Aktuelle Nachrichten
Irak am siebenhundertundachtzehnten Tag nach Erlangung der formellen
Souveränität
Truppen im Irak nehmen Vorsitzenden des Provinzrates von Kerbela fest.
Laut irakischer Polizei zehn Schiiten in Bakuba erschossen. Vier Tote
bei Angriff auf sunnitische Moschee. Zahl der im Irak getöteten
US-Soldaten nahe 2500
Fr.16.06.06 - Irakische und US-Soldaten haben den Vorsitzenden des Rates der
schiitischen Provinz Kerbela unter dem Vorwurf festgenommen, er
unterstütze den "Terrorismus". Die Soldaten hätten am
frühen Donnerstagmorgen in einem aus der Luft unterstütztem
Einsatz Akil Fahem el Subaidi in seinem Haus im Zentrum der Stadt
Kerbela festgenommen, teilte die örtliche Polizei mit. Neben
Subaidi sei ein weiteres Mitglied des Provinzrates festgenommen worden.
Die Festnahme sorgte für wütende Proteste in der heiligen
Stadt.
Bewaffnete Männer haben am Donnerstag in der irakischen Stadt
Bakuba zehn Schiiten erschossen. Die Angreifer hätten einen
Kleinbus gestoppt und ihre Opfer aus dem Fahrzeug gezwungen, teilte die
irakische Polizei mit. Bei den Toten handelte es sich um neun Arbeiter
im Alter zwischen 20 und 45 Jahren, die auf dem Heimweg waren, sowie
den Busfahrer. Bakuba liegt 60 Kilometer nordöstlich von Bagdad.
In der Nähe der Stadt war am 7. Juni der Terroristenführer
Abu Mussab al Sarkawi bei einem US-Luftangriff getötet worden.
Bewaffnete haben eine sunnitische Moschee in der Nähe der Stadt
Tikrit gestürmt und dabei vier Menschen erschossen und 15
verwundet. Wie die Polizei mitteilte, drangen die Bewaffneten am
Donnerstag während des Morgengebets gegen 05.00 Uhr in die Moschee
ein. Unter den Opfern war auch der islamistische Prediger Abu al Manar,
der sich gegen Angriffe auf Iraker ausgesprochen hatte. In der Moschee
wurde auch ein Sprengsatz gefunden, der nicht explodiert war.
Die Zahl der im Irak getöteten US-Soldaten nähert sich der
Schwelle von 2500: Das US-Verteidigungsministerium bezifferte die Anzahl
der Getöteten auf 2499. "Jeder einzelne Verlust trifft unsere
Nation schwer, ebenso die Truppeneinheiten und am meisten
natürlich die Familien", sagte der stellvertretende Chef des
US-Generalstabs, Carter Ham. Dass die Zahl der Getöteten nun eine
symbolische Marke erreicht habe, sei ohne Belang.
"Anstatt die Gesamtzahl zu betrachten ist es wichtiger für uns,
daran zu denken, dass diese Gesamtzahl aus Individuen besteht, denen wir
sehr, sehr dankbar sein müssen", sagte der Brigadegeneral.
(Quellen: afp, ap)
Blick ins Archiv:
Der Krieg gegen Irak begann am 20. März 2003
Knapp zwei Stunden nach Ablauf eines Ultimatums an den irakischen Staatschef
Hussein flog die US-Armee erste Luftangriffe auf Bagdad.
US-Präsident Bush hatte
Hussein eine Frist gesetzt, bis zwei Uhr Mitteleuropäischer Zeit das Land zu verlassen.
Der irakische Machthaber hatte zuvor bereits einen Gang ins Exil abgelehnt. Bush erklärte in
einer Fernsehansprache
(19.03.03 - 10:16 P.M. EST / 20.03.03 - 4:15 MEZ) , die erste Phase zur Entwaffnung des Irak sei eingeleitet
worden. Er habe angeordnet, ausgewählte militärische Ziele anzugreifen. Dies sei der Ausgangspunkt
für eine breit angelegte Aktion. Bush räumte ein, der Krieg könnte länger dauern und
schwieriger werden, als manche vorhersagten. Die USA und ihre Verbündeten wärden
alles versuchen, um unschuldige Zivilisten zu schonen....
Chronologie des Irak-Kriegs:
Teil 1: 20.03. bis 30.06.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv3/irak_01.htm#news
Teil 2: 01.07. bis 31.10.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv4/irak_02.htm#news
Teil 3: 01.11. bis 31.12.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv5/irak_03.htm#news
Teil 4: 01.01. bis 31.05.2004
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_04.htm#news
Teil 5: 01.06. bis 31.10.2004
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_05.htm#news
Teil 6: 01.11. 2003 bis 30.04.2005
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_06.htm#news
Teil 7: 01.05. 2005 bis 16.06.2005
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_07.htm#news
Vor einem Jahr:
Irak am dreihundertdreiundfünfzigsten Tag nach Erlangung der formellen Souveränität
Zitate zur Begründung des Irak-Krieges:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402040.htm#040204_a
Auszüge aus Powells 'Beweisen' zum Irak vom 5. Februar 2003:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402040.htm#040204_b
... Lügen und Täuschungen, die in
London und Washington produziert wurden, verursachten den Tod von bis
zu 55.000 Irakern, unter ihnen 9.600 Zivilisten... John Pilger, ZNet 05.02.2004... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402110.htm#040211_b
Iraq Body Count:
http://www.iraqbodycount.net
Fr.29.10.04 - Einer Studie zufolge sind rund 100.000 Iraker an den Kriegsfolgen
gestorben. Die meisten Todesfälle gingen auf Gewalteinwirkung
zurück, nicht zuletzt durch Luftangriffe der Alliierten, wie es in
der Studie heißt, die auf der Website der renommierten
britischen Medizinzeitschrift «The Lancet» [http://www.thelancet.com]
veröffentlicht wurde... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv3\irak_k01.htm#bodycount
Sa.04.02.06 - Seit Beginn des Irak-Kriegs im März 2003 sind mindestens 2.248
Angehörige der US-Streitkräfte ums Leben gekommen. Der weitaus
größte Teil kam erst nach dem offiziellen Ende der
Hauptkampfhandlungen am 1. Mai 2003 ums Leben.
Zur Zahl der seit Kriegsbeginn getöteten Iraker gibt es keine
verlässlichen Angaben.
(Quelle: ap)
«Kanonenfutter für das Pentagon»
... wer sind sie eigentlich - die toten amerikanischen Soldaten?... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402110.htm#040211_a
'Statt des Sohnes kam eine leere Hülle aus dem Irak zurück'
»Ich wünschte, ich könnte euch erzählen, daß
unsere Familie wieder heil und glücklich ist, seit mein Sohn aus
dem Irak in ein ziviles Leben zurückgekehrt ist. Aber das ist
nicht der Fall. Mein Sohn ist 21 Jahre alt, er ist obdach- und
arbeitslos. Am 11. Januar (2006) hat er sein Auto in den frühen
Morgenstunden an einen Betonpfeiler gefahren. Niemand, der das Auto
sah, konnte sich vorstellen, daß er den Unfall überlebt hat.
Ich erinnere mich an den Tag, als ich den Anruf bekam: Mein Sohn war
zurück aus dem Krieg, zurück in den Staaten. Ich sank
schluchzend zusammen und dankte dem Schöpfer dafür, daß
er am Leben war. Damals hatte ich keine Ahnung, daß alles, was da
aus dem Krieg zurückkehrte, nur eine Hülle war. Der Geist
meines Jungen und seine Seele müssen immer noch irgendwo in den
Straßen des Irak herumirren... «
Georgia Stillwell, Mitglied der Organisation »Military Families
Speak Out«... Mehr unter:
http://www.jungewelt.de/2006/02-10/056.php
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Mehr als 10.000 Soldaten beginnen Offensive in Afghanistan
Fr.16.06.06 - Mehr als 10.000 Soldaten der afghanischen Armee und der
Koalitionstruppen haben am Donnerstag ihre angekündigte
Großoffensive gegen die Taliban gestartet. Es ist die
größte Militäraktion seit dem Sturz der Taliban vor
fünf Jahren. Die Streitkräfte seien in den vier südlichen
Provinzen Urusgan, Helmand, Kandahar und Sabul vorgerückt,
hieß es in einer Erklärung. Diese Provinzen gelten als
Hochburgen der Taliban, die in den vergangenen Monaten ihre
Anschläge auf die Koalitionstruppen deutlich verschärft hatten.
(Quelle: ap)
Nahost-Konflikt
Umstrittene Paramilitärs der Hamas werden Polizei eingegliedert
Fr.16.06.06 - Im Machtkampf zwischen den Palästinenserorganisationen Hamas und
Fatah hat sich am Mittwoch eine weitere Entspannung abgezeichnet.
Palästinenserpräsident Mahmud Abbas von der Fatah
bestätigte die Eingliederung einer umstrittenen
paramilitärischen Einheit der radikalislamischen Hamas in die
überwiegend aus Fatah-Mitgliedern bestehende reguläre Polizei.
Wie Finanzamtssprecher Chaled Abu Hilal weiter mitteilte, werden
zunächst 3432 Mitglieder der Einheit in die Polizei aufgenommen.
Abbas habe dem Finanzministerium entsprechende Anweisungen gegeben.
Zuvor hatte bereits Regierungschef Ismail Hanija von der Hamas bekannt
gegeben, er habe in der Frage eine Einigung mit Abbas erzielt.
(Quelle: afp)
Oberstes Gericht Israels ordnet Abriss von Teil der Sperranlage an
Fr.16.06.06 - Auf Antrag zweier palästinensischer Dörfer hat Israels
Oberstes Gericht am Donnerstag den Abriss eines rund fünf Kilometer
langen Teilstücks der Sperranlage zum Westjordanland angeordnet.
Die Richter bemängelten, der Staat habe ihnen nicht alle
Gründe dafür genannt, warum die Sperranlage in
palästinensisches Gebiet hineinragt. Sie gaben der Regierung sechs
Monate Zeit, den Verlauf des Sperrwalls zu korrigieren. Die israelische
Menschenrechtsbewegung B'Tselem begrüßte das Urteil: Es
zeige, dass der Staat "lügt", wenn er behaupte, die Sperranlage
"allein aus Sicherheitserwägungen" zu bauen.
(Quelle: afp)
UN-Gericht hat Hinweise auf Massaker in Darfur
Fr.16.06.06 - Dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag liegen
Informationen über "Massaker großen Ausmaßes" in der
sudanesischen Krisenprovinz Darfur vor. Der Chefankläger des IStGH,
Luis Moreno Ocampo, berichtete dem UNO-Sicherheitsrat von "tausenden
Anschuldigungen über Morde an Zivilisten durch die
Konfliktparteien". Er untersuche Beschuldigungen, wonach einige
Konfliktparteien "mit Völkermordabsicht" handelten. Seinen
Informationen zufolge habe es in Darfur "eine beträchtliche Anzahl
von Massakern großen Ausmaßes" gegeben.
Nun gehe es darum, die Verantwortlichen zu identifizieren, sagte
Ocampo. Dies sei eine schwierige Aufgabe. Schlussfolgerungen aus seinen
Ermittlungen wolle er erst nach deren Beendigung ziehen.
Die Ermittlungen des IStGH zum Darfur-Konflikt sind die bislang
umfangreichsten des Haager Gerichts. Der Weltsicherheitsrat hatte am 31.
März vergangenen Jahres beschlossen, den Fall vor den IStGH zu
bringen. Der vor zwei Jahren eingerichtete IStGH hat die Aufgabe,
Kriegsverbrechen, Völkermord und Verbrechen gegen die
Menschlichkeit zu ahnden. Unter seine Rechtssprechung fallen Delikte,
die nach dem 1. Juli 2002 begangen wurden.
In Darfur kämpfen seit Februar 2003 schwarzafrikanische
Rebellengruppen gegen die arabisch geprägte Zentralregierung in
Khartum, die von arabischen Reitermilizen unterstützt wird. Nach
Schätzungen der Vereinten Nationen starben bislang zwischen 180.000
und 300.000 Menschen in dem Konflikt. Rund 2,4 Millionen Menschen
wurden in die Flucht getrieben.
(Quelle: afp)
Asiatische Staaten sollen Einfluss der USA entgegentreten
Fr.16.06.06 - Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat China, Russland
und die anderen zur so genannten Schanghai-Gruppe (SCO) gehörenden
Staaten zu einer intensiveren Zusammenarbeit aufgerufen, um dem Einfluss
der USA entgegenzutreten. Die SCO könne auf regionaler und
internationaler Ebene zu einer «starken und einflussreichen
wirtschaftlichen, politischen und Handelsorganisation werden», die
Drohungen und aggressiven Einmischungen von dominierenden Mächten
entgegentreten könne, sagte Ahmadinedschad bei der Eröffnung
der Konferenz.
Er rief die anderen Staaten konkret zur Kooperation im Energiesektor
auf. Die Energieminister sollten sich in Teheran treffen, «um
effektivere Möglichkeiten der Kooperation auszuloten», sagte
er auf der Sitzung der aus elf Mitgliedern bestehenden Shanghai
Cooperation Organization.
Ahmadinedschad war am deutlichsten in seinen Worten, aber auch von
anderen SCO-Mitgliedern kamen klare Aufrufe, sich gegen den Westen
zusammenzuschließen. So mahnte der russische Präsident
Wladimir Putin eine engere Militärkooperation und gemeinsame
Anstrengungen im Kampf gegen den Terrorismus an. Und der usbekische
Staatspräsident Islam Karimow kritisierte nicht näher
bezeichnete ausländische Interessen, die Zwietracht in der Region
säten. Kritik wurde auch am Einsatz der ausländischen Truppen
in Afghanistan geübt, den der afghanische Präsident Hamid
Karsai aber verteidigte.
Die Äußerungen dürften aber in Washington die
Befürchtungen verstärken, dass sich die Schanghai-Gruppe zu
einem antiwestlichen Sicherheits- und Wirtschaftsblock entwickeln
könnte.
(Quelle: ap)
Minenexplosion in Sri Lanka reißt mindestens 64 Menschen in den
Tod
Fr.16.06.06 - Eine Minenexplosion im Norden Sri Lankas hat am Donnerstag mindestens
64 Menschen in den Tod gerissen, darunter 15 Kinder. Der Sprengsatz
detonierte unter einem Bus mit Pendlern und Schulkindern. 78 weitere
Menschen wurden nach Angaben eines Krankenhausarztes verletzt. Die
Regierung machte die tamilischen Rebellen für die Explosion
verantwortlich. Es war der schwerste Zwischenfall seit Beginn der
Waffenruhe zwischen der Rebellenbewegung Befreiungstiger von Tamil Eelam
(LTTE) und der Regierung in Colombo 2002.
Die LTTE wies jede Beteiligung an der Explosion in Kabithigollewa, rund
210 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt, zurück. Die
Rebellenbewegung verurteile den Angriff gegen Zivilpersonen auf das
Schärfste, hieß es in einer Erklärung auf einer den
Rebellen nahe stehenden Web-Site.
Die srilankische Luftwaffe reagierte mit Angriffen auf von den Rebellen
dominierte Regionen im Nordosten des Landes. Dabei wurden laut
Rebellenangaben zahlreiche Menschen getötet. An dem Einsatz seien
zwei Kampfflugzeuge beteiligt gewesen, hieß es auf der Web-Site.
Militärsprecher Prasad Samarasinghe bestätigte die
Luftangriffe. Das Ziel der LTTE-Rebellen sei Terror, sagte Samarasinghe.
Die LTTE kämpfen seit 1983 für einen eigenen Staat. sie
werfen der singhalesischen Mehrheitsbevölkerung Diskriminierung
vor. Die gewaltsame Auseinandersetzung hat bislang 65.000 Menschen das
Leben gekostet. Im Februar 2002 vereinbarten Regierung und Rebellen
unter der Vermittlung Norwegens eine Waffenruhe, Friedensgespräche
liegen zurzeit aber auf Eis. In den vergangenen Monaten hat die Gewalt
wieder zugenommen, der jüngste Zwischenfall schürte die Angst
vor einem neuen Krieg.
(Quelle: ap)
Ford erwägt massive Produktionsverlagerung nach Mexiko
Fr.16.06.06 - Der Autobauer Ford erwägt eine massive Verlagerung der Produktion
aus den USA und Kanada nach Mexiko. Ein interner Plan des Konzerns sieht
vor, in den kommenden sechs Jahren rund 9,2 Milliarden Dollar (7,4
Milliarden Euro) in Mexiko zu investieren und die dortige Produktion
auf 850.000 Fahrzeuge jährlich zu verdoppeln, wie aus
Unternehmensdokumenten hervorgeht, die der Nachrichtenagentur AFP
vorliegen. In Mexiko könnten dadurch etwa 150.000 Jobs geschaffen
werden. Sollte der Plan umgesetzt werden, würde das
Investitionsvolumen etwa sieben bis neun Prozent der gesamten
jährlichen Direktinvestitionen in Mexiko ausmachen, heißt es
in den Unterlagen. Der Wert der erwarteten Exporte beliefe sich auf 18
Milliarden Dollar.
(Quelle: afp)
EU will Zukunft der Verfassung bis Ende 2008 klären
Fr.16.06.06 - Die EU will erst Ende 2008 über die Zukunft des umstrittenen
Verfassungsvertrags entscheiden. Auf diesen Zeitplan einigten sich die
EU-Staats- und Regierungschefs am Donnerstagabend bei ihrem
Gipfeltreffen in Brüssel. Der amtierende EU-Ratspräsident und
österreichische Bundeskanzler Wolfgang Schüssel bezeichnete
die Einigung als Fortschritt: «Wir beenden jetzt sozusagen die
Reflexionsphase», die sich die EU nach dem Scheitern der
Verfassungsreferenden in den Niederlanden und Frankreich vor einem Jahr
verordnet hatte.
Neben der Verfassungsfrage berieten die 25 Mitgliedstaaten sowie die
Beitrittsländer Rumänien und Bulgarien auch über das
Thema Einwanderung und Integration. Bei der Richtungsdebatte herrschte
nach Angaben Schüssels Einigkeit darüber, dass die EU zwei
Strategien verfolgen müsse: «Nach außen braucht es
gemeinsame Anstrengungen, den Grenzschutz zu verbessern, nach innen
waren wir uns einig, dass wir auf das Lernen der jeweiligen
europäischen Sprache Wert legen müssen», sagte
Schüssel.
Bei der weiteren Diskussion über den Verfassungsprozess kommt
Deutschland eine wichtige Rolle zu: Die Bundesregierung übernimmt
Anfang nächsten Jahres die EU-Ratspräsidentschaft und soll im
ersten Halbjahr 2007 einen Bericht vorlegen, der den Stand der
Diskussionen zusammenfassen und Vorschläge für
«zusätzliche Entwicklungen» enthalten soll.
Parallel dazu soll eine Liste konkreter Projekte abgearbeitet werden.
Als Beispiele nannte ein Sprecher der Ratspräsidentschaft
Pläne zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit, die
Ausweitung des Schengen-Abkommens auf die neuen Mitgliedstaaten. Diese
Projekte sind allerdings schon seit längerem geplant.
Formal wird die Vereinbarung der Staats- und Regierungschefs erst am
(heutigen) Freitag verabschiedet. Auf der Tagesordnung steht am zweiten
und letzten Tag des EU-Gipfels außerdem die Aufnahme Sloweniens
in die Währungsunion. Die ehemalige jugoslawische Republik will am
1. Januar 2007 als erster der zehn neuen Mitgliedstaaten dem Euroraum
beitreten. Litauen hatte sich ebenfalls um die Einführung des
Euros beworben, wurde von den EU-Finanzministern jedoch abgewiesen,
weil die Inflationsrate in dem baltischen Land knapp über einem
Referenzwert von derzeit 2,6 Prozent liegt. Es wird erwartet, dass die
EU-Staats- und Regierungschefs dem Beschluss der Finanzminister folgen.
(Quelle: ap)
Deutschland
BA will dritten Arbeitsmarkt für 400.000 chancenlose Arbeitslose
Fr.16.06.06 - Die Bundesagentur für Arbeit (BA) will noch in diesem Jahr ein
Konzept für einen öffentlich geförderten dritten
Arbeitsmarkt vorlegen.
Damit sollten etwa 400.000 Langzeitarbeitslose ohne jede Aussicht auf
eine Beschäftigung eine neue Perspektive erhalten, sagte am
Donnerstag BA-Sprecher John-Philip Hammersen. Es gebe aber noch kein
ausgereiftes Konzept, sondern nur Überlegungen, einen dritten
Arbeitsmarkt für eine dauerhafte, öffentlich geförderte
Beschäftigung aufzubauen. Bis spätestens Ende des Jahres werde
die BA Vorschläge machen, über die dann die Bundesregierung
entscheiden müsse. Union und SPD hätten im Koalitionsvertrag
den Auftrag für Überlegungen erteilt, wie jenen Arbeitslosen
geholfen werden könne, die auf dem regulären Arbeitsmarkt auf
Dauer keine Chance mehr hätten.
Anders als im zweiten Arbeitsmarkt, der befristete
Förderinstrumente wie etwa die sechsmonatigen Ein-Euro-Jobs
umfasst, wäre die öffentlich geförderte
Beschäftigung im dritten Arbeitsmarkt auf Dauer angelegt. Einem
Bericht der "Financial Times Deutschland" zufolge hatte die BA im Mai
auf einem Kongress der Wohlfahrtsverbände ein Konzept vorgestellt.
Danach sollten die sozialversicherungspflichtigen, gemeinnützigen
Tätigkeiten mit Geldern aus Sonderprogrammen von EU, Bund,
Ländern und Kommunen, aber auch durch privates Sponsoring
finanziert werden. Hammersen sagte, dieses Konzept sei ihm nicht bekannt.
BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt hatte bereits Ende vorigen Jahres
angekündigt, seine Behörde werde Vorschläge für
einen öffentlich geförderten Beschäftigungssektor machen.
(Quelle: rtr)
Regierungskommission kritisiert Rente mit 67
Fr.16.06.06 - Die geplante Anhebung des Rentenalters auf 67 Jahre stößt
bei einer von der Bundesregierung eingesetzten Expertengruppe auf
harsche Kritik. In dem bisher unveröffentlichten 5. Altenbericht
werde das Vorhaben abgelehnt, berichtet die "Bild"-Zeitung. "Eine
generelle Heraufsetzung des abschlagfreien Rentenalters hält die
Kommission aus mehreren Gründen nicht für zielführend."
Wegen der hohen Arbeitslosigkeit sei schon heute nur "eine Minderheit"
bis zum Alter von 65 Jahren beschäftigt.
"Angesichts der hohen körperlichen und gesundheitlichen
Belastungen" könnten zudem viele nicht bis 65 oder gar darüber
hinaus arbeiten. Die bloße Anhebung der Altersgrenzen und das
damit verbundene Hoffen auf den "Selbstlauf der Dinge" müsse als
reine rententechnische Lösung wirkungslos bleiben.
Heftige Kritik üben die Regierungsexperten, darunter Professor
Winfried Schmähl und der Altersforscher Andreas Kruse, laut
"Bild"-Zeitung auch an den Rentenkürzungen der vergangenen Jahre.
Es bestehe die Gefahr, dass die gesetzliche Rente zunehmend an
Legitimation verliere, wenn für einen Großteil der
Versicherten selbst nach langer Versicherungsdauer kaum noch eine Rente
zu erwarten sei, "die deutlich das Niveau armutsvermeidender
Sozialleistungen" übersteige.
Die Regierungskommission hat laut "Bild" errechnet: Wenn die zwischen
2001 und 2004 beschlossenen Reformgesetze, die stufenweise ihre Wirkung
entfalten sollen, schon heute voll wirksam wären, "so würde
z.B. eine Rente der gesetzlichen Rentenversicherung von 1000 Euro bei
optimistischer Rechnung nur noch 750 Euro betragen - also ein Viertel
weniger."
Der 500 Seiten lange Altenbericht liegt dem Familienministerium bereits
seit August 2005 vor. Das Ministerium wies aber die Darstellung der
"Bild"-Zeitung zurück, der Bericht werde bisher streng unter
Verschluss gehalten. Ein Sprecher des Ministeriums sagte, die
Stellungnahme der Bundesregierung zu dem Bericht werde voraussichtlich
im Juli im Kabinett behandelt. Angesichts des Wahlkampfes im vergangenen
Jahr und der Regierungsbildung sei dies ein üblicher Zeitablauf.
Zu den Inhalten des Berichts wollte sich der Sprecher nicht
äußern.
Linksfraktionschef Gregor Gysi forderte die sofortige
Veröffentlichung des Berichts. "Der 5. Altenbericht gehört
sofort auf den Tisch des Parlaments", erklärte er in Berlin.
Offenkundig widerspreche der Bericht in zentralen Fragen der
Rentenpolitik der Bundesregierung.
(Quelle: afp)
Armut mit 67
Die Einflüsterungen kommen von allen Seiten: In den Medien ist von
Gehirntraining, Kreativität und Fitness die Rede. Altersforscher
erzählen uns, dass wir jung bleiben können, wenn wir nur jeden
Morgen eine Dreiviertelstunde joggen und im Beruf stets nach neuen
Herausforderungen suchen. Sozialpolitiker wollen uns weismachen, dass
es nur eine Frage der Zeit sei, bis die Wirtschaft den Erfahrungsschatz
der Älteren zu heben weiß und diese nicht mehr mit hohen
Abfindungen loswerden will.
Hinter diesen Suggestionen ist die Angst zu riechen - die Angst, dass
alle Versuche, mit der Alterung umzugehen, nicht friedlich, sondern mit
neuen Verteilungskämpfen einhergehen werden. Das zeigt sich auch in
der neu aufgeflammten Debatte um die "Rente mit 67": Nach
Einschätzung eines Expertengremiums der Bundesregierung wird die
"Rente mit 67" für große Teile der Bevölkerung nicht
funktionieren... Mehr in der taz vom 16.06.06:
http://www.taz.de/pt/2006/06/16/a0083.1/text
VW-Markenchef Bernhard schwört Belegschaft auf längere
Arbeitszeiten ein
Fr.16.06.06 - VW-Markenvorstand Wolfgang Bernhard hat die Belegschaft von VW auf
einer Betriebsversammlung in Wolfsburg auf den vom Vorstand geplanten
Sparkurs eingeschworen.
Abermals machte er indirekt auch die Produktion des Golf in Wolfsburg
von längeren Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich abhängig.
Betriebsratschef Bernd Osterloh forderte, das Management solle
«nicht mit Drohungen die Belegschaft verunsichern, stattdessen
Perspektiven bieten.»
Nach Angaben aus Teilnehmerkreisen wurden die Ausführungen
Bernhards mit Buh-Rufen und Pfiffen quittiert. «Das ist bei den
Leuten nicht gut angekommen», hieß es. Die
Beschäftigten hätten ihrem Unmut lautstark Ausdruck verliehen.
Bernhard sagte, die westdeutschen Werke machten einen dreistelligen
Millionenverlust. Die Arbeitskosten in Wolfsburg lägen mehr als
ein Drittel über denen der Konkurrenz. Volkswagen zahle für
28,8 und 30 Stunden Wochenarbeitszeit dasselbe wie andere Autobauer
für 35 Stunden. «Unter solchen Bedingungen kann auf
längere Sicht in Deutschland niemand Autos bauen», sagte
Bernhard und fügte hinzu: «Wir wollen den Golf auch
künftig in Wolfsburg fertigen, aber nur, wenn das Unternehmen
nicht bei jedem verkauften Auto drauf legt.» Die 35-Stunden-Woche
solle zudem schrittweise nur dann eingeführt werden, wenn genug
Aufträge für verlängerte Arbeitszeiten vorlägen.
Der Markenvorstand bekräftigte zudem das Ziel, einen einheitlichen
Haustarifvertrag für alle VW-Beschäftigten zu entwickeln.
«Dadurch bekommen wir die Flexibilität, die wir im modernen
Automobilbau brauchen, der in einem unerbittlichen internationalen
Wettbewerb steht.»
Osterloh sagte, die Belegschaft habe hohes Interesse daran, die
Wettbewerbsfähigkeit im Interesse der Beschäftigungssicherung
dauerhaft zu stärken. Die Sanierung der Marke Volkswagen
dürfe aber nicht einseitig zu Lasten der Belegschaft gehen. Er
kritisierte insbesondere die mangelnde Perspektive für die
Auslastung des Standortes Wolfsburg. «Volkswagen hat keine
Antworten für Personalüberhänge, bietet den Kolleginnen
und Kollegen keine erkennbare Perspektive und will aber gleichzeitig
die Arbeitszeit ohne Lohnausgleich verlängern. Das passt nicht
zusammen und da werden wir auch nicht mitgehen.»
VW will angesichts hoher Kosten und schwacher Erträge bei der
Marke Volkswagen die Vier-Tage-Woche mit 28,8 Stunden in den
westdeutschen VW-Fabriken kippen und ohne Lohnausgleich zur
35-Stunden-Woche zurückkehren. Diese Forderung, die
Arbeitsdirektor Horst Neumann bei einem Sondierungsgespräch mit
den Gewerkschaften am vergangenen Montag erhoben hatte, ist Teil eines
umfangreichen Restrukturierungsprogramms. Mit 20 000
Arbeitsplätzen steht darin auch jede fünfte Stelle in den
Traditionswerken auf dem Prüfstand.
(Quelle: dpa)
Steinbrück will Firmen um acht Milliarden Euro entlasten
Fr.16.06.06 - Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) will die Unternehmen
nach einem Pressebericht um acht Milliarden Euro entlasten.
Das sehe das fertige Konzept für eine Unternehmenssteuerreform
vor, das Steinbrück am Mittwoch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU)
präsentiert habe, berichtet die «Berliner Zeitung»
unter Berufung auf Regierungskreise. Geplant sei, dass 2008 die
Körperschaftsteuer für Konzerne auf einen international
konkurrenzfähigen Satz von 12,5 Prozent halbiert wird.
Die Reform sehe auch bessere Investitionsbedingungen für
mittelständische Firmen vor. Außerdem soll die Gewerbesteuer
ausgeweitet, der Satz aber gesenkt werden.
(Quelle: dpa)
Teurere Bahntickets und Streckenschwund befürchtet
Fr.16.06.06 - Die geplanten Kürzungen im Nahverkehr werden nach Ansicht von
Kritikern zu deutlich höheren Ticketpreisen und zur Stilllegung
vieler Bahnstrecken auf dem Lande führen. Fahrkarten kosteten dann
bis zu zehn Prozent mehr und "ganze Regionen" würden
abgehängt, sagte der Geschäftsführer von Allianz pro
Schiene, Dirk Flege. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) warnte vor dem
Verlust von bis zu 10.000 Arbeitsplätzen. Umweltschützer
fürchten, dass mehr Menschen vom Zug zum Auto wechseln.
Bundesregierung und Deutsche Bahn stellen sich laut "Tagesspiegel" auf
ein weiteres Schrumpfen des Schienennetzes ein.
Noch nie seien so viele Menschen mit der Bahn gefahren wie heute, sagte
Flege von dem Pro-Eisenbahn-Bündnis Allianz pro Schiene. Viele von
ihnen würden durch die geplanten Kürzungen wieder "in das Auto
gedrängt". Die geplanten Einsparungen brächten dem Bund auch
keine finanzielle Entlastung. "Die Folgekosten übersteigen die
Einsparungen um ein Vielfaches", sagte Flege. Die
Ministerpräsidenten der Länder dürften bei der
Bundesrats-Entscheidung am Freitag nicht für die Kürzungen zu
stimmen.
Der Bundesrat entscheidet am Freitag über die Kürzung der so
genannten Regionalisierungsmittel des Bundes für den Nahverkehr.
Die Gelder werden seit 1993 gezahlt. Damals war den Ländern bei der
Bahnreform die Verantwortung für die Verbesserung des Nahverkehrs
übertragen worden.
DGB-Vorstand Claus Matecki sagte, eine Kürzung von zehn Prozent
der Bundesmittel für den Nahverkehr könne zu Ausfällen
von bis zu 20 Prozent beim Angebot auf der Schiene führen. Durch
die drohende Stillegung von Bahnstrecken seien bis zu 10.000
Arbeitsplätze in Gefahr. Auch der Deutsche Städte- und
Gemeindetag warnte vor den Folgen für ländliche Regionen.
Während in Großstädten nur weniger S-Bahnen fahren
würden, müssten auf dem Land Strecken ganz geschlossen werden,
sagte Städtetags-Verkehrsexperte Carsten Hansen.
In den vergangenen Jahren ist das Schienennetz kontinuierlich
geschrumpft. Zwischen 1994 und dem 1. Juni 2006 wurde vom
Eisenbahn-Bundesamt der Abbau von 469 Teilstrecken mit einer
Gesamtlänge von 5126 Kilometern genehmigt, 94 Teilstrecken mit
zusammen 1863 Kilometern wurden an Konkurrenten der Deutschen Bahn
abgegeben, wie es im "Tagesspiegel" weiter hieß.
(Quelle: afp)
Laut Zeitung wollen Kernkraftwerksbetreiber Atomausstieg aushebeln
Fr.16.06.06 - Die Betreiber der deutschen Atomkraftwerke planen einem Pressebericht
zufolge einen Ringtausch von Restlaufzeiten, um den Atomausstieg
auszuhebeln. Durch ein Tauschgeschäft wollen RWE, E.ON, Vattenfall
und EnBW erreichen, dass in dieser Legislaturperiode bis 2009
möglichst gar kein Kernkraftwerk stillgelegt werden muss, wie die
«Financial Times Deutschland» (Freitagausgabe) unter
Berufung auf Betreiberkreise schreibt.
Der Schlüssel für einen Erfolg seien die Zusagen, die der
frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) dem Stromkonzern
RWE für das nie ans Netz gegangene Kernkraftwerk
Mülheim-Kärlich gemacht habe. «Den Joker für einen
Erfolg hat RWE in der Hand. Alle wollen an die Rechte für
Mülheim-Kärlich ran», heißt es laut dem Bericht
in der Branche.
Auf die bislang unbeachtete Restlaufzeit von umgerechnet 13 Jahren des
Kraftwerks Mülheim-Kärlich sei jetzt in der gesamten
Kernkraftbranche ein Run ausgebrochen, schreibt die Zeitung weiter. Die
Betreiber verhandelten mit Hockdruck, ob RWE einen Teil der
Mülheim-Kärlich-Restlaufzeit auf seinen Meiler Biblis B
überträgt und dann an Vattenfall für den Meiler
Brunsbüttel weiterreicht. So könnte die Abschaltung dieser
beiden Kraftwerke bis zur nächsten Bundestagswahl vermieden werden.
Der Sprecher des Bundesumweltministeriums, Jürgen Maaß,
widersprach dieser Darstellung. «Die Verteilung der
Elektrizitätsmengen des Atomkraftwerkes Mülheim-Kärlich
ist im Atomgesetz abschließend geregelt. Demnach darf maximal ein
Fünftel dieser Strommenge auf den Reaktor Biblis B übertragen
werden», sagte Maaß der Nachrichtenagentur ddp. Die
Laufzeit der beiden ältesten noch in Betrieb befindlichen
Reaktoren, Biblis A und Neckarwestheim I, könne durch diese
Übertragung nicht verlängert und der Atomausstieg nicht
ausgehebelt werden.
(Quelle: ddp)
Wissenschaft
EU-Parlament für Förderung von Stammzellenforschung
Fr.16.06.06 - In der EU sollen Forschungsprojekte mit embryonalen Stammzellen auch
weiterhin aus dem Gemeinschaftshaushalt bezuschusst werden. Das
Europaparlament stimmte nach langen und heftigen Debatten einem
entsprechenden Vorschlag des Industrieausschusses zu. Die Grünen
und zahlreiche Christdemokraten, vor allem aus Deutschland, stimmten
dagegen. Den Plänen zufolge sollen im 7. Rahmenforschungsprogramm
für die Jahre 2007 bis 2013 rund 50 Millionen Euro für
Stammzellen-Forschungsprojekte bereitgestellt werden.
Ausgeschlossen aus der EU-Finanzierung werden Projekte, die auf das
Klonen menschlicher Embryonen oder Änderungen des menschlichen
Erbguts abzielen. Auch für Forschungsvorhaben zur Züchtung von
Embryonen ausschließlich zu Forschungszwecken soll es keine
EU-Zuschüsse geben. Die Vorlage geht nun an den Ministerrat.
Parlament und Rat wollen sie noch vor Ende des Jahres unter Dach und
Fach bringen, damit die Zuschüsse ab 2007 fließen können.
(Quelle: afp)