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Aktuelle Nachrichten
Irak am neunhundertachtundsechzigsten Tag nach Erlangung der
formellen Souveränität
Anzeichen für neue Strategie von Aufständischen im Irak. Mehr
als 20 Tote bei Anschlägen. Dänemark kündigt
Truppenabzug aus dem Irak an. US-Vizepräsident Cheney: USA wollen
Irak erhobenen Hauptes verlassen
Do.22.02.07 - Eine Woche nach Beginn der US-Offensive im Großraum Bagdad mehren
sich die Hinweise auf eine veränderte Strategie der
Aufständischen. Am Mittwochabend wurde zum zweiten Mal in einer
Woche ein Chlorgas-Transporter angegriffen. Außerdem schossen die
Rebellen erneut einen US-Hubschrauber ab. Am Donnerstagmorgen waren in
Bagdad mehrere heftige Explosionen zu hören.
Aufständische sprengten in Bagdad einen mit Chlorgasbehältern
beladenen Kleinlaster in die Luft. Dabei wurden nach Polizeiangaben
mindestens fünf Menschen getötet. Mehr als 55 Menschen
mussten mit Atembeschwerden und Augenreizungen ins Krankenhaus
eingeliefert werden. Erst einen Tag zuvor war nordwestlich von Bagdad
ein Bombenanschlag auf einen Tanklaster mit einer Chlorgassubstanz
verübt worden.
Nördlich von Bagdad wurde am Mittwoch ein US-Hubschrauber vom Typ
Black Hawk abgeschossen, wie ein Militärsprecher mitteilte. Alle
neun Soldaten an Bord der Maschine wurden von einem zweiten
Hubschrauber gerettet. Damit wurden seit dem 20. Januar bereits
mindestens acht US-Hubschrauber abgeschossen worden oder
abgestürzt. Dabei kamen 28 Soldaten und Zivilpersonen ums Leben.
Ein Selbstmordattentäter hat in der irakischen Pilgerstadt
Nadschaf 16 Menschen mit in den Tod gerissen. Nach Angaben der Polizei
sprengte er sich mittels einer Autobombe inmitten einer Gruppe von
Bauarbeitern in die Luft. 38 weitere Menschen wurden zum Teil schwer
verletzt, darunter fünf Polizisten. Die Sprengladung explodierte
rund 500 Meter vom Schrein des Imams Ali bin Abi Talib entfernt, dem
wichtigsten Heiligtum der Schiiten im Irak.
Dänemark zieht seine Truppen aus dem Irak ab. Die 460 im
Süden des Landes stationierten Soldaten sollen bis August in die
Heimat zurückkehren, wie der dänische Ministerpräsident
Anders Fogh Rasmussen am Mittwoch ankündigte.
Dem Vernehmen nach hat die britische Regierung beschlossen, 1.500
Soldaten aus dem Irak abzuziehen. Nach BBC-Informationen könnten
bis Ende des Jahres insgesamt 3.000 der 7.100 Soldaten abgezogen werden,
falls die Sicherheitslage dies zulässt. Die in der
südirakischen Stadt Basra stationierten dänischen Soldaten
stehen unter britischem Kommando.
Die USA wollen Vize-Präsident Dick Cheney zufolge den Irak
erhobenen Hauptes verlassen.
Bei einer Rede am Mittwoch auf dem Yokosuka Marinestützpunkt nahe
Tokio sagte Cheney: "Wir wollen den Einsatz zu Ende bringen, wir wollen
es richtig machen, wir wollen in Ehre zurückkehren." Cheney sprach
während einer Japan-Reise an Bord des US- Flugzeugträgers
"Kitty Hawk". Im Laufe des Tages sollte er mit Ministerpräsident
Shinzo Abe sprechen.
Japan hatte sich mit 550 Soldaten am Wiederaufbau im Irak beteiligt,
jedoch nicht an Kampfeinsätzen. Verteidigungsminister Fumio Kyuma
nannte den US-geführten Einmarsch vor einigen Wochen einen Fehler.
(Quellen: dpa, rtr, ap)
Blick ins Archiv:
Der Krieg gegen Irak begann am 20. März 2003
Knapp zwei Stunden nach Ablauf eines Ultimatums an den irakischen Staatschef
Hussein flog die US-Armee erste Luftangriffe auf Bagdad.
US-Präsident Bush hatte
Hussein eine Frist gesetzt, bis zwei Uhr Mitteleuropäischer Zeit das Land zu verlassen.
Der irakische Machthaber hatte zuvor bereits einen Gang ins Exil abgelehnt. Bush erklärte in
einer Fernsehansprache
(19.03.03 - 10:16 P.M. EST / 20.03.03 - 4:15 MEZ) , die erste Phase zur Entwaffnung des Irak sei eingeleitet
worden. Er habe angeordnet, ausgewählte militärische Ziele anzugreifen. Dies sei der Ausgangspunkt
für eine breit angelegte Aktion. Bush räumte ein, der Krieg könnte länger dauern und
schwieriger werden, als manche vorhersagten. Die USA und ihre Verbündeten wärden
alles versuchen, um unschuldige Zivilisten zu schonen....
Chronologie des Irak-Kriegs:
Teil 1: 20.03. bis 30.06.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv3/irak_01.htm#news
Teil 2: 01.07. bis 31.10.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv4/irak_02.htm#news
Teil 3: 01.11. bis 31.12.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv5/irak_03.htm#news
Teil 4: 01.01. bis 31.05.2004
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_04.htm#news
Teil 5: 01.06. bis 31.10.2004
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_05.htm#news
Teil 6: 01.11. 2003 bis 30.04.2005
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_06.htm#news
Teil 7: 01.05. 2005 bis 31.12.2005
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_07.htm#news
Teil 8: 01.01. 2006 bis 22.02.2006
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_08.htm#news
Vor einem Jahr:
Irak am sechshundertundviertenTag nach Erlangung der formellen Souveränität
Mi.22.02.06 - Britischer Außenminister Straw fordert Regierung der nationalen
Einheit im Irak +++ Mindestens 29 Tote bei Anschlägen +++ Irakische
Provinzregierung stellt Zusammenarbeit mit US-Truppen ein +++ Irak bittet
um Verbleib britischer Truppen +++ Dänisches Militärlager im
Irak mit Raketen beschossen
Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv8/k0602220.htm#news
Zitate zur Begründung des Irak-Krieges:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402040.htm#040204_a
Auszüge aus Powells 'Beweisen' zum Irak vom 5. Februar 2003:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402040.htm#040204_b
... Lügen und Täuschungen, die in
London und Washington produziert wurden, verursachten den Tod von bis
zu 55.000 Irakern, unter ihnen 9.600 Zivilisten... John Pilger, ZNet 05.02.2004... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402110.htm#040211_b
Iraq Body Count:
http://www.iraqbodycount.net
Fr.29.10.2004 - Einer Studie zufolge sind rund 100.000 Iraker an den Kriegsfolgen
gestorben. Die meisten Todesfälle gingen auf Gewalteinwirkung
zurück, nicht zuletzt durch Luftangriffe der Alliierten, wie es in
der Studie heißt, die auf der Website der renommierten
britischen Medizinzeitschrift «The Lancet» [http://www.thelancet.com]
veröffentlicht wurde... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv3/irak_k01.htm#bodycount
Do.08.12.2006 - Seit Beginn des Irak-Kriegs im März 2003 sind mindestens 2.919
Angehörige der US-Streitkräfte ums Leben gekommen. Der weitaus
größte Teil kam erst nach dem offiziellen Ende der
Hauptkampfhandlungen am 1. Mai 2003 ums Leben.
Zur Zahl der seit Kriegsbeginn getöteten Iraker gibt es keine
verlässlichen Angaben.
(Quelle: ap)
«Kanonenfutter für das Pentagon»
... wer sind sie eigentlich - die toten amerikanischen Soldaten?... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402110.htm#040211_a
'Statt des Sohnes kam eine leere Hülle aus dem Irak zurück'
»Ich wünschte, ich könnte euch erzählen, daß
unsere Familie wieder heil und glücklich ist, seit mein Sohn aus
dem Irak in ein ziviles Leben zurückgekehrt ist. Aber das ist
nicht der Fall. Mein Sohn ist 21 Jahre alt, er ist obdach- und
arbeitslos. Am 11. Januar (2006) hat er sein Auto in den frühen
Morgenstunden an einen Betonpfeiler gefahren. Niemand, der das Auto
sah, konnte sich vorstellen, daß er den Unfall überlebt hat.
Ich erinnere mich an den Tag, als ich den Anruf bekam: Mein Sohn war
zurück aus dem Krieg, zurück in den Staaten. Ich sank
schluchzend zusammen und dankte dem Schöpfer dafür, daß
er am Leben war. Damals hatte ich keine Ahnung, daß alles, was da
aus dem Krieg zurückkehrte, nur eine Hülle war. Der Geist
meines Jungen und seine Seele müssen immer noch irgendwo in den
Straßen des Irak herumirren... «
Georgia Stillwell, Mitglied der Organisation »Military Families
Speak Out«... Mehr unter:
http://www.jungewelt.de/2006/02-10/056.php
Die Kosten für den Irak-Einsatz explodieren
Mittwoch 20. Dezember 2006: Seit März 2003 haben die USA für den Einsatz im Irak 350 Milliarden
Dollar aufgewendet. In diesem Jahr bereits kletterten die Kosten des Irak-Einsatzes
auf monatlich acht Milliarden Dollar gegenüber 6,4 Milliarden Dollar monatlich im Vorjahr.
US-Präsident Bush hat weitere 100 Milliarden Dollar (75,9 Milliarden Euro) im Kongress beantragt.
Quellen: ap, afp
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Nahost-Konflikt
Israelische Flugzeuge im Libanon beschossen. Nahost-Quartett fordert
Gewaltverzicht von neuer Regierung der Palästinenser
Do.22.02.07 - Libanesische Luftabwehrgeschütze haben am Mittwoch Flugzeuge der
israelischen Luftwaffe beschossen. Die Maschinen hätten die
Souveränität des Libanons verletzt und die
UN-Waffenstillstandsresolution herausgefordert, erklärte ein
Sprecher der libanesischen Streitkräfte. Es war das erste Mal seit
dem Ende des Krieges zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz im August
vergangenen Jahres, dass israelische Flugzeuge im Libanon beschossen
wurden. Bei dem Zwischenfall am Mittwoch wurde offenbar keine der
Maschinen getroffen. Israel fliegt seit Jahren ungeachtet des Protests
der Beiruter Regierung Aufklärungseinsätze im Libanon.
Das Nahost-Quartett gibt seine an die Palästinenser gerichtete
Forderung nach einem Gewaltverzicht nicht auf. Nach zweistündigen
Beratungen des Gremiums kündigte Deutschlands Außenminister
Frank-Walter Steinmeier am Mittwochabend in Berlin an, die
Staatenbereitschaft sei bereit, die Annäherung zwischen
Palästinensern und Israelis weiterhin zu fördern. Als Zeichen
dafür wolle sich das Quartett zu seiner nächsten Sitzung in
einem arabischen Land in der Krisenregion wieder treffen.
Steinmeier sagte, der Prozess der Annäherung sei schwierig.
«Gleichwohl wollen wir ihn gerade deshalb
unterstützen.»
Nach dem Spitzentreffen des israelischen Ministerpräsidenten Ehud
Olmert mit dem palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas mit
US-Außenministerin Condoleezza Rice am Montag in Jerusalem solle
die Gelegenheit genutzt werden, die Fortschritte zu sichern, die bisher
nicht möglich gewesen seien.
Das Quartett einigte sich auf eine Erklärung, wonach es die
Bildung einer Regierung der nationalen Einheit der Palästinenser
unterstütze. Diese müsse auf Gewalt verzichten, das
Existenzrecht Israels und die bisherigen Friedensvereinbarungen
zwischen Israel und den Palästinensern einschließlich des
Friedensplans Roadmap anerkennen. Das Quartett würdigte
außerdem die auf saudische Initiative zu Stande gekommene
innerpalästinensische Treffen in Mekka und das Ende der Gewalt
zwischen den Fraktionen der Palästinenser.
Das Treffen war das zweite innerhalb eines Monats. Das Quartett aus
USA, EU, Russland und Vereinten Nationen war auf deutsches Drängen
Anfang des Monats erstmals nach vierjähriger Pause in Washington
wieder zusammengetreten.
Das Quartett besteht aus EU, Vereinten Nationen, USA und Russland.
Steinmeier vertrat die EU als Ratspräsident. Außerdem nahmen
an der Sitzung der EU-Außenbeauftragte Javier Solana und
Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner teil. Das Treffen
zwischen Olmert und Abbas mit Rice war ohne nennenswerte Fortschritte
zu Ende gegangen. Steinmeier bewertete bereits das Gespräch als
Erfolg, da es unter erschwerten Bedingungen zu Stande gekommen sei.
Zuvor hatte Steinmeier eine Unterredung mit UN-Generalsekretär Ban
Ki Moon geführt, der die Konferenz von Mekka als ermutigend
bezeichnete. Bei der Konferenz hatte sich die Hamas-Bewegung allerdings
nicht auf eine Anerkennung des Existenzrechts Israels festlegen lassen.
(Quelle: ap)
Indien und Pakistan unterzeichnen Atom-Abkommen
Do.22.02.07 - Unter dem Eindruck des verheerenden Anschlags auf einen Schnellzug
zwischen Indien und Pakistan haben beide Staaten am Mittwoch ein
Abkommen unterzeichnet, das das Risiko eines irrtümlich
ausgelösten Atomkriegs mindern soll. Einzelheiten der Vereinbarung
wurden nicht bekannt, doch nach Angaben aus Delegationskreisen einigten
sich die Nachbarländer unter anderem auf vertrauensbildende
Maßnahmen.
Der indische Außenminister Pranab Mukherjee und sein
pakistanischer Kollege Khursheed Kasuri, die der Zeremonie in Neu-Delhi
beiwohnten, bekräftigten, dass der Friedensprozess fortgesetzt
werde. Der Anschlag habe die Notwendigkeit der Zusammenarbeit
unterstrichen, sagte Kasuri. Mukherjee versprach, dass die Täter
gefasst würden. Gemeinsame Ermittlungen mit Pakistan schloss er
jedoch aus. Nach dem Gesetz müssten die Ermittlungen von Indien
durchgeführt werden. Die indische Polizei fahndet mit
Phantombildern nach zwei Verdächtigen, die kurz vor dem Terrorakt
vom Zug gesprungen sind. Bei dem Anschlag kamen 68 Menschen ums Leben.
Der UN-Sicherheitsrat verurteilte den Brandanschlag auf den Schnellzug
und verlangte eine Bestrafung der Täter. In einer am Dienstagabend
in New York angenommenen Erklärung wird die Selbstverpflichtung der
Regierungen in Indien und Pakistan begrüßt, den
Friedensprozess trotz des Anschlags fortzusetzen.
(Quelle: ap)
Argentinien wendet sich gegen Isolierung von Venezuela
Do.22.02.07 - Zwei Wochen vor einer Lateinamerika-Reise von US-Präsident George
W. Bush hat sich Argentinien gegen dessen Bemühungen um eine
Isolierung der linksgerichteten Regierung Venezuelas gewandt. Bei einem
Besuch in Venezuela kündigte der argentinische Präsident
Nestor Kirchner am Mittwoch an, die Beziehungen zwischen beiden Staaten
weiter zu vertiefen.
«Es kann nicht sein, dass es irgendjemand stört, wenn unsere
Nationen zusammenwachsen», sagte Kircher. Er nannte den
venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez einen «Bruder und
Freund» und unterzeichnete mehrere Abkommen zur Zusammenarbeit in
der Landwirtschaft und in der Ölförderung. Auch wollen
Argentinien und Venezuela eine zweite gemeinsame Staatsanleihe
über 1,5 Milliarden Dollar auf dem Kapitalmarkt platzieren.
Bush beginnt seine Lateinamerika-Reise am 8. März in Brasilien.
Auf seinem Programm stehen außerdem Besuche in Uruguay,
Kolumbien, Guatemala und Mexiko. Während eines Aufenthalts in
Buenos Aires sagte kürzlich der Staatssekretär im
US-Außenministerium, Nicholas Burns, die USA könnten mit
linksgerichteten Regierungen wie denen in Argentinien und Brasilien
zusammenarbeiten. Venezuela aber sei «eine andere
Angelegenheit».
(Quelle: ap)
Friedensnobelpreisträgerin Menchu kandidiert für
Präsidentschaftswahl in Guatemala
Do.22.02.07 - Die Friedensnobelpreisträgerin Rigoberta Menchu will
Präsidentin von Guatemala werden. Die Vorkämpferin für
Indianerrechte teilte am Mittwoch mit, dass sie bei der Wahl im
September für die kleine Partei Encuentro por Guatemala antreten
werde. Diese muss die Kandidatur am 22. März noch formell
beschließen.
Ursprünglich wollte Menchu für die Wahl eine eigene Partei
registrieren lassen. Ihre Bewegung ist benannt nach dem Maya-Begriff
Winaq, was so viel bedeutet wie «die Ganzheitlichkeit des
Menschen». Für die Zulassung zur Präsidentenwahl
reichte jedoch die Zeit nicht mehr aus.
Menchu gehört dem Maya-Volk der Quiche an. Sie wäre die erste
indigene Präsidentin in Guatemala und zugleich die erste Frau im
höchsten Staatsamt. Für ihre Bestrebungen nach sozialer
Gerechtigkeit und ethno-kultureller Versöhnunge erhielt sie 1992
den Friedensnobelpreis.
(Quelle: ap)
Kampagne für Energiesparlampen in den USA
Do.22.02.07 - Nach der Ankündigung eines Verbots herkömmlicher
Glühbirnen in Australien hat sich in den USA eine private Kampagne
für die Verwendung von Energiesparlampen gebildet. Die Initiative
trägt den Namen 18 Sekunden - so lange soll es dauern, bis eine
Glühbirne aus der Fassung geschraubt und durch eine
Energiesparlampe ersetzt wird.
Vor dem Start der Kampagne am Donnerstag in der kalifornischen Stadt
San Jose sagte der Mitbegründer des Internet-Unternehmens Yahoo,
David Filo, auch eine kleine Änderung im Lebensstil könne in
der Summe von großer Bedeutung sein. Neben Yahoo sind an der
Aktion auch der Einzelhandelskonzern Wal-Mart, Umweltgruppen und
kirchliche Organisationen sowie die Umweltbehörde EPA und das
Energieministerium beteiligt. Wie Australien lehnen auch die USA das
Klimaschutzabkommen von Kyoto mit seinen konkreten Zielvorgaben
für die Drosselung von Treibhausgasen ab.
(Quelle: ap)
Keine Fortschritte bei Kosovo-Verhandlungen
Do.22.02.07 - Bei den abschließenden Verhandlungen zwischen Serben und
Kosovo-Albanern über den künftigen Status der Provinz hat sich
am Mittwoch keine Annäherung abgezeichnet. Der UN-Sondergesandte
Martti Ahtisaari sagte in Wien, die Standpunkte der beiden Seiten
hätten sich nicht angenähert.
Seinem Plan zufolge soll dem Kosovo eine weit reichende
Selbstbestimmung unter internationaler Aufsicht zugestanden werden. Dazu
gehört das Recht auf eine eigene Flagge, Nationalhymne,
Streitmacht, Verfassung und Mitgliedschaft in internationalen
Organisationen.
Serbien hat diese Vorschläge als inakzeptabel zurückgewiesen.
Gleichwohl hat sich die Belgrader Regierung bereit erklärt, in Wien
noch einmal mit Ahtisaari und der albanischen Mehrheitsbevölkerung
des Kosovos zu verhandeln. Letztere hat den UN-Plan weitgehend
begrüßt, albanischen Nationalisten geht er allerdings nicht
weit genug.
Der Delegationsleiter der Kosovo-Albaner, Veton Surroi, erklärte
vor Beginn der Gespräche, sein Team werde keine größeren
Änderungen des Plans fordern. Der serbische Chefunterhändler
Slobodan Samardzic sagte, seine Delegation werde
Alternativvorschläge unterbreiten, die sich deutlich von der
Vorlage unterschieden. Diese missachte die Souveränität und
Integrität Serbiens.
Die endgültige Entscheidung über die Zukunft der Provinz, die
seit 1999 von den Vereinten Nationen verwaltet wird, liegt beim
Weltsicherheitsrat.
(Quelle: ap)
Italien: Ministerpräsident Prodi nach Abstimmungsniederlage
zurückgetreten
Do.22.02.07 - Neun Monate nach der jüngsten Parlamentswahl ist Italien in einer
Regierungskrise: Ministerpräsident Romano Prodi trat am Mittwoch
nach einer Abstimmungsniederlage im Senat zurück.
Staatspräsident Giorgio Napolitani kündigte für den
(heutigen) Donnerstag politische Konsultationen über eine neue
Regierung an. Nach Angaben des Präsidialamtes bat Napolitano
Prodi, die Amtsgeschäfte kommissarisch weiter zu führen.
Prodis Mitte-links-Bündnis Olivenbaum teilte mit, es sei bereit,
die Unterstützung für den Regierungschef zu erneuern. Die
Opposition forderte den Abgang Prodis. «Lasst uns hoffen, dass
die Konsultationen nützlich sein werden und sich die Dinge
klären», sagte ein Führungsmitglied des Olivenbaums,
Dario Franceschini. «Wir sind bereit, unser volles Vertrauen in
Prodi zu bestätigen.» Eine neue Regierung muss sich einer
Vertrauensfrage im Parlament stellen. Prodis Vorgänger Silvio
Berlusconi erklärte, Prodi habe nun die Verpflichtung,
zurückzutreten.
Die Regierung hatte zuvor im Senat eine wichtige Abstimmung zur
Außenpolitik verloren. Einige Parlamentarier der
Mitte-links-Koalition verweigerten dem Afghanistan-Einsatz ihre
Zustimmung. Außenminister Massimo D'Alema hatte zuvor
erklärt, die Regierung sollte im Fall einer Niederlage
zurücktreten. Bei der Abstimmung handelte es sich aber nicht um
ein Misstrauensvotum und sie war daher nicht bindend.
Zahlreiche Enthaltungen, die als Nein-Stimmen gelten, führten
dazu, dass das außenpolitische Programm der Regierung nicht die
erforderliche Mehrheit von 160 Stimmen fand. Für die Vorlage
stimmten 158 Senatoren, 136 stimmten dagegen.
Prodis Koalition reicht seit der Parlamentswahl vom vergangenen April
von Christdemokraten bis Kommunisten. Sie verfügt im Senat ohnehin
nur über eine hauchdünne Mehrheit. Italien hat 1.800 Soldaten
in Afghanistan stationiert, die von Berlusconi entsandt wurden. Prodi
hat sich bereit erklärt, die Truppen dort zu belassen. Die
Kommunisten haben jedoch verlangt, die Soldaten abzuziehen und der
Forderung der NATO zu widerstehen, das Kontingent aufzustocken.
D'Alema hatte den Kommunisten zugesichert, dass Italien die Idee einer
Friedenskonferenz für Afghanistan vorantreiben und sein
wirtschaftliches Engagement dort verstärken werde.
(Quelle: ap)
EU-Kommission verhängt Rekordstrafe gegen ThyssenKrupp
Do.22.02.07 - Die EU-Kommission hat gegen ThyssenKrupp und vier weitere Konzerne eine
Rekordstrafe von 992 Millionen Euro wegen Kartellabsprachen
verhängt. Allein auf ThyssenKrupp entfallen 480 Millionen Euro, wie
der Sprecher von Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes am Mittwoch in
Brüssel mitteilte. Dies sei das höchste Bußgeld, das die
EU-Kommission jemals wegen Kartellabsprachen gegen einen einzelnen
Konzern verhängt habe.
Betroffen sind insgesamt 17 Tochter-Unternehmen von ThyssenKrupp, Kone,
Otis, Schindler und Mitsubishi, die Aufzüge bauen. In Deutschland
sind neben der ThyssenKrupp Aufzüge GmbH und der ThyssenKrupp
Fahrzüge GmbH auch die deutschen Töchter von Kone, Otis und
Schindler betroffen.
ThyssenKrupp erklärte, der Bußgeldbescheid sei dem
Unternehmen noch nicht zugestellt worden, daher könne die
Begründung und Bemessung der Bußgelder derzeit nicht
nachvollzogen werden. ThyssenKrupp wolle den Bußgeldbescheid
rechtlich prüfen und dann entscheiden, ob Rechtsmittel dagegen
eingelegt werden.
Kommissionssprecher Jonathan Todd erklärte, die 17 Unternehmen
hätten sich gegenseitig Aufträge für den Bau und die
Wartung von Aufzügen zugeschanzt und Preisabsprachen getroffen.
«Die öffentliche Hand und private Immobilienbesitzer wurden
im großen Maßstab abgezockt», sagte Todd.
«Dieses Kartell hat die besondere Eigenschaft, dass seine
Nachwirkungen noch 20 bis 50 Jahre zu spüren sein werden, weil sich
die Absprachen auch auf die Wartung bezogen.» In diese Absprachen
seien «ranghohe Mitglieder des nationalen Managements» des
jeweiligen Landes einbezogen gewesen, erklärte die EU-Kommission.
Die Strafe für ThyssenKrupp falle unter anderem deshalb so hoch
aus, weil sich der Konzern bereits mehrfach an Kartellen beteiligt habe,
sagte Todd. Erst vor vier Wochen hatte die Kommission eine
Kartellstrafe von fast 400 Millionen Euro gegen Siemens verhängt.
(Quelle: ap)
Deutschland
Familienministerin von der Leyen will Pflicht-Vorschuljahr für
alle Kinder
Do.22.02.07 - Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) plädiert
für ein Pflicht-Vorschuljahr für alle Kinder, um die
Vorbereitung auf die Schule zu verbessern. Neben den engagierten Eltern
gebe es auch eine Gruppe von Eltern, "die mit sich und ihrer
Lebenssituation völlig überfordert" seien, sagte von der Leyen
dem "Stern". Diese Eltern hätten kein Problembewusstsein, "sie
nehmen die Bedürfnisse ihrer Kinder überhaupt nicht mehr
wahr". Von der Leyen möchte daher ein entsprechendes
Vorschul-Projekt des Landes Niedersachsen auf ganz Deutschland
übertragen.
Der normale Kindergarten helfe gerade der problematischsten Gruppe
nicht weiter, weil zu viele Kinder aus bildungsfernen Familien die
Kindergärten gar nicht besuchten. Da könne nur die Pflicht zum
Besuch der Vorschule helfen, sagte von der Leyen. Zur Finanzierung
eines solchen "Brückenjahres zur Schule", das Eltern und Kommunen
finanziell entlasten soll, sagte sie: "Wenn wir frühkindliche
Bildung als Aufgabe sehen, durch die die Innovation unseres Landes in 30
Jahren geprägt wird, möchte ich mit Bund und Ländern
über die Finanzierung diskutieren und so ein ganzheitliches Konzept
entwickeln."
Die Ministerin will außerdem wie das Land Nordrhein-Westfalen
einen verbindlichen Sprachtest im Alter von vier Jahren bundesweit
einführen. Diejenigen, die in diesem Alter noch wie Drei- oder
Zweijährige sprächen, müssten verpflichtend an
Sprachkursen teilnehmen.
Die FDP wertete den neuen Vorstoß von der Leyens als "richtiges
Signal". Allerdings eröffne die Ministerin damit eine "weitere
Baustelle", für die sie weder die Kompetenz noch das Geld habe,
kritisierten die Abgeordneten Miriam Gruß und Patrick Meinhardt in
Berlin. Insbesondere der notwendige Sprachtest im vierten Lebensjahr
dürfe nicht nach dem Motto organisiert werden, "der Bund bestellt,
die Städte und Gemeinden zahlen".
(Quelle: afp)
Gysi hält Bundesregierung soziale Ungerechtigkeit vor
Do.22.02.07 - Beim Politischen Aschermittwoch der Linkspartei hat der
Fraktionsvorsitzende Gregor Gysi der Bundesregierung soziale
Ungerechtigkeit vorgegalten. Während Rentner, Arbeitslose und
Arbeitnehmer ein Minus hinnehmen müssten, verzeichneten Unternehmen
und Vermögende ein Plus, kritisierte Gysi vor rund 250
Anhängern in Passau.
Als Beispiele für Sozialabbau nannte er das Elterngeld, die
Gesundheitsreform und das Arbeitslosengeld. So sei es Ziel des
Elterngelds, «dass die Armen weniger Kinder kriegen und die
Reicheren mehr Kinder», erklärte der Bundestags-Fraktionschef
der Linken. Gleichzeitig sprach Gysi sich für eine umfassende
Kinderbetreuung aus.
Die Pläne von Bundesfamilienministerein Ursula von der Leyen,
verstärkt Kinderkrippen einzurichten, seien in der ehemaligen DDR
schon verwirklicht gewesen, erklärte der Politiker. Jedoch sei es
in Deutschland versäumt worden, positive Entwicklungen aus dem
Osten zu übernehmen. Manches hätte sich «als ganz
praktikabel herausstellen können», sagte Gysi und fügte
hinzu: «Ich hoffe, die Linke ist weiter und weiß, dass der
Hauptunterschied nicht der zwischen Ost und West, sondern der zwischen
Arm und Reich und Oben und Unten ist.»
Auch die Gesundheitsreform griff Gysi scharf an: «Was jetzt
herausgekommen ist, ist eine Katastrophe», sagte er. Für die
wirklich Kranken bleibe weniger Geld. Die Reform des Arbeitslosengeldes
wiederum sei eine «Leistungskürzung in einem Umfang, wie es
sie noch nie vorher in der Geschichte der Bundesrepublik gegeben
hat», kritisierte Gysi weiter.
Gerhard Schröder habe eine Gesetzgebung an den Tag gelegt, die
sich Helmut Kohl nicht getraut hätte. «Die Sozialdemokratie
ist neoliberal geworden», sagte Gysi. Wenn der Staat den
Lebensstandard vorschreibe, verletze das die Würde des Menschen.
«Ich möchte, dass auch das fünfte Kind einer
alleinerziehenden Sozialhilfeempfängerin die Chance hat, eine
Top-Bildung zu erhalten», fügte er hinzu. Gysi forderte die
Einführung eines Mindestlohns, die Heranziehung sämtlicher
Einkommen für die gesetzliche Rente und sprach sich gegen
Privatisierungen aus.
Gleichzeitig forderte der Fraktionschef seine Anhänger zur
Geschlossenheit auf. Die Linkspartei müsse öffentlich
wahrgenommen werden, erklärte Gysi. «Am 16. Juni haben wir in
Deutschland, wie ich hoffe, eine Partei, die 'Die Linke
heißt», sagte Gysi zur bevorstehenden Fusion von
Linkspartei.PDS und der Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit
(WASG). Die Vereinigung sei auch eine Chance für die Linkspartei
in Bayern, bei den Landtagswahlen im kommenden Jahr in den Landtag
einzuziehen.
Zum Rückzug des bayerischen Ministerpräsidenten Edmund
Stoiber äußerte Gysi sich zurückhaltend. Er wünsche
Stoiber alles Gute, sagte er. Gysi erklärte, wenn die absolute
Mehrheit in Bayern für die CSU verloren gehe, gebe es zwei Leute,
die das freue: «Edmund Stoiber und mich - wenn auch aus
völlig verschiedenen Gründen.»
(Quelle: ap)
Glühbirnen-Verbot könnte Stromverbrauch um sechs Prozent
verringern
Do.22.02.07 - Ein Verbot von Glühbirnen könnte nach Schätzung der
Deutschen Energieagentur den privaten Stromverbrauch in Deutschland um
sechs Prozent verringern. Die Haushalte würden vier Millionen
Tonnen weniger Treibhausgase produzieren, wenn Glühbirnen durch
Energiesparlampen ersetzt würden, sagte Dena-Expertin Annegret
Agricola der «Frankfurter Rundschau». «Das wäre
eine nennenswerte Größe.»
In Australien ist ein Verbot von Glühbirnen geplant. Das
Bundesumweltministerium hatte sich am Dienstag gegen einen solchen
Schritt ausgesprochen. Bei SPD und Grünen gibt es allerdings
Befürworter.
(Quelle: ap)
UN-Klimaforscher: Zeit zur Umkehr noch kürzer
Do.22.02.07 - Die Menschheit hat neuen, in Medienberichten zitierten Ergebnissen
zufolge nicht einmal mehr 15 Jahre Zeit, um eine unumkehrbare
Klimakatastrophe durch die rasche Einführung effizienter
Technologien zu verhindern.
Dies geht aus dem noch unveröffentlichten dritten Teil des
Weltklimaberichtes der Vereinten Nationen hervor, aus dem die
«Spiegel Online» und «Financial Times
Deutschland» zitieren. Wenn der Ausstoß von Treibhausgasen
nicht spätestens bis zum Jahr 2020 substanziell abnähme,
werde der letzten Entwurfsfassung des Berichtes zufolge die
Erderwärmung unumkehrbare Prozesse wie das Abschmelzen der
Eisschilde in Grönland und die Übersäuerung der Ozeane
in Gang setzen. 16 Billionen Dollar (12,16 Billionen Euro) sollen bis
2030 vornehmlich in CO2-arme Technologien gesteckt werden.
Aber die Weltgemeinschaft dürfe sich nicht mehr nur auf
klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) konzentrieren. Stattdessen
müsse eine «Multi-Gas-Strategie» auch die Zunahme von
Methan, Lachgas und anderer Treibhausgase in der Atmosphäre
eindämmen. Damit seien nicht mehr nur Autos und Kraftwerke im
Fadenkreuz der Klimaforscher, Diplomaten und Politiker, hieß es.
Methan und Lachgas stammen zu einem Großteil aus Viehhaltung,
Nassreisanbau beziehungsweise Stickstoffdüngung in der
Landwirtschaft. Enorme Mengen Methan könnten auch freigesetzt
werden und die Erdatmosphäre weiter aufheizen, wenn die
Permafrostböden der Arktis auftauen. Wenn diese Treibhausgase
stärker reduziert werden sollen, seien vor allem auch
Entwicklungs- und Schwellenländer in der Pflicht.
Den Forschern zufolge sollte die CO2-Konzentration in der
Atmosphäre auf einem Niveau von höchstens 420 Anteilen pro
einer Million Luftmoleküle (ppm) stabilisiert werden. Aktuell
betrage dieser Wert aber schon 383 ppm, und jährlich kämen
aktuell 2,5 hinzu. Die Warnung des Klimarates: Die Zielmarke sei
«nur in den stringentesten Szenarien» noch zu erreichen -
und damit ein Stopp der globalen Erwärmung bei maximal zwei Grad
Celsius. Ein Überschreiten dieser Temperaturschwelle muss nach
Ansicht vieler Klimaforscher vermieden werden, weil die Folgen des
globalen Wandels dann unbeherrschbar würden. Die Autoren der
insgesamt sechs Studien nennen Werte zwischen 48 und 86 Prozent, um die
der Gaseausstoß bis 2050 im Vergleich zu 2000 gedrosselt werden
müsste.
Das von den Vereinten Nationen beauftragte Intergovernmental Panel on
Climate Change (IPCC) schlägt ein ganzes Bündel von
Maßnahmen vor. Dazu gehören der verstärkte Einsatz von
Biokraftstoffen, Hybridfahrzeuge, neue Atomkraftwerke, aber auch die
Umstellung des Reisanbaus auf Sorten, die nicht mehr im Wasser wachsen
müssen, wodurch weniger klimabelastendes Methan erzeugt wird.
Beim Kohlendioxid «sind die mittleren jährlichen
Zuwachsraten im Zeitraum von 2000 bis 2005 höher als in den 90er
Jahren», schreiben die IPCC-Autoren. Sie legen dar, dass der
weltweite Ausstoß von Treibhausgasen seit 1970 um mehr als 50
Prozent zugenommen hat. Die Emissionen von CO2 sind seither sogar um
rund zwei Drittel gestiegen. Knapp 60 Prozent Anteil haben daran die
Industrieländer - obwohl sie nur ein Fünftel der
Weltbevölkerung stellen.
Mit dem ersten Teil des Weltklimaberichtes hatte das von den Vereinten
Nationen beauftragte IPCC Anfang Februar eine globale Diskussion
ausgelöst. Während im ersten Teil die Erkenntnisse über
die physikalischen Grundlagen des Klimawandels dargelegt wurden,
trägt der dritte Teil wissenschaftliche Erkenntnisse darüber
zusammen, wie sich die Folgen des Klimawandels abmildern lassen. Er
soll Anfang Mai vorgelegt werden.
(Quelle: dpa)