanteristen wird im Zusammenhang mit der
Militäroffensive in Haditha im November ermittelt. Einwohner der
Ortschaft hatten berichtet, dass die US-Soldaten in Häuser
eingedrungen seien und 15 Mitglieder zweier Familien getötet
hätten, darunter ein dreijähriges Kind. Das
Marineinfanteriekorps hatte zunächst erklärt, die Iraker
seien durch eine am Straßenrand versteckte Bombe und bei
anschließenden Kämpfen mit Aufständischen ums Leben
gekommen.
In der vorigen Woche hatte der Kongressabgeordnete John Murtha gesagt,
die Marineinfanteristen hätten damals
«kaltblütig» Iraker erschossen. Die Soldaten
hätten überreagiert und unschuldige Frauen und Kinder
getötet. Die Opferzahl sei mindestens doppelt so hoch wie anfangs
berichtet. Die Ermittlungen würden zudem ergeben, «dass es
keinen Schusswechsel gab, dass es keine Explosion gab, bei der die
Zivilisten in einem Bus ums Leben kamen. Es gab keinen Bus.»
Das Marineinfanteriekorps wollte sich zum Stand der Ermittlungen nicht
äußern. Vor Abschluss der Untersuchungen werde man nichts
sagen. Mit dem Bericht sei in etwa 30 Tagen zu rechnen, sagte ein
Kongressmitarbeiter.
Italien wird bis zum Ende des Jahres alle seine Soldaten aus dem Irak
abziehen. Bereits im Juni werde das Truppenkontingent von 2700 auf 1600
Mann reduziert, kündigte der neue italienische Außenminister
Massimo D'Alema in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" an.
Italien werde den Abzug mit der neuen, demokratischen Regierung des Irak
und mit den Vereinigten Staaten abstimmen, sagte D'Alema weiter.
Er betonte, es werde "keine Flucht geben, wir werden uns aus dem Irak
nicht zurückziehen". Vielmehr werde Italien sein militärisches
Engagement durch ein "ebenso entschlossenes ziviles Engagement"
ersetzen. Es werde die irakische Regierung in ihrem Bemühen,
stabile Institutionen zu schaffen, nach Kräften unterstützen.
Dabei hoffe er, "dass sich das zu einem gemeinsamen europäischen
Engagement ausweiten lässt".
Die Mitte-links-Regierung hatte im Wahlkampf einen möglichst
schnellen Abzug der verbleibenden 2600 italienischen Soldaten aus dem
Irak angekündigt. Am Freitag kündigte das neue Kabinett von
Ministerpräsident Romano Prodi an, als eine der ersten
Maßnahmen einen Zeitplan für den militärischen
Rückzug sowie für die Finanzierung von Friedensmissionen zu
erstellen.
Bei einer Serie von Anschlägen und Angriffen sind am Samstag
nördlich der Hauptstadt Bagdad mindestens acht Menschen
getötet und zehn weitere verletzt worden. In Baakuba schossen
Unbekannte auf zwei nebeneinander liegende Geschäfte und
töteten vier Angestellte, wie Sicherheitskräfte mitteilten.
In der Nähe der Stadt ermordeten Aufständische einen Offizier
und einen Verwandten in seinem Auto. Baakuba ist die Hauptstadt der
Provinz Dijala, wo sich Anschläge und Angriffe seit Monaten
häufen. In Tikrit, ebenfalls nördlich von Bagdad,
töteten Bewaffnete im Morgengrauen einen Polizisten; ein weiterer
Polizist starb bei der Explosion eines Sprengsatzes.
(Quellen: ap, afp)
Blick ins Archiv:
Der Krieg gegen Irak begann am 20. März 2003
Knapp zwei Stunden nach Ablauf eines Ultimatums an den irakischen Staatschef
Hussein flog die US-Armee erste Luftangriffe auf Bagdad.
US-Präsident Bush hatte
Hussein eine Frist gesetzt, bis zwei Uhr Mitteleuropäischer Zeit das Land zu verlassen.
Der irakische Machthaber hatte zuvor bereits einen Gang ins Exil abgelehnt. Bush erklärte in
einer Fernsehansprache
(19.03.03 - 10:16 P.M. EST / 20.03.03 - 4:15 MEZ) , die erste Phase zur Entwaffnung des Irak sei eingeleitet
worden. Er habe angeordnet, ausgewählte militärische Ziele anzugreifen. Dies sei der Ausgangspunkt
für eine breit angelegte Aktion. Bush räumte ein, der Krieg könnte länger dauern und
schwieriger werden, als manche vorhersagten. Die USA und ihre Verbündeten wärden
alles versuchen, um unschuldige Zivilisten zu schonen....
Chronologie des Irak-Kriegs:
Teil 1: 20.03. bis 30.06.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv3/irak_01.htm#news
Teil 2: 01.07. bis 31.10.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv4/irak_02.htm#news
Teil 3: 01.11. bis 31.12.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv5/irak_03.htm#news
Teil 4: 01.01. bis 31.05.2004
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_04.htm#news
Teil 5: 01.06. bis 31.10.2004
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_05.htm#news
Teil 6: 01.11. 2003 bis 30.04.2005
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_06.htm#news
Teil 7: 01.05. 2005 bis 28.05.2005
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_07.htm#news
Vor einem Jahr:
Irak am dreihundertvierunddreißigsten Tag nach Erlangung der formellen Souveränität
Sa.28.05.05 - US-Armeeführung will Pufferzone zu Syrien einrichten +++ Japanische
Geisel im Irak angeblich tot +++ Entführung von Rumänen offenbar
von Übersetzer organisiert +++ Zwei US-Soldaten bei Abschuss von
Hubschrauber getötet +++ Rumsfeld vergleicht Gewalttaten irakischer
Aufständischer mit dem letzten Aufbäumen der
Nationalsozialisten...
Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/k0505280.htm#news
Zitate zur Begründung des Irak-Krieges:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402040.htm#040204_a
Auszüge aus Powells 'Beweisen' zum Irak vom 5. Februar 2003:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402040.htm#040204_b
... Lügen und Täuschungen, die in
London und Washington produziert wurden, verursachten den Tod von bis
zu 55.000 Irakern, unter ihnen 9.600 Zivilisten... John Pilger, ZNet 05.02.2004... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402110.htm#040211_b
Iraq Body Count:
http://www.iraqbodycount.net
Fr.29.10.04 - Einer Studie zufolge sind rund 100.000 Iraker an den Kriegsfolgen
gestorben. Die meisten Todesfälle gingen auf Gewalteinwirkung
zurück, nicht zuletzt durch Luftangriffe der Alliierten, wie es in
der Studie heißt, die auf der Website der renommierten
britischen Medizinzeitschrift «The Lancet» [http://www.thelancet.com]
veröffentlicht wurde... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv3\irak_k01.htm#bodycount
Sa.04.02.06 - Seit Beginn des Irak-Kriegs im März 2003 sind mindestens 2.248
Angehörige der US-Streitkräfte ums Leben gekommen. Der weitaus
größte Teil kam erst nach dem offiziellen Ende der
Hauptkampfhandlungen am 1. Mai 2003 ums Leben.
Zur Zahl der seit Kriegsbeginn getöteten Iraker gibt es keine
verlässlichen Angaben.
(Quelle: ap)
«Kanonenfutter für das Pentagon»
... wer sind sie eigentlich - die toten amerikanischen Soldaten?... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402110.htm#040211_a
'Statt des Sohnes kam eine leere Hülle aus dem Irak zurück'
»Ich wünschte, ich könnte euch erzählen, daß
unsere Familie wieder heil und glücklich ist, seit mein Sohn aus
dem Irak in ein ziviles Leben zurückgekehrt ist. Aber das ist
nicht der Fall. Mein Sohn ist 21 Jahre alt, er ist obdach- und
arbeitslos. Am 11. Januar (2006) hat er sein Auto in den frühen
Morgenstunden an einen Betonpfeiler gefahren. Niemand, der das Auto
sah, konnte sich vorstellen, daß er den Unfall überlebt hat.
Ich erinnere mich an den Tag, als ich den Anruf bekam: Mein Sohn war
zurück aus dem Krieg, zurück in den Staaten. Ich sank
schluchzend zusammen und dankte dem Schöpfer dafür, daß
er am Leben war. Damals hatte ich keine Ahnung, daß alles, was da
aus dem Krieg zurückkehrte, nur eine Hülle war. Der Geist
meines Jungen und seine Seele müssen immer noch irgendwo in den
Straßen des Irak herumirren... «
Georgia Stillwell, Mitglied der Organisation »Military Families
Speak Out«... Mehr unter:
http://www.jungewelt.de/2006/02-10/056.php
|
Mindestens 18 Tote bei neuen Kämpfen in Afghanistan
So.28.05.06 - Bei neuen Gefechten in Afghanistan sind mindestens 18 Menschen
getötet worden. In der südafghanischen Provinz Helmand starben
mindestens 12 Kämpfer der radikal- islamischen Taliban und zwei
Polizisten. Ein elf Jahre alter Junge wurde tödlich verletzt. Die
afghanische Nachrichtenagentur Pajhwok berichtete unter Berufung auf
die Provinzregierung, die Rebellen hätten in der Nacht zum Samstag
eine Polizeistation angegriffen. Die Kämpfe hätten die ganze
Nacht gedauert.
(Quelle: dpa)
Nahost-Konflikt
Hamas-Miliz patrouilliert wieder in Gaza
So.28.05.06 - Die Hamas-Regierung hat ihre eigene Sicherheitstruppe wieder in den
Straßen von Gaza stationiert. Auf Anweisung von Innenminister Said
Siam seien Mitglieder der Truppe an wichtigen Kreuzungen in Gaza im
Einsatz, sagte ein Kommandeur der Miliz. Dutzende Mitglieder der Miliz
patrouillierten in Autos durch die Stadt, wie ein AFP-Reporter
berichtete.
Die Hamas-Truppe war in den vergangenen Tagen immer wieder in
Schusswechsel mit den von der Fatah-Bewegung von
Palästinenserpräsident Mahmud Abbas dominierten
Sicherheitsdiensten verwickelt. Siam hatte die Miliz am Freitag
zunächst zurückgezogen, um den Diaolog mit Fatah zu
erleichtern.
(Quelle: afp)
Hauptstadt Osttimors stürzt ins Chaos
So.28.05.06 - Marodierende Banden haben die ostirmorische Hauptstadt ins Chaos
gestürzt: Trotz der Präsenz ausländischer Truppen zogen
am Samstag bewaffnete Horden durch Dili. Rivalisierende Gruppen griffen
einander mit Macheten und Speeren an und setzten Häuser in Brand,
während australische Soldaten mit Panzerwagen und
Kampfhubschraubern patrouillierten. Ministerpräsident Mari
Alkatiri sprach bei einer Pressekonferenz von einem Putschversuch.
Einen halben Straßenzug vom Ort der Pressekonferenz entfernt
entwaffneten australische Soldaten kurz zuvor bis zu 40
Bandenmitglieder, die Macheten mit sich führten. In der Stadt
waren sporadisch Schüsse zu hören. Die Schießereien
zogen sich bis in die Nacht hinein. Tausende verängstigte
Einwohner brachten sich in Botschaften, auf dem Flughafen oder in
provisorischen Schutzunterkünften in Sicherheit. Andere suchten in
Kirchen Zuflucht. Die Vereinten Nationen kündigten an, nicht
dringend benötigtes Personal und die Familien der UN-Mitarbeiter
abzuziehen und vorübergehend nach Australien zu verlegen.
Innerhalb von vier Tagen wurden bei den Unruhen 23 Menschen
getötet. Auslöser war die Entlassung von 600 Soldaten, einem
Drittel des gesamten Heeres. Sie waren aus Protest gegen
Diskriminierung und die Bedingungen in der Kaserne in einen Streik
getreten. Die Exsoldaten stammen aus dem Westen des Landes - die
dortigen Milizen wurden während des Unabhängigkeitskampfs der
Sympathie mit dem Besatzer Indonesien verdächtigt. Die
militärische Elite Osttimors kommt dagegen eher aus dem Osten des
Landes. «Es gibt keine Lösung», sagte der Pfarrer
José Antonio in einer Kirche, in der hunderte Menschen Schutz
suchten. Der Hass habe sich seit langem aufgestaut, «und dies ist
eine Gelegenheit für Rache».
Nach einem Hilferuf der Regierung trafen am Donnerstag und Freitag die
ersten von insgesamt 1.300 Soldaten ein, die Australien zur
Verstärkung des UN-Kontingents auf die Pazifikinsel schicken will.
Auch Malaysia, Neuseeland und die ehemalige Kolonialmacht Portugal
haben die Entsendung von Truppen angekündigt.
Australien führte die UN-Friedenstruppe INTERFET, die 1999 in
Osttimor stationiert wurde, nachdem sich die Bürger der
indonesischen Provinz für die Unabhängigkeit ausgesprochen
hatten. Proindonesische Milizen überzogen Osttimor nach dem
Referendum mit einer Welle der Gewalt. Erst der INTERFET-Einsatz setzte
dem ein Ende. Nach zweieinhalbjähriger UN-Verwaltung wurde
Osttimor im Mai 2002 unabhängig.
(Quelle: ap)
Hausarrest für Suu Kyi in Birma verlängert
So.28.05.06 - Ungeachtet aller Aufrufe der internationalen Gemeinschaft hat die
Militärjunta in Birma den Hausarrest für die
Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi erneut verlängert. Die
teilten Regierungsvertreter mit. Die Friedensnobelpreisträgerin ist
bereits seit Jahren eingesperrt. Ihr Hausarrest war in den vergangenen
Jahren regelmäßig verlängert worden, zuletzt für
sechs Monate. Birma wird seit 1962 von Generälen regiert.
Am vergangenen Wochenende hatte ein ranghoher Mitarbeiter der UNO die
60-jährige Politikerin besucht; dies hatte Hoffnungen geweckt, dass
sie freikommen könnte, weil normalerweise nur ihr Arzt und ihre
Hausangestellte zu ihr dürfen.
Die Oppositionsführerin verbrachte in den vergangenen 17 Jahren
insgesamt zehn Jahre unter Hausarrest oder im Gefängnis. Das letzte
Mal wurde sie im Mai 2003 inhaftiert. Ihre Partei hatte die ersten
freien Wahlen 1990 mit überwältigender Mehrheit gewonnen, die
Militärregierung erkannte das Wahlergebnis aber nicht an.
(Quelle: afp)
Ureinwohner fordern UN zur Anerkennung ihrer Rechte auf
So.28.05.06 - Ureinwohner aus zahlreichen Regionen der Erde haben die UN zur Annahme
einer Erklärung über die Rechte indigener Völker
aufgefordert. Zum Ende einer zweiwöchigen Sitzung billigten rund
1.200 Delegierte, die mehr als 370 Millionen Ureinwohner in 70
Ländern vertreten, am Freitagabend in New York einen
Abschlussbericht. Darin wird die Vollversammlung zur Annahme des
Deklarationsentwurfs aufgerufen, in dem das Recht indigener Völker
auf ihre eigene Identität, Kultur und Sprache sowie auf
Selbstbestimmung festgestellt wird.
Regierungen müssten deren Rechte auf angestammtes Gebiet und
Ressourcen respektieren. Darüber hinaus hätten Ureinwohner das
Recht, über Entwicklungsprojekte in ihrer Region zu entscheiden,
heißt es in dem Entwurf, der über viele Jahre von einer
Arbeitsgruppe der inzwischen aufgelösten
UN-Menschenrechtskommission erstellt wurde. Im Februar wurde
darüber Einigkeit erzielt. Führer der Ureinwohner riefen die
Nachfolgeorganisation, den UN-Menschenrechtsrat, auf, die Erklärung
zu unterstützen und an die Vollversammlung weiterzuleiten.
Die USA, Australien und Neuseeland bezeichneten den Entwurf indes als
mit Fehlern behaftet. Jeder Versuch, dafür die Unterstützung
der UN zu erhalten, «wäre unredlich und
unverantwortlich» und würde die Förderung der
Menschenrechte international untergraben, heißt es in einer
gemeinsamen Erklärung der drei Staaten. Selbstbestimmung könne
die politische Einheit, territoriale Integrität und sogar die
Sicherheit von UN-Mitgliedstaaten gefährden. Insbesondere die
Bestimmungen zu Gebieten und Ressourcen seien unausführbar und
inakzeptabel, da sie Land beträfen, das jetzt
rechtmäßig im Besitz anderer Bürger sei.
Unterstützt wird die Vorlage nach den Worten der Vorsitzenden des
Permanenten Forums der UN über Indigene Fragen, Victoria
Tauli-Corpuz, von der EU sowie von skandinavischen Ländern, Teilen
Asiens und fast allen Ländern in Lateinamerika. Eine solche
Deklaration würde die Bewegung der Ureinwohner weltweit
stärken, sagte Tauli-Corpuz. Selbst wenn sie nicht rechtlich
bindend sei, habe sie eine moralische Kraft, um zu erreichen, dass sich
Regierungen an die grundlegenden Rechte hielten, die international
anerkannt seien.
(Quelle: ap)
Neue Impulse für EU-Verfassung erst 2007
So.28.05.06 - Für die auf Eis liegende europäische Verfassung wird es
frühestens im Sommer 2007 neue Impulse geben. Darauf
verständigten sich die EU-Außenminister bei einem
zweitägigen informellen Treffen im Stift Klosterneuburg bei Wien,
das am Samstag begann. «Wir müssen die Phase der Reflexion
um ein Jahr verlängern», sagte der niederländische
Außenminister Ben Bot am Abend.
Zuvor war bereits Deutschlands Außenminister Frank-Walter
Steinmeier dafür eingetreten, «die Reflexionsphase bis zum
Sommer 2007 zu verlängern». Er mahnte in der Diskussion ein
offensiveres Vorgehen an. Weltweit werde die EU «nach wie vor als
Modell begriffen. Daraus sollten wir ein bisschen mehr
Selbstbewusstsein schöpfen», sagte Steinmeier. Auch die
Verfassungsfrage sollte Europa «mit neuem Selbstbewusstsein
angehen». Die Verfassung statte Europa «mit den Mitteln
aus, die wir brauchen, um in der Zukunft erfolgreich Politik zu
machen», sagte Steinmeier laut Delegationskreisen bei dem
Treffen. Allerdings müsse sich die EU Zeit lassen.
Nach dem Nein der Franzosen und der Niederländer zur Verfassung
vor einem Jahr hatten sich die EU-Staats- und Regierungschefs eine
«Phase der Reflexion» verordnet, die im Juni abläuft.
Die Außenminister werden nun dem kommenden Gipfel empfehlen,
diese Phase zu verlängern. Steinmeier sagte, erst in einem Jahr
könne die EU Festlegungen über das gemeinsame Vorgehen
treffen. In Frankreich wird im Frühjahr nächsten Jahres ein
neuer Präsident und in den Niederlanden ein neues Parlament
gewählt. Als ausgeschlossen gilt, dass beide Länder vor
diesen Wahlen einen neuen Anlauf zur Ratifizierung der Verfassung
nehmen.
Der Luxemburger Außenminister Jean Asselborn forderte einen
konkreten Fahrplan beim anstehenden Gipfel am 15. und 16. Juni ein,
«um im Juni 2007 an die Substanz zu gehen». Er erwarte,
dass die deutsche Präsidentschaft im ersten Halbjahr 2007 die
Initiative ergreifen werde, «damit wir alles herrichten, so dass
wir 2009 eine Verfassung haben».
Auch Steinmeier sagte, er gehe davon aus, dass die deutsche
Präsidentschaft den Auftrag bekommen werde, «einen
tragfähigen Vorschlag zu machen, wie es mit dem
Ratifizierungsprozess weitergeht». Der britische Europaminister
Geoff Hoon wollte sich indes nicht festlegen, was den konkreten
Zeitrahmen betrifft. «Es ist gut, dass es diese Diskussion
gibt», sagte er. «Aber wir sollten uns die Zeit nehmen, um
alles richtig zu machen.» Es gebe noch keinen Konsens
darüber, wie es weitergehe.
Großbritannien hat ein geplantes Referendum über die
Verfassung nach dem Nein der Franzosen und Niederländer auf
unbestimmte Zeit verschoben. Bislang haben 15 EU-Staaten die Verfassung
ratifiziert, darunter auch Deutschland. Finnland will während
seiner Präsidentschaft im nächsten Halbjahr folgen.
Tschechien, Dänemark, Irland und Portugal haben geplante
Referenden ausgesetzt.
2009 ist wiederholt als Datum für das Inkrafttreten der Verfassung
genannt worden. Dann beginnt eine neue Legislaturperiode des
Europäischen Parlaments, und eine neue EU-Kommission kommt ins
Amt. Offen ist die Frage, inwieweit Teile des Vertrages zuvor schon
umgesetzt werden könnten. Die Ratsvorsitzende und
österreichische Außenministerin Ursula Plassnik sprach sich
aber gegen ein solches «Rosinenpicken» aus. Auch die
Bundesregierung lehnt dies ab.
Mit Blick auf die zunehmende Skepsis der Bevölkerung vor neuen
Erweiterungsrunden wollen die Minister auch über die Grenzen
Europas sprechen. Der österreichische Bundeskanzler und amtierende
EU-Ratsvorsitzende Wolfgang Schüssel hat jüngst gefordert,
nach der Aufnahme Bulgariens und Rumäniens einen vorläufigen
Schlussstrich zu ziehen.
(Quelle: ap)
Deutschland
Unions-Politiker verschärfen Kurs gegen Hartz IV
So.28.05.06 - Die Union verschärft ihre Kritik am derzeitigen Stand der
Arbeitsmarktreformen. So verlangte CDU-Generalsekretär Ronald
Pofalla in der «Bild am Sonntag» eine härtere Anwendung
der Hartz-IV-Gesetze.
«Wir müssen zu einem wirksamen Sanktionskatalog kommen. Wenn
ein Langzeitarbeitsloser, der arbeitsfähig ist, ein Angebot auf
Arbeit ablehnt, dann darf es keinen Ermessensspielraum mehr geben. Dann
muss es eine gesetzliche Pflicht zur Leistungskürzung geben.»
Auch das von der großen Koalition auf den Weg gebrachte
Fortentwicklungsgesetz sei unzureichend. Pofalla: «Gerechnet auf
die gesamte Legislaturperiode, werden durch dieses Gesetz rund fünf
Milliarden Euro eingespart. Ich bin fest überzeugt, dass dieses
Einsparvolumen nicht ausreicht.» Der CDU-Generalsekretär gab
sich zuversichtlich, dass auch die SPD zu einer grundlegenden
Überarbeitung der Arbeitsmarktreform bereit sein wird: «Ich
gehe fest davon aus, dass es an Hartz IV weitere Korrekturen geben
wird. Wir werden in diesem Jahr Mehrausgaben von etwa dreieinhalb
Milliarden Euro haben. Das kann nicht ewig so weitergehen.»
Der nordrhein-westfälische Sozialminister Karl-Josef Laumann (CDU)
sagte dem Magazin «Focus»: «Ich fordere eine
Generalrevision dieser völlig verunglückten Reform. Das neue
System ist fünf Milliarden teurer als das alte, wenn man auch die
Sozialversicherungsbeiträge von 3,6 Milliarden einberechnet.»
Die Kosten der Reform habe der frühere Bundesarbeitsminister
Wolfgang Clement «damals systematisch schön
gerechnet». Der Begriff Hartz «taugt in Deutschland nur
noch als Schimpfwort», sagte Laumann.
Der haushaltspolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag,
Steffen Kampeter (CDU), warnte im «Focus»: «Wir machen
entweder eine große Hartz-IV-Revision, oder wir brechen 2007 mit
einer verfassungswidrigen Verschuldung das Grundgesetz.»
Auch andere Unions-Politiker empfahlen - wie Pofalla - schärfere
Sanktionen gegen Arbeitsverweigerer. Sachsens Ministerpräsident
Georg Milbradt (CDU) sagte «Focus»: «Wenn die Arbeit
nicht angenommen wird, sollte der Regelsatz automatisch gesenkt
werden.» CDU- Arbeitsmarktexperte Ralf Brauksiepe will auch bei
den Mietkosten ansetzen: «Sanktionen auf den Regelsatz sind
häufig nicht genug spürbar. Wir müssen das mit den Kosten
der Unterkunft verzahnen.»
(Quelle: dpa)
Datenschutzbeauftragte verurteilen den Generalverdacht gegenüber
Arbeitsuchenden
Die Tageszeitung jW vom 27.05.06 dokumentiert gemeinsame Erklärung
von Bundes- und Landesbeauftragten:
http://www.jungewelt.de/2006/05-27/019.php
Streit zwischen Politik und Wirtschaft über Lehrstellen-Lücke
So.28.05.06 - Angesichts der drohenden großen Lehrstellen-Lücke ist ein
Streit zwischen Politik und Wirtschaft über die Verantwortung
für die Ausbildungsmisere ausgebrochen.
Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt wies in der Zeitung "Bild am
Sonntag" den Vorwurf zurück, die Wirtschaft bilde zu wenig aus.
"Von einem mangelnden Einsatz der Wirtschaft kann nicht die Rede sein",
sagte er laut Vorabbericht. Hingegen kritisierte Arbeitsminister Franz
Müntefering erneut, dass zu wenige Unternehmen Lehrstellen
anböten. "Über die Hälfte der Betriebe in Deutschland
bildet nicht aus. Das finde ich unglaublich", sagte der SPD-Politiker
den "Nürnberger Nachrichten". Die Unternehmen, die ausbildeten,
müssten Druck auf die anderen machen, "die sich aus der
Verantwortung stehlen". Eine Ausbildungsplatzabgabe für Betriebe,
die keine Lehrstellen anbieten, lehnte der Minister erneut ab.
Müntefering hatte in dieser Woche im Kabinett nach Angaben seines
Sprechers die Zahl der fehlenden Ausbildungsplätze auf mehrere
zehntausend beziffert. Sie liege deutlich über den 28.300 des
Vorjahres. Auch Kanzlerin Angela Merkel hatte sich auf dem Kongress des
Deutschen Gewerkschaftsbundes besorgt über die Lage
geäußert. Das Thema will Müntefering am Sonntagabend in
der Sitzung des Koalitionsausschusses zur Sprache bringen. Das
Bundeskabinett wird in der kommenden Woche ebenfalls erneut über
die Ausbildungslage beraten.
Hundt sagte, beim Abbau von rund einer Million Arbeitsplätze seien
automatisch auch 60.000 Ausbildungsplätze mit verloren gegangen.
Dennoch habe es die Wirtschaft geschafft, dass seit Abschluss des
Ausbildungspakts die Zahl der betrieblichen Ausbildungsverträge
leicht angestiegen sei.
Der Zentralverband des Deutschen Handwerks kündigte an, sich bei
ausländischen Unternehmern in Deutschland für mehr Lehrstellen
einzusetzen. Generalsekretär Hanns-Eberhard Schleyer sagte im
Deutschlandfunk, es gebe eine ganze Reihe von Unternehmern mit
Migrationshintergrund, die bisher nicht ausbildeten, aber dazu in der
Lage wären. Auf diese wolle der Handwerksverband in besonderem
Maße zugehen. Trotz der immer noch schwierigen Wirtschaftslage sei
der Verband zuversichtlich, dass auch in diesem Jahr auf jeden zehnten
Arbeitsplatz im Handwerk eine Lehrstelle kommen werde.
(Quelle: rtr)
Gesundheitsreform-Diskussion über Arbeitgeberanteil
So.28.05.06 - Die Diskussion über eine Gesundheitsreform wendet sich offenbar
verstärkt dem Anteil der Arbeitgeber an der Finanzierung der
Krankenkassen zu. In der großen Koalition gibt es laut
«Focus» Überlegungen, den Arbeitgeberbeitrag in eine
feste Pauschale umzuwandeln. Danach würden Arbeitnehmer
unabhängig von ihrer Krankenkasse und dem tatsächlichen
Versicherungsbeitrag einen Arbeitgeber-Zuschuss von rund 150 Euro
erhalten, berichtete das Nachrichtenmagazin am Samstag.
Für Gutverdiener wäre das deutlich weniger als bisher. Nach
geltendem Recht beteiligt sich der Arbeitgeber zur Hälfte an den
Kosten (ohne Krankengeld und Zahnersatz). Der Höchstbetrag liegt
derzeit bei rund 250 Euro. Sammelstelle für die Arbeitgeber-Gelder
soll dem Bericht zufolge ein Fonds sein, in den die Unternehmen
zunächst sechs Prozent ihrer gesamten Lohnsumme überweisen
müssten. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) sagte laut
«Focus» jedoch: «Über Finanzierungsfragen wurde
noch nicht gesprochen.»
Bei den Gesundheitsexperten von Union und SPD gibt es nach Angaben des
Wirtschaftsprofessors Lorenz Jarass «reges Interesse» an
einer Umgestaltung der Arbeitgeberbeiträge. Seine Untersuchung
über die Einführung einer Gesundheitsabgabe auf die gesamte
Lohn- und Gehaltssumme habe zu vielen Rückfragen von
Koalitionspolitikern geführt.
Jarass schlägt vor, den Arbeitgeberbeitrag zur gesetzlichen
Krankenversicherung von heute rund 6,7 Prozent durch eine
Gesundheitsabgabe auf alle Löhne und Gehälter zu ersetzen. Das
würde unter anderem bedeuten, die Beitragsbemessungsgrenze von
derzeit 3562,50 Euro aufzuheben. Die Abgabe soll für alle
Beschäftigten von Privatunternehmen und öffentlicher Hand
inklusive der Beamten gelten. Damit könne der Arbeitgeberbeitrag um
rund zwei Prozentpunkte auf unter fünf Prozent gesenkt werden,
sagte Jarass. Außerdem passe die Gesundheitsabgabe wunderbar zu
dem in der Koalition diskutierten Fondsmodell.
Der Gesundheitsökonom Friedrich Breyer forderte, Zahnbehandlung
und Unfälle aus dem Leistungskatalog der Krankenkassen auszunehmen
und privat extra versichern zu lassen. Außerdem sollten die zehn
Euro Praxisgebühr bei jedem Arztbesuch erhoben werden, schlug der
Wissenschaftler des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung
(DIW) vor. Bislang ist die Gebühr für Arzt- und
Zahnarztbesuche je einmal im Quartal fällig. Auf lange Sicht werde
es auch nötig werden, teure Hochleistungsmedizin wie
Organtransplantationen für alte Menschen der Privatvorsorge zu
überlassen.
(Quelle: ap)
Gysi und Lafontaine für Bundestagsdebatte über
Rechtsextremismus
So.28.05.06 - Die Vorsitzenden der Linksfraktion, Gregor Gysi und Oskar Lafontaine,
haben eine Bundestagsdebatte über Rechtsextremismus gefordert. Sie
verurteilten am Samstag in Berlin aufs Schärfste die
fremdenfeindlichen, rassistischen Überfälle, die in den
vergangenen Tagen weiter zugenommen hätten. Die Täter
müssten rasch ermittelt werden.
«Bundestag und Bundesregierung sind gefordert, sich dem
zunehmenden Rechtsextremismus offensiv entgegen zu stellen»,
erklärten die Fraktionschefs. Nötig sei eine Plenardebatte
über ressortübergreifende Strategien gegen Rassismus,
Antisemitismus und Rechtsextremismus. Auch solle es eine Anhörung
im Bundestag über die Ursachen geben.
Zugleich müsse die Politik deutlich mehr Perspektiven für
alle Jugendlichen schaffen, erklärten Gysi und Lafontaine. Dem
Rechtsextremismus müsse einen seiner wichtigsten
Nährböden entzogen werden. Man müsse «solche
Fehlentwicklungen zu absoluten Randerscheinungen in der Gesellschaft
werden» lassen.
(Quelle: ap)
Was die auffällige Ostjugend und die ungehobelte Migrantenjungs
verbindet
Die No-go-Areas in Berlin-Neukölln, dem Wedding oder in
Ostdeutschland haben mehr miteinander zu tun, als viele wahrhaben
wollen. Die Gesellschaft braucht einen Großteil der
Bevölkerung in diesen Angstzonen nicht mehr. In der Ökonomie
gibt es keinen Platz für sie... Mehr in der taz vom 27.05.06:
http://www.taz.de/pt/2006/05/27/a0116.1/text
http://www.taz.de/pt/2006/05/27/a0113.1/text
Rot-Grün soll Atom-Exporte in Milliardenhöhe genehmigt haben
So.28.05.06 - Die frühere rot-grüne Bundesregierung soll nach einem Bericht
der «Leipziger Volkszeitung» in der Atompolitik mit
zweierlei Maß gemessen haben. Trotz ihres Atomausstiegs-Kurses
habe sie «rund 2300 Einzelgenehmigungen» für die
Ausfuhr von Nuklearwaren und Atomtechnik erteilt. Das schreibe die
jetzige schwarz-rote Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Fraktion.
Haupt- Empfängerländer der Atomtechnik-Lieferungen waren
demnach EU-Staaten, die USA, die Schweiz, Brasilien, Argentinien und
Russland.
(Quelle: dpa)
Wissenschaft und Technik
Durchbruch bei Robotersteuerung durch 'Gedanken' -
Kernspintomograph erfasst Gehinaktivität und wertet diese aus
So.28.05.06 - Der japanische Automobilhersteller Honda hat eine Technologie
entwickelt, die Signale des Gehirns erfasst und damit Roboter
kontrollieren soll. Mit dem in Zusammenarbeit mit dem Advanced
Telecommunications Research Institute International entwickelten "Brain
Machine Interface" (BMI) können zwar nur einfache Bewegungen
gesteuert werden, dafür funktioniert dies ohne jegliche Implantate.
Externe Sensoren zeichnen die Hirnaktivitäten auf, digitalisieren
sie und werten sie aus. Die Maschinensteuerung erfolgt in
"Beinahe-Echtzeit", womit die Wissenschaftler eine Zeitverzögerung
von sieben Sekunden meinen.
Zur Messung der Hirnaktivitäten wird ein Kernspintomograph
eingesetzt, erläutern die Forscher: Die darin liegende Testperson
macht zuerst eine Faust und spreizt anschließend zwei Finger zu
einem V. Einige Sekunden später macht die Roboterhand die Geste
nach. Honda zufolge kann die Maschinenhand die Bewegungen der
Menschenhand nachahmen, indem die hämodynamischen Reaktionen des
Hirns, also die Bewegung des Blutes im Gefäßsystem,
ausgewertet werden. Die Treffergenauigkeit liege bei 85 Prozent. Das
System ist dafür ausgelegt, Bewegungen zu erkennen und diese zu
kopieren. Ein aufwendiges Training der Probanden sei nicht notwendig.
Selbst bei erstmaliger Nutzung des BMI sollen einfache Handbewegungen
zuverlässig erkannt werden, so die Wissenschaftler.
Der Erfolg der Forscher soll laut Honda neue Arten von Schnittstellen
zwischen menschlichem Hirn und Maschinen ermöglichen. Das BMI sei
nicht nur für die Steuerung des von Honda entwickelten Roboters
Asimo wichtig, sondern eröffne auch Anwendungsgebiete in der
Fahrzeugtechnologie, so ein Sprecher des Unternehmens. "Es steckt ein
großes Potenzial für Anwendungen im Sicherheitsbereich in
dieser Technologie", meinte Tomohiko Kawanabe, Chef des Honda Research
Institute.
Die Wissenschaftler rechnen damit, dass weitere fünf bis zehn
Jahre Forschung notwendig sein werden, um Asimo auf diese Weise zu
steuern. Bis dahin sehen sich die Forscher auch vor der Herausforderung,
die Apparaturen zur Erfassung der Befehle des Gehirns auf eine
akzeptable Größe zu verkleinern.
(Quelle: pte)