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Aktuelle Nachrichten
Irak am neunhundertdreiundachtzigsten Tag nach Erlangung der formellen
Souveränität
US-Demokraten setzen Bush mit Zeitplan für Irak-Abzug unter Druck.
US-General räumt Erfolge der Aufständischen ein. USA zu
Gesprächen mit Iran und Syrien über Irak bereit
Fr.09.03.07 - Mit der Ära Bush soll auch der amerikanische Militäreinsatz
im Irak enden: Die US-Demokraten beschlossen am Donnerstag einen Plan,
der einen Truppenrückzug bis Ende 2008 vorsieht. Diese Frist solle
mit einem Gesetz zur Freigabe der vom Präsidenten beantragten fast
100 Milliarden Dollar (76 Milliarden Euro) für die
Militäreinsätze im Irak und Afghanistan verknüpft
werden, sagte die Präsidentin des Repräsentantenhauses, Nancy
Pelosi, in Washington.
Mit der neuen Initiative lege die demokratische Mehrheit im Kongress
erstmals einen «sicheren Termin» für ein Ende des
Kampfeinsatzes fest, erklärte Pelosi. Der demokratische
Abgeordnete und Vorsitzende des Finanzausschusses, David Obey, sagte,
der Plan werde die amerikanische Beteiligung am irakischen
Bürgerkrieg «ordentlich und verantwortlich
abschließen». In einem ergänzenden Papier zu dem
Vorhaben hieß es, der Zeitplan könne beschleunigt werden,
falls die Regierung des irakischen Ministerpräsidenten Nuri
al-Maliki die vereinbarten Ziele für mehr Sicherheit nicht
erfülle.
Der amerikanische Befehlshaber im Irak räumte am Donnerstag
Erfolge der Aufständischen mit ihrer Strategie der
Selbstmordanschläge ein. «Wir teilen das Entsetzen»
über das Blutvergießen, erklärte General David Petraeus
auf seiner ersten Pressekonferenz seit der Übernahme des Kommandos
im vergangenen Monat. Nach seiner Einschätzung haben die
Aufständischen im Irak ihre Terrorkampagne in den vergangenen
Wochen weiter verstärkt.
Es bestehe offenbar ein Zusammenhang mit der vor drei Wochen
eingeleiteten Offensive für mehr Sicherheit im Großraum
Bagdad, sagte Petraeus. Die Angriffe verfolgten das Ziel, einen
Bürgerkrieg zwischen Sunniten und Schiiten zu provozieren. Dies zu
verhindern, sei von entscheidender Bedeutung.
General Petraeus betonte, mit militärischer Gewalt allein werde
ein Ende des Aufstands nicht zu erreichen sein. Die politischen
Gespräche müssten wohl auch einige militante Gruppen
einschließen, die jetzt noch gegen die von den USA gestützte
Regierung kämpften.
Größte Herausforderung für die Sicherheitskräfte
ist derzeit eine schiitische Wallfahrt, zu der Tausende in die
südlich von Bagdad gelegene Stadt Kerbela strömen. Mit Rufen
gegen die sunnitischen Aufständischen strömten am Donnerstag
zahlreiche Gläubige in die den Schiiten heilige Stadt. Bei
Angriffen von vermutlich sunnitischen Aufständischen auf die
schiitischen Pilger waren in den Tagen mehr als 170 Menschen
getötet worden. Der Schutz der Pilger sei eine enorme
Herausforderung, sagte Petraeus. «Wenn jemand bereit ist, sich
selbst in die Luft zu sprengen, dann werden die Probleme sehr, sehr
groß.»
Unmittelbar vor der geplanten Irak-Konferenz in Bagdad haben die USA
ihre Bereitschaft zu bilateralen Gespräche mit dem Iran und Syrien
über die Lage im Irak signalisiert.
«Wenn sich die Syrer oder Iraner bei einem Orangensaft an uns
wenden, und über einen stabilen, sicheren, friedlichen und
demokratischen Irak diskutieren wollen, werden wir uns nicht
abwenden», sagte der Irak-Koordinator des
US-Außenministeriums, David Satterfield, am Donnerstag in
Washington. Er wollte sich nicht dazu äußern, ob
US-Diplomaten als erste die Initiative ergreifen wollten.
An der für diesen Samstag in der irakischen Hauptstadt geplanten
Konferenz nehmen neben den USA und den Nachbarländern des Irak
auch die fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates
sowie internationale Organisationen wie die EU und die Arabische Liga
teil. Im Zentrum der Beratungen, zu denen die Regierung in Bagdad
eingeladen hatte, stehen Sicherheit, Zusammenarbeit und Aussöhnung.
Satterfield bezeichnete die Konferenz in Bagdad als ein «weiteres
Teil eines breit angelegten diplomatischen Engagements». Zugleich
machte er deutlich, dass es Ziel der US-Regierung sei, den
diplomatischen Druck auf Syrien und den Iran zu erhöhen.
Teheran gab sich zunächst abwartend. «Das Treffen in Bagdad
wird ein Test sein, um die US-Politik abzuschätzen und zu
ermessen, ob die Amerikaner auf Lösungen oder eine Fortsetzung
ihres Abenteurertums aus sind», sagte der iranische
Vize-Außenminister Abbas Arakchi.
Nach jahrelanger Weigerung hatten sich die USA vor zwei Wochen bereit
erklärt, sich mit den als feindlich eingestuften Ländern Iran
und Syrien bei der Konferenz an einen Tisch zu setzen. Die USA, die vor
27 Jahren ihre diplomatischen Beziehungen zu Teheran abgebrochen
hatten, lehnten zuvor direkte Gespräche mit dem Iran und Syrien
ab. In den vergangenen Wochen hat die US-Regierung dem Iran
vorgeworfen, Terroristen und Aufständische gegen die US-Truppen im
Nachbarland Irak zu unterstützen. Auch Syrien wurde beschuldigt
zuzulassen, dass Extremisten in den Irak einsickern.
(Quellen: ap, dpa)
Blick ins Archiv:
Der Krieg gegen Irak begann am 20. März 2003
Knapp zwei Stunden nach Ablauf eines Ultimatums an den irakischen Staatschef
Hussein flog die US-Armee erste Luftangriffe auf Bagdad.
US-Präsident Bush hatte
Hussein eine Frist gesetzt, bis zwei Uhr Mitteleuropäischer Zeit das Land zu verlassen.
Der irakische Machthaber hatte zuvor bereits einen Gang ins Exil abgelehnt. Bush erklärte in
einer Fernsehansprache
(19.03.03 - 10:16 P.M. EST / 20.03.03 - 4:15 MEZ) , die erste Phase zur Entwaffnung des Irak sei eingeleitet
worden. Er habe angeordnet, ausgewählte militärische Ziele anzugreifen. Dies sei der Ausgangspunkt
für eine breit angelegte Aktion. Bush räumte ein, der Krieg könnte länger dauern und
schwieriger werden, als manche vorhersagten. Die USA und ihre Verbündeten wärden
alles versuchen, um unschuldige Zivilisten zu schonen....
Chronologie des Irak-Kriegs:
Teil 1: 20.03. bis 30.06.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv3/irak_01.htm#news
Teil 2: 01.07. bis 31.10.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv4/irak_02.htm#news
Teil 3: 01.11. bis 31.12.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv5/irak_03.htm#news
Teil 4: 01.01. bis 31.05.2004
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_04.htm#news
Teil 5: 01.06. bis 31.10.2004
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_05.htm#news
Teil 6: 01.11. 2003 bis 30.04.2005
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_06.htm#news
Teil 7: 01.05. 2005 bis 31.12.2005
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_07.htm#news
Teil 8: 01.01. 2006 bis 09.03.2006
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_08.htm#news
Vor einem Jahr:
Irak am sechshundertundneunzehnten Tag nach Erlangung der formellen Souveränität
Do.09.03.06 - Kleinbus mit 18 Erwürgten in Bagdad entdeckt +++ 50 Mitarbeiter von
Sicherheitsfirma entführt +++ Annan: Gewalt im Irak
beeinträchtigt weiter UN-Einsatz +++ Rumsfeld wirft dem Iran
Einschleusen von Agenten in Irak vor +++ US-Botschafter warnt vor
Flächenbrand im Irak...
Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv8/k0603090.htm#news
Zitate zur Begründung des Irak-Krieges:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402040.htm#040204_a
Auszüge aus Powells 'Beweisen' zum Irak vom 5. Februar 2003:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402040.htm#040204_b
... Lügen und Täuschungen, die in
London und Washington produziert wurden, verursachten den Tod von bis
zu 55.000 Irakern, unter ihnen 9.600 Zivilisten... John Pilger, ZNet 05.02.2004... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402110.htm#040211_b
Iraq Body Count:
http://www.iraqbodycount.net
Fr.29.10.2004 - Einer Studie zufolge sind rund 100.000 Iraker an den Kriegsfolgen
gestorben. Die meisten Todesfälle gingen auf Gewalteinwirkung
zurück, nicht zuletzt durch Luftangriffe der Alliierten, wie es in
der Studie heißt, die auf der Website der renommierten
britischen Medizinzeitschrift «The Lancet» [http://www.thelancet.com]
veröffentlicht wurde... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv3/irak_k01.htm#bodycount
Do.08.12.2006 - Seit Beginn des Irak-Kriegs im März 2003 sind mindestens 2.919
Angehörige der US-Streitkräfte ums Leben gekommen. Der weitaus
größte Teil kam erst nach dem offiziellen Ende der
Hauptkampfhandlungen am 1. Mai 2003 ums Leben.
Zur Zahl der seit Kriegsbeginn getöteten Iraker gibt es keine
verlässlichen Angaben.
(Quelle: ap)
«Kanonenfutter für das Pentagon»
... wer sind sie eigentlich - die toten amerikanischen Soldaten?... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402110.htm#040211_a
'Statt des Sohnes kam eine leere Hülle aus dem Irak zurück'
»Ich wünschte, ich könnte euch erzählen, daß
unsere Familie wieder heil und glücklich ist, seit mein Sohn aus
dem Irak in ein ziviles Leben zurückgekehrt ist. Aber das ist
nicht der Fall. Mein Sohn ist 21 Jahre alt, er ist obdach- und
arbeitslos. Am 11. Januar (2006) hat er sein Auto in den frühen
Morgenstunden an einen Betonpfeiler gefahren. Niemand, der das Auto
sah, konnte sich vorstellen, daß er den Unfall überlebt hat.
Ich erinnere mich an den Tag, als ich den Anruf bekam: Mein Sohn war
zurück aus dem Krieg, zurück in den Staaten. Ich sank
schluchzend zusammen und dankte dem Schöpfer dafür, daß
er am Leben war. Damals hatte ich keine Ahnung, daß alles, was da
aus dem Krieg zurückkehrte, nur eine Hülle war. Der Geist
meines Jungen und seine Seele müssen immer noch irgendwo in den
Straßen des Irak herumirren... «
Georgia Stillwell, Mitglied der Organisation »Military Families
Speak Out«... Mehr unter:
http://www.jungewelt.de/2006/02-10/056.php
Die Kosten für den Irak-Einsatz explodieren
Mittwoch 20. Dezember 2006: Seit März 2003 haben die USA für den Einsatz im Irak 350 Milliarden
Dollar aufgewendet. In diesem Jahr bereits kletterten die Kosten des Irak-Einsatzes
auf monatlich acht Milliarden Dollar gegenüber 6,4 Milliarden Dollar monatlich im Vorjahr.
US-Präsident Bush hat weitere 100 Milliarden Dollar (75,9 Milliarden Euro) im Kongress beantragt.
Quellen: ap, afp
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Deutscher Entwicklungshelfer in Afghanistan erschossen
Fr.09.03.07 - Im Norden Afghanistans ist am Donnerstag ein deutscher
Entwicklungshelfer überfallen und erschossen worden. Nach Angaben
der Deutschen Welthungerhilfe, für die der Mann tätig war,
wurde er bei einer Fahrt mit afghanischen Kollegen in der Provinz
Sar-i-Pul von zwei Bewaffneten getötet. Die deutsche Regierung
reagierte entsetzt und betroffen. Deutschlands Außenminister
Frank-Walter Steinmeier versicherte, sie werde alles daran setzen, dass
die Hintergründe aufgeklärt und die Täter zur
Rechenschaft gezogen würden.
Das Auswärtige Amt in Berlin teilte am Abend mit, ein ISAF-Arzt
habe den Toten identifiziert. Die deutsche Bundeswehr schickte zur
Aufklärung Soldaten vom Camp Masar-i-Scharif an den Tatort. Der
Provinzgouverneur von Sar-i-Pul, Sajjed Mohammed Ikbal Munib, nannte
den Überfall einen «terroristischen Akt».
Der Helfer war nach Angaben der Welthungerhilfe für nur zwei
Monate in Sar-i-Pul. Dort sollte er Brücken und Schulen
beurteilen, an deren Instandsetzung die Hilfsorganisation beteiligt
ist. Der Überfall ereignete sich laut Welthungerhilfe gegen 12.30
Uhr deutscher Zeit. Der Polizeichef der Provinz, Abdul Chaled Samjam,
berichtete, der Deutsche sei mit drei afghanischen Kollegen in zwei
Fahrzeugen im Bezirk Sajjad unterwegs gewesen. Dort seien sie gestoppt
worden, ergänzte Vizeprovinzgouverneur Kamarudin Schikeb.
«Sie zerrten sie aus den Autos, durchsuchten sie und raubten die
Afghanen aus», sagte Schikeb. «Den Deutschen führten
sie in einige Entfernung und töteten ihn mit zwei Kugeln.»
Laut Welthungerhilfe wurden die afghanischen Mitarbeiter dafür
beschimpft, dass sie für eine ausländische Organisation
tätig seien.
Steinmeier und Deutschlands Entwicklungshilfeministerin Heidemarie
Wieczorek-Zeul sprachen den Angehörigen, Freunden und Kollegen des
Toten ihr Mitgefühl aus und lobten die Arbeit der Aufbauhelfer.
Sie leisteten Herausragendes in Afghanistan, erklärte der
Außenminister. «Ohne ihren Beitrag hätten
Entscheidendes hin auf dem Weg zu Recht und Ordnung und
wirtschaftlicher Entwicklung nicht geleistet werden können. Diese
Anstrengungen lassen wir uns nicht zunichte machen», betonte
Steinmeier.
Die Stabilisierung und der Wiederaufbau des Landes nach Jahrzehnten des
Bürgerkriegs, der Fremdherrschaft und des Taliban-Regimes sei eine
der schwierigsten Aufgaben dieser Tage, sagte Wieczorek-Zeul.
«Wir wissen, dass die Arbeit in Afghanistan für die zivilen
Helfer mit großen Risiken verbunden ist. Umso mehr verdienen die
Aufbauhelferinnen und Aufbauhelfer in Afghanistan unser aller
Hochachtung und Respekt. Wir erwarten von den afghanischen
Behörden, dass sie alles tun, um den oder die Mörder zu
fassen und einer gerechten Strafe zuzuführen.»
Nach Angaben der Welthungerhilfe ist es das erste Mal in ihrer mehr als
40jährigen Geschichte, dass ein deutscher Mitarbeiter im Ausland
getötet wurde. Im Oktober waren in Nordafghanistan zwei deutsche
freie Mitarbeiter der Deutschen Welle tot aufgefunden worden. Der
Norden gilt eigentlich als deutlich ruhiger als der umkämpfte
Süden des Landes.
In Südafghanistan wurden bei einem Selbstmordattentat gegen einen
NATO-Konvoi nahe Kandahar mehrere Zivilpersonen getötet. Zuvor
hatte es in der Provinz Kandahar bereits einen anderen
Selbstmordanschlag auf einen NATO-Konvoi gegeben. Bei einem
Granatenangriff in der Provinz Helmand wurde ein britischer Soldat
getötet, wie das Verteidigungsministerium in London mitteilte.
Großbritannien hat in Helmand mehr als 5.000 Mann stationiert, im
Februar kündigte die Regierung die Entsendung weiterer 1.400
Soldaten nach Afghanistan an.
(Quelle: ap)
Nahost-Konflikt
Jordaniens König Abdullah II fordert USA zu mehr Engagement in
Nahost auf. Libanon-Krieg war laut Olmert Monate zuvor geplant
Fr.09.03.07 - Der jordanische König Abdullah II. hat die USA aufgerufen, Risiken
einzugehen, um den Friedensprozess im Nahen Osten voranzubringen. Die
Situation in den vergangenen Jahrzehnten habe in den
palästinensischen Gebieten, aber auch in Israel, zu "einem bitteren
Vermächtnis der Enttäuschung und der Verzweiflung"
geführt, sagte Abdullah II. vor dem US-Kongress in Washington.
"Es ist Zeit, ein neues und anderes Vermächtnis zu schaffen",
welches das Verhältnis zwischen den USA und dem Nahen Osten
verbessere, sagte der König. "Dies beginnt mit Mut und einer
Vision. Wir müssen alle Risiken für den Frieden eingehen."
Der Vorsitzende des mächtigen Außenausschusses im
Repräsentantenhaus, der Demokrat Tom Lantos, zeigte sich nach
Angaben seiner Sprecherin allerdings unbeeindruckt von der Rede. Die
Aufforderung an die USA zu handeln sei vor allem für die
öffentliche Meinung in der Heimat des Königs gedacht. Vor
seiner Rede vor dem US-Kongress wollte Abdullah II. im Rahmen seiner
fünftägigen USA-Reise Präsident George W. Bush,
Vize-Präsident Dick Cheney und Verteidigungsminister Robert Gates
treffen.
Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert hat laut einem
Zeitungsbericht erklärt, dass die Entscheidung zum Libanon-Krieg im
vergangenen Sommer nicht kurzfristig zustande kam, sondern auf einen
Monate zuvor ausgearbeiteten Plan zurückging. Der Regierungschef
habe eine entsprechende Aussage am 1. März vor dem
Untersuchungsausschuss zum Libanon-Krieg gemacht, schrieb die Zeitung
"Haaretz" in ihrer Donnerstagsausgabe. Demnach stimmte Olmert im
März 2006 einem Plan zum Angriff gegen den Libanon zu, falls die
schiitische Hisbollah-Miliz israelische Soldaten an der Grenze
verschleppen sollte. Der später umgesetzte Plan sah Luftangriffe
sowie eine begrenzte Bodenoffensive vor.
(Quelle: afp)
Zwölf Zivilisten bei Gefecht in Mogadischu getötet
Fr.09.03.07 - Bei Schusswechseln zwischen Soldaten der Afrikanischen Union (AU) und
somalischen Rebellen in der Hauptstadt Mogadischu sind nach Angaben von
Augenzeugen und Angehörigen der Opfer zwölf Zivilisten
getötet worden. Somalias stellvertretender Verteidigungsminister
Salad Ali Jelle sagte der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag, bei den
Vorfällen am Vortag sei kein AU-Soldat getötet oder verletzt
worden. Unterdessen trafen zwei Flugzeuge mit ugandischen AU-Soldaten
unter strengen Sicherheitsvorkehrungen auf dem Flughafen von Mogadischu
ein. Damit stieg die Zahl der AU-Soldaten in der somalischen Hauptstadt
auf mehr als 800. Ein erstes Kontingent von 370 ugandischen AU-Soldaten
war am Dienstag bei der Ankunft am Flughafen von Mogadischu mit
Mörsergranaten angegriffen worden.
(Quelle: afp)
IAEA setzt atomtechnische Hilfe für Iran aus
Fr.09.03.07 - Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat 23 atomtechnische
Förderprojekte im Iran gestoppt. Mit der einstimmig gefassten
Entscheidung setzte der Gouverneursrat am Donnerstag in Wien einen
Sanktionsbeschluss des UN-Sicherheitsrats vom 23. Dezember um. Auch
Vertreter der 35 Mitgliedstaaten, die sonst die iranische Haltung zur
Nutzung der Atomenergie unterstützen, folgten der Empfehlung von
IAEA-Direktor Mohamed ElBaradei.
Der ägyptische Delegationsleiter Ramsi Esseidin Ramsi sagte, er
habe kein Wort der Kritik an ElBaradeis Empfehlungen gehört. Der
IAEA-Chef hatte auf der Gouverneurstagung erklärt, wegen mangelnder
Kooperation Teherans könnten Zweifel an dem rein zivilen Charakter
des iranischen Atomprogramms nicht ausgeräumt werden.
Die eingefrorenen 23 Projekte stellen etwa 40 Prozent der gesamten
Unterstützung dar, die Teheran bisher von der IAEA erhält. Die
Förderung der Nukleartechnik für die Medizin sowie für
die Landwirtschaft und die Lebensmittelindustrie bleibt weiter bestehen.
Am UN-Hauptsitz gehen unterdessen die Beratungen über weitere
Sanktionen gegen den Iran weiter, nachdem Teheran im vergangenen Monat
ein UN-Ultimatum zum Stopp der Urananreicherung verstreichen ließ.
Weitergehende Strafmaßnahmen könnten UN-Diplomaten zufolge
ein Reiseverbot für Regierungsmitglieder, eine erweiterte Liste
von Personen und Firmen, deren Auslandsguthaben eingefroren werden, ein
Waffenembargo und Handelsbeschränkungen sein. Allerdings seien die
Positionen dazu unter den fünf ständigen Mitgliedern noch
weit auseinander, hieß es.
Der Iran hat in dem Streit mit der internationalen Gemeinschaft
erklärt, er habe das Recht, im Rahmen seines Atomprogramms Uran
für die Stromerzeugung anzureichern. Im Sicherheitsrat gibt es aber
Bedenken, tatsächliches Ziel der Urananreicherung sei die
Gewinnung spaltbaren Materials für Atomwaffen.
Der iranische Gesandte Ali Aschlar Soltanijeh sagte in der
Gouverneursratssitzung: «Massenvernichtungswaffen haben keinen
Platz in der Verteidigungsdoktrin der Islamischen Republik Iran.»
Den USA und Israel warf er vor, militärische Angriffe auf iranische
Atomeinrichtungen zu planen. Er hielt dem einen Ausspruch ElBaradeis
entgegen, dass «Wissen nicht bombardiert» werden könne.
(Quelle: ap)
Griechische Zyprer reißen Mauer in geteilter Hauptstadt Nikosia
ein
Fr.09.03.07 - Die griechischen Zyprer haben in der Nacht zum (heutigen) Freitag eine
Grenzmauer in der geteilten Hauptstadt Nikosia eingerissen.
Planierraupen begannen nach Einbruch der Dunkelheit mit den Arbeiten an
der Mauer, die den griechischen vom türkischen Teil der Stadt
trennt. Regierungssprecher Christodoulos Pashiardis sprach von einem
«Zeichen des guten Willens». Der Sprecher sagte weiter, die
Entfernung der Mauer allein löse das Problem nicht. Es müsse
noch viel getan werden, bis an dieser Stelle ein Grenzübergang
geöffnet werden könne. Zypern ist seit 1974 in einen
griechisch-zyprischen Süden und einen türkisch-zyprischen
Norden geteilt.
(Quelle: ap)
Parlamentswahl in Nordirland: Protestantenpartei DUP vorn
Fr.09.03.07 - In Nordirland kann sich die Protestantenpartei DUP (Democratic Unionist
Party) berechtigte Hoffnung machen, künftig den Regierungschef zu
stellen. Nach der Regionalwahl vom Mittwoch lag die DUP bei der
Auszählung der Stimmen am Donnerstag nach den ersten Ergebnissen
vorn.
Ihr Parteichef Ian Paisley gewann seinen Wahlkreis deutlich. Der
80-jährige Priester gilt als Anwärter auf das Amt des
Regierungschefs. Ziel ist es, in der früheren Unruheprovinz eine
gemeinsame Regierung aus Protestanten und Katholiken zu bilden.
Insgesamt waren mehr als 1,1 Millionen Nordiren dazu aufgerufen,
über die Verteilung der 108 Sitze zu entscheiden. Der genaue
Ausgang der Wahl wird vermutlich erst an diesem Freitag klar sein.
Falls die Bildung einer Mehrparteienregierung scheitert, drohen
Großbritannien und Irland damit, das Parlament gleich wieder
aufzulösen und abzuschaffen. Als Termin, bis zu dem eine Einigung
zu Stande kommen muss, haben sie den nordirischen Parteien den 26.
März gesetzt.
Zu den ersten Kandidaten, die am Donnerstag einen Sitz sicher hatten,
gehörte auch der Vorsitzende der katholischen Sinn-Fein-Partei,
Gerry Adams. Der politische Arm der einstigen Untergrundbewegung IRA
könnte künftig den Posten des stellvertretenden
Regierungschefs besetzen. Als Kandidat wird der Sinn-Fein-Politiker
Martin McGuinness gehandelt.
Die DUP und Sinn Fein waren früher bitter verfeindet, haben sich
in jüngster Zeit aber aufeinander zubewegt. Allerdings sind bis
zur Bildung einer gemeinsamen Regierung noch viele Schwierigkeiten zu
überwinden. Der wahrscheinliche Erste Minister (Regierungschef)
Paisley sagte, Sinn Fein müsse von ihren «bösen Wegen
abkommen».
Nordirland wird seit Herbst 2002 wieder direkt von London aus
verwaltet, seit die damalige Regionalregierung im Streit um die
Aktivitäten der IRA auseinander gebrochen war. Alle Versuche,
Katholiken und Protestanten zurück an den Kabinettstisch zu
bewegen, waren seither gescheitert. Grundlage für die Wahl war das
so genannte Karfreitagsabkommen vom April 1998, mit dem Nordirland nach
langen Jahren des Bürgerkriegs zum Frieden fand.
(Quelle: dpa)
EU einig über deutliche Senkung von CO2-Ausstoß
Fr.09.03.07 - Die Europäische Union hat sich nach den Worten von Bundeskanzlerin
Angela Merkel (CDU) auf einen großen Beitrag zum Klimaschutz
verständigt. Die europäischen Staats- und Regierungschefs
einigten sich im Grundsatz darauf, den Ausstoß von Kohlendioxid
(CO2) bis 2020 um ein Fünftel zu senken. Das mache deutlich:
"Europa ist in einer Vorreiterrolle", sagte Merkel bei einer
Pressekonferenz zum Abschluss des ersten Gipfeltags.
Auch beim Streitthema erneuerbare Energien rückt beim ersten
Gipfel unter Vorsitz der Kanzlerin ein Kompromiss näher. "Ich bin
nicht ohne Hoffnung", sagte Merkel. Es gebe allerdings noch
Diskussionsbedarf. Nach Angaben Schwedens leisteten zuletzt nur noch
drei Staaten Widerstand gegen den Plan, den Anteil der erneuerbaren
Energien am gesamten EU-Energiemix bis 2020 auf 20 Prozent
festzuschreiben. Dazu zählten Tschechien und die Slowakei.
Der französische Präsident Jacques Chirac war zuvor von
seiner Haltung abgerückt, die EU-Klimaziele mit einer Mischung aus
erneuerbaren Energien und Atomkraft zu erreichen. Die Atomenergie
müsse nicht unbedingt bei der Formulierung der Klimaziele
berücksichtigt werden, sondern könne erst hinterher bei der
Lastenverteilung angerechnet werden, sagte Chirac in Brüssel. Der
polnische Präsident Lech Kaczynski hatte die deutschen Pläne
zu Beginn des Gipfels als "zu ehrgeizig für Polen" bezeichnet.
Im Vorfeld des Gipfels war ein Streit zwischen Merkel und den
europäischen Arbeitgebern um die Kosten für den Klimaschutz
entbrannt. "Keiner bestreitet, dass es zusätzliche Kosten gibt",
entgegnete Merkel Warnungen der europäischen Arbeitgeber, der
Klimaschutz bedrohe Jobs. "Die Frage ist, wo entstehen mehr Kosten",
sagte sie mit Verweis auf mögliche Klimakatastrophen.
(Quelle: afp)
Deutschland
Unions-Abgeordnete erwägen Klage gegen Tornado-Einsatz in
Afghanistan
Fr.09.03.07 - Die Bundestagsabgeordneten Peter Gauweiler (CSU) und Willy Wimmer (CDU)
erwägen eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe,
falls der Bundestag der Entsendung von
Tornado-Aufklärungsflugzeugen nach Afghanistan zustimmen sollte.
Das berichtet die in Halle erscheinende «Mitteldeutsche
Zeitung» (Freitagausgabe) unter Berufung auf
Unionsfraktionskreise. Beide hätten diese Frage bereits mit einem
Völkerrechtler geprüft.
In einer Erklärung der beiden Unions-Politiker heißt es nach
Angaben des Blattes: «Der Einsatz von Bundeswehr-Tornados in
Afghanistan bedeutet notwendigerweise die Teilnahme Deutschlands an
völkerrechtswidrigen und vom Nato-Vertrag nicht gedeckten
Militäraktionen.» Die von den Jets im Rahmen des
ISAF-Einsatzes gesammelten Daten würden an die kriegerische
«Operation Enduring Freedom» weiter geleitet. Für die
OEF unter Führung der USA gebe es aber kein Mandat der Vereinten
Nationen. Die in Afghanistan und im Irak angewandte US-Doktrin der
Präventivkriege sei überdies selbst völkerrechtswidrig.
Gauweiler und Wimmer wollen ihre Entscheidung direkt nach der
Bundestags-Abstimmung treffen. Der Staatsrechtler Ulrich Battis,
Professor an der Berliner Humboldt-Universität, sagte dazu der
«Mitteldeutschen Zeitung»: «Die Abgeordneten
müssen geltend machen, dass sie in ihren Rechten
beeinträchtigt worden sind.» Sonst sei ein Erfolg
unwahrscheinlich: «Ich halte von einer solchen Klage
nichts.»
(Quelle: ap)
Experten fordern radikalen Umbau des Bildungssystems
Fr.09.03.07 - Zur Herstellung von mehr Bildungsgerechtigkeit haben Experten einen
radikalen Umbau des Schul- und Vorschulsystems gefordert.
Flächendeckende Ganztagsschulen, Qualitätskontrollen und ein
rechtlicher Anspruch auf Kinderbetreuung sind zentrale Punkte des rund
160-seitigen Gutachtens, das der «Aktionsrat Bildung» am
Donnerstag in München vorstellte. Die bisherigen Reformen reichten
nicht aus, um Bildungsgerechtigkeit zu erreichen, erklärten die
Experten.
Neben der Forderung nach einem bundesweit einheitlichen, zweigliedrigen
Schulsystem machten die Experten Vorschläge zur Sicherung der
Unterrichtsqualität. «Sie können am System so viel
ändern wie sie wollen, wenn die Unterrichtsqualität schlecht
bleibt, ändert sich nichts», erklärte der Präsident
des Aktionsrats, Dieter Lenzen. Der Rat wurde im Jahr 2005 auf
Initiative der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft gegründet,
ihm gehören insgesamt sieben namhafte Professoren an.
Die Kontrolle der Standards im Bildungssystem sollen den
Vorschlägen zufolge über die qualitätsbezogene
Finanzierung von Schulen erfolgen. Dafür sollen die Schulen mehr
Autonomie erhalten und ihre Lehrer nach Leistung bezahlen.
Für Kinder im Vorschulalter fordern die Bildungsexperten
ausreichend Krippenplätze ab dem zweiten Lebensjahr sowie eine
Kindergartenpflicht ab vier Jahren. Damit unterstützten die
Experten die entsprechenden Forderungen von Familienministerin Ursula
von der Leyen (CDU). Die Vorschläge umzusetzen, würde nach
Angaben des Gremiums 29 Milliarden Euro kosten.
(Quelle: ap)
Umfrage: Wenig Vertrauen in Klimaschutz-Politik
Fr.09.03.07 - Die Mehrheit der Bundesbürger findet, dass deutsche Politiker den
Klimawandel nicht ernst genug nehmen. Nach einer Forsa-Umfrage für
den Nachrichtensender n-tv sind 57 Prozent dieser Meinung - 42 Prozent
finden hingegen, die Bedrohung des Weltklimas werde von den Politikern
ausreichend ernst genommen.
Noch skeptischer sind die Deutschen mit Blick auf die europäische
Ebene: 71 Prozent glauben laut Umfrage nicht, dass die Politiker in den
anderen Ländern Europas das Problem des Klimawandels genügend
ernst nehmen. Von den Politikern in den als besonders
klimaschädlich geltenden Staaten USA, Russland oder China erwarten
86 Prozent nicht, dass sie den Klimawandel nun konsequent bekämpfen.
(Quelle: dpa)
Datenschutzbeauftragter sieht Datenschutz immer weiter
zurückgedrängt
Fr.09.03.07 - Der Datenschutz ist in Deutschland nach Ansicht des
Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar in den letzten Jahren immer
stärker zurückgedrängt worden. Die staatlichen Stellen
hätten mehr Befugnisse zur Datenspeicherung erhalten, und auch die
Wirtschaft sammle immer mehr, sagte Schaar der in Erfurt erscheinenden
Zeitung «Thüringer Allgemeine». Neueste Urteile von
Gerichten, insbesondere des Bundesverfassungsgerichts, hätten dem
Abwärtstrend beim Datenschutz aber glücklicherweise Grenzen
gesetzt.
Der Schutz der Bürger und seine Grund- und Freiheitsrechte
gerieten zunehmend ins Ungleichgewicht, vor allem dann, wenn nicht erst
bei einem begründeten Verdacht Daten gesammelt würden,
«sondern bereits sehr weit im Vorfeld, manchmal sogar im Vorfeld
des Vorfeldes», beklagte Schaar. Ein Beispiel hierfür sei die
Vorratsdatenspeicherung.
In Deutschland würden entschieden zu viele Daten gesammelt. Vor
allem nebenbei, sozusagen als Abfallprodukte beim Einkaufen, beim
Telefonieren und beim Bezahlen mit Kreditkarten hinterließen die
Bürger Spuren, was ihnen in den meisten Fällen nicht einmal
bewusst sei. Grundsätze des Datenschutzes seien Erforderlichkeit
und Zweckbindung, betonte Deutschlands oberster Datenschützer.
Problematisch werde es, wenn man sich nicht auf das Erforderliche
beschränke und die Daten für andere Zwecke nutze wie etwa zur
unerlaubten Telefonwerbung.
In Erfurt trafen sich die Datenschutzbeauftragten des Bundes und der
Länder am Donnerstagnachmittag zu ihrer Konferenz, auf der es unter
anderem um heimliche Online-Durchsuchungen, Vorratsdatenspeicherung und
um den digitalen Rundfunk gehen wird. Die Ergebnisse sollen am
(heutigen) Freitag auf einer Pressekonferenz mitgeteilt werden.
(Quelle: ap)
Computer
Samsung liefert erste Hybrid-Festplatten aus - Halbierung der Bootzeit
und 30 Minuten mehr Akkulaufzeit
Fr.09.03.07 - Der koreanische Elektronikkonzern Samsung hat damit begonnen, die
ersten Festplatten mit Hybrid-Technologie auszuliefern. Die ersten
Lieferungen gehen an OEM-Partner des Unternehmens. In Kürze sollen
die Produkte jedoch auch in den Händlerregalen zu finden sein,
berichtet das asiatische Technikportal Digitimes. Die ersten Modelle im
2,5-Zoll-Formfaktor kommen mit Kapazitäten von 80, 120 und 160
Gigabyte auf den Markt und verfügen zusätzlich über 128
bzw. 256 Megabyte Flash-Speicher. Das Flash-Bauteil dient als Cache und
entlastet die eigentliche Harddisk bei Speicheraufgaben
Die Komponenten übernehmen im Betrieb verschiedene Funktionen.
Arbeitet der Nutzer an einem Word-Dokument, so gehen die Daten direkt in
den Flash-Speicher, anstatt auf der Magentscheibe abgelegt zu werden.
Erst wenn dieser nahezu voll ist, wird die herkömmliche Festplatte
aktiviert. Dadurch werden bis zu 90 Prozent Energie gespart,
heißt es seitens Samsung. Die Akkulaufzeit wird dadurch um bis zu
30 Minuten erhöht. Beim Hochfahren des Computers werden die Daten
ebenfalls vom Flash-Speicher gelesen, um so die Zeit zu
überbrücken bis die Festplatte betriebsbereit ist. Die
Bootzeit soll damit um die Hälfte verkürzt werden.
Ab Juli 2007 müssen alle Notebooks, die für Vista
zertifiziert sind, über eine Festplatte verfügen, die einen
mindestens 50 Megabyte großen Flash-Speicher integriert hat. Das
neue Microsoft-Betriebssystem unterstützt die Hardware mit dem
Feature ReadyDrive, wofür die Platten auch ausgelegt sind. Ob die
Hybrid-Funktionen künftig auch unter anderen Betriebssystemen
einsetzbar sein wird, bleibt noch unklar.
(Quelle: pte)