Aktuelle Nachrichten
Irak am siebenhundertfünfunddreißigsten Tag nach Erlangung
der formellen Souveränität
Al Sarkawi soll Kontakte zur irakischen Regierung gehabt haben.
Exsoldat im Zusammenhang mit Mord an irakischem Mädchen
festgenommen. Wieder zahlreiche Tote im Irak
Di.04.07.06 - Bei dem getöteten Terroristenführer Abu Mussab al Sarkawi
sind nach Angaben eines irakischen Abgeordneten die Telefonnummern von
Regierungsmitarbeitern gefunden worden. Der Abgeordnete Waiel Abdul
Latif nannte am Montag keine Namen, erklärte jedoch, bei ihnen
handele es sich um Mitarbeiter von Ministerien und Mitglieder des
Parlaments. Latif forderte eine Untersuchung und eine Bestrafung der
Betroffenen. Al Sarkawi war Anfang Juni bei einem US-Luftangriff
getötet worden.
Bombenanschläge und Überfälle kosteten am Montag erneut
mindestens zehn Menschen das Leben. Bei einem Sprengstoffanschlag in
Mossul im Norden des Landes wurden mindestens sieben Menschen
getötet. Die Autobombe explodierte auf einem Basar, wie die
Polizei mitteilte. Eigentliches Ziel des Anschlags sei offenbar eine
Polizeistreife gewesen. Bei den Opfern handelt es sich nach Angaben
eines Krankenhausarztes um Zivilpersonen. 28 Menschen seien verletzt
worden.
Ein Markt in Mahmudija, 30 Kilometer südlich von Bagdad, wurde den
zweiten Tag in Folge Ziel von Anschlägen. Die Polizei
erklärte, bei einer ersten Explosion seien drei Menschen
getötet und weitere 22 verletzt worden. Vier Stunden später
detonierte ein weiterer Sprengsatz und tötete zwei Menschen. Erst
am Sonntagabend hatte ein Anschlag auf den Markt drei Menschen das
Leben gekostet.
In der Provinz Anbar im Westen des Landes wurde ein
US-Marineinfanterist bei einem Kampfeinsatz getötet, wie die
amerikanischen Streitkräfte erklärten. Bereits am Sonntag kam
ein Soldat bei einem Bombenanschlag nördlich von Bagdad ums Leben.
In Mandali nahe der iranischen Grenze wurden die Leichen von fünf
irakischen Soldaten gefunden. Sie wiesen zahlreiche Schusswunden auf.
Im Osten Bagdads sprengte sich ein Selbstmordattentäter in seinem
Auto in die Luft. Bei der Explosion vor einem Krankenhaus wurden
fünf Menschen verletzt.
Ein weiterer Bombenanschlag setzte im Nordirak eine Pipeline in Brand.
Die Behörden erklärten jedoch, der Schaden könne
innerhalb weniger Tage behoben werden.
Jordanien lehnte eine Auslieferung der ältesten Tochter Saddam
Husseins an die irakischen Behörden indirekt ab. «Raghad
Saddam Hussein und ihre Kinder sind aus rein humanitären
Gründen in Jordanien, als Gäste und unter dem Schutz der
Haschemiten (des jordanischen Königshauses)», sagte der
jordanische Ministerpräsident Maruf al Bachit am Sonntagabend. Er
reagierte damit auf eine in Bagdad veröffentlichte Liste mit 41
von der irakischen Regierung gesuchten Personen.
Im Zusammenhang mit der mutmaßlichen Vergewaltigung und Ermordung
eines jungen Mädchens im Irak muss sich ein US-Veteran vor Gericht
verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 21-jährigen Steven
Green vor, im März gemeinsam mit anderen Soldaten in das Haus der
Familie eingedrungen zu sein. Nach der Vergewaltigung habe Green das
Mädchen und drei seiner Angehörigen erschossen. Green
erschien am Montag vor Gericht in Charlotte im US-Staat North Carolina.
Der aus den Streitkräften entlassene Verdächtige war in den
vergangenen Tagen in North Carolina festgenommen worden, wie aus
Kreisen der Bundesbehörden verlautete. Er sollte nach Louisville
in Kentucky überstellt werden, wo er zuvor stationiert war. Die
Gründe für seine Entlassung waren nicht bekannt. Vier weitere
Mitglieder der 502. Infantrie-Division mussten ihre Waffen abgeben und
durften ihren Stützpunkt nahe der irakischen Stadt Mahmudija nicht
verlassen. Bei einer Verurteilung wegen Mordes droht den Soldaten die
Todesstrafe.
Die Zeitung «The Washington Post» berichtete, bei dem
Vergewaltigungsopfer handele es sich um 15-jähriges Mädchen.
Ihre Mutter sei besorgt gewesen, weil die Tochter die Aufmerksamkeit
der Soldaten an einem Kontrollpunkt erregt habe.
Einem Gewährsmann zufolge kam der Fall nach der grausamen
Tötung und Verstümmelung von zwei entführten US-Soldaten
im Raum Mahmudija Mitte Juni ans Licht. Offenbar aus Gewissensbissen
heraus habe einer der mutmaßlichen Beteiligten die Ermordung der
Familie gestanden.
(Quellen: ap, dpa)
Blick ins Archiv:
Der Krieg gegen Irak begann am 20. März 2003
Knapp zwei Stunden nach Ablauf eines Ultimatums an den irakischen Staatschef
Hussein flog die US-Armee erste Luftangriffe auf Bagdad.
US-Präsident Bush hatte
Hussein eine Frist gesetzt, bis zwei Uhr Mitteleuropäischer Zeit das Land zu verlassen.
Der irakische Machthaber hatte zuvor bereits einen Gang ins Exil abgelehnt. Bush erklärte in
einer Fernsehansprache
(19.03.03 - 10:16 P.M. EST / 20.03.03 - 4:15 MEZ) , die erste Phase zur Entwaffnung des Irak sei eingeleitet
worden. Er habe angeordnet, ausgewählte militärische Ziele anzugreifen. Dies sei der Ausgangspunkt
für eine breit angelegte Aktion. Bush räumte ein, der Krieg könnte länger dauern und
schwieriger werden, als manche vorhersagten. Die USA und ihre Verbündeten wärden
alles versuchen, um unschuldige Zivilisten zu schonen....
Chronologie des Irak-Kriegs:
Teil 1: 20.03. bis 30.06.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv3/irak_01.htm#news
Teil 2: 01.07. bis 31.10.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv4/irak_02.htm#news
Teil 3: 01.11. bis 31.12.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv5/irak_03.htm#news
Teil 4: 01.01. bis 31.05.2004
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_04.htm#news
Teil 5: 01.06. bis 31.10.2004
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_05.htm#news
Teil 6: 01.11. 2003 bis 30.04.2005
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_06.htm#news
Teil 7: 01.05. 2005 bis 04.07.2005
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_07.htm#news
Vor einem Jahr:
Irak am dreihunderteinundsiebzigsten Tag nach Erlangung der formellen Souveränität
Mo.04.07.05 - Erneut viele Tote bei einer Reihe von Anschlägen +++ Ägyptischer
Spitzendiplomat im Irak entführt +++ London besorgt über
Folter-Berichte. Britische und amerikanische Besatzer haben offenbar
bislang nicht in weit verbreitete Menschenrechtsverletzungen der
irakischen Sicherheitskräfte eingegriffen...
Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv7/k0507040.htm#news
Zitate zur Begründung des Irak-Krieges:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402040.htm#040204_a
Auszüge aus Powells 'Beweisen' zum Irak vom 5. Februar 2003:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402040.htm#040204_b
... Lügen und Täuschungen, die in
London und Washington produziert wurden, verursachten den Tod von bis
zu 55.000 Irakern, unter ihnen 9.600 Zivilisten... John Pilger, ZNet 05.02.2004... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402110.htm#040211_b
Iraq Body Count:
http://www.iraqbodycount.net
Fr.29.10.04 - Einer Studie zufolge sind rund 100.000 Iraker an den Kriegsfolgen
gestorben. Die meisten Todesfälle gingen auf Gewalteinwirkung
zurück, nicht zuletzt durch Luftangriffe der Alliierten, wie es in
der Studie heißt, die auf der Website der renommierten
britischen Medizinzeitschrift «The Lancet» [http://www.thelancet.com]
veröffentlicht wurde... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv3\irak_k01.htm#bodycount
Sa.04.02.06 - Seit Beginn des Irak-Kriegs im März 2003 sind mindestens 2.248
Angehörige der US-Streitkräfte ums Leben gekommen. Der weitaus
größte Teil kam erst nach dem offiziellen Ende der
Hauptkampfhandlungen am 1. Mai 2003 ums Leben.
Zur Zahl der seit Kriegsbeginn getöteten Iraker gibt es keine
verlässlichen Angaben.
(Quelle: ap)
«Kanonenfutter für das Pentagon»
... wer sind sie eigentlich - die toten amerikanischen Soldaten?... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402110.htm#040211_a
'Statt des Sohnes kam eine leere Hülle aus dem Irak zurück'
»Ich wünschte, ich könnte euch erzählen, daß
unsere Familie wieder heil und glücklich ist, seit mein Sohn aus
dem Irak in ein ziviles Leben zurückgekehrt ist. Aber das ist
nicht der Fall. Mein Sohn ist 21 Jahre alt, er ist obdach- und
arbeitslos. Am 11. Januar (2006) hat er sein Auto in den frühen
Morgenstunden an einen Betonpfeiler gefahren. Niemand, der das Auto
sah, konnte sich vorstellen, daß er den Unfall überlebt hat.
Ich erinnere mich an den Tag, als ich den Anruf bekam: Mein Sohn war
zurück aus dem Krieg, zurück in den Staaten. Ich sank
schluchzend zusammen und dankte dem Schöpfer dafür, daß
er am Leben war. Damals hatte ich keine Ahnung, daß alles, was da
aus dem Krieg zurückkehrte, nur eine Hülle war. Der Geist
meines Jungen und seine Seele müssen immer noch irgendwo in den
Straßen des Irak herumirren... «
Georgia Stillwell, Mitglied der Organisation »Military Families
Speak Out«... Mehr unter:
http://www.jungewelt.de/2006/02-10/056.php
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Nahost-Konflikt
Ultimatum für entführten sraelischen Soldaten abgelaufen
Di.04.07.06 - Ein von den Entführern des israelischen Soldaten Gilad Schalit
gestelltes Ultimatum ist am Dienstagmorgen abgelaufen. Die israelische
Regierung machte keine Anstalten, die Forderungen der Geiselnehmer zu
erfüllen und mehr als 1.000 palästinensische Häftlinge
freizulassen. Auch von den Entführern gab es nach Ablauf der Frist
um 06.00 Uhr Ortszeit (05.00 Uhr MESZ) zunächst keine neuen
Nachrichten.
Der militärische Flügel der Hamas hatte am Montag
erklärt, wenn Israel die Forderungen nicht erfülle,
«werden wir den Fall des Soldaten als abgeschlossen
betrachten». Die israelische Regierung müsse dann
«alle Konsequenzen tragen».
Israel weitete daraufhin seine Offensive im Gazastreifen aus. Nach
palästinensischer Darstellung rückten in der Nacht zum
Dienstag Panzer in die Ortschaft Beit Hanun im Norden des
Autonomiegebiets vor, die israelischen Streitkräfte erklärten
indes, ihre Truppen befänden sich noch außerhalb der Stadt.
Bei einem Luftangriff in Beit Hanun war zuvor ein Mitglied der
radikalislamischen Hamas getötet worden, vier Personen wurden
verletzt. Nach israelischen Angaben hatten sie versucht, in der
Nähe israelischer Stellungen eine Bombe zu legen.
Israelische Kampfjets griffen außerdem die Islamische
Universität in Gaza-Stadt an. Das Gebäude der
Studentenvertretung wurde getroffen und geriet in Brand, Menschen kamen
nach palästinensischen Angaben nicht zu Schaden. Die
Universität gilt als Hochburg der radikalislamischen
Hamas-Bewegung, die die palästinensische Regierung stellt.
Im Westjordanland nahmen israelische Soldaten mehrere
Palästinenser fest, die nach Militärangaben an der
Entführung und Ermordung eines 18-jährigen Siedlers beteiligt
waren. Die Truppen umstellten ein Gebäude der
palästinensischen Polizei in Ramallah und nahmen drei Männer
fest. Ein vierter Verdächtiger sei schon früher gefasst
worden, erklärten die Streitkräfte. Der Leichnam des
entführten Siedlers Eliahu Ascheri war am vergangenen Donnerstag
in der Nähe von Ramallah aufgefunden worden.
(Quelle: ap)
Hamas-Regierung für diplomatische Lösung
Di.04.07.06 - Die palästinensische Hamas-Regierung hat sich für eine
diplomatische Lösung des Konflikts mit Israel wegen des
verschleppten Soldaten Gilad Schalit ausgesprochen. Seit der
Entführung des israelischen Soldaten haben wir dazu aufgerufen,
sein Leben zu schützen und das Problem über ruhige
diplomatische Kanäle zu lösen», erklärte
Regierungssprecher Ghaso Hamad am Montag. Das Problem sollte mit Logik
und Weisheit gelöst werden. Und die Chance dafür bestehe
immer noch, sagte Hamad.
Zuvor hatten die palästinensischen Entführer des Soldaten der
israelischen Regierung ein Ultimatum gestellt. Demnach sollte bis zum
(heutgen) Dienstag, 06.00 Uhr Ortszeit, mit der Freilassung
palästinensischer Häftlinge begonnen werden, andernfalls
müsse Israel den Preis für die Konsequenzen zahlen. Israel
lehnte einen Deal mit den Entführern ab und weitete seine
Offensive im Gazastreifen aus.
Die EU-Kommission forderte am Montag die sofortige und bedingungslose
Freilassung des verschleppten Soldaten. Zugleich rief sie die
israelische Regierung auf, im Westjordanland verhaftete Hamas-Politiker
freizulassen, darunter acht Minister und 26 Abgeordnete. Außerdem
ermahnte die EU-Kommission in einer Erklärung Israel zur
Zurückhaltung bei ihrer jüngsten Offensive im Gazastreifen.
Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso sagte während eines
Besuchs in der finnischen Hauptstadt Helsinki, die EU sei «sehr
besorgt wegen der negativen Entwicklungen, die wir jetzt sehen».
Er bot die Hilfe der EU-Mitgliedstaaten an, um den Konflikt friedlich
beizulegen.
(Quelle: ap)
Palästinenserparlament will in Den Haag gegen Hamas-Festnahme
klagen
Di.04.07.06 - Das palästinensische Parlament in Ramallah will vor dem
Internationalen Gerichtshof in Den Haag gegen die Festnahme von mehr als
60 Hamas-Mitgliedern klagen. Bei einer Sondersitzung in Ramallah
beschloss das Parlament die Bildung eines Ausschusses, der eine Klage
gegen Israel vorbereiten soll. Die israelische Armee hatte die
Hamas-Mitglieder in der vergangenen Woche festgenommen. Zu den
Festgenommenen gehören auch 30 Minister und Abgeordnete.
(Quelle: dpa)
AU will Friedenstruppe bis Ende des Jahres in Darfur lassen
Di.04.07.06 - Entgegen bisheriger Ankündigungen will die Afrikanische Union (AU)
ihre Friedenstruppe nun doch bis Ende des Jahres in der sudanesischen
Krisenprovinz Darfur lassen. Dies kündigte der Präsident der
Republik Kongo (Kongo-Brazzaville), Denis Sassou Nguesso, zum Abschluss
des AU-Gipfels in gambischen Hauptstadt Banjul an. Die AU hatte bisher
rund 7000 Soldaten in der Krisenregion stationiert, die etwa so
groß ist wie Frankreich.
Ursprünglich hatte die AU sich bereits Ende September aus der
Region zurückziehen wollen, doch UN-Generalsekretär Kofi Annan
rief die afrikanischen Verantwortlichen zu "Flexibilität" auf. Er
sagte zu, bei einer Geberkonferenz am 18. Juli Geld für die
Finanzierung des Einsatz zu sammeln.
Die Vereinten Nationen wollen etwa 17.000 Soldaten für eine
Friedenstruppe bereitstellen, die Anfang kommenden Jahres ihren Einsatz
beginnen soll. Annan zeigte sich vorsichtig optimistisch hinsichtlich
der Gespräche mit der Führung in Khartum über die
Friedenstruppe, die den Einsatz bislang ablehnte. Der sudanesische
Präsident Omar Beschir habe zugesagt, dass er vor Ende Juli einen
Plan für die nächsten sechs Monate zur Verbesserung der Lage
in Darfur vorlegen wolle.
In Darfur herrscht seit Februar 2003 ein Bürgerkrieg.
Schwarzafrikanische Rebellengruppen und von der arabisch-islamischen
Regierung in Khartum unterstützte arabische Reitermilizen liefern
sich dabei Kämpfe. Nach UN-Schätzungen starben bislang bis zu
300.000 Menschen in dem Konflikt; weitere 2,6 Millionen wurden in die
Flucht getrieben.
(Quelle: afp)
Forschungsinstitut weist auf wachsenden Einfluss Chinas in Afrika hin
Di.04.07.06 - Bei der Bekämpfung der Armut in Afrika sollte der Westen nach
Ansicht britischer Wissenschaftler stärker mit China
zusammenarbeiten. Chinas wachsender Einfluss in Afrika bringe Vorteile,
aber auch Probleme mit sich, erklärte das Forschungsinstitut IPPR
(Institute for Public Policy Research) am Montag in einer
Pressemitteilung. Es bestehe die Gefahr, dass China die
Menschenrechtsstandards in Afrika verschlechtern könnte, warnte
IPPR-Mitarbeiter David Mepham.
China sei derzeit der größte Unterstützer der
international kritisierten Regierungen des Sudans und Simbabwes. Bislang
zeige Peking wenig Interesse daran, sich an internationalen Initiativen
etwa zur Korruptionsbekämpfung in Afrika zu beteiligen. Die
G-8-Staaten sollten China «nicht dämonisieren, sondern neue
Wege finden, um mit den Afrikanern und mit China
zusammenzuarbeiten», forderte Mepham.
Der nächste G-8-Gipfel findet vom 15. bis 17. Juli in Sankt
Petersburg statt. Die Gruppe der sieben führenden Industriestaaten
und Russland hatten im vergangenen Jahr einen umfassenden Aktionsplan
für Afrika beschlossen, der eine Verdoppelung der Entwicklungshilfe
auf 50 Milliarden Dollar bis 2010 vorsieht.
(Quelle: ap)
EU zu Freihandelsabkommen mit Russland bereit
Di.04.07.06 - Die Europäische Union will über ein Freihandelsabkommen mit
Russland verhandeln, sobald Russland der Welthandelsorganisation WTO
beigetreten ist. «Das wäre sehr bedeutend für die
europäische Wirtschaft», sagte EU-Kommissionspräsident
José Manuel Barroso in Helsinki.
Die Beziehungen zu Russland sollten eine neue Priorität bekommen.
Dabei gehe es auch um Energiefragen. Die EU-Kommission, die geschlossen
zu einem Treffen mit der neuen finnischen EU-Ratspräsidentschaft
gereist war, beschloss auch einen Vorschlag für einen neuen
Vertrag über die Beziehungen zwischen der Union und Moskau. Dieser
Vertrag soll das Partnerschafts- und Kooperationsabkommen ablösen,
das Ende 2007 ausläuft.
Näheres soll beim EU-Russland-Gipfel im November in Finnland
besprochen werden, sagte der finnische Premierminister Matti Vanhanen,
dessen Regierung die gemeinsame Politik der 25 EU-Staaten in den
kommenden sechs Monaten koordiniert. Barroso sagte in Helsinki, zu
einem Zeitrahmen für ein Freihandelsabkommen könne er
gegenwärtig noch nichts sagen.
Eine Sprecherin der EU-Kommission sagte, die Behörde hoffe darauf,
bis Ende dieses Jahres das grüne Licht der 25 EU-Regierungen
für den Vertrag über die neuen Beziehungen zu Russland
bekommen. Wirkliche Verhandlungen sollten dann erst im kommenden Jahr
beginnen. «Kurzfristig sieht das Mandat für das neue
Rahmenabkommen mit Russland kein Freihandelsabkommen vor», sagte
ein Kommissionssprecher.
Vordringlich sei die EU an einem neuen Rahmenabkommen interessiert.
Dabei gehe es um alle vier «Körbe», die zwischen
Russland und der EU bereits definiert wurden. Dazu gehören Fragen
der Demokratie und Menschenrechte, der außen- und
sicherheitspolitischen Zusammenarbeit, des Kampfes gegen
Kriminalität und Terrorismus sowie um wirtschaftliche Kooperation.
«Ein Freihandelsabkommen wäre etwas, das dem Beitritt zur
WTO folgen könnte. Aber der WTO-Beitritt Russlands hat
Priorität für die EU», sagte der Kommissionssprecher.
Die Mitgliedschaft Moskaus in der Welthandelsorganisation könne
dazu beitragen, «das Vertrauen der Investoren in Russland wieder
herzustellen und den Marktzugang zu verbessern».
Voraussetzung für den WTO-Beitritt Russlands sei unter anderem
eine Einigung in der umstrittenen Frage der Überflugrechte
europäischer Fluggesellschaften auf dem Weg nach Fernost. Russland
verlangt für das Überfliegen Sibiriens Gebühren, die die
EU für illegal hält.
Russland in der fünftgrößte Handelspartner der EU nach
den USA, der Schweiz, China und Japan. Der Handel zwischen beiden
Seiten hatte den für 2003 vorliegenden Zahlen zufolge ein Volumen
von 85 Milliarden Euro. Das Handelsbilanzdefizit der EU lag bei 20
Milliarden Euro. 57 Prozent der EU-Importe betrafen den Energiesektor.
(Quelle: dpa)
Deutschland treibt Industrieerholung in Euro-Zone an
Di.04.07.06 - Die deutsche Industrie erlebt den stärksten Aufschwung seit sechs
Jahren und treibt damit auch die Erholung der Branche in der Euro-Zone
an.
Der RBS/BME-Einkaufsmanagerindex für Deutschland kletterte im Juni
auf 59,5 von 58,5 Punkten im Vormonat, wie das britische
Forschungsinstitut NTC am Montag mitteilte. Damit notiert der Index nun
schon seit zehn Monaten über der Schwelle von 50 Zählern, ab
der er eine Ausweitung der Geschäfte in dem Sektor anzeigt. Auch
der Index für das Währungsgebiet erreichte mit 57,7 nach 57,0
Punkten im Mai den höchsten Stand seit sechs Jahren. "Die Umfage
zeichnet ein starkes Bild", sagte NTC-Chefvolkswirt Chris Williamson.
Die Firmen in Deutschland und der Euro-Zone stellten so viele neue
Mitarbeiter ein wie seit dem Boomjahr 2000 nicht mehr. "Wir haben einen
großen Wendepunkt am Arbeitsmarkt erreicht", sagte Williamson. Die
Auftragsbücher füllten sich, und die Unternehmen weiteten
ihre Produktion kräftig aus. Wegen der starken Zuwächse beim
Auftragseingang standen die Kapazitäten NTC zufolge erneut unter
Druck, und das Auftragspolster der Industrie wuchs so stark wie noch nie
seit Beginn der Datenerhebung 2002.
Der Index für die deutsche Beschäftigung legte auf 55,1 von
53,5 Zählern zu - das ist der zweithöchste Stand in der
Umfrage, in der seit 1996 rund 400 Unternehmen befragt werden. Auch der
Jobaufbau in der Euro-Zone erreichte ein Sechs-Jahres-Hoch.
Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten für
Deutschland einen Anstieg auf 59,0 Punkte und für die Euro-Zone
einen Anstieg auf 57,4 Zähler erwartet.
Nachdem sich das Produktionswachstum in den vorigen Monaten etwas
abgeschwächt hatte, beschleunigte es sich im Juni so stark, dass
Deutschland den stärksten Produktionsanstieg unter den vier
großen Volkswirtschaften der Euro-Zone verzeichnete: Der
entsprechende Teilindex kletterte für Deutschland auf 62,1 von 60,7
Punkten, für die Euro-Zone auf 60,1 von 59,5 Punkten. Hintergrund
ist die anziehende Nachfrage nach deutschen Industrieerzeugnissen und
die Einführung neuer Produktlinien, die bei den Konsum- und
Vorleistungsgüterproduzenten, aber auch den Herstellern von
Investitionsgütern für kräftige Ausweitungen sorgten.
Vor allem die Inlandsbestellungen legten zu, doch auch bei den
Exportorders verbuchten die Umfrageteilnehmer ein deutliches Plus.
Angezogen hat vor allem die Nachfrage aus Frankreich, Italien, Spanien,
den USA, Polen und der Türkei. In der Euro-Zone ließ die
Dynamik der Auslandsaufträge infolge des starken Euros leicht
nach, erklärte NTC.
Die Preismacht der Firmen in Deutschland und der Euro-Zone verbesserte
sich im Juni weiter: Sie konnten ihre Verkaufspreise so stark
erhöhen wie noch nie, seitdem die Daten im September 2002 erstmals
erhoben wurden. Allerdings stiegen wegen höherer Metallpreise, aber
auch wegen der hohen Öl- und Energiepreise die Kosten ebenfalls
stark an. Während der Druck auf die Gewinnmargen in Deutschland
etwas nachließ, blieb der Abstand zwischen Einkaufs- und
Verkaufspreisen in der Euro-Zone unvermindert hoch.
(Quelle: rtr)
Studie: Deutsche und britische Firmen schaffen am meisten Wert
Di.04.07.06 - DaimlerChrysler, Siemens und die Deutsche Telekom zählen einer
Studie zufolge zu den europäischen Unternehmen, die am meisten Wert
schaffen.
Die drei deutschen Dax-Unternehmen seien unter den größten
700 Firmen Europas nur noch von den britischen Ölriesen Shell und
BP geschlagen worden, hieß es in einer am Montag
veröffentlichten Studie, die von der britischen Regierung in
Auftrag gegeben worden war.
Untersucht wurde der vom Unternehmen geschaffene Mehrwert ("value
added"). Dabei wurden von den Erlösen die Steuern sowie die Kosten
für Zinsen, Abschreibungen und Mitarbeiter abgezogen. Auch wurde
berücksichtigt, wie viel Geld in Forschung und Entwicklung oder
Mitarbeitervergütungen gesteckt wurde und an die Aktionäre
zurückfloss.
Britische, deutsche und französische Unternehmen schnitten im
vergangenen Jahr am besten ab. Sie machten etwa zwei Drittel des
gesamten geschaffenen Mehrwertes von rund 2,2 Billionen Euro aus.
Großbritannien belegte mit einem Anstieg von zehn Prozent den
Spitzenplatz. Unter den Branchen machten Banken den Löwenanteil
aus, gefolgt von Öl- und Gasproduzenten.
(Quelle: rtr)
Koalition einig über Gesundheitsreform
Di.04.07.06 - Die große Koalition hat sich nach langwierigen Verhandlungen auf
Eckpunkte der Gesundheitsreform geeinigt: Union und SPD
verständigten sich nach fast zehnstündigem
Verhandlungsmarathon über die künftige Finanzierung ohne
Steuererhöhungen. Wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin
sagte, sollen die Krankenkassenbeiträge im kommenden Jahr noch
einmal um 0,5 Prozentpunkte steigen. Die Versicherung für die
Kinder soll ab 2008 schrittweise über Steuern mitfinanziert werden.
Die Parteichefs von CSU und SPD, Edmund Stoiber und Kurt Beck, sowie
Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) zeigten sich zufrieden.
Merkel sagte, es seien zwar eine Reihe von Einsparungen beschlossen
worden. Diese seien aber nicht ausreichend, um die Finanzlücke in
der gesetzlichen Krankenversicherung im kommenden Jahr zu
schließen. Deshalb müssten die Krankenkassenbeiträge
noch einmal steigen. Für die Kinderversicherung sollen 2008
zunächst 1,5 Milliarden Euro aus Steuern aufgebracht werden, ab
2009 dann drei Milliarden. In den Folgejahren werde der Anteil weiter
steigen. Die private Krankenversicherung bleibe als Vollversicherung
erhalten, allerdings werde sie ihn verschiedenen Bereichen nur Anteile
übernehmen.
Stoiber betonte, durch die verstärkte Steuerfinanzierung
könnten die Versicherungsbeiträge der Arbeitgeber und
Arbeitnehmer von den Arbeitskosten abgekoppelt werden. SPD-Chef Kurt
Beck sagte, es handele sich um eine Reform, "die deutlich über den
Tag und das Jahr hinausweist".
Wenn die vereinbarten Eckpunkte der Gesundheitsreform umgesetzt werden,
ist die Gesundheitsversorgung aller Bürger nach Ansicht von
Bundesgesundheitsministerin Schmidt auf lange Zeit gesichert. "Die
gesetzliche Krankenversicherung kann auf der Grundlage dieser
Festlegungen ihre Funktionen für alle Menschen in Deutschland jetzt
und in der Zukunft voll und ganz erfüllen", erklärte Schmidt
in Berlin.
(Quelle: afp)
Gesundheitskompromiss sorgt weiter für heftigen Streit
Di.04.07.06 - Die neu beschlossene Gesundheitsreform sorgt weiter für heftigen
Streit. Während der SPD-Vorsitzende Kurt Beck die Eckpunkte gegen
Kritik verteidigte, forderte der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle die
Bundesregierung zum Rücktritt auf. Die Krankenkassen
befürchten als Folge der von der Bundesregierung in der Nacht auf
Montag festgelegten Reform einen weiteren Anstieg der Beiträge.
Der SPD-Vorsitzende Beck sagte, die Patienten würden «die
Gewinner sein». Die Bundesregierung habe eine
«vernünftige Regelung» gefunden. Dennoch hätte er
sich ein stärkeres Umsteuern gewünscht, sagte Beck der
«Mainzer Allgemeinen Zeitung»: «Beiträge runter
und dies mit Steuern kompensieren - aber man muss in einer Koalition
auch kompromissfähig sein.» Beck warf dem Koalitionspartner
Union vor, am Wochenende überraschend die Linie geändert zu
haben. Dies habe die Verhandlungen erschwert.
FDP-Parteichef Westerwelle sprach sich angesichts des Streits um die
Gesundheitsreform für Neuwahlen aus und warf den
Regierungsparteien Wahlbetrug vor. Union und SPD hätten jedoch
fatale Angst vor dem Wähler. «Beide Parteien brechen jedes
Versprechen, das sie vor der Wahl gegeben haben. Die Regierungsparteien
können von Glück reden, dass Deutschland gerade mit der
Fußball-WM beschäftigt ist. Sonst hätten wir
Massendemonstrationen auf der Straße», wird Westerwelle im
«Münchner Merkur» zitiert. Immer mehr frühere
Mitglieder von CDU und CSU träten in die FDP ein, weil sie
«diese sozialistische Umverteilungspolitik nicht länger
unterstützen wollen». Der FDP-Chef kündigte an, die
Gesundheitsreform zum Wahlkampfthema zu machen.
Laut dem IKK-Vorstand ist es möglich, dass die Kassenbeiträge
um mehr als 0,5 Prozentpunkte steigen werden. Die Reform bremse die
Kostendynamik im Gesundheitssystem in diesem und im nächsten Jahr
nicht, sagte IKK-Vorstand Gernot Kiefer dem «Handelsblatt».
Damit fehlten den Kassen im nächsten Jahr rund sieben Milliarden
Euro oder 0,7 Beitragssatzpunkte, die nun durch Beitragserhöhungen
aufgefangen werden müssten.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte von zu erwartenden
Beitragserhöhungen um 0,5 Prozentpunkte gesprochen. Ab 2008 sollen
nach dem Kompromiss zudem ein Gesundheitsfonds und ein kleiner
Steuerzuschuss von zunächst 1,5 Milliarden Euro eingeführt
werden. Merkel will die Eckpunkte am (heutigen) Dienstag (15.30 Uhr)
zusammen mit Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) vorstellen.
Der Wirtschaftsweise Wolfgang Franz nannte die Reform
«Flickschusterei». Es sei «unverfroren», die
Beschlüsse als Reform auszugeben, sagte der Präsident des
Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in
Mannheim laut «Bild»-Zeitung. Die Regierung sei dabei,
ihren wirtschaftspolitischen Kredit zu verspielen. «Die
Betragserhöhung kostet Arbeitsplätze, der Gesundheitsfonds
ist überflüssig wie ein Kropf», wird Franz zitiert.
(Quelle: ap)
Ärzte an Unikliniken stimmen Tarifabschluss zu
Di.04.07.06 - Der Tarifvertrag für die rund 22.000 Ärzte an Unikliniken ist
perfekt. Bei der Urabstimmung der gewerkschaftlich organisierten
Ärzte votierten 86 Prozent für die vor zwei Wochen erzielte
Einigung mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), wie die
Ärztegewerkschaft Marburger Bund am Montag in Berlin mitteilte.
Ausschlaggebend für dieses positive Votum sei vor allem die
Tatsache, dass es gelungen sei, erstmals einen eigenständigen
Tarifvertrag für die Ärztinnen und Ärzte an
Universitätskliniken zu erkämpfen, betonte der Vorsitzende des
Marburger Bundes, Frank Ulrich Montgomery, in einer Erklärung.
Nach wochenlangen Streiks an den Unikliniken von insgesamt zehn
Bundesländern hatten sich Arbeitgeber und Marburger Bund am 16.
Juni auf einen ärztespezifischen Vertrag geeinigt, der bereits am
1. Juli 2006 deutliche Gehaltszuwächse, eine bessere Bezahlung von
Ruf- und Bereitschaftsdiensten sowie eine Reihe von Regelungen zur
Verbesserungen der Arbeitsbedingungen vorsieht. Nicht durchsetzen konnte
sich die Ärztegewerkschaft mit ihrer Forderung nach Einbeziehung
der Ärzte in den psychiatrischen Landeskliniken und nach einer
Ost-West-Angleichung der Gehälter, die am eisernen
«Nein» der ostdeutschen Finanzminister gescheitert sei, wie
der Marburger Bund erklärte. «Hier mussten wir eine schwere
Kröte schlucken», sagte Montgomery.
Insgesamt bewertete der Vorsitzende der Ärztegewerkschaft den
Abschluss als einen hinnehmbaren Kompromiss, der auch ein deutliches
Signal für die kommunalen Arbeitgeber darstelle. «Der
Marburger Bund ist verhandlungs- und einigungsfähig», betonte
Montgomery.
(Quelle: ap)
Kirchen gegen Einsatz von genmanipulierter Nahrungsmittelhilfe
Di.04.07.06 - Kirchliche Hilfsorganisationen haben sich zu einem weitgehenden
Verzicht auf genmanipuliertes Getreide für die Nahrungsmittelhilfe
verpflichtet. Die Direktorin der Diakonie Katastrophenhilfe, Cornelia
Füllkrug-Weitzel, sagte am Montag in Stuttgart, der Einsatz von
genetisch veränderten Organismen in der Nahrungsmittelhilfe
löse immer wieder kontroverse Debatten aus. «Wir müssen
in ethisch verantwortlicher Weise mit diesem Dilemma umgehen.»
Die Ablehnung genetisch modifizierter Nahrungsmittel könnte im
Extremfall eine Hungerkrise verschlimmern. Zugleich könne die
schlichte Akzeptanz solcher Nahrungsmittel langfristig Anbautechniken
verändern, die Vielfalt lokaler Getreidearten zerstören und
ungewollt genmanipuliertem Saatgut weltweit zum Durchbruch verhelfen,
sagte die Pfarrerin. Die nun verabschiedeten Richtlinien, die für
die internationale Allianz protestantischer Kirchen und kirchlicher
Hilfswerke verpflichtend seien, gäben einen klaren Rahmen für
den Umgang mit genetisch veränderten Organismen vor.
Füllkrug-Weitzel berichtete, dass dazu etwa die Verpflichtung
zähle, selbst keine genetisch veränderten Nahrungsmittel
einzukaufen. Die Verteilung von gespendetem, gentechnisch
verändertem Getreide dürfe nur der letzte Ausweg sein, um eine
Hungerkatastrophe abzuwenden.
(Quelle: ap)