Nachrichten-Archiv
Aktuelle Nachrichten
Irak am neunhundertundzwölften Tag nach Erlangung der formellen
Souveränität
Anschläge bei Hinrichtung von Saddam Hussein angedroht.
Weißes Haus begrüßt Todesurteil. Acht Tote bei
Bombenexplosion in Bagdad
Do.28.12.06 - Die sunnitischen Aufständischen im Irak haben für den Fall
der Hinrichtung von Saddam Hussein mit Anschlägen auf Amerikaner
gedroht. «Die Baath-Partei und der Widerstand sind zur Vergeltung
entschlossen», hieß es in einer am Mittwoch im Internet
veröffentlichten Erklärung der ehemaligen irakischen
Regierungspartei. Für die Vollstreckung des am Dienstag
bestätigten Todesurteils werde die US-Regierung verantwortlich
gemacht.
Bei der Explosion einer Autobombe im Osten von Bagdad kamen am Mittwoch
acht Menschen ums Leben, zehn wurden verletzt. Der Anschlag richtete
sich nach Polizeiangaben gegen eine Kontrollstelle der irakischen Armee.
Bei den Opfern handelt es sich jedoch ausschließlich um einfache
Bewohner der irakischen Hauptstadt.
Die Entscheidung des Berufungsgerichts in Bagdad, den früheren
Staatschef innerhalb von 30 Tagen durch den Strang hinzurichten, muss
entgegen früheren Erklärungen möglicherweise nicht mehr
von Staatspräsident Dschalal Talabani bestätigt werden. Dies
werde gegenwärtig in Abstimmung mit dem Tribunal geprüft,
sagte am Mittwoch Talabanis Berater Hiwa Osman. In jedem Fall werde die
Entscheidung von Talabani respektiert.
Das Weiße Haus begrüßte die Bestätigung des
Todesurteils gegen Saddam Hussein. Die Entscheidung markiere
«einen wichtigen Meilenstein bei den Bemühungen des
irakischen Volkes, die Herrschaft eines Tyrannen durch die Herrschaft
des Rechts zu ersetzen», sagte Sprecher Scott Stanzel am Dienstag.
Der Expräsident war am 5. November wegen eines Massakers an
Schiiten im Jahr 1982 zum Tod verurteilt worden.
Der designierte Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im
US-Senat, Joseph Biden, lehnte eine Aufstockung der Truppen im Irak ab.
Der demokratische Politiker kündigte am Dienstag zugleich an, der
Ausschuss wolle Außenministerin Condoleezza Rice im Januar
über die neue Irak-Politik der Regierung befragen.
(Quelle: ap)
Blick ins Archiv:
Der Krieg gegen Irak begann am 20. März 2003
Knapp zwei Stunden nach Ablauf eines Ultimatums an den irakischen Staatschef
Hussein flog die US-Armee erste Luftangriffe auf Bagdad.
US-Präsident Bush hatte
Hussein eine Frist gesetzt, bis zwei Uhr Mitteleuropäischer Zeit das Land zu verlassen.
Der irakische Machthaber hatte zuvor bereits einen Gang ins Exil abgelehnt. Bush erklärte in
einer Fernsehansprache
(19.03.03 - 10:16 P.M. EST / 20.03.03 - 4:15 MEZ) , die erste Phase zur Entwaffnung des Irak sei eingeleitet
worden. Er habe angeordnet, ausgewählte militärische Ziele anzugreifen. Dies sei der Ausgangspunkt
für eine breit angelegte Aktion. Bush räumte ein, der Krieg könnte länger dauern und
schwieriger werden, als manche vorhersagten. Die USA und ihre Verbündeten wärden
alles versuchen, um unschuldige Zivilisten zu schonen....
Chronologie des Irak-Kriegs:
Teil 1: 20.03. bis 30.06.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv3/irak_01.htm#news
Teil 2: 01.07. bis 31.10.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv4/irak_02.htm#news
Teil 3: 01.11. bis 31.12.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv5/irak_03.htm#news
Teil 4: 01.01. bis 31.05.2004
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_04.htm#news
Teil 5: 01.06. bis 31.10.2004
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_05.htm#news
Teil 6: 01.11. 2003 bis 30.04.2005
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_06.htm#news
Teil 7: 01.05. 2005 bis 28.12.2005
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_07.htm#news
Vor einem Jahr:
Irak am fünfhundertachtundvierzigsten Tag nach Erlangung der formellen Souveränität
Zitate zur Begründung des Irak-Krieges:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402040.htm#040204_a
Auszüge aus Powells 'Beweisen' zum Irak vom 5. Februar 2003:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402040.htm#040204_b
... Lügen und Täuschungen, die in
London und Washington produziert wurden, verursachten den Tod von bis
zu 55.000 Irakern, unter ihnen 9.600 Zivilisten... John Pilger, ZNet 05.02.2004... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402110.htm#040211_b
Iraq Body Count:
http://www.iraqbodycount.net
Fr.29.10.2004 - Einer Studie zufolge sind rund 100.000 Iraker an den Kriegsfolgen
gestorben. Die meisten Todesfälle gingen auf Gewalteinwirkung
zurück, nicht zuletzt durch Luftangriffe der Alliierten, wie es in
der Studie heißt, die auf der Website der renommierten
britischen Medizinzeitschrift «The Lancet» [http://www.thelancet.com]
veröffentlicht wurde... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv3/irak_k01.htm#bodycount
Do.08.12.2006 - Seit Beginn des Irak-Kriegs im März 2003 sind mindestens 2.919
Angehörige der US-Streitkräfte ums Leben gekommen. Der weitaus
größte Teil kam erst nach dem offiziellen Ende der
Hauptkampfhandlungen am 1. Mai 2003 ums Leben.
Zur Zahl der seit Kriegsbeginn getöteten Iraker gibt es keine
verlässlichen Angaben.
(Quelle: ap)
«Kanonenfutter für das Pentagon»
... wer sind sie eigentlich - die toten amerikanischen Soldaten?... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402110.htm#040211_a
'Statt des Sohnes kam eine leere Hülle aus dem Irak zurück'
»Ich wünschte, ich könnte euch erzählen, daß
unsere Familie wieder heil und glücklich ist, seit mein Sohn aus
dem Irak in ein ziviles Leben zurückgekehrt ist. Aber das ist
nicht der Fall. Mein Sohn ist 21 Jahre alt, er ist obdach- und
arbeitslos. Am 11. Januar (2006) hat er sein Auto in den frühen
Morgenstunden an einen Betonpfeiler gefahren. Niemand, der das Auto
sah, konnte sich vorstellen, daß er den Unfall überlebt hat.
Ich erinnere mich an den Tag, als ich den Anruf bekam: Mein Sohn war
zurück aus dem Krieg, zurück in den Staaten. Ich sank
schluchzend zusammen und dankte dem Schöpfer dafür, daß
er am Leben war. Damals hatte ich keine Ahnung, daß alles, was da
aus dem Krieg zurückkehrte, nur eine Hülle war. Der Geist
meines Jungen und seine Seele müssen immer noch irgendwo in den
Straßen des Irak herumirren... «
Georgia Stillwell, Mitglied der Organisation »Military Families
Speak Out«... Mehr unter:
http://www.jungewelt.de/2006/02-10/056.php
Die Kosten für den Irak-Einsatz explodieren
Mittwoch 20. Dezember 2006: Seit März 2003 haben die USA für den Einsatz im Irak 350 Milliarden
Dollar aufgewendet. In diesem Jahr bereits kletterten die Kosten des Irak-Einsatzes
auf monatlich acht Milliarden Dollar gegenüber 6,4 Milliarden Dollar monatlich im Vorjahr.
US-Präsident Bush hat weitere 100 Milliarden Dollar (75,9 Milliarden Euro) im Kongress beantragt.
Quellen: ap, afp
|
Nahost-Konflikt
Israel kündigt Waffenruhe wegen Raketenangriffen teilweise auf.
Militante Palästinensergruppen drohen mit mehr Angriffen. EU und
USA kritisieren neue israelische Siedlungspläne
Do.28.12.06 - Angesichts ständiger Raketenangriffe aus dem Gazastreifen hat
Israel eine vor einem Monat vereinbarte Waffenruhe teilweise
aufgekündigt.
Nach einer Dringlichkeitssitzung von Ministerpräsident Ehud Olmert
mit der Militärspitze teilte die israelische Regierung am Mittwoch
mit, die Streitkräfte würden gezielte Militärschläge
gegen die an den Raketenangriffen beteiligten Palästinenser wieder
aufnehmen. Militante Palästinensergruppen drohten daraufhin mit
einer Verschärfung ihrer Angriffe.
Israel werde «die Waffenruhe gleichzeitig weiter einhalten und
gegenüber der Palästinenserbehörde so vorgehen, dass sie
unverzüglich Maßnahmen ergreift, um den Abschuss von
Kassam-Raketen zu stoppen», hieß es in der
Regierungserklärung weiter.
Bislang hatte Israel von einer militärischen Reaktion auf die mehr
als 60 Raketenangriffe seit Beginn der Waffenruhe am 26. November
abgesehen. Doch am Dienstagabend waren beim Einschlag einer
palästinensischen Rakete in der Stadt Sderot zwei 14-Jährige
schwer verletzt worden. Olmert geriet daraufhin politisch unter Druck,
die Politik der Zurückhaltung aufzugeben.
Der israelische Rundfunk berichtete unterdessen, Israel werde eine
Reihe von vertrauensbildenden Maßnahmen um eine Woche verschieben.
Olmert und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hatten bei
ihrem Treffen am Samstagabend unter anderem vereinbart, dass Israel
mehr als zwei Dutzend Straßensperren im Westjordanland aufheben
werde. Ein Berater von Abbas warnte, die israelische Entscheidung werde
die Ergebnisse des jüngsten Treffens mit Olmert «negativ
beeinflussen».
Radikale Palästinenserorganisationen kündigten nach der
israelischen Entscheidung mehr Attacken an. «Die Angriffe
(Israels) im Westjordanland und Gazastreifen müssen sofort gestoppt
werden, sonst sind mehr Raketen auf Sderot und Aschkelon und
darüber hinaus zu erwarten», lautete die Warnung in einem
Flugblatt der militärischen Abteilung des Dschihads, Saraja
al-Kuds.«Es wird keine Waffenruhe mit dem israelischen Feind auf
Kosten des Blutes unseres Volkes geben», erklärten die
Al-Aksa-Brigaden, die zu Abbas' Fatah- Organisation gehören.
Bei einem Treffen mit dem ägyptischen Präsidenten Husni
Mubarak in Kairo erörterte Abbas am Mittwoch die Ergebnisse seiner
Begegnung mit Olmert. Der ägyptische Außenminister Ahmed Abul
Gheit traf anschließend in Israel mit Olmert zusammen. Thema
waren die Bemühungen um eine Freilassung des entführten
israelischen Soldaten Gilad Schalit, der nach Gheits Angaben am Leben
ist, sowie ein Treffen zwischen Mubarak und Olmert. Bei dem
Gespräch am 4. Januar im ägyptischen Badeort Scharm el Scheich
wollen beide Politiker über die jüngsten Entwicklungen in der
Region beraten.
Die Europäische Union und die USA haben den israelischen Plan zum
Bau einer neuen Siedlung im Westjordanland verurteilt. Der Bau sei
nicht rechtmäßig und behindere die Bemühungen um eine
Friedenslösung, mit der das Nebeneinander eines israelischen und
eines palästinensischen Staates ermöglicht werden solle,
hieß es am Mittwoch in einer Erklärung der finnischen
EU-Ratspräsidentschaft. Die EU brachte zugleich ihre «tiefe
Besorgnis» über die Entscheidung der israelischen Regierung
zum Ausdruck.
Das US-Außenministerium erklärte die Washington, mit dem Bau
der Siedlung würde Israel seine Verpflichtungen aus der Roadmap,
dem internationalen Friedensplan, verletzen, wonach alles zu
unterlassen sei, was als Vorwegnahme von Ergebnissen künftiger
Verhandlungen verstanden werden könnte.
Israel hat die neue Siedlung im Westjordanland entgegen seiner Zusagen
an die internationale Gemeinschaft genehmigt. Der Bau der Siedlung
Maskiot sei in der vergangenen Woche vom Verteidigungsministerium
abschließend gebilligt worden, teilte ein Behördensprecher
am Dienstag mit. Die Arbeiten für den Ort, in dem Einwohner
geräumter Siedlungen aus dem Gazastreifen leben sollen, begannen
bereits vor mehreren Monaten.
Dem Nahost-Quartett aus USA, EU, UN und Russland hatte Israel zugesagt,
den Bau von Siedlungen im Westjordanland einzufrieren. Ein enger
Vertrauter des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas,
Sajeb Erakat, rief die israelische Regierung auf, die Genehmigung
für den Siedlungsbau rückgängig zu machen.
(Quellen: dpa, ap)
Somalia: Äthiopische Truppen stehen bereits vor Mogadischu
Afrikanische Union fordert Ende der Kämpfe
UN-Sicherheitsrat
einigt sich weiter nicht auf Erklärung zu Somalia
Do.28.12.06 - In Somalia haben äthiopische Truppen und Soldaten der somalischen
Übergangsregierung am Mittwoch die letzten Orte vor der Metropole
Mogadischu erobert. Die bekämpften islamistischen Milizen zogen
sich nach heftigen Gefechten zurück und drohen nun mit
Guerillakrieg.
«Unsere Kämpfer kommen im Rahmen eines taktischen
Rückzugs zurück. Wir werden den Krieg in einen Guerillakampf
verwandeln», kündigte ihr Sprecher Scheich Mohamed Ibrahim
Suley an. Hunderte Regierungssoldaten seien getötet worden.
Die Afrikanische Union (AU) und die Arabische Liga riefen das
christlich geprägte Äthiopien zum unverzüglichen Abzug
seiner Truppen aus Somalia auf. Dies geht aus einer am Mittwoch in der
äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba veröffentlichten
gemeinsamen Erklärung hervor. Darin werden aber auch
«ausländische Elemente» zum Verlassen des Landes am
Horn von Afrika aufgefordert, ohne diese konkret zu benennen.
Deutsche Marinesoldaten im Seegebiet am Horn von Afrika sind nach
Angaben der Bundesregierung in Berlin nicht gefährdet. Derzeit ist
dort die Fregatte «Bremen» mit 239 Mann im Rahmen der
amerikanisch geführten Anti-Terror-Operation «Enduring
Freedom» im Einsatz. Das Auswärtige Amt forderte ein
unverzügliches Ende der Kämpfe.
Die US-Regierung hat nach einem Bericht der «New York
Times» Unterstützung für das militärische Vorgehen
Äthiopiens signalisiert. Äthiopien reagiere auf eine
Aggression und versuche, Waffenlieferungen für die Islamisten in
Somalia aus dem Ausland einzudämmen, zitierte das Blatt am
Mittwoch eine Sprecherin des Außenministeriums in Washington.
Äthiopien hatte am Vortag erklärt, rund 1000 Islamisten
getötet und weitere 3000 verwundet zu haben. Unter den Toten seien
auch viele Ausländer - meist aus Eritrea - gewesen. Das Rote Kreuz
betonte am Mittwoch, es behandle in den Krankenhäusern der Region
rund 800 Verwundete. «Angesichts der erhaltenen Informationen an
Ort und Stelle können wir davon ausgehen, dass Hunderte
getötet worden sind», erklärte Pascal Hundt vom
Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK). Viele der durch die
Kämpfe Vertriebenen kehrten nun zurück. Die Konfliktparteien
hätten dem IKRK garantiert, dass es seine Hilfsflüge in
Somalia ungehindert durchführen könne.
Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) hat seine
Hilfsflüge für Flutopfer im Süden Somalias dagegen
eingestellt, wo mehrere hundert Menschen ums Leben gekommen sind und
eine halbe Million obdachlos geworden ist. Die 25 ausländischen
Mitarbeiter wurden aus dem Überschwemmungsgebiet abgezogen. Die
Entscheidung sei auf Bitten somalischer Stellen wegen der erwarteten
Instabilität getroffen worden, sagte WFP-Sprecher Peter Smerdon in
Nairobi.
UN-Menschenrechtskommissarin Louise Arbour verurteilte die Kämpfe.
Zivilisten, die dem Konflikt entkommen wollten, müsse freies
Geleit und Hilfsorganisationen Zugang zu Menschen in Not gewährt
werden, sagte Arbour in einer am Mittwoch in Genf herausgegebenen
Erklärung. Alle beteiligten Parteien hätten die
Menschenrechte strikt einzuhalten.
Der UN-Sicherheitsrat hat sich am Mittwoch den zweiten Tag in Folge
nicht auf einen Aufruf zu einem sofortigen Waffenstillstand in Somalia
einigen können. Wie am Vortag scheiterte die Erklärung an
unterschiedlichen Standpunkten zu den ausländischen Truppen in
Somalia.
Katar verlangte den sofortigen Abzug der äthiopischen und anderer
ausländischer Soldaten, während die anderen 14
Sicherheitsratsmitglieder dies nach Diplomatenangaben ablehnten. Die
meisten hätten zunächst auf die Wiederaufnahme von
Gesprächen seitens der Konfliktparteien und eine politische
Vereinbarung zur Stabilisierung der Lage gepocht.
(Quellen: dpa, ap)
Grüne befürworten größeres deutsches Engagement in
Darfur
Do.28.12.06 - Die deutschen Grünen plädieren für den Fall eines
verstärkten Engagements der Vereinten Nationen in der
sudanesischen Krisenregion Darfur auch für eine größere
militärische Beteiligung Deutschlands. «Wenn wir gefragt
werden, bin ich dafür, dass wir uns beteiligen», sagte die
außenpolitische Sprecherin der Fraktion, Kerstin Müller, der
«Süddeutschen Zeitung» (Donnerstagausgabe).
Deutschland könne «nicht abseits stehen, wenn es darum geht,
einen Völkermord zu stoppen». Die Soldaten der derzeitigen
Friedenstruppe der Afrikanischen Union seien nicht in der Lage, die
Menschen zu schützen, weil sie nur über einen
Beobachter-Status verfügten, sagte Müller.
Die derzeit 7000 Soldaten umfassende Mission müsse mit
internationaler Hilfe deutlich aufgestockt und mit einem robusten
Mandat versehen werden. Sie rechne jedoch nicht damit, dass Deutschland
von den Vereinten Nationen um die Entsendung von Kampftruppen gebeten
werde, sondern Hilfe bei der Aufklärung und der logistischen
Unterstützung anbieten könne. Dies sei dann auch, «das
Mindeste, was wir leisten sollten».
(Quelle: ddp)
Mehr als 30.000 Flüchtlinge aus Afrika kamen 2006 auf die Kanaren
Do.28.12.06 - Etwa 31.000 Afrikaner haben in diesem Jahr auf der Flucht vor Armut in
ihrer Heimat die Kanarischen Inseln erreicht, wie die spanischen
Behörden am Mittwoch mitteilten. Das waren fast so viele in den
vorgegangenen vier Jahren zusammen. José Segura vom
Innenministerium sagte im Radio Cadena SER, auch die EU-Patrouillen auf
See und in der Luft vor der westafrikanischen Küste hätten den
spektakulären Anstieg nicht verhindert. Die meisten
Flüchtlinge wagten die Überfahrt in überfüllten
Booten, viele kamen dabei ums Leben. Auch am Mittwoch brachte die
Küstenwache wieder 140 Flüchtlinge in drei Booten vor den
Kanaren auf.
(Quelle: ap)
Pakistan will Grenze zu Afghanistan teilweise verminen
Do.28.12.06 - Die pakistanische Regierung will die knapp 2.500 Kilometer lange Grenze
zu Afghanistan teilweise verminen. Außerdem werde ein Zaun
errichtet und die Zahl der Grenzsoldaten erhöht, teilte das
Außenministerium in Islamabad am Dienstag mit. Pakistan wurde
wiederholt vorgeworfen, dass Taliban und Al-Kaida-Extremisten über
die Grenze nach Afghanistan eindringen.
Wann die geplanten Maßnahmen beginnen sollen, teilte das
Ministerium nicht mit. Auch wurde nicht bekannt, welche Strecke der kaum
gekennzeichneten Grenzlinie betroffen sein soll. Afghanistan hat solche
Maßnahmen bislang abgelehnt. Die Grenze zu verminen und mit einem
Zaun zu versehen sei weder hilfreich noch praktikabel, sagte ein
Sprecher von Präsident Hamid Karsai zu den jüngsten Planungen.
(Quelle: ap)
Internet in Asien wegen Erdbebenschäden an Unterseekabel
verlangsamt
Do.28.12.06 - Schäden an Unterseekabeln nach dem Erdbeben in Taiwan haben den
Internetverkehr in Asien am Mittwoch massiv beeinträchtigt. Von den
langsameren Verbindungen waren mehr als 100 Millionen Nutzer in China,
Taiwan, Hongkong, Singapur, Südkorea, den Philippinen und Vietnam
betroffen.
Der Zugang zu ausländischen Webseiten waren zeitweise
unterbrochen. Auch Telefonverbindungen waren beeinträchtigt,
darunter sollen auch Verbindungen in die USA gewesen sein. Banken und
Wertpapierhäuser beklagten Ausfälle ihrer Netze. Wann das
Internet wieder normal funktionieren wird, war zunächst unklar. Die
Beeinträchtigungen könnten «ziemlich lange»
anhalten, teilte China Telecom in Peking mit. Mindestens sechs Kabel der
Gesellschaft im Meer 15 Kilometer vor der Küste Taiwans seien
beschädigt. Die Reparaturarbeiten seien angelaufen.
Bei dem Erdbeben am Dienstagabend vor der Südspitze Taiwans, das
nach taiwanesischen Angaben die Stärke 6,7 auf der Richterskala
erreichte, wurden 2 Menschen getötet und 48 verletzt. Am Mittwoch
erschreckten immer neue Nachbeben die Menschen auf der Insel.
Gleichzeitig liefen die Aufräumarbeiten. In einem
eingestürzten Möbelgeschäft in Hengchun im Süden
kamen ein Vater und sein Sohn ums Leben. Acht Menschen wurden
verschüttet. Einem verletzten Jungen musste das Bein amputiert
werden. Das Beben hatte zeitweise die Stromversorgung tausender
Haushalte in Südtaiwan unterbrochen.
«Die Reparatur der Unterseekabel wird zwei bis drei Wochen
dauern», sagte der Sprecher der taiwanesischen Chunghwa Telecom,
Lin Jen-hung, in Taipeh. Telefonate zwischen Taiwan und den USA gingen
auf 40 Prozent zurück, nach China sogar auf 10 Prozent, nach Japan
auf 11 Prozent. Internetanbieter aktivierten zwar Notsysteme und
schalteten auf alternative Routen, doch konnte der Ausfall nicht
aufgefangen werden. Die Antwortzeiten verdreifachten sich zum Teil, wenn
überhaupt eine Verbindung hergestellt werden konnte.
Die größte Internetfirma auf den Philippinen sprach von
einem «großen Kabelbruch». Das internationale
Kabelkonsortium habe bereits Schiffe mobilisiert, um die betroffenen
Teile zu reparieren. Es werde rund um die Uhr gearbeitet, versicherte
ein Sprecher. «In der Zwischenzeit maximieren wir die Nutzung der
bestehenden internationalen Verbindungen und suchen alternative Routen,
um die Wiederherstellung der normalen Dienste zu beschleunigen.»
Große Banken, darunter die Citibank und die HSBC, hatten ihre
üblichen Verbindungen etwa zwischen Südkorea und Taiwan
unterbrochen. Hongkongs Telekommunikationsunternehmen PCCW hatte nur 50
Prozent seiner sonst üblichen Datenkapazität zur
Verfügung. In Vietnam ging der Internetverkehr auf 30 Prozent
zurück.
(Quelle: dpa)
Russischer Gaskonzern droht Weißrussland mit Abschalten des
Gashahns
Do.28.12.06 - Der russische Gaskonzern Gazprom hat Weißrussland damit gedroht,
zum 1. Januar die Gasversorgung einzustellen, falls bis dahin kein
neuer Liefervertrag abgeschlossen wird. Die Moskauer Nachrichtenagentur
Interfax meldete am Mittwoch weiter, dass die Gazprom-Kunden in
Westeuropa bereits vor möglichen Versorgungsengpässen bei
Gaslieferungen über Weißrussland gewarnt worden seien.
Offenbar rechnet Gazprom damit, dass Weißrussland im Fall eines
Lieferstopps Erdgas für die eigenen Bedürfnisse abzweigen
könnte. Deswegen war es bereits Anfang 2006 im Lieferstreit mit
der Ukraine zur Drosselung der Exporte nach Westeuropa gekommen.
Gazprom-Sprecher Sergej Kuprijanow erklärte, dass sein Unternehmen
auf einem Preis von 105 Dollar (80 Euro) für 1.000 Kubikmeter
Erdgas bestehe. Ursprünglich verlangte der Konzern einen Preis von
200 Dollar (150 Euro).
(Quelle: ap)
Griechischer Premier für Beitritt der Türkei zur EU
Do.28.12.06 - Der griechische Ministerpräsident Kostas Karamanlis hat sich
grundsätzlich für einen Beitritt der Türkei zur
Europäischen Union ausgesprochen. Am Ende der Verhandlungen solle
nichts anderes als die Vollmitgliedschaft stehen, wenn die Türkei
die Beitrittskriterien erfülle, sagte Karamanlis der
«Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Donnerstagausgabe). Die
bayerische Europaministerin Emilia Müller nannte die Verhandlungen
indes aussichtslos und plädierte für einen dritten Weg
zwischen Zollunion und Vollmitgliedschaft.
Eine «europäische» Türkei sei ein Gewinn für
alle, sagte Karamanlis der
Anzeige «FAZ». Er ermahnte Ankara allerdings auch zu einem
höheren Reformtempo. Die EU hatte jüngst mehrere
Verhandlungskapitel ausgesetzt, da sich die Türkei beharrlich
weigert, ihre Häfen und Flughäfen für Waren aus dem
EU-Mitgliedstaat Zypern zu öffnen.
Müller forderte im AP-Interview eine realistische Basis für
die Verhandlungen. «Wir dürfen die guten Beziehungen zur
Türkei nicht länger durch aussichtslose Verhandlungen
belasten», erklärte die CSU-Politikerin. Die
Beitrittsverhandlungen mit der Türkei müssten eine neue
Richtung bekommen, forderte die CSU-Politikerin.
«Mehr Bürgernähe in Europa bedeutet, die klare
Ablehnung der Menschen gegen einen EU-Beitritt der Türkei in
politisches Handeln umzusetzen», sagte sie und fügte hinzu:
«Ich bin überzeugt, dass es am Ende zu keiner
EU-Vollmitgliedschaft der Türkei kommen wird.» Die
Schwierigkeiten mit Ankara bei der Ausweitung der Zollunion auf Zypern
seien ein «unangenehmer Vorgeschmack» auf die weiteren
Verhandlungen.
Die Eckpunkte realistischer Verhandlungen mit der Türkei seien
klar, erklärte die Europaministerin. «Wir können uns
eine engere Anbindung der Türkei an Europa vorstellen als bisher,
zum Beispiel auch die Teilnahme der Türkei an einzelnen
EU-Förderprogrammen.» Unterhalb einer EU-Vollmitgliedschaft
der Türkei sei vieles verhandelbar.
Die bayerische Landesregierung sei dagegen, dass die Türkei in
Brüssel und Straßburg einen dominanten Einfluss bekomme und
die Schengen-Außengrenze der EU zum Irak bilde, sagte
Müller. «Die Verhandlungen mit der Türkei sollten
darauf ausgerichtet sein, zwischen den Eckpunkten - weniger als
Vollmitgliedschaft, mehr als Freihandelsabkommen - einen dritten Weg
für gute und enge Beziehungen zur Türkei zu finden.»
Deutschland habe mit der EU-Ratspräsidentschaft die Chance, den
europäischen Einigungsprozess so mitzugestalten, dass die EU nach
innen und außen gestärkt werde. «Viele Bürger
haben ihr Vertrauen gegenüber Europa verloren wegen der
grenzenlosen Erweiterungspolitik und dem Übermaß an
Bürokratie und Regulierung aus Brüssel», meinte die
CSU-Politikerin. Die Bürger müssten die EU wieder
stärker akzeptieren.
«Wir müssen die Diskussion über die Grenzen der EU
führen», forderte Müller. Das sei eine der zentralen
Herausforderungen, vor denen die deutsche Ratspräsidentschaft
stehe. Bei der Erweiterungspolitik müsse neben der strikten
Einhaltung der Beitrittskriterien durch die Kandidatenländer vor
allem auf die Aufnahmefähigkeit der EU geachtet werden. «Wir
müssen in Zukunft viel mehr als bisher genau hinschauen, ob Europa
selbst aufnahmefähig ist für neue Mitglieder.»
(Quelle: ap)
Deutschland
Bundesbürger glauben nicht mehr an Macht des Volkes
Do.28.12.06 - Die Bundesbürger sind hochgradig unzufrieden mit ihrem Einfluss
auf die Politik. Laut einer am Mittwoch veröffentlichten
Forsa-Umfrage im Auftrag des Magazins «Stern» glauben 82
Prozent, dass auf die Interessen des Volkes keine Rücksicht
genommen wird. In Ostdeutschland sind es sogar 90 Prozent. Nur 18
Prozent sind der Meinung, dass das Volk etwas zu sagen hat. Und nur
fünf Prozent der 1.001 Befragten vertraten die Meinung, dass man
mit Wahlen «in starkem Maße» die Politik mitbestimmen
könne.
48 Prozent glaubten, dass der Bürger mit Wahlentscheidungen
«etwas» Einfluss ausüben kann. 47 Prozent hingegen
waren der Überzeugung, dass sie die Politik durch Wahlen «gar
nicht» mitbestimmen können. In Ostdeutschland meinen das
sogar 56 Prozent der Befragten. Mit dem im Grundgesetz festgelegten
politischen System sind der Umfrage zufolge 36 Prozent der Bürger
unzufrieden, mit dem tatsächlichen Funktionieren des Systems sogar
61 Prozent. In Ostdeutschland ist sogar eine Mehrheit von 51 Prozent
mit dem politischen System unzufrieden, und 79 Prozent sind es mit
dessen Funktionieren.
Eine überwältigende Mehrheit von 80 Prozent tritt daher
für die Einführung von Volksbegehren und Volksentscheiden auch
auf Bundesebene ein. Nur 16 Prozent lehnen das ab, der Rest ist
unentschlossen. Die Forderung nach direkter Demokratie wird von den
Anhängern aller Parteien mit großer Mehrheit geteilt. Bei den
SPD-Anhängern sind es 81 Prozent, bei denen der CDU/CSU 75 Prozent.
(Quelle: ap)
Bürger müssen sich bis 2009 auf weitere Reformlasten
einstellen - SPD-Vorsitzender Beck sieht Grenze des Zumutbaren erreicht
Do.28.12.06 - Auf die Bürger kommen bis 2009 weitere Reformen mit neuen
Belastungen zu. Dies stellte Regierungssprecher Thomas Steg am Mittwoch
klar. Zuvor hatte SPD-Chef Kurt Beck gewarnt, man dürfe die
Menschen nicht mit Veränderungen überfordern. Wenn die
vereinbarten Reformpläne der großen Koalition auf den Weg
gebracht seien, sei «die Grenze der Zumutbarkeit» erreicht.
Damit handelte sich Beck scharfe Kritik des
Unions-Wirtschaftsflügels und der FDP ein.
Der SPD-Vorsitzende hatte in der Tageszeitung «Die Welt»
gesagt, Grenzen der Belastbarkeit dürften nicht überschritten
werden. «Immer mal angsam mit de Leut! Menschen müssen das
auch verarbeiten und verkraften können, was an Veränderungen
notwendig ist», fügte Beck hinzu. «Wir wollen das
vollenden, was wir uns vorgenommen haben. Das ist, weiß Gott,
genug.» Er fügte hinzu: «Ich glaube, dass wir in der
Republik erkennen müssen, dass wir den Bogen in der sozialen Frage
arg gespannt haben.»
Regierungssprecher Steg sagte dazu, bis zum Ende der Legislaturperiode
2009 stünden noch zahlreiche Vorhaben der Koalition an, darunter
die Gesundheits-, die Pflege-, die Unternehmensteuer- und die
Arbeitsmarktreform. Diese Vorhaben würden auf jeden Fall
umgesetzt, dazu habe sich auch der SPD-Chef bekannt. Sie seien mit
weiteren Belastungen für die Bürger verbunden, aber
unverzichtbar.
Der Wirtschaftsflügel der Union reagierte mit harscher Kritik auf
Becks Äußerungen. «Herr Beck versucht mit
populistischen Sprüchen die Bürger in einer trügerischen
Sicherheit zu wiegen», sagte Josef Schlarmann, Chef der
Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der Union, dem
«Handelsblatt».
Dass bei den Reformen die «Grenze der Zumutbarkeit»
erreicht sei, sei unsinnig. «Die Agenda 2010 hat Rot-Grün
angestoßen, Schwarz-Rot dagegen kann doch noch gar nichts
vorweisen», sagte er. Die Rente mit 67 greife erst in ein paar
Jahren, bei der Gesundheitsreform gebe es keinerlei Einschnitte und die
Diskussion um den Kündigungsschutz habe noch gar nicht begonnen.
Auch von der FDP kam Kritik. Beck bremse die Reformpolitik der
Regierung zum falschen Zeitpunkt und kehre zurück zu Gerhard
Schröders Politik der «ruhigen Hand», sagte
Generalsekretär Dirk Niebel der «Welt». «Mit den
bescheidenen Reformansätzen von Schwarz-Rot sind wir noch lange
nicht wettbewerbs- und zukunftsfähig.»
Die Linke betonte, die Grenze der Zumutbarkeit sei für die zehn
Millionen Deutschen längst überschritten, die zurzeit von
Armut bedroht seien. «Diese Menschen können nicht
nachvollziehen, wie enorme Mehrbelastungen der Schwächsten bei
zeitgleicher Entlastung der Unternehmen zu rechtfertigen sind»,
erklärte die Linksfraktion in Berlin.
(Quelle: ap)
Große Koalition plant 100.000 Stellen für Arbeitslose
Do.28.12.06 - Die Große Koalition plant angeblich die Schaffung von 100.000
Arbeitsplätzen für Langzeitarbeitslose. Eine Arbeitsgruppe
von SPD und CDU/CSU verhandele derzeit über
sozialversicherungspflichtige Beschäftigung für Menschen mit
schweren Vermittlungshemmnissen, sagte der arbeitsmarktpolitische
Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Klaus Brandner, der in Hannover
erscheinenden «Neuen Presse» (Donnerstagausgabe). Er
konkretisierte damit Forderungen des SPD-Vorsitzenden Kurt Beck nach
Schaffung eines sozialen Arbeitsmarktes.
«Für rund 100.000 Menschen, die auf dem ersten Arbeitsmarkt
keine reale Chance haben, soll möglichst ab dem Frühjahr
sozialversicherungspflichtige Arbeit aufgebaut werden»,
kündigte Brandner an. Die Gespräche dazu mit dem
nordrhein-westfälischen Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU)
für die Unionsseite seien «auf ganz ordentlichem Weg».
In drei Varianten könnten laut Brandner Stellen angeboten werden:
Als öffentlich geförderte Arbeit in Kommunen, in
Integrationsbetrieben, aber auch in der Privatwirtschaft.
(Quelle: ap)
Umweltbundesamt fordert Tempolimit auf Autobahnen
Do.28.12.06 - Angesichts der Gefahren durch den Klimawandel macht sich das
Umweltbundesamt für ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen stark.
Bei einer Höchstgeschwindigkeit von 120 Kilometern pro Stunde
lasse sich der Kohlendioxid-Ausstoß um zehn bis dreißig
Prozent reduzieren. Das sagte der Präsident der Behörde,
Andreas Troge, der «Berliner Zeitung». Außerdem sinke
die Unfallgefahr erheblich und es komme zu weniger Staus, erklärte
der Berater von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel.
(Quelle: dpa)