Aktuelle Nachrichten
Irak am siebenhundertundzwanzigsten Tag nach Erlangung der formellen
Souveränität
Bei erneuten Anschlägen und Überfällen fast 40 Tote.
US-Soldat bei Angriff südlich von Bagdad getötet.
US-Verbündete planen baldigen Truppenrückzug aus dem Irak.
Konferenz zur Sicherheit im Irak im Juli im Iran
So.18.06.06 - Eine Serie von Anschlägen und Überfällen hat am Samstag
im Irak erneut fast 40 Menschen das Leben gekostet. Trotz der
jüngsten Sicherheitsoffensive in Bagdad starben allein in der
irakischen Hauptstadt 27 Menschen, Dutzende wurden verletzt. Der
stellvertretende Ministerpräsident Salam Sikam Ali al Subaie
erklärte, der Einsatz der Sicherheitskräfte in Bagdad werde
vermutlich noch mindestens ein Jahr lang dauern.
Er sei nicht zufrieden damit, wie die groß angelegte Offensive
geplant worden sei, sagte Al Subaie dem Fernsehsender Al Dschasira.
Bevor Erfolge sichtbar seien, müssten im dafür
verantwortlichen Innenministerium diejenigen Leute entlassen werden,
die möglicherweise für
«Menschenrechtsverletzungen» verantwortlich seien,
erklärte der sunnitische Politiker. Viele Sunniten kritisieren,
die von Schiiten dominierten Sicherheitsdienste seien von
Aufständischen unterwandert.
Auf einem der ältesten Märkte Bagdads im vor allem von
Schiiten bewohnten Vorort Kasimija schlug am Morgen eine
Mörsergranate ein. Vier Menschen wurden getötet, 13 weitere
verletzt. Knapp eine halbe Stunde später explodierte eine Bombe
auf einem weiteren Markt in der Innenstadt. Zwei Menschen wurden nach
Polizeiangaben getötet und 24 zum Teil schwer verletzt.
Ein weiterer Anschlag wurde in einem Minibus verübt: Der
Sprengsatz war in einer Plastiktasche in dem Fahrzeug versteckt, drei
Fahrgäste kamen ums Leben. Die schwerste Explosion wurde von einem
Selbstmordattentäter ausgelöst, der sich nahe einer Gruppe
irakischer Soldaten in seinem Auto in die Luft sprengte und sieben
Menschen mit in den Tod riss. Am Abend explodierte in der Nähe
eines Supermarkts im Bagdader Bezirk Um al Maarifa eine Autobombe,
dabei kamen sechs Menschen ums Leben. 36 weitere wurden nach Angaben
eines Polizeisprechers verletzt ins Krankenhaus gebracht.
Auch südlich von Bagdad kam es zu neuer Gewalt. Bei zwei
Anschlägen in Mahmudija wurden laut Behörden mindestens
fünf Zivilpersonen getötet und fast 20 verletzt. Bei einem
Angriff mutmaßlicher Rebellen auf einen Verkehrskontrollpunkt bei
Jussifija, rund 20 Kilometer südlich von Bagdad, wurde ein
amerikanischer Soldat getötet. Die US-Streitkräfte
erklärten, seit dem Zwischenfall am Freitag würden zwei
weitere Soldaten vermisst. In Diwanija, 130 Kilometer südlich der
Hauptstadt, wurden drei Menschen erschossen, darunter ein Polizist.
Im Osten Bagdads entdeckte die Polizei die Leichen zweier an den
Händen gefesselter Männer. Im Südwesten der Hauptstadt
wurde die Leiche eines Mannes gefunden, der vor seinem Tod gefoltert
worden war. In Mossul wurde ein Student aus einem fahrenden Auto heraus
erschossen, in Bagdad wurden auf diese Weise zwei Studenten
getötet.
Die britischen, australischen und japanischen Truppen im Irak werden
einem Bericht zufolge in Kürze die Verantwortung für die
Sicherheitslage im Südirak an die irakischen Behörden
übergeben. Ein Abzug der Streitkräfte aus der Region soll kurz
darauf folgen, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Freitag
meldete. Der irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki werde dies
am Dienstag bekannt geben, hieß es unter Berufung auf
Koalitionskreise.
Anschließend werde London umgehend den Rückzug seiner
Soldaten aus der südirakischen Provinz Muthanna ankündigen.
Japan und Australien sollen mit ähnlichen Erklärungen folgen.
Der japanische Abzug könne bereits im Juli abgeschlossen sein,
meldete Kyodo. Ein Regierungssprecher hatte noch kurz zuvor
erklärt, Tokio habe noch keinen Termin für einen Rückzug
festgelegt.
Japan hat im Rahmen seiner humanitären Mission etwa 600 Soldaten
in der Hauptstadt von Muthanna, Samawah, stationiert. Australien hat
etwa 1.320 Soldaten in den Irak sowie den Nahen Osten entsandt und
Großbritannien etwa 8.000 in den Süden des Iraks.
Der Iran ist im Juli Gastgeber einer Konferenz über die Sicherheit
im Nachbarland Irak. An dem Treffen sollten Vertreter der
Nachbarländer, der Arabischen Liga und der Organisation der
Islamischen Konferenz teilnehmen, sagte der irakische
Außenminister Manuschehr Mottaki am Samstag. "Von diesem Gipfel
wird ein klares Signal ausgehen, mit dem die (teilnehmenden) Länder
ihre Unterstützung für die Sicherheit im Irak bekunden",
fügte Mottaki hinzu. Minister der Nachbarländer kamen bereits
mehrmals zusammen, um über die Sicherheit im Irak zu beraten. Das
Treffen im Juli ist das erste dieser Art im Nachbarland Iran. Der Iran
und der Irak führten von 1980 bis 1988 Krieg gegeneinander.
(Quellen: ap, afp)
Blick ins Archiv:
Der Krieg gegen Irak begann am 20. März 2003
Knapp zwei Stunden nach Ablauf eines Ultimatums an den irakischen Staatschef
Hussein flog die US-Armee erste Luftangriffe auf Bagdad.
US-Präsident Bush hatte
Hussein eine Frist gesetzt, bis zwei Uhr Mitteleuropäischer Zeit das Land zu verlassen.
Der irakische Machthaber hatte zuvor bereits einen Gang ins Exil abgelehnt. Bush erklärte in
einer Fernsehansprache
(19.03.03 - 10:16 P.M. EST / 20.03.03 - 4:15 MEZ) , die erste Phase zur Entwaffnung des Irak sei eingeleitet
worden. Er habe angeordnet, ausgewählte militärische Ziele anzugreifen. Dies sei der Ausgangspunkt
für eine breit angelegte Aktion. Bush räumte ein, der Krieg könnte länger dauern und
schwieriger werden, als manche vorhersagten. Die USA und ihre Verbündeten wärden
alles versuchen, um unschuldige Zivilisten zu schonen....
Chronologie des Irak-Kriegs:
Teil 1: 20.03. bis 30.06.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv3/irak_01.htm#news
Teil 2: 01.07. bis 31.10.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv4/irak_02.htm#news
Teil 3: 01.11. bis 31.12.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv5/irak_03.htm#news
Teil 4: 01.01. bis 31.05.2004
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_04.htm#news
Teil 5: 01.06. bis 31.10.2004
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_05.htm#news
Teil 6: 01.11. 2003 bis 30.04.2005
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_06.htm#news
Teil 7: 01.05. 2005 bis 18.06.2005
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_07.htm#news
Vor einem Jahr:
Irak am dreihundertfünfundfünfzigsten Tag nach Erlangung der formellen Souveränität
Zitate zur Begründung des Irak-Krieges:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402040.htm#040204_a
Auszüge aus Powells 'Beweisen' zum Irak vom 5. Februar 2003:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402040.htm#040204_b
... Lügen und Täuschungen, die in
London und Washington produziert wurden, verursachten den Tod von bis
zu 55.000 Irakern, unter ihnen 9.600 Zivilisten... John Pilger, ZNet 05.02.2004... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402110.htm#040211_b
Iraq Body Count:
http://www.iraqbodycount.net
Fr.29.10.04 - Einer Studie zufolge sind rund 100.000 Iraker an den Kriegsfolgen
gestorben. Die meisten Todesfälle gingen auf Gewalteinwirkung
zurück, nicht zuletzt durch Luftangriffe der Alliierten, wie es in
der Studie heißt, die auf der Website der renommierten
britischen Medizinzeitschrift «The Lancet» [http://www.thelancet.com]
veröffentlicht wurde... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv3\irak_k01.htm#bodycount
Sa.04.02.06 - Seit Beginn des Irak-Kriegs im März 2003 sind mindestens 2.248
Angehörige der US-Streitkräfte ums Leben gekommen. Der weitaus
größte Teil kam erst nach dem offiziellen Ende der
Hauptkampfhandlungen am 1. Mai 2003 ums Leben.
Zur Zahl der seit Kriegsbeginn getöteten Iraker gibt es keine
verlässlichen Angaben.
(Quelle: ap)
«Kanonenfutter für das Pentagon»
... wer sind sie eigentlich - die toten amerikanischen Soldaten?... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402110.htm#040211_a
'Statt des Sohnes kam eine leere Hülle aus dem Irak zurück'
»Ich wünschte, ich könnte euch erzählen, daß
unsere Familie wieder heil und glücklich ist, seit mein Sohn aus
dem Irak in ein ziviles Leben zurückgekehrt ist. Aber das ist
nicht der Fall. Mein Sohn ist 21 Jahre alt, er ist obdach- und
arbeitslos. Am 11. Januar (2006) hat er sein Auto in den frühen
Morgenstunden an einen Betonpfeiler gefahren. Niemand, der das Auto
sah, konnte sich vorstellen, daß er den Unfall überlebt hat.
Ich erinnere mich an den Tag, als ich den Anruf bekam: Mein Sohn war
zurück aus dem Krieg, zurück in den Staaten. Ich sank
schluchzend zusammen und dankte dem Schöpfer dafür, daß
er am Leben war. Damals hatte ich keine Ahnung, daß alles, was da
aus dem Krieg zurückkehrte, nur eine Hülle war. Der Geist
meines Jungen und seine Seele müssen immer noch irgendwo in den
Straßen des Irak herumirren... «
Georgia Stillwell, Mitglied der Organisation »Military Families
Speak Out«... Mehr unter:
http://www.jungewelt.de/2006/02-10/056.php
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Deutscher Außenminister Steinmeier: Auch Atommächte
müssen abrüsten
So.18.06.06 - Im Streit um das iranische Atomprogramm drängt der deutsche
Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) die fünf
ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates ihrerseits zu
Abrüstungsschritten. Im Nachrichtenmagazin «Der
Spiegel» verwies Steinmeier auf die im Nichtverbreitungsvertrag
festgehaltene Pflicht der fünf Veto-Mächte zur nuklearen
Abrüstung. «Dazu sollten wir sie auch drängen»,
betonte Steinmeier. Er fügte hinzu: «Deshalb bin ich in der
Tat der Meinung, dass wir über den aktuellen Iran-Konflikt hinaus
den Stand der nuklearen Rüstung weltweit überprüfen
müssen.»
Die Grünen in Deutschland begrüßten die Mahnung.
«Es ist wichtig, dass der Außenminister die Frage der
nuklearen Abrüstung der Atommächte neu aufgreift»,
sagte Parteichef Reinhard Bütikofer dem in Berlin erscheinenden
«Tagesspiegel am Sonntag». Die nukleare Zusammenarbeit der
USA mit Indien habe deutlich gemacht, «dass es eine glaubhafte
Begrenzung der Weiterverbreitung von Atomwaffen nur geben kann, wenn
die Atommächte ihre lange versprochene und nie eingelöste
Abrüstungsbereitschaft ernst nehmen». Bütikofer
forderte die Bundesregierung auf, sich nun auch für den Abzug der
in Deutschland stationierten Atomwaffen einzusetzen.
(Quelle: ddp)
Nahost-Konflikt
Peres sieht größte Nähe zu Palästinensern seit
Jahrzehnten
So.18.06.06 - Der israelische Vizeregierungschef Schimon Peres schätzt die
Chancen für Frieden mit den Palästinensern größer
ein als in der Vergangenheit. Beide Seiten seien sich näher als je
zuvor in den vergangenen 50 Jahren, erklärte Peres am Samstag auf
einem regionalen Sicherheitsgipfel in Kasachstan. Allerdings sei das
Tempo der Annäherung minimal.
Peres regte an, sich zunächst auf wirtschaftliche Fragen zu
konzentrieren. Statt zuerst den Streit um eine Grenzziehung zu
lösen, könne man versuchen, die Beziehung auf der Grundlage
wirtschaftlicher Verbindungen aufzubauen. «Vielleicht können
wir erst einen wirtschaftlichen Frieden erreichen, bevor wir zu einem
politischen Frieden kommen.»
(Quelle: ap)
Nahost-Quartett beschließt Hilfsfonds für Palästinenser
So.18.06.06 - Die internationale Staatengemeinschaft hat sich über einen
Hilfsplan für die Not leidenden Palästinenser geeinigt. Das
so genannte Nahost-Quartett aus USA, der EU, den Vereinten Nationen und
Russland habe dem von der EU vorgeschlagenen Hilfsfonds zugestimmt. Das
gab das US-Außenministerium in Washington bekannt. Die
Hilfslieferungen sollen nach dem Willen des Nahost-Quartetts direkt der
palästinensischen Bevölkerung zukommen, ohne das die
extremistische Hamas-Regierung involviert ist.
(Quelle: dpa)
Rebellenführer droht mit Ausstieg aus Friedensabkommen für
Darfur
So.18.06.06 - Das Anfang Mai geschlossene Friedensabkommen für Darfur steht
wieder auf der Kippe. Der bislang einzige Rebellenführer, der die
Vereinbarung unterzeichnet hat, drohte am Samstag mit dem Rückzug
seiner Unterschrift, wenn nicht bald eine UN-Friedenstruppe in der
westsudanesischen Krisenregion stationiert werde. Er könne nicht
allein die Verantwortung für den Frieden dort übernehmen,
sagte Minni Minnawi der Nachrichtenagentur AP und warf der
internationalen Gemeinschaft mangelnde Unterstützung vor.
Die Vereinten Nationen haben die Friedensmission bereits gebilligt.
Demnach sollen UN-Soldaten Anfang kommenden Jahres die derzeitige
Friedenstruppe der Afrikanischen Union (AU) in Darfur ablösen. Die
sudanesische Regierung steht diesem Wechsel allerdings skeptisch
gegenüber und hat deshalb nur zögerlich reagiert.
Minnawi leitet die Sudanesische Befreiungsbewegung (SLM), die sich am
5. Mai mit der Regierung in Khartum auf einen Plan zur Einstellung der
Kämpfe einigte. Die Sudanesische Befreiungsarmee (SLA), eine
Abspaltung der Bewegung unter deren altem Namen, sowie die Bewegung
für Gerechtigkeit und Gleichheit (JEM), eine kleinere
Rebellengruppe, lehnen den Plan jedoch ab
(Quelle: ap)
Hunderttausende Menschen in Mauretanien von Hungersnot bedroht
So.18.06.06 - Hunderttausenden Menschen in Mauretanien droht nach Angaben der
Vereinten Nationen eine Hungersnot. Das Welternährungsprogramm
(WFP) erklärte am Freitag in Dakar, in einigen Regionen erreiche
der Grad der Unterernährung schon fast die international anerkannte
Notstandsschwelle. Das WFP schätzt, dass mehr als 380.000 Menschen
in diesem Jahr Lebensmittelhilfen in dem westafrikanischen
Wüstenstaat benötigen. Demnach würden umgerechnet mehr
als 3,2 Millionen Euro benötigt, um den Menschen zu helfen. In
diesem Jahr reiche das Geld nicht aus, um den Menschen über Juli
hinaus zu helfen, erklärte der WFP-Chef für Mauretanien, Sory
Ouane.
(Quelle: afp)
WHO: Jährlich vier Millionen Tote durch Umweltschäden
So.18.06.06 - Umweltbelastungen und mangelhafte Infrastruktur verursachen weltweit
jährlich rund vier Millionen Todesfälle. Dies ist das Ergebnis
einer umfassenden Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die am
Freitag in Genf veröffentlicht wurde. Demnach wären fast ein
Viertel aller vorzeitigen Todesfälle durch geeignete
Maßnahmen vermeidbar. Für die Studie untersuchte die
UN-Behörde 85 Kategorien von Krankheiten, aber auch vorzeitige
Todesfälle durch Unfälle oder Selbstmorde, die auf
äußere Einflüsse zurückzuführen sind - etwa
auf schlechte Straßen und die Lebensumstände in
Armutsvierteln.
An erster Stelle aller Umweltkrankheiten stehen demnach
Magen-Darminfekte: 94 Prozent dieser Krankheiten sind der Studie zufolge
vor allem auf schmutziges Wasser, schlechte Nahrung und unzureichende
Hygiene zurückzuführen. An zweiter Stelle kommen Erkrankungen
von Lunge und Atemwegen, etwa Asthma und Lungenkrebs. Laut WHO sind
für 41 Prozent dieser Krankheiten die in den Industrienationen
immer stärkere Luftverpestung durch Straßenverkehr,
Industrie oder Kohlekraftwerke, aber auch das Passiv-Rauchen
mitverantwortlich. Auch fast jeden dritten Selbstmord und 40 Prozent
der tödlichen Verkehrsunfälle führt die WHO auf
Umweltfaktoren im weitesten Sinn zurück.
Insgesamt sind Umweltrisiken laut WHO in Entwicklungsländern
größer als in Industriestaaten, wobei der Anteil je nach
Krankheit variiert. So sterben in armen Ländern weitaus mehr
Menschen an Durchfallerkrankungen und Malaria. In reichen Ländern
ist hingegen der Anteil der umweltbedingten Herz-Kreislauferkrankungen
sieben Mal höher als in der Dritten Welt.
(Quelle: afp)
In 2007 erstmals weltweit mehr Städter als Landbevölkerung
So.18.06.06 - In 2007 werden erstmals weltweit mehr Menschen in Städten als auf
dem Land leben. Das geht aus einem UN-Bericht hervor, der in New York
vorgestellt wurde. Sorge bereitet der UN- Agentur HABITAT angesichts
dieser Entwicklung, dass das Leben in der Stadt für viele Bewohner
schlechter ist als das auf dem Land. In den meisten
Entwicklungsländern leiden Kinder, die in den Slums der
Großstädte leben, demnach weitaus mehr unter
Mangelernährung und fehlender Schulbildung als Gleichaltrige auf
dem Land.
(Quelle: dpa)
Neue Gefechte zwischen Rebellen und Regierungstruppen in Sri Lanka
So.18.06.06 - In Sri Lanka haben sich die tamilischen Rebellen erneut heftige
Gefechte mit den Sicherheitskräften geliefert. Die Rebellen griffen
einen Marinestützpunkt im Nordwesten des Landes an und
töteten mindestens sechs Soldaten, wie die srilankischen
Streitkräfte erklärten. Auch bis zu 30 Rebellen kamen den
Angaben zufolge ums Leben. Später sollen Soldaten eine Dorfkirche
gestürmt haben, in denen sich Tamilen vor den Kämpfen in
Sicherheit gebracht hatten. Fünf Menschen wurden getötet.
«Wir waren alle in der Kirche, als die Marine und das Heer das
Feuer eröffneten», sagte eine Augenzeugin. «Eine
Granate wurde durch ein Fenster hereingeworfen.» Die Angaben
anderer Augenzeugen deckten sich mit ihren Aussagen. Die
Streitkräfte wiesen die Anschuldigungen zurück und
beschuldigten die Rebellen. Das Dorf sei von Kämpfern der
Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) angegriffen worden, sagte
Marinesprecher D.K.P. Dassanayake. «Wir nehmen keine Zivilisten
ins Visier.» Wegen der Gewalt in der Region suchen die Bewohner
häufig Schutz in den Kirchen.
Die den Rebellen nahe stehende Website TamilNet erklärte, bei dem
Gefecht um den Stützpunkt seien auch 30 Zivilpersonen verletzt
worden. Hunderte weitere seien aus der Region geflohen und hätten
in Kirchen Schutz gesucht. Der Angriff war die erste Reaktion der
Rebellen auf zweitägige Luftangriffe der Regierungstruppen. Die
Bombardements wiederum wurden als Vergeltung für einen Anschlag auf
einen Bus bezeichnet, bei dem 64 Menschen getötet wurden. Die
Rebellen haben jede Verwicklung in den Anschlag bestritten. Seitdem wird
befürchtet, dass der Bürgerkrieg wieder aufflammen
könnte.
Aufmerksame Fischer vereitelten unterdessen nach Polizeiangaben einen
geplanten Selbstmordanschlag. Sie nahmen zwei Männer in Gewahrsam,
die nahe der Hauptstadt Colombo an Land schwammen. Bei ihnen wurde
Sprengstoff entdeckt, wie Polizeisprecher N.J. Illangakoon
erklärte. Die beiden Männer schluckten seinen Angaben zufolge
Cyanid-Kapsel und wurden in ein Krankenhaus gebracht. Ihr Zustand wurde
als kritisch beschrieben.
Die LTTE kämpft seit 1983 für einen eigenen Staat. Die
gewaltsame Auseinandersetzung hat bislang 65.000 Menschen das Leben
gekostet. Im Februar 2002 vereinbarten Regierung und Rebellen unter der
Vermittlung Norwegens eine Waffenruhe, Friedensgespräche liegen
zurzeit aber auf Eis.
(Quelle: ap)
Russland und China wollen Probleme in Asien gemeinsam lösen
So.18.06.06 - Russland und China haben zum Abschluss eines Gipfeltreffens in
Kasachstan gemeinsame Anstrengungen zur Lösung der Probleme in
Asien gefordert. Angesichts der bestehenden Bedrohungen und
Herausforderungen dürfe niemand in der Region tatenlos bleiben,
sagte der russische Präsident Wladimir Putin am Samstag in Almaty.
Er verwies auf Terrorismus, die Vogelgrippe und Aids als die
größten Probleme. Die Delegierten der Konferenz zu
Interaktionen und Vertrauensbildenden Maßnahmen (CICA) riefen
wiederholt zu Frieden in Asien auf.
Ein multilateraler Ansatz sei für die Region von
größter Bedeutung, sagte der chinesische Präsident Hu
Jintao in seiner Rede. Er betonte, das Prinzip der nationalen
Souveränität müsse unbedingt respektiert werden. Zum
Abschluss des eintägigen Treffens unterzeichneten die Delegierten
eine Erklärung, nach der die Mitglieder gemeinsam den Terrorismus
und das organisierte Verbrechen, Separatismus und Drogenhandel
bekämpfen wollen. Außerdem forderten sie, dass ein Kandidat
aus Asien Nachfolger von Kofi Annan als UN-Generalsekretär werden
müsse.
(Quelle: ap)
Führer der tschetschenischen Rebellen getötet
So.18.06.06 - Der russischen Armee ist ein harter Schlag gegen die tschetschenischen
Rebellen gelungen: Spezialeinheiten töteten den Anführer des
tschetschenischen Rebellen, Adul-Malik Sadulajew. Er sei im Rahmen einer
gezielten Operation durch Truppen des Innenministeriums in seinem
tschechenischen Geburtsort Argun eliminiert worden.
Das sagte der Regierungschef der russischen Teilrepublik
Tschetschenien, Ramsan Kadyrow, am Samstag der Agentur Interfax.
Sadulajew, auch als «Präsident Itschkeriens» bekannt,
galt als radikal und wurde dem streng muslimischen wahabitischen Zweig
der Rebellen zugeordnet.
Der Tod Sadulajews werde die Situation in Tschetschenien kaum
verändern, sagte der russische Politologe Sergej Markow. Im
Gegensatz zu seinem Vorgänger, dem Rebellenführer und
tschetschenischen Ex- Präsidenten Aslan Maschadow, sei Sadulajew
nie eine politische Autorität gewesen. Sadulajew war im März
2005 nach dem Tod Maschadows zu dessen Nachfolger als Führer des
Untergrundes aufgerückt. Um die Situation in Tschetschenien zu
verbessern, müssten einige Figuren mehr beseitigt werden, unter
ihnen den Chef des islamistischen Flügels der Rebellen, Schamil
Bassajew, sagte Markow weiter.
Sadulajew kam 1967 in Argun zur Welt. Im ersten Tschetschenienkrieg von
1994-1996 war er Feldkommandeur der Separatisten und wurde später
als Fernsehprediger bekannt. Als fundamentalistischen Gruppen nahe
stehender Rebell befürwortete er die Ausweitung des Krieges in die
muslimischen Nachbarrepubliken mit dem Ziel, im Kaukasus einen
religiösen Staat zu schaffen. Er beendete die Politik seines
Vorgängers Maschadows, der Verhandlungen mit Russland angestrebt
hatte.
(Quelle: dpa)
Sozialdemokraten gewinnen laut Prognose Wahl in der Slowakei
So.18.06.06 - Die oppositionellen Sozialdemokraten haben laut Wählernachfragen
die Parlamentswahl in der Slowakei gewonnen. Auf die Partei Smer von
Robert Fico entfielen demnach 27,2 Prozent der Stimmen. Die Slowakische
Demokratische und Christliche Union (SDKU) von Ministerpräsident
Mikulas Dzurinda kann mit 19 Prozent rechnen, wie das Institut MVK nach
der Abstimmung am Samstagabend mitteilte. Den Wahlkampf hatten die
Zukunft des wirtschaftlichen Reformkurses und die baldige
Einführung des Euros dominiert.
Letzte Umfragen hatten bereits einen Sieg der Smer prognostiziert.
Dzurindas SDKU wurden zwölf Prozent vorausgesagt. Der
Ministerpräsident, der das Land für den EU-Beitritt fit
gemacht hat, konnte damit offenbar ein deutlich besseres Ergebnis
einfahren als erwartet. Auf die Partei der Ungarischen Koalition (SMK)
entfielen der Nachfrage zufolge 11,8 Prozent der Stimmen. Für die
Slowakische Nationalpartei stimmten laut MVK 9,6 Prozent, für die
zentristische Bewegung für eine Demokratische Slowakei (HZDS) des
früheren Ministerpräsidenten Vladimir Meciar 8,6 Prozent der
Wahlberechtigten. Offizielle Ergebnisse werden für (heutigen)
Sonntag erwartet. Fico, der sich in populistischer Manier auch für
Recht und Ordnung einsetzt, erklärte nach seiner Stimmabgabe, er
hoffe, mit ein oder zwei Koalitionspartnern künftig die Regierung
zu stellen.
Dzurinda hat im Wahlkampf stets betont, dass die Zukunft der Slowakei
in Europa liege und dass weitere Opfer notwendig seien, um bis 2009 den
Euro einzuführen. Beobachter haben jedoch schon seit Wochen
über alternative Regierungsbündnisse spekuliert. Demnach
könnte Fico mit Meciars HZDS und der Slowakischen Nationalpartei
eine Koalition bilden. Möglich wäre auch eine Einbeziehung
der SMK. Befürchtet wurde allemal, dass die Stabilität der
letzten acht Jahre nach der Wahl vorbei sein könnte.
(Quelle: ap)
Deutschland
Streit um neues Ehegattensplitting
So.18.06.06 - Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) und die CSU haben
Forderungen aus der CDU nach einer Abschaffung des steuerlichen
Ehegattensplittings zurückgewiesen. «Wer jetzt das
Ehegattensplitting abschaffen will, muss wissen, dass er genau die
trifft, die sonst Gegenstand seiner Sonntagsreden sind.»
Das sagte Steinbrück der «Bild am Sonntag». Von einer
Abschaffung wären vor allem Ehepaare mit einem Verdiener und einem
oder zwei Kindern betroffen. «Also eigentlich genau der Teil der
Gesellschaft, für den wir etwas tun wollen.» Die
Steuergewerkschaft nannte den Vorstoß von
CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla «absurd». Die
Grünen halten einen Ausstieg aus dem Ehegattensplitting dagegen
für überfällig.
Der familienpolitische Sprecher der CSU-Bundestagsfraktion, Johannes
Singhammer, lehnte Änderungen ab. «Das Ehegattensplitting in
der jetzigen Form ist eine gerechte Regelung», sagte er der
«Berliner Zeitung». Ein Umbau sei ebenso wie die
Abschaffung des Splittings verfassungsrechtlich hochproblematisch. Dies
mit der CSU nicht zu machen, sagte der bayerische Wirtschaftsminister
Erwin Huber (CSU) der «Passauer Neuen Presse». Das
Bundesverfassungsgericht habe das Ehegattensplitting mehrfach
bestätigt und betont, dass es keine Steuervergünstigung sei,
die zur Disposition stehe.
Rückendeckung erhielt Pofalla von den Ministerpräsidenten von
Sachsen und Sachsen-Anhalt, Georg Milbradt und Wolfgang Böhmer
(beide CDU). «Das ist ein sehr interessanter Vorschlag»,
sagte Böhmer dem «Kölner Stadt-Anzeiger»
(Samstag). «Ob wir uns das finanziell leisten können, muss
erst noch gerechnet werden.» Auch die Junge Union ist für
eine Abschaffung. «Die Förderung von Kindern ist wichtiger
als die einer Institution», sagte deren Vorsitzender Philipp
Mißfelder der «Welt am Sonntag».
Die Vorsitzende der CDU-Frauen-Union, Maria Böhmer, sagte
derselben Zeitung, Pofallas Pläne zur Neuordnung seien der
richtige Weg. Es müssten aber weitere Schritte folgen. So solle
die Steuerklasse V abgeschafft und ein einheitlicher Grundfreibetrag
für Eltern und Kinder von je 8000 Euro eingeführt werden.
Pofalla hatte vorgeschlagen, einen Teil der steuerlichen Entlastung von
Eheleuten beizubehalten, die bisherige Regelung aber zum
Familiensplitting zu erweitern und so künftig Kinder stärker
zu berücksichtigen. Damit sollen besondere Belastungen von
Familien mit Kindern besser ausgeglichen werden.
Das 1958 eingeführte Ehegattensplitting kostet den Staat
jährlich mehr als 20 Milliarden Euro Einnahmen. Beim Splitting
addiert der Fiskus die Einkommen der Eheleute und verteilt sie zu
gleichen Teilen. Am größten ist der Steuervorteil, wenn ein
Partner viel und der andere gar nichts verdient. Es begünstigt vor
allem besser verdienende Paare, bei denen die Frau zu Hause bleibt. Die
Union hatte die Abschaffung des Splittings in seiner jetzigen Form
bisher vehement bekämpft.
Der Vorsitzende der Deutschen Steuergewerkschaft, Dieter Ondracek,
kritisierte in der Berliner Zeitung «BZ am Sonntag», die
neue Diskussion zeige, dass einige Politiker vom Steuerrecht keine
Ahnung hätten. Die Chefin der Grünen-Bundestagsfraktion,
Renate Künast, warf der SPD einen Zickzack-Kurs vor. Noch im Mai
habe sich SPD- Fraktionschef Peter Struck für eine Abschaffung des
Splittings zur Finanzierung kostenloser Kindergartenplätze stark
gemacht. «Statt kinderlose Ehen zu privilegieren, müssen wir
dafür sorgen, dass das Geld direkt in der Förderung der
Kinder landet.»
(Quelle: dpa)
Gutachten beklagt undurchsichtige Vorstandsbezüge der Kassen
So.18.06.06 - Die Vorstandsbezüge der rund 250 gesetzlichen Krankenkassen sind
einer Expertise zufolge kaum vergleichbar und für die
Öffentlichkeit undurchsichtig.
Vergleiche müssten aus Hunderten Einzelveröffentlichungen
zusammengesucht werden, denn es existiere nirgends eine zusammenfassende
Darstellung oder Liste, zitiert das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel"
aus einem von der Linksfraktion in Auftrag gegebenem Gutachten des
Wissenschaftlichen Beirats des Bundestages. Zudem weigerten sich 17
Kassen, darunter die Techniker Krankenkasse und die BKK Dr. Oetker und
die BKK Hoechst, die Vorstandsbezüge wie gesetzlich vorgeschrieben
zu veröffentlichen. Mehrere Kassen haben gegen die
Offenbarungspflicht geklagt.
Die Vorstandsbezüge der Krankenkassenchefs hatten in der
Vergangenheit wegen ihrer Höhe immer wieder für Kontroversen
gesorgt. Laut "Spiegel" erhielt der Vorstandsvorsitzende der Barmer
Ersatzkasse, Eckart Fiedler, im vergangenen Jahr 185.422 Euro
Grundvergütung; 166.400 Euro habe der Chef der mit rund 380.000
Versicherten relativ kleinen BKK Essanelle erhalten. "Manche
Vorstände betrachten ihre Kassen offenbar als
Selbstbedienungsladen", sagte Linkspartei-Fraktionsvize Gesine
Lötzsch dem Magazin.
(Quelle: rtr)
'Spiegel': Arbeitslosenzahl auch durch neue Statistik gesunken
So.18.06.06 - Der deutliche Rückgang der Zahl der Arbeitslosen im Mai ist einem
"Spiegel"-Bericht zufolge auch auf eine neue Software
zurückzuführen. Von den 255.000 weniger als arbeitslos
gemeldeten Menschen gingen womöglich mehr als die Hälfte auf
eine interne Software-Umstellung zurück, nach der sie nicht mehr
als "arbeitslos", sondern lediglich als "arbeitssuchend" gezählt
würden, berichtete das Hamburger Nachrichtenmagazin am Samstag
vorab. Es handele sich dabei um ein neues EDV-System, bei dem krank
gemeldete Arbeitslose erstmals flächendeckend und korrekt
registriert würden und deshalb aus der Statistik fielen. Die Zahl
der Arbeitslosen war im Mai laut Bundesanstalt für Arbeit im
Vergleich zum April um 255.000 auf 4,535 Millionen gesunken.
(Quelle: afp)
Großes Interesse von Migrantenorganisationen an Integrationsgipfel
So.18.06.06 - Die Bereitschaft von Zuwanderer-Organisationen zur Teilnahme und
Mitarbeit an dem für Juli geplanten Integrationsgipfel der
Bundesregierung ist nach Darstellung der Staatsministerin im
Kanzleramt, Maria Böhmer, überwältigend. «Das
Interesse ist so groß, dass ich ganze Säle im
Bundeskanzleramt füllen könnte», sagte die
Migrationsbeauftragte der Bundesregierung dem Berliner
«Tagesspiegel am Sonntag».
Die CDU-Politikerin plädierte für einen Vertrag zwischen
Mehrheitsgesellschaft und Migranten. «Es geht darum, bestimmte
Regeln zu vereinbaren», sagte sie. «Wer Regeln verletzt,
hat auch Folgen zu tragen.»
Die Integrationsbeauftragte kündigte neue Anstrengungen zur
Bekämpfung von Zwangsverheiratungen an. Dies müsse ein
eigener Straftatbestand werden, forderte sie. Zugleich müssten
aber auch Hilfsangebote für die betroffenen Mädchen
geschaffen werden. Wichtig sei auch der Erwerb von Grundkenntnissen der
deutschen Sprache im Herkunftsland. «Damit tragen wir dazu bei,
dass die Mädchen und Frauen, die hierher kommen, selbst bestimmt
handeln können», sagte Böhmer.
(Quelle: ap)
Joschka Fischer wird Gastprofessor an US-Elite-Uni Princeton
So.18.06.06 - Joschka Fischer geht im Herbst als Gastprofessor an die amerikanische
Princeton-Universität. Der frühere Bundesaußenminister
werde einer der Dozenten für den Kurs «Internationale
Krisendiplomatie», teilte die Woodrow Wilson School of Public and
International Affairs der Elite-Uni am Samstag mit. Im Frühjahr
soll ein Seminar über internationale Beziehungen folgen.
Fischer hat demnach einen Ein-Jahres-Vertrag als «Frederick H.
Schultz Class of 1951 Professor of International Economic Policy»
unterzeichnet. Außerdem wird er leitendes Mitglied am Wilson
School's Liechtenstein Institute of Self-Determination und Mitglied am
EU-Programm von Princeton sein. Er verfüge über einen
lebhaften Verstand und ungemein viel Erfahrung, erklärte die
Dekanin der Woodrow Wilson School, Anne-Marie Slaughter. Fischer selbst
wird in der Mitteilung mit den Worten zitiert, er freue sich darauf,
sich der Fakultät anzuschließen. Der Posten sei eine
exzellente Gelegenheit, neue Projekte zu beginnen.
Der 58-Jährige war von 1998 bis 2005 Bundesaußenminister,
derzeit sitzt er für die Grünen im Bundestag. In Princeton
hatte er bereits 2003 einen Vortrag über «Europa und die
Zukunft der transatlantischen Beziehungen» gehalten. Studiert hat
er nicht.
(Quelle: ap)