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Irak am tausendundsechsten Tag nach Erlangung der formellen
Souveränität
Mindestens 30 Tote bei Bombenanschlägen und Überfällen.
Mehr als 150 Tote nach Anschlag von Tal Afar. Irakische Regierung stimmt
Umsiedlung von Arabern in Kirkuk zu
So.01.04.07 - Mehrere Bombenanschläge und Überfälle kosteten am
Samstag im Irak mindestens 30 Menschen das Leben. Südlich von
Kirkuk eröffneten Angreifer das Feuer auf einen Bus mit
Bauarbeitern und töteten neun Insassen. Im Bagdader Stadtteil Sadr
City explodierte am Vormittag eine Autobombe in der Nähe eines
Krankenhauses. Nach Polizeiangaben wurden fünf
Straßenhändler und Passanten getötet und 15 weitere
verletzt.
Rund eine Stunde zuvor war an einer Tankstelle in Hilla, knapp 100
Kilometer südlich von Bagdad, ein Sprengsatz in einem geparkten
Auto explodiert. Zwei Menschen kamen ums Leben, mehr als 20 erlitten
Verletzungen. In der nordirakischen Stadt Tus Chormato riss ein
Selbstmordattentäter zwei Menschen mit in den Tod. Elf weitere
wurden verletzt, als der Mann seinen mit Sprengstoff beladenen Wagen zur
Explosion brachte.
Bei dem Autobombenanschlag auf einen schiitischen Markt in der
irakischen Stadt Tal Afar sind nach Behördenangaben in der
vergangenen Woche 152 Menschen getötet worden. Die Zahl der Toten
stieg im Vergleich zu den ersten Schätzungen nach dem Anschlag vom
Dienstag auf rund das Doppelte, wie das Innenministerium in Bagdad am
Samstag mitteilte. Damit gilt die der Al Kaida zugeschriebene Tat als
der blutigste Einzelanschlag seit Beginn des Irak-Kriegs vor vier
Jahren. Der Kommandeur der US-Truppen in der Region, Malcom Frost,
erklärte, die Trümmer der Explosion seien noch immer nicht
vollständig beseitigt. Mit weiteren Leichen sei zu rechnen. Nach
dem Anschlag war es zu schweren Vergeltungsakten mit mindestens 45 Toten
gekommen.
Die irakische Regierung hat einen Beschluss zur Umsiedlung und
Entschädigung tausender arabischer Bewohner von Kirkuk gebilligt,
wie Justizminister Haschim al Schebli am Samstag erklärte. Die
Araber waren in den vergangenen Jahrzehnten von Expräsident Saddam
Hussein in Kirkuk angesiedelt worden, um die dort lebenden Kurden zu
verdrängen.
Die Kabinettsentscheidung vom Donnerstag war ein wichtiger Schritt zur
Umsetzung einer Verfassungsbestimmung, wonach der Status der
ölreichen Stadt bis Ende des Jahres geklärt werden soll. Die
Kurden möchten Kirkuk, 290 Kilometer nördlich von Bagdad
gelegen, in ihr Autonomiegebiet aufnehmen, Araber und Turkmenen sind
jedoch dagegen. In der irakischen Verfassung ist noch in diesem Jahr ein
Referendum über die Zukunft Kirkuks vorgesehen. Eine Umsiedlung
arabischer Bewohner würde es den Kurden erleichtern, eine Mehrheit
für die Eingliederung der Stadt ins Autonomiegebiet zu erringen.
Justizminister Al Schebli betonte jedoch, die Umsiedlung werde auf
freiwilliger Basis erfolgen. Umzugswillige sollten 20 Millionen Dinar
(rund 11.000 Euro) und Land in ihren früheren Heimatorten erhalten.
Zielgruppe seien Araber, die nach dem 14. Juli 1968 nach Kirkuk gezogen
seien.
Zugleich bestätigte Al Schebli, dass er am Donnerstag seinen
Rücktritt eingereicht habe. Zur Begründung verwies der
sunnitische Araber auf Differenzen mit der Regierung sowie mit seiner
politischen Gruppierung, der säkularen Irakischen Liste.
Nähere Einzelheiten nannte er nicht.
(Quelle: ap)
Blick ins Archiv:
Der Krieg gegen Irak begann am 20. März 2003
Knapp zwei Stunden nach Ablauf eines Ultimatums an den irakischen Staatschef
Hussein flog die US-Armee erste Luftangriffe auf Bagdad.
US-Präsident Bush hatte
Hussein eine Frist gesetzt, bis zwei Uhr Mitteleuropäischer Zeit das Land zu verlassen.
Der irakische Machthaber hatte zuvor bereits einen Gang ins Exil abgelehnt. Bush erklärte in
einer Fernsehansprache
(19.03.03 - 10:16 P.M. EST / 20.03.03 - 4:15 MEZ) , die erste Phase zur Entwaffnung des Irak sei eingeleitet
worden. Er habe angeordnet, ausgewählte militärische Ziele anzugreifen. Dies sei der Ausgangspunkt
für eine breit angelegte Aktion. Bush räumte ein, der Krieg könnte länger dauern und
schwieriger werden, als manche vorhersagten. Die USA und ihre Verbündeten wärden
alles versuchen, um unschuldige Zivilisten zu schonen....
Chronologie des Irak-Kriegs:
Teil 1: 20.03. bis 30.06.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv3/irak_01.htm#news
Teil 2: 01.07. bis 31.10.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv4/irak_02.htm#news
Teil 3: 01.11. bis 31.12.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv5/irak_03.htm#news
Teil 4: 01.01. bis 31.05.2004
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_04.htm#news
Teil 5: 01.06. bis 31.10.2004
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_05.htm#news
Teil 6: 01.11. 2003 bis 30.04.2005
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_06.htm#news
Teil 7: 01.05. 2005 bis 31.12.2005
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_07.htm#news
Teil 8: 01.01. 2006 bis 01.04.2006
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_08.htm#news
Vor einem Jahr:
Irak am sechshundertzweiundvierzigsten Tag nach Erlangung der formellen Souveränität
Sa.01.04.06 - Zehntausende Iraker fliehen vor Gewalt +++ Wieder Angriff auf
Ölpipeline +++ Zunehmende Spannungen zwischen irakischen Stellen und
der US-Regierung in der Frage der Regierungsbildung +++
US-Außenministerin Rice: 'Tausende taktische Fehler' im Irak
gemacht...
Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv8/k0604010.htm#news
Zitate zur Begründung des Irak-Krieges:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402040.htm#040204_a
Auszüge aus Powells 'Beweisen' zum Irak vom 5. Februar 2003:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402040.htm#040204_b
... Lügen und Täuschungen, die in
London und Washington produziert wurden, verursachten den Tod von bis
zu 55.000 Irakern, unter ihnen 9.600 Zivilisten... John Pilger, ZNet 05.02.2004... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402110.htm#040211_b
Iraq Body Count:
http://www.iraqbodycount.net
Fr.29.10.2004 - Einer Studie zufolge sind rund 100.000 Iraker an den Kriegsfolgen
gestorben. Die meisten Todesfälle gingen auf Gewalteinwirkung
zurück, nicht zuletzt durch Luftangriffe der Alliierten, wie es in
der Studie heißt, die auf der Website der renommierten
britischen Medizinzeitschrift «The Lancet» [http://www.thelancet.com]
veröffentlicht wurde... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv3/irak_k01.htm#bodycount
Do.08.12.2006 - Seit Beginn des Irak-Kriegs im März 2003 sind mindestens 2.919
Angehörige der US-Streitkräfte ums Leben gekommen. Der weitaus
größte Teil kam erst nach dem offiziellen Ende der
Hauptkampfhandlungen am 1. Mai 2003 ums Leben.
Zur Zahl der seit Kriegsbeginn getöteten Iraker gibt es keine
verlässlichen Angaben.
(Quelle: ap)
«Kanonenfutter für das Pentagon»
... wer sind sie eigentlich - die toten amerikanischen Soldaten?... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402110.htm#040211_a
'Statt des Sohnes kam eine leere Hülle aus dem Irak zurück'
»Ich wünschte, ich könnte euch erzählen, daß
unsere Familie wieder heil und glücklich ist, seit mein Sohn aus
dem Irak in ein ziviles Leben zurückgekehrt ist. Aber das ist
nicht der Fall. Mein Sohn ist 21 Jahre alt, er ist obdach- und
arbeitslos. Am 11. Januar (2006) hat er sein Auto in den frühen
Morgenstunden an einen Betonpfeiler gefahren. Niemand, der das Auto
sah, konnte sich vorstellen, daß er den Unfall überlebt hat.
Ich erinnere mich an den Tag, als ich den Anruf bekam: Mein Sohn war
zurück aus dem Krieg, zurück in den Staaten. Ich sank
schluchzend zusammen und dankte dem Schöpfer dafür, daß
er am Leben war. Damals hatte ich keine Ahnung, daß alles, was da
aus dem Krieg zurückkehrte, nur eine Hülle war. Der Geist
meines Jungen und seine Seele müssen immer noch irgendwo in den
Straßen des Irak herumirren... «
Georgia Stillwell, Mitglied der Organisation »Military Families
Speak Out«... Mehr unter:
http://www.jungewelt.de/2006/02-10/056.php
Die Kosten für den Irak-Einsatz explodieren
Mittwoch 20. Dezember 2006: Seit März 2003 haben die USA für den Einsatz im Irak 350 Milliarden
Dollar aufgewendet. In diesem Jahr bereits kletterten die Kosten des Irak-Einsatzes
auf monatlich acht Milliarden Dollar gegenüber 6,4 Milliarden Dollar monatlich im Vorjahr.
US-Präsident Bush hat weitere 100 Milliarden Dollar (75,9 Milliarden Euro) im Kongress beantragt.
Quellen: ap, afp
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Nahost-Konflikt
EU will Kontakte zu Palästinensern ausweiten
So.01.04.07 - Die EU geht angesichts der neuen Dynamik im Nahost-Friedensprozess auf
die Palästinenser zu. In Bremen verständigten sich die
EU-Außenminister am Samstag darauf, Kontakte zum
palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas und den Ministern
der Koalitionsregierung zu pflegen, die nicht der Hamas angehören.
Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel machte in Jordanien
deutlich, dass die EU nur jene Mitglieder der Regierung stärken
werde, die zum Friedensprozess stünden.
Merkel traf am Samstag zum Auftakt ihrer dreitägigen Nahost-Reise
in Jordanien ein. Bei einem Gespräch mit König Abdullah II.
in dessen Sommerresidenz informierte sie sich aus erster Hand über
die Ergebnisse des arabischen Gipfels in Riad. Dieser hatte diese Woche
eine Friedensinitiative aus dem Jahr 2002 erneuert, die eine
Anerkennung Israels und dauerhaften Frieden vorsieht. Im Gegenzug wird
der Abzug Israels aus den 1967 besetzten Gebieten verlangt. Sowohl die
EU als auch Israel hatten diesen Vorstoß begrüßt.
Der EU-Außenbeauftragte Javier Solana sagte in Bremen, die
Europäer müssten in diesem «Moment gewisser
Hoffnung» dazu beitragen, dass der Friedensprozess vorangebracht
werde. Als amtierender Ratspräsident sagte der deutsche
Außenminister Frank-Walter Steinmeier, in der Europäischen
Union habe man «keine Neigung, mit Hamas-Mitgliedern in Kontakt
zu treten». Kontakt wünsche man mit denjenigen, die sich auf
dem Boden der Beschlüsse des Nahost-Quartetts bewegten.
Ähnlich äußerte sich Merkel nach dem Gespräch mit
König Abdullah in Akaba am Roten Meer. Die Friedensinitiative der
arabischen Länder sei ein Schritt, der mit Leben erfüllt
werden müsse, sagte sie. Der eigentliche Verhandlungsprozess
müsse zwischen Israel und den Palästinensern stattfinden. Ein
zentraler Punkt sei, dass die palästinensische Regierung die
Kriterien des Nahost-Quartetts einhalte. Dazu zählen die
Anerkennung Israels, der Verzicht auf Gewalt und die Anerkennung der
Verhandlungsfortschritte.
Die neue palästinensische Regierung der nationalen Einheit besteht
aus Mitgliedern der radikal-islamischen Hamas und der Fatah von
Präsident Abbas. Die Kabinettsmitglieder, die nicht der Hamas
angehören, sind der Außen- und der Finanzminister.
Solanas Sprecherin Cristina Gallach berichtete aus der Sitzung der
Außenminister, es bestehe die Möglichkeit, dass die EU den
Aufbau der palästinensischen Institutionen schrittweise wieder
finanziell unterstützen könnte. Direkte Finanzhilfen für
die palästinensische Regierung hatte die EU während des
Hamas-Regimes eingestellt und stattdessen humanitäre Projekte
direkt unterstützt.
Steinmeier erinnerte daran, dass die so gezahlten Mittel 2006
tatsächlich höher gewesen seien als die Regierungshilfen im
Jahr zuvor. Zunächst solle an der Finanzregelung nichts
verändert werden, «bis wir die neue Regierung so
einschätzen können, dass über Alternativen nachgedacht
werden kann», sagte der Außenminister.
Merkel will am (morgigen) Sonntag in Gesprächen mit dem
israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert und dem
palästinensischen Präsidenten Abbas darauf dringen, dass
beide Seiten den politischen Dialog fortsetzen. Noch am Samstagabend
war in Jerusalem eine erste Begegnung mit Olmert geplant.
(Quelle: ap)
Mindestens 200 Rebellen bei neuen Kämpfe in Somalia getötet
So.01.04.07 - Äthiopische Soldaten haben nach Angaben der Regierung in Addis
Abeba in den vergangenen zwei Tagen mehr als 200 islamische Rebellen in
Somalia getötet. Seit Beginn der neuen Offensive in der somalischen
Hauptstadt Mogadischu seien zudem zahlreiche bewaffnete
Aufständische verletzt und mehr als ein Dutzend ihrer Fahrzeuge
zerstört worden, teilte das äthiopische
Informationsministerium mit. Das Ministerium versicherte, die Armee habe
ihre Offensive auf Bitten der somalischen Übergangsregierung
gestartet.
Erstmals seit Wochen waren äthiopische Soldaten am Donnerstag und
Freitag wieder mit Panzern, Artillerie und Kampfhubschraubern gegen die
islamistischen Rebellen vorgegangen, um deren zunehmende Angriffe in
Mogadischu zu stoppen. Im Dezember und im Januar hatten somalische und
äthiopische Truppen in einer gemeinsamen Offensive die in weiten
Teilen des Landes herrschenden Islamisten vertrieben. Bislang war die
somalische Übergangsregierung aber kaum in der Lage, der
anhaltenden Gewalt in Mogadischu Einhalt zu gebieten.
Nach Angaben der Vereinten Nationen flohen innerhalb einer Woche 12.000
Menschen aus Mogadischu. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz
(IKRK) spricht von den schwersten Gefechten in der Hauptstadt des
nordostafrikanischen Bürgerkriegslands seit 15 Jahren. Dutzende
Menschen seien getötet und hunderte weitere verletzt worden, die
meisten von ihnen Zivilisten.
(Quelle: afp)
Mehr als 40 Tote bei Angriff von Milizen in Darfur
So.01.04.07 - Bei einem Angriff in der sudanesischen Krisenprovinz Darfur sind mehr
als 40 Menschen getötet worden. Ihm lägen die Namen von 43
Mitgliedern des arabischen Tordscham-Stammes vor, die westlich von
Nijala bei einem Angriff der "Grenzgarden" getötet worden seien,
sagte der Rebellenchef Ibrahim Ahmed Ibrahim telefonisch der
Nachrichtenagentur AFP in London. Als Grenzgarden werden im Sudan die
regierungsfreundlichen islamischen Dschandschawid-Milizen bezeichnet.
Ein Mitglied des Stammes bestätigte ebenfalls den Angriff, er
sprach sogar von 53 Getöteten.
In Darfur tobt seit vier Jahren ein Bürgerkrieg, bei dem nach
Schätzungen internationaler Organisationen mindestens 200.000
Menschen getötet und zwei Millionen Menschen in die Flucht
getrieben wurden.
(Quelle: afp)
Signale der Entspannung zwischen London und Teheran
So.01.04.07 - In der Krise um die Gefangennahme von 15 britischen Soldaten durch
iranische Revolutionsgarden schlagen London und Teheran ruhigere
Töne an. «Ich denke, jeder bedauert, dass es zu dieser
Situation gekommen ist», sagte die britische
Außenministerin Beckett. Zugleich betonte sie den Wunsch Londons
nach einer friedlichen Lösung. Nachdem zunächst eine
angebliche Drohung, die 15 Briten vor Gericht zu stellen, die Krise
anzuheizen schien, reagierte Teheran mit einer Klarstellung. Der
iranische Botschafter in Moskau sprach von einem
Übersetzungsfehler.
(Quelle: dpa)
Rund 70.000 Ukrainer fordern Neuwahlen
So.01.04.07 - Mehr als 70.000 Ukrainer haben am Samstag in einer Massenkundgebung
Präsident Viktor Juschtschenko im Machtkampf mit
Ministerpräsident Viktor Janukowitsch den Rücken
gestärkt. Sie forderten Juschtschenko auf, das Parlament
aufzulösen und Neuwahlen anzusetzen. Sie äußerten ihre
Sorge über Versuche des prorussischen Regierungschefs
Janukowitsch, Abgeordnete abzuwerben.
«Zusammen werden wir gewinnen», riefen die Demonstranten.
Oppositionsführerin Julia Tymoschenko, die wichtigste
Verbündete Juschtschenkos bei der Orangenen Revolution 2004,
erklärte, es sei nicht das Recht, sondern die Pflicht des
Präsidenten, das Parlament aufzulösen.
Unterdessen demonstrierten tausende von Anhängern Janukowitschs in
Kiew für den Regierungschef. Sie halten ihm zugute, dass Renten
gestiegen sind, die Industrie arbeitet und in die Landwirtschaft
investiert worden sei. Die Demonstration wuchs am Abend auf rund 20.000
Teilnehmer an. Die Sicherheitskräfte errichteten Barrikaden, um
beide Kundgebungen zu trennen.
Janukowitsch hat mittlerweile eine Mehrheit von 260 der 450
Abgeordneten im Parlament. Zuletzt waren rund ein Dutzend Abgeordnete
aus Juschtschenkos Bündnis in Janukowitschs Fraktion
übergetreten. Ein neues Gesetz schreibt aber vor, dass Abgeordnete
in einer Legislaturperiode in der Partei bleiben müssen, für
die sie gewählt wurden. Janukowitsch hat angedeutet, dass er bald
die Zweidrittelmehrheit von 300 Abgeordneten hinter sich bringen
könne, mit der er ein Veto des Präsidenten überstimmen
könnte.
Auf einem Parteitag seines Bündnisses Unsere Ukraine drohte
Juschtschenko bereits am Samstagmorgen mit der Auflösung des
Parlaments. «Wenn die Arbeit der Mehrheit (im Parlament) nicht
auf der Grundlage der Verfassung erneuert wird, werde ich einen Erlass
zur Auflösung des Parlaments unterzeichnen», sagte er.
(Quelle: ap)
UN-Konvention für Behindertenrechte unterzeichnet
So.01.04.07 - In einer feierlichen Zeremonie am Sitz der Vereinten Nationen haben 80
Staaten und die EU die neue UN-Konvention zum Schutz der Rechte von
behinderten Menschen unterzeichnet. Sie verpflichtet erstmals alle
Unterzeichnerstaaten, die Chancengleichheit Behinderter zu fördern
und Diskriminierung zu unterbinden. Ein Zusatzprotokoll gibt Betroffenen
die Möglichkeit zur Anrufung eines internationalen
Expertenausschusses, wenn alle nationalen Rechtsmittel ausgeschöpft
sind. Das Protokoll wurde von 42 Staaten signiert.
Die stellvertretende UN-Generalsekretärin Asha-Rose Migiro
begrüßte die neue Konvention als wichtigen Schritt, um
historisches Unrecht zurechtzurücken. Menschen dürften nicht
mehr aufgrund ihrer Behinderung benachteiligt werden, ob im Beruf, bei
der Bildung oder dem öffentlichen Verkehr.
UN-Menschenrechtskommissarin Louise Arbour mahnte die Staaten, die
internationalen Verpflichtungen in sinnvolle nationale Programme
umzusetzen. "Derzeit gibt es in weniger als 50 Ländern Gesetze zum
Schutz behinderter Menschen. Ich weiß, dass wir das besser
können. Das heutige Treffen zeigt uns den Weg", sagte Migiro.
Die neue Menschenrechtskonvention war im Dezember von der
UN-Vollversammlung verabschiedet worden. Um in Kraft treten zu
können, muss sie von mindestens 20 Staaten ratifiziert werden.
Jamaika war am Freitag das erste Land, das sie ratifizierte. Nach
UN-Schätzungen leben weltweit rund 650 Millionen Menschen mit
Behinderungen.
(Quelle: afp)
Deutschland
Innenminister Schäuble will Sicherheitsgesetze verschärfen
So.01.04.07 - Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) und die Unionsfraktion
im Bundestag dringen Medienberichten zufolge auf eine rasche
Verschärfung zahlreicher sicherheitsrelevanter Gesetze.
So sollen dem Bundeskriminalamt (BKA) künftig die Rasterfahndung
sowie heimliche Online-Durchsuchungen von Computern erlaubt werden, wie
«Spiegel» und «Welt» am Samstag
übereinstimmend berichteten. Zudem sollen die Daten aus der
Lkw-Maut künftig zur Aufklärung schwerer Verbrechen benutzt
werden können. Entsprechende Pläne hätten Unionspolitiker
bereits am Donnerstag in einer Koalitionsrunde vorgestellt. Die
SPD-Innenexperten sind laut «Spiegel» grundsätzlich
bereit, die Pläne mitzutragen, wenn auch nur in abgespeckter Form.
Unter dem Eindruck einer neuen Terrordrohung gegen Deutschland hatten
Koalitionspolitiker bereits Mitte März angekündigt,
sämtliche sicherheitsrelevanten Gesetze auf ihre Tauglichkeit
überprüfen zu wollen. Islamisten hatten vor rund drei Wochen
mit Anschlägen gedroht, sollte die Bundeswehr nicht aus Afghanistan
abziehen. Eine Sprecherin des Innenministeriums bestätigte am
Samstag lediglich, dass Schäuble Gesetze überarbeiten wolle.
Details nannte sie nicht.
Laut «Spiegel» wird ein Referentenentwurf des Ministeriums
zur Nutzung der Lkw-Maut-Daten für Mitte April erwartet. Als
weitgehend unstrittig gilt demnach in der Koalition, dass diese Daten
bei der Aufklärung besonders schwerer Verbrechen wie Mord,
Totschlag oder terroristischen Anschlägen genutzt werden sollen.
Eine Verwendung bei der Verbrechensvorbeugung lehne die SPD aber ab.
Computer sollen dagegen voraussichtlich nur zur Gefahrenabwehr heimlich
durchforstet werden dürfen und nicht zur Aufdeckung von Straftaten.
Wegen fehlender gesetzlicher Grundlage hatte der Bundesgerichtshof
Online- Untersuchungen durch die Polizei Anfang des Jahres verboten.
Vorbereitet wird dem Bericht zufolge auch eine Gesetzesänderung
zum Großen Lauschangriff, die dem Verfassungsgerichts-Urteil
folgt, wonach in einer verwanzten Wohnung keine Privatgespräche
abgehört werden dürfen. Die Union plädiert demnach
dafür, dass zunächst alles aufgezeichnet werden darf, dass
aber dann ein Richter entscheiden muss, was davon privat und daher zu
löschen ist. Die SPD wolle dagegen verhindern, dass
Privatgespräch mitgeschnitten werden dürfen. Zudem lehne sie
Pläne der Union ab, Fingerabdrücke nicht nur im Chip des
Reisepasses zu speichern, sondern auch bei den Meldeämtern.
Der Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), Ernst Uhrlau,
warnte unterdessen vor möglichen islamistischen Anschlägen
auch in Deutschland. El-Kaida-Anhänger könnten
«überall und jederzeit zuschlagen auch in und gegen
Deutschland», sagte Uhrlau dem «Spiegel». Auch
Schäuble hatte am Freitag darauf verwiesen, dass die Bundesrepublik
keine «Insel der Seligen» sei. Die vereitelten
Kofferbombenanschläge vom Juli 2006 hätten gezeigt,
«dass Deutschland auch Ziel von islamistischen
Terroranschlägen ist».
(Quelle: dpa)
Beckstein für Überwachung der Linkspartei durch
Verfassungsschutz
So.01.04.07 - Die neue Linkspartei müsste nach Ansicht des bayerischen
Innenministers Günther Beckstein unter Umständen vom
Verfassungsschutz überwacht werden. «Jetzt muss man genau
beobachten, wie sich die Linkspartei entwickelt. Geben die
demokratischen Linken den Ton an? Oder setzt sich die alte PDS durch?
Dann muss die neue Partei vom Verfassungsschutz beobachtet
werden», sagte der CSU-Politiker und designierte bayerische
Ministerpräsident laut «Bild am Sonntag».
In der Gründung der Linkspartei, die im Sommer endgültig aus
der Fusion von PDS und WASG entstehen soll, sieht Beckstein dem
Vorabbericht zufolge die Gefahr, «dass sich Linke und Rechte
gegenseitig hochschaukeln». Vor allem der CSU komme die Aufgabe
zu, eine Stärkung rechtsextremer Parteien zu verhindern. Beckstein,
der im September neuer Ministerpräsident werden soll, sagte laut
der Zeitung über seine Rolle: «Edmund Stoibers Nachfolger
muss ein Anker für jeden anständigen Konservativen und echten
Patrioten sein. Das traue ich mir sehr wohl zu. Jeder Konservative
außerhalb Bayerns muss Tränen in den Augen haben, weil er
Beckstein nicht wählen kann.»
(Quelle: ap)
Deutsche Bank will Aufsichtsratsbezüge offenbar weiter erhöhen
So.01.04.07 - Deutsche-Bank-Aufsichtsratschef Clemens Börsig sieht in der
angekündigten Erhöhung der Aufsichtsratsvergütung nur den
Anfang einer Entwicklung hin zu höheren Aufsichtsratsbezügen.
«Dieses schrittweise Vorgehen ist besser als ein Quantensprung.
Den würden die Menschen nicht verstehen», sagte Börsig
der «Welt am Sonntag». Eine höhere Vergütung sei
im Wettbewerb um die besten Köpfe unerlässlich, betonte er.
Dies gelte besonders für Ausschussmitglieder. «Hier stehen
die Bezüge in keinem entsprechenden Verhältnis mehr zum
Aufwand.»
Die Deutsche Bank will die Bezüge des Aufsichtsrates
rückwirkend zum 1. Januar erhöhen. Wie aus der am Donnerstag
veröffentlichten Einladung zur Hauptversammlung im Mai hervorgeht,
sollen die Aktionäre rückwirkend zum 1. Januar eine
Verdopplung der festen Vergütung für die Aufsichtsräte
auf 60 000 Euro jährlich genehmigen. Zugleich soll jedoch die
erfolgsabhängige Vergütung reduziert werden, die sich bislang
ausschließlich an der Dividendenentwicklung orientiert hatte.
Börsig selbst wird laut «Welt am Sonntag» nach der
neuen Regelung nur geringfügig mehr erhalten. Der ehemalige
Finanzvorstand hatte bei seinem Wechsel an die Aufsichtsratsspitze im
vergangenen Jahr seinen bis 2010 laufenden Vorstandsvertrag voll
ausgezahlt bekommen und 17,6 Millionen Euro erhalten. «Da schien
es mir nicht angebracht, selbst Nutznießer dieser Erhöhung zu
sein», sagte Börsig. Grundsätzlich müsse aber auch
für den Vorsitzenden des Kontrollgremiums der finanzielle Anreiz
erhöht werden.
(Quelle: ddp)
Fortschritte an der Rütli-Schule
So.01.04.07 - Ein Jahr nach der Veröffentlichung eines Brandbriefs durch Lehrer
der Rütli-Schule im Berliner Bezirk Neukölln haben Politiker
und Pädagogen die Fortschritte an der Bildungseinrichtung
hervorgehoben. Die Rütli-Schule vom März 2006 gebe es heute
nicht mehr, sie sei befriedet, sagte der Neuköllner
Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD) am Freitag.
Er führte an, dass von den 60 Schulabgängern im Herbst 2006
nur drei einen Ausbildungsplatz erhalten haben. Daher mache er sich
nachdrücklich für Veränderungen am Schulsystem stark und
plädiere für eine Abschaffung der Hauptschule, die keine
Perspektive habe. Sie stehe «am Ende eines
Selektionsprozesses», unterstrich der SPD-Politiker. Deshalb sei
eine «maximal zweistufige Form, eine Gesamtschule» notwendig.
Die ehemalige Rektorin der Rütli-Schule, Brigitte Pick, sagte zur
Entwicklung der Schule seit dem Brandbrief des Lehrerkollegiums an den
Berliner Senat, es sei «eine Menge Hilfe von außen gekommen,
die sie auch begrüße». Es seien Projekte finanziert
worden, für die vorher kein Geld da gewesen sei. Sie gab jedoch zu
bedenken, dass die Schule zuvor nicht 20 Jahre lang geschlafen, sondern
auch teils federführende Projekte initiiert habe. Ihrer Auffassung
nach haben die Medien die Schule zudem zu Unrecht in ein schlechtes
Licht gerückt.
Der Vorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE), Ludwig
Eckinger, betonte, durch die angestoßene Debatte sei erkannt
worden, dass an allen Schulen ein Minimum an Sozialarbeit notwendig sei
und nicht nur an Brennpunktschulen. Dies bedeute einen «kleinen
Fortschritt». Auch sei deutlich geworden, dass «wir als
Pädagogen erhebliche Unterstützung brauchen».
Die Rütli-Hauptschule in Berlin-Neukölln war durch einen
Hilferuf des Lehrerkollegiums in die Schlagzeilen geraten. In einem
Brief hatten sich die Pädagogen Ende März 2006 über die
unhaltbaren Zustände und die hohe Gewaltbereitschaft an ihrer
Hauptschule beklagt, an der mehr als 80 Prozent der Schüler
nichtdeutscher Herkunft sind, und sogar eine Auflösung der
Einrichtung angeregt. Der Appell löste eine bundesweite Debatte
über die Bildungs- und Integrationspolitik aus.
Seit Mitte Oktober 2006 hat die Schule nun mit Aleksander Dzembritzki
einen neuen Leiter. Der gebürtige Berliner, der zuletzt in
Lübeck gearbeitet hatte, war der einzige Bewerber. In
Schleswig-Holstein hatte der Sport-Pädagoge an Grund- und
Hauptschulen gearbeitet. Er löste Helmut Hochschild ab, der die
Neuköllner Hauptschule seit April vergangenen Jahres kommissarisch
geleitet hatte. In seiner Amtszeit bekam die Schule neue Lehrer und
Sozialarbeiter, die türkisch und arabisch sprechen.
Drei Berliner Soziologiestudenten entwickelten zudem mit Schülern
das Label «Rütli-Wear», das eine eigene Modekollektion
mit Siebdruckmotiven entwirft und produziert. Das Projekt wurde mit dem
«startsocial»-Preis für ehrenamtliches Engagement
für soziale Projekte ausgezeichnet.
(Quelle: ddp)
Rechte für behinderte Fluggäste
So.01.04.07 - Reisenden mit Behinderung oder eingeschränkter Mobilität darf
ab dem 26. Juli dieses Jahres die Buchung und Wahrnehmung eines Fluges
nicht mehr mit Hinweis auf deren Handicap verweigert werden. Zudem haben
Menschen mit Behinderungen am Flughafen das Recht auf kostenlose Hilfe
für den Weg zur Maschine. Das schreibt eine neue EU-Verordnung vor,
die dann in Kraft tritt und damit die bisher allgemein gehaltenen
Gesetze zur Gleichbehandlung konkretisiert.
Fluggesellschaften können bezüglich Buchung und
Beförderung lediglich Ausnahmen machen, wenn die
Sicherheitsvorschriften durch die Beförderung behinderter
Fluggäste nicht eingehalten werden können. Allerdings muss die
Airline in solchen Fällen für die betreffende Person einen
Flug bei einer anderen Gesellschaft buchen. Die Beförderungspflicht
entfällt auch, wenn aufgrund der Größe des Flugzeuges
oder seiner Türen die Anbordnahme oder die Beförderung eines
behinderten Menschen physisch unmöglich ist. Um alle geltenden
Sicherheitsanforderungen zu erfüllen, kann verlangt werden, dass
ein behinderter Mensch von einer anderen Person begleitet wird.
Die Sicherheitsvorschriften und die Beschränkungen in der
Beförderung behinderter Menschen müssen von den
Fluggesellschaften öffentlich zugänglich gemacht werden. Bei
Verweigerung der Flugreise wegen der Behinderung muss laut der
Lebenshilfe der Anspruch auf Erstattung oder anderweitige
Beförderung angeboten werden. Die Regelungen gelten für
Reisende, die von einem Flughafen der Europäischen Union abfliegen,
dort ankommen oder ihn im Transit benutzen.
(Quelle: yahoo-Nachrichten)
Verbraucherfrust: Nur Ärger mit den Telefonanbietern
So.01.04.07 - Kaum ein gutes Haar lassen die Verbraucher an den Telefonanbietern in
Deutschland. Falsche und nutzlose Auskünfte, schlechte
Erreichbarkeit, inkompetente Service-Mitarbeiter, mangelhafte
Sprachqualität und Preis-Leistungsverhältnisse sowie
problembehaftete Anbieterwechsel - über diese unbefriedigenden
Zustände machten sich jetzt über 7 700 Kunden bei einer
Umfrage der Stiftung Warentest Luft. Fazit: Die Telefonanbieter halten
offenbar nicht viel davon, ihre Kundschaft zufrieden zu stellen, denn
fast jeder Kunde weiß von Ärger und Problemen mit seinem
Provider zu berichten.
Die Palette der Unzulänglichkeiten ist lang: Am häufigsten
schimpfen die Befragten über nutzloses, aber kostenintensives
Hotline-Geplänkel, falsche Rechnungen, nicht erschienene Techniker,
undurchsichtige Tarifpakete und lahmen Service - die T-Com und ihre
Mitbewerber hinterlassen bei ihren Kunden immer öfter den bitteren
Nachgeschmack der Unfähigkeit und Abzockerei.
Die Stiftung Warentest rät Kunden, die mit ihrem
Telekommunikationsanbieter Ärger haben, auf jeden Fall zu
überlegtem Handeln. Zunächst sollten sie sich beim
Vertragsabschluss Zeit lassen, sich am Telefon oder an der Haustüre
also zu nichts drängen lassen und alle Paragraphen genau
prüfen, ehe sie sich entscheiden. Wer eine Telefon-Flatrate buchen
möchte, sollte zudem wissen, dass damit nur die Gespräche ins
Festnetz abgegolten sind, nicht jedoch Anrufe ins Ausland, in
Mobilfunknetze und an Sonder-, Service- und Hotline-Nummern. Einen
Anbieterwechsel sollten sie von dem neuen Anbieter vornehmen lassen; er
kündigt den alten Anschluss und kann dafür sorgen, dass man
seine bisherige Rufnummer behalten kann.
Bei Ärger mit Rechnungen oder Anschlüssen sollten
begründete Beanstandungen schriftlich sowie mit Einschreiben und
Rückschein geäußert werden. Auch
Einzelverbindungsnachweise und technische Prüfungen können
verlangt werden. Den vom Anbieter unberechtigt abgebuchten
Rechnungsbetrag kann man von der Bank wieder zurückbuchen lassen
und anschließend den Betrag überweisen, den man für
berechtigt hält. Allerdings sollte dies dem Provider kommuniziert
und die Beanstandung vorher nachweislich geltend gemacht worden sein.
Keine Sorge: Der Anbieter darf den Anschluss deshalb nicht einfach
sperren - das Ende Februar novellierte Telekommunikationsgesetz steht in
dieser Frage laut Warentest hinter den Verbrauchern.
(Quelle: yahoo-Nachrichten)