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Irak am 1494sten Tag nach Erlangung der formellen Souveränität
Britischer Außenminister Miliband trifft irakischen
Ministerpräsidenten Al-Maliki. Irak-Kommandeur Petraeus wird Chef
des US-Zentralkommandos
Fr.25.04.08 - Der britische Außenminister David Miliband hat am Donnerstag
überraschend den Irak besucht. Aus Sicherheitsgründen war die
Visite nicht offiziell angekündigt worden. Miliband traf sich
unter anderem mit dem irakischen Ministerpräsidenten Nuri
al-Maliki. Über die Inhalte des Gesprächs wurde zunächst
nichts bekannt. Im Irak sind etwa 4.500 britische Soldaten stationiert,
überwiegend in der Nähe der Hafenstadt Basra im Süden
des Landes.
Der bisherige US-Kommandeur im Irak, David Petraeus, wird neuer
Oberbefehlshaber aller US-Streitkräfte im Nahen Osten und in
Zentralasien. Auf seinem neuen Posten als Chef des US-Zentralkommandos
(Centcom), den er bis zum Herbst antreten soll, wird Petraeus unter
anderem die Verantwortung für die Einsätze im Irak und in
Afghanistan tragen. Der General folgt als Centcom-Chef dem Admiral
William Fallon nach, der im März nach Berichten über
Meinungsverschiedenheiten mit Präsident George W. Bush in der
Iran-Politik seinen Rücktritt erklärt hatte.
Wie Verteidigungsminister Robert Gates in Washington mitteilte, werde
Bush General Petraeus auf seinen Vorschlag hin an die Centcom-Spitze
berufen. Gates machte deutlich, dass er hohe Erwartungen in Petraeus
setze. "Ich bin absolut sicher, dass Petraeus der beste Mann für
die Aufgabe ist", sagte Gates. "Mir ist in der US-Armee kein Zweiter
bekannt, der hierfür besser qualifiziert wäre."
Nachfolger als US-Kommandeur in Bagdad soll General Raymond Odierno
werden, der bislang als Petraeus' Vize gedient hatte und als enger
Vertrauter des Generals gilt.
Vor dem Hintergrund einer dramatischen Eskalation der Gewalt hatte
Petraeus Anfang 2007 in Bagdad das Kommando über den Irak-Einsatz
übernommen. Mit einer Neuausrichtung der US-Strategie verschaffte
sich Petraeus hohes Ansehen. Seine regelmäßigen Lageberichte
haben nach Aussage von Präsident Bush maßgeblichen Einfluss
auf die Irak-Politik des Weißen Hauses. Nach Angaben von Gates
wird Petraeus im September einen weiteren Bericht vorlegen, der
Empfehlungen über die künftige Truppenstärke im Irak
enthalten soll.
(Quellen: afp, ap)
Blick ins Archiv:
Der Krieg gegen Irak begann am 20. März 2003
Knapp zwei Stunden nach Ablauf eines Ultimatums an den irakischen Staatschef
Hussein flog die US-Armee erste Luftangriffe auf Bagdad.
US-Präsident Bush hatte
Hussein eine Frist gesetzt, bis zwei Uhr Mitteleuropäischer Zeit das Land zu verlassen.
Der irakische Machthaber hatte zuvor bereits einen Gang ins Exil abgelehnt. Bush erklärte in
einer Fernsehansprache
(19.03.03 - 10:16 P.M. EST / 20.03.03 - 4:15 MEZ) , die erste Phase zur Entwaffnung des Irak sei eingeleitet
worden. Er habe angeordnet, ausgewählte militärische Ziele anzugreifen. Dies sei der Ausgangspunkt
für eine breit angelegte Aktion. Bush räumte ein, der Krieg könnte länger dauern und
schwieriger werden, als manche vorhersagten. Die USA und ihre Verbündeten würden
alles versuchen, um unschuldige Zivilisten zu schonen....
Der Weg zum Irakkrieg: 1992 gelangen an die Öffentlichkeit Auszüge
eines neuen Leitlinien-Entwurfs des Pentagons (18.02.1992) - Der "No Rivals"-Plan.
Danach gehört es zu den amerikanischen Interessen, u.a. den "Zugang zu
lebenswichtigen Rohstoffen, vor allem Öl aus dem Persischen Golf" zu sichern
und die "Weiterverbreitung von Massenvernichtungswaffen und ballistischen Raketen",
"Bedrohungen von US-Bürgern durch Terrorismus oder durch regionale oder lokale
Konflikte" zu verhindern.
1998 richtet das rechtskonservative "Project for the New American Century" an den
damaligen US-Präsidenten Clinton einen Offenen Brief (26.01.1998) mit folgendem
Fazit: Diplomatie gegenüber Irak sei gescheitert. Jetzt müssen militärische
Aktionen gegen den Irak vorbereitet werden. Die Unterzeichner sind: Donald Rumsfeld,
Wolfowitz, Perle, Armitage, Bolton und andere, einflussreiche Politiker
in der Bush-Administration...
Mehr unter:
http://www.glasnost.de/pol/irak.html
Wikipedia - "Irakkrieg - Politische Vorgeschichte":
http://de.wikipedia.org/wiki/Irak-Krieg #Politische_Vorgeschichte
Chronologie der Kriegsvorbereitungen:
http://www.boa-muenchen.org/irakkrieg-chronik/ irakkrieg_chronik_weg_in_den_krieg.htm#news
Chronologie des Irak-Kriegs
Teil 1: 20.03.2003 bis 30.06.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv3/irak_01.htm#news
Teil 2: 01.07.2003 bis 31.10.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv4/irak_02.htm#news
Teil 3: 01.11.2003 bis 31.12.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv5/irak_03.htm#news
Teil 4: 01.01.2004 bis 31.05.2004
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_04.htm#news
Teil 5: 01.06.2004 bis 31.10.2004
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_05.htm#news
Teil 6: 01.11.2004 bis 30.04.2005
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_06.htm#news
Teil 7: 01.05.2005 bis 31.12.2005
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_07.htm#news
Teil 8: 01.01.2006 bis 31.12.2006
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_08.htm#news
Teil 9: 01.01.2007 bis 25.04.2007
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_09.htm#news
... wird fortgesetzt...
Vor einem Jahr:
Irak am tausendunddreißigsten Tag nach Erlangung der formellen
Souveränität
|
Zitate zur Begründung des Irak-Krieges:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402040.htm#040204_a
Auszüge aus Powells 'Beweisen' zum Irak vom 5. Februar 2003:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402040.htm#040204_b
... Lügen und Täuschungen, die in
London und Washington produziert wurden, verursachten den Tod von bis
zu 55.000 Irakern, unter ihnen 9.600 Zivilisten... John Pilger, ZNet 05.02.2004... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402110.htm#040211_b
Iraq Body Count:
http://www.iraqbodycount.net
Fr.29.10.2004 - Einer Studie zufolge sind rund 100.000 Iraker an den Kriegsfolgen
gestorben. Die meisten Todesfälle gingen auf Gewalteinwirkung
zurück, nicht zuletzt durch Luftangriffe der Alliierten, wie es in
der Studie heißt, die auf der Website der renommierten
britischen Medizinzeitschrift «The Lancet» [http://www.thelancet.com]
veröffentlicht wurde... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv3/irak_k01.htm#bodycount
Do.12.10.2006 - Baltimore - Die Zahl der Opfer im Irakkrieg liegt
möglicherweise höher als bisher angenommen. Nach einer Studie
von US-Epidemiologen, die jetzt im Lancet (2006; doi:
10.1016/S0140-6736(06)69491-9) veröffentlicht wurde, könnten
zwischen März 2003 und Juli 2006 etwa 650.000 Menschen (oder 2,5
Prozent der Gesamtbevölkerung) mehr gestorben sein, als aufgrund
der Vorkriegszahlen zu erwarten gewesen wäre. Diese
Schätzungen sind das Ergebnis einer Befragung von 1.849 Haushalten
in 47 unterschiedlichen Regionen des Lande, die Gilbert Burnham von der
Bloomberg School of Public Health initiiert hat... Mehr unter:
http://www.aerzteblatt-studieren.de/doc.asp?docId=104104
Fr.18.01.2008 - Statistik des Grauens: Wie viel Zivilisten sind im Irak
wirklich gestorben? Heftiger Streit ist um die Zahl der Gewaltopfer im
Irak entbrannt.... Mehr unter:
http://www.sueddeutsche.de/irakopfer
Fr.01.02.2008 - Offenbar mehr als eine Million Iraker seit 2003 getötet:
Seit der US-geführten Invasion sind im Irak mehr als eine Million
Iraker gewaltsam zu Tode gekommen. Wie aus einer in London
veröffentlichten Studie hervorgeht, beklagt etwa ein Fünftel
der irakischen Haushalte den Verlust eines Angehörigen. Die
Erhebung umfasst den Zeitraum zwischen März 2003 und August
vergangenen Jahres. Die Daten wurden von den Instituten Opinion Research
Business (ORB) und Institute for Administration and Civil Society
Studies (IIACSS) zusammengetragen.
Die Befragung ergab 1.033.000 irakische Gewalttote, bei einer
Fehlerquote von 1,7 Prozent. Insgesamt wurden 2414 Iraker über 18
Jahren befragt. Nach der jüngsten Volkszählung aus dem Jahr
1997 gibt es im Irak gut vier Millionen Haushalte.
(Quelle: afp)
Mo.31.12.2007 - Für die US-Truppen im Irak war 2007 mit 899 getöteten
Soldaten das Jahr mit den meisten Toten seit Beginn des Krieges vor
fast fünf Jahren. Der verlustreichste Monat war der
Mai mit 126 getöteten Soldaten, im Dezember wurden 21 Tote
gemeldet (Stand Sonntagabend).
Insgesamt starben seit der US-Invasion im März 2003 mindestens
3.902 amerikanische Soldaten. Davon wurden mindestens 3.175 infolge
feindlicher Angriffe getötet, wie aus Zahlen der
US-Streitkräfte hervorgeht.
Ähnlich wie bei den US-Soldaten entwickelte sich im Jahresverlauf
auch die Zahl der zivilen Opfer im Irak. Im Mai wurden 2.155
Zivilpersonen getötet, im Dezember waren es 710. Insgesamt wurden
im Jahr 2007 18.610 Iraker getötet, fast 5.000 mehr als im Jahr
zuvor.
(Quelle: afp)
Mo.24.03.08 - Seit Beginn des Irak-Kriegs vor gut fünf Jahren sind nunmehr
mindestens 4.000 US-Soldaten in dem arabischen Land ums Leben gekommen.
Dies ergab eine Zählung der Nachrichtenagentur AP, nachdem die
US-Streitkräfte in der Nacht zum heutigen Montag den Tod von vier
weiteren Amerikanern in Bagdad gemeldet hatten. Diese wurden den
Angaben zufolge bei der Detonation eines am Straßenrand
versteckten Sprengsatzes getötet. Ein weiterer US-Soldat wurde bei
dem Anschlag am späten Sonntagabend verwundet.
Die Zahl von 1.000 im Irak getöteten Amerikanern wurde im
September 2004 erreicht. Im Oktober 2005 lag die Opferbilanz bei 2.000,
Ende 2006 bei 3.000. Das verlustreichste Jahr für die
US-Streitkräfte im Irak war 2007, als 901 amerikanische
Truppenmitglieder ums Leben kamen.
Der Irak-Einsatz der USA hatte in der Nacht zum 20. März 2003 mit
Luftangriffen auf Bagdad begonnen. Nach
Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kamen alleine zwischen
März 2003 und Juni 2006 bis zu 223.000 Menschen ums Leben. Umfragen
zufolge lehnt eine Mehrheit der US-Bürger den Einsatz inzwischen
ab. (Quelle: ap)
«Kanonenfutter für das Pentagon»
... wer sind sie eigentlich - die toten amerikanischen Soldaten?... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402110.htm#040211_a
'Statt des Sohnes kam eine leere Hülle aus dem Irak zurück'
»Ich wünschte, ich könnte euch erzählen, daß
unsere Familie wieder heil und glücklich ist, seit mein Sohn aus
dem Irak in ein ziviles Leben zurückgekehrt ist. Aber das ist
nicht der Fall. Mein Sohn ist 21 Jahre alt, er ist obdach- und
arbeitslos. Am 11. Januar (2006) hat er sein Auto in den frühen
Morgenstunden an einen Betonpfeiler gefahren. Niemand, der das Auto
sah, konnte sich vorstellen, daß er den Unfall überlebt hat.
Ich erinnere mich an den Tag, als ich den Anruf bekam: Mein Sohn war
zurück aus dem Krieg, zurück in den Staaten. Ich sank
schluchzend zusammen und dankte dem Schöpfer dafür, daß
er am Leben war. Damals hatte ich keine Ahnung, daß alles, was da
aus dem Krieg zurückkehrte, nur eine Hülle war. Der Geist
meines Jungen und seine Seele müssen immer noch irgendwo in den
Straßen des Irak herumirren... «
Georgia Stillwell, Mitglied der Organisation »Military Families
Speak Out«... Mehr unter:
http://www.jungewelt.de/2006/02-10/056.php
US-Offizier verweigert Marschbefehl in den Irak
Sa.24.06.06 - Ein US-amerikanischer Offizier protestiert gegen den Irak-Krieg:
Der 28 Jahre alte Leutnant Ehren Watada verweigerte am
Donnerstag seinen Marschbefehl in den Irak mit der Begründung,
erstens, daß er als Soldat verpflichtet sei, Recht und Gesetz und
die Verfassung der USA zu achten, zweitens, weil er in Irak dazu
gezwungen würde, Kriegsverbrechen zu begehen, und drittens, weil
der Irak-Krieg ein ungerechter und illegaler sei...
Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/ boa-archiv8/k0606240.htm#060624_f
Die Kosten für den Irak-Einsatz explodieren
Mittwoch 20. Dezember 2006: Seit März 2003 haben die USA für den Einsatz im Irak 350 Milliarden
Dollar aufgewendet. In diesem Jahr bereits kletterten die Kosten des Irak-Einsatzes
auf monatlich acht Milliarden Dollar gegenüber 6,4 Milliarden Dollar monatlich im Vorjahr.
US-Präsident Bush hat weitere 100 Milliarden Dollar (75,9 Milliarden Euro) im Kongress beantragt.
Quellen: ap, afp
Kriegskosten der USA bis 2017 auf 2,4 Billionen Dollar geschätzt
Freitag 26. Oktober 2007: Der Rechnungshof des US-Kongresses hat die Gesamtausgaben für die
Kriege im Irak und in Afghanistan bis 2017 auf 2,4 Billionen Dollar
(1,7 Billionen Euro) geschätzt. Bisher haben die USA für die
Militäreinsätze in beiden Ländern 604 Milliarden Dollar
(425 Milliarden Euro) ausgegeben, wie das Congressional Budget Office
am Mittwoch in Washington mitteilte...
Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv9/k0710260.htm#07102601
'Wenigstens bin ich nicht Teil der Maschinerie' - US-Bürger
verweigern Steuern aus Protest gegen Irakkrieg
Sa.21.07.07 - Als die USA vor mehr als vier Jahren in den Irak einmarschierten, bat
David Gross seinen Vorgesetzten um eine drastische Gehaltskürzung
- er wollte so wenig verdienen, dass er keine Steuern mehr zahlen
müsste, über die der Krieg finanziert wird. Als sein
Arbeitgeber ablehnte, kündigte er kurzerhand. Inzwischen ist der
38-Jährige selbständig und weigert sich, Steuern zu
entrichten. Und er befindet sich in guter Gesellschaft: Immer mehr
Gegner des Irak-Kriegs in den USA drücken ihren Unmut durch
Steuerverweigerung aus....
Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/ boa-archiv9/k0707210.htm#07072101
Feldpost aus der Wüste: 'The war as we saw it'
Nicht einmal vier Wochen ist es her, da haben sieben Feldwebel der
amerikanischen Armee ehrlich Zeugnis abgelegt. Von ihrem Krieg, so wie
sie ihn sahen. "The war as we saw it", abgedruckt am 19.August in der
New York Times, las sich nüchtern: eine Epistel ohne Pathos, ein
Epos ohne Helden. In dem Brief aus der Wüste erhoben die einfachen
Soldaten weder elendig Klage über den Alltag in Begdad noch bittere
Anklage gegen den Kriegsherrn im Oval Office. Was sie schrieben, war
schlicht und einfach nur: Amerika kann diesen Krieg nicht gewinnen.
Niemals
Als "wirklich surreal" empfanden die sieben Bürger in Uniform die
rosigen Pinselstriche, mit denen die Heeresführung und die Politik
daheim in Washington ihren Einsatz führten. Sie selbst wähnten
sich im Dunkel, gefangen zwischen "entschlossenen Feinden und
fragwürdigen Verbündeten". Amerikas Versuch, mit seiner
geballten Militärmacht den Bürgerkrieg unter Iraks
Volksgruppen zu ersticken, "wird nur sicherstellen, dass uns langfristig
alle hassen".
Nach vier Jahren US-Besatzung, nach 15 Monaten eigenen Erlebens an der
Front mochten die Feldwebel keinen Sinn mehr in ihrer Mission ausmachen.
"Wir haben die Tyrannei der Bath-Partei durch die Tyrannei von
Islamisten, Milizen und krimineller Gewalt ersetzt"
Als Lichtblick blieb den sieben Sergeanten, im Oktober nach Hause zu
kommen. Doch die Hoffnung trog. Einen aus der Gruppe traf ein Kopfschuss
aus dem Hinterhalt, noch ehe die Feldpost die Heimat erreichte, er
überlebte. Zwei andere Kameraden hatten so viel Glück nicht:
Unterfeldwebel Omar Mora und Oberfeldwebel Yance Gray starben am Montag
dieser Woche bei einem Autounfall. Beide waren Söhne, Väter,
Ehemänner und noch nicht einmal dreißig Jahre alt. Nun sind
sie - Helden.
Aus der Süddeutschen Zeitung 15. September 2007
'The war as we saw it' - New York Times, 19.08.2007:
http://www.nytimes.com/2007/08/19/opinion/19jayamaha.html?_r=2
Iraq Veterans against War (IVAW):
http://www.ivaw.org
Aktion Winter Soldier 2008
1971 half die Aktion "Winter Soldier", Öffentlichkeit gegen den
Vietnamkrieg herzustellen, indem Soldaten ihre Version des Kriegs
erzählten. In einer ähnlichen Aktion berichten Soldaten nun
über den Irak-Krieg... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv9-2008/ k0803150.htm#0803150
Britische Denkfabrik nennt Irak- und Afghanistanpolitik 'desaströs'
Mo.08.10.07 - Der Militäreinsatz der USA und ihrer Verbündeten im Irak und
in Afghanistan hat sich nach Einschätzung der britischen
Denkfabrik Oxford Research Group als "Desaster" erwiesen. Die Besatzung
des Irak sei ein "schwerer Fehler" gewesen. Sie bilde den
Nährboden für Generationen von El-Kaida-Anhängern
ähnlich wie die Präsenz der sowjetischen Truppen in
Afghanistan in den 80er Jahren.
Die Inhaftierung tausender Menschen ohne Gerichtsverhandlungen, die
weit verbreitete Folter, Misshandlungen von Gefangenen und die geheime
Verbringung von Verdächtigen in Drittländer seien Wasser auf
die Mühlen "extremistischer Organisationen", heißt es in dem
Bericht. El Kaida verfüge heute über mehr Einfluss als zum
Zeitpunkt der Anschläge vom 11. September in den USA. Die
westlichen Länder müssten die Gründe dafür
analysieren und eine grundsätzlich andere Politik einleiten.
Die Gruppe empfiehlt unter anderem den Abzug der ausländischen
Truppen aus dem Irak sowie verstärkte diplomatische
Bemühungen - auch gegenüber Syrien und dem Iran.
(Quelle: ap)
Kriegsveteranen kosten USA Milliarden von Dollar
Mi.24.10.07 - Am 11. September 2001 hat er verbrannte Körper aus den Ruinen des
Pentagons geborgen, später hat er in Kuwait und im Irak noch mehr
Grauen erlebt. Heute hält es der ehemalige US-Marine in keinem Job
mehr aus, er kann weder seine Schulden bezahlen noch immer
wiederkehrende Selbstmordgedanken aus seinem gepeinigten Hirn
verscheuchen: Gamal Awad gehört zu der wachsenden Zahl einer neuen
Gruppe von Kriegsveteranen: der «wirtschaftlich Gefallenen»...
Die Kosten für die Versorgung verwundeter US-Rückkehrer aus
den Kriegsschauplätzen im Mittleren Osten könnten nach
Schätzungen annähernd 700 Milliarden Dollar (500 Milliarden
Euro) erreichen, fast so viel wie die Kosten für den gesamten
Irakkrieg. ..
Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv9/k0710240.htm#07102402
Das Fiasko zahlt sich aus - Warum die USA im Irak bleiben wollen
Fr.14.12.07 - Die gängige Meinung über die Lage im Irak lautet: ein
"Fiasko", "ein einziger Morast", ein "nicht gewinnbarer Krieg". Aber es
gibt gute Gründe für die Annahme, dass sich die Sache aus der
Perspektive von Bush und Cheney ganz anders darstellt. Dass
nämlich die USA genau in dem Morast "stecken", in dem Bush und
andere sie haben wollen. Was im Übrigen erklären würde,
warum es keine "Ausstiegsstrategie" gibt.
Der Irak verfügt über nachgewiesene Ölreserven von 115
Milliarden Barrel - mehr als fünfmal so viel wie die USA. Zudem
ist der Irak aufgrund seiner langen politischen Isolation der
Ölstaat, dessen Vorkommen am wenigsten erforscht sind. Im ganzen
Land gibt es nur 2 000 Bohrlöcher, in Texas hingegen eine Million.
Der Council on Foreign Relations in Washington hat Schätzungen
publiziert, wonach im Irak noch unentdeckte Ölreserven in
Höhe von 220 Milliarden Barrel lagern; eine andere Studie
beziffert diese Reserven auf 300 Milliarden Barrel.(1)
Wenn diese Schätzungen auch nur einigermaßen realistisch
sind, sitzen die US-Truppen heute auf einem Viertel der globalen
Ölressourcen. Der Wert dieses Öls - großenteils
leichtes Rohöl, entsprechend niedrige Förderkosten -
würde zu aktuellen Preisen bei 30 Billionen Dollar liegen. Zum
Vergleich: Die Gesamtkosten der US-amerikanischen Invasion plus
Okkupation werden auf eine Billion Dollar geschätzt.
An wen wird das irakische Öl gehen? Eine der Benchmarks, die der
irakischen Regierung von der Bush-Administration gesetzt wurden, ist
die Verabschiedung eines Gesetzes über die Verteilung der
Öleinnahmen. Nach dem Gesetzentwurf, den Washington für den
irakischen Volkskongress ausgearbeitet hat, würde das
geförderte Öl nahezu vollständig an westliche Konzerne
gehen...
Mehr in Le Monde diplomatique Nr. 8455 vom 14.12.2007, Seite 11:
http://www.monde-diplomatique.de/pm/2007/12/14/a0043.text
Saddam
Hussein hielt US-Invasion für unwahrscheinlich - FBI-Beamter gibt
Details aus Verhören des früheren irakischen Staatschefs preis
Fr.26.01.08 - Saddam Hussein war nach den Worten eines FBI-Beamten überzeugt,
dass die USA ihn nicht stürzen würden. Die Möglichkeit,
dass er Massenvernichtungswaffen besitzen könnte, ließ der
frühere irakische Präsident bewusst offen, um den Iran von
etwaigen Angriffen abzuschrecken. Dies erklärte er in seinen
Verhören, wie der daran beteiligte US-Ermittler George Piro dem
Fernsehsender CBS mitteilte. Das Interview mit Piro soll am
Sonntagabend ausgestrahlt werden.
Demnach war der Ende 2006 hingerichtete Diktator der Auffassung, die
USA würden im März 2003 lediglich eine Reihe Luftangriffe
lancieren wie schon 1998. Mit einer vollen Invasion zu seinem Sturz
habe er indessen nicht gerechnet, sagte Prio dem Sender. Ihm
gegenüber habe Saddam Hussein eingeräumt, dass er die
Absichten von US-Präsident George W. Bush damals falsch kalkuliert
habe. Da er aber keine US-Invasion erwartet habe, habe er es auch nicht
für nötig gehalten, bezüglich seines Waffenprogramms
Klarheiten zu schaffen.
Saddam Hussein wies seinerzeit zwar stets amerikanische Anschuldigungen
zurück, Massenvernichtungswaffen zu besitzen. Dennoch verweigerte
er den Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA)
immer wieder den Zugang zu den irakischen Nuklearanlagen. Piro zufolge
wollte er die Welt bewusst im Dunkeln lassen, um den Iran
abzuschrecken: «Für ihn war es wichtig, als der starke Mann
dazustehen, der den USA trotzt.»
Piro fügte hinzu, dass Saddam Hussein zu diesem Zeitpunkt
tatsächlich keine unkonventionellen Waffen besessen habe. Er habe
aber erwogen, ein neues Programm für deren Herstellung in Angriff
zu nehmen.
boa (Quelle: ap)
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Nahost-Konflikt
US-Präsident Bush zeigt sich optimistisch über Nahost-Friedensprozess --
Palästinenserpräsident Abbas beklagt mangelnden Fortschritt
bei Friedensbemühungen -- UN warnen vor humanitärer Krise im
Gazastreifen -- Hamas macht Waffenruhe von Zeitplan abhängig --
Verhandlungen zwischen Syrien und Israel über Golanhöhen
Fr.25.04.08 - Bei einem Treffen mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat
sich US-Präsident George W. Bush optimistisch gezeigt, bis zum
Ende seiner Amtszeit in neun Monaten eine Einigung über die
Bildung eines palästinensischen Staates zu erreichen. "Ich bin
zuversichtlich, dass wir die Definition eines Staates erreichen
können", sagte Bush nach einem Treffen mit Abbas im Weißen
Haus.
Bush sagte, Ziel sei "ein lebensfähiger Staat, ein Staat, der
nicht wie Schweizer Käse aussieht, ein Staat, der Hoffnung gibt".
Bush forderte Israel und die Palästinenser zu weiteren
Verhandlungen auf, um dieses Ziel zu verwirklichen. Der
US-Präsident dankte seinem Gast, dass er "die Idee der
Gewaltanwendung" zurückweise. "Das unterscheidet ihn von anderen
Leuten in der Region", sagte Bush über Abbas.
Abbas hatte zuvor nach Angaben seines Unterhändlers Saeb Erakat
bei einem Gespräch mit US-Außenministerin Condoleezza Rice
beklagt, dass auch fünf Monate nach der Nahostkonferenz in
Annapolis die Kluft zwischen Palästinensern und Israelis
groß bleibe. Die Zeit zum Handeln dränge. Als Haupthindernis
sieht Abbas demnach den anhaltenden israelischen Siedlungsbau im
Westjordanland an.
Unter Schirmherrschaft der USA hatten sich Abbas und Israels
Ministerpräsident Ehud Olmert auf dem Gipfel von Annapolis im
November bereit erklärt, bis zum Ende von Bushs Amtszeit 2009 eine
Lösung zu finden. Ein Durchbruch in den Gesprächen ist
seitdem aber ausgeblieben. Bush reist im kommenden Monat erneut in den
Nahen Osten.
Wegen akuten Treibstoffmangels im Gazastreifen droht dort nach
UN-Einschätzung eine «dramatische» Verschlechterung der
Lebensumstände.
Die Vereinten Nationen teilten mit, dass die Nahrungsmittelhilfe
für rund 650 000 palästinensische Flüchtlinge von
Donnerstag an eingestellt werden müsse, weil kein Benzin zur
Verfügung stehe. Israel warf dagegen der radikalislamischen
Hamas-Organisation im Gazastreifen vor, absichtlich eine Treibstoffkrise
zu fabrizieren.
Israel habe vor drei Wochen rund eine Million Liter Treibstoff zum
Terminal Nachal Oz an der Grenze zum Gazastreifen geliefert, sagte der
Sprecher des israelischen Außenministeriums, Arye Mekel, am
Donnerstag in Jerusalem. Hamas habe mit Absicht nicht auf diese
Lieferung zugegriffen um vorzutäuschen, dass es eine Krise gebe.
«Es gibt genügend Treibstoff für humanitäre
Bedürfnisse», sagte Mekel.
In einer Erklärung der UN-Organisation zur Koordinierung
humanitärer Angelegenheiten (OCHA) heißt es, fehlende
Benzinlieferungen würden die humanitäre Situation im
Gazastreifen «dramatisch» verschlechtern. Das UN-Hilfswerk
für Palästinaflüchtlinge (UNRWA) könne
beispielsweise keine Fahrzeuge mehr einsetzen. Damit sei ein normaler
Betrieb in 214 Schulen, 19 Gesundheitszentren und sowie bei der
Müllabfuhr nicht mehr möglich.
Im UN-Sicherheitsrat gab es bei Beratungen zum Nahen Osten einen
Zwischenfall. Weil der libysche UN-Botschafter Giasalla Ettalhi die
Situation im Gazastreifen mit Konzentrationslagern der Nazis verglichen
haben soll, stand sein französischer Kollege Jean-Maurice Ripert
auf und verließ den Saal, wie ein UN-Diplomat mitteilte. Die
Botschafter anderer westlicher Länder folgten ihm. Eine von Costa
Rica gewünschte Stellungnahme zur Lage im Gazastreifen kam nicht
zustande.
Die israelische Luftwaffe tötete bei einem Angriff im
nördlichen Gazastreifen am Mittwochabend einen militanten
Palästinenser. Nach palästinensischen Angaben wurden bei dem
Angriff in der Nähe der Grenzstadt Beit Hanun drei weitere
Palästinenser verletzt, einer von ihnen schwer.
Die radikal-islamische Hamas will eine Waffenruhe mit Israel nach
palästinensischen Angaben von einem Zeitplan abhängig machen.
Die Gruppe sei bereit, einem Ende der Gewalt im Gazastreifen
zuzustimmen, sagte am Donnerstag ein palästinensischer Vertreter,
der mit den Verhandlungen vertraut ist. Die Waffenruhe müsse aber
nach einer fest vereinbarten Frist auch auf das Westjordanland
ausgedehnt werden. Bislang hat die Hamas gefordert, dass Israel seine
Angriffe in beiden Palästinenser-Gebieten gleichzeitig stoppt.
Eine Hamas-Delegation sollte noch am Donnerstag in Kairo die
ägyptischen Vermittler treffen, die sich seit Wochen um ein Ende
der Gewalt bemühen. Ägypten werde die Vorschläge dann in
den kommenden Tagen an Israel weiterleiten, sagte der Vertreter weiter.
Israelische Regierungsvertreter äußerten sich skeptisch
über einen Erfolg der Initiative. Eine Waffenruhe dürfe der
Hamas nicht die Chance geben, sich neu zu organisieren und
aufzurüsten, hieß es.
Israel verlangt das Ende der Hamas-Angriffe auf Israelis, des
Raketenbeschusses aus dem Gazastreifen heraus und des Waffenschmuggels.
Die Hamas fordert das Ende der seit Monaten anhaltenden Blockade des
Küstengebiets, die Öffnung der Grenzübergänge und
den Stopp von Militäreinsätzen. Die israelische Regierung hat
wiederholt erklärt, sie verhandle nicht mit der Hamas. Wenn die
Extremisten die Gewalt beendeten, seien Militäreinsätze nicht
mehr nötig.
Der syrische Präsident Bashar al Assad hat Friedensgespräche
seines Landes mit Israel unter türkischer Vermittlung
bestätigt. Israel hat Assad zufolge angeboten, sich aus den
zwischen beiden Ländern umstrittenen Golanhöhen
zurückzuziehen. Ein Friedensvertrag wäre damit möglich.
Direkte Gespräche mit Israel könnte es aber erst geben, wenn
in Washington eine neue Regierung amtiere, sagte Assad in einem am
Donnerstag veröffentlichen Interview der Zeitung «Al
Watan».
«Vielleicht können wir mit der nächsten US-Regierung
über direkte Gespräche reden», sagte er der katarischen
Zeitung. Nur die USA könnten in direkten Verhandlungen vermitteln.
Die Gespräche über die Türkei als Vermittler begannen
Assad zufolge bereits im vergangenen April. Vor einer Woche habe Syrien
die Nachricht erhalten, dass der israelische Ministerpräsident
Ehud Olmert «dem türkischen Regierungschef seine
Bereitschaft versichert hat, die Golanhöhen
zurückzugeben».
Assad wollte am Samstag bei einem Besuch in der Türkei mit
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan darüber sprechen. Die
Türkei pflegt sowohl zu Syrien als auch zu Israel und den USA gute
Beziehungen. Die Regierung in Israel nahm am Donnerstag keine Stellung
zu dem Bericht.
Die Bedingungen eines Rückzugs aus den Golanhöhen, die Israel
1967 im Sechstagekrieg erobert hatte, blieben indes unklar. Bislang
verlangte Jerusalem unter anderem, dass die Regierung in Damaskus die
Finanzierung der radikalislamischen Organisationen Hamas und Hisbollah
einstellt.
Zuletzt verhandelten die Nachbarstaaten 2000. Die Gespräche
scheiterten jedoch, da Syrien der von Israel angebotene Rückzug
nicht weit genug ging. Olmert hat eine Rückgabe der
Golanhöhen zuletzt nicht konkret in Aussicht gestellt,
erklärte aber seine Bereitschaft zu neuen Gesprächen.
boa (Quellen: afp, dpa, ap, rtr)
Schiff mit Waffen für Simbabwe kehrt nach China zurück
Fr.25.04.08 - Nach heftiger internationaler Kritik kehrt ein mit Waffen für
Simbabwe beladenes Schiff nach China zurück. Diese Entscheidung
habe die Reederei getroffen, sagte eine Sprecherin des chinesischen
Außenministeriums am Donnerstag in Peking. Die Nachbarländer
Simbabwes hatten keine Genehmigung zum Transport der Waffen über
ihr Staatsgebiet erteilt.
Die US-Regierung intervenierte in mehreren südafrikanischen
Staaten, um die Löschung der Ladung zu verhindern. Die chinesische
Regierung sprach indes von einer normalen kommerziellen Lieferung, die
bereits im vergangenen Jahr vereinbart worden sei. Der Vertrag stehe in
keinem Zusammenhang zu den gegenwärtigen innenpolitischen
Spannungen in Simbabwe.
(Quelle: ap)
China fordert Transfer umweltfreundlicher Technologien
Fr.25.04.08 - Im Kampf gegen den Klimawandel setzt China auf einen
Technologietransfer an Entwicklungsländer. Internationale
Zusammenarbeit und technologische Innovationen könnten entscheidend
zur Lösung des Problems beitragen, sagte der chinesische
Wissenschaftsminister Wan Gang am Donnerstag zum Auftakt einer
internationalen Klimakonferenz in Peking. Die Industrieländer
müssten einen Mechanismus für den Transfer umweltfreundlicher
Technologien entwickeln, die sich ärmere Länder leisten
könnten. China ist neben den USA einer der größten
Produzenten von Treibhausgasen weltweit. Die Regierung in Peking lehnt
eine international vereinbarte Obergrenze für den Ausstoß
von Kohlendioxid ab.
(Quelle: ap)
Maoisten gewinnen Wahl in Nepal - Abschaffung der Monarchie
angekündigt
Fr.25.04.08 - Nepal steht nach der Wahl der neuen Verfassungsgebenden Versammlung vor
einer umfassenden politischen Neuordnung. Stärkste Kraft in der
Versammlung sind nach dem am Donnerstag veröffentlichten
Wahlergebnis die ehemaligen maoistischen Rebellen. Ihr Führer
Prachanda kündigte bereits die endgültige Abschaffung der
knapp 240 Jahre alten Monarchie in dem Himalaya-Staat an.
Die Maoisten stellen dem vorläufigen Ergebnis zufolge 217 der 601
Abgeordneten, wie die Wahlkommission bekanntgab. Mit 107 Mandaten auf
Platz zwei landete die Partei Nepalesischer Kongress, die derzeit den
Ministerpräsidenten stellt, vor der Kommunistischen Partei Nepals
(Vereinigte Marxisten-Leninisten).
Die am 10. April gewählte Versammlung soll dem Himalaya-Staat eine
neue Verfassung geben und die endgültige Ablösung der
Monarchie einleiten. Das nepalesische Parlament hatte Ende Dezember
für die Abschaffung der seit Jahrhunderten bestehenden Monarchie
gestimmt. König Gyanendra verspielte seine Popularität, als
er sich 2005 zum absoluten Herrscher erklärte und zunehmend
gewaltsam gegen jede Form von Opposition vorging. Ein Jahr später
gab er nach Massenprotesten auf.
Die Maoisten haben in der Verfassungsgebenden Versammlung zwar nicht
die Mehrheit, dürften aber den Kern der neuen Regierung bilden.
«Bei der ersten Sitzung der Versammlung wird die Monarchie
abgeschafft und eine Republik begründet, daran besteht kein
Zweifel», sagte Maoistenführer Prachanda am Donnerstag nach
einem Treffen mit UN-Vertretern und ausländischen Botschaftern in
Kathmandu. Er bekundete auch die Absicht, Präsident des Landes zu
werden.
(Quelle: ap)
UN bitten um Hilfe im Kampf gegen Hungerkrise -- Erhöhung der
Lebensmittelpreise belastet Budget für Hilfsaktionen des
Welternährungsprogramms
Fr.25.04.08 - Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen hat die
internationale Gemeinschaft um Soforthilfen im Kampf gegen die
Hungerkrise gebeten. Wenn die internationale Gemeinschaft in den
kommenden Wochen nicht 280 Millionen Dollar (177 Millionen Euro)
bereitstelle, müsse die Versorgung der Bedürftigen
eingeschränkt werden, sagte WFP-Exekutivdirektorin Josette Sheeran
am Donnerstag.
Wegen der Erhöhung der Lebensmittelpreise hatte das WFP die
Geberstaaten um eine zusätzliche Finanzierung von 755 Millionen
Dollar gebeten. Davon seien bislang aber nur 63 Prozent eingegangen.
Allein die Preissteigerung um durchschnittlich 40 Prozent verursache
Kosten von 280 Millionen Dollar (176 Millionen Euro), sagte Sheeran in
Rom während einer Videokonferenz mit Journalisten am Sitz der
Vereinten Nationen in New York. Aufgrund der akuten Lebensmittelkrise
sei das WFP aber auf zusätzliche Mittel der internationalen
Gemeinschaft angewiesen.
Das WFP versorgt jährlich etwa 80 bis 90 Millionen
Flüchtlinge und Opfer von Naturkatastrophen. Es hilft unter
anderem in der sudanesischen Bürgerkriegsregion Darfur und in
Afghanistan. Die dramatische Versorgungslager in Ländern wie Haiti
habe nun eine neue Situation geschaffen, sagte Sheeran und fügte
hinzu: «Ich habe dies das neue Gesicht des Hungers
genannt.» So seien jetzt Millionen von Menschen auf Hilfen
angewiesen, die noch vor sechs Monaten nicht als dringend
hilfsbedürftig eingestuft worden seien.
Bei einer Reise durch Kenia habe sie Bauern besucht, die nur ein
Drittel der Ernte des vergangenen Jahres erwarteten, sagte Sheeran. Als
Grund nannte sie die gestiegenen Preise für Saatgut und
Düngemittel. «Wir sind auch deswegen sehr besorgt, weil dies
nicht nur eine Frage des Hungers, sondern auch der Stabilität ist.
In den jüngsten Monaten haben wir mehr als 34 Länder mit
Protesten und Nahrungsmittelunruhen gesehen.»
(Quelle: ap)
EU will bessere Vergleichbarkeit von Bildungs- und
Berufsabschlüssen
Fr.25.04.08 - Mit einem System zur Übersetzung von Bildungs- und
Berufsabschlüssen in Europa will die EU die Mobilität von
Auszubildenden und Arbeitnehmern verbessern. EU-Parlamentspräsident
Hans-Gert Pöttering und ein Vertreter der slowenischen
EU-Ratspräsidentschaft unterzeichneten am Mittwochabend in
Straßburg eine Empfehlung zur Einführung eines
Europäischen Qualifikationsrahmens (EQF). Dieser soll die
Vergleichbarkeit von Lernergebnissen in den 27 EU-Staaten erhöhen.
Dazu wurden acht Lernniveaus definiert, die vom Abschluss der
Pflichtschule bis zu Spitzenqualifikationen wie einem Doktortitel
reichen. Bei der Einstufung auf ein bestimmtes Lernniveau sollen aber
ausdrücklich auch praktische Kenntnisse berücksichtigt werden.
So könnte etwa auf dem Level sechs, das im Hochschulbereich einem
Bachelor-Abschluss entsprechen soll, auch eine Fachkraft mit
hochspezialisierter Ausbildung wie etwa ein Tontechniker eingestuft
werden.
Die genaue Zuordnung ist den einzelnen EU-Staaten überlassen und
soll möglichst bis 2010 erfolgen. Ab 2012 sollen nationale
Abschluss- und Berufszeugnisse zusätzlich mit dem entsprechenden
EQF-Niveau gekennzeichnet werden.
(Quelle: ap)
Deutschland
Bundestag stimmt EU-Vertrag von Lissabon zu
Fr.25.04.08 - Der Bundestag hat dem EU- Reformvertrag von Lissabon mit der
erforderlichen Zwei-Drittel- Mehrheit zugestimmt. Von den fünf
Fraktionen hatte zuvor nur die der Linken angekündigt, mit Nein zu
votieren. Die Vereinbarung stellt die EU auf eine neue rechtliche
Grundlage. Für die endgültige Ratifizierung in Deutschland
muss jetzt noch der Bundesrat am 23. Mai den Vertrag billigen und
Bundespräsident Horst Köhler das entsprechende Gesetz
unterschreiben. Alle 27 EU-Mitglieder müssen den Vertrag noch
ratifizieren.
(Quelle: dpa)
Linke fordert Volksabstimmung über EU-Reformvertrag
Fr.25.04.08 - Linke-Parteichef Lothar Bisky hat eine Volksabstimmung über den
EU-Reformvertrag gefordert. Derzeit sei es ein Vertrag der Regierenden
und nicht der Bürger, sagte Bisky kurz vor der Entscheidung
über das Regelwerk am Donnerstag im Bundestag in Berlin. Über
das Ergebnis dürften die Bürger nicht entscheiden, sie
dürften lediglich «die Zeche» bezahlen. «Das
lehnen wir ab», betonte er. Bisky fügte hinzu, dass die
Bundesregierung die Bevölkerung von der Entscheidung
ausschließe, zeige, dass sie dem Vertrag von Lissabon selbst nicht
über den Weg traue.
Der Linke-Chef sagte, seine Partei engagiere sich für ein Europa
der Freiheit, des Friedens, der Demokratie, der sozialen Sicherheit und
der Solidarität. Den «neoliberalen Geist von Lissabon»
lehne die Linke ab. «In der Gesellschaft und in Europa stehen wir
mit unserer kritischen Meinung keinesfalls alleine da.» Bisky
forderte, die EU solle sich zur Sozialstaatlichkeit bekennen.
(Quelle: ddp)
Linksfraktion im Bundestag: Sofortigen Abzug der Bundeswehr aus dem
Kosovo verlangt
Fr.25.04.08 - Die Linksfraktion im Bundestag hat einen sofortigen Abzug der
Bundeswehr aus dem Kosovo gefordert. Nach der einseitigen
Unabhängigkeitserklärung im Februar seien die rechtlichen
Grundlagen für den Einsatz nicht mehr gegeben, sagte Fraktionsvize
Monika Knoche am Donnerstag zur Begründung des Antrages im
Bundestag in Berlin. Der Schutzauftrag der internationalen KFOR-Truppen
laut UN-Mandat sei «hinfällig» geworden.
Vertreter aller anderen Fraktionen widersprachen dieser rechtlichen
Bewertung und warnten vor den negativen Folgen eines Truppenabzugs
für das Land und für die ganze die Region des westlichen
Balkans. Gegenwärtig sind 2645 deutsche Soldaten im Kosovo
eingesetzt.
(Quelle: ddp)
Ifo-Geschäftsklima-Index im April überraschend stark gefallen
Fr.25.04.08 - Finanzkrise und Eurostärke haben der Stimmung in den deutschen
Unternehmen im April kräftig zugesetzt: Der
Ifo-Geschäftsklimaindex fiel überraschend stark auf 102,4
Zähler von 104,8 Punkten im März, wie das Münchner
Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) am Donnerstag mitteilte.
Damit trübte sich die Stimmung erstmals seit Dezember wieder ein.
Von Reuters befragte Volkswirte hatten mit einem Rückgang auf 104,3
Punkte gerechnet. Nach dem Zwischenhoch zu Jahresanfang sprächen
die Umfrageergebnisse nun dafür, dass es zu einer Verlangsamung
der Konjunktur komme, sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn.
In der Umfrage beurteilten die 7000 Unternehmen auch ihre Lage und ihre
Geschäftsaussichten schlechter als im März: Der Index für
die Lage fiel von 111,5 auf 108,4 Punkte. Volkswirte hatten mit einem
leichten Rückgang auf 111,0 gerechnet. Der Index für die
Aussichten im kommenden halben Jahr fiel von 98,4 auf 96,8 Punkte.
Analysten hatten hier 98,0 Punkte vorhergesagt. Vor allem im Einzel-
und Großhandel habe sich die Stimmung deutlich eingetrübt,
hieß es.
Nach dem unerwartet guten Start ins Jahr rechnen die meisten Experten
damit, dass sich die Konjunktur im Frühjahr merklich
abschwächt und im Laufe des Jahres weiter an Fahrt verliert.
(Quelle: rtr)
Immer mehr Deutsche müssen ihre Lebensversicherung kündigen
Fr.25.04.08 - Immer mehr Deutsche müssen einem Medienbericht zufolge aus Geldnot
vorzeitig ihre Lebensversicherung kündigen und verlieren damit
einen Teil ihrer Altersvorsorge. Die deutschen Versicherer hätten
in den vergangenen Jahren soviel Geld ausgezahlt wie nie zuvor,
berichtete die Tageszeitung «Münchner Merkur»
(Donnerstagausgabe). Insgesamt konnte nach Branchenangaben etwa jeder
zweite Deutsche die Prämien nicht über die gesamte Laufzeit
leisten.
Nach Angaben der Zeitung bestehen in Deutschland gegenwärtig mehr
als 97 Millionen Lebensversicherungsverträge. Nach der
jüngsten Statistik der Versicherungsvermittlung «Policen
Direkt» zahlten die Versicherer allein 2006 rund 12,2 Milliarden
Euro vorzeitig aus. Das sind rund 700 Millionen Euro mehr als im
Vorjahr, erklärte der Branchendienst. Die vorzeitige Kündigung
einer Lebensversicherung ist für die Kunden in der Regel mit
erheblichen Verlusten verbunden. Nach Branchenangaben hat zu den
vermehrten Kündigungen auch die veränderte Rechtslage
geführt. Noch bis Ende 2008 ist der Verkauf einer
Lebensversicherung steuerfrei, ab 2009 gilt die Abgeltungssteuer in
Höhe von 25 Prozent.
(Quelle: ddp)
Kanzlerin Merkel für bedarfsabhängige höhere Rente
für Geringverdiener
Fr.25.04.08 - CDU-Chefin Angela Merkel hat sich zwar grundsätzlich für
höhere Renten für Geringverdiener ausgesprochen, dies
allerdings mit Vorbehalten versehen.
In einem Interview mit der "Welt" vom Donnerstag verwies die Kanzlerin
auf den Beschluss ihrer Partei, "dass Menschen, die langjährig
Vollzeit gearbeitet haben, auch wenn sie als Geringverdiener eher wenig
in die Rentenkasse eingezahlt haben, mehr Rente bekommen sollten als
das, was nach Hartz IV gezahlt wird". Sie schränkte ein:
"Allerdings bedarfsabhängig und steuerfinanziert."
Es solle bei dem Grundprinzip bleiben, dass wer mehr einzahlt auch mehr
Rente bekommt, sagte Merkel. "Das sogenannte Äquivalenzprinzip
unserer Rentenversicherung, nach dem jeder eingezahlte Euro nachher
grundsätzlich den gleichen Wert hat, wird von niemanden in Frage
gestellt. Auch nicht von Jürgen Rüttgers."
Merkels Stellvertreter und nordrhein-westfälischer
Ministerpräsident Rüttgers hatte gefordert, die Renten von
langjährig versicherten Geringverdienern über das
Grundsicherungsniveau hinaus aufzustocken. Bundesarbeitsminister Olaf
Scholz bezeichnete dies in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" als
"teuren Irrweg". Auch in der Union hatte es Widerspruch gegeben. Dagegen
sagte der SPD-Sozialexperte Karl Lauterbach dem "Handelsblatt", der
Vorschlag von Rüttgers sei nicht falsch.
Merkel sagte weiter, der beste Weg zur Bekämpfung der Altersarmut
sei eine möglichst lange Vollbeschäftigung. Außerdem
fördere die Bundesregierung private Altersvorsorgen junger
Menschen. Weiter sagte die Kanzlerin: "Die große Mehrheit der
Älteren kann heute auf eine sichere Rente bauen."
(Quelle: rtr)
Fast die Hälfte der Rentner würde für Jüngere
verzichten
Fr.25.04.08 - Fast die Hälfte der Rentner wäre grundsätzlich bereit,
für die jüngere Generation auf Rentenerhöhungen zu
verzichten. Bei einer am Freitag veröffentlichten Umfrage für
das ARD-Morgenmagazin äußerten sich 44 Prozent der befragten
Rentner entsprechend, 52 Prozent gaben an, sie würden dies nicht
machen. Von den berufstätigen Bürgern wären 35 Prozent
bereit, zu Gunsten der älteren Generation höhere
Rentenbeiträge beziehungsweise höhere Steuern in Kauf zu
nehmen. 60 Prozent wären nicht dazu bereit.
Bei der Diskussion um einen Boykott der Olympischen Spiele in China
waren 77 Prozent der Befragten der Meinung, die Diskussion helfe, die
Menschenrechtsdebatte über China in Gang zu halten. 48 Prozent
meinen, dass die Diskussion ernsthaft den europäisch-chinesischen
Beziehungen schade. 27 Prozent glauben, dass die Diskussion vielen
Menschen egal ist und nur die Politiker diskutieren, lediglich 26
Prozent denken, sie werde die Situation in Tibet sicher verbessern.
Wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, würden 36
Prozent der Befragten CDU/CSU wählen, 27 Prozent würden sich
für die SPD entscheiden. Die Linke käme auf 12 Prozent, die
Grünen auf elf Prozent und die FDP auf 10 Prozent. Im Vergleich
zur Deutschlandtrend-Umfrage vom 3. April verliert die Union damit
einen Prozentpunkt, die SPD gewinnt einen Punkt. Die Stimmen für
die FDP, die Linke und die Grünen blieben unverändert.
Infratest dimap befragte am 22. und 23. April 1.000 Bundesbürger.
(Quelle: ap)
Marburger Bund beschließt Tarifvertrag mit kommunalen
Krankenhäusern
Fr.25.04.08 - Mehr Geld für Ärzte in kommunalen Krankenhäusern: Die
Große Tarifkommission der Gewerkschaft Marburger Bund hat dem am
8. April ausgehandelten Tarifvertrag für die 55.000
Klinikärzte zugestimmt. Die Mediziner erhalten damit knapp acht
Prozent mehr Geld. Die Gehälter sollen rückwirkend zum 1.
April um durchschnittlich vier Prozent und zum 1. Januar 2009 nochmals
um durchschnittlich 3,8 Prozent steigen. Zudem werden die Gehälter
der ostdeutschen Ärzte rückwirkend zum 1. April an das
Westniveau angepasst.
Der Tarifvertrag sei ein weiterer wichtiger Baustein auf dem Weg zu
einheitlichen ärztlichen Arbeitsbedingungen in deutschen
Krankenhäusern, erklärte der Zweite Vorsitzende des Marburger
Bunds, Andreas Botzlar, am Donnerstag. Die Kommunen würden so ihre
Chancen im Wettbewerb um ärztliche Mitarbeiter verbessern. Um die
großen Unterschiede zu den im Ausland gezahlten
Ärzteeinkommen schließen zu können, genügten die
Gehaltsverbesserungen aber nicht, warnte Botzlar. Die massive
Ärzteflucht ins Ausland und andere Berufsfelder sei noch lange
nicht eingedämmt.
Die Arbeitgeberseite hatte die Belastung für die
Krankenhäuser in den kommenden zwei Jahren auf rund 300 Millionen
Euro beziffert. Der Abschluss werde vielen Krankenhäusern
große finanzielle Probleme bereiten, rund 10.000 Stellen an
kommunalen Kliniken seien gefährdet.
(Quelle: ap)
Ver.di ruft Post-Beschäftigte zur Urabstimmung auf
Fr.25.04.08 - Bei der Deutschen Post beginnt heute die Urabstimmung über einen
unbefristeten Streik der Beschäftigten. Die
Dienstleistungsgewerkschaft ver.di will mit dem Arbeitskampf ihrer
Forderungen nach 7 Prozent mehr Lohn, einer Verlängerung des
Kündigungsschutzes und dem Verzicht auf längere Arbeitszeiten
Nachdruck verleihen.
Die Urabstimmung soll bis zum kommenden Dienstag dauern. Das Ergebnis
will ver.di am Mittwoch mitteilen. Die Gewerkschaft rechnet nach
eigenen Angaben mit einer «satten Mehrheit» für einen
Arbeitskampf. Der unbefristete Streik könne dann am 2. Mai
beginnen.
Am Donnerstag hatten sich nach Angaben der Gewerkschaft erneut rund
5.000 Brief- und Paketzusteller in etwa 250 Städten und Gemeinden
an Warnstreiks beteiligt. Millionen Briefe und Pakete seien deshalb
nicht zugestellt worden. Für den Zeitraum der Urabstimmung sind
laut Gewerkschaftssprecher Günter Isemeyer zunächst keine
weiteren Arbeitskampfmaßnahmen vorgesehen.
Die Verhandlungen für die 130.000 Tarifkräfte bei der
Deutschen Post waren am 19. April für gescheitert erklärt
worden. Kernpunkt des Tarifkonflikts ist die Forderung der Arbeitgeber
nach längeren Arbeitszeiten für die Postbeschäftigten.
Ver.di lehnt dies mit Blick auf einen als Folge zu erwartenden
Stellenabbau ab.
(Quelle: ap)
Zwischen Porsche und VW droht ein langer Machtkampf
Fr.25.04.08 - Bei Volkswagen droht ein langer Kampf um die künftige
Machtverteilung. Im Streit zwischen den beiden
Großaktionären Porsche und Niedersachsen gab es am
Donnerstag auf der Hauptversammlung in Hamburg keine Einigung über
die Stellung des Landes.
Erwartet wird nun stattdessen ein langes juristisches Tauziehen
über das bisherige Vetorecht Niedersachsens bei wichtigen
Entscheidungen. Auch im Mitbestimmungsstreit zwischen Porsche und dem
VW-Betriebsrat ist keine Lösung in Sicht.
VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh griff Porsche-Chef Wendelin
Wiedeking scharf an und warf ihm «gefährliche
Allmachtsphantasien» vor. Auch in diesem Konflikt droht ein
langer Rechtsstreit. Auf der Hauptversammlung lieferten sich Vertreter
des Landes sowie von Porsche Wortgefechte, eine massive
Auseinandersetzung aber blieb aus.
Porsche will den starken Einfluss Niedersachsens bei VW
beschränken, dagegen wehrt sich das Land. Konkret geht es um die
20-prozentige Sperrminorität bei VW. Durch die Regelung hat
Niedersachsen, das knapp über 20 Prozent an VW hält, ein
Vetorecht bei wichtigen Entscheidungen. Niedersachsen will an der
geltenden Sperrminorität festhalten, um seinen Einfluss bei VW als
mit Abstand wichtigstem Arbeitgeber im Land zu sichern. Die Regelung
entspreche dem deutschen Aktienrecht.
Dagegen will Porsche versuchen, als Reaktion auf das Urteil des
Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zum VW-Gesetz die
Sperrminorität über eine Satzungsänderung auf 25 Prozent
zu erhöhen. VW müsse ein «normales Unternehmen»
werden, fordert Porsche. Der Sportwagenbauer hält derzeit rund 31
Prozent an VW und will die Mehrheit an dem Wolfsburger Autobauer
übernehmen. VW wäre dann Teil der Porsche Holding. Spekuliert
wird, dass Porsche bei VW einen Beherrschungs- und
Gewinnabführungsvertrag anstrebt, um ungestört
«durchregieren» zu können, wie es im Umfeld des
Aktionärstreffens hieß.
Auf der Hauptversammlung erreichten weder der Antrag von Porsche noch
der des Landes die notwendige Mehrheit. Damit bleibt es vorerst bei der
bestehenden Regelung zur Sperrminorität. Gegenseitige
Unterstützung gaben sich die beiden Großaktionäre
dagegen bei der Wahl zum Aufsichtsrat. Porsche-Aufsichtsratschef
Wolfgang Porsche sowie Niedersachsens Ministerpräsident Christian
Wulff (CDU) und dessen Wirtschaftsminister Walter Hirche (FDP) wurden
jeweils mit breiter Mehrheit in das Gremium gewählt. Wulff und
Hirche gehörten dem Gremium bisher aufgrund des VW-Gesetzes ohne
Wahl an und stellten sich nun erstmals dem Votum der Aktionäre.
Wulff sagte, es sei nicht absehbar, dass einer der beiden
Großaktionäre nachgeben werde. Daher werde es in der
Auseinandersetzung um die Sperrminorität zu einer juristischen
Klärung kommen müssen. Niedersachsens Finanzminister Hartmut
Möllring (CDU) sagte, die geltende Regelung zur
Sperrminorität entspreche dem deutschen Aktienrecht. Er rief
Porsche dazu auf, gemeinsam Satzungsänderungen zum Entsenderecht
und zum Höchststimmrecht zu beschließen. Der EuGH hatte die
entsprechenden Regelungen im VW-Gesetz gekippt.
Porsche lehnte dies ab und warf Niedersachsen eine Irreführung der
Aktionäre vor. Das EuGH-Urteil habe unmittelbare Auswirkungen auf
die Satzung von VW, sagte ein Sprecher. Eine halbherzige Umsetzung
bringe keine Rechtssicherheit. Der Porsche-Vertreter betonte, dass
Porsche nach der Mehrheitsübernahme bei VW nicht plane,
Arbeitsplätze abzubauen. Möllring kritisierte daraufhin,
Porsche sei «trotzig» und handle nach dem Motto:
«Wenn wir nicht alles kriegen, machen wir nichts.»
Der Sportwagenbauer rechnet derweil im Herbst mit der
Mehrheitsübernahme bei VW. Bis dahin sei mit allen
kartellrechtlichen Genehmigungen zu rechnen, sagte ein Porsche-Sprecher
und bestätigte einen Bericht der «Financial Times
Deutschland» (Freitagausgabe). «Sechs Monate sind
dafür ein realistischer Rahmen. Dann hätten wir September
oder Oktober. Wenn es früher wird, haben wir aber auch nichts
dagegen.» Sobald die Genehmigungen der EU-Kommission und der 15
weiterer Kartellämter vorliegen, will Porsche seinen Anteil auf
mehr als 50 Prozent erhöhen.
Mit scharfen Worten wurde Wiedeking von VW-Betriebsratschef Osterloh
kritisiert. Der Porsche-Chef wolle mit der «Arroganz eines
Alleinherrschers» schalten und walten. Dies berge enorme Risiken
für VW und die Beschäftigten. «Schlechter kann man eine
Übernahme nicht gestalten.» Der Betriebsrat werde den
Mitbestimmungsstreit «mit aller Härte» führen,
sagte Osterloh bei einer Kundgebung der IG Metall vor Beginn der
Hauptversammlung vor rund 1000 VW-Beschäftigten. Zudem standen in
allen Konzernstandorten wegen Informationsveranstaltungen kurzzeitig
die Bänder still.
Osterloh forderte erneut eine angemessene Beteiligung der VW-
Belegschaft in der Porsche Holding. Die bisherige
Mitbestimmungsvereinbarung gehe zulasten der VW-Belegschaft. Am 29.
April verhandelt das Stuttgarter Arbeitsgericht über eine Klage
des VW-Betriebsrats gegen die Vereinbarung. Osterloh kündigte an,
der Betriebsrat werde notfalls bis vor das Bundesarbeitsgericht und den
Europäischen Gerichtshof ziehen.
VW-Chef Martin Winterkorn sagte, VW stehe mit Porsche und Niedersachsen
als Hauptaktionären auf einem soliden Fundament. Beiden
Anteilseignern gehe es nicht um schnelle Profite, sondern um eine
langfristige Entwicklung. Vor VW lägen große Chancen, obwohl
sich die Automobilindustrie in «rauer See» bewege. Zur
Ankurbelung des Geschäfts in dem wichtigen US-Automarkt will VW
dort ein Werk bauen.
(Quelle: dpa)
Zahl der Telefonüberwachungen hat sich verfünffacht --
Zwischen 1995 und 2004 - Bundesverfassungsrichterin und
Datenschützer fordern Respekt vor Privatheit
Fr.25.04.08 - Bundesverfassungsrichterin Christine Hohmann-Dennhardt hält eine
flächendeckende Videoüberwachung, wie sie in London
praktiziert wird, in Deutschland für unzulässig. Auf einer
Diskussionsveranstaltung in Mainz verwies sie am Mittwochabend auf das
Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur automatischen
Kennzeichenerfassung. Danach sei eine flächendeckende
Rundum-Überwachung ohne konkreten Anlass und ohne konkrete Gefahr
unverhältnismäßig. Diese Maßstäbe würden
nicht nur für die Erfassung von Autokennzeichen, sondern auch
für Videoüberwachungen gelten.
Der rheinland-pfälzische Datenschutzbeauftragte Edgar Wagner wies
bei der Veranstaltung zum Thema «Schutz der Privatheit»
darauf hin, dass die Zahl der Telefonüberwachungen in Deutschland
zwischen 1995 und 2004 um 500 Prozent gestiegen sei. Auch bei den
Gesetzesinitiativen zur inneren Sicherheit könne man «den
Überblick verlieren», kritisierte er. Kaum sei der Pass mit
biometrischen Daten beschlossen gewesen, sei die Online-Durchsuchung
gefordert worden. Jetzt gehe es um die optische Wohnraumüberwachung.
Aber nicht allein die staatlichen Eingriffe in die Freiheitsrechte
standen im Mittelpunkt der Veranstaltung, die von zahlreichen
Jugendlichen und Studierenden besucht wurde. Der Mainzer Justizminister
Heinz Georg Bamberger (SPD) warnte vor der zunehmenden Beobachtung von
Firmen-Mitarbeitern und Kunden. Die Gefahr, dass Datenbestände
vernetzt würden, bestehe auch bei privaten Unternehmen.
Alle Podiumsteilnehmer forderten einen vorsichtigeren Umgang mit der
Preisgabe eigener Daten und Fotografien im Internet. «Wir
müssen wieder lernen, dass Privatheit etwas Wertvolles ist»,
sagte Hohmann-Dennhardt.
(Die Diskussion wurde vom Fernsehsender Phoenix aufgezeichnet und wird
am heutigen Freitag ausgestrahlt)
(Quelle: ap)
Geheimdienst-Kontrollgremium erklärt BND-Chef Uhrlau sein
Misstrauen
Fr.25.04.08 - Das Geheimdienst-Kontrollgremium des Bundestags hat BND-Chef Ernst
Uhrlau wegen der Bespitzelung einer Journalistin sein Misstrauen
ausgesprochen.
Der Ausschuss forderte aber nicht Uhrlaus Rücktritt. Er
missbillige, dass die BND-Leitung Regierung und Abgeordnete nicht
über den Vorgang informiert habe, hieß es in einer
Erklärung, die der Ausschuss am Donnerstag nach einer
Sondersitzung beschloss. "Dadurch ist das Vertrauen zwischen dem
Parlamentarischen Kontrollgremium und der Leitung des BND
gestört." Ausschuss-Chef Thomas Oppermann sagte, daraus folge
nicht Uhrlaus Rücktritt. Diesen forderten aber die Grünen,
die zudem Kanzleramtschef Thomas de Maiziere vorwarfen, er habe keine
Kontrolle über die Geheimdienste.
Der Ausschuss wertete die Überwachung des E-Mail-Verkehrs der
"Spiegel"-Journalistin mit einem afghanischen Politiker im Jahr 2006
als "erhebliche Grundrechtsverletzung". Die Leitungsebene des BND sei
erst ein Jahr später von dem Vorgang unterrichtet worden und sei
nicht vorher eingebunden gewesen. Der CDU-Vertreter im Ausschuss,
Norbert Röttgen, warf Uhrlau vor, er habe danach zu lange das
Bundeskanzleramt und den Ausschuss nicht informiert. Der Fall war vor
wenigen Tagen öffentlich geworden; Uhrlau hatte sich bei der
Journalistin entschuldigt. Diese war dem Ausschuss zufolge nicht Ziel
der Bespitzelung, die dem afghanischen Politiker gegolten habe.
Oppermann zufolge kündigte die Bundesregierung im Ausschuss
personelle Veränderungen im Bundesnachrichtendienst an, der schon
früher wegen der Bespitzelung von Journalisten in die Kritik
geraten war. Es solle Umbesetzungen auf der Ebene der Abteilungsleiter
und bei Stabsstellen geben. Die Regierung wollte sich dazu noch nicht
äußern; auch vom BND gab es zunächst keine
Stellungnahme.
Die Grünen, die sich wie die Linkspartei bei der Abstimmung
über die Erklärung der Stimme enthielten, nannten die
Reaktion der Regierung ungenügend. "Personelle Konsequenzen
müssen auch an der Spitze des BND gezogen werden", sagte ihr
Vertreter Christian Ströbele. Oppermann nahm Uhrlau gegen diese
Forderung in Schutz. Dieser stehe für schwierige Bemühungen,
dem Auslandsgeheimdienst mehr Transparenz und die Bereitschaft zu
vermitteln, auch mit Fehlern offen umzugehen. Ein Ausschussmitglied
sagte aber, ein Behördenleiter könne nach einem
Misstrauensvotum des zuständigen Ausschusses nicht mehr im Amt
bleiben. Möglicherweise trete Uhrlau demnächst zurück.
FDP und Grüne betonten zudem die Verantwortung des Kanzleramts als
Aufsichtsbehörde über die Geheimdienste. "Der BND befindet
sich in einer schweren Krise, die er selber verschuldet hat", sagte der
FDP-Abgeordnete Max Stadler. "Die politische Verantwortung dafür
liegt bei der Bundesregierung." Sie müsse Vorschläge für
Umstrukturierungen im BND machen, die weitere Verstöße gegen
Grundrechte der Bürger verhinderten. Ströbele griff de
Maiziere an: "Wo ist eigentlich der Chef des Bundeskanzleramts? Er ist
offenbar in voller Deckung."
Dagegen sieht der Ausschuss nach Oppermanns Angaben den BND von
Vorwürfen entlastet, er habe auch den damaligen
ZDF-Korrespondenten Ulrich Tilgner in Afghanistan abgehört.
Vielmehr sei mit Genehmigung des zuständigen Gremiums das Handy
des in Afghanistan entführten Deutschen Rudolf Blechschmidt
abgehört worden. Dies sei in dessen Sinne geschehen, um seine
Freilassung zu erreichen. Tilgner hatte mit Blechschmidt nach eigenen
Angaben während der Entführung telefoniert. "Da ist kein
Fehlverhalten des BND zu erkennen", sagte Oppermann.
(Quelle: rtr)
Wissenschaft
Forscher züchten Herzzellen aus embryonalen Stammzellen
Fr.25.04.08 - Aus menschlichen embryonalen Stammzellen haben US-Forscher drei Arten
von Herzzellen gezüchtet. Die verschiedenen Zelltypen entwickelten
sich alle aus gemeinsamen Herz- Vorläuferzellen, berichten die
Wissenschaftler im Fachjournal «Nature» (online vorab).
Ihre Untersuchung sei ein wichtiger Schritt hin zur gezielten
Herstellung von Herzgewebe für die Medizin. Eine Transplantation
der Vorläuferzellen besserte zudem die Herzfunktion bei Mäusen
nach einem Infarkt.
Bisher war nur von Mäusen bekannt, dass sowohl Herzmuskel- als
auch Herzgefäß-Zellen aus einer gemeinsamen
Vorläuferzelllinie hervorgehen. Die Wissenschaftler um Lei Yang von
der Mount Sinai School of Medicine in New York zeigten nun, dass sich
auch aus menschlichen embryonalen Stammzellen zunächst eine solche
Vorläuferzelle entwickelt, aus der dann wiederum die drei
Zelltypen des Herzens entstanden. Außer den Herzmuskelzellen waren
das die «Innenauskleidung» der Herz-Blutgefäße
(Endothelzellen) sowie die Zellen der glatten
Gefäßmuskulatur.
Die Forscher steuerten die Entwicklung der Stammzellen durch die Zugabe
verschiedener Moleküle wie etwa Wachstumsfaktoren. Etwa die
Hälfte der Vorläuferzellen verwandelte sich in der Zellkultur
innerhalb weniger Tage in zuckende Herzmuskelzellen. Ihr hoher Anteil in
der Zellkultur führte dazu, dass bald ganze Lagen der Zellen
synchron kontrahierten.
Dass sich die Vorläuferzellen nicht nur im Reagenzglas in die
unterschiedlichen Zelltypen entwickeln, zeigten die Wissenschaftler in
Versuchen mit Mäusen: Sie transplantierten dazu
fluoreszenzmarkierte menschliche Vorläuferzellen in das Herz der
Tiere. Nach einiger Zeit fanden sie ein Fluoreszenzsignal an allen drei
Zelltypen im Mäuseherz. Eine Transplantation der Zellen in das Herz
von Mäusen nach einem Infarkt verbesserte die Herzfunktion
deutlich im Vergleich zu unbehandelten Kontrolltieren.
(Quelle: dpa)
Fehlender Artenschutz ist Gefahr für menschliches Leben
Fr.25.04.08 - Das Aussterben von Pflanzen- und Tierarten ist eine Gefahr auch
für die menschliche Gesundheit und menschliches Leben. Zu diesem
Ergebnis kommen rund hundert Wissenschaftler in dem Buch "Sustaining
Life" (deutsch: Das Leben erhalten), wie die International Union for
Conservation of Nature (IUCN) in Bonn mitteilte. Als Beispiele werden
die Entwicklung einer neuen Generation von Antibiotika, neue
Behandlungsmöglichkeiten für Knochenerkrankungen sowie die
Krebstherapie genannt, die jeweils auf biologische Ressourcen angewiesen
seien.
"Wir könnten viele Lebensformen zu Land und zu Wasser, die
wirtschaftliche und medizinische Bedeutung haben, verlieren, bevor wir
ihre Geheimnisse erkannt haben", warnen die Wissenschaftler laut IUCN.
Erwähnt wird etwa, dass eine im australischen Regenwald entdeckte
Froschart eine Substanz erzeugt, die bestimmte Verdauungsvorgänge
unterbricht. Dies könnte für eine Therapie gegen Magen- und
Darmgeschwüre wichtig sein. Bären wiederum erzeugen in ihrer
Gallenblase eine bestimmte Säure, die als Mittel gegen Gallensteine
von Nutzen ist. Haie erzeugen in ihrer Leber einen Stoff, das das
Wachstum von Tumoren bremst und zudem als Appetitzügler wirkt.
Das Buch ist die bislang umfassendste Zusammenstellung über den
medizinischen Nutzen der Artenvielfalt. Hintergrund der
Veröffentlichung ist die UN-Biodiversitätskonferenz Ende Mai
in Bonn. Regierungsvertreter aus fast 200 Staaten beraten dort über
Maßnahmen gegen das fortschreitende Artensterben auf der Erde.
(Quelle: afp)
Computer & Cyberspace
15 Jahre Word Wide Web -- Aktuell rund 1,3 Milliarden Nutzer
Fr.25.04.08 - Das für jedermann zugängliche World Wide Web feiert am 30.
April seinen 15. Geburtstag. Mittlerweile nutzen rund 1,3 Milliarden
Menschen weltweit das Internet. Allein in Deutschland surfen nach
Angaben des Branchenverbandes Bitkom rund 52 Millionen Personen durch
das Netz. Das entspricht etwa 63 Prozent der Bevölkerung. 41
Prozent der Deutschen nutzen das World Wide Web regelmäßig
für Online-Shopping-Touren; jeder fünfte Bürger liest
online Nachrichten. Rund zwölf Millionen Internet-Adressen
(Domains) sind aktuell mit der deutschen Endung ".de" angemeldet.
(Quelle: gp)