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Irak 1932 Tage nach Erlangung der formellen Souveränität
Niederländer Melkert soll neuer UN-Gesandter für Irak werden +++
Die irakische Regierung hat ab sofort alle Gruppenreisen zum Grab von Ex-Präsident Saddam Hussein untersagt. Das verlautete am Dienstag aus Behördenkreisen in der nordirakischen Stadt Tikrit +++
Der Krieg gegen Irak begann am 20. März 2003...
Irak-Nachrichten vom Vortag...
Politik
Mi.08.07.09
Die internationalen Truppen in Afghanistan werden Luftangriffe nach einem Befehl ihres neuen Kommandeurs künftig einschränken, um Opfer in der Zivilbevölkerung zu verhindern. In einer in der Nacht zu Dienstag von der Internationalen Schutztruppe ISAF in Auszügen veröffentlichten Anordnung von ISAF-Kommandeur Stanley McChrystal heißt es: «Wir müssen die Falle vermeiden, taktische Siege zu erzielen - während wir gleichzeitig strategische Niederlagen erleiden, indem wir zivile Opfer oder exzessive Schäden verursachen und damit das Volk verprellen.» Die Direktive gilt für die NATO-geführte ISAF ebenso wie für alle US-Truppen in Afghanistan +++
US-Präsident Barack Obama hat Russland in einer Grundsatzrede zur Überwindung des gegenseitigen Misstrauens aufgerufen. Es liege nicht in der Bestimmung der beiden Staaten, Gegner zu sein, erklärte Obama am Dienstag vor Absolventen einer Universität in Moskau +++
Papst Benedikt XVI. hat eine neue Weltfinanzordnung als Konsequenz aus der Wirtschaftskrise verlangt. Nötig sei eine «echte politische Weltautorität», die Abrüstung, Frieden und Umweltschutz voranbringe, schrieb der Papst in seiner Sozialenzyklika «Caritas in Veritate» (Liebe in Wahrheit). Einen Tag vor Beginn des G-8-Gipfels sprach er sich für eine Wirtschaftsordnung aus, die auf Ethik und dem Streben nach dem Gemeinwohl basieren solle +++
Chinas Staatspräsident Hu Jintao hat wegen der Unruhen in der westchinesischen Provinz Xinjiang seine Teilnahme am G8-Gipfel in Italien abgesagt +++
Hilfsorganisationen: G8 müssen mehr für Arme tun. Denn erstmals hat die Zahl der hungernden Menschen die Milliarden-Schwelle überschritten +++
Eine Untersuchungskommission hat das Vorgehen der britischen Polizei gegen Gegner des G-20-Gipfels im April in London kritisiert. Die Strategie der Beamten sei unangemessen gewesen und müsse überprüft werden, hieß es in dem am Dienstag veröffentlichten Bericht des Ausschusses für Qualitätsmanagement bei der Polizei (HMIC). Die Polizei habe sich zu sehr darauf konzentriert, gegen gewaltsame Proteste vorzugehen, und zu wenig dafür getan, friedliche Demonstrationen zu ermöglichen +++
Irans Opposition fordert: Festgenommene freilassen +++
Die Palästinenser sollten nach dem Willen der arabischen Staaten bei Friedensverhandlungen mit Israel künftig nur noch über endgültige Lösungen sprechen. Der ägyptische Präsident Husni Mubarak sagte am Dienstag nach einem Gespräch mit dem israelischen Präsidenten Schimon Peres in Kairo, Gespräche über Interimslösungen führten zu nichts. «Ich bin überzeugt, dass wir bei Verhandlungen auch eine Einigung über einen endgültigen Grenzverlauf erzielen könnten», fügte Mubarak hinzu. Peres betonte hingegen, der internationale Nahost-Friedensplan («Roadmap»), der von allen Parteien gebilligt worden sei, biete Raum für Übergangslösungen und «nicht-dauerhafte Grenzen» +++
Die Staatsanwaltschaft des Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) besteht auf einer Anklage des sudanesischen Präsidenten Omar al Baschir wegen Völkermordes +++
Der Präsident der Afrikanischen Entwicklungsbank, Donald Kaberuka, befürchtet soziale Unruhen als Folge der anhaltenden Wirtschaftskrise auf dem Kontinent +++
Mit moderaten Zugeständnissen an aufstrebende Schwellenländer wollen Deutschland und Frankreich den Einfluss Europas im Internationalen Währungsfonds (IWF) retten +++
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am Dienstag fast 276 Milliarden Euro an überschüssiger Liquidität aus dem europäischen Geldmarkt genommen +++
Angesichts der Kreditknappheit wird die Europäische Kommission bis Anfang Oktober eine Analyse über die Vergabepraxis der Banken vorlegen +++
Trotz niedriger Leitzinsen werden auch bei der staatlichen Förderbank KfW die Kredite teurer +++
Auftragsplus der deutschen Industrie schürt Hoffnung auf Wende +++
EuGH-Gutachter sieht Diskriminierung beim Kündigungsschutz: Die Benachteiligung junger Arbeitnehmer beim deutschen Kündigungsschutz könnte gegen europäisches Recht verstoßen +++
Der Prozess wegen des Überfalls einer Gruppe Rechtsextremer auf eine Theatertruppe im sachsen-anhaltischen Halberstadt vor zwei Jahren wird neu aufgerollt +++
Zehn Jahre nach dem Beschluss soll die sogenannte Bologna-Reform zur Schaffung eines gemeinsamen europäischen Hochschulraumes in Deutschland korrigiert werden. Oppositionsparteien, der Dachverband von Studierendenvertretungen sowie GEW und DGB kritisierten die geplanten Verbesserungen als unzureichend +++
Der weltfremde Papst - Unscharf, schwammig, routiniert:
Papst Benedikt versucht der Globalisierung eine globale Moral zur Seite zu stellen. Doch seine Sozialenzyklika ist eine Enttäuschung. Es fehlt die visionäre Kraft (Süddeutsche Zeitung, 08.07.2009)
http://www.sueddeutsche.de/politik/217/479705/text/
Politik-Nachrichten vom Vortag...
Wissenschaft
Mi.08.07.09
Dinosaurier waren so groß, weil sie sich wenig bewegten +++
Die tiergestützte Therapie unter Gefangenen ist nach einer unveröffentlichten Studie wirksamer als klassisches Antiaggressionstraining +++
Wenn Menschen die Angst eines anderen riechen, fühlen sie unbewusst mit ihm: Der Angstschweiß inspiriert das Gehirn dazu, seine Empathie-Ressourcen zu aktivieren, haben Psychologen gezeigt +++
PNAS: Resources and energetics determined dinosaur maximal size
http://www.pnas.org/content/early/2009/07/02/0904000106.abstract
PLOSone: Induction of Empathy by the Smell of Anxiety
http://www.plosone.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pone.0005987
Wissenschafts-Nachrichten vom Vortag...
Cyberspace & Computer
Mi.08.07.09
Internet-Attacke - Ein Hackerangriff legt seit dem vergangenen Wochenende immer wieder Webseiten der US-Regierung lahm +++
Forscher tricksen Computerwurm Conficker aus: Zwischenzeitlich war es um den Computerwurm "Conficker", der am 1. April die ganze Welt bangen ließ, ruhig geworden. Nun hat die Anzahl der weltweit befallenen Rechner wieder stark zugenommen und erneut die 5-Millionen-Marke überschritten. Dabei verschont der Schädling allerdings Computer, die sich in der Ukraine befinden. Forscher der Universität Bonn nutzen diesen Umstand, um die Verbreitung des tückischen Wurms zu unterbinden +++
Microsoft und die Unesco (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization) haben sich zusammengetan, um Regierungen bei der Einbindung der Hightech-Inhalte in die Lehrpläne zu beraten +++
Internationale Markenhersteller kaufen viele Bauteile für Computer bei asiatischen Zulieferern ein. Dort arbeiten die Angestellten teils unter sehr schlechten Bedingungen. Und das, obwohl namhafte Unternehmen schon vor einiger Zeit Besserung gelobt hatten +++
Im Streit um den zügigen Ausbau des Breitbandnetzes für schnelles Internet bahnt sich offenbar eine Allianz der Telekommunikationsanbieter mit der Energiebranche an +++
Aus Hass auf Mobilfunkbetreiber hat ein Mann in Ostbayern 34 Mal Sendeanlagen sabotiert. Der 28-Jährige sei nun von einer Polizeistreife auf frischer Tat ertappt worden, teilte das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) am Dienstag in München mit +++
Riskantes Verhalten in sozialen Online-Netzwerken: Bei der Weitergabe ihrer persönlichen Daten verhalten sich viele Nutzer sozialer Online-Netzwerke zu vertrauensselig. Welche Sicherheits-Fallstricke ihnen durch den sorglosen Umgang zum Verhängnis werden können, hat jetzt eine Studie gezeigt. Demnach belassen zwei Drittel der Anwender persönliche Details mit dem Status öffentlich. Somit können Fremde und Suchmaschinen problemlos an diese Informationen gelangen +++
Conficker Working Group:
http://www.confickerworkinggroup.org
Cyberspace- & Computer-Nachrichten vom Vortag...
Kultur
Mi.08.07.09
Vertreter von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kunst und Religion treffen sich vom 8. bis 10. Oktober auf dem zweiten «World Culture Forum» in Dresden. Auf dem Symposium solle die künftige Rolle von Kultur in Europa nach der Wirtschaftskrise diskutiert werden, kündigten Vertreter des Forums am Montag an. Unter dem Motto «Kultur in Balance» gehe es darum, wie das verlorene Gleichgewicht zwischen den einzelnen Teilbereichen der Gesellschaft wiederhergestellt werden könne +++
Künstler planen in Prora weltweit größte Open-Air-Galerie: Mit riesigen Bildern von Malern aus aller Welt wollen Künstler in diesem Sommer die Blöcke des ehemaligen Kraft-durch-Freude-Bades in Prora auf Rügen in die nach Veranstalterangaben größte Open-Air-Galerie der Welt verwandeln. Die Aktion ist Teil des Weltkulturprojektes «Color Beach» +++
Der im Sommer 2011 endende Vertrag des Intendanten der Stuttgarter Staatsoper, Albrecht Puhlmann, wird nicht verlängert. Das beschloss der Verwaltungsrat der Württembergischen Staatstheater am Montag in Stuttgart +++
Die städtischen Bibliotheken in Baden-Württemberg stehen im bundesweiten Vergleich an der Spitze. Das geht aus dem am Dienstag in Berlin veröffentlichten Bibliotheksindex (BIX) des Deutschen Bibliotheksverbands hervor +++
World Culture Forum:
http://www.wcf-dresden.com/
Weltkulturprojekt 'Color Beach'
http://www.freiebewerbung.de/Colorbeach_deu/Willkommen.html
Kultur-Nachrichten vom Vortag...
Bilder...
Microblog:
http://twitter.com/boa_muenchen
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