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Irak 1592 Tage nach Erlangung der formellen Souveränität
US-Präsident Bush verkürzt Einsatzdauer für
Irak-Soldaten. Drei Polizisten bei Selbstmordanschlag im Nordirak
getötet
Fr.01.08.08 - US-Präsident George W. Bush hat einen weiteren Truppenabzug aus
dem Irak in Aussicht gestellt.
Die Sicherheitslage habe sich deutlich und anhaltend verbessert, sagte
er am Donnerstag in Washington.
Die Gewalt sei auf dem niedrigsten Stand seit Frühjahr 2004 und
"wir befinden uns im dritten Monat in Folge, in dem sie stabil auf
niedrigem Niveau bleibt", sagte Bush. Außer neuen
Abzugsplänen bis Ende des Jahres kündigte er zudem eine
sofortige Verkürzung der Einsatzzeiten in dem Golfstaat an. Von
Freitag an würden die Soldaten bereits nach einem Jahr im Einsatz
nach Hause zurückkehren und nicht mehr erst nach 15 Monaten. "Das
entlastet unsere Kräfte", betonte er.
Die Zahl der in den Kämpfen im Irak getöteten Soldaten ist im
Juli drastisch zurückgegangen und dürfte so niedrig liegen
wie in keinem Monat zuvor seit dem Einmarsch im März 2003. Im Juli
wurden einer unabhängigen Statistik zufolge fünf US-Soldaten
getötet, vor einem Jahr waren es im selben Monat 66.
Der Truppenabzug aus dem Irak gehört zu den strittigsten
Wahlkampfthemen. Der republikanische Präsidentschaftsbewerber John
McCain hat Bushs Entscheidung unterstützt, die Zahl der Soldaten
im vergangenen Jahr vorübergehend kräftig aufzustocken und
ihren Abzug von der Entwicklung der Sicherheitslage abhängig zu
machen. Die Demokraten und deren Präsidentschaftskandidat Barack
Obama versprechen dagegen einen zügigen Abzug gemäß
einem festen Zeitplan.
Bei einem Selbstmordanschlag nahe der nordirakischen Stadt Mossul sind
am Donnerstag drei Polizisten getötet und vier verletzt worden. Der
Attentäter raste mit seinem mit Sprengstoff beladenen Auto gegen
die Mauer einer Polizeiwache in Al Kajara südlich von Mossul, wie
die Polizei mitteilte. Am Mittwoch hatte die Dachorganisation der
Al-Kaida-Anhänger im Irak, die Gruppe Islamischer Staat Irak, mit
einer Anschlagsserie in Mossul, 360 Kilometer nordwestlich von Bagdad,
gedroht. Die Gruppe kündigte damit Vergeltung für den Tod
eines Mitglieds sowie für die Großoffensive gegen die Al
Kaida in der Provinz Dijala an.
boa (Quellen: rtr, ap)
mehr Nachrichten vom Tage
Hintergrund: Irakkrieg - Blick ins Archiv
Der Krieg gegen Irak begann am 20. März 2003
Knapp zwei Stunden nach Ablauf eines Ultimatums an den irakischen Staatschef
Hussein flog die US-Armee erste Luftangriffe auf Bagdad.
US-Präsident Bush hatte
Hussein eine Frist gesetzt, bis zwei Uhr Mitteleuropäischer Zeit das Land zu verlassen.
Der irakische Machthaber hatte zuvor bereits einen Gang ins Exil abgelehnt. Bush erklärte in
einer Fernsehansprache
(19.03.03 - 10:16 P.M. EST / 20.03.03 - 4:15 MEZ) , die erste Phase zur Entwaffnung des Irak sei eingeleitet
worden. Er habe angeordnet, ausgewählte militärische Ziele anzugreifen. Dies sei der Ausgangspunkt
für eine breit angelegte Aktion. Bush räumte ein, der Krieg könnte länger dauern und
schwieriger werden, als manche vorhersagten. Die USA und ihre Verbündeten würden
alles versuchen, um unschuldige Zivilisten zu schonen....
Der Weg zum Irakkrieg: 1992 gelangen an die Öffentlichkeit Auszüge
eines neuen Leitlinien-Entwurfs des Pentagons (18.02.1992) - Der "No Rivals"-Plan.
Danach gehört es zu den amerikanischen Interessen, u.a. den "Zugang zu
lebenswichtigen Rohstoffen, vor allem Öl aus dem Persischen Golf" zu sichern
und die "Weiterverbreitung von Massenvernichtungswaffen und ballistischen Raketen",
"Bedrohungen von US-Bürgern durch Terrorismus oder durch regionale oder lokale
Konflikte" zu verhindern.
1998 richtet das rechtskonservative "Project for the New American Century" an den
damaligen US-Präsidenten Clinton einen Offenen Brief (26.01.1998) mit folgendem
Fazit: Diplomatie gegenüber Irak sei gescheitert. Jetzt müssen militärische
Aktionen gegen den Irak vorbereitet werden. Die Unterzeichner sind: Donald Rumsfeld,
Wolfowitz, Perle, Armitage, Bolton und andere, einflussreiche Politiker
in der Bush-Administration...
Mehr unter:
http://www.glasnost.de/pol/irak.html
Wikipedia - "Irakkrieg - Politische Vorgeschichte":
http://de.wikipedia.org/wiki/Irak-Krieg #Politische_Vorgeschichte
Chronologie der Kriegsvorbereitungen:
http://www.boa-muenchen.org/irakkrieg-chronik/ irakkrieg_chronik_weg_in_den_krieg.htm#news
Chronologie des Irak-Kriegs
Teil 1: 20.03.2003 bis 30.06.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv3/irak_01.htm#news
Teil 2: 01.07.2003 bis 31.10.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv4/irak_02.htm#news
Teil 3: 01.11.2003 bis 31.12.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv5/irak_03.htm#news
Teil 4: 01.01.2004 bis 31.05.2004
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_04.htm#news
Teil 5: 01.06.2004 bis 31.10.2004
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_05.htm#news
Teil 6: 01.11.2004 bis 30.04.2005
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_06.htm#news
Teil 7: 01.05.2005 bis 31.12.2005
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_07.htm#news
Teil 8: 01.01.2006 bis 31.12.2006
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_08.htm#news
Teil 9: 01.01.2007 bis 01.08.2007
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_09.htm#news
... wird fortgesetzt...
Vor einem Jahr:
Irak am tausendeinhundertundachtundzwanzigtsten Tag nach Erlangung der formellen
Souveränität
|
Zitate zur Begründung des Irak-Krieges:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402040.htm#040204_a
Auszüge aus Powells 'Beweisen' zum Irak vom 5. Februar 2003:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402040.htm#040204_b
... Lügen und Täuschungen, die in
London und Washington produziert wurden, verursachten den Tod von bis
zu 55.000 Irakern, unter ihnen 9.600 Zivilisten... John Pilger, ZNet 05.02.2004... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402110.htm#040211_b
Iraq Body Count:
http://www.iraqbodycount.net
Fr.29.10.2004 - Einer Studie zufolge sind rund 100.000 Iraker an den Kriegsfolgen
gestorben. Die meisten Todesfälle gingen auf Gewalteinwirkung
zurück, nicht zuletzt durch Luftangriffe der Alliierten, wie es in
der Studie heißt, die auf der Website der renommierten
britischen Medizinzeitschrift «The Lancet» [http://www.thelancet.com]
veröffentlicht wurde... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv3/irak_k01.htm#bodycount
Do.12.10.2006 - Baltimore - Die Zahl der Opfer im Irakkrieg liegt
möglicherweise höher als bisher angenommen. Nach einer Studie
von US-Epidemiologen, die jetzt im Lancet (2006; doi:
10.1016/S0140-6736(06)69491-9) veröffentlicht wurde, könnten
zwischen März 2003 und Juli 2006 etwa 650.000 Menschen (oder 2,5
Prozent der Gesamtbevölkerung) mehr gestorben sein, als aufgrund
der Vorkriegszahlen zu erwarten gewesen wäre. Diese
Schätzungen sind das Ergebnis einer Befragung von 1.849 Haushalten
in 47 unterschiedlichen Regionen des Lande, die Gilbert Burnham von der
Bloomberg School of Public Health initiiert hat... Mehr unter:
http://www.aerzteblatt-studieren.de/doc.asp?docId=104104
Fr.18.01.2008 - Statistik des Grauens: Wie viel Zivilisten sind im Irak
wirklich gestorben? Heftiger Streit ist um die Zahl der Gewaltopfer im
Irak entbrannt.... Mehr unter:
http://www.sueddeutsche.de/irakopfer
Fr.01.02.2008 - Offenbar mehr als eine Million Iraker seit 2003 getötet:
Seit der US-geführten Invasion sind im Irak mehr als eine Million
Iraker gewaltsam zu Tode gekommen. Wie aus einer in London
veröffentlichten Studie hervorgeht, beklagt etwa ein Fünftel
der irakischen Haushalte den Verlust eines Angehörigen. Die
Erhebung umfasst den Zeitraum zwischen März 2003 und August
vergangenen Jahres. Die Daten wurden von den Instituten Opinion Research
Business (ORB) und Institute for Administration and Civil Society
Studies (IIACSS) zusammengetragen.
Die Befragung ergab 1.033.000 irakische Gewalttote, bei einer
Fehlerquote von 1,7 Prozent. Insgesamt wurden 2414 Iraker über 18
Jahren befragt. Nach der jüngsten Volkszählung aus dem Jahr
1997 gibt es im Irak gut vier Millionen Haushalte.
(Quelle: afp)
Mo.31.12.2007 - Für die US-Truppen im Irak war 2007 mit 899 getöteten
Soldaten das Jahr mit den meisten Toten seit Beginn des Krieges vor
fast fünf Jahren. Der verlustreichste Monat war der
Mai mit 126 getöteten Soldaten, im Dezember wurden 21 Tote
gemeldet (Stand Sonntagabend).
Insgesamt starben seit der US-Invasion im März 2003 mindestens
3.902 amerikanische Soldaten. Davon wurden mindestens 3.175 infolge
feindlicher Angriffe getötet, wie aus Zahlen der
US-Streitkräfte hervorgeht.
Ähnlich wie bei den US-Soldaten entwickelte sich im Jahresverlauf
auch die Zahl der zivilen Opfer im Irak. Im Mai wurden 2.155
Zivilpersonen getötet, im Dezember waren es 710. Insgesamt wurden
im Jahr 2007 18.610 Iraker getötet, fast 5.000 mehr als im Jahr
zuvor.
(Quelle: afp)
Mo.24.03.08 - Seit Beginn des Irak-Kriegs vor gut fünf Jahren sind nunmehr
mindestens 4.000 US-Soldaten in dem arabischen Land ums Leben gekommen.
Dies ergab eine Zählung der Nachrichtenagentur AP, nachdem die
US-Streitkräfte in der Nacht zum heutigen Montag den Tod von vier
weiteren Amerikanern in Bagdad gemeldet hatten. Diese wurden den
Angaben zufolge bei der Detonation eines am Straßenrand
versteckten Sprengsatzes getötet. Ein weiterer US-Soldat wurde bei
dem Anschlag am späten Sonntagabend verwundet.
Die Zahl von 1.000 im Irak getöteten Amerikanern wurde im
September 2004 erreicht. Im Oktober 2005 lag die Opferbilanz bei 2.000,
Ende 2006 bei 3.000. Das verlustreichste Jahr für die
US-Streitkräfte im Irak war 2007, als 901 amerikanische
Truppenmitglieder ums Leben kamen.
Der Irak-Einsatz der USA hatte in der Nacht zum 20. März 2003 mit
Luftangriffen auf Bagdad begonnen. Nach
Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kamen alleine zwischen
März 2003 und Juni 2006 bis zu 223.000 Menschen ums Leben. Umfragen
zufolge lehnt eine Mehrheit der US-Bürger den Einsatz inzwischen
ab. (Quelle: ap)
«Kanonenfutter für das Pentagon»
... wer sind sie eigentlich - die toten amerikanischen Soldaten?... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402110.htm#040211_a
'Statt des Sohnes kam eine leere Hülle aus dem Irak zurück'
»Ich wünschte, ich könnte euch erzählen, daß
unsere Familie wieder heil und glücklich ist, seit mein Sohn aus
dem Irak in ein ziviles Leben zurückgekehrt ist. Aber das ist
nicht der Fall. Mein Sohn ist 21 Jahre alt, er ist obdach- und
arbeitslos. Am 11. Januar (2006) hat er sein Auto in den frühen
Morgenstunden an einen Betonpfeiler gefahren. Niemand, der das Auto
sah, konnte sich vorstellen, daß er den Unfall überlebt hat.
Ich erinnere mich an den Tag, als ich den Anruf bekam: Mein Sohn war
zurück aus dem Krieg, zurück in den Staaten. Ich sank
schluchzend zusammen und dankte dem Schöpfer dafür, daß
er am Leben war. Damals hatte ich keine Ahnung, daß alles, was da
aus dem Krieg zurückkehrte, nur eine Hülle war. Der Geist
meines Jungen und seine Seele müssen immer noch irgendwo in den
Straßen des Irak herumirren... «
Georgia Stillwell, Mitglied der Organisation »Military Families
Speak Out«... Mehr unter:
http://www.jungewelt.de/2006/02-10/056.php
US-Offizier verweigert Marschbefehl in den Irak
Sa.24.06.06 - Ein US-amerikanischer Offizier protestiert gegen den Irak-Krieg:
Der 28 Jahre alte Leutnant Ehren Watada verweigerte am
Donnerstag seinen Marschbefehl in den Irak mit der Begründung,
erstens, daß er als Soldat verpflichtet sei, Recht und Gesetz und
die Verfassung der USA zu achten, zweitens, weil er in Irak dazu
gezwungen würde, Kriegsverbrechen zu begehen, und drittens, weil
der Irak-Krieg ein ungerechter und illegaler sei...
Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/ boa-archiv8/k0606240.htm#060624_f
Die Kosten für den Irak-Einsatz explodieren
Mittwoch 20. Dezember 2006: Seit März 2003 haben die USA für den Einsatz im Irak 350 Milliarden
Dollar aufgewendet. In diesem Jahr bereits kletterten die Kosten des Irak-Einsatzes
auf monatlich acht Milliarden Dollar gegenüber 6,4 Milliarden Dollar monatlich im Vorjahr.
US-Präsident Bush hat weitere 100 Milliarden Dollar (75,9 Milliarden Euro) im Kongress beantragt.
Quellen: ap, afp
Kriegskosten der USA bis 2017 auf 2,4 Billionen Dollar geschätzt
Freitag 26. Oktober 2007: Der Rechnungshof des US-Kongresses hat die Gesamtausgaben für die
Kriege im Irak und in Afghanistan bis 2017 auf 2,4 Billionen Dollar
(1,7 Billionen Euro) geschätzt. Bisher haben die USA für die
Militäreinsätze in beiden Ländern 604 Milliarden Dollar
(425 Milliarden Euro) ausgegeben, wie das Congressional Budget Office
am Mittwoch in Washington mitteilte...
Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv9/k0710260.htm#07102601
'Wenigstens bin ich nicht Teil der Maschinerie' - US-Bürger
verweigern Steuern aus Protest gegen Irakkrieg
Sa.21.07.07 - Als die USA vor mehr als vier Jahren in den Irak einmarschierten, bat
David Gross seinen Vorgesetzten um eine drastische Gehaltskürzung
- er wollte so wenig verdienen, dass er keine Steuern mehr zahlen
müsste, über die der Krieg finanziert wird. Als sein
Arbeitgeber ablehnte, kündigte er kurzerhand. Inzwischen ist der
38-Jährige selbständig und weigert sich, Steuern zu
entrichten. Und er befindet sich in guter Gesellschaft: Immer mehr
Gegner des Irak-Kriegs in den USA drücken ihren Unmut durch
Steuerverweigerung aus....
Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/ boa-archiv9/k0707210.htm#07072101
Feldpost aus der Wüste: 'The war as we saw it'
Nicht einmal vier Wochen ist es her, da haben sieben Feldwebel der
amerikanischen Armee ehrlich Zeugnis abgelegt. Von ihrem Krieg, so wie
sie ihn sahen. "The war as we saw it", abgedruckt am 19.August in der
New York Times, las sich nüchtern: eine Epistel ohne Pathos, ein
Epos ohne Helden. In dem Brief aus der Wüste erhoben die einfachen
Soldaten weder elendig Klage über den Alltag in Begdad noch bittere
Anklage gegen den Kriegsherrn im Oval Office. Was sie schrieben, war
schlicht und einfach nur: Amerika kann diesen Krieg nicht gewinnen.
Niemals
Als "wirklich surreal" empfanden die sieben Bürger in Uniform die
rosigen Pinselstriche, mit denen die Heeresführung und die Politik
daheim in Washington ihren Einsatz führten. Sie selbst wähnten
sich im Dunkel, gefangen zwischen "entschlossenen Feinden und
fragwürdigen Verbündeten". Amerikas Versuch, mit seiner
geballten Militärmacht den Bürgerkrieg unter Iraks
Volksgruppen zu ersticken, "wird nur sicherstellen, dass uns langfristig
alle hassen".
Nach vier Jahren US-Besatzung, nach 15 Monaten eigenen Erlebens an der
Front mochten die Feldwebel keinen Sinn mehr in ihrer Mission ausmachen.
"Wir haben die Tyrannei der Bath-Partei durch die Tyrannei von
Islamisten, Milizen und krimineller Gewalt ersetzt"
Als Lichtblick blieb den sieben Sergeanten, im Oktober nach Hause zu
kommen. Doch die Hoffnung trog. Einen aus der Gruppe traf ein Kopfschuss
aus dem Hinterhalt, noch ehe die Feldpost die Heimat erreichte, er
überlebte. Zwei andere Kameraden hatten so viel Glück nicht:
Unterfeldwebel Omar Mora und Oberfeldwebel Yance Gray starben am Montag
dieser Woche bei einem Autounfall. Beide waren Söhne, Väter,
Ehemänner und noch nicht einmal dreißig Jahre alt. Nun sind
sie - Helden.
Aus der Süddeutschen Zeitung 15. September 2007
'The war as we saw it' - New York Times, 19.08.2007:
http://www.nytimes.com/2007/08/19/opinion/19jayamaha.html?_r=2
Iraq Veterans against War (IVAW):
http://www.ivaw.org
Aktion Winter Soldier 2008
1971 half die Aktion "Winter Soldier", Öffentlichkeit gegen den
Vietnamkrieg herzustellen, indem Soldaten ihre Version des Kriegs
erzählten. In einer ähnlichen Aktion berichten Soldaten nun
über den Irak-Krieg... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv9-2008/ k0803150.htm#0803150
Britische Denkfabrik nennt Irak- und Afghanistanpolitik 'desaströs'
Mo.08.10.07 - Der Militäreinsatz der USA und ihrer Verbündeten im Irak und
in Afghanistan hat sich nach Einschätzung der britischen
Denkfabrik Oxford Research Group als "Desaster" erwiesen. Die Besatzung
des Irak sei ein "schwerer Fehler" gewesen. Sie bilde den
Nährboden für Generationen von El-Kaida-Anhängern
ähnlich wie die Präsenz der sowjetischen Truppen in
Afghanistan in den 80er Jahren.
Die Inhaftierung tausender Menschen ohne Gerichtsverhandlungen, die
weit verbreitete Folter, Misshandlungen von Gefangenen und die geheime
Verbringung von Verdächtigen in Drittländer seien Wasser auf
die Mühlen "extremistischer Organisationen", heißt es in dem
Bericht. El Kaida verfüge heute über mehr Einfluss als zum
Zeitpunkt der Anschläge vom 11. September in den USA. Die
westlichen Länder müssten die Gründe dafür
analysieren und eine grundsätzlich andere Politik einleiten.
Die Gruppe empfiehlt unter anderem den Abzug der ausländischen
Truppen aus dem Irak sowie verstärkte diplomatische
Bemühungen - auch gegenüber Syrien und dem Iran.
(Quelle: ap)
Kriegsveteranen kosten USA Milliarden von Dollar
Mi.24.10.07 - Am 11. September 2001 hat er verbrannte Körper aus den Ruinen des
Pentagons geborgen, später hat er in Kuwait und im Irak noch mehr
Grauen erlebt. Heute hält es der ehemalige US-Marine in keinem Job
mehr aus, er kann weder seine Schulden bezahlen noch immer
wiederkehrende Selbstmordgedanken aus seinem gepeinigten Hirn
verscheuchen: Gamal Awad gehört zu der wachsenden Zahl einer neuen
Gruppe von Kriegsveteranen: der «wirtschaftlich Gefallenen»...
Die Kosten für die Versorgung verwundeter US-Rückkehrer aus
den Kriegsschauplätzen im Mittleren Osten könnten nach
Schätzungen annähernd 700 Milliarden Dollar (500 Milliarden
Euro) erreichen, fast so viel wie die Kosten für den gesamten
Irakkrieg. ..
Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv9/k0710240.htm#07102402
Das Fiasko zahlt sich aus - Warum die USA im Irak bleiben wollen
Fr.14.12.07 - Die gängige Meinung über die Lage im Irak lautet: ein
"Fiasko", "ein einziger Morast", ein "nicht gewinnbarer Krieg". Aber es
gibt gute Gründe für die Annahme, dass sich die Sache aus der
Perspektive von Bush und Cheney ganz anders darstellt. Dass
nämlich die USA genau in dem Morast "stecken", in dem Bush und
andere sie haben wollen. Was im Übrigen erklären würde,
warum es keine "Ausstiegsstrategie" gibt.
Der Irak verfügt über nachgewiesene Ölreserven von 115
Milliarden Barrel - mehr als fünfmal so viel wie die USA. Zudem
ist der Irak aufgrund seiner langen politischen Isolation der
Ölstaat, dessen Vorkommen am wenigsten erforscht sind. Im ganzen
Land gibt es nur 2 000 Bohrlöcher, in Texas hingegen eine Million.
Der Council on Foreign Relations in Washington hat Schätzungen
publiziert, wonach im Irak noch unentdeckte Ölreserven in
Höhe von 220 Milliarden Barrel lagern; eine andere Studie
beziffert diese Reserven auf 300 Milliarden Barrel.(1)
Wenn diese Schätzungen auch nur einigermaßen realistisch
sind, sitzen die US-Truppen heute auf einem Viertel der globalen
Ölressourcen. Der Wert dieses Öls - großenteils
leichtes Rohöl, entsprechend niedrige Förderkosten -
würde zu aktuellen Preisen bei 30 Billionen Dollar liegen. Zum
Vergleich: Die Gesamtkosten der US-amerikanischen Invasion plus
Okkupation werden auf eine Billion Dollar geschätzt.
An wen wird das irakische Öl gehen? Eine der Benchmarks, die der
irakischen Regierung von der Bush-Administration gesetzt wurden, ist
die Verabschiedung eines Gesetzes über die Verteilung der
Öleinnahmen. Nach dem Gesetzentwurf, den Washington für den
irakischen Volkskongress ausgearbeitet hat, würde das
geförderte Öl nahezu vollständig an westliche Konzerne
gehen...
Mehr in Le Monde diplomatique Nr. 8455 vom 14.12.2007, Seite 11:
http://www.monde-diplomatique.de/pm/2007/12/14/a0043.text
Saddam
Hussein hielt US-Invasion für unwahrscheinlich - FBI-Beamter gibt
Details aus Verhören des früheren irakischen Staatschefs preis
Fr.26.01.08 - Saddam Hussein war nach den Worten eines FBI-Beamten überzeugt,
dass die USA ihn nicht stürzen würden. Die Möglichkeit,
dass er Massenvernichtungswaffen besitzen könnte, ließ der
frühere irakische Präsident bewusst offen, um den Iran von
etwaigen Angriffen abzuschrecken. Dies erklärte er in seinen
Verhören, wie der daran beteiligte US-Ermittler George Piro dem
Fernsehsender CBS mitteilte. Das Interview mit Piro soll am
Sonntagabend ausgestrahlt werden.
Demnach war der Ende 2006 hingerichtete Diktator der Auffassung, die
USA würden im März 2003 lediglich eine Reihe Luftangriffe
lancieren wie schon 1998. Mit einer vollen Invasion zu seinem Sturz
habe er indessen nicht gerechnet, sagte Prio dem Sender. Ihm
gegenüber habe Saddam Hussein eingeräumt, dass er die
Absichten von US-Präsident George W. Bush damals falsch kalkuliert
habe. Da er aber keine US-Invasion erwartet habe, habe er es auch nicht
für nötig gehalten, bezüglich seines Waffenprogramms
Klarheiten zu schaffen.
Saddam Hussein wies seinerzeit zwar stets amerikanische Anschuldigungen
zurück, Massenvernichtungswaffen zu besitzen. Dennoch verweigerte
er den Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA)
immer wieder den Zugang zu den irakischen Nuklearanlagen. Piro zufolge
wollte er die Welt bewusst im Dunkeln lassen, um den Iran
abzuschrecken: «Für ihn war es wichtig, als der starke Mann
dazustehen, der den USA trotzt.»
Piro fügte hinzu, dass Saddam Hussein zu diesem Zeitpunkt
tatsächlich keine unkonventionellen Waffen besessen habe. Er habe
aber erwogen, ein neues Programm für deren Herstellung in Angriff
zu nehmen.
boa (Quelle: ap)
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Al-Kaida-Spitze aus dem Irak nun in Afghanistan
Fr.01.08.08 - Die Führungsriege der Extremistengruppe Al-Kaida im Irak hat einem
Bericht zufolge das Land verlassen und hält sich nun in Afghanistan
auf. Wie die "Washington Post" unter Berufung auf führende
Al-Kaida-Vertreter sowie irakische und amerikanische
Geheimdienstquellen am Donnerstag berichtete, werden offenbar auch im
Irak rekrutierte Kämpfer der radikalislamischen Gruppen nach
Afghanistan gebracht. Al-Kaida habe im Irak ernste Rückschläge
erlitten. Dagegen seien sie in Afghanistan und dem Nachbarland Pakistan
auf dem Vormarsch, berichtete das Blatt weiter.
(Quelle: rtr)
Nato-Truppen töten 20 Taliban-Kämpfer südwestlich von
Kabul
Fr.01.08.08 - Nato-Truppen und die afghanische Armee haben am Donnerstag bei einem
Luftangriff südwestlich der Hauptstadt Kabul mehr als 20
Taliban-Kämpfer getötet.
Nach Angaben des zuständigen Provinz-Gouverneurs ging dem Gefecht
ein Anschlag auf ein Nato-Fahrzeug voraus, bei dem vier Isaf-Soldaten
verletzt worden waren. Die Leichen der getöteten
Aufständischen seien noch nicht geborgen worden, fügte
Gouverneur Abdur Rahim Desiwal. Ein Sprecher der Isaf-Schutztruppe
bestätigte lediglich die Gefechte. Über die Anzahl der Toten
machte er zunächst keine Angaben.
Die radikal-islamischen Taliban-Rebellen haben eine neue Welle von
Selbstmordattentaten und Bombenanschlägen angekündigt. Die
Kämpfe zwischen Armee und den Taliban hatten sich in den vergangen
zwei Monaten verschärft, nachdem die Rebellen zunehmend
Verstärkung aus dem Ausland erhalten. Immer mehr Kämpfer
überqueren die Grenze von Pakistan, um sich den Angriffen auf die
nationalen und westlichen Streitkräften anzuschließen.
Deutschland hat im Norden bis zu 3700 Soldaten stationiert und rechnet
auch in dieser bisher relativ ruhigen Region mit zunehmender Gewalt.
(Quelle: rtr)
Siebenköpfige Familie bei Granateneinschlag in Pakistan
getötet
Fr.01.08.08 - Beim Einschlag einer Mörsergranate in ein Wohnhaus im Nordwesten
Pakistans ist eine siebenköpfige Familie getötet worden. Die
Granate schlug in der Nacht zum Donnerstag in der Ortschaft Deolai im
umkämpften Swat-Tal ein, wie die Polizei mitteilte. Ein Ehepaar
sowie seine fünf Kinder seien getötet worden. Wer die Granate
abgefeuert hatte, war zunächst nicht bekannt.
Im Swat-Tal hatten Aufständische am Dienstag 25 Polizisten und
Paramilitärs entführt. Bei anschließenden Kämpfen
zwischen den Extremisten und Regierungstruppen wurden Berichten zufolge
27 Rebellen und sieben Sicherheitskräfte getötet. Am Mittwoch
erließ die Regierung für das gesamte Tal ein rund um die Uhr
geltendes Ausgehverbot.
(Quelle: ap)
Unterhändler schließen Teilabkommen im Nahostkonflikt aus.
Israels Opposition fordert Wahlen nach Olmert-Rücktritt.
ARD-Kameramann in Gaza wieder frei
Fr.01.08.08 - Bei den Nahost-Friedensverhandlungen zwischen Israel und den
Palästinensern soll es nach Angaben des palästinensischen
Unterhändlers Saeb Erekat keine Teillösungen geben. "Wir
werden keine Option mit Teilvereinbarungen, Abkürzungen oder
weniger als einem vollständigen Abkommen zu allen Fragen
wählen", sagte Erekat nach Unterredungen von
US-Außenministerin Condoleezza Rice mit Israels
Außenministerin Zipi Livni und dem palästinensischen
Chef-Unterhändler Ahmed Kureia in Washington.
Die USA dringen auf ein Abkommen noch vor Ende des Jahres. Angesichts
des schleppenden Fortgangs der Verhandlungen hatte es in den vergangenen
Wochen Berichte gegeben, wonach Rice eine Art vorläufiges
Verständigungspapier bis Ende des Jahres durchsetzen will. Ohne
sich auf diese Informationen zu berufen, sagte Erekat: "Es muss klar
sein, dass wir über Jerusalem, Grenzen, Flüchtlinge,
Sicherheit, Gefangene und Wasser verhandlen und dass wir ein Abkommen
über alle Themen oder gar kein Abkommen wollen." Dies sei am
Mittwoch von allen drei Parteien vereinbart worden.
Rice betonte nach den Gesprächen, die
Rücktrittsankündigung von Israels Regierungschef Ehud Olmert
sei "eine innere Angelegenheit Israels" und ändere nichts daran,
dass das Ziel eines Abschlusses vor Ende des Jahres bestehen bleibe.
Olmert hatte vor wenigen Tagen geäußert, die umstrittene
Frage der Zukunft Jerusalems könne nach seiner Einschätzung
nicht in diesem Jahr gelöst werden. Kureia wiederholte am Mittwoch,
ohne Jerusalem werde es keine Lösung geben.
Die Konfliktparteien hatten sich im November auf der Nahost-Konferenz
in Annapolis bei Washington darauf verständigt, vor Ablauf der
Amtszeit von US-Präsident George W. Bush im Januar 2009 ein
Friedensabkommen auszuhandeln. Einer Einigung stehen jedoch mehrere
Streitpunkte entgegen. Dabei geht es unter anderem um die jüdischen
Siedlungen in den besetzten palästinensischen Gebieten, den
künftigen Status von Jerusalem, die Grenzziehung sowie die
Flüchtlingsfrage.
Die israelische Opposition hat derweil vorgezogene Wahlen zur
Lösung der Regierungskrise gefordert.
"Dieses Kabinett ist am Ende und es ist völlig egal, wer die
regierende Kadima führt", sagte der rechts-konservative
Oppositionschef Benjamin Netanjahu am Donnerstag. "Die nationale
Verantwortung verlangt es, dass wir uns an das Volk wenden und neu
wählen." Ministerpräsident Ehud Olmert hatte am Mittwoch
für den 17. September seinen Rücktritt als Chef der Kadima
angekündigt. Umfragen zufolge würde Netanjahus Likud-Block
derzeit eine Wahl deutlich gewinnen.
Auch Vize-Regierungschef Haim Ramon bezeichnete es als sehr
wahrscheinlich, dass es zu vorgezogenen Wahlen kommt. Der Nachfolger
Olmerts werde sich schwer tun, eine Koalition zu finden, sagte er. Ein
neuer Kadima-Chef rückt nicht automatisch ins Amt des
Ministerpräsidenten auf. Die Regierung muss aufgelöst und neu
gebildet werden.
Die Arbeitspartei als wichtigster bisheriger Partner der Kadima zeigte
sich dagegen optimistisch, Wahlen vermeiden zu können. Er glaube,
dass Kadima auch so ein neues Bündnis schmieden könne, sagte
Parteichef und Verteidigungsminister Ehud Barak.
Einer der Kandidaten für die Nachfolge Olmerts schlug als Ausweg
eine Regierung der nationalen Einheit vor. Er würde eine Koalition
mit Netanjahu versuchen, sagte Schaul Mofas. Neben dem früheren
Armeechef will unter anderen Außenministerin Zipi Liwni für
den Parteivorsitz kandidieren.
Ein von der radikalislamischen Hamas festgenommener Kameramann der ARD
ist wieder frei. Dies bestätigte der Bürochef der ARD in
Israel, Richard C. Schneider, am Donnerstag. Sawah Abu Saif gehe es
«sehr schlecht», sagte Schneider.
Details wolle man später mitteilen. Der Sender hatte am Mittwoch
aus Protest gegen die Verschleppung und Berichte über Folter von
Saif sein Büro in der Stadt Gaza geschlossen.
Der Kameramann war in der Nacht zum Samstag von vier maskierten
Hamas-Männern in seiner Wohnung festgenomen worden. Zur
Begründung hieß es, stehe im Verdacht, ein Fatah-Aktivist zu
sein. Der ARD- Vorsitzende Fritz Raff nannte diese Vorwürfe absurd.
Die Hamas hatte am Samstag als Reaktion auf einen Bombenanschlag, bei
dem am Freitag fünf Hamas-Männer und ein Mädchen
getötet worden waren, Dutzende von Aktivisten der Fatah im
Gazastreifen festgenommen. Hamas wirft der Fatah vor, hinter dem
Anschlag zu stehen, diese streitet dies jedoch ab. Fatah revanchierte
sich mit Festnahmen im Westjordanland. Die beiden
Palästinenserorganisationen rivalisieren im Kampf um die
Führung des palästinensischen Volkes.
boa (Quellen: dpa, afp, rtr)
UN-Sicherheitsrat verlängert Friedensmission für Darfur
Fr.01.08.08 - Der Weltsicherheitsrat hat das Mandat der Friedensmission in der
sudanesischen Krisenprovinz Darfur um ein Jahr verlängert.
Für den weiteren Einsatz der Blauhelm-Soldaten stimmten am
Donnerstag in New York 14 Ratsmitglieder, nur die USA enthielten sich.
Die Verlängerung war wegen Unstimmigkeiten über den
beantragten Haftbefehl beim Internationalen Strafgerichtshof gegen den
sudanesischen Präsidenten Omar al Baschir bis zur Abstimmung
strittig.
Die gemeinsame Friedenstruppe von UN und Afrikanischer Union hat im
Januar ihre Arbeit aufgenommen. Bislang sind allerdings nur etwa ein
Drittel der geplanten 26.000 Soldaten vor Ort. Die Gewalt in Darfur hat
nach Schätzungen der Vereinten Nationen in den vergangenen Jahren
300.000 Menschen das Leben gekostet. 2,5 Millionen wurden vertrieben.
(Quelle: ap)
Internationales Olympisches Komitee: Sind von Zensur im Internet
während der Spiele überrascht
Fr.01.08.08 - Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat nach eigenen Angaben
bis zuletzt nichts von der Zensur-Vereinbarung zwischen seinen lokalen
Organisatoren und der chinesischen Regierung gewusst.
Der Schritt sei auch für ihn und das IOC eine große
Überraschung gewesen, sagte Pressesprecher Kevan Gosper am
Donnerstag. "Noch vor 48 Stunden habe ich beharrlich erklärt, es
werde eine freien und unzensierten Zugang zum Internet geben."
Für das IOC organisiert die lokale Agentur BOCOG die Spiele. Das
IOC hat die Aufsicht und gibt unter anderem die grundsätzliche
Politik und Strategie für die Spiele vor. Die Organisatoren
arbeiten normalerweise Hand in Hand mit dem IOC.
Dem Olympischen Komitee sei aufgefallen, dass BOCOG den Internet-Zugang
zuletzt anders beschrieben habe als noch vor einigen Monaten, sagte
Gosper. "Statt 'unzensiert' sagten sie 'zweckmäßig und
zügig' oder 'zweckmäßig und verfügbar'." BOCOG
habe aber niemals mitgeteilt oder öffentlich erklärt, dass
bestimmte Webseiten gesperrt seien.
Neben Internetseiten von Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty
International und Human Rights Watch können vom Olympischen
Pressezentrum aus unter anderem auch die in China immer gesperrten
Seiten der religiösen Bewegung Falun Gong oder der
pro-demokratischen Hongkonger Tageszeitung "Pingguo Ribao" nicht
erreicht werden. Amnesty International und Human Rights Watch haben
Sonderseiten zur Menschenrechtslage während der Spiele und zur
Verfolgung von chinesischen Regimekritikern eingerichtet. China hat
sich als Gastgeber der am Freitag kommender Woche beginnenden Spiele
verpflichtet, Journalisten freies Arbeiten zu ermöglichen.
(Quelle: rtr)
Karadzic erstmals vor Haager UN-Kriegsverbrechertribunal
Fr.01.08.08 - Der frühere bosnische Serbenführer Radovan Karadzic ist
erstmals dem UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag vorgeführt
worden. Auf die Frage des Richters Alphons Orie, ob er keinen
juristischen Beistand habe, antwortete Karadzic, er habe einen
"unsichtbaren Berater". "Ich habe mich entschieden, meine Verteidigung
selbst zu übernehmen", erläuterte Karadzic laut einem
Dolmetscher. Auf die Frage, ob er auf schuldig oder nicht schuldig
plädiere, sagte Karadzic, er wolle die vorgesehene Bedenkzeit von
30 Tagen in Anspruch nehmen.
Vor dem Tribunal kritisierte Karadzic die Umstände seiner
Festnahme. "Ich wurde für drei Tage entführt", sagte
Karadzic. Zunächst sei er nicht über seine Rechte
aufgeklärt worden und habe kein Telefon erhalten. Bereits kurz
nach der Festnahme hatte es widersprüchliche Angaben gegeben. Laut
offiziellen Angaben der Regierung in Belgrad erfolgte die Festnahme am
21. Juli, möglicherweise war es aber auch am Freitag davor, dem
18. Juli. Karadzic deutete vor dem Tribunal in Den Haag an, dass er in
den ersten Jahren nach dem Bosnien-Friedensvertrag offenbar wegen
Absprachen mit den USA nicht festgenommen wurde.
Der 63-Jährige erschien vor dem Richter in einem blauen Anzug mit
Krawatte, war rasiert und hatte eine ähnliche Frisur wie zu Zeiten
des Bosnienkrieges (1992-1995). Bei seiner Verhaftung in Belgrad hatte
er einen dichten weißen Bart und lange Haare getragen; unter
falschem Namen war er jahrelang unbehelligt als Heilpraktiker
tätig gewesen. Karadzic werden in insgesamt elf Anklagepunkten
Kriegsverbrechen, Völkermord und Verbrechen gegen die
Menschlichkeit zur Last gelegt.
Sollte das Gericht Karadzic schuldig sprechen, muss er mit einer
lebenslangen Haftstrafe rechnen. Bis zum Prozessbeginn dürften
laut Chefankläger Serge Brammertz noch "mehrere Monate"
verstreichen. Auch der frühere serbische Präsident Slobodan
Milosevic hatte sich allein in Den Haag verteidigt. Er war im März
2006 vor einem Urteil in der Haft gestorben.
Karadzics Bruder Luka Karadzic sagte vor der Anhörung, sein Bruder
werde das UN-Kriegsverbrechertribunal nicht anerkennen und seine
Unschuld beteuern. Zudem zähle sein Bruder bei dem Prozess auf
"die Hilfe der russischen Diplomatie". Russland, ein traditioneller
Verbündeter Serbiens, sieht die Verhaftung Karadzics als interne
Angelegenheit des südosteuropäischen Staates.
(Quelle: afp)
In EU-Krise wächst Druck auf Iren und Tschechen - Italiens
Parlament stimmt EU-Reformvertrag von Lissabon zu
Fr.01.08.08 - In der institutionellen Krise der Europäischen Union wächst
der Druck auf Skeptiker in Irland und Tschechien: Italien ratifizierte
als 24. Mitgliedstaat den europäischen Reformvertrag auf dem
Parlamentsweg. Der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi
begrüßte das Votum ebenso wie ranghohe EU-Vertreter. Damit
steht nur noch in Schweden und im EU-kritischen Tschechien ein Votum
der Volksvertretungen aus. Die Regierung in Dublin soll nach dem Nein
der Iren zum Lissabon-Vertrag bis zum EU-Gipfel Mitte Oktober
mögliche Lösungswege aufzeichnen.
Die italienische Abgeordnetenkammer nahm den Reformvertrag einstimmig
an, nachdem vor einer Woche bereits der Senat zugestimmt hatte. Nach
dem Votum mit 551 Ja-Stimmen erhoben sich viele Parlamentarier zum
Applaus. Der Präsident des Abgeordnetenhauses, Gianfranco Fini,
erklärte, die Entscheidung stehe in der Tradition Italiens als
eines der Gründungsmitglieder der Europäischen Gemeinschaft.
Berlusconi erklärte seine "große Zufriedenheit" über
das Ergebnis. Auch sein Koalitionspartner, die antieuropäische
Lega Nord, stimmte schlussendlich für den EU-Vertrag. Sie hatte
zuvor ihre Forderung nach einer Volksabstimmung fallen gelassen.
Genugtuung äußerten auch EU-Kommissionspräsident
José Manuel Barroso und Europaparlamentspräsident Hans-Gert
Pöttering. Pöttering lobte in Brüssel das klare
"Bekenntnis" zum europäischen Einigungsprozess. Der CDU-Politiker
äußerte die Hoffnung, dass der Lissabon-Vertrag nun doch
noch rechtzeitig vor den Europawahlen im Juni kommenden Jahres in Kraft
treten könne.
Dies hängt nun vor allem an den Iren: Sie hatten den Vertrag, der
die Institutionen der EU schlanker und die Entscheidungsprozesse
vereinfachen soll, am 12. Juni in einem Referendum abgelehnt. Damit der
Vertrag in Kraft treten kann, müssen alle 27 Mitgliedsländer
ratifizieren. Irland ist der einzige EU-Staat, in dem die
Bevölkerung abstimmte. Das Problem soll nun beim nächsten
EU-Gipfel im Oktober beraten werden.
Auch der polnische Präsident Lech Kaczynski gerät mit dem
italienischen Votum weiter unter Druck: Zur Ratifizierung des
Reformvertrags in Polen fehlt allein seine Unterschrift. Das Parlament
hatte bereits im April zugestimmt. In Tschechien steht zudem noch ein
Urteil des obersten Gerichts aus, ob der EU-Vertrag verfassungskonform
ist.
(Quelle: afp)
Euro-Raum im Juli mit Rekordinflation von 4,1 Prozent
Fr.01.08.08 - Die rasant gestiegenen Ölpreise haben im Juli für eine
Rekordinflation im Euro-Raum gesorgt.
Die Verbraucherpreise stiegen um 4,1 Prozent im Vergleich zum
Vorjahresmonat, wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag in
Brüssel nach vorläufigen Berechnungen mitteilte. Das ist der
höchste Wert seit Einführung der Statistik 1997. Damit wurde
der erst im Juni erreichte alte Höchststand von 4,0 Prozent
übertroffen. Die 43 von Reuters befragten Analysten hatten
ebenfalls mit 4,1 Prozent gerechnet.
Größter Preistreiber war einmal mehr Rohöl. Ein Fass
kostete am 11. Juni mit rund 147 Dollar so viel wie noch nie. Damit hat
sich der Preis innerhalb eines Jahres etwa verdoppelt. In den
vergangenen Tagen fiel der Preis aber um mehr als 20 Dollar. Details zur
Preisentwicklung nennt Eurostat bei Vorlage der endgültigen Zahlen
am 14. August.
Die Inflationsrate liegt mittlerweile gut doppelt so hoch wie von der
Europäischen Zentralbank (EZB) angestrebt. Die
Währungshüter sehen stabile Preise nur bei Raten von knapp
unter zwei Prozent gewährleistet. Um die Teuerung zu dämpfen,
hatte die EZB ihren Leitzins Anfang Juli erstmals seit mehr als einem
Jahr angehoben - von 4,0 auf 4,25 Prozent.
(Quelle: rtr)
Energiekonzerne profitieren von hohen Ölpreisen
Fr.01.08.08 - Die Rekordpreise am Ölmarkt sorgen bei großen
Energieunternehmen weiter für steigende Gewinne.
Der US-Konzern Exxon gab am Donnerstag ein Plus von 14 Prozent bei
seinem Quartalsgewinn bekannt und übertraf mit 11,68 Milliarden
Dollar (rund 7,5 Milliarden Euro) noch einmal den selbst im vergangenen
Jahr gesetzten Rekord für den bislang höchsten Quartalsgewinn
eines US-Unternehmens.
Der britisch-niederländische Konkurrent Royal Dutch Shell
erwirtschaftete im vergangenen Vierteljahr einen Ergebniszuwachs von
fünf Prozent auf 7,9 Milliarden Dollar (rund 5,1 Milliarden Euro).
Auch die südeuropäischen Energieunternehmen Eni und Repsol
verzeichneten weiteres Wachstum. Der britische Ölkonzern BP hatte
diese Woche einen 60-prozentigen Gewinnsprung im Quartal bekanntgegeben.
Bei Shell war der Gewinntreiber die Produktionssparte, die im
Berichtszeitraum von dem deutlichen Ölpreisanstieg profitierte.
Die Öl- und Gasförderung ging zugleich leicht auf 3,126
Millionen Barrel pro Tag zurück. Die Milliardengewinne
stärken auch die Kriegskasse: Shell plant 2008 Übernahmen im
Gesamtwert von zehn Milliarden Dollar. Einzelheiten nannte das
Unternehmen nicht.
Exxon enttäuschte die Anleger trotz seiner Rekorde: Die Öl-
und Gas- Produktion des Unternehmen hinkt weit hinter den Erwartungen
her, und die Gewinnmarge bei Benzin war schwach. "Exxon hatte in diesem
Quartal mit starken Rückgängen in der Produktion in den
meisten Regionen zu kämpfen", sagte Gene Pisasale von Capital
Advisors. "Die Firma gibt 25 Milliarden Dollar im Jahr aus und sie
schaffen es trotzdem nicht, beim Produktionswachstum in den positiven
Bereich zu kommen." Die Aktie des Unternehmens gab in New York 3,5
Prozent nach.
Der US-Ölpreis hatte im abgelaufenen Quartal im Durchschnitt knapp
unter 125 Dollar je Barrel und damit fast doppelt so hoch wie in der
Vorjahresperiode notiert. Die Benzinpreise legten dagegen in den USA
nur um 25 Prozent zu, was die Gewinnmargen dieser Exxon-Sparte
drückte.
Der italienische Eni-Konzern verdiente im zweiten Quartal 2,3
Milliarden Euro und damit vier Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
Auf betrieblicher Ebene (Ebit) stieg das Ergebnis um gut ein Drittel
auf 5,6 Milliarden Euro, wie die nach Börsenwert
viertgrößte Ölgesellschaft Europas mitteilte.
Der spanische Konkurrent Repsol wies in seinem Halbjahresbericht ein
Anstieg des Nettogewinns von 15 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro aus.
Das Betriebsergebnis kletterte in den ersten sechs Monaten auf 3,4
Milliarden Euro, vor allem beflügelt durch das kräftige
Wachstum der Ölfördersparte.
Shell-Papiere gaben in London 1,8 Prozent nach. In Mailand notierten
Eni-Anteile ein Prozent und Repsol in Madrid 0,2 Prozent schwächer.
(Quelle: rtr)
Finanzkrise reißt neue Milliardenlöcher bei Deutscher Bank
auf
Fr.01.08.08 - Die Deutsche Bank hat die weltweite Finanzkrise noch nicht ausgestanden
und muss neue Milliardenlöcher verkraften.
Abschreibungen von 2,3 Milliarden Euro ließen den Vorsteuergewinn
im zweiten Quartal im Jahresvergleich um drei Viertel auf 642 Millionen
Euro einbrechen. Wegen des schwachen Marktumfelds blieb das
Investmentbanking - der einstige Wachstumsmotor der Bank - in den roten
Zahlen. Eine schnelle Belebung stellte Deutschlands größtes
Geldhaus am Donnerstag nicht in Aussicht. Als Gewinnbringer erweist sich
dagegen in Krisenzeiten das Privatkundengeschäft, in dem die Bank
auch durch Zukäufe wachsen will.
"Mit Blick auf die zweite Jahreshälfte bleiben wir vorsichtig",
erklärte Vorstandschef Josef Ackermann, der zuletzt noch von einem
nahenden Ende der Finanzkrise gesprochen hatte. Das Marktumfeld bleibe
schwierig. Das Kapitalmarktgeschäft werde bei allen Banken auch
wegen des Konjunkturabschwungs unter Druck bleiben. Lange Zeit sah es so
aus, als ob die Deutsche Bank ähnlich wie Goldman Sachs oder JP
Morgan mit nur kleinen Kratzern aus der seit einem Jahr schwelenden
Finanzkrise kommen könnte. Ursprünglich hatte sie für
2008 einen Vorsteuergewinn von 8,4 Milliarden Euro angepeilt - Analysten
halten mittlerweile nur noch die Hälfte für möglich.
Die Gesamtbelastungen summieren sich inzwischen auf 7,3 Milliarden Euro
- im ersten Quartal hatte die Deutsche Bank gar den ersten Verlust seit
fünf Jahren geschrieben. Verglichen mit großen Rivalen wie
der Schweizer UBS, der Citigroup oder Merrill Lynch, die zu den
stärksten Verlierern der Krise gehören, steht der deutsche
Marktführer indes noch gut da. Das gilt auch für die
Kapitalausstattung: Mit einer Kernkapitalquote von 9,3 Prozent liegt die
Bank im internationalen Vergleich im oberen Bereich.
Im vergangenen Quartal entfiel der größte Teil der
Abschreibungen bei der Deutschen Bank auf US-Wohnungsbaudarlehen
mittlerer Qualität, Engagements bei US-Kreditversicherern sowie
gewerbliche Immobilienkredite. Die am Markt noch immer schwer
verkäuflichen Finanzierungen für große Übernahmen
schlugen dagegen anders als in den Vorquartalen kaum zu Buche. Die Bank
reduzierte den Bestand dieser Kredite in den Büchern im Vergleich
zum Jahresbeginn um 20 Prozent auf 24,5 Milliarden Euro. Auch andere
Risikopositionen wurden abgebaut.
Unter dem Strich verdiente das Frankfurter Institut wegen der
Auflösung von Steuer-Rückstellungen sogar etwas mehr als vor
Steuern: Der Überschuss fiel um 64 Prozent auf 645 Millionen Euro.
Ohne Gewinne aus dem Verkauf von Beteiligungen in Höhe von fast 250
Millionen Euro wäre der Ergebnisrückgang deutlicher
ausgefallen. Während das Vorsteuerergebnis die durchschnittlichen
Erwartungen der Analysten leicht verfehlte, wurden diese beim
Nettoergebnis übertroffen.
Negativ zu Buche schlug die Krise besonders im Investmentbanking, wo
nach einem Milliardengewinn im Vorjahr nun im zweiten Quartal ein
Verlust von 311 Millionen Euro anfiel. Abgesehen von den
Wertberichtigungen auf die Kreditpapiere im Handelsbuch liefen die
Geschäfte in dem von Ackermann zum Kernbereich ausgebauten Segment
aber überraschend gut. Ohne die Abschreibungen sanken die
Erträge im Investmentbanking im Vergleich zum starken
Vorjahresquartal lediglich um 16 Prozent. Viele Experten
befürchten, dass den Banken wegen der Krise nachhaltig die
Einnahmen im Kapitalmarktgeschäft wegbrechen.
Im Privatkundengeschäft legte der Gewinn der Deutschen Bank dank
eines Wachstums in Deutschland und Polen um elf Prozent zu und verbuchte
nach Bankangaben das beste Quartal in der Geschichte. Angesichts der
Stabilität dieses Bereichs in turbulenten Kapitalmarktzeiten setzt
Ackermann hier auf Expansion. Interesse angemeldet hat der Schweizer an
der Postbank und an der Dresdner Bank. "Wir werden unser
Kerngeschäft sowohl durch Wachstum aus eigener Kraft als auch
durch sinnvolle Übernahmen weiter ausbauen", bekräftigter
Ackermann. Dabei werde die Bank aber stets diszipliniert bleiben. Dass
die Bank nicht um jeden Preis zukaufen will, zeigte sich zuletzt bei
der Citibank. Hier zog sie gegenüber der Credit Mutuel den
Kürzeren, weil die französische Genossenschaftsbank mit
über fünf Milliarden Euro deutlich mehr zahlen wollte.
(Quelle: rtr)
Arbeitslosenzahl im Juli um 50 000 auf 3,21 Millionen gestiegen
Fr.01.08.08 - Sommerflaute auf dem Arbeitsmarkt: Die Zahl der Arbeitslosen hat im
Juli um 50.000 auf 3,21 Millionen zugenommen. Grund dafür ist die
Urlaubszeit, wie der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für
Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, am Donnerstag in Nürnberg
sagte. Viele Betriebe würden vor ihren Werksferien keine neuen
Mitarbeiter einstellen, gleichzeitig aber Personal urlaubs- oder
quartalsbedingt entlassen.
Außerdem habe die Zahl der Arbeitslosen unter 25 im Vergleich zum
Vormonat um 59.000 zugenommen, weil sich diese zwischen Schul- oder
Ausbildungsabschluss bis zur Aufnahme eines Studiums oder einer Stelle
arbeitslos meldeten.
Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich die Zahl der Menschen ohne
Job um 505.000. «Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt
verläuft zwar weniger dynamisch als vor einem Jahr, ist aber
weiterhin grundsätzlich positiv», betonte Weise. Ein Anstieg
der Arbeitslosigkeit sei in einem Juli üblich, auch wenn er in
diesem Jahr fast doppelt so hoch wie 2007 ausgefallen sei. Weise sagte,
er gehe davon aus, dass der jetzt gesehene Zuwachs schon im Herbst
wieder abgebaut sein werde.
So sei zum einen die Nachfrage nach Arbeitskräften noch hoch, zum
anderen habe die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Stellen weiter
zugenommen. Laut BA wurden im Juli 1,06 Millionen offene Stellen zur
Vermittlung gemeldet. Das sind 96.000 mehr als im Vorjahr. Besonders
gefragt waren einmal mehr Verkäufer und Warenkaufleute, gefolgt
von Elektrikern, Schlossern, Bürofachkräften, Werbekaufleuten
und Krankenpflegern.
Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag nach
Hochrechnungen der Behörde im Mai bei 27,42 Millionen und damit um
580.000 über dem Vorjahr. Deutlich mehr als die Hälfte dieses
Zuwachses entfalle auf Vollzeitstellen.
«Wir bleiben daher bei unserer günstigen Einschätzung
der weiteren Entwicklung», betonte Weise. Demnach ist ein
Rückgang der Arbeitslosigkeit auf unter drei Millionen rein
statistisch zwischen September und November durchaus möglich.
Auch wenn der Stellenindex BA-X für Juli einen leichten
Rückgang bei der Arbeitskräftenachfrage aufzeigte, sei dies
noch kein Vorbote für eine Abschwächung auf dem Arbeitsmarkt.
Lediglich die «Dynamik der Verbesserung» lasse nach,
betonte Weise. Die Arbeitslosigkeit werde sich aber 2009 gegenüber
2008 nochmals verringern. Dies liege daran, dass der Arbeitsmarkt der
wirtschaftlichen Entwicklung mit bis zu einem halben Jahr
Zeitverzögerung folge. Über 2009 hinaus könne derzeit
aber noch keine Prognose abgegeben werden.
Als erfolgreich wertete Vorstandsmitglied Heinrich Alt den Kampf gegen
die Langzeitarbeitslosigkeit: Im Juli sei die Zahl der Menschen, die
länger als zwölf Monate ohne Job waren, im Vergleich zum
Vorjahr um 20 Prozent gesunken, die allgemeine Arbeitslosigkeit dagegen
nur um 13 Prozent. Derzeit gelten rund eine Million Menschen als
langzeitarbeitslos. «Das sind immer noch viel zu viele»,
betonte Alt. Nicht alle Abgänger aus dieser Gruppe hätten
eine Stelle angenommen. Viele hätten das Rentenalter erreicht oder
sich aus dem Erwerbsleben zurückgezogen, so dass sie nicht mehr in
der Statistik erfasst seien.
Das Finanzdefizit bezifferte BA-Chef Weise bis Juli auf minus 2,4
Milliarden Euro. Geplant war ein Minus von 5,4 Milliarden Euro.
Für das Gesamtjahr erwartet die Behörde unverändert ein
operatives Defizit von 0,7 Milliarden Euro.
(Quelle: ap)
Annäherung im Tarifstreit bei der Lufthansa
Fr.01.08.08 - In den Tarifstreit bei der Lufthansa ist am Donnerstag nach vier Tagen
Streiks mit zahlreichen Flugausfällen wieder Bewegung gekommen.
Vertreter des Konzerns und der Gewerkschaft ver.di trafen sich
zunächst zu informellen Gesprächen. Die Tarifkommission
beriet daraufhin am Abend in Frankfurt am Main, ob wieder offiziell
verhandelt werden soll. Allerdings würde selbst dann der Streik
nicht einfach ausgesetzt, sagte ver.di-Sprecher Harald Reutter. Die
Entscheidung der Gewerkschafter wurde für den frühen
Freitagmorgen erwartet. Die Gespräche zwischen den einzelnen
Bereichen seien schwierig, sagte Reutter.
Bei den Treffen loteten die Tarifpartner laut ver.di aus, ob wieder
verhandelt wird. Die Initiative dafür ging von dem Unternehmen
aus. Reutter sagte: «Wir werden erst wieder verhandeln, wenn klar
ist, dass ein deutlich besseres Angebot herausspringt.» Nach
seinen Worten traf sich ver.di-Verhandlungsführer Erhard Ott mit
Lufthansa-Personalvorstand Stefan Lauer.
Wegen des ersten unbefristeten Streiks bei der größten
deutschen Fluggesellschaft seit 13 Jahren gilt bis vorläufig
Montag ein Sonderflugplan, bei dem täglich rund 10 Prozent der
Flüge entfallen. Am Donnerstag wurden nach Angaben des
Unternehmens insgesamt 128 Flüge gestrichen, was 6 Prozent des
Gesamtangebots ausmachte. 28 Flüge waren
Internkontinentalverbindungen.
Nach ver.di-Angaben befanden sich auch am Donnerstag rund 5.000
Mitarbeiter im Ausstand. In Berlin seien die Streiks ausgeweitet
worden. Auch das Drehkreuz Frankfurt war wieder besonders betroffen. So
wurden laut Lufthansa insbesondere Flüge nach New York,
Washington, Dubai und Calgary gestrichen.
Die in Hamburg ansässige Lufthansa Technik bekam nach eigenen
Angaben die Streikauswirkungen langsam zu spüren. «Es wird
selbstverständlich mit jedem Tag schwieriger», sagte
Sprecher Bernd Habbel. Es werde aber weitergearbeitet. «Und wir
können unsere Kunden auch außerhalb der Lufthansa gut
versorgen.» Noch gebe es kein ernsthaftes Problem. Am Donnerstag
streikten in Hamburg laut ver.di rund 2.000 Beschäftigte.
Fluggäste können sich über die Änderungen im
Internet unter lufthansa.com oder über die Hotline 0800-8506070
informieren. Um den Status einer Buchung abzufragen, können
Reisende zudem checkmytrip.com aufrufen. Ver.di fordert für die
rund 50.000 Beschäftigten am Boden und in der Kabine 9,8 Prozent
mehr Geld für ein Jahr. Die Lufthansa bietet 7,7 Prozent für
21 Monate inklusive einer Einmalzahlung.
(Quelle: ap)
SPD: Empörung und Zustimmung zu Parteiausschluss Clements
Fr.01.08.08 - Der mögliche Parteiauschluss des ehemaligen
SPD-Wirtschaftsministers und Parteivize Wolfgang Clement spaltet die
Partei.
Der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rainer
Wend nannte die Entscheidung «unfassbar und grotesk». Dass
ein solch «verdienter Politiker» wegen kritischer
Äußerungen aus der Partei ausgeschlossen werde, sei ein
«verheerendes Signal», sagte Wend der in Düsseldorf
erscheinenden «Rheinischen Post» (Freitagausgabe). Der
Leipziger Bundestagsabgeordnete Gunter Weißgerber (SPD) drohte mit
Parteiaustritt, sollte Clement aus der Partei ausgeschlossen werden.
«Dann gehe auch ich», erklärte Weißgerber am
Donnerstag in Berlin.
Schleswig-Holsteins SPD-Landeschef Ralf Stegner begrüßte
dagegen die Entscheidung. Clement habe der Partei mit seiner
Aufforderung im hessischen Landtagswahlkampf, die hessische
SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti wegen ihrer Energiepolitik nicht
zu wählen, «bewusst schwer geschadet». So etwas
könne eine Partei nicht dulden, zumal es in Sachen Atomausstieg
seit vielen Jahren klare und eindeutige Beschlüsse der SPD gebe.
«Wer fortgesetzt auf das eigene Tor schießt, sollte den
Verein verlassen.»
Auch SPD-Vorstandsmitglied Hermann Scheer sieht in dem
Parteiausschluss-Verfahren kein Signal für eine Beschneidung der
innerparteilichen Meinungsfreiheit. Dem Berliner
»Tagesspiegel« (Freitagausgabe) sagte Scheer: »Es geht
nicht darum, dass Wolfgang Clement sich für eine Verlängerung
der Laufzeiten von Atomkraftwerken ausgesprochen hat oder dass er den
Agenda-Prozess verteidigt. Es geht alleine darum, dass er in der
heißen Phase des hessischen Wahlkampfes öffentlich und
absichtlich dazu aufgerufen hat, die SPD nicht zu wählen. Das ist
der entscheidende Punkt."
Auch der SPD-Vordenker Erhard Eppler begrüßte den
möglichen Parteiausschluss «Bewusst parteischädigendes
Verhalten ist in der Geschichte der SPD immer so gehandhabt
worden», sagte Eppler der «Rheinischen Post»
(Freitagausgabe). Clement habe sich mit seinen parteikritischen
Äußerungen im Vorfeld der hessischen Landtagswahl selbst ins
Abseits gestellt. «Ein Mann, der in fast allen wichtigen Punkten
anderer Meinung ist als seine Partei, braucht nicht mehr Parteimitglied
zu sein.»
Die nordrhein-westfälische Landesschiedskommission der SPD hat
sich für einen Parteiausschluss von Wolfgang Clement entschieden.
Das teilte am Donnerstag ein Sprecher des SPD-Parteivorstands in Berlin
mit. Clement kann dagegen aber Berufung bei der Bundesschiedskommission
einlegen.
(Quelle: ddp)
Gysi erringt Erfolg im Rechtsstreit um Stasi-Vorwürfe
Fr.01.08.08 - Linksfraktionschef Gregor Gysi hat in seinem Rechtsstreit um die
Stasi-Vorwürfe der Bundesbeauftragten Marianne Birthler gegen ihn
einen Erfolg errungen. Auf Antrag Gysis verbot das Hanseatische
Oberlandesgericht in die Behauptung Birthlers, Gysi habe im Fall des
früheren DDR-Regimekritikers Robert Havemann "willentlich und
wissentlich an die Stasi berichtet". Ein entsprechender Bericht des ZDF
sei keineswegs Teil einer zulässigen Verdachtsberichterstattung,
wie es im Urteil der Vorinstanz geheißen hatte. Vielmehr beruhe
die hier vorliegende Berichterstattung auf einer "unzureichenden
Recherche" und sei "insgesamt unausgewogen", urteilte das OLG.
"Damit hat sich bestätigt, was Gregor Gysi von Anfang an
erklärte, dass die Behauptung von Frau Birthler falsch und eine
üble Nachrede ist", erklärte der Sprecher der Linksfraktion,
Hendrik Thalheim. In der vorinstanzlichen Entscheidung des Landgerichts
Hamburg von Anfang Juli hatte es geheißen, bei der ZDF-Sendung
habe es sich um eine zulässige "Verdachtsberichterstattung"
gehandelt, für die sorgfältig recherchiert worden sei. Es
hätten sich dabei "hinreichende tatsächliche Anhaltspunkte
dafür ergeben, dass der geäußerte Verdacht zutrifft".
Dieser Auffassung trat das Oberlandesgericht nun entschieden entgegen.
In dem ZDF-Beitrag hatte Birthler den Angaben zufolge ihre Aussage zu
Gysi auf einen Stasi-Bericht von 1979 bezogen. Gysi konnte nach Angaben
des OLG nun glaubhaft darlegen, dass er mit diesem Bericht die Stasi
nicht willentlich und wissentlich informiert habe.
(Quelle: afp)
Bayern und Grüne fordern schärfere Regeln für
Telefonwerbung
Fr.01.08.08 - Gegen das von der Bundesregierung geplante Gesetz zum Schutz vor
Telefonwerbung regt sich Widerstand in den Ländern. Der Vorsitzende
der Verbraucherschutzministerkonferenz, der bayerische Ressortchef
Otmar Bernhard, forderte in einem Brief an Bundesjustizministerin
Brigitte Zypries (SPD) Nachbesserungen, wie die «Neue
Presse» Hannover am Donnerstag berichtete. Der CSU-Politiker will
eine schriftliche Bestätigung für telefonisch abgeschlossene
Verträge zur Pflicht machen.
Das Kabinett hatte den Gesetzentwurf am Mittwoch beschlossen. Danach
droht Callcentern und anderen Anrufern, die Verbrauchern ohne deren
ausdrückliche Einwilligung Werbetelefonate aufdrängen,
künftig ein Bußgeld bis zu 50.000 Euro. Darüber hinaus
sind Werbeanrufe mit unterdrückter Rufnummer künftig verboten.
Verstöße werden mit Geldbußen bis zu 10.000 Euro
geahndet.
Das neue Gesetz soll auch die Folgen unerwünschter Werbeanrufe
verringern. Künftig sollen Verträge über die Lieferung
von Zeitungen, Zeitschriften und Illustrierten sowie über Wett- und
Lotteriedienstleistungen widerrufen werden. Dies war bislang noch nicht
möglich.
Bernhard reicht das aber noch nicht aus. Er pocht auf eine schriftliche
Bestätigung der telefonischen Verträge durch den Kunden. In
seinem Brief an Zypries bringt er laut Zeitung sein Bedauern zum
Ausdruck, «dass die von der Verbraucherschutzkonferenz geforderte
Bestätigungslösung nach wie vor keinen Eingang in die
beabsichtigten Gesetzesänderungen gefunden hat».
Die stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion,
Bärbel Höhn, schloss sich der Forderung an: «Mit der
Widerspruchsregelung wird den schwarzen Schafen der Werbebranche ihr
Geschäft immer noch zu leicht gemacht. Unternimmt ein Verbraucher
nach dem Telefonat nichts, ist der Telefonwerber am Ziel und der
Verbraucher hat den Schaden», sagte sie laut «Neuer
Presse».
(Quelle: ap)
Computer: Update-Aufforderungen am Rechner nicht einfach wegklicken
Fr.01.08.08 - Zahlreiche Computer-Programme informieren den Nutzer über die
Verfügbarkeit neuer Versionen. Diese auf dem Monitor erscheinenden
Hinweise werden oft als lästig empfunden und einfach weggeklickt.
Das ist nicht empfehlenswert, denn die sogenannten Updates erhöhen
häufig die Sicherheit der Programme.
Über das Internet können unterschiedliche Arten von Dateien
abgerufen werden. Einerseits lassen sich Web-Seiten mit Texten und
Bildern betrachten, aber auch Videos und Audiodateien können mit
Hilfe spezieller Software (Mediaplayer) wiedergegeben werden. Der
Anwender kann aus einer Fülle meist kostenloser Programme
wählen, um über das Internet auf diese Dateien zuzugreifen.
Um ihre schädliche Software heimlich auf die Computer argloser
Nutzer zu schleusen, nutzen viele Online-Kriminelle gern diese beliebten
Internet-Dateien oder Seiten, auf denen die Files abgerufen werden
können. Sie konzentrieren sich auf Programme, die von vielen
Anwendern benutzt werden und suchen darin gezielt nach Schwachstellen.
Diese können sie für ihre Zwecke missbrauchen, um durch diese
Sicherheitslücken schädliche Software auf PCs zu schleusen.
Sie müssen dann nur noch präparierte Internet-Inhalte
anbieten, und schon können sie davon ausgehen, dass Nutzer
veralteter Programm-Versionen in die Falle tappen.
Gelingt ihnen dies, wird der "Erfolg" jedoch normalerweise rasch
bekannt und die Hersteller der betroffenen Programme versuchen, die
Sicherheitslücken zu stopfen. Sie veröffentlichen
Erweiterungen oder neue Versionen ihrer Software, mit denen die Anwender
wieder sicherer Dateien aus dem Internet abrufen können. Der
Schutz funktioniert aber nur, wenn die Benutzer auch tatsächlich
die Aktualisierungen der Programme herunterladen und auf ihren
Computern installieren. Das wird jedoch häufig versäumt.
Untersuchungen haben jüngst gezeigt, dass der Großteil der
sich in Gebrauch befindlichen Internet-Zugriffsprogramme (Browser)
veraltet ist und somit ein Sicherheitsrisiko darstellen. Firefox,
Internet Explorer und Co. sollten ebenso wie Multimediaplayer, also
beispielsweise Winamp, der Realplayer oder der Windows Media Player,
regelmäßig aktualisiert werden. Melden die Programme von sich
aus, dass ein Update oder eine neue Version verfügbar ist, sollte
der Anwender beim nächsten Mal den Hinweis also nicht genervt
wegklicken. Es ist zu seiner eigenen Sicherheit, die Software auf den
neuesten Stand zu bringen. Da nicht alle Programme automatisch auf neue
Versionen hinweisen, sollte in bestimmten zeitlichen Abständen auf
den Internet-Seiten des Hersteller nachgeschaut werden, ob neue
Versionen der Software verfügbar sind. Alle drei bis vier Monate
sollten die entsprechenden Web-Seiten spätestens aufgesucht werden.
Vorsicht ist jedoch geboten, wenn in E-Mails dazu aufgefordert wird, im
Text verlinkte Internet-Seiten zu besuchen, um dort Videos betrachten zu
können. Wird auf solchen Web-Seiten dann dazu aufgefordert, einen
speziellen Player oder ein als Plug-in bezeichnetes Zusatzmodul
herunterzuladen, um den Film betrachten zu können, handelt es sich
in vielen Fällen um einen Trick von Betrügern. Sie wollen
hiermit schädliche Software auf dem Computer des Anwenders
installieren. Einen gewissen Schutz vor solchen "feindlichen
Übergriffen" bietet einerseits ein umsichtiges Verhalten, indem
solchen Aufforderungen nicht Folge geleistet wird. Andererseits ist
darauf zu achten, den Rechner mit aktuellen Schutzprogrammen
(Antiviren-Software) auszustatten. Gaby Schulemann-Maier/cid
(Quelle: gp)
Wissenschaft
Flüssigkeit auf der Oberfläche eines Saturn-Mondes
Fr.01.08.08 - Auf der Oberfläche des Saturn-Mondes Titan haben
US-Wissenschaftler Flüssigkeit entdeckt. Damit sei Titan nach der
Erde der zweite Himmelskörper in unserem Sonnensystem mit
Flüssigkeit an der Oberfläche. Die Entdeckung wurde mit Hilfe
der Raumsonde Cassini gemacht, die Saturn seit 2004 umkreist.
Bei vielen Überflügen seien dunkle Flecken auf Titan entdeckt
worden, bislang sei aber unklar gewesen, ob es sich um Flüssigkeit
oder feste Materie handelte, erläuterte Bob Brown von der
Universität von Arizona, der am Cassini-Projekt mitarbeitet. Jetzt
habe Cassini gezeigt, dass es sich um Kohlenwasserstoff und Ethan
handele.
"Das ist die erste Beobachtung, die klarstellt, dass Titan einen
Oberflächensee hat, der mit Flüssigkeit gefüllt ist",
sagte Brown. Der See habe eine Fläche von ungefähr 20.000
Quadratkilometern. Cassini ist ein US-europäisches
Gemeinschaftsprojekt.
(Quelle: afp)