Aktuelle Nachrichten
Irak am neunhundertundfünften Tag nach Erlangung der formellen
Souveränität
US-Präsident Bush sorgt mit Zweifeln am Irak-Krieg für
Verwirrung. US-Verteidigungsminister Gates besucht Truppen im Irak.
Irak-Krieg kostete bisher mehr als 300 Milliarden Dollar. Mindestens 23
Tote bei Anschlägen und Überfällen. Wieder Dutzende
Leichen in Bagdad gefunden
Do.21.12.06 - US-Präsident George W. Bush hat erstmals eingestanden, dass die
USA im Irak nicht siegreich seien: "Wir gewinnen nicht, wir verlieren
nicht", sagte er in einem Interview der "Washington Post ". Inzwischen
relativierte er die Äußerung und gab sich zuversichtlich,
"dass wir gewinnen werden". Unklar blieb Bush auch in der Frage, ob die
Streitkräfte im Irak aufgestockt werden sollen.
Er wolle sich zunächst anhören, was die US-Kommandeure, die
Stabschefs und andere "in der Regierung und außerhalb"
darüber dächten, sagte Bush in Washington. Er werde keine
Vorhersagen machen, wie die Lage im Irak kommendes Jahr aussehen werde,
"außer dass schwierige Entscheidungen und weitere Opfer
nötig sein werden". Allgemein müssten die Vereinigten Staaten
ihre Armee und die Marineinfanterie wohl aufstocken.
Die Streitkräfte seien "ohne Frage" sehr strapaziert worden. Er
habe Verteidigungsminister Robert Gates darum gebeten, Vorschläge
zu erarbeiten. Insgesamt zählen die US-Bodentruppen derzeit
507.000 Vollzeitsoldaten. Die Marineinfanterie kommt auf 180.000
Soldaten. Hinzu kommen Reservisten und die Mitglieder der Nationalgarde.
Präsidentensprecher Tony Snow wies Berichte zurück, wonach
der Generalstab mögliche Pläne der Regierung für eine
vorübergehende Verstärkung der Truppen im Irak einhellig
ablehne. Auch der frühere US-Außenminister Colin Powell
hatte sich gegen eine mögliche Aufstockung der Truppen im Irak
ausgesprochen. Ähnlich äußerten sich führende
Senatoren der Demokratischen Partei.
Nur zwei Tage nach seiner Vereidigung ist der neue
US-Verteidigungsminister Robert Gates am Mittwoch zu einem ersten
Truppenbesuch im Irak eingetroffen. Gates und der
Generalstabsvorsitzende General Peter Pace wollten mit amerikanischen
und irakischen Kommandeuren sowie Politikern zusammenkommen. Gates wurde
von Präsident George W. Bush beauftragt, eine neue Strategie
für den Krieg im Irak zu entwerfen, damit die US-Truppen das Land
wieder verlassen können.
Der Krieg im Irak hat inzwischen mehr als 300 Milliarden Dollar
gekostet, fast 3.000 US-Soldaten wurden bislang getötet.
Dreieinhalb Jahre nach dem Einmarsch der USA steht das Land in einigen
Teilen am Rande eines Bürgerkriegs. Von der Gewalt besonders
betroffen ist die Hauptstadt Bagdad.
Zu einem Besuch im Irak traf am Mittwoch auch der polnische
Ministerpräsident Jaroslaw Kaczynski in Bagdad ein. Dem irakischen
Regierungschef Nuri al-Maliki versicherte er dabei, dass die polnischen
Truppen weiter im Irak bleiben könnten. Die polnische Regierung
hatte am Dienstag beantragt, den Einsatz der 900 Soldaten um zwölf
Monate bis Ende 2007 zu verlängern.
In der südlichen Provinz Nadschaf übergaben die USA
unterdessen am Mittwoch die Verantwortung für die Sicherheit den
Iraker. Nadschaf ist die dritte der 18 Provinzen, die den Irakern
übergeben wurde. Die Briten gaben im Juli die Verantwortung
für Muthana im Süden des Landes ab, das italienische
Militär übergab im September die Provinz Dhi Kar. Der
irakische nationale Sicherheitsberater Muwafak al Rubaie sprach von
einem historischen Ereignis. «Die Iraker übernehmen die
Führung, weil sie effizienter, kompetenter und die Menschen dieses
Landes sind», sagte er bei der Übergabefeier.
Bei Anschlägen und Überfällen im Irak starben mindestens
23 Menschen. Allein elf Menschen wurden getötet, als ein
Selbstmordattentäter sich in der Nähe der Universität
von Bagad mit seinem Wagen in die Luft sprengte. Bei einem weiteren
Autobombenanschlag im Norden der Stadt kamen vier Menschen ums Leben.
Die irakische Polizei hat am Mittwoch 76 Leichen in Bagdad gefunden.
Viele der Toten wiesen Schusswunden und Spuren von Folter auf,
berichtete ein Sprecher. Einige der Leichen seien gefesselt und
geknebelt gewesen. Bei der Explosion zweier am Straßenrand
deponierten Bomben kamen am Mittwoch in Bagdad nach
US-Militärangaben zwei amerikanische Soldaten ums Leben, sechs
weitere wurden verletzt.
Die US-geführten Streitkräfte im Irak nahmen nach eigenen
Angaben ein ranghohes Führungsmitglied der Terrororganisation Al
Kaida fest. Der Mann sei für den Tod hunderter Zivilpersonen
verantwortlich und habe ausländischen Selbstmordattentätern
Unterschlupf gewährt, teilte das Militär am Mittwoch mit. Die
Festnahme erfolgte demnach bereits am 14. Dezember bei einer Razzia in
Mossul.
(Quellen: afp, ap)
Blick ins Archiv:
Der Krieg gegen Irak begann am 20. März 2003
Knapp zwei Stunden nach Ablauf eines Ultimatums an den irakischen Staatschef
Hussein flog die US-Armee erste Luftangriffe auf Bagdad.
US-Präsident Bush hatte
Hussein eine Frist gesetzt, bis zwei Uhr Mitteleuropäischer Zeit das Land zu verlassen.
Der irakische Machthaber hatte zuvor bereits einen Gang ins Exil abgelehnt. Bush erklärte in
einer Fernsehansprache
(19.03.03 - 10:16 P.M. EST / 20.03.03 - 4:15 MEZ) , die erste Phase zur Entwaffnung des Irak sei eingeleitet
worden. Er habe angeordnet, ausgewählte militärische Ziele anzugreifen. Dies sei der Ausgangspunkt
für eine breit angelegte Aktion. Bush räumte ein, der Krieg könnte länger dauern und
schwieriger werden, als manche vorhersagten. Die USA und ihre Verbündeten wärden
alles versuchen, um unschuldige Zivilisten zu schonen....
Chronologie des Irak-Kriegs:
Teil 1: 20.03. bis 30.06.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv3/irak_01.htm#news
Teil 2: 01.07. bis 31.10.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv4/irak_02.htm#news
Teil 3: 01.11. bis 31.12.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv5/irak_03.htm#news
Teil 4: 01.01. bis 31.05.2004
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_04.htm#news
Teil 5: 01.06. bis 31.10.2004
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_05.htm#news
Teil 6: 01.11. 2003 bis 30.04.2005
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_06.htm#news
Teil 7: 01.05. 2005 bis 21.12.2005
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_07.htm#news
Vor einem Jahr:
Irak am fünfhunderteinundvierzigsten Tag nach Erlangung der formellen Souveränität
Zitate zur Begründung des Irak-Krieges:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402040.htm#040204_a
Auszüge aus Powells 'Beweisen' zum Irak vom 5. Februar 2003:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402040.htm#040204_b
... Lügen und Täuschungen, die in
London und Washington produziert wurden, verursachten den Tod von bis
zu 55.000 Irakern, unter ihnen 9.600 Zivilisten... John Pilger, ZNet 05.02.2004... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402110.htm#040211_b
Iraq Body Count:
http://www.iraqbodycount.net
Fr.29.10.2004 - Einer Studie zufolge sind rund 100.000 Iraker an den Kriegsfolgen
gestorben. Die meisten Todesfälle gingen auf Gewalteinwirkung
zurück, nicht zuletzt durch Luftangriffe der Alliierten, wie es in
der Studie heißt, die auf der Website der renommierten
britischen Medizinzeitschrift «The Lancet» [http://www.thelancet.com]
veröffentlicht wurde... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv3/irak_k01.htm#bodycount
Do.08.12.2006 - Seit Beginn des Irak-Kriegs im März 2003 sind mindestens 2.919
Angehörige der US-Streitkräfte ums Leben gekommen. Der weitaus
größte Teil kam erst nach dem offiziellen Ende der
Hauptkampfhandlungen am 1. Mai 2003 ums Leben.
Zur Zahl der seit Kriegsbeginn getöteten Iraker gibt es keine
verlässlichen Angaben.
(Quelle: ap)
«Kanonenfutter für das Pentagon»
... wer sind sie eigentlich - die toten amerikanischen Soldaten?... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402110.htm#040211_a
'Statt des Sohnes kam eine leere Hülle aus dem Irak zurück'
»Ich wünschte, ich könnte euch erzählen, daß
unsere Familie wieder heil und glücklich ist, seit mein Sohn aus
dem Irak in ein ziviles Leben zurückgekehrt ist. Aber das ist
nicht der Fall. Mein Sohn ist 21 Jahre alt, er ist obdach- und
arbeitslos. Am 11. Januar (2006) hat er sein Auto in den frühen
Morgenstunden an einen Betonpfeiler gefahren. Niemand, der das Auto
sah, konnte sich vorstellen, daß er den Unfall überlebt hat.
Ich erinnere mich an den Tag, als ich den Anruf bekam: Mein Sohn war
zurück aus dem Krieg, zurück in den Staaten. Ich sank
schluchzend zusammen und dankte dem Schöpfer dafür, daß
er am Leben war. Damals hatte ich keine Ahnung, daß alles, was da
aus dem Krieg zurückkehrte, nur eine Hülle war. Der Geist
meines Jungen und seine Seele müssen immer noch irgendwo in den
Straßen des Irak herumirren... «
Georgia Stillwell, Mitglied der Organisation »Military Families
Speak Out«... Mehr unter:
http://www.jungewelt.de/2006/02-10/056.php
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Pentagon will weitere 100 Milliarden Dollar für Irak und
Afghanistan
Do.21.12.06 - Das US-Verteidigungsministerium will weitere 99,7 Milliarden Dollar (76
Milliarden Euro) für die Militäreinsätze im Irak und in
Afghanistan beantragen. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AP am
Mittwoch aus Kreisen des Pentagons. Stimmen Präsident George W.
Bush und der Kongress zu, stiege der Gesamtetat für die Kriege
allein in diesem Jahr auf 170 Milliarden Dollar (130 Milliarden Euro).
Die neuen Planungen der Streitkräfte fallen in eine Zeit, in der
Bush eine Änderung der Irak-Strategie erwägt. So gibt es
Forderungen, die Zahl der dort eingesetzten Soldaten kurzfristig zu
erhöhen. Die Wünsche des Pentagons wurden aber bereits zuvor
erarbeitet. Die Kriegskosten stiegen in der Vergangenheit dramatisch
an, da immer mehr Ausrüstungsgegenstände zerstört wurden
oder wegen Abnutzung ersetzt werden müssen. Das Heer, das am
häufigsten in Gefechte verwickelt ist, soll rund die Hälfte
der knapp 100 Milliarden Dollar erhalten.
Insgesamt hat der Krieg im Irak bislang rund 350 Milliarden Dollar (266
Milliarden Euro) gekostet. Zusammen mit dem Einsatz in Afghanistan und
dem Kampf gegen den Terrorismus in anderen Teilen der Welt haben die
US-Steuerzahler schon 500 Milliarden Dollar aufgebracht, wie eine
Untersuchung des Congressional Research Service ergab.
(Quelle: ap)
NATO fordert für Afghanistan deutsche Luftaufklärung an -
Grüne gegen deutschen Tornado-Einsatz in Afghanistan
Do.21.12.06 - Die NATO hat bei Deutschland zusätzliche militärische
Kräfte zur Luftaufklärung und -überwachung in
Afghanistan angefordert. Wie der Sprecher des deutschen
Verteidigungsministeriums, Thomas Raabe, mitteilte, wurde eine
entsprechende Anfrage des NATO-Oberkommandos Europa an den
Generalinspekteur der Bundeswehr, General Wolfgang Schneiderhan,
übermittelt. Darüber habe Deutschlands Verteidigungsminister
Franz-Josef Jung (CDU) das Kabinett informiert. Die Anfrage bezieht
sich den Angaben zufolge auf die Bereitstellung bestimmter
militärischer Fähigkeiten; sie ist aber nicht auf ein
Einsatzgebiet begrenzt.
Während bislang die Bundeswehr in erster Linie im Norden
Afghanistans tätig ist, könnte die nun abgefragte
Fähigkeit "auch in anderen Teilen zum Einsatz kommen", sagte Raabe
weiter. Er fügte hinzu, die Bundesregierung werde die
Angelegenheit möglicherweise noch in den Gremien der NATO zur
Sprache bringen. Zunächst würden aber das Verteidigungs- und
das Außenministerium die Obleute der Fraktionen in den jeweils
zuständigen Bundestagsausschüssen unterrichten.
Raabe schloss nicht aus, dass möglicherweise
Aufklärungsflugzeuge der Bundeswehr des Typs RECCE-Tornado
über die angeforderten Fähigkeiten verfügen würden.
Es gehe aber bei der Anfrage um verschiedene Aspekte der
Luftaufklärung. Die zusätzlichen Kräfte würden
gegebenenfalls im Rahmen der internationalen ISAF-Truppe zum Einsatz
kommen. Die Bekanntgabe einer Entscheidung sei aber bis Jahresende
nicht mehr zu erwarten.
Die Grünen in Deutschland haben unterdessen eine
Unterstützung der Nato bei der Luftaufklärung in Afghanistan
mit Tornados der Bundeswehr abgelehnt. «Falls die Bundesregierung
zu einem Ja kommen würde, wäre eine neue Bundestagszustimmung
unverzichtbar», sagte der verteidigungspolitische Sprecher der
Grünen-Fraktion im Bundestag, Winfried Nachtwei, der
«Netzeitung». Dass es allerdings zu einer solchen
Zustimmung komme, halte er für «ausgesprochen
zweifelhaft».
Nachtwei begründete seine Skepsis damit, dass die Anfrage des
stellvertretenden Nato-Oberbefehlshabers John Reith «deutlich
über die bisherigen Mandats-Grenzen hinausgeht, weil die
gewünschte Unterstützung eindeutig auch eine
Kampfunterstützung durch Tornado-Aufklärer einschließen
würde». Insofern bestehe die Gefahr, dass die Bundeswehr
«eine Art von Einsatz unterstützen würde, die wir als
Grüne bei der Operation Enduring Freedom schon abgelehnt
haben».
Nachtwei beklagte in diesem Zusammenhang auch, dass sehr wenig
Informationen über die Operationsführung im Süden und
Osten Afghanistans vorlägen. Die Bundeswehr würde damit aktiv
einen Einsatz unterstützen, von dem es heiße, «dass
Kampfeinsätze vor Aufbauanstrengungen gesetzt werden».
(Quellen: afp, ap)
Nahost-Konflikt
Generalsekretär der Arabischen Liga gegen Amtsabtritt des
libanesischen Präsidenten. Delegation des EU-Parlament besucht
Israel und Palästinensergebiete. Kaida-Vize ruft
Palästinenser zu Dschihad gegen Israel auf. Weniger Gewalt in Gaza
nach Waffenruhe. Zwei militante Palästinenser im Westjordanland
getötet. Lateinischer Patriarch bezeichnet Bethlehem als 'Stadt
des Todes'
Do.21.12.06 - Der Generalsekretär der Arabischen Liga, Amr Mussa, hat sich gegen
einen sofortigen Abtritt des libanesischen Präsidenten Emile Lahud
ausgesprochen. Der pro-syrische Politiker sollte bis zum Ende seiner
Amtszeit im November 2007 Staatsoberhaupt bleiben, sagte Mussa am
Mittwoch nach Gesprächen mit Lahud in Beirut. Bis dahin sollte es
Konsultationen und schließlich einen Konsens bezüglich des
künftigen Präsidenten geben.
Mussa hat wiederholt versucht, zwischen den verfeindeten politischen
Fraktionen im Libanon zu vermitteln. Sein jetziges Eintreten für
Lahud allerdings dürfte Beobachtern zufolge die anti-syrische
Mehrheit im Parlament zutiefst verärgern. Diese fordert die
baldige Wahl eines neuen Präsidenten. Die pro-syrische Opposition
unter Führung der schiitischen Hisbollah verlangt ihrerseits den
Rücktritt von Ministerpräsident Fuad Siniora und hat zu
diesem Zweck schon mehrere Massendemonstrationen veranstaltet. Eine
Lösung der Krise ist vorerst nicht in Sicht.
Eine offizielle Delegation des Europaparlaments unter Leitung des
CDU-Abgeordneten Elmar Brok ist am Mittwoch zu einem dreitägigen
Besuch in Israel und den palästinensischen Gebieten aufgebrochen.
Wie ein Sprecher der Fraktion der Europäischen Volkspartei (EVP) in
Brüssel mitteilte, wollen die Abgeordneten in Jerusalem mit dem
israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert, Außenministerin
Zipi Livni sowie Mitgliedern des auswärtigen Ausschusses der
Knesset über Möglichkeiten zur Lösung der
gegenwärtigen Krise im Nahen Osten sprechen. Anschließend
sollten sie in Ramallah Palästinenserpräsident Mahmud Abbas
treffen.
Die Nummer zwei des El-Kaida-Netzwerks, Aiman el Sawahiri, hat die
Palästinenser in einer Videobotschaft zum heiligen Krieg gegen
Israel aufgerufen. Nur der Dschihad und nicht etwa Wahlen könnten
"Palästina befreien", erklärte Sawahiri in einer vom
Nachrichtensender El Dschasira in Dubai ausgestrahlten Videobotschaft.
Sawahiri sagte in seiner Viodeobotschaft: "Jeder andere Weg als der
Dschihad wird ins Verderben führen. Jene, die das Land des Islams
durch Wahlen verteidigen wollen, die auf laizistischen Verfassungen
gründen, werden kein einziges Sandkorn Palästinas befreien."
Von wann die Aufnahme stammt, ist noch unklar. Ihre Echtheit konnte
zunächst nicht von unabhängiger Seite bestätigt werden.
Einen indirekten Vorwurf sandte Sawahiri an die radikalislamische Hamas
wegen deren Teilnahme an der Parlamentswahl vom Januar und der
Anerkennung von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas. "Die
Legitimität von Mahmud Abbas zu akzeptieren, (...) ist ein Abgrund,
der letztlich zum Ende des Dschihads und zur Anerkennung Israels
führen wird", sagte Sawahiri. Abbas sei der "Vertreter der USA in
Palästina und Beauftragter der PLO, welche Israel anerkennt, um
mit Israel zu verhandeln".
Nach der Vereinbarung einer neuen Waffenruhe ist die Gewalt zwischen
rivalisierenden Palästinensergruppen im Gazastreifen am Mittwoch
merklich abgeebbt. Die an den Kämpfen der vergangenen Tage
beteiligte Polizeimiliz der radikal-islamischen Hamas zog sich auf
frühere Positionen zurück, wie Augenzeugen berichteten.
Am Mittwochmorgen wurden bei einem Feuergefecht in Gaza zwar erneut
zwei Mitglieder der gemäßigten Fatah getötet, im Laufe
des Tages entspannte sich die Lage jedoch.
Zu dem Schusswechsel kam es nach palästinensischen Angaben, als
zwei Männer aus den Reihen der Fatah das Feuer auf ein Auto mit
Hamas-Kämpfern eröffneten, die zurückschossen. Die Fatah
von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und die regierende
Hamas hatten sich am Dienstagabend nach Kämpfen mit mindestens
sechs Todesopfern auf eine neue Waffenruhe verständigt - die
zweite binnen 48 Stunden. Sie trat noch am Abend in Kraft.
Israels Ministerpräsident Ehud Olmert erklärte am Mittwoch,
er hoffe, dass die neue Waffenruhe halten werde. «Die interne
Gewalt in den Autonomiegebieten ist nicht das, was wir sehen
wollen», sagte Olmert. Die Tötung von Palästinensern
durch Palästinenser wirke sich destabilisierend auf die Lage in
der Region aus.
Die Gewalt zwischen den Palästinensern war am Wochenende
eskaliert, nachdem Abbas vorgezogene Wahlen angekündigt hatte.
Auch der palästinensische Ministerpräsident Ismail Hanija
(Hamas) lehnte dies am Dienstagabend als Ausweg aus der politischen
Sackgasse ab. Zuvor waren wochenlange Bemühungen um die Bildung
einer palästinensischen Einheitsregierung gescheitert.
Israelische Soldaten erschossen am Mittwoch bei einer Festnahmeaktion
im Westjordanland zwei militante Palästinenser. Die beiden
Mitglieder des Islamischen Dschihad hätten sich in Dschenin einer
Festnahme widersetzt und das Feuer eröffnet, sagte eine
Militärsprecherin. Die Armee warf den Palästinensern vor,
Drahtzieher mehrerer versuchter Selbstmordanschläge in Israel zu
sein. Dschihad- Anhänger im Gazastreifen feuerten
anschließend mehrere Raketen auf das israelische Grenzgebiet ab
und kündigten als Rache für die Tötung der beiden
Männer neue Angriffe an.
Die israelischen Streitkräfte suspendierten unterdessen einen
Soldaten und seinen Vorgesetzten, die in den Tod eines
palästinensischen Mädchens entlang des Sperrwalls im
Westjordanland verwickelt sind. Die 13-Jährige war am Dienstag in
der Nähe von Tulkarem erschossen worden. Augenzeugen zufolge
spielte sie mit einem Freund in der Nähe des Grenzzauns. Die
Soldaten erklärten, sie seien davon ausgegangen, dass es sich um
einen Extremisten handelte. Die Umstände des Todes des
Mädchens würden jedoch noch untersucht, betonten die
Streitkräfte.
Die israelische Politik im Westjordanland hat Bethlehem nach den Worten
des Lateinischen Patriarchen Michel Sabbah zur «Stadt des Todes
und der Zerstörung» gemacht. In seiner jährlichen
Pressekonferenz kurz vor Weihnachten verurteilte der oberste
katholische Geistliche in Jerusalem die zahlreichen Kontrollpunkte
sowie den Grenzwall zwischen Israel und dem Westjordanland. Damit sei
gerade den Einwohnern von Bethlehem das Leben wesentlich erschwert
worden.
«Bethlehem soll eine Stadt des Friedens sein», sagte der
73-Jährige. «Leider ist zurzeit genau das Gegenteil der
Fall.» Die zahlreichen Gläubigen, die auch in diesem Jahr zu
Weihnachten wieder die Geburtsstätte von Jesus Christus besuchen
wollten, würden abermals mit einem tödlichen Konflikt
konfrontiert. Dabei gebe es nicht nur eine Mauer im Grenzverlauf,
sondern auch in den Herzen der Menschen. Notwendig seien jedoch
«Frieden, Gerechtigkeit, Freiheit und ein Ende der
Besatzung».
Sabbah, der erste Palästinenser im Amt des Lateinischen
Patriarchen, hat sich schon häufig kritisch über die
israelische Politik in den palästinensischen Gebieten
geäußert. Auf der Pressekonferenz vom Mittwoch zeigte er
sich auch besorgt über den blutigen Machtkampf unter den
Palästinensern im Gazastreifen. Er hoffe, dass die Fraktionen von
Fatah und Hamas einen Kompromiss finden könnten, sagte der
Geistliche.
Bestürzt registrierte Sabbah, dass immer mehr
palästinensische Christen die Region verließen. Ihr Anteil
an der Bevölkerung im Gazastreifen, Westjordanland und
Ostjerusalem beträgt nicht einmal mehr zwei Prozent gegenüber
15 Prozent im Jahr 1950. In Bethlehem leben mittlerweile weniger als 20
Prozent Christen. Sabbah machte auch dafür die Politik Israels
verantwortlich.
Die israelischen Behörden versprachen derweil einen erleichterten
Zugang nach Bethlehem während der Weihnachtstage. An Heiligabend
und am ersten Feiertag soll es einen kostenlosen Busverkehr zwischen
Jerusalem und der nahe gelegenen Stadt geben, wie das
Tourismusministerium mitteilte. Demnach wird mit der Anreise von 18.000
Touristen gerechnet, 2.000 mehr als im Vorjahr.
(Quellen: afp, ap, dpa)
USA offenbar zu Sicherheitsgarantie für Nordkorea bereit
Do.21.12.06 - Die USA haben Nordkorea Vorschläge für ein Ende des
Atomstreits unterbreitet. In diesem Zusammenhang soll sich Washington
auch zu der von Nordkorea geforderten Sicherheitsgarantie bereit
erklärt haben, wie die südkoreanische Nachrichtenagentur
Yonhap meldete. Der US-Gesandte Christopher Hill, der sein Land bei den
Sechs-Parteien-Gesprächen in Peking vertritt, wollte sich am
Mittwoch nicht dazu äußern. Zum Verlauf der Beratungen sagte
Hill: «Derzeit bin ich weder pessimistisch noch
optimistisch.»
Der südkoreanische Unterhändler Chun Yung Woo erklärte,
die Gespräche sollten bis Freitag dauern, einen Tag länger als
ursprünglich gedacht. Allerdings garantiere dies keine konkreten
Ergebnisse. Die Delegationen hätten nun mit «substanziellen
Diskussionen» über die Kernpunkte begonnen, die ihnen am
wichtigsten seien. An den Sechs-Parteien-Gesprächen sind die
beiden koreanischen Staaten, die USA, China, Russland und Japan
beteiligt.
Laut Yonhap stellten die USA Nordkorea eine Sicherheitsgarantie in
Aussicht, sobald Pjöngjang das Atomprogramm einfriert und
Inspektionen zulässt. Die südkoreanische Nachrichtenagentur
berief sich auf Diplomaten, die an den Gesprächen teilnehmen. Der
südkoreanische Gesandte Chun sagte, es handle sich lediglich um
«einen offiziellen detaillierten und konkreten Vorschlag»,
der die Dinge beinhalte, über die beide Seiten zuvor gesprochen
hätten. Am Mittwoch kamen Vertreter der USA und Nordkoreas zum
zweiten Mal zu mehrstündigen bilateralen Gesprächen zusammen.
(Quelle: ap)
Tamilische Rebellen sollen hunderte Kinder entführt haben
Do.21.12.06 - Das UN-Kinderhilfswerk (UNICEF) und die srilankische Regierung haben
den tamilischen Rebellen vorgeworfen, mehrere hundert Jugendliche
entführt und als Kindersoldaten eingesetzt zu haben. Die
Minderjährigen seien im Laufe des Jahres aus Gebieten verschleppt
worden, die die Regierungstruppen kontrollieren, sagte ein
Militärsprecher am Mittwoch. Die Befreiungstiger von Tamil Eelam
(LTTE) wiesen den Vorwurf zurück und sprachen von «falscher
Propaganda».
Seit Jahresbeginn hätten die LTTE mindestens 455
minderjährige Kämpfer zwangsrekrutiert, sagte Brigadegeneral
Prasad Samarasinghe auf einer Pressekonferenz in Colombo. Die Zahl
basiere auf Angaben betroffener Eltern. Wahrscheinlich liege sie in
Wirklichkeit noch weitaus höher.
Erst am Montagabend entführten die Rebellen laut Regierung 16
Mädchen, sieben Jungen und zwei Lehrer aus einer Schule in Ampara
im Osten der Insel Ceylon. Ein LTTE-Sprecher sagte, die Jugendlichen
hätten sich freiwillig gemeldet. Sie seien nach Hause
zurückgeschickt worden, nachdem sich herausgestellt habe, dass sie
noch nicht volljährig seien.
UNICEF gab die Zahl der in diesem Jahr von den LTTE rekrutierten
Kindersoldaten mit 539 an. Eine abtrünnige Rebellengruppe, benannt
nach ihrem Kommandeur Karuna, soll laut UNICEF 186 Minderjährige
als Kämpfer eingesetzt haben. Ein Teil der Jugendlichen kam
zwischenzeitlich wieder frei. Auch das UN-Kinderhilfswerk berief sich
bei seinen Angaben auf Informationen von Eltern. «Wir
schätzen aber, dass die Zahlen nur rund ein Drittel der
tatsächlichen Fälle widerspiegeln», sagte
UNICEF-Sprecher Francis Mead am Mittwoch. Es gebe keinen Hinweis darauf,
dass die betroffenen Kinder sich freiwillig den Rebellen angeschlossen
hätten.
(Quelle: ap)
UN beklagen wachsende Kinder-Prostitution in Kenia
Do.21.12.06 - Die Kinderprostitution in den Urlaubsorten an der kenianischen
Küste nimmt nach UN-Angaben erschreckend zu. In einigen Orten
verkauften bis zu ein Drittel aller Mädchen ihren Körper an
einheimische Männer, aber auch an Touristen aus Europa, heißt
es in einem am Dienstag in Nairobi vorgestellten Bericht der Vereinten
Nationen. Etwa die Hälfte der Sexkunden stammten aus Italien,
Deutschland, der Schweiz und Großbritannien.
Insgesamt gebe es in vier Küstenbezirken mehr als 15.000
minderjährige Prostituierte, beklagt der Bericht. Als Hauptgrund
für die Zunahme der Prostitution führt die Studie die Armut
der Bevölkerung an. Der kenianische Vizepräsident Moody Awori
sprach von einer «schockierenden Realität».
(Quelle: ap)
Schwere Kämpfe in Somalia zwischen Regierungstruppen und Milizen
Do.21.12.06 - In Somalia sind am Mittwoch an mehreren Fronten heftige Kämpfe
zwischen Regierungstruppen und islamischen Milizen entbrannt. Zwei
Einheiten regierungstreuer Truppen hätten sich unterstützt von
äthiopischen Soldaten in der Nähe der Stadt Baidoa an
verschiedenen Punkten Gefechte mit den Milizen geliefert, erklärten
die rivalisierenden Gruppen. Unter anderem habe es nahe der
Islamistenhochburg Mode Kämpfe gegeben, sagte Mohammed
Ibrahim Bilal, ein ranghoher Vertreter der islamischen Milizen, der
Nachrichtenagentur AFP. Die in Baidoa ansässige
Übergangsregierung teilte ihrerseits mit, es werde auch in der
Nähe der Stadt an mehreren Fronten gekämpft.
(Quelle: ap)
UNO fordert internationale Hilfe wegen Giftmülls in
Elfenbeinküste
Do.21.12.06 - Nach dem Giftmüllskandal in der Elfenbeinküste haben die
Vereinten Nationen die internationale Gemeinschaft zu dringender Hilfe
aufgerufen. Wie eine Delegation des UN-Umweltprogramms UNEP nach einer
Reise in das westafrikanische Land am Mittwoch mitteilte, brauchen die
ivorischen Behörden nach eigenen Schätzungen rund 15 Millionen
Euro, um die vom Giftmüll verseuchten Böden vollständig
zu reinigen. Die ursprünglich auf 6000 Tonnen geschätzten
Abfälle, die zur Entsorgung nach Frankreich gebracht wurden,
beliefen sich auf rund 7500 Tonnen.
(Quelle: afp)
UN-Sicherheitsrat hält an Verbot von Diamantenexporten aus Liberia
fest
Do.21.12.06 - Der UN-Sicherheitsrat hat am Mittwoch einstimmig das Verbot von
Diamantenexporten aus Liberia verlängert. In einer Resolution
begrüßte der Sicherheitsrat die Fortschritte in Liberia seit
der Wahl von Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf im Januar.
Allerdings sei noch nicht genug geschehen, um die Sanktionen aufzuheben.
Der Sicherheitsrat hatte im Juni zugesichert, er werde das Embargo nach
sechs Monaten erneut überprüfen. Voraussetzung war, dass die
liberianische Regierung ein internationales Programm zur Zertifizierung
der Herkunft der Edelsteine auflegt. UN-Experten erklärten, die
Fortschritte seien noch nicht ausreichend. Mit der jüngsten
Resolution wurden das Waffenembargo gegen Liberia sowie das Reiseverbot
für Mitglieder der früheren Regierung unter Präsident
Charles Taylor um ein Jahr verlängert. Das Verbot für die
Ausfuhr von Diamanten gilt weitere sechs Monate.
(Quelle: ap)
Patent auf Tiefkühlverfahren mit Embryonen gekippt
Do.21.12.06 - Das Europäische Patentamt in München hat am Dienstag ein
Patent gekippt, das ein Verfahren zum Tiefkühlen von Embryonen und
Zellen schützen ließ. «Grund war mangelnde
erfinderische Tätigkeit», erklärte der Sprecher des
europäischen Patentamts, Rainer Osterwalder, die Entscheidung der
Einspruchabteilung des Amtes. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace
und die Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandeten
Forschung hatten 2004 Einspruch gegen das Patent erhoben.
Greenpeace sah in dem Patent eine Kommerzialisierung menschlicher
Embryonen, die Fraunhofer-Gesellschaft kritisierte, das Patent sei keine
neue Erfindung. Das Patent der zwei US-Forscherinnen Katrina Forest und
Michelle Lane umfasste nach Angaben von Osterwalder ein Verfahren zum
schonenden Einfrieren und Auftauen von Sperma, Eizellen und Embryonen.
Dies kann etwa im Zusammenhang mit künstlicher Befruchtung
angewendet werden. Osterwalder sagte, das Patent habe in seiner
ursprünglichen Fassung auch Ansprüche auf menschliche
Embryonen enthalten. Diese Ansprüche hätten die Forscherinnen
aber im Laufe des Einspruchverfahrens zurückgezogen. Den nun
ausgesprochenen Widerruf des gesamten Patents können sie noch
anfechten.
Der Patentexperte von Greenpeace, Christoph Then, erklärte, trotz
des Widerrufs bestehe für ihn kein Grund zur Freude: «Nach
wie vor werden massenhaft Patente auf menschliche Gene, auf Pflanzen und
Tiere erteilt», sagte Then. Osterwalder betonte, die Entscheidung
der Einspruchabteilung sei wegen technischer Bedenken gefallen. Es
handle sich nicht um eine Grundsatzentscheidung, ob die Patentierung
von Embryonen und Spermien mit europäischem Recht vereinbar ist.
Eine solche Grundsatzentscheidung könne nur die Große
Beschwerdekammer des Europäischen Patentamts prüfen. Dort
laufe derzeit ein entsprechendes Verfahren wegen eines Patentes eines
US-Stammzellenforschers. Eine Entscheidung wird nach Angaben von
Osterwalder frühestens im kommenden Jahr erwartet.
(Quelle: ap)
EU will Fluglinien zu mehr Klimaschutz verpflichten
Do.21.12.06 - Die EU will künftig auch die Fluglinien zu mehr Klimaschutz
zwingen: EU-Umweltkommissar Stavros Dimas stellte am Mittwoch in
Brüssel einen Gesetzesvorschlag vor, nach dem die
Fluggesellschaften von 2011 an ihren Ausstoß an
klimaschädlichem Kohlendioxid (CO2) begrenzen müssen. Sie
nähmen damit am EU-weiten Handel mit Luftverschmutzungsrechten -
dem so genannten Emissionshandel - teil, der bislang nur für
Kraftwerke und Industrieanlagen in Europa gilt. Die Kommission geht von
einem leichten Preisanstieg bei Flugtickets aus.
(Quelle: afp)
Deutschland
Umweltministerium wirft Industrie Verantwortungslosigkeit vor
Do.21.12.06 - Das Bundesumweltministerium hat der Industrie erneut
Verantwortungslosigkeit beim Klimaschutz vorgeworfen. Im Streit
über den Emissionshandel kritisierte Staatssekretär Michael
Müller am Mittwoch, dass die Wirtschaftsverbände ihre eigenen
Zusagen brächen und entschärften. Auch das Umweltbundesamt
nannte die Klimapolitik des BDI unglaubwürdig. Der umweltpolitische
Sprecher der SPD-Fraktion, Ulrich Kelber, unterstützte unterdessen
die Pläne der EU-Kommission, den Handel mit Verschmutzungsrechten
auf Fluggesellschaften auszuweiten.
Bei dem Streit um den Emissionshandel geht es darum, dass Brüssel
von Berlin ab 2008 eine Reduzierung des jährlichen
Treibhausgasausstoßes der Wirtschaft von geplanten 465 Millionen
Tonnen auf 453 Millionen Tonnen verlangt. Ob Umweltminister Sigmar
Gabriel der Forderung nachkommt oder wie ein Kompromiss aussehen
könnte, ist derzeit offen. In Brüssel hatte er betont, die
Vorstellungen der EU-Kommission und seine eigenen lägen «nur
noch um zwei Prozent auseinander». Die Industrie hatte in einem
offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel verlangt, den Forderungen
der EU-Kommission nicht nachzugeben. Sie befürchtet Mehrkosten.
Vor höheren Strompreisen warnte ein Funktionär der BASF,
Wolfgang Gerhardt, im Südwestrundfunk. Veränderungen bei den
zugelassenen CO2-Mengen würden massive Auswirkungen auf die
Investitionsbereitschaft der Energiewirtschaft haben. Mit steigenden
Preisen für knappe Verschmutzungsrechte stiegen auch die
Strompreise. Sollte die EU die Ausnahme für die Energiewirtschaft
bei der Ökosteuer nicht mehr genehmigen, wäre die deutsche
Industrie mit zwei Milliarden Euro betroffen. Die Ausnahme von der
Ökosteuer wurde nur im Gegenzug für eine Selbstverpflichtung
der Industrie zum Klimaschutz gewährt.
Müller sagte unter Verweis auf den Brief des BDI im rbb:
«Das Verhalten der Wirtschaftsverbände ist für mich eine
organisierte Verantwortungslosigkeit.» Müller erklärte
auch, dass es angesichts neuerer Klimadaten eine Verknappung der
Verschmutzungsrechte geben müsse. Man könne im Angesicht
globaler Klimaveränderungen keine Rücksicht auf kurzfristige
Interessen nehmen. Die Regierung wollte ursprünglich sogar von
2008 an Rechte für 482 Millionen Tonnen CO2 jährlich ausgeben.
Der Präsident des Umweltbundesamtes, Andreas Troge, nannte die
Kritik des BDI in der «Berliner Zeitung» nicht
glaubwürdig. Der BDI habe sich 2000 selbst verpflichtet, die
Kohlendioxidemissionen aus der Industrie in den nächsten Jahren um
45 Millionen zu reduzieren. Bevor er der Bundesregierung zu viel
Klimaschutz vorwerfe, solle er darlegen, ob er sein eigenes Ziel
erreiche.
Kelber unterstützte im Hessischen Rundfunk die Pläne von
EU-Umweltkommissar Stavros Dimas, den Emissionshandel auf
Fluggesellschaften auszuweiten. Die Airlines seien durch ihren
Kerosinausstoß in erhöhtem Maße für
Umweltschäden verantwortlich, sagte der SPD-Politiker und
fügte hinzu: «Die Flugzeuge stoßen die Treibhausgase in
Höhen aus, in denen sie besonders schnell zur Erderwärmung
beitragen.»
(Quelle: ap)
Geplanter G8-Gipfel in Heiligendamm: Bund setzt auf Dialog mit
Globalisierungsgegnern
Do.21.12.06 - Die Bundesregierung setzt vor dem für Juni 2007 in Heiligendamm
geplanten G8-Gipfel auf einen Dialog mit Globalisierungsgegnern. Geplant
seien vier Großveranstaltungen mit Vertretern der so genannten
Nichtregierungsorganisationen, sagte der Berater von Bundeskanzlerin
Angela Merkel (CDU) für den Weltwirtschaftsgipfel, Bernhard
Pfaffenbach, am Mittwoch in Heiligendamm. Ferner würden am Rande
des Gipfels Treffen von Jugendlichen der acht Staaten mit den
teilnehmenden Staats- und Regierungschefs organisiert.
Die Bundeskanzlerin wolle den Abbau globaler Ungleichheiten und die
Entwicklungshilfe für Afrika zu einem Schwerpunktthema des Gipfels
machen, sagte Pfaffenbach. Darüber hinaus sollen auch so genannte
Schwellenländer wie China, Indien, Brasilien, Mexiko und
Südafrika in den Gipfel integriert werden. Eine Aufnahme dieser
Staaten stehe jedoch nach übereinstimmender Auffassung der
G8-Staaten derzeit nicht zur Debatte.
(Quelle: ddp)
Staatsrechtler wirft Bundespräsident Köhler Verfassungsbruch
vor
Do.21.12.06 - Der Berliner Staatsrechtler Hans Meyer hat Bundespräsident Horst
Köhler vorgeworfen, die Verfassung zu verletzen. Der
Bundespräsident habe nicht das Recht, "eine verfassungskonforme
Auslegung des Gesetzes vorzuschreiben", heißt es in einem Beitrag
des früheren Präsidenten der Berliner
Humboldt-Universität für die "Süddeutsche Zeitung". Dies
sei Aufgabe des Bundesverfassungsgerichts. Unterdessen sorgte
Köhler mit Ermahnungen an die Bundesregierung erneut für
Aufregung: "Es gibt zu viel Angst vor Zumutungen", warf er im "Stern"
der großen Koalition vor.
Der Bundespräsident habe nur das Recht zu prüfen, ob ein
Gesetz verfassungsgemäß zustande gekommen sei, ob also
Bundestag und Bundesrat ihm zugestimmt hätten, sagte Meyer. "Wie
hätte das Bundesverfassungsgericht die vielen Gesetze, die
inhaltlich gegen die Verfassung verstießen, für nichtig
erklären können, wenn sie erst gar nicht zustande gekommen
wären?"
Politiker der großen Koalition zeigten sich in den vergangenen
Tagen irritiert, weil Köhler in kurzer Zeit zwei Gesetze der
Bundesregierung wegen Verfassungsbedenken gestoppt hatte. Nach seiner
Kritik an dem Gesetz zur Privatisierung der deutschen Flugsicherung im
Oktober weigerte sich Köhler zuletzt auch, das
Verbraucherinformationsgesetz gegenzuzeichnen. Laut Artikel 82 des
Grundgesetzes hat der Bundespräsident zwar das Recht und die
Pflicht, Gesetzesvorhaben auf ihre Verfassungsmäßigkeit zu
überprüfen und bei einem "zweifelsfreien und offenkundigen"
Verstoß zu stoppen. Es geht darum, ob diese Voraussetzung in den
genannten Fällen erfüllt war. Köhlers Amtsvorgänger
hatten die Entscheidung in umstrittenen Fällen für
gewöhnlich dem Bundesverfassungsgericht überlassen.
Das Staatsoberhaupt kündigte an, die große Koalition auch
künftig mit kritischen Ermahnungen zu begleiten. Als Schwerpunkt
für die zweite Hälfte seiner Amtszeit nannte Köhler,
zusätzliche Reformbereitschaft zu fordern. Deutschland stehe noch
am Anfang des Reformprozesses. Seine Aufgabe als Bundespräsident
sieht Köhler darin, daran zu erinnern, "wo Defizite bestehen".
Sein Verhältnis zu Merkel beschrieb Köhler als "fair und
gut". Ansonsten äußerte sich der Präsident über
die Kanzlerin zurückhaltend.
Köhler und Merkel wollten derweil über anstehende politische
Fragen sprechen. Die Kanzlerin und das Staatsoberhaupt treffen sich
regelmäßig im Abstand von sechs bis acht Wochen zu solch
einem Dialog.
(Quelle: afp)
Hartz-Reform teilweise wirkungslos
Do.21.12.06 - Die Arbeitsmarktreformen I bis III haben sich als teilweise wirkungslos
erwiesen. Weder brachten die Personal Service Agenturen (PSA) den
erhofften Erfolg, noch erleichterten Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen
die Eingliederung von Erwerbslosen in den Arbeitsmarkt.
Verlierer sind vor allem schwer vermittelbare Arbeitslose. Dies ist die
Bilanz einer rund 2500 Seiten starken Untersuchung, die das
Bundeskabinett am Mittwoch zur Kenntnis nahm.
Nicht untersucht wurde das Herzstück der Arbeitsmarktreformen,
Hartz IV. Dazu ist eine eigene Studie in Arbeit. Für 2007 hat die
Regierung die Prüfung aller arbeitsmarktpolitischen Instrumente
angekündigt. Der Bericht über die Wirkungen der
Arbeitsmarktreformen bis zum Jahr 2005 war vom Bundestag 2002 in
Auftrag gegeben worden.
Personal Service Agenturen und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen
erhielten schlechte Noten: Sie verschlechterten dem Bericht zu Folge
sogar die Eingliederungschancen. Auch die Arbeitslosenvermittlung durch
Dritte wird kritisch gesehen. Die boomenden 400-Euro-Minijobs, aber
auch die Zeitarbeit hätten zwar positive Wirkung am Arbeitsmarkt
entfaltet. Für Arbeitslose seien Minijobs jedoch nicht zur
Brücke in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung
geworden.
Für das Bundesarbeitsministerum ist die Vernachlässigung der
schwierigsten Gruppe unter den Arbeitslosengeld-I-Empfängern
volkswirtschaftlich und sozialpolitisch problematisch. Die
Arbeitsagenturen seien zu sehr auf schnelle Vermittlung fixiert,
heißt es in dem Bericht, der frühere Zwischenergebnisse
bestätigte. Positiv vermerkt er aber, dass der Umbau der
Bundesagentur für Arbeit «weitgehend erfolgreich»
verläuft.
Zentrale Elemente der drei Reformen hätten die
Eingliederungsaussichten von Arbeitslosen in eine Erwerbstätigkeit
verbessert und damit zur Erhöhung der Beschäftigung
beigetragen. Als «erfolgreich» beurteilt wird die
Förderung der beruflichen Weiterbildung, der
Eingliederungszuschuss, die - inzwischen neu geregelte -
Existenzgründerförderung in Form der Ich AG, die vom
Bundesrechnungshof kritisierten Vermittlungsgutscheine sowie die
Sperrzeiten für jene, die Jobangebote ausschlagen.
Der arbeitsmarktpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Dirk Niebel,
nannte es «unerträglich», dass trotz besseren Wissens
die notwendigen Reformen nicht angepackt und die Gelder der
Beitragszahler weiter verschleudert wurden. Die Grünen nannten es
einen «Kardinalfehler», die erfolgreichen Ich AG's
abzuschaffen.
Der Verwaltungsratsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA),
Peter Clever, bezeichnete die in dem Bericht kritisierten PSA als
«bürokratischen GAU». Dabei hätten vor allem
viele Bildungsträger ohne Know How ein Zusatzgeschäft mit der
Vermittlung von Leiharbeitern gemacht, kritisierte Clever im
Deutschlandradio Kultur.
Der DGB sieht sich durch den Bericht in seiner Kritik an den
Hartz-Reformen bestätigt. Es sei ein «ein sozialpolitischer
Skandal», dass «die schwer vermittelbaren Arbeitslosen
schlechtere Chancen auf Vermittlung haben als je zuvor», sagte
Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach. Sie bedauerte, dass die
Verdrängungseffekte von Minijobs und Leiharbeit auf reguläre
Arbeitsplätze nicht untersucht worden seien. Der SPD-Linke Ottmar
Schreiner forderte rasche Korrekturen an den Hartz-Gesetzen.
(Quelle: dpa)
Kommission empfiehlt keine grundlegende Reform der Mitbestimmung
Do.21.12.06 - Die Kommission zur Reform der betrieblichen Mitbestimmung empfiehlt
keine grundlegenden Änderungen an dem 30 Jahre alten Gesetz.
Kommissionschef Kurt Biedenkopf sagte am Mittwoch, es seien aber einige
Anpassungen notwendig. So müssten etwa in deutschen Konzernen mit
ausländischen Standorten auch Mitarbeiter externer
Unternehmensteile Gelegenheit zur Mitsprache bekommen. Dies könne
entweder im Aufsichtsrat oder in Extra-Gremien geschehen, sagte er im
«Deutschlandfunk».
Die Grünen begrüßten die Empfehlungen des
CDU-Politikers und früheren sächsischen
Ministerpräsidenten. «Eine 30-jährige Erfolgsgeschichte
geht weiter», sagte die stellvertretende Fraktionschefin im
Bundestag, Thea Dückert.
Die FDP nannte das Ergebnis indes dürftig. «Die deutsche
paritätische Mitbestimmung ist ein Standortnachteil und behindert
die Schaffung neuer Arbeitsplätze», erklärte der
wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Rainer
Brüderle. Nötig sei mehr Entscheidungsfreiheit in den
Betrieben.
Das Gesetz erfasst Unternehmen mit mehr als 2.000 Mitarbeitern. Sie
müssen ihren Aufsichtsrat paritätisch besetzen; das
heißt Arbeitnehmer und Kapitaleigner entsenden je die Hälfte
der Mitglieder. Kommt es bei Abstimmungen zu einem Patt, hat der
Vorsitzende ein Doppelstimmrecht. In Deutschland gibt es derzeit rund
750 Unternehmen, die paritätisch besetzte Aufsichtsräte bilden.
Biedenkopf sagte im «Deutschlandfunk», die Mitbestimmung
habe Vor- und Nachteile. «Aber im Großen und Ganzen hat sich
das Gesetz nach unserer Auffassung bewährt.» Es bewirke
beispielsweise, dass die Beschäftigten besser motiviert seien und
notwendige Anpassungen im internationalen Wettbewerb mittragen, ohne
dass es leicht zu Streiks und Protesten kommt.
Biedenkopf übergab den Bericht am Mittwoch im Kanzleramt an
Regierungschefin Angela Merkel. Die noch unter der rot-grünen
Vorgängerregierung einberufene Kommission war ursprünglich
außer mit Biedenkopf mit je drei Vertretern der Arbeitgeber- und
der Arbeitnehmerseite besetzt, sowie mit zwei neutralen
wissenschaftlichen Mitgliedern. Im November hatten aber die
Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter wegen gravierender inhaltlicher
Differenzen ihren Ausstieg verkündet.
Biedenkopf hatte damals erklärt, dass sich die Vertreter der
Unternehmen, darunter Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt und
Industriepräsident Jürgen Thumann, außer Stande sahen,
den Berichtsentwurf der wissenschaftlichen Mitglieder im Einzelnen zu
beraten, solange nicht ihrer Grundsatzforderung entsprochen sei, die
Beteiligung der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat auf ein Drittel zu
reduzieren.
Darauf hätten die anderen Kommissionsmitglieder schon deshalb
nicht eingehen können, weil das nicht dem Auftrag entsprochen
hätte, Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Mitbestimmung auf der
Basis des geltenden Rechts zu erarbeiten, betonte der ehemalige
sächsische Ministerpräsident. Im Übrigen sei
offensichtlich gewesen, dass diese Forderung weder die Zustimmung der
Arbeitnehmervertreter noch der wissenschaftlichen Mitglieder der
Kommission finden würde. Der Auftrag an das Gremium lautete,
Empfehlungen für eine «moderne und europataugliche
Weiterentwicklung der deutschen Unternehmensmitbestimmung» zu
erarbeiten.
(Quelle: ap)
Internet
Kunden von Onlineshops oft frustriert
Do.21.12.06 - 90 Prozent aller Online-Shopper haben viel Geduld mit den
Internet-Läden. Sie verlassen der Webseite, auf der sie etwas
kaufen wollen, erst nach dem dritten fehlgeschlagenen Kaufversuch. Die
technischen Probleme liegen meist an den Internet-Seiten und ihren viel
zu langen Ladezeiten. Denn 75 Prozent der Onlineshopper beschwerten sich
bei einer Umfrage des Marktforschungsinstitutes Zoomerang genau
über diese Zustände.
Des Weiteren berichteten 64 Prozent, dass sie bei schlechten
Online-Erfahrungen vom vorgesehenen Kauf der Ware ganz absehen oder ihn
sich noch mal komplett durch den Kopf gehen lassen wollen. Die
frustrierten Shopper wollen mit ihrem Ärger dabei nicht hinter dem
Berg halten: 47 Prozent sagten, dass sie ihre schlechten Erfahrungen mit
einem Onlineshop anderen weitererzählen.
Unterdessen ist die Zahl der Online-Käufer in Deutschland weiter
angestiegen. Wie das Marktforschungsunternehmen Novomind meldet, kauften
im Jahr 2006 rund 27 Millionen Deutsche im Internet ein - ein Plus von
sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr. Doch auch sie sind nicht
hundertprozentig zufrieden: Nur jeder zehnte Verbraucher gab an, dass
sich der Service in den letzten beiden Jahren verbessert habe. Und so
fordert mehr als jeder Dritte virtuelle Einkaufshilfen wie zum Beispiel
vergrößerbare Fotoansichten der Produkte.
Zwei von drei Verbrauchern lassen sich übrigens durch die
Erfahrungsberichte anderer inspirieren. Ob sie dabei jedoch gut beraten
sind, sei dahingestellt. Allseits bekannt und beliebt ist nämlich
die Praxis von Unternehmen, unter Pseudonymen positive Berichte im
Verbraucherstil über ihre Produkte in den Internet-Foren zu
veröffentlichen.
(Quelle: yahoo-Nachrichten)
E-Müll-Alarm - Fast nur noch Spam im Umlauf
Do.21.12.06 - Das Aufkommen an Spam und virenverseuchten Mails nimmt immer
größere Ausmaße an. So waren zum Beispiel mehr als 96
Prozent der Mails, die an einem Tag im Rechenzentrum des Münchner
Messaging-Dienstleisters Retarus einliefen, E-Müll. Lediglich 3,48
Prozent aller für Kunden bestimmte E-Mails konnten weitergeleitet
werden. Sonntags sind es gar nur 0,58 Prozent - alles andere sind Spams,
Viren oder Phishingmails.
"90 Prozent E-Müll ist an Wochentagen inzwischen normal, dieses
Aufkommen ist in letzter Zeit unermesslich angestiegen", sagt
Marketing-Chef Andreas Krill. Sein Rechenzentrum wickelt den
E-Mail-Verkehr zwischen Unternehmen ab. Mehrere Millionen Mails laufen
Tag für Tag ein, Tausende von E-Mail-Accounts werden dort
verwaltet. Bereits seit Anfang des Jahres verzeichnet das Unternehmen
einen massiven Anstieg von E-Müll. Konnten Mitte Januar 2006 noch
mehr als elf Prozent der E-Mails zugestellt werden, sank deren Zahl bis
Mitte Dezember auf 3,48 Prozent. Gleichzeitig hat sich seit Jahresbeginn
das gesamte Mail-Aufkommen nahezu verdreifacht.
(Quelle: yahoo-Nachrichten)