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Irak am neunhundertsechsundsechzigsten Tag nach Erlangung der formellen
Souveränität
Erneut mehr als 40 Tote bei Anschlägen. Schicksal der deutschen
Irak-Geiseln bleibt ungewiss
Di.20.02.07 - Die anhaltende Gewalt im Irak hat am Montag mehr als 40 Menschen das
Leben gekostet. Allein bei einem Angriff mit Mörsergranaten in
einem überwiegend von Schiiten bewohnten Viertel Bagdads wurden
mindestens elf Menschen getötet. Die Geschosse schlugen nach
Polizeiangaben kurz vor Sonnenuntergang im Stadtteil Dora ein. In
Ramadi westlich der Hauptstadt starben neun Passanten bei einem
Autobombenanschlag.
In der Innenstadt von Bagdad sprengte sich ein
Selbstmordattentäter in einem Bus in die Luft, der in das
schiitische Viertel Karradah unterwegs war. Laut Polizei wurden
fünf Menschen getötet. In Safranija, einem schiitischen
Viertel im Südosten Bagdads, kostete eine Bombenexplosion drei
Polizisten das Leben. Nur rund hundert Meter entfernt wurden bei einem
Anschlag auf einen Markt mindestens fünf Menschen getötet.
Etwa 30 Kilometer südlich der Hauptstadt, in Mahmudija, kamen bei
der Explosion einer Autobombe zwei Menschen ums Leben. Aus der
vorwiegend von Sunniten bewohnten Stadt Duluija wurden bei einem
Bombenanschlag vier Todesopfer gemeldet.
Bei einem Angriff auf eine Basis der US-Truppen nördlich von
Bagdad wurden zwei Soldaten getötet und 17 weitere verletzt, wie
die Streitkräfte mitteilten. Außerhalb des gemeinsam von
irakischen und amerikanischen Soldaten genutzten Stützpunkt habe
ein Selbstmordattentäter ein Auto in die Luft gesprengt,
hieß es. Anwohner berichteten, der Attentäter habe versucht,
die Barrieren um die Basis in Tarmija zu durchbrechen. Die
Streitkräfte meldeten außerdem den Tod von fünf
weiteren Soldaten.
Die iranische Regierung wies unterdessen Berichte zurück, wonach
sich der irakische Schiitenführer Muktada al Sadr im Land
aufhält. Der radikale Geistliche sei nicht im Iran, erklärte
ein Sprecher des Außenministeriums am Sonntag. Entsprechende
Erklärungen seitens der USA seien «psychologische
Kriegsführung», um den Druck auf Teheran weiter zu
erhöhen. Ein Vertrauter des irakischen Ministerpräsidenten
Nuri al-Maliki hatte erklärt, Al Sadr sei in das Nachbarland
geflohen. Aus dem Umfeld des Predigers verlautete, Al Sadr habe den
Irak bereits vor drei Wochen verlassen. Die USA werfen dem Iran vor, Al
Sadrs Miliz mit Waffen und Geld zu unterstützen.
Zwei Wochen nach der Entführung einer 60-Jährigen Deutschen
und ihres Sohnes im Irak laufen die Bemühungen des Auswärtigen
Amtes um ihre Freilassung weiter auf Hochtouren. Der Krisenstab
bemühe sich "intensiv darum», die Rückkehr der beiden
Deutschen zu ihren Familien zu ermöglichen, sagte eine Sprecherin
am Montag auf Anfrage. Mit Rücksicht auf die Situation der Geiseln
wollte das Auswärtige Amt keine weitere Stellungnahme abgeben.
«Der Spiegel» hatte berichtet, dass die Entführer in
mehreren Telefonaten mit Angehörigen der Familie in Deutschland
Anfang vergangener Woche politische Forderungen gestellt hätten.
Dazu gehöre auch ein wirtschaftlicher Boykott des Irak. Der
Krisenstab des Auswärtigen Amtes gehe inzwischen Hinweisen nach,
wonach die Geiselnehmer aus Kreisen der irakischen Widerstandsbewegung
stammen könnten, hieß es in dem Bericht weiter.
(Quellen: ap, ddp)
Blick ins Archiv:
Der Krieg gegen Irak begann am 20. März 2003
Knapp zwei Stunden nach Ablauf eines Ultimatums an den irakischen Staatschef
Hussein flog die US-Armee erste Luftangriffe auf Bagdad.
US-Präsident Bush hatte
Hussein eine Frist gesetzt, bis zwei Uhr Mitteleuropäischer Zeit das Land zu verlassen.
Der irakische Machthaber hatte zuvor bereits einen Gang ins Exil abgelehnt. Bush erklärte in
einer Fernsehansprache
(19.03.03 - 10:16 P.M. EST / 20.03.03 - 4:15 MEZ) , die erste Phase zur Entwaffnung des Irak sei eingeleitet
worden. Er habe angeordnet, ausgewählte militärische Ziele anzugreifen. Dies sei der Ausgangspunkt
für eine breit angelegte Aktion. Bush räumte ein, der Krieg könnte länger dauern und
schwieriger werden, als manche vorhersagten. Die USA und ihre Verbündeten wärden
alles versuchen, um unschuldige Zivilisten zu schonen....
Chronologie des Irak-Kriegs:
Teil 1: 20.03. bis 30.06.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv3/irak_01.htm#news
Teil 2: 01.07. bis 31.10.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv4/irak_02.htm#news
Teil 3: 01.11. bis 31.12.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv5/irak_03.htm#news
Teil 4: 01.01. bis 31.05.2004
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_04.htm#news
Teil 5: 01.06. bis 31.10.2004
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_05.htm#news
Teil 6: 01.11. 2003 bis 30.04.2005
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_06.htm#news
Teil 7: 01.05. 2005 bis 31.12.2005
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_07.htm#news
Teil 8: 01.01. 2006 bis 20.02.2006
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_08.htm#news
Vor einem Jahr:
Irak am sechshundertundzweitenTag nach Erlangung der formellen Souveränität
Zitate zur Begründung des Irak-Krieges:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402040.htm#040204_a
Auszüge aus Powells 'Beweisen' zum Irak vom 5. Februar 2003:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402040.htm#040204_b
... Lügen und Täuschungen, die in
London und Washington produziert wurden, verursachten den Tod von bis
zu 55.000 Irakern, unter ihnen 9.600 Zivilisten... John Pilger, ZNet 05.02.2004... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402110.htm#040211_b
Iraq Body Count:
http://www.iraqbodycount.net
Fr.29.10.2004 - Einer Studie zufolge sind rund 100.000 Iraker an den Kriegsfolgen
gestorben. Die meisten Todesfälle gingen auf Gewalteinwirkung
zurück, nicht zuletzt durch Luftangriffe der Alliierten, wie es in
der Studie heißt, die auf der Website der renommierten
britischen Medizinzeitschrift «The Lancet» [http://www.thelancet.com]
veröffentlicht wurde... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv3/irak_k01.htm#bodycount
Do.08.12.2006 - Seit Beginn des Irak-Kriegs im März 2003 sind mindestens 2.919
Angehörige der US-Streitkräfte ums Leben gekommen. Der weitaus
größte Teil kam erst nach dem offiziellen Ende der
Hauptkampfhandlungen am 1. Mai 2003 ums Leben.
Zur Zahl der seit Kriegsbeginn getöteten Iraker gibt es keine
verlässlichen Angaben.
(Quelle: ap)
«Kanonenfutter für das Pentagon»
... wer sind sie eigentlich - die toten amerikanischen Soldaten?... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402110.htm#040211_a
'Statt des Sohnes kam eine leere Hülle aus dem Irak zurück'
»Ich wünschte, ich könnte euch erzählen, daß
unsere Familie wieder heil und glücklich ist, seit mein Sohn aus
dem Irak in ein ziviles Leben zurückgekehrt ist. Aber das ist
nicht der Fall. Mein Sohn ist 21 Jahre alt, er ist obdach- und
arbeitslos. Am 11. Januar (2006) hat er sein Auto in den frühen
Morgenstunden an einen Betonpfeiler gefahren. Niemand, der das Auto
sah, konnte sich vorstellen, daß er den Unfall überlebt hat.
Ich erinnere mich an den Tag, als ich den Anruf bekam: Mein Sohn war
zurück aus dem Krieg, zurück in den Staaten. Ich sank
schluchzend zusammen und dankte dem Schöpfer dafür, daß
er am Leben war. Damals hatte ich keine Ahnung, daß alles, was da
aus dem Krieg zurückkehrte, nur eine Hülle war. Der Geist
meines Jungen und seine Seele müssen immer noch irgendwo in den
Straßen des Irak herumirren... «
Georgia Stillwell, Mitglied der Organisation »Military Families
Speak Out«... Mehr unter:
http://www.jungewelt.de/2006/02-10/056.php
Die Kosten für den Irak-Einsatz explodieren
Mittwoch 20. Dezember 2006: Seit März 2003 haben die USA für den Einsatz im Irak 350 Milliarden
Dollar aufgewendet. In diesem Jahr bereits kletterten die Kosten des Irak-Einsatzes
auf monatlich acht Milliarden Dollar gegenüber 6,4 Milliarden Dollar monatlich im Vorjahr.
US-Präsident Bush hat weitere 100 Milliarden Dollar (75,9 Milliarden Euro) im Kongress beantragt.
Quellen: ap, afp
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Nahost-Konflikt
Rice vermeldet nach Gespräch mit Olmert und Abbas keine
Fortschritte
Di.20.02.07 - Das israelisch-palästinensische Spitzengespräch unter
Vermittlung von US-Außenministerin Condoleezza Rice hat keine
Fortschritte gebracht. Der israelische Regierungschef Ehud Olmert und
der palästinensische Präsident Mahmud Abbas seien
übereingekommen, sich in Kürze nochmals zu treffen, sagte Rice
am Montag nach der etwa zweistündigen Unterredung in Jerusalem.
Sie selbst werde daher bald in die Region zurückkehren.
«Wir haben alle drei unser Bekenntnis zu einer
Zwei-Staaten-Lösung beteuert, waren uns einig, dass sich ein
palästinensischer Staat nicht auf Gewalt und Terror gründen
kann, und haben unsere Zustimmung zu bestehenden Verpflichtungen
bekräftigt», sagte Rice. Die amerikanische
Außenministerin trat ohne Olmert und Abbas vor die Journalisten.
Sie verließ den Raum nach ihrer kurzen Stellungnahme, Fragen waren
nicht zugelassen.
Bereits vor der Zusammenkunft hatte sich Rice skeptisch über die
Erfolgsaussichten des Gesprächs geäußert. «Ich
nehme nicht an, dass wir zu einer gemeinsamen Sicht gelangen werden,
über welche Themen bei diesem ersten Treffen gesprochen werden
sollte», sagte die US-Außenministerin der
palästinensischen Zeitung «Al Ajam». Die Ausgangslage
sei schwierig. Die Einigung auf eine palästinensische Regierung der
nationalen Einheit habe die Lage noch komplizierter gemacht.
«Aber ich werde nicht warten, bis die Bedingungen perfekt sind, um
die Parteien zusammenzubringen», sagte Rice. Ihre Regierung trete
weiterhin für einen unabhängigen palästinensischen Staat
an der Seite Israels ein.
Olmert erklärte am Sonntag, dass er nicht zu Verhandlungen mit der
palästinensischen Regierung bereit sei, solange diese nicht das
Existenzrecht Israels anerkenne. Er bezog sich dabei auf das Abkommen,
das Abbas' Fatah-Bewegung und die radikalislamische Hamas zehn Tage
zuvor in Mekka unterzeichnet hatten und in dem ein entsprechender Passus
fehlt.
Doch nicht nur die unsichere Lage auf palästinensischer Seite,
auch die innenpolitische Schwäche des israelischen
Ministerpräsidenten gilt als Hürde für eine Erneuerung
des Friedensprozesses. Olmerts Zustimmungswerte in der Bevölkerung
sind auf unter 20 Prozent gesunken. Wegen der bei einem Friedensabkommen
erforderlichen Konzessionen halten Beobachter eine starke israelische
Regierung mit breiter öffentlicher Unterstützung für
unabdingbar, um einen Durchbruch bei Verhandlungen zu erzielen.
(Quelle: ap)
Mehr als 100 Tote bei Kämpfen mit schiitischen Rebellen im Jemen
Di.20.02.07 - Bei Kämpfen zwischen Regierungstruppen und schiitischen Rebellen
in Jemen sind in den vergangenen fünf Tagen mehr als 100 Menschen
getötet worden. Etwa 90 von ihnen gehörten den
Streitkräften an, wie ein Militärsprecher am Montagabend in
Sanaa mitteilte. Die Regierungstruppen gingen mit schwerer Artillerie
gegen Stellungen der Rebellen in Saada vor, 180 Kilometer nördlich
der Hauptstadt Sanaa.
Die Regierung wirft dem Iran und Libyen vor, die Anhänger von
Rebellenführer Abdel Malek al Hauthi zu unterstützen. Dieser
gab in einem Interview der Zeitung «Al Nada» an, dass er
keine Verbindungen zu diesen Ländern unterhalte. Er beschuldigte
die jemenitische Regierung, den Konflikt mit Gewalt statt mit
Verhandlungen beenden zu wollen. Die Rebellen werfen der Regierung vor,
korrupt zu sein und zu enge Beziehungen mit dem Westen zu unterhalten.
Der Aufstand begann im Juni 2004. Drei Monate später wurde der
damalige Rebellenführer, der Geistliche Hussein Badr Eddin al
Hauthi bei Kämpfen mit Regierungstruppen getötet.
(Quelle: ap)
Polen und Tschechien stehen US-Raketenabwehrplänen positiv
gegenüber
Di.20.02.07 - Polen und Tschechien befürworten die Pläne zur Stationierung
eines amerikanischen Raketenabwehrsystems. Beide Staaten würden auf
eine entsprechende Anfrage der USA vermutlich positiv antworten, sagte
der tschechische Ministerpräsident Mirek Topolanek am Montag nach
einem Treffen mit seinem polnischen Kollegen Jaroslaw Kaczynski. Die
USA wollen in Tschechien einen Radarstützpunkt bauen, während
in Polen offenbar der Stützpunkt für die Abfangraketen
errichtet werden soll. Russland lehnt das amerikanische
Rüstungsprojekt vor seiner Haustür ab und hat mit
Gegenmaßnahmen gedroht.
(Quelle: ap)
EU-Kommission warnt vor Armutsrisiko für jedes fünfte Kind
Di.20.02.07 - Jedem fünften Kind in Europa droht ein Absturz in die Armut,
warnte die EU-Kommission in Brüssel. In ihrem Bericht zur sozialen
Lage in der Europäischen Union betonte die Brüsseler
Behörde zudem andauernde Probleme am Arbeitsmarkt: In allen
Mitgliedstaaten sei die Jugendarbeitslosigkeit doppelt so hoch wie die
Gesamtarbeitslosigkeit. Ein Kommissionspapier mahnt viele EU-Staaten
zum Handeln. Laut Sozialbericht wird Armut oft von einer Generation auf
die nächste übertragen.
(Quelle: dpa)
Mehr als 50 Prozent der Arbeitnehmer in der EU arbeiten am Computer
Di.20.02.07 - Computer auf dem Vormarsch: In der EU haben im vergangenen Jahr
erstmals mehr als die Hälfte der Beschäftigten mit einem PC
gearbeitet. Ihr Anteil stieg im Vergleich zu 2005 um zwei Prozentpunkte
auf 51 Prozent, wie der Branchenverband Bitkom unter Berufung auf die
Statistikbehörde Eurostat am Montag in Berlin mitteilte. In
Deutschland war der Anteil dagegen leicht rückläufig: Er sank
um einen Punkt auf 56 Prozent.
Trotz der überdurchschnittlichen Verbreitung des Computers am
Arbeitsplatz liegt Deutschland nicht im Spitzenfeld: Die Bundesrepublik
kommt nur auf Platz Sieben, während nordeuropäische
Länder ganz vorn landen. Am häufigsten verwenden dänische
Beschäftigte den Computer: Dort liegt der Anteil bei 68 Prozent
(2005: 63 Prozent). Gleich dahinter folgen Finnland (67 Prozent) und
Schweden (66 Prozent).
Nicht nur die Verbreitung der Computer in der EU stieg, sondern auch
der Anteil der Arbeitsplätze mit Internet-Anschluss. Im
EU-Durchschnitt lag der Wert bei 36 Prozent und stieg damit leicht um
einen Punkt im Vergleich zum Vorjahr. In Deutschland können 40
Prozent der Beschäftigten mit ihrem Arbeitsrechner online gehen.
Die Zahlen hatte Eurostat bereits am 23. Januar veröffentlicht.
Bitkom wertete die Zahlen als gutes Signal. «Der Einsatz von
Computern steigert Produktivität und Effizienz. Das fördert
das Wachstum der gesamten Wirtschaft», sagte
Verbandsvizepräsident Jörg Menno Harms.
Zugleich kritisierte er, dass deutsche Schulen bei Computer- und
Internet-Ausstattung großen Nachholbedarf hätten. In der
Bundesrepublik teilten sich elf Schüler einen Computer. Damit liege
Deutschland in der EU abgeschlagen auf Platz 18 hinter Zypern, Malta,
Tschechien und Ungarn. An der Spitze stünden Dänemark und
Norwegen.
(Quelle: ap)
Durch EU verursachte Bürokratiekosten sollen um ein Viertel sinken
Di.20.02.07 - Die von der EU verursachten Bürokratiekosten sollen in den
nächsten fünf Jahren um 25 Prozent gesenkt werden. Die
EU-Wirtschaftsminister nahmen am Montag in Brüssel einen
entsprechenden Vorschlag von Industriekommissar Günter Verheugen
an. Danach wollen die EU-Kommission und die Mitgliedstaaten bis zum
Jahr 2012 EU-Richtlinien und die nationalen Gesetze, mit denen sie
umgesetzt wurden, vereinfachen. Verheugen erhofft sich davon ein
zusätzliches Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent des
EU-Bruttosozialprodukts.
Der deutsche EU-Kommissar sprach von einem «großen
Erfolg». Zusätzlich zu dem Gemeinschaftsziel hätten die
27 Mitgliedstaaten auch zugesagt, bis Oktober 2008 verbindliche Ziele
für die Vereinfachung ihrer nationalen Gesetzgebung zu
formulieren. Für diese nationalen Ziele seien die 25 Prozent
«nur Orientierungsgröße», sagte Verheugen. In
der Debatte hatten zahlreiche Minister darauf verwiesen, dass die
Ausgangslage in den einzelnen Staaten sehr unterschiedlich und eine
einheitliche Vorgabe daher nicht sinnvoll sei. Verheugen sagte, dies
sei immer klar gewesen: «Die Ziele werden nicht alle gleich
ehrgeizig ausfallen - das können sie nicht.»
Deutschlands Wirtschaftsminister Michael Glos, der den Ministerrat als
Vertreter der deutschen Ratspräsidentschaft leitete,
erklärte: «Die Mitgliedstaaten haben unterschiedliche
Traditionen, und teilweise haben sie schon sehr viel getan.» Mit
der vereinbarten Vereinfachung der EU-Gesetzgebung könne schon
«unmittelbar nach dem Frühjahrsgipfel» der EU-Staats-
und Regierungschefs am 8. und 9. März begonnen werden, sagte Glos.
Die EU-Kommission wolle zudem eine Reihe von Sofortmaßnahmen
vorschlagen, die «schnell wirksame erste Entlastungen
schaffen» könnten.
Verheugen hatte bereits im November einen beschleunigten
Bürokratie-Abbau in zehn Bereichen vorgeschlagen, in denen seinen
Angaben zufolge 1,3 Milliarden Euro Verwaltungskosten eingespart werden
könnten. Unter anderem soll die Anzahl der von Bauern und
Spediteuren angeforderten Statistiken gesenkt werden.
Es gehe ihm darum, «Berichtspflichten, Statistikpflichten,
Papierkrieg zu verringern und auf diese Weise Unternehmen zu
entlasten», sagte der deutsche EU-Kommissar. «Das wird dazu
führen, dass mehr investiert werden kann in Forschung,
Entwicklung, Bildung und Ausbildung, das wird mehr Arbeitsplätze
schaffen.» Die hohen Sozial- und Umweltstandards in Europa
sollten bei der Vereinfachung der Vorschriften nicht angetastet werden,
betonte Verheugen.
(Quelle: ap)
Frankreich gewährt Staatspräsident Immunität
Di.20.02.07 - Französische Staatspräsidenten genießen künftig
während ihre Amtszeit Immunität. Die Abgeordneten und
Senatoren beschlossenen am Montag eine entsprechende
Verfassungsänderung. Auf einer feierlichen Sondersitzung in
Versailles stimmten 449 Kongressmitglieder für und 203 gegen die
Reform, die zugleich die Möglichkeit eines
Amtsenthebungsverfahrens schafft. Eine überwältigende
Mehrheit gab es auf der Sitzung für eine zweite
Verfassungsänderung, mit der die Wiedereinführung der
Todesstrafe ausgeschlossen wird.
Der scheidende Staatspräsident Jacques Chirac hatte das
Immunitätsgesetz schon 2002 angekündigt, als er wegen seiner
Rolle in einem Parteifinanzierungsskandal unter Druck stand. Damals
musste auf Grund der unklaren Gesetzeslage der Oberste Gerichtshof
entscheiden. Er bewahrte Chirac vor einer Anklage während seiner
Amtszeit, und die Ermittlungen gegen ihn wurden eingestellt.
Ursprünglich war der Widerstand gegen die Reform groß. Ein
Grund für die Zustimmung vieler Abgeordneter war die
Einführung eines Amtsenthebungsverfahren nach US-Vorbild.
Voraussetzung dafür ist eine Pflichtverletzung des
Präsidenten, die mit seinem Mandat unvereinbar ist. Notwendig
für eine Amtsenthebung ist eine Zweidrittelmehrheit beider
Parlamentskammern.
Die Todesstrafe wurde in Frankreich 1981 unter dem damaligen
sozialistischen Präsidenten François Mitterrand
abgeschafft. Per Verfassung blieb ihre Wiedereinführung im Falle
einer Bedrohung für den Staat aber möglich. In dem
Verfassungszusatz, der am Montag mit 828 zu 26 Stimmen verabschiedet
wurde, heißt es: «Niemand kann zur Todesstrafe verurteilt
werden.»
(Quelle: ap)
Australien will für den Klimaschutz herkömmliche
Glühbirnen verbieten
Di.20.02.07 - Australien will als erstes Land der Welt die Verwendung
herkömmlicher Glühbirnen verbieten, um den Energieverbrauch
und damit den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern.
Stattdessen sollen künftig nur noch Kompaktleuchtstofflampen
eingesetzt werden, wie Umweltminister Malcolm Turnbull am Dienstag
mitteilte.
«Das ist eine kleine Sache, aber eine massive Umstellung»,
sagte Turnbull dem Fernsehsender Nine Network. «Wenn der Rest der
Welt unserer Führung folgt, wird dies eine erhebliche
Energieeinsparung bedeuten.» Die schrittweise Umstellung der
Lampen werde nicht nur die Stromrechnung der Haushalte entlasten,
sondern auch die Emission von Treibhausgasen im eigenen Land bis 2012
um vier Millionen Tonnen reduzieren. Nach den zuletzt vorliegenden
Zahlen von 2004 gab Australien 565 Millionen Tonnen Kohlendioxid und
andere schädliche Gase in die Atmosphäre ab.
Umweltschützer kritisierten die Ankündigung der konservativen
Regierung als Tropfen auf den heißen Stein. Statt dessen
forderten sie einen konkreten Zielrahmen für die Reduzierung der
Emissionen und die Umstellung auf erneuerbare Energieträger.
Bei der Glühbirne wird die dem Glühfaden zugeführte
Energie in Strahlung umgesetzt. Davon wird aber nur ein geringer
Frequenzbereich als Licht wahrgenommen. Die Strahlung im
Infrarotbereich ist nicht sichtbar und wird als Wärme empfunden.
Leuchtstoffröhren haben eine höhere Lichtausbeute im
Verhältnis zur Energiezufuhr. Sie sind mit Gas gefüllt und
mit einem fluoreszierenden Leuchtstoff beschichtet.
(Quelle: ap)
City-Maut in London ausgeweitet
Di.20.02.07 - Vier Jahre nach Einführung der City-Maut in London ist die
für Autos gebührenpflichtige Zone am Montag verdoppelt worden.
Nunmehr kostet auch die Fahrt durch die feinen Stadtteile Chelsea,
Kensington und Notting Hill oder zum Kaufhaus Harrods acht Pfund
(zwölf Euro) Tagesgebühr. Viele der 230.000 Einwohner in dem
Gebiet westlich der Innenstadt begrüßen die Erweiterung,
aber vor allem Geschäftsleute laufen Sturm gegen
Bürgermeister Ken Livingstone.
Diese Entscheidung könnte dem «Roten Ken» bei der
Kommunalwahl im nächsten Jahr 150.000 Stimmen kosten, prophezeit
der Vorsitzende des Verbands der Einwohner West-Londons, Gordon Taylor.
Der Bürgermeister höre nicht darauf, was die Menschen sagten.
Einwohner in der Mautzone bekommen einen Rabatt von 90 Prozent auf die
Gebühr, die an Werktagen zwischen 7.00 Uhr und 18.00 Uhr
fällig ist. Das werde dazu beitragen, dass zwischen den beiden
Mautzonen der Verkehr noch zunehme, meint Taylor.
Livingstone macht geltend, dass seit Einführung der
«Verstopfungsgebühr» 2003 der Verkehr in der Innenstadt
um ein Fünftel zurückgegangen sei. Doch haben die Staus
innerhalb der Mautzone zugenommen - was der Bürgermeister auf
Bauarbeiten zurückführt. Die konservative Opposition im
Londoner Stadtrat gibt den neuen Bus- und Radspuren die Schuld. In der
City der britischen Hauptstadt fehlen breite Verkehrswege wie etwa die
Boulevards in Paris.
Einer Ipsos-Mori-Umfrage zufolge sind 36 Prozent der Londoner mit ihrem
Bürgermeister zufrieden, 26 Prozent sind es nicht. 40 Prozent
derer, die «sehr unzufrieden» mit Livingstones
Amtsführung sind, geben als Grund die City-Maut an. Richard Bourn
von der Lobbygruppe Transport 2000 unterstützt das Stadtoberhaupt
gegen seine Kritiker. Seine Verkehrspolitik unterstütze die
öffentlichen Verkehrsmittel. Zu Beginn sei die Maut unpopulär
gewesen, nun sei sie beliebt. «Er tut, wofür ihn die Leute
gewählt haben - schwierige Maßnahmen ergreifen», lobt
Bourn.
Die frühere Vizebürgermeisterin Jenny Jones von den
Grünen weist jedoch darauf hin, dass der 2000 gegen den Willen Tony
Blairs gewählte Livingstone die Menschen polarisiere. «Denn
er ist sehr er selbst.» Einerseits erwarb er sich mit seiner
Reaktion nach dem Terroranschlägen vom 7. Juli 2005 Respekt an
Ansehen. Andererseits machte er mit verbalen Ausfällen von sich
reden: Einem jüdischen Journalisten warf er vor, sich wie ein
KZ-Aufseher zu benehmen.
Über den amerikanischen Botschafter Robert Tuttle lästerte er
öffentlich, er verhalte sich wie ein «kleiner Gauner»,
weil die Diplomaten für ihre Dienstfahrzeuge keine
Mautgebühren zahlten. Den amerikanischen Präsidenten George W.
Bush kanzelte der «Rote Ken» als korrupt ab, hält aber
die kubanische Revolution für «einen der Höhepunkte des
20. Jahrhunderts» und empfing den venezolanischen
Präsidenten Hugo Chavez.
Der Verband britischer Autofahrer zählt dagegen nicht zu seinen
Freunden. Livingstone vertrete stets das, was gerade populär sei,
kritisiert dessen Sprecher Roger Lawson. «Das einzige Programm von
Herrn Livingstone ist, so weit ich das sehe, die Unterstützung
einer Politik, mit der er wiedergewählt wird - sei sie nun rational
oder nicht», schimpft der Auto-Lobbyist.
(Quelle: ap)
BUND: CO2-Ausstoß deutscher Neuwagen über Europadurchschnitt
Di.20.02.07 - In Deutschland fehlen nach Ansicht der Umweltschutzorganisation BUND
politische Anreize für den Kauf umweltfreundlicher Autos. Derzeit
sei jeder zweite Neuwagen in Deutschland ein Dienst- oder Firmenwagen,
sagte der Verkehrsexperte vom BUND, Werner Reh, am Montag in Berlin bei
der Vorstellung des «Europäischen Klima-Fahrtenbuchs 2012
für Pkw». Für Unternehmen sei es lukrativer, große
und schwere Wagen zu kaufen. Nach Daten der EU-Kommission habe
Deutschland 2004 in Europa an fünfter Stelle bei der Höhe des
CO2-Ausstoßes von Neuwagen gelegen. Die Nachfrage auf dem
deutschen Markt werde derzeit in eine falsche Richtung gedrängt,
kritisierte Reh.
(Quelle: ddp)
Autoexperte für CO2-Handel zwischen Autoherstellern
Di.20.02.07 - Ein zwischen Autoherstellern geführter Handel mit Emissionsrechten
für das klimaschädigende Kohlendioxid würde nach Ansicht
des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer quasi "über Nacht"
für umweltfreundlichere Autos sorgen. Steuerverwerfungen seien
damit nicht verbunden, sagte der Experte der Fachhochschule
Gelsenkirchen. "Nach unseren Berechnungen würde der CO2-Handel
etwa dazu führen, dass ein Smart zusätzlich Spritspartechnik
dem Kunden bieten würde und gleichzeitig der Preis um 600 Euro
reduziert würde," sagte Dudenhöffer. Grund dafür sei,
dass Smart eingespartes CO2 an Porsche oder andere Hersteller
verkaufen könne. Der Preis eines Alfa Romeo oder Audi würde
sich dabei um knapp 2.500 Euro verteuern.
Käufer würden damit bereits beim Autokauf durch
unterschiedliche Preise "gelenkt", argumentierte Dudenhöffer. Der
Staat und damit alle Finanzminister blieben bei dieser Lösung
"außen vor". Die wenigsten Autokäufer berücksichtigten
beim Kauf Unterhaltskosten wie Steuer, Versicherung oder Wartung. Das
wesentliche Lenkungssignal sei der Listenpreis des Herstellers.
Dudenhöffer kritisierte den Vorschlag von Bundesverkehrsminister
Wolfgang Tiefensee (SPD) zur Einführung einer Kfz-Steuer nur auf
Basis der Schadstoffemissionen. Bereits jetzt gebe es entsprechende
steuerliche Anreize, ohne dass dies zum Kauf verbrauchsgünstigerer
Wagen beigetragen habe. Für große Lenkungswirkungen
müssten kleinere Fahrzeuge mit Subventionen und größere
und ältere Fahrzeuge sehr viel stärker mit Steuern belegt
werden. Dies würde großen politischen Widerstand der
Autobesitzer in Deutschland herbeirufen.
Der "deutliche überwiegende Teil der Wähler in Deutschland
wäre von der Steuer negativ betroffen", erwartete
Dudenhöffer. Damit sei bereits jetzt absehbar, daß der
Tiefensee-Vorschlag nicht geeignet sei, die von Brüssel
vorgeschlagene Grenze von 130 Gramm CO2 je Kilometer ab dem Jahr 2012
umzusetzen. "Die Steueränderung ist also eher eine
Feigenblatt-Aktion", urteilte Dudenhöffer.
(Quelle: afp)
Verbraucherzentrale: Schadstoffbezogene Steuer sozial unausgewogen
Di.20.02.07 - Der Bundesverband der Verbraucherzentralen hat das Fehlen einer
zukunftsfähigen deutschen Verkehrspolitik moniert. Besser als die
schadstoffbezogene Kfz-Steuer wäre ein klares Verbot von
Spritfressern, forderte Verbraucherschützer Holger Krawinkel in
einem Gastbeitrag für die «Frankfurter Rundschau».
Er halte die schadstoffbezogene Kraftfahrzeugsteuer für sozial
unausgewogen: «Während sich ein Porschefahrer ohne weiteres
ein paar Hundert Euro Aufschlag leisten kann, wird die Mobilität
für den Fahrer eines alten Golfs zum finanziellen Problem.. Ein
Verbot für neue Spritfresser, die einen nutzenbezogenen Grenzwert
überschreiten, und allenfalls eine progressive Schadstoffsteuer
für Neuwagen wären seiner Meinung nach gerechter und
effektiver. Außerdem schlug Krawinkel vor, die Steuerprivilegien
für besonders schadstoffintensive Dienstwagen zu streichen.
(Quelle: ap)
Wissenschaft
Forscher fordern Ende der Subventionen für Tiefseefischerei
Di.20.02.07 - Zahlreiche Meeresforscher verlangen das Ende staatlicher Subventionen
für die kommerzielle Tiefseefischerei. Auf dem Kongress der
amerikanischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (AAAS)
in San Francisco warfen sie etwa einem Dutzend Länder vor, die
Zerstörung einzigartiger Ökosysteme aus ihrem
Staatssäckel zu finanzieren.
Ohne dieses Geld wäre der Tiefseefang für die meisten Fischer
unprofitabel und würde erheblich schrumpfen, erklärten
Experten aus Amerika und der EU. Eine in San Francisco
veröffentliche Untersuchung der Universität von British
Columbia im kanadischen Vancouver kommt zu dem Ergebnis, dass
Tiefseefischer jährlich mit 152 Millionen Dollar unterstützt
werden. Ohne diese Subvention würde der Fischfang mit
Grundschleppnetzen 50 Millionen Dollar pro Jahr Verlust machen, sagte
einer der beiden Autoren der Studie, Rashid Sumalia.
Zu den Ländern, die Tiefseefischer unter anderem bei den hohen
Treibstoffkosten auf hoher See unterstützten, gehören allen
Experten zufolge Japan, Russland, Spanien, Frankreich, Island,
Australien und Neuseeland. «Es gibt mit Sicherheit bessere
Investitionen als die Subvention von Tiefseekuttern, die 1,1 Milliarden
Liter Treibstoff pro Jahr verbrennen - noch dazu für magere
Fänge von uralten Fischen», ergänzte Mitautor Daniel
Pauly.
Den Angaben zufolge macht die Ausbeute vom tiefen Meeresboden nur 0,25
Prozent des globalen Fischfangs aus. Für diesen Ertrag richten
Tiefseefischer mit ihren schweren Grundfangnetzen in Tiefen von 1000 bis
2000 Metern eine «ökologische Katastrophe» an, sagte
Matthew Gianni von der Umwelschutzorganisation Deep Sea Conservation
Coalition der Nachrichtenagentur dpa.
Dennoch stimme ihn der Beschluss der UN-Vollversammlung vom Dezember
verhalten optimistisch, die Weltmeere durch «nachhaltige
Fischerei» vor Plünderung bewahren und illegales Fischen
ahnden zu wollen, sagte Gianni. Darüber hinaus bewertete er
positiv, dass Japan und Südkorea derzeit ein regionales Abkommen
zum Schutz bedrohter Fischarten und Fischgründe im Nordpazifik
aushandeln wollen und sich in der Zwischenzeit durch
Interimsvereinbarungen zu binden bereit sind. Entsprechend wollten sich
die USA, die EU, Australien, Neuseeland und Chile, bei Verhandlungen
Ende April bis Anfang Mai in Chile auf ein Abkommen für den
Süden einigen.
(Quelle: dpa)
Wissenschaftler bringen Zahn aus dem Biolabor bei Maus zum Wachsen
Di.20.02.07 - Japanischen Forschern ist es erstmals gelungen, natürliche
Zähne von Mäusen durch Beißerchen aus der Retorte zu
ersetzen. Wie das von Takushi Tsuji geleitete Forschungsteam von der
Tokioter Wissenschaftsuniversität in dem Magazin "Nature Methods"
beschreibt, züchteten sie separat zwei Arten von Zellen für
die Produktion von Zahnhartgewebe. Diese injizierten sie dann einem
Kollagen-Protein. Daraus entstand ein 1,3 Millimeter großes
Zähnchen, das die Forscher einer acht Wochen alten Maus
implantierten, deren Schneidezahn sie zuvor gezogen hatten.
Zwei Wochen später war ein perfektes Wachstum des neuen Gebildes
festzustellen - komplett mit Wurzel, Zahnschmelz, Zahnmark, Knochen und
Blutgefäß.
(Quelle: afp)