Aktuelle Nachrichten
Irak am siebenhundertneunundachtzigsten Tag nach Erlangung der
formellen Souveränität
Dolmetscherin des britischen Konsulats in Basra erschossen. Auch
andernorts wurden zahlreiche Menschen Opfer von Anschlägen.
Stammesführer beraten bei Versönungskonferenz im Irak
So.27.08.06 - Aufständische haben am Samstag im Irak auf zwei Dolmetscherinnen
des britischen Konsulats geschossen und eine der Frauen getötet.
Die zweite Frau wurde schwer verletzt, wie die Polizei mitteilte. Die
beiden Schwestern waren zu Fuß in der Stadt Basra unterwegs, als
die Angreifer aus einem fahrenden Auto heraus feuerten.
Die beiden Schwestern wurden laut Polizei in der Nähe ihres Hauses
im Zentrum von Basra, 550 Kilometer südöstlich von Bagdad,
angegriffen.
In einem Anruf bei einem Reporter der Nachrichtenagentur AP bekannte
sich ein Mann im Namen der schiitischen Miliz Brigaden des Imam
al-Hussein zu der Tat. Die Gruppe überbringe «dem irakischen
Volk die gute Nachricht, dass zwei Agenten getötet wurden, die
für die britischen Streitkräfte arbeiteten», sagte der
Anrufer.
Während eines Fußballspiels in Bakuba nördlich von
Bagdad wurden vier Menschen bei der Explosion einer Bombe auf dem
Spielfeld getötet, 20 weitere wurden laut Polizei verletzt. Im
Westen von Bagdad erschossen bewaffnete Männer den schiitischen
Inhaber einer Bäckerei sowie einen Polizisten. Zwei polnische und
ein amerikanischer Soldat wurden auf ihrem Stützpunkt in Diwanija
verletzt, als ein anderer US-Soldat versehentlich Schüsse aus
seiner Waffe abgab.
Bei einer Versöhnungskonferenz im Irak haben am Samstag hunderte
Stammesführer über Wege zur Eindämmung der
alltäglichen Gewalt in dem Land beraten. Ministerpräsident
Nuri el Maliki beschwor die die mehr als 600 Würdenträger zu
Beginn des eintägigen Treffens in Bagdad, eine Schlüsselrolle
im Kampf gegen den Terrorismus zu übernehmen. Das Land lasse sich
nur auf der Basis des Dialogs und nicht der Gewalt aufbauen. "Kein
Iraker darf bei diesem Projekt ausgeschlossen werden. Wir brauchen alle,
Schiiten, Sunniten, Christen", sagte der Regierungschef. Nur wenn das
Land geeint sei, könne es sich "von der Präsenz
ausländischer Truppen befreien".
Die Konferenz war die erste von vier Tagungen, die das im vergangenen
Monat von Al-Maliki eingesetzte Komitees zur nationalen Aussöhnung
organisiert.
Auch US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld sprach sich für eine
nationale Aussöhnung im Irak aus. Andernfalls werde die Gewalt
nicht aufhören, erklärte Rumsfeld am Freitag in Washington.
Die Verstärkung der US-Truppen in Bagdad Ende Juli habe bereits zu
einer deutlichen Stabilisierung der Lage in der Hauptstadt geführt,
sagte er auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit den
stellvertretenden irakischen Präsidenten Adil Abdul Mahdi.
(Quellen: ap, afp)
Blick ins Archiv:
Der Krieg gegen Irak begann am 20. März 2003
Knapp zwei Stunden nach Ablauf eines Ultimatums an den irakischen Staatschef
Hussein flog die US-Armee erste Luftangriffe auf Bagdad.
US-Präsident Bush hatte
Hussein eine Frist gesetzt, bis zwei Uhr Mitteleuropäischer Zeit das Land zu verlassen.
Der irakische Machthaber hatte zuvor bereits einen Gang ins Exil abgelehnt. Bush erklärte in
einer Fernsehansprache
(19.03.03 - 10:16 P.M. EST / 20.03.03 - 4:15 MEZ) , die erste Phase zur Entwaffnung des Irak sei eingeleitet
worden. Er habe angeordnet, ausgewählte militärische Ziele anzugreifen. Dies sei der Ausgangspunkt
für eine breit angelegte Aktion. Bush räumte ein, der Krieg könnte länger dauern und
schwieriger werden, als manche vorhersagten. Die USA und ihre Verbündeten wärden
alles versuchen, um unschuldige Zivilisten zu schonen....
Chronologie des Irak-Kriegs:
Teil 1: 20.03. bis 30.06.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv3/irak_01.htm#news
Teil 2: 01.07. bis 31.10.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv4/irak_02.htm#news
Teil 3: 01.11. bis 31.12.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv5/irak_03.htm#news
Teil 4: 01.01. bis 31.05.2004
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_04.htm#news
Teil 5: 01.06. bis 31.10.2004
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_05.htm#news
Teil 6: 01.11. 2003 bis 30.04.2005
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_06.htm#news
Teil 7: 01.05. 2005 bis 27.08.2005
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_07.htm#news
Vor einem Jahr:
Irak am vierhundertfünfundzwanzigsten Tag nach Erlangung der formellen Souveränität
Zitate zur Begründung des Irak-Krieges:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402040.htm#040204_a
Auszüge aus Powells 'Beweisen' zum Irak vom 5. Februar 2003:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402040.htm#040204_b
... Lügen und Täuschungen, die in
London und Washington produziert wurden, verursachten den Tod von bis
zu 55.000 Irakern, unter ihnen 9.600 Zivilisten... John Pilger, ZNet 05.02.2004... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402110.htm#040211_b
Iraq Body Count:
http://www.iraqbodycount.net
Fr.29.10.04 - Einer Studie zufolge sind rund 100.000 Iraker an den Kriegsfolgen
gestorben. Die meisten Todesfälle gingen auf Gewalteinwirkung
zurück, nicht zuletzt durch Luftangriffe der Alliierten, wie es in
der Studie heißt, die auf der Website der renommierten
britischen Medizinzeitschrift «The Lancet» [http://www.thelancet.com]
veröffentlicht wurde... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv3\irak_k01.htm#bodycount
Sa.04.02.06 - Seit Beginn des Irak-Kriegs im März 2003 sind mindestens 2.248
Angehörige der US-Streitkräfte ums Leben gekommen. Der weitaus
größte Teil kam erst nach dem offiziellen Ende der
Hauptkampfhandlungen am 1. Mai 2003 ums Leben.
Zur Zahl der seit Kriegsbeginn getöteten Iraker gibt es keine
verlässlichen Angaben.
(Quelle: ap)
«Kanonenfutter für das Pentagon»
... wer sind sie eigentlich - die toten amerikanischen Soldaten?... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402110.htm#040211_a
'Statt des Sohnes kam eine leere Hülle aus dem Irak zurück'
»Ich wünschte, ich könnte euch erzählen, daß
unsere Familie wieder heil und glücklich ist, seit mein Sohn aus
dem Irak in ein ziviles Leben zurückgekehrt ist. Aber das ist
nicht der Fall. Mein Sohn ist 21 Jahre alt, er ist obdach- und
arbeitslos. Am 11. Januar (2006) hat er sein Auto in den frühen
Morgenstunden an einen Betonpfeiler gefahren. Niemand, der das Auto
sah, konnte sich vorstellen, daß er den Unfall überlebt hat.
Ich erinnere mich an den Tag, als ich den Anruf bekam: Mein Sohn war
zurück aus dem Krieg, zurück in den Staaten. Ich sank
schluchzend zusammen und dankte dem Schöpfer dafür, daß
er am Leben war. Damals hatte ich keine Ahnung, daß alles, was da
aus dem Krieg zurückkehrte, nur eine Hülle war. Der Geist
meines Jungen und seine Seele müssen immer noch irgendwo in den
Straßen des Irak herumirren... «
Georgia Stillwell, Mitglied der Organisation »Military Families
Speak Out«... Mehr unter:
http://www.jungewelt.de/2006/02-10/056.php
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Zwei französische Soldaten in Afghanistan getötet
So.27.08.06 - Bei einem Bombenanschlag im Osten Afghanistans sind zwei
französische Soldaten getötet worden. Zwei weitere Soldaten
seien verletzt worden, teilten die US-Streitkräfte am Samstag mit.
Nach der Explosion der Bombe in der Provinz Laghman am Freitag kam es zu
einem Feuergefecht zwischen Soldaten der von den USA geführten
Koalition und Rebellen. Über die Nationalität der Soldaten
machten die Streitkräfte zunächst keine Angaben.
Im Süden des Landes wurden am Freitag bei Kämpfen zwischen
afghanischen Polizisten und Taliban-Rebellen nach Angaben der
Behörden mindestens 13 Aufständische getötet. Sieben von
ihnen wurden in der Provinz Helmand erschossen, als britische
NATO-Soldaten ihren Konvoi angriffen. Sechs Rebellen wurden bei einem
fünfstündigen Gefecht in der Provinz getötet und
zwölf weitere sowie ein Polizist verletzt. In der Provinz Ghasni
erschossen Aufständische am Samstag einen Justizbeamten und
verletzten zwei Polizisten.
Die Rebellen in Afghanistan haben ihre Angriffe in diesem Jahr deutlich
verschärft. In den vergangenen vier Monaten wurden laut einer
AP-Zählung mehr als 1.600 Menschen getötet, die meisten von
ihnen Rebellen.
(Quelle: ap)
Nahost-Konflikt
Libanesische Regierung begrüßt EU-Engagement bei UNIFIL.
Mehr als 1200 deutsche Soldaten für Libanon eingeplant. Israel
offen für muslimische Beiträge zu UNIFIL-Truppe.
Palästinensische Fraktion billigt Gespräche über
Einheitsregierung
So.27.08.06 - Die libanesische Regierung hat die Entscheidung der EU, bis zu 7000
Soldaten für die UN-Truppe im Libanon zu stellen, als "positiven
und wichtigen Schritt" gewürdigt. Das Rückgrat der
internationalen Truppe stehe nun, sagte der außenpolitische
Berater der Regierung, Mohammed Schallak, am Samstag. Dadurch werde der
Rückzug der israelischen Truppen und die Entsendung der
libanesischen Armee in den Süden des Landes beschleunigt.
Die deutsche Regierung ist offenbar bereit, sich mit mehr als 1200
Soldaten an der Friedenstruppe für den Libanon zu beteiligen. Die
Marine richte sich darauf ein, mit Fregatten und Schnellbooten die
libanesische Küste zu überwachen, berichtet der "Spiegel". Um
den Waffenschmuggel der Hisbollah-Miliz zu unterbinden, sollen
außerdem Tornado-Aufklärungsjets der Luftwaffe zum Einsatz
kommen. Frankreich will die für die internationale UN-Truppe
zugesagten Soldaten bis Mitte September in den Libanon schicken.
Die französische Verteidigungsministerin Michèle
Alliot-Marie kündigte im "Wall Street Journal" an, dass die
Soldaten "binnen 20 Tagen" im Libanon sein sollen. Frankreich habe eine
wichtige Klärung erreicht, was den Einsatz von Gewalt angehe.
Normalerweise dürften die Friedenssoldaten der Vereinten Nationen
zum Beispiel nicht zu Gewalt greifen, wenn sie auf einer Straße
durch Freischärler blockiert würden, solange diese nicht auf
die Soldaten schießen.
Die französische Regierung habe nun aber erreicht, dass die
Soldaten in einem solchen Fall Gewalt anwenden dürften, sagte die
Ministerin. "Ich will keine Leute runterschicken, die vor Ort verletzt
werden können", sagte sie. Frankreich hatte am Donnerstag
angekündigt, sich mit 2000 Soldaten an der UNIFIL-Truppe zu
beteiligen.
Insgesamt will die Europäische Union knapp die Hälfte der
geplanten 15.000 Soldaten für die erweiterte UN-Truppe im Libanon
(UNIFIL) stellen. Dies wurde bei einem Treffen der
EU-Außenminister mit UN-Generalsekretär Kofi Annan am Freitag
in Brüssel vereinbart.
Israel hat unterdessen mehrere muslimische Länder zur Beteiligung
an der UN-Friedenstruppe im Libanon (UNIFIL) aufgerufen. Vor allem mit
der Türkei würden Gespräche geführt, sagte
Außenamtssprecher Mark Regev am Samstag. Sollte sich die
Türkei dafür entscheiden, ein Kontingent in den Libanon zu
entsenden, «würden wir das begrüßen»,
erklärte Regev. Die Regierung stehe außerdem mit
verschiedenen weiteren Staaten in Kontakt.
Nach dem Willen Israels sollen sich an der UNIFIL nur Länder
beteiligen, die mit dem jüdischen Staat diplomatische Beziehungen
unterhalten. Andernfalls könnten Geheimdienstinformationen nur
schwer mit der UN-Truppe geteilt werden, hieß es zur
Begründung. Unter anderem die muslimischen Staaten Jordanien und
Ägypten haben diplomatische Beziehungen zur Regierung in Jerusalem.
Die Luft- und Seeblockade des Libanons werde Israel erst beenden, wenn
an allen Grenzübergängen libanesische und internationale
Truppen stationiert seien, betonte Regev. Auch die Grenze zu Syrien
müsse gesichert werden, um ein Waffenembargo gegen die Hisbollah
durchzusetzen. Syrien ist nach Einschätzung Israels einer der
wichtigsten Waffenlieferanten der schiitischen Miliz.
Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas ist von seiner
Fatah-Partei zu Gesprächen über die Bildung einer nationalen
Einheitsregierung ermächtigt worden. Dies teilte das
Zentralkomitee der Partei in der Nacht zum Samstag nach
dreitägigen Beratungen in der jordanischen Hauptstadt Amman mit.
«Das Gremium hat den Präsidenten mit einem umfassenden
Mandat ausgestattet, um eine Regierung der nationalen Einheit mit der
(regierenden) Hamas und anderen palästinensischen Fraktionen zu
bilden», hieß es in einer Stellungnahme des
Fatah-Zentralkomitees.
Die von der islamistischen Hamas geführte palästinensische
Regierung wird von der internationalen Gemeinschaft weit gehend
boykottiert, weil sie das Existenzrecht Israels nicht ausdrücklich
anerkannt hat. Nach den Wahlen im Januar, die die Islamisten deutlich
gewannen, hatte die Hamas bereits der zuvor regierenden Fatah die
Bildung einer großen Koalitionsregierung angeboten. Die Fatah
hatte dies abgelehnt, weil die Hamas sich in der Frage des
Existenzrechts Israels nicht bewegen wollte.
In der Vollmacht für Abbas für Gespräche zur Bildung
einer Einheitsregierung ist jedoch diese Bedingung nicht mehr
enthalten. Seit der Entführung eines israelischen Soldaten durch
militante Palästinenser in den Gazastreifen im Juni hat sich
allerdings der Druck Israels auf die Palästinenser-Gebiete noch
zusätzlich verschärft. Oft massive israelische
Militäroperationen sowie die durch den Boykott bedingte
katastrophale wirtschaftliche und soziale Lage stürzten die
palästinensischen Gebiete in eine schwere Krise.
(Quellen: afp, ap, dpa)
Iran baut Atomprogramm trotz Warnungen weiter aus
So.27.08.06 - Trotz internationaler Warnungen hat der Iran sein umstrittenes
Atomprogramms weiter vorangetrieben. Der iranische Präsident
Mahmud Ahmadinedschad weihte eine Fabrik zur Produktion von so
genanntem schwerem Wasser ein. Die Fabrik soll dem geplanten
Schwerwasserreaktor dienen, der in Arak bis zum Jahr 2009 gebaut werden
soll. Ein solcher Reaktor würde Plutonium abwerfen, das zum Bau
von Atomwaffen genutzt werden kann. US-Präsident George W. Bush
will offenbar bei einer Ablehnung von Sanktionen gegen den Iran im
UN-Sicherheitsrat auch ohne die Vereinten Nationen gegen Teheran
vorgehen.
"Kein Volk kann seiner Rechte beraubt werden", sagte Ahmadinedschad bei
der Einweihung der Fabrik rund 230 Kilometer südwestlich von
Teheran. "Und das iranische Volk wird mit aller Macht seine Rechte
verteidigen."
Der Staatschef spielte damit auf das Recht seines Landes auf die
Nutzung der Atomkraft zur Stromerzeugung an. Der Iran wird von den USA
und anderen westlichen Ländern verdächtigt, unter dem
Deckmantel ziviler Forschung am Bau von Atomwaffen zu arbeiten. Auch
den Druck der internationalen Gemeinschaft auf sein Land wies
Ahmadineschad zurück. "Sie können uns einige Probleme
bereiten, aber sie können niemals den wissenschaftlichen
Fortschritt aufhalten."
Die mehrere Hektar große Fabrik für schweres Wasser liegt
bei dem Dorf Chondab, etwa 50 Kilometer nordwestlich von Arak. Das
schwere Wasser soll in dem geplanten Reaktor zur Kühlung und als
Hilfsmittel bei der Atomreaktion eingesetzt werden.
Die Einweihung der Fabrik dürfte vom Westen als weitere
Provokation verstanden werden. Eigentlich hatte der UN-Sicherheitsrat
dem Iran bis zum 31. August Zeit gegeben, um seine umstrittene
Urananreicherung auszusetzen. Teheran hatte am Dienstag lediglich
weitere Verhandlungen über das Atomprogramm angeboten, die
Urananreicherung aber weitgehend ausgeklammert.
Bush wolle bei einer Weigerung von Russland und China, Sanktionen gegen
den Iran zu verhängen, den UN-Sicherheitsrat außen
vorlassen, berichtete die "Los Angeles Times" unter Berufung auf
US-Regierungskreise. Nur gedeckt durch die US-Anti-Terror-Gesetze wolle
der Präsident dann die Sanktionen gegen Teheran verschärfen.
So sollten dann finanzielle Beschränkungen verhängt und gegen
die Lieferung von Gütern an den Iran vorgegangen werden, die
für den Bau von Raketen oder Atomanlagen verwendet werden
könnten.
(Quelle: afp)
Regierung und Rebellen in Uganda einigen sich auf Waffenruhe
So.27.08.06 - Regierung und Rebellen in Uganda haben sich nach 19 Jahren Krieg am
Samstag auf einen Waffenstillstand geeinigt. Die Vereinbarung sei
während Verhandlungen im sudanischen Dschuba getroffen worden,
erklärte Regierungssprecher Paddy Ankunda. Sie werde
spätestens am Dienstag in Kraft treten, wenn Rebellenführer
Joseph Kony ein Ende der Kämpfe verkünde. Beide Seiten wollten
jetzt «weiter an einer umfassenden Friedensvereinbarung
arbeiten», erklärte Ankunda.
Kony wird vom Internationalen Strafgerichtshof schwerer
Menschenrechtsverletzungen beschuldigt. Seine Widerstandsarmee des Herrn
(LRA) kämpft seit rund zwei Jahrzehnten gegen die Regierung von
Präsident Yoweri Museveni und terrorisiert weite Teile
Nordugandas. Ihre Kämpfer rekrutieren die Rebellen
hauptsächlich aus entführten Kindern und Jugendlichen.
Tausende Menschen fielen dem Konflikt bereits zum Opfer, mehr als eine
Million sind auf der Flucht.
(Quelle: ap)
15 Millionen Menschen nach Taifunen in China obdachlos
So.27.08.06 - Nach vier verheerenden Taifunen in den vergangenen Monaten müssen
im Südosten Chinas 15 Millionen Menschen umgesiedelt werden, die
ihr Zuhause verloren haben. Die Wirbelstürme richteten unmittelbare
Schäden in Höhe von 28,6 Milliarden Yuan (2,8 Milliarden
Euro) an, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag unter
Berufung auf Behördenvertreter in der am schwersten betroffenen
Provinz Fujian weiter berichtete. Die Zentralregierung habe Fujian und
der Nachbarprovinz Zhejiang lediglich 60 Millionen Yuan (5,9 Millionen
Euro) Unterstützung zur Verfügung gestellt.
(Quelle: ap)
UN-Pläne zum Schutz der Rechte von Behinderten kommen voran
So.27.08.06 - Die Pläne der Vereinten Nationen (UN) zum Schutz der Rechte
für die weltweit rund 650 Millionen Behinderten sind einen
entscheidenden Schritt voran gekommen.
Nach zwei Wochen zähen Ringens empfahl ein Ausschuss der
UN-Vollversammlung am Freitag in New York einen entsprechenden Entwurf
zur Annahme. Das Papier kann damit im kommenden Monat der
UN-Vollversammlung mit ihren 192 Mitgliedsländern zur Annahme
vorgelegt werden.
Unterzeichner des Entwurfs verpflichten sich, jegliche Form der
Diskriminierung auf Grund einer Behinderung zu unterbinden -
unabhängig davon, ob es sich um eine körperliche oder geistige
Behinderung handelt. Gibt es diskriminierende Gesetze, müssten
diese abgeschafft werden. Die Vereinbarung spricht Neugeborenen das
Recht auf Leben zu und soll sicherstellen, dass behinderte Kinder von
ihren Eltern nicht gegen deren Willen getrennt werden dürfen. Die
Unterzeichner sagen zudem zu, gegen Vorurteile vorzugehen und
verstärkt die Fähigkeiten von Behinderten und deren positiven
Beitrag zur Gesellschaft herauszustellen.
"Sie haben eine wunderbare Botschaft in die ganze Welt geschickt",
zeigte sich Versammlungs-Präsident Jan Eliasson nach der Annahme
des Entwurfs erfreut. "Sie senden die Botschaft, dass wir ein Leben in
Würde für alle Menschen möchten und dass alle Menschen
gleich sind." Für den Textentwurf stimmten nach einer zwei Wochen
langen Sitzung die Delegierten von 102 Mitgliedsländern. Fünf
Länder stimmten dagegen: Israel, die USA, Kanada, Japan und
Australien. Es gab zudem acht Enthaltungen. Nach der Annahme des
Entwurfs durch die UN-Vollversammlung muss das Vorhaben noch
unterzeichnet und schließlich ratifiziert werden. Es wird
erwartet, dass es 2008 oder 2009 in Kraft tritt.
Insgesamt wird an der Vereinbarung seit 2001 gearbeitet. Zahlreiche
Streitpunkte wurden seitdem aus dem Weg geräumt. Zuletzt hatte sich
ein Konflikt um einen Vorschlag aus dem Sudan entzündet, der auch
den Schutz von Behinderten in Ländern sichern soll, die unter
Besatzung stehen. Der Vorschlag kam mit Blick auf die
Palästinenser, die unter israelischer Besatzung stehen. Israel
hatte dies als Versuch verurteilt, das UN-Vorhaben zu politisieren.
(Quelle: rtr)
Tausende protestieren in Paris für Rechte illegaler Einwanderer
So.27.08.06 - Mehrere tausend Menschen haben am Samstag mit einem Protestmarsch in
Paris Aufenthaltsgenehmigungen für illegal Eingewanderte
gefordert. Die Demonstration hatten Anti-Rassismus-Gruppen,
Gewerkschaften und linksgerichtete Parteien zum Gedenken an die
Auseinandersetzungen zwischen Einwanderern und Polizisten in der Kirche
von St. Bernard vor zehn Jahren organisiert.
Die Teilnehmer protestierten gegen ein neues Einwanderungsgesetz und
die Zwangsräumung eines Elendsquartiers im Pariser Vorort Cachan
vor rund einer Woche. «Wohnungen, Papiere, Schulen jetzt»,
war auf einem Plakat zu lesen, das einige der mehr als 500 in Cachan
Vertriebenen trugen. «Zehn Jahre nach Saint-Bernard - Jetzt mehr
denn je, Regelung für illegale Einwanderer» stand auf einem
anderen Transparent. Im August 1996 hatte die Polizei die Kirche von
St. Bernard im Norden von Paris gestürmt, nachdem dort für
zwei Monate fast 300 «sans papiers» Zuflucht gesucht hatten.
(Quelle: ap)
Deutschland
Haftbefehl gegen dritten Terrorverdächtigen erlassen
So.27.08.06 - Im Fall der gescheiterten Terroranschläge auf Regionalzüge
hat der Bundesgerichtshof am Samstag einen dritten Haftbefehl erlassen.
Gegen den 23-jährigen Syrer Fadi A.S. besteht der Verdacht der
Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, des versuchten
Mordes und des versuchten Herbeiführens einer
Sprengstoffexplosion, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte.
A.S. war am Freitag in einem Konstanzer Studentenwohnheim festgenommen
worden. Nach den Erkenntnissen der Ermittler recherchierte er mit
Youssef Mohamad E.H. im Internet nach Anleitungen zum Bau von Bomben,
wie die Bundesanwaltschaft mitteilte. Gemäß diesen
Anleitungen wurden demnach die Kofferbomben zusammengebaut, die am 31.
Juli zeitgleich explodieren sollten. Außerdem soll der Mann
seinen mutmaßlichen Mittätern bei ihrer Flucht über die
Türkei und Syrien in den Libanon geholfen haben.
Die Behörden stützen ihren Verdacht im Wesentlichen auf die
Aussage des im Libanon festgenommenen Dschihad Hamad. Diese
Informationen seien mit Ermittlungen im Umfeld von E.H. bestätigt
worden. Der Verdächtige war am Samstagnachmittag mit einem
Hubschrauber von Konstanz nach Karlsruhe gebracht und einem
Bundesrichter vorgeführt worden. Im Libanon war bereits am Freitag
auch ein vierter Verdächtiger festgenommen worden.
Der am Donnerstag im Libanon festgenommene Hamad gestand laut
libanesischen Medienberichten bei seiner Vernehmung in Beirut am
Freitag, dass er und E.H. die Koffer zum Kölner Hauptbahnhof
gebracht hätten. Danach seien sie über die Türkei in den
Libanon geflohen.
Neben der Verwicklung der mutmaßlichen Täter in die
versuchten Anschläge in Deutschland werden auch mögliche
Verbindungen zum Terrornetzwerk Al Kaida untersucht. Das
Bundeskriminalamt geht bislang davon aus, dass die Verdächtigen
einer in Deutschland operierenden Terrorzelle mit möglichen
Verbindungen ins Ausland angehörten. Den libanesischen
Medienberichten zufolge gibt es Hinweise auf eine Verbindung Hamads mit
dem Terrornetzwerk.
Im Zuge der Ermittlungen sind nach Angaben von Innenstaatssekretär
August Hanning weitere Festnahmen von Verdächtigen möglich.
«Die Ermittlungen laufen, wir wollen die Hintergründe und
Kontakte ausleuchten. Es ist gut möglich, dass weitere Festnahmen
folgen», sagte Hanning der Berliner Tageszeitung «B.Z. am
Sonntag». Es sei sehr wahrscheinlich, dass die bislang
festgenommenen Hauptverdächtigen Unterstützer gehabt
hätten.
Laut Hanning sollen alle Festgenommenen in Deutschland vor Gericht
gestellt werden, auch die im Libanon festgesetzten. Trotz der laut
Hanning sehr guten Zusammenarbeit mit den libanesischen Behörden
besteht aber noch keine Gewissheit, dass es tatsächlich zur
Auslieferung der Verdächtigen kommt. Abgesehen davon gebe es rund
200 Ermittlungsverfahren der Bundesanwaltschaft im Zusammenhang mit
islamistischem Terror und nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes
«zirka 100 Gefährder, bei denen eine gefährliche
Radikalisierung nicht auszuschließen ist».
(Quelle: ap)
Grüne fordern rechtliche Gleichstellung von Muslimen
So.27.08.06 - In der Diskussion über die Rolle muslimischer Vereinigungen bei
der Terrorbekämpfung haben die Grünen eine rechtliche
Gleichstellung der Islam-Vertreter gefordert. «Die Muslime in
Deutschland müssen angemessen am gesellschaftlichen Leben beteiligt
werden», sagte der parlamentarische Geschäftsführer der
Grünen-Bundestagsfraktion, Volker Beck, der «Berliner
Zeitung». Im Gegensatz zu den christlichen Kirchen und den Juden
fehle Muslimen aber die Rechtsposition einer
öffentlich-rechtlichen Körperschaft, die ihnen die
Gleichstellung mit anderen Religionen ermögliche.
Beck rief die Bundesregierung auf, den Muslimen auf dem Islam-Gipfel
Hilfestellung zu leisten, damit diese den Status einer
öffentlich-rechtlichen Körperschaft oder damit vergleichbare
Rechte erhalten können. Dadurch könnten sie beispielsweise im
öffentlich-rechtlichen Fernsehen vertreten sein. «Warum solle
es analog zum Wort zum Sonntag für Muslime nicht künftig auch
ein Wort zum Freitag geben?», fragte Beck.
Der Grünen-Politiker unterstrich jedoch, dass auch die
muslimischen Organisationen in der Pflicht seien. «Sie müssen
den Weg zu möglichst einem einzigen, verlässlichen
islamischen Kooperationspartner für den deutschen Staat
einschlagen», sagte Beck. Wer für sich diese Rechte
einfordere, müsse die entsprechenden rechtlichen Voraussetzungen
der Verfassung im Auge behalten.
Mehrere Politiker hatten die muslimischen Vereinigungen aufgerufen,
sich mehr im Kampf gegen Terrorismus zu engagieren. Am Freitag hatten
sich mehrere muslimische Organisationen in einer gemeinsamen
Erklärung vom islamistischen Terror distanziert.
(Quelle: ap)
Stoiber - Terror-Distanzierung von Moslems reicht nicht
So.27.08.06 - CSU-Chef Edmund Stoiber hält die Distanzierung moslemischer
Organisationen von islamistischem Terror für nicht ausreichend.
"Die gemeinsame Verurteilung des Terrors durch deutsche
Muslim-Verbände ist ein überfälliger erster Schritt,
reicht aber nicht aus", schrieb der bayerische Ministerpräsident in
einem vorab veröffentlichten Gastbeitrag für die "Bild am
Sonntag". "Jetzt müssen Taten folgen." Die moslemischen
Mitbürger müssten "aktiv gegen Terror Stellung beziehen und
nicht nur mit Worten."
Stoiber verlangte von den moslemischen Gemeinden, Extremisten
auszustoßen und den Sicherheitsbehörden zu melden. "Unsere
westlichen Werte dürfen in Moscheen und Gebetshäusern nicht
weiter als moralisch minderwertig verunglimpft und damit junge Muslime
radikalisiert werden, forderte Stoiber.
Nach einem Bericht der "Frankfurter Rundschau" sucht der Zentralrat der
Muslime in Deutschland neue Wege bei der Zusammenarbeit mit den
Sicherheitsbehörden. Mit dem Landeskriminalamt in
Nordrhein-Westfalen sei ein Pilotprojekt vereinbart worden, sagte der
Generalsekretär des Zentralrats, Aiman Mazyek. Demnach sollen
zunächst in einigen größeren Städten
Vertrauensleute bei der Polizei und in Moscheen benannt werden. Ziel sei
es, die Kontakte zu verbessern, sowie Hemmschwellen und Ängste
gegenüber der Polizei abzubauen. Extremistische Tendenzen in
Moscheen seien auch bisher schon den Behörden gemeldet worden,
sagte Mazyek. Pauschale Verdächtigungen stärkten islamischen
Hardlinern den Rücken.
Die Moslem-Organisationen in Deutschland hatten in einer gemeinsamen
Erklärung die versuchten Kofferbomben-Anschläge in
Nahverkehrszügen der Bahn scharf kritisiert. Extremismus in ihren
Reihen werde nicht geduldet.
(Quelle: rtr)
Streit um BA-Überschuss - Druck auf Regierung wächst
So.27.08.06 - Im Streit um die Verwendung des Überschusses der Bundesagentur
für Arbeit (BA) wächst der Druck auf die Bundesregierung, die
Beiträge zur Arbeitslosenversicherung stärker als geplant
abzusenken.
Der Forderung von Unionspolitikern nach einer Verringerung des
Beitragssatzes von 6,5 auf künftig 4 Prozent statt 4,5 Prozent
schlossen sich am Samstag auch Ministerpräsidenten
unionsgeführter Länder an.
In der «Bild»-Zeitung erklärte der saarländische
Ministerpräsident Peter Müller (CDU): «Die
Überschüsse sollen für eine stärkere Senkung der
Beiträge zur Arbeitslosenversicherung genutzt werden. Damit wird
Arbeit in Deutschland billiger, und es können neue
Arbeitsplätze entstehen.» Hessens Ministerpräsident
Roland Koch (CDU) unterstrich: «Klar ist, dass die
Beitragssenkung höher ausfallen muss als bislang geplant.»
Diese Forderung erneuerte auch CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla.
Den Faktor Arbeit zu entlasten wäre jetzt «das beste
Konjunkturprogramm», sagte er dem Magazin «Focus».
«Eine Senkung auf vier Prozent ist drin.»
Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) erteilte der Forderung
erneut eine Absage. Das gäben die Einnahmen der Bundesagentur
derzeit nicht her, sagte er der «Welt am Sonntag».
«Wollten wir nachhaltigen Ausgabenwünschen nachgeben, dann
müsste auf der Einnahmenseite ein entsprechender
Nachhaltigkeitsüberschuss vorhanden sein.»
Der nordrhein-westfälische CDU-Fraktionschef Helmut Stahl sprach
sich dafür aus, die BA-Überschüsse in die Kommunen zu
lenken. «Die Kommunen und Kreise dürfen nicht auf den Kosten
von Hartz IV sitzen bleiben», sagte Stahl in einem
dpa-Gespräch. «Es ist nicht in Ordnung, wenn sich Bund und
Beitragszahler streiten, wer die Milliarden-Überschüsse
bekommt und die Kommunen gehen leer aus.»
Auf Widerstand beim Verwaltungsrat der BA stoßen vor allem
Überlegungen, mit den BA-Milliarden Lücken im Bundeshaushalt
zu stopfen. «Dagegen würden wir juristisch vorgehen. Da sind
wir mit dem DGB in einem Boot», sagte der BA-Verwaltungsrats-Chef
Peter Clever dem «Focus». Clever vertritt im Verwaltungsrat
die Arbeitgeber.
Unterstützung erhielt Clever von FDP-Generalsekretär Dirk
Niebel. «Es geht um Mittel der Beitragszahler, die nicht auf
kaltem Wege enteignet werden dürfen», sagte er der Berliner
Zeitung «B.Z.» (Sonntag). Für die Schaffung von
Arbeitsplätzen wäre eine verstärkte Beitragssenkung ein
wichtiger Impuls.
Die BA hat vergangene Woche mitgeteilt, sie rechne für 2006 mit
einem Haushaltsüberschuss von 8,8 bis 9,6 Milliarden Euro. Davon
seien aber mehr als 3 Milliarden auf den in diesem Jahr einmalig
anfallenden 13. Sozialbeitrag der Arbeitgeber zurückzuführen.
Auch hatte sich die BA-Führung skeptisch gezeigt, ob sich die
Beschäftigung 2007 ähnlich günstig entwickelt wie in
2006.
(Quelle: dpa)
Grünen-Chefin Roth hält Koalition mit Linkspartei für
möglich
So.27.08.06 - Grünen-Chefin Claudia Roth hat künftigen Koalitionen mit der
Union eine Absage erteilt. «Es gibt gar keinen Grund, uns an die
Union anzunähern», sagte Roth der «Welt am
Sonntag». Nach wie vor könnten die Grünen ihre Politik
am ehesten mit der SPD umsetzen. Auch eine Dreierkombination
SPD-Grüne-Linkspartei wollte Roth nicht ausschließen,
«aber nur dann, wenn die Linkspartei sich in Fragen der
Außen- und Sozialpolitik grundlegend verändert».
Im Vorfeld des Zukunftskongresses der Grünen kommende Woche warnte
die Parteichefin vor «unrealistischen Farbenspielen»:
«Die Idee von der Jamaika-Koalition ist in einem heißen
Sommer entstanden. Wer genau hinsieht, der erkennt, dass sich die Union
eher noch von unseren Grundätzen entfernt.» Das sei etwa bei
der Bildung deutlich geworden, wo die Union dem Bund jegliches
Mitspracherecht entzogen habe. «Und wer in einer so
grundsätzlichen Frage wie der Atomenergie eine gegensätzliche
Auffassung vertritt, kann auf Bundesebene kein Koalitionspartner
für die Grünen sein.»
(Quelle: ddp)