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Irak am neunhundertfünfundachtzigsten Tag nach Erlangung der formellen
Souveränität
Internationale Irak-Konferenz berät über Maßnahmen
gegen Terror. Mindestens achtzehn Tote bei Selbstmordanschlag in
Bagdad. Entführer drohen mit Hinrichtung deutscher Geiseln im Irak
So.11.03.07 - Mit einem Appell zur Unterstützung seiner Regierung gegen
Extremisten hat der irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki eine
internationale Konferenz über die Zukunft seines Landes
eröffnet. Er warnte am Samstag in Bagdad davor, dass die Gewalt
zwischen Schiiten und Sunniten auf den gesamten Nahen und Mittleren
Osten übergreifen könnte. An dem eintägigen Treffen
nahmen unter anderem Delegierte der acht Nachbarländer des Iraks
sowie der fünf ständigen Mitglieder im UN-Sicherheitsrat teil.
Die Konferenz fand unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen im irakischen
Außenministerium statt, das außerhalb der hermetisch
abgeriegelten Grünen Zone liegt. Kurz nach der Eröffnung
schlugen in unmittelbarer Nähe des Tagungsorts mindestens zwei
Mörsergranaten ein. Im schiitischen Viertel Sadr City riss ein
Selbstmordattentäter bei einem Autobombenanschlag mindestens 18
Menschen mit in den Tod. 48 weitere wurden laut Polizei verletzt.
Der Irak sei zum Schlachtfeld an der Front von Sektierern geworden,
sagte Al-Maliki. Er benötige deshalb breite Unterstützung, um
eine Ausbreitung der Gewalt auf die gesamte Region zu verhindern.
Terroristen müssten insbesondere von Waffenlieferungen und
finanzieller Hilfe abgeschnitten werden. Ferner sollten sie nicht mehr
unter dem Deckmantel der Religion Schutz erhalten, forderte der
irakische Regierungschef. Die Konferenz könnte hierbei einen
Wendepunkt markieren.
Wichtigste Aufgabe der Delegierten war es, ein Regionaltreffen auf
Ministerebene vorzubereiten. Dieses soll voraussichtlich im April
stattfinden. Unter den Teilnahmern befanden sich auch Delegationen aus
Syrien und dem Iran, letzterer wurde vom stellvertretenden
Außenminister Abbas Araghtschi vertreten. Beide Länder werden
von den USA beschuldigt, irakische Extremisten mit Waffen zu beliefern.
Es gab Spekulationen, ob es zu bilateralen Gesprächen zwischen
amerikanischen und iranischen Vertretern kommen könnte. Der
US-Chefdelegierte David Satterfield schloss dies nicht
grundsätzlich aus. Konkrete Pläne gab es vorab jedoch nicht.
Informelle Kontakte zu ermöglichen galt als wichtigstes
inoffizielles Ziel der Konferenz.
Unterdessen wurde die Festnahme eines ranghohen Vertreters des
Terrornetzwerks Al Kaida bekannt gegeben. Anders als zunächst
gemeldet, handele es sich aber nicht um Abu Omar al Baghdadi, sagte ein
irakischer Militärsprecher am Samstag. Am Freitag hatte
Brigadegeneral Kassim al Mussawi erklärt, Al Baghdadi sei bei einer
Razzia in Abu Ghraib bei Bagdad gefasst worden. Ein ebenfalls
festgenommener Terrorist habe dessen Identität bestätigt. Al
Baghdadi gilt als Chef einer mit Al Kaida verbündeten Gruppe, die
für zahlreiche Terroranschläge verantwortlich gemacht wird.
Die US-Streitkräfte nahmen bei landesweiten Razzien 33
Verdächtige fest. Bei einem Bombenanschlag in Ramadi kamen drei
irakische Polizisten ums Leben. In Latifija südlich von Bagdad
beschossen Bewaffnete eine Gruppe schiitischer Pilger, ein
Gläubiger wurde getötet. Bei Angriffen auf Pilger im Osten
Bagdads starben zwei Menschen.
Die Entführer zweier Deutscher im Irak haben mit der Hinrichtung
der Geiseln gedroht, sollte Deutschland nicht rasch seine Truppen aus
Afghanistan abziehen. Die deutsche Regierung habe zehn Tage Zeit, mit
dem Abzug der Bundeswehrsoldaten zu beginnen, heißt es in einem
auf einer islamistischen Internetseite veröffentlichten Video der
Gruppe Kataeb Siham el Hak ("Brigade der Pfeile der Rechtschaffenheit").
Laut "Bild am Sonntag" lehnt die Bundesregierung die Forderungen der
Geiselnehmer ab,
"Wir geben der deutschen Regierung zehn Tage von dem Tag dieser
Veröffentlichung an, den Abzug ihrer Truppen aus Afghanistan
anzukündigen und zu beginnen", heißt es in dem Video der
Gruppe. Die weibliche Geisel fleht in dem Video laut einer schriftlichen
arabischen Übersetzung Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an, ihr
Leben zu retten. "Diese Leute wollen meinen Sohn vor meinen Augen
töten und dann mich umbringen, wenn die deutschen Truppen nicht
aus Afghanistan abgezogen werden", sagt sie demnach. Die Entführer
zeigen einen deutschen Pass.
Bei den Entführten handelt es sich Medienberichten zufolge um eine
Frau im Alter von mehr als 60 Jahren und ihrem Sohn im Alter von etwa
Mitte 20. Die beiden werden seit Anfang Februar im Irak vermisst. Die
Mutter ist laut Medienberichten mit einem irakischen Arzt verheiratet,
ihr Sohn im irakischen Außenministerium tätig.
Der Krisenstab des Auswärtigen Amtes prüfte die Berichte.
Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes sagte, in Berlin sei der
Krisenstab zusammengetreten und werte die Berichte aus. Deutschland ist
mit gut 3000 Soldaten der drittgrößte Truppensteller der
Afghanistan-Schutztruppe ISAF.
Trotz der Morddrohung der Geiselnehmer lehnt die Bundesregierung die
Forderungen der Entführer laut "BamS" ab. Es werde keinen Abzug
deutscher Truppen aus Afghanistan geben.
Sicherheitsexperten der Bundesregierung werten das mit der Morddrohung
gegen die beiden entführten deutschen Staatsbürger im Irak
verbundene Ultimatum offenbar als Druckkulisse für eine
spätere Lösegeldforderung. Dies erfuhr "Bild am Sonntag" aus
Berliner Regierungskreisen. Offenkundig seien die Entführer im Irak
enttäuscht vom bislang geringen öffentlichen Echo ihrer Tat
in Deutschland. Deshalb hätten sie jetzt das Video mit den
flehenden Geiseln angefertigt.
(Quellen: ap, afp)
Blick ins Archiv:
Der Krieg gegen Irak begann am 20. März 2003
Knapp zwei Stunden nach Ablauf eines Ultimatums an den irakischen Staatschef
Hussein flog die US-Armee erste Luftangriffe auf Bagdad.
US-Präsident Bush hatte
Hussein eine Frist gesetzt, bis zwei Uhr Mitteleuropäischer Zeit das Land zu verlassen.
Der irakische Machthaber hatte zuvor bereits einen Gang ins Exil abgelehnt. Bush erklärte in
einer Fernsehansprache
(19.03.03 - 10:16 P.M. EST / 20.03.03 - 4:15 MEZ) , die erste Phase zur Entwaffnung des Irak sei eingeleitet
worden. Er habe angeordnet, ausgewählte militärische Ziele anzugreifen. Dies sei der Ausgangspunkt
für eine breit angelegte Aktion. Bush räumte ein, der Krieg könnte länger dauern und
schwieriger werden, als manche vorhersagten. Die USA und ihre Verbündeten wärden
alles versuchen, um unschuldige Zivilisten zu schonen....
Chronologie des Irak-Kriegs:
Teil 1: 20.03. bis 30.06.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv3/irak_01.htm#news
Teil 2: 01.07. bis 31.10.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv4/irak_02.htm#news
Teil 3: 01.11. bis 31.12.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv5/irak_03.htm#news
Teil 4: 01.01. bis 31.05.2004
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_04.htm#news
Teil 5: 01.06. bis 31.10.2004
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_05.htm#news
Teil 6: 01.11. 2003 bis 30.04.2005
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_06.htm#news
Teil 7: 01.05. 2005 bis 31.12.2005
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_07.htm#news
Teil 8: 01.01. 2006 bis 11.03.2006
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_08.htm#news
Vor einem Jahr:
Irak am sechshunderteinundzwanzigsten Tag nach Erlangung der formellen Souveränität
Zitate zur Begründung des Irak-Krieges:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402040.htm#040204_a
Auszüge aus Powells 'Beweisen' zum Irak vom 5. Februar 2003:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402040.htm#040204_b
... Lügen und Täuschungen, die in
London und Washington produziert wurden, verursachten den Tod von bis
zu 55.000 Irakern, unter ihnen 9.600 Zivilisten... John Pilger, ZNet 05.02.2004... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402110.htm#040211_b
Iraq Body Count:
http://www.iraqbodycount.net
Fr.29.10.2004 - Einer Studie zufolge sind rund 100.000 Iraker an den Kriegsfolgen
gestorben. Die meisten Todesfälle gingen auf Gewalteinwirkung
zurück, nicht zuletzt durch Luftangriffe der Alliierten, wie es in
der Studie heißt, die auf der Website der renommierten
britischen Medizinzeitschrift «The Lancet» [http://www.thelancet.com]
veröffentlicht wurde... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv3/irak_k01.htm#bodycount
Do.08.12.2006 - Seit Beginn des Irak-Kriegs im März 2003 sind mindestens 2.919
Angehörige der US-Streitkräfte ums Leben gekommen. Der weitaus
größte Teil kam erst nach dem offiziellen Ende der
Hauptkampfhandlungen am 1. Mai 2003 ums Leben.
Zur Zahl der seit Kriegsbeginn getöteten Iraker gibt es keine
verlässlichen Angaben.
(Quelle: ap)
«Kanonenfutter für das Pentagon»
... wer sind sie eigentlich - die toten amerikanischen Soldaten?... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402110.htm#040211_a
'Statt des Sohnes kam eine leere Hülle aus dem Irak zurück'
»Ich wünschte, ich könnte euch erzählen, daß
unsere Familie wieder heil und glücklich ist, seit mein Sohn aus
dem Irak in ein ziviles Leben zurückgekehrt ist. Aber das ist
nicht der Fall. Mein Sohn ist 21 Jahre alt, er ist obdach- und
arbeitslos. Am 11. Januar (2006) hat er sein Auto in den frühen
Morgenstunden an einen Betonpfeiler gefahren. Niemand, der das Auto
sah, konnte sich vorstellen, daß er den Unfall überlebt hat.
Ich erinnere mich an den Tag, als ich den Anruf bekam: Mein Sohn war
zurück aus dem Krieg, zurück in den Staaten. Ich sank
schluchzend zusammen und dankte dem Schöpfer dafür, daß
er am Leben war. Damals hatte ich keine Ahnung, daß alles, was da
aus dem Krieg zurückkehrte, nur eine Hülle war. Der Geist
meines Jungen und seine Seele müssen immer noch irgendwo in den
Straßen des Irak herumirren... «
Georgia Stillwell, Mitglied der Organisation »Military Families
Speak Out«... Mehr unter:
http://www.jungewelt.de/2006/02-10/056.php
Die Kosten für den Irak-Einsatz explodieren
Mittwoch 20. Dezember 2006: Seit März 2003 haben die USA für den Einsatz im Irak 350 Milliarden
Dollar aufgewendet. In diesem Jahr bereits kletterten die Kosten des Irak-Einsatzes
auf monatlich acht Milliarden Dollar gegenüber 6,4 Milliarden Dollar monatlich im Vorjahr.
US-Präsident Bush hat weitere 100 Milliarden Dollar (75,9 Milliarden Euro) im Kongress beantragt.
Quellen: ap, afp
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Bush will zusätzlich 3,2 Milliarden Dollar für
Militäreinsätze im Irak und in Afghanistan
So.11.03.07 - US-Präsident George W. Bush hat den Kongress um zusätzlich
3,2 Milliarden US-Dollar für die Militäreinsätze im Irak
und in Afghanistan gebeten. Das berichtet die «New York
Times». In den Irak sollen etwa 4400 zusätzliche Soldaten
entsandt werden. Die Hälfte davon sollen Kampftruppen sein. In
Afghanistan sollen neben mehr Kampftruppen auch neue Ausbilder und
Übersetzer von zusätzlich gut 500 Millionen Dollar bezahlt
werden. Bush hatte bereits zuvor die Entsendung von 21 500
zusätzlichen Soldaten in den Irak angekündigt.
(Quelle: dpa)
FBI-Direktor gesteht neuen Abhörskandal in USA
So.11.03.07 - In den USA ist ein neuer Abhörskandal im Zuge des
Anti-Terror-Kampfs der Regierung aufgeflogen. Die US-Bundespolizei FBI
räumte ein, bei Ermittlungen auf Grundlage des Anti-Terror-Gesetzes
Patriot Act Bürger gegen geltende Bestimmungen zum Datenschutz
ausgespäht zu haben. FBI-Direktor Robert Mueller bestätigte
einen internen Untersuchungsbericht des Justizministeriums, demzufolge
es bei der Überprüfung privater Telefongespräche,
E-Mail-Kontakte und Kontobewegungen "ernsthafte Mängel" gegeben
habe.
Mueller sagte, er sei "besorgt" über die Befunde und habe bereits
Maßnahmen zur Korrektur ergriffen. Zugleich machte er klar, das
die Abfrage solcher Daten generell einen "wichtigen Baustein unserer
Terrorabwehr" darstelle.
Der Patriot Act ist ein Gesetzespaket, mit dem der US-Kongress der
Regierung nach den Anschlägen vom 11. September 2001 erweiterte
Vollmachten im Kampf gegen den Terror einräumte. Darin enthalten
ist auch die Regelung, die den Erkenntnissen zufolge vom FBI
missbräuchlich angewendet wurde: Dabei geht es um so genannte
"national security letters", mit denen die Ermittlungsbehörden
persönliche Daten über Bürger etwa bei Banken und
Telefonunternehmen einholen können.
Die "Washington Post" berichtete, das FBI habe mehr als 19.000 dieser
Schreiben ausgestellt, die insgesamt 47.000 Einzelanfragen enthalten
hätten. Justizminister Alberto Gonzalez erklärte, die nun
aufgedeckten Fehler der Bundespolizei seien nicht akzeptabel.
Gleichzeitig betonte er aber, die "national security letters" seien
"notwendige Ermittlungsmethoden und für unsere Bemühungen
entscheidend, gegen den Terror zu kämpfen und zu gewinnen".
Der demokratische Senator Dick Durbin forderte, die betroffenen
Bestimmungen des Patriot Act müssten aufgehoben werden. Die
US-Regierung habe ihre weitreichenden Vollmachten bei der
Terrorbekämpfung offenbar genutzt, "ohne den geringsten Respekt
für die Privatsphäre unschuldiger Amerikaner zu zeigen", sagte
Durbin.
Vor Verabschiedung des Patriot Act durften solche Daten nur abgefragt
werden, wenn die Ermittler glaubhaft den Terrorverdacht darlegen
konnten. Diese Bestimmung wurde gestrichen. Die Behörden
müssen nun nur noch darauf verweisen, dass sie im Zuge einer
autorisierten Ermittlung vorgehen, und sie müssen ihr Vorgehen
genau dokumentieren. Gegen diese Bestimmungen hat das FBI der
Untersuchung zufolge in mindestens 22 Fällen verstoßen.
(Quelle: afp)
Nahost-Konflikt
Hamas gegen Abbas-Vorschlag zu Waffenstillstand mit Israel. Hanija
bekommt zwei Wochen Aufschub für Regierungsbildung.
Palästinenser schießen auf Polizeihauptquartier in Dschenin
So.11.03.07 - Ein Vorschlag von Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas, den
Waffenstillstand mit Israel auf das Westjordanland auszuweiten, ist bei
der Hamas auf Widerstand gestoßen.
Israel müsse zuerst Zugeständnisse machen, forderte der
hochrangige Abgeordnete Muschir al-Masri am Freitag. Die Hamas und
andere extremistische Gruppen würden den Waffenstillstand nicht
einhalten, so lange Israel nicht alle militärischen Operationen und
die Bauarbeiten in der Nähe der heiligen Stätten des Islam in
Jerusalem einstelle.
Abbas will den Waffenstillstand bei einem Treffen mit dem israelischen
Ministerpräsidenten Ehud Olmert am Sonntag ansprechen. Vertreter
Israels hatten zuletzt gesagt, eine Ausweitung des Waffenstillstands
werde nur dann erwogen, wenn die Palästinenser aufhörten, die
existierende Waffenruhe im Gaza-Streifen zu verletzen.
Der designierte palästinensische Ministerpräsident Ismail
Hanija hat derweil einen Aufschub von zwei Wochen zur Bildung einer
Regierung der nationalen Einheit erhalten.
Palästinenserpräsident Mahmud Abbas verlängerte die
Frist, wie sein Sprecher am Samstag mitteilte. Er entsprach damit einer
Bitte Hanijas.
Aus Protest gegen ausstehende Gehaltszahlungen haben militante
Palästinenser das Hauptquartier der palästinensischen
Sicherheitskräfte in Dschenin unter Beschuss genommen. Zugleich
erzwangen sie die Schließung mehrerer Regierungsgebäude der
Stadt im Westjordanland, wie Augenzeugen am Samstag mitteilten. Demnach
versammelten sich rund 20 aufgebrachte Mitglieder der
Al-Aksa-Märtyrerbrigaden und marschierten auf die Polizeistation
zu. Ihre Schüsse wurden zunächst nicht erwidert, verletzt
wurde niemand.
Mitglieder der Märtyrerbrigaden, die der Fatah des
palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas nahe stehen, wurden
während der Regierungszeit der Fatah zu hunderten in die
Sicherheitskräfte eingegliedert. Seit dem Amtsantritt der
Hamas-Regierung vor rund einem Jahr blieben in Folge des internationalen
Finanzboykotts die Gehaltszahlungen für Staatsbedienstete
häufig aus. Dies hat wiederholt zu gewaltsamen Protesten
geführt. Im Westjordanland ist der Machtkampf zwischen Fatah und
Hamas allerdings nicht so stark eskaliert wie im Gazastreifen.
(Quellen: rtr, afp, ap)
Binnen eines Jahres 1.700 Zivilpersonen in Somalia getötet
So.11.03.07 - Die Gewalt in Somalia hat in den vergangenen zwölf Monaten mehr
als 1.700 Zivilpersonen das Leben gekostet, wie eine örtliche
Menschenrechtsorganisation am Samstag mitteilte. 2.000 weitere seien
verletzt worden. Die meisten Opfer gab es den Angaben zufolge in der
Hauptstadt Mogadischu. Dort trafen am Dienstag die ersten Soldaten der
Friedensmission der Afrikanischen Union ein, die das Land am Horn von
Afrika stabilisieren soll. Somalia hatte seit 1991 keine
funktionierende Zentralregierung mehr.
(Quelle: ap)
Rotes Kreuz: Mehr als 100.000 Flüchtlinge im Osten Sri Lankas
So.11.03.07 - Bei den wieder aufgeflammten Kämpfen zwischen Rebellen und
Regierungstruppen in Sri Lanka sind nach Angaben des Roten Kreuzes
innerhalb von zwei Tagen tausende Zivilpersonen aus ihren Häusern
vertrieben worden. Insgesamt lebten nun 105.000 Menschen im
östlichen Bezirk Batticaloa in Flüchtlingslagern, teilte
Davide Vignati vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz am Samstag
mit. Zehntausende strömten bereits seit November in die von der
Regierung kontrollierten Gebiete. Die Befreiungstiger von Tamil Eelam
(LTTE) kämpfen seit 1983 für einen eigenen Staat im Norden
und Osten des Landes. Dem Konflikt sind mehr als 69.000 Menschen zum
Opfer gefallen.
(Quelle: ap)
Gipfeltreffen zur Kosovo-Zukunft gescheitert
So.11.03.07 - Ein von den Vereinten Nationen (UN) organisiertes Gipfeltreffen
über die Zukunft der abtrünnigen südserbischen
Krisenprovinz Kosovo ist in Wien gescheitert. Bei den Verhandlungen der
Präsidenten und Regierungschefs aus Serbien und dem Kosovo habe es
«keinerlei Fortschritte» gegeben, berichtete UN- Vermittler
Martti Ahtisaari.
Beide Seiten hätten «keinerlei gemeinsame Grundlage»
gefunden und auf ihren unvereinbaren Ausgangspositionen beharrt.
«Damit ist das Potenzial für Verhandlungen
erschöpft», sagte der frühere finnische Präsident.
Er werde seinen «realistischen Kompromiss», der die
eingeschränkte Unabhängigkeit des Kosovos unter EU-Aufsicht
bei weit reichendem Schutz für die serbische Minderheit vorsieht,
bis Ende März dem UN-Sicherheitsrat zur endgültigen
Entscheidung vorlegen. Die serbisch-albanischen Verhandlungen seien
«nach 17 Runden» mit dem Misserfolg des Gipfeltreffens
abgeschlossen.
Die Albaner begrüßten den Ahtisaari-Plan, der den
«Aufbau eines demokratischen europäischen
Kosovo-Staates» ermögliche. «Kosovo kommt jetzt in die
Gemeinschaft freier Völker», sagte Präsident Fatmir
Sejdiu nach Konferenzende. Er versprach, die Albaner wollten «die
höchsten europäischen Demokratiestandards»
erfüllen. Sejdiu hatte zuvor klar gemacht, dass die Albaner
«keine institutionellen Verbindungen zu Serbien»
akzeptieren werde. Die Provinz steht seit 1999 unter UN-Verwaltung.
Serbiens Regierungschef Vojislav Kostunica erhob dagegen schwere
Vorwürfe gegen den UN-Vermittler. «Ahtisaari zeigte von
Anfang an seine Abneigung gegen einen Kompromiss», sagte er nach
dem Gipfeltreffen. «Das Ahtisaari-Dokument beinhaltet
ausschließlich die Position der albanischen Seite» und sei
daher für Belgrad «absolut unannehmbar». «Es
gibt keine einzige Begründung, mit der 15 Prozent des serbischen
Territoriums weggenommen wird», behauptete Kostunica weiter. Er
verlangte «keine Quasi-, sondern echte Verhandlungen».
Russland hatte angekündigt, den Ahtisaari-Plan im Sicherheitsrat
mit einem Veto verhindern zu wollen, weil Belgrad ihm nicht zustimme.
In diesem Fall überlegen die USA und die EU, nach einer
einseitigen Selbstständigkeitserklärung des Kosovo-Parlaments
diesen dann jüngsten europäischen Staat auf bilateraler Basis
anzuerkennen.
(Quelle: dpa)
Kritik an Klimazielen der EU
So.11.03.07 - Nach den Beschlüssen des EU-Gipfels zum Klimaschutz werden nun
Forderungen nach weitergehenden Maßnahmen laut. Umweltpolitiker
und Klimaforscher kritisierten die Vereinbarungen als unzureichend.
EU-Industriekommissar Günter Verheugen (SPD) sieht derweil gute
Chancen für die europäische Industrie.
Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten sich am Freitag darauf
geeinigt, den Ausstoß des klimaschädlichen Treibhausgases
CO2 bis 2020 um 20 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 zu senken.
Bei den Erneuerbaren Energien gilt ein verbindliches Ziel von 20
Prozent Anteil am Gesamtenergieverbrauch bis zum Jahr 2020.
EU-Umweltkommissar Stavros Dimas sagte: «Was wir gerade gemacht
haben, reicht nicht aus.» Nach Ansicht des griechischen
EU-Umweltkommissars sollten die Mitgliedstaaten bei ihren
Bemühungen um umweltfreundlichere Energiequellen zudem nicht die
Atomenergie überschätzen: «Sie taugt nicht als magische
Lösung aller Probleme.» Die Entsorgung des radioaktiven
Mülls sei ungeklärt, der spätere Abriss von
Atomkraftwerken ein großes ökonomisches Problem.
Grünen-Europapolitiker Daniel Cohn-Bendit sagte, das Ziel, den
Anteil der Erneuerbaren Energien zu steigern, sei
«ehrgeizig». Zu dem Ziel, die Treibhausgase um 20 Prozent
unter das Niveau von 1990 zu drücken, sagte er jedoch: «Das
ist zu wenig.» Auch Grünen-Fraktionsvize Bärbel
Höhn monierte, die vorgeschlagene Lösung sei dem Problem
nicht angemessen. Wenn man sich Studien zu dem Thema anschaue, gebe es
durch die Erweiterung der EU auf 27 Länder automatisch eine
Reduktion von 15 Prozent CO2 gegenüber 1990.
Ähnlich argumentierte der Klimaforscher Hans-Jochen Luhmann vom
Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt und Energie. Der Beschluss
sei eine «optische Täuschung», da die EU-Erweiterung
und der Zusammenbruch von Teilen der osteuropäischen Wirtschaft
bis 2012 die Emissionen um 15 Prozent reduziere. Europa wolle seine
Treibhausgase also nur um fünf Prozent reduzieren. Ehrgeiz sehe
anders aus.
Der Energieforscher Peter Hennicke forderte, die EU müsse alles
tun, um eine Reduktion des Kohlendioxidausstoßes um 30 Prozent zu
erreichen, auch wenn die USA, China und andere Schwellenländer
nicht voll mitzögen.
EU-Industriekommissar Günter Verheugen (SPD) rief die
europäische Industrie auf, «nicht an der Klagemauer stehen,
sondern die neue europäische Energiepolitik als Chance» zu
begreifen. «Sie bekommt klare Rahmenbedingungen, auf die sie sich
in ihrer Investitionsplanung einstellen kann. So kann die
europäische Industrie Technologieführer auf einem immer
größeren Weltmarkt werden.» Verheugen forderte
zugleich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf, sich bei anderen
Klimasündern für einen Politikwechsel stark zu machen.
(Quelle: ddp)
Dritte UN-Klima-Studie enthält keine Empfehlung für
Atomenergie
So.11.03.07 - Die für Anfang Mai angekündigte dritte UN-Klimastudie
enthält keine ausdrückliche Empfehlung für den Einsatz
von Atomenergie. Dies berichtete die «Welt am Sonntag»
unter Berufung auf einen Entwurf, der den Regierungen zugeleitet wurde.
In dem UN-Papier werde die Atomenergie allerdings neben erneuerbaren
Energien als eine Variante genannt, die geeignet sei, den Klimawandel
zu begrenzen.
Der parlamentarische Staatssekretär im deutschen
Umweltministerium, Michael Müller, sagte der Zeitung, die deutsche
Regierung sehe sich damit in ihrer Haltung zur Atomenergie
bestätigt: «Wir werden die Zukunft nur gewinnen, wenn wir
Effizienzstrategien entwickeln und den Ausbau von erneuerbaren Energien
vorantreiben. Ein Rückfall in alte Denkstrukturen, in deren
Zentrum die Atomenergie steht, wäre fatal», sagte
Müller.
Die dritte UN-Studie beschäftigt sich vor allem mit den
wirtschaftlichen und technologischen Aspekten des Klimawandels. Der
«Welt am Sonntag» zufolge heißt es darin, dass der
Ausstoß aller Treibhausgase wie Kohlendioxid oder Methan von 1970
bis 2004 weltweit um insgesamt 70 Prozent angestiegen sei. Für
sich betrachtet habe die Menge an Kohlendioxid in dieser Zeit sogar um
80 Prozent zugenommen.
Würden sich die umweltpolitischen Rahmenbedingungen nicht
ändern, werde der Ausstoß von Klimakillern in der Zeit von
2000 bis 2030 nochmals um bis zu 90 Prozent zunehmen, warnen die
UN-Wissenschaftler demnach. Zwei Drittel bis drei Viertel dieses
Anstiegs würden durch die heutigen Wachstumsländer wie China
verursacht.
Die dritte UN-Klimastudie enthalte zudem genaue Zahlen darüber,
mit welchem finanziellen Einsatz welche Klimaschutzziele zu erreichen
seien, berichtete die Zeitung weiter. Allein durch eine Senkung des
Energieverbrauchs, also ohne zusätzliche Investitionen,
ließen sich sechs Gigatonnen Kohlendioxid pro Jahr einsparen,
heiße es in dem Entwurf für die Regierungen.
Wenn es gelingen solle, die Kohlendioxidmenge in der Atmosphäre
auf einem etwa doppelt so hohen Stand wie heute zu begrenzen,
müssten dafür etwa 0,2 Prozent des Sozialprodukts ausgegeben
werden. Für einen Wert, der etwa der anderthalbfachen heutigen
CO2-Konzentration entspricht, entstünden schon Ausgaben in
Höhe von 0,6 Prozent des Sozialprodukts. Um die Konzentration
etwas über dem heutigen Stand zu halten, wären mindestens
drei Prozent des durchschnittlichen Sozialproduktes notwendig.
(Quelle: ap)
Deutschland
Konzerne wollen Regierung wegen AKW-Laufzeiten verklagen
So.11.03.07 - Im Streit um eine Laufzeitverlängerung für das Atomkraftwerk
Biblis droht dem Bundesumweltministerium eine Reihe von Klagen. Neben
dem Versorger RWE prüfe auch Vattenfall den Gang vor Gericht,
sollte das Ministerium die Laufzeitverlängerung für das AKW
Brunsbüttel ablehnen, berichtete die "Berliner Zeitung".
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) hatte angekündigt, den
RWE-Antrag ablehnen zu wollen. Bundeswirtschaftsministerium und
Kanzleramt sind dafür. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will
Gabriel aber das letzte Wort lassen. CDU/CSU-Fraktionschef Volker
Kauder will das Thema in den Koalitionsausschuss bringen.
Wie RWE für den Block A in Biblis wolle Vattenfall bislang nicht
genutzte Strommengen des nur kurzzeitig betriebenen Kernkraftwerks
Mülheim-Kärlich auf Brunsbüttel übertragen,
berichtete die Zeitung. RWE wolle nicht nur wegen
Mülheim-Kärlich klagen: Den Rechtsweg wolle das Unternehmen
auch gegen die Absicht des Umweltmininisteriums einschlagen, den
Bescheid über eine hilfsweise beantragte Übertragung von
Strommengen des jüngeren RWE-Kraftwerks Emsland auf Biblis von
einer vergleichenden Sicherheitsanalyse für Emsland und Biblis A
abhängig zu machen.
Die Laufzeitübertragungen sollen nun auch die Koalitionsgremien
beschäftigen. "Wie alle streitigen Fragen muss auch diese in den
Koalitionsausschuss", sagte Kauder der "Bild am Sonntag": "Ich werde
das beantragen." Die SPD warf der Union dagegen
koalitionsschädigendes Verhalten vor. "Das ist verlogen bis zum
Abwinken", sagte Fraktionsvize Ulrich Kelber der "Berliner Zeitung".
Intern habe die Union mehrmals eingeräumt, dass der Antrag auf
Laufzeitverlängerung für Biblis A laut Atomgesetz abzulehnen
sei.
Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber (CSU) forderte in der "Passauer
Neuen Presse", das Thema Atomenergie "völlig neu" zu diskutieren.
Verhärtete Fronten machte die Zeitung auch im Streit um die Suche
nach einem Atom-Endlager aus. Bundeswirtschaftsminister Michael Glos
(CSU) sprach sich gegen Gabriels Konzept aus, das neben dem
niedersächsischen Gorleben auch eine Untersuchung anderer
Standorte vorsieht.
Merkel sagte im ZDF, der Koalitionsvertrag billige Gabriel die
Entscheidung über das Thema Laufzeitenverlängerung zu. "Der
Koalitionsvertrag gilt. Ich bin vertragstreu." Dies heiße aber
nicht, dass die Union die Entscheidung gut finde.
Vize-Regierungssprecher Thomas Steg hatte zuvor gesagt, das Kanzleramt
teile genauso wie das Bundeswirtschaftsministerium die Auffassung
Gabriels nicht.
(Quelle: afp)
DGB prüft Verfassungsklage gegen Rente mit 67
So.11.03.07 - Der Deutsche Gewerkschaftsbund prüft eine Verfassungsklage gegen
die Anhebung des Rentenalters auf 67 Jahre. «Wir teilen die Sorge,
dass die neue Regelung nicht verfassungsgemäß ist und
behalten uns vor, dies durch eine Klage feststellen zu lassen»,
erklärte die stellvertretende DGB-Vorsitzende, Ingrid Sehrbrock, in
der «Westfälischen Rundschau» (Samstagausgabe).
Zentraler Kritikpunkt der Gewerkschaften ist die Regelung, dass
Arbeitnehmer nach 45 Beitragsjahren abschlagsfrei in Rente gehen
können. Dadurch würden vor allem Frauen benachteiligt.
«Nach unseren Berechnungen erreichen nur zirka elf Prozent der
Frauen und 33 Prozent der Männer 45 Versicherungsjahre»,
betonte Sehrbrock. Da helfe auch die Berücksichtigung von
Kindererziehungs- und Pflegezeiten nichts. Zusätzlich würden
die benachteiligt, die Lücken durch Arbeitslosigkeit hätten
oder prekär beschäftigt seien.
(Quelle: ap)
Wissenschaft
Bonobos teilen gemeinsam erkämpftes Futter
So.11.03.07 - Bonobos teilen das in Gemeinschaftsaktionen erworbene Futter fair
untereinander auf. Damit kooperierten sie in vielen Fällen
effektiver als ihre größeren Verwandten, die Schimpansen.
Das berichten deutsche und US- amerikanische Forscher um Brian Hare vom
Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig
im Journal «Current Biology» (online vorab
veröffentlicht).
Die Wissenschaftler hatten untersucht, ob Gruppen von Bonobos (Pan
paniscus) und Schimpansen (Pan troglodytes) jeweils für sich besser
zusammen arbeiten, wenn sie nur gemeinsam an Futter gelangen
können. Damit prüften Hare und seine Kollegen zwei
gegenläufige Theorien: Demnach könnten Schimpansen bei solchen
Versuchen im Vorteil sein, weil sie auch bei der Jagd auf kleine Tiere
in freier Wildbahn in Gruppen zusammen arbeiten. Der anderen Theorie
nach kooperieren die Bonobos besser, weil ihr soziales Verhalten
stärker ausgeprägt ist.
Die Gruppe um Hare hatte jeweils zwei Affen der gleichen Art zusammen
in einen Käfig gesetzt. Vor dem Käfig - aber nicht in
Reichweite - lag ein Brett mit Futter darauf. Die Tiere konnten nur an
die Früchte gelangen, wenn sie gleichzeitig an den Enden eines am
Brett befestigten Seiles zerrten.
Zwar zogen Schimpansen und Bonobos annähernd gleich häufig
«an einem Strang», Unterschiede gab es jedoch bei der
Aufteilung des Futters. Nur wenn mehrere Fruchtstückchen
präsentiert wurden, teilten die Schimpansen brüderlich,
schreiben die Forscher. Gab es dagegen nur eine einzelne große
Frucht, behielt in nahezu allen Fällen eines der Tiere das Futter
für sich.
Bei den Bonobos dagegen nahm keines der Tiere bei den Versuchen mehr
als die Hälfte bis etwa zwei Drittel des Futters für sich in
Anspruch. Ein einzelne Frucht wurde geteilt. Den Forschern zufolge wird
damit die Theorie gestützt, dass vor allem die so genannte soziale
Toleranz über die Effizienz gemeinsamer Aktionen entscheidet. Ihr
sehr soziales Verhalten hätten Bonobos bei ihrer evolutionären
Entwicklung wahrscheinlich durch einen zunehmenden Verlust aggressiven
Verhaltens erworben.
(Quelle: dpa)