Nachrichten-Archiv
Aktuelle Nachrichten
Irak am tausendunddreizehnten Tag nach Erlangung der formellen
Souveränität
Minister aus 20 Staaten kommen im Mai zu Irak-Konferenz zusammen.
Heftige Gefechte in irakischer Stadt Diwanija. Seit Monatsbeginn kommen
im Schnitt vier US-Soldaten täglich im Irak ums Leben
So.08.04.07 - Minister aus den Nachbarstaaten des Iraks, den fünf ständigen
Mitgliedern des UN-Sicherheitsrats sowie der G-8-Staaten beraten am 3.
und 4. Mai über die Lage im Irak. Das Treffen findet nach Angaben
des irakischen Außenministers Hoschjar Sebari im ägyptischen
Badeort Scharm el Scheich statt. Auch Minister aus Bahrain und
Ägypten nähmen an der Konferenz teil, sagte Sebari am Samstag
bei einer Pressekonferenz.
Den Teilnehmerstaaten sei die Gefährlichkeit der Lage im Irak
bewusst. Wachsende Spannungen in der Region wiederum hätten einen
negativen Einfluss auf die Situation im Irak, sagte Sebari. Die
Bereitschaft von Seiten der Nachbarstaaten sei groß, zur
Lösung des Problems beizutragen. Nach dem Treffen Anfang Mai sei
ein weiterer internationaler Irak-Gipfel in Ägypten geplant. Dort
solle dann ein Fünfjahresplan (»Iraq Compact»)
unterzeichnet werden, dem zufolge die irakische Regierung wichtige
politische und wirtschaftliche Reformen umsetzen muss, um finanzielle
Selbstständigkeit und wirtschaftliche Integration zu erreichen.
Im März hatten Delegierte der sechs Nachbarländer des Iraks
sowie der fünf ständigen Sicherheitsratsmitglieder in Bagdad
die für Mai geplante Konferenz auf Ministerebene vorbereitet.
Dabei kam es nach irakischen Angaben zu den ersten direkten
Gesprächen zwischen Vertretern der USA und des Irans seit Jahren.
In der irakischen Stadt Diwanija lieferten sich amerikanische Soldaten
unterdessen heftige Gefechte mit schiitischen Aufständischen.
Mindestens eine Zivilperson wurde am Samstag getötet und fünf
weitere wurden verletzt, als ein amerikanischer Panzer auf ihr Haus
feuerte, wie die irakische Polizei erklärte. Die
US-Streitkräfte erklärten, Kampfflugzeuge hätten auf
Milizionäre geschossen, die mit Granatwerfern bewaffnet gewesen
seien. Anwohner hätten zuvor Hinweise auf die Aufständischen
in dem Gebiet gegeben.
In Bagdad wurde nach Angaben der US-Streitkräfte am Freitag ein
US-Soldat bei einem Anschlag getötet. Vier weitere erlitten
Verletzungen. Bei der Explosion einer zweiten Bombe wurde am Freitag in
Bagdad nach Armeeangaben ein weiterer Soldat getötet, drei wurden
verletzt. In den ersten fünf Tagen des Monats kamen damit im
Schnitt vier US-Soldaten täglich ums Leben.
Auf einer Schnellstraße nahe der Stadt Anna nordwestlich von
Bagdad explodierte am Samstagmorgen ein Sprengsatz neben einer
amerikanisch-irakischen Patrouille. Zwei irakische Soldaten kamen ums
Leben, zwei weitere wurden verwundet, wie die irakischen
Streitkräfte erklärten.
Irakische und US-Truppen nahmen unterdessen im Westen Bagdads 14
Verdächtige fest. Nach Angaben der US-Streitkräfte vom
Samstag wurde bei der Aktion am Dienstag außerdem ein
großes Waffenlager beschlagnahmt, darunter Sprengstoff, Material
zum Bombenbau, Handfeuerwaffen und Mörser. Die Einsätze der
Soldaten im Stadtviertel Jarmuk dauerten an, hieß es.
(Quelle: ap)
Blick ins Archiv:
Der Krieg gegen Irak begann am 20. März 2003
Knapp zwei Stunden nach Ablauf eines Ultimatums an den irakischen Staatschef
Hussein flog die US-Armee erste Luftangriffe auf Bagdad.
US-Präsident Bush hatte
Hussein eine Frist gesetzt, bis zwei Uhr Mitteleuropäischer Zeit das Land zu verlassen.
Der irakische Machthaber hatte zuvor bereits einen Gang ins Exil abgelehnt. Bush erklärte in
einer Fernsehansprache
(19.03.03 - 10:16 P.M. EST / 20.03.03 - 4:15 MEZ) , die erste Phase zur Entwaffnung des Irak sei eingeleitet
worden. Er habe angeordnet, ausgewählte militärische Ziele anzugreifen. Dies sei der Ausgangspunkt
für eine breit angelegte Aktion. Bush räumte ein, der Krieg könnte länger dauern und
schwieriger werden, als manche vorhersagten. Die USA und ihre Verbündeten würden
alles versuchen, um unschuldige Zivilisten zu schonen....
Chronologie des Irak-Kriegs:
Teil 1: 20.03.2003 bis 30.06.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv3/irak_01.htm#news
Teil 2: 01.07.2003 bis 31.10.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv4/irak_02.htm#news
Teil 3: 01.11.2003 bis 31.12.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv5/irak_03.htm#news
Teil 4: 01.01.2004 bis 31.05.2004
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_04.htm#news
Teil 5: 01.06.2004 bis 31.10.2004
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_05.htm#news
Teil 6: 01.112004 bis 30.04.2005
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_06.htm#news
Teil 7: 01.05.2005 bis 31.12.2005
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_07.htm#news
Teil 8: 01.01.2006 bis 08.04.2006
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_08.htm#news
Vor einem Jahr:
Irak am sechshundertneunundvierzigsten Tag nach Erlangung der formellen Souveränität
Zitate zur Begründung des Irak-Krieges:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402040.htm#040204_a
Auszüge aus Powells 'Beweisen' zum Irak vom 5. Februar 2003:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402040.htm#040204_b
... Lügen und Täuschungen, die in
London und Washington produziert wurden, verursachten den Tod von bis
zu 55.000 Irakern, unter ihnen 9.600 Zivilisten... John Pilger, ZNet 05.02.2004... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402110.htm#040211_b
Iraq Body Count:
http://www.iraqbodycount.net
Fr.29.10.2004 - Einer Studie zufolge sind rund 100.000 Iraker an den Kriegsfolgen
gestorben. Die meisten Todesfälle gingen auf Gewalteinwirkung
zurück, nicht zuletzt durch Luftangriffe der Alliierten, wie es in
der Studie heißt, die auf der Website der renommierten
britischen Medizinzeitschrift «The Lancet» [http://www.thelancet.com]
veröffentlicht wurde... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv3/irak_k01.htm#bodycount
Do.08.12.2006 - Seit Beginn des Irak-Kriegs im März 2003 sind mindestens 2.919
Angehörige der US-Streitkräfte ums Leben gekommen. Der weitaus
größte Teil kam erst nach dem offiziellen Ende der
Hauptkampfhandlungen am 1. Mai 2003 ums Leben.
Zur Zahl der seit Kriegsbeginn getöteten Iraker gibt es keine
verlässlichen Angaben.
(Quelle: ap)
«Kanonenfutter für das Pentagon»
... wer sind sie eigentlich - die toten amerikanischen Soldaten?... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402110.htm#040211_a
'Statt des Sohnes kam eine leere Hülle aus dem Irak zurück'
»Ich wünschte, ich könnte euch erzählen, daß
unsere Familie wieder heil und glücklich ist, seit mein Sohn aus
dem Irak in ein ziviles Leben zurückgekehrt ist. Aber das ist
nicht der Fall. Mein Sohn ist 21 Jahre alt, er ist obdach- und
arbeitslos. Am 11. Januar (2006) hat er sein Auto in den frühen
Morgenstunden an einen Betonpfeiler gefahren. Niemand, der das Auto
sah, konnte sich vorstellen, daß er den Unfall überlebt hat.
Ich erinnere mich an den Tag, als ich den Anruf bekam: Mein Sohn war
zurück aus dem Krieg, zurück in den Staaten. Ich sank
schluchzend zusammen und dankte dem Schöpfer dafür, daß
er am Leben war. Damals hatte ich keine Ahnung, daß alles, was da
aus dem Krieg zurückkehrte, nur eine Hülle war. Der Geist
meines Jungen und seine Seele müssen immer noch irgendwo in den
Straßen des Irak herumirren... «
Georgia Stillwell, Mitglied der Organisation »Military Families
Speak Out«... Mehr unter:
http://www.jungewelt.de/2006/02-10/056.php
Die Kosten für den Irak-Einsatz explodieren
Mittwoch 20. Dezember 2006: Seit März 2003 haben die USA für den Einsatz im Irak 350 Milliarden
Dollar aufgewendet. In diesem Jahr bereits kletterten die Kosten des Irak-Einsatzes
auf monatlich acht Milliarden Dollar gegenüber 6,4 Milliarden Dollar monatlich im Vorjahr.
US-Präsident Bush hat weitere 100 Milliarden Dollar (75,9 Milliarden Euro) im Kongress beantragt.
Quellen: ap, afp
|
Nahost-Konflikt
Fortschritte im Konflikt um entführten israelischen Soldaten.
Palästinenser bei israelischem Luftangriff getötet
So.08.04.07 - Die Freilassung des im Juni entführten israelischen Soldaten Gilad
Schalit rückt offenbar näher: Ägyptische Vermittler
hätten der israelischen Regierung eine Liste
palästinensischer Gefangener übergeben, die im Austausch
gegen Schalit entlassen werden sollten, sagte der palästinensische
Informationsminister Mustafa Barghuti am Samstag. Dies bereite den Weg
für dessen schnelle Freilassung. Wie viele palästinensische
Gefangene auf der Forderungsliste stünden, wisse er aber nicht.
Zeitweise hatten die Entführer die Entlassung von bis zu 1.400
palästinensischen Gefangenen gefordert. «Wenn es der
israelischen Regierung ernst ist, ist dies eine sehr gute Gelegenheit,
dieses Kapitel zu abzuschließen», betonte Barghuti. Der
israelische Ministerpräsident Ehud Olmert hatte in der
Vergangenheit betont, er sei bereit, zahlreiche Gefangene zu entlassen.
Konflikte gab es bislang jedoch bei der Frage, welche Gefangene im
Einzelnen entlassen werden sollen. Insgesamt sitzen rund 9.300
Palästinenser in israelischen Gefängnissen.
Der entführte Soldat Schalit wird vermutlich im Gazastreifen
festgehalten. Seine Geiselhaft war Auslöser einer israelischen
Offensive, bei der bislang mehr als 200 Palästinenser ums Leben
kamen.
Bei einem Luftangriff mit einem Kampfhubschrauber haben israelische
Soldaten am Samstag einen militanten Palästinenser getötet
und zwei verletzt. Die israelischen Streitkräfte erklärten,
die Männer hätten nahe einem Flüchtlingslager im Norden
Gazas eine Bombe legen wollen, wie es schon zwei Tage zuvor geschehen
sei. Die Demokratische Front für die Befreiung Palästinas
(DFLP) sagte, die Männer seien zum Zeitpunkt des Angriffs
«auf einer heiligen Mission» gewesen.
Einer der Männer habe sich in die Luft gesprengt, um israelische
Bodentruppen zu verletzen, hieß es in einer gemeinsamen
Erklärung der DFLP und der Gruppe Islamischer Dschihad.
Palästinensische Ärzte berichteten jedoch, die Wunden des
22-Jährigen wiesen auf einen Luftangriff hin.
Bei Kämpfen zwischen israelischen Truppen und
palästinensischen Militanten in Dschenin im Westjordanland wurde
zudem der prominente Al-Aksa-Führer Sakarije Subeidi verwundet.
Die israelischen Streitkräfte bestätigten Schüsse auf
einen Bewaffneten im Flüchtlingslager der Stadt, die
Identität des Getroffenen sei jedoch nicht bekannt. Israel wirft
Subeidi zahlreiche Angriffe auf Israelis vor.
Die Ende November 2006 für den Gazastreifen vereinbarten
Waffenruhe ist in den vergangenen Wochen zunehmend brüchiger
geworden. Die israelischen Streitkräfte erklärten, seit
Beginn der Waffenruhe hätten Palästinenser rund 200 Raketen
auf Israel abgefeuert, zwei davon am Samstag. Ein Geschoss landete in
der Grenzstadt Sderot und beschädigte ein Haus. Verletzte gab es
nach Angaben der Streitkräfte nicht.
Der ägyptische Außenminister Ahmed Abul Gheit forderte beide
Seiten zur Ruhe auf. Er verurteilte den Luftangriff vom Samstag und
verlangte von den Palästinensern, ihre Raketenangriffe
einzustellen.
Israel wirft den militanten Organisationen vor, sie nutzten die
Kampfpause, um sich neu zu bewaffnen. Seit Beginn der Waffenruhe sollen
palästinensische Kämpfer im Grenzgebiet mehr als 40 Bomben
gelegt haben. Verteidigungsminister Amir Perez hat den
Streitkräften grünes Licht für begrenzte Einsätze
entlang der Grenze gegeben. Eine umfassende Offensive lehnt
Ministerpräsident Ehud Olmert bislang noch ab.
(Quelle: ap)
Mindestens 40 Tote bei Schießereien zwischen Schiiten und
Sunniten in Pakistan
So.08.04.07 - Bei gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Schiiten und
Sunniten sind im Nordwesten Pakistans mindestens 40 Menschen
getötet worden. Rund 40 weitere hätten Verletzungen erlitten,
verlautete am Samstag aus Sicherheitskreisen. Auslöser der Gewalt
waren Schüsse unbekannter Täter auf schiitische Muslime in
der Nähe einer Moschee in Parachinar am Freitag. Daraufhin kam es
zu Schießereien zwischen Angehörigen beider
Glaubensrichtungen.
Ein sunnitischer Geistlicher erklärte, Schiiten hätten nach
dem Angriff Wohnungen und Geschäfte von Sunniten in Brand gesetzt.
Etwa 400 Gebäude seien in Flammen aufgegangen. In mehreren
Häusern seien verkohlte Leichen gefunden worden, sagte ein
Angehöriger der Sicherheitskräfte.
Die Behörden hätten eine Ausgehsperre verhängt, sagte
der Sekretär für Recht und Ordnung in den halbautonomen
Stammesregionen, Arbab Mohammed Arif Khan. Soldaten versuchten, die
Ordnung in der Stadt wieder herzustellen.
(Quelle: ap)
Sieben Tote bei Bombenanschlag auf Bus in Sri Lanka
So.08.04.07 - Bei einem Bombenanschlag auf einen Bus im Norden von Sri Lanka sind am
Samstag sieben Menschen getötet und 26 verletzt worden. Der
Sprengsatz explodierte nach Angaben der Streitkräfte an einer
Straße bei Vavuniya, der letzten von Regierungstruppen gehaltenen
Stadt vor dem Rebellengebiet der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE).
Bei den Opfern handelte es sich um sechs Zivilpersonen und einen
Soldaten auf Urlaub.
Die Rebellen wiesen eine Beteiligung an dem Anschlag zurück. Die
Tat sei Teil einer Serie von Bombenanschlägen, die der
militärische Geheimdienst verübt habe, um die LTTE zu
diskreditieren, sagte ein Sprecher der Rebellen.
Der Anschlag war bereits der zweite auf einen Bus innerhalb einer
Woche. Am Montag kamen bei einem ähnlichen Terrorakt 16 Menschen in
der im Osten gelegenen Stadt Ampara ums Leben. Die Situation im
Bürgerkrieg zwischen Regierungstruppen und den tamilischen Rebellen
hat sich in den vergangenen Wochen verschärft. Die
Regierungstruppen versuchen, Rebellengebiete im Osten der Insel
einzunehmen. Die LTTE-Kämpfer haben darauf mit
Bombenanschlägen und einem Angriff auf einen
Luftwaffenstützpunkt reagiert.
Die LTTE kämpft seit 1993 für einen eigenen Staat. Der Krieg
forderte bisher mindestens 65.000 Todesopfer. Ein 2002 unter
norwegischer Vermittlung vereinbarter Waffenstillstand ist Ende 2005
wieder zusammengebrochen.
(Quelle: ap)
China will Organhandel verbieten
So.08.04.07 - Nach internationalen Protesten wegen mutmaßlich fragwürdiger
Praktiken will China den Handel mit menschlichen Organen verbieten. Die
Regierung beschloss eine gesetzliche Neuregelung, die am 1. Mai in Kraft
treten soll, wie die Nachrichtenagentur Xinhua in der Nacht zum Samstag
berichtete. China wird seit langem vorgeworfen, mit Organen
"unfreiwilliger Spender" zu handeln. Sowohl Staat und Militär als
auch Ärzte und Krankenhäuser stehen in der Kritik. Die
chinesische Führung hatte die Anschuldigungen stets
zurückgewiesen.
Die Neuregelung sei ein Meilenstein in der Geschichte der
Organ-Transplantation, sagte Vize-Gesundheitsminister Huang Jiefu.
Künftig sollen Organ-Transplantationen auf freiwilligen Spenden
beruhen, die Entnahme von Organen ohne den Willen des Verstorbenen werde
strafbar. Organe von Minderjährigen dürften gar nicht mehr
verwendet werden. Laut dem Gesundheitsministerium stammt aber auch
heute schon die Mehrzahl der verpflanzten Organe von freiwilligen
Spendern - seien es "normale" Bürger oder Strafgefangene.
Menschenrechtsorganisationen werfen China immer wieder staatlich
organisierten Handel mit geraubten Organen vor. Zum Tode verurteilten
Häftlingen würden nach der Hinrichtung Organe entnommen, ohne
dass dafür jemand eine Einwilligung gegeben habe. Politischen
Gefangenen, vor allem Mitgliedern der in China verbotenen
Falun-Gong-Bewegung, werden der in Frankfurt ansässigen
Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte zufolge Organe bei
lebendigem Leibe entnommen, bevor die Häftlinge dann umgebracht
werden.
Krankenhäuser werden regelmäßig beschuldigt, heimlich
die Organe von Unfallopfern und anderen Toten zu verwenden. Für sie
sollen in Zukunft strenge Vorschriften für die Transplantation
gelten. Ärzten, die sich am Organhandel beteiligen, drohen der
Entzug ihrer Approbation sowie Geldstrafen. Krankenhäusern sollen
in einem solchen Fall Transplantation für mindestens drei Jahre
verboten werden. Für Mitarbeiter der Regierung, die des
Organhandels überführt werden, sieht das Gesetz die
Entlasssung vor.
Menschliches Gewebe wie Zellen, Knochenmark oder die Hornhaut des Auges
fallen nicht unter die Neuregelung. Ob der Handel mit ganzen Leichen
dadurch verboten wird, war zunächst nicht klar. Auch darin besteht
Vorwürfen zufolge für China ein lukratives Geschäft. Der
umstrittene Leichenpräparator Gunther von Hagens war vor drei
Jahren in die Schlagzeilen geraten, weil er für die Herstellung
seiner Präparate, die er in "Körperwelten"-Ausstellungen zur
Schau stellte, Leichen von in China hingerichteten Strafgefangenen
verwendet haben soll.
(Quelle: afp)
Echo auf UN-Klimabericht: Größte Sünder spielen auf Zeit
So.08.04.07 - Der neue Klimabericht der Vereinten Nationen ist weltweit auf ein
geteiltes Echo gestoßen. Während sich Staaten wie
Deutschland, Spanien oder Japan bereits ernsthaft Gedanken um die
Auswirkungen des Klimawandels machten, zeigten sich die
größten Umweltsünder wie etwa Australien oder China von
dem Bericht unbeeindruckt oder spielten auf Zeit.
Der am Freitag veröffentlichte zweite Teil der Studie warnt unter
anderem vor immer mehr Hungersnöten in Afrika und Asien auf Grund
der Erderwärmung. Außerdem drohe vielen dicht besiedelten
Küstengebieten eine dauerhafte Überflutung durch den Anstieg
des Meeresspiegels.
Nach Ansicht des deutschen Bundesumweltministers Sigmar Gabriel (SPD)
muss die internationale Gemeinschaft wegen des Klimawandels ihre Hilfen
für die Entwicklungsländer ausweiten. In Deutschland selbst
müsse neben der Diskussion über einen geringeren
Kohlendioxid-Ausstoß auch über Maßnahmen nachgedacht
werden, um den künftigen veränderten Lebensbedingungen zu
begegnen, sagte Gabriel dem Sender NDR Info. Auch das deutsche
Umweltbundesamt warb für eine Anpassungsstrategie: «Im
Küstenschutz haben wir es vorgemacht, nun müssen andere
Bereiche folgen, wie Raum- und Stadtplanung, Gesundheitswesen,
Naturschutz und Finanzwirtschaft», sagte der Präsident der
Behörde, Andreas Troge.
EU-Umweltkommissar Stavros Dimas forderte mehr Engagement: «Die
Klimaschutzziele der Europäischen Union können nur dann
durchgesetzt werden, wenn mit Deutschland auch die größte
Volkswirtschaft Europas mitzieht», sagte Dimas der
«Welt» (Samstag). «Auch die deutsche Autoindustrie
kann noch mehr tun: Die Zukunft liegt in Energie sparenden und
umweltfreundlichen Autos und nicht in großen Fahrzeugen, die
Energie verschwenden.»
Um den Bürgern Orientierungshilfe beim Autokauf zu geben, will der
deutsche Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) noch in diesem Jahr
einen verbindlichen Klima-Pass für alle Neufahrzeuge
einführen. Der «Bild»-Zeitung (Samstag) sagte der
Minister, damit werde Aufschluss darüber gegeben, wie viel
klimaschädigendes Kohlendioxid (CO2) ein Auto ausstoße und
in welchem Verhältnis der Ausstoß zur Nutzlast stehe.
In Deutschland verständigten sich indes das Bundesumwelt- und das
Bundeswirtschaftsministerium darauf, Anreize für den Bau neuer
Kraftwerke mit moderner Technik zu schaffen. Gabriel sagte der
«Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Samstag): «Wir
werden in Deutschland weiterhin Braunkohle nutzen, weil wir auf die
auch nicht verzichten können. Aber wir werden sie nicht
privilegieren.» Stattdessen werde es eine Umverteilung zu Lasten
der alten und CO2-intensiven Anlagen und zu Gunsten effizienterer
Kraftwerke geben.
Auf internationaler Ebene will sich die deutsche Bundeskanzlerin Angela
Merkel (CDU) dafür einsetzen, «möglichst alle Staaten
in die Verantwortung für den Klimaschutz einzubinden». Sie
werde das Thema auch beim G-8- Gipfel im Juni ansprechen, sagte sie der
«Süddeutschen Zeitung».
Anhaltender Widerstand zeichnet sich in den USA, China und Australien
ab. China - nach den USA der weltgrößte CO2-Produzent - will
sich offenbar erst von 2013 an aktiv an den Gesprächen für
ein internationales Rahmenwerk zur Bekämpfung der
Klimaerwärmung beteiligen. Das Riesenreich ist - wie Indien und
zahlreiche Entwicklungsländer - von den Auflagen zur Verringerung
der Treibhausgase im Kyoto-Protokoll ausgenommen. Unbeeindruckt vom
Klimabericht zeigte sich auch Australien als einer der
größten Umweltsünder im pazifischen Raum.
Premierminister John Howard sah in dem Bericht «wenig
Neues» und bekräftigte das Nein seiner Regierung zum
Kyoto-Protokoll.
In den USA wollen die Demokraten im US-Repräsentantenhaus noch bis
Ende dieses Jahres gesetzlich eine Begrenzung der CO2-Emissionen
für die US-Industrie durchsetzen. Sie kritisieren die ihrer
Ansicht nach lasche Reaktion der US-Regierung von Präsident George
W. Bush auf die jüngsten, alarmierenden UN-Klimaberichte.
Konkrete Maßnahmen wegen der drohenden Klimaerwärmung
kündigte dagegen Japan an. Dort sollen neue Reissorten entwickelt
werden, die Hitze besser vertragen und mit weniger Wasser auskommen.
Die spanische Regierung will noch im Sommer einen Anpassungsplan
verabschieden, weil ihr Land im UN-Bericht als besonders anfällig
und verwundbar bezeichnet wird.
(Quelle: dpa)
Klimaforscher: Folgen der Erwärmung bereits stärker als
erwartet
So.08.04.07 - Der Klimawandel hat nach Auskunft des Klimaforschers Hans-Martin
Füssel heute schon stärkere Auswirkungen als ursprünglich
erwartet. «Viele Effekte sind früher eingetreten als
vorhergesagt», sagte der Mit-Herausgeber des UN-Klimaberichts in
einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. «Wir haben
aus allen Weltregionen Beobachtungen über die Auswirkungen des
Klimawandels.»
Allein in Europa zeigten mittlerweile 30 000 Datenreihen deutliche
Änderungen bei Tieren und Pflanzen. «Pflanzen blühen
früher, und Wärme liebenden Arten wandern in neue Regionen
ein», sagte der Wissenschaftler vom Potsdam-Institut für
Klimafolgenforschung (PIK). Die globale Erwärmung habe auch bereits
negative Auswirkungen auf den Menschen. «Paradebeispiel ist die
Hitzewelle im Sommer 2003, die zumindest zum Teil auf den Klimawandel
zurückzuführen ist, und die in Europa zu zigtausenden
Todesfällen geführt hat.»
Die Europäer müssten sich auf häufigere Wetterextreme
einstellen, betonte Füssel. «Europaweit wird eine Zunahme von
Hitzewellen und Überflutungen erwartet. In Mittel- und Osteuropa
wird es stärkere Hochwasser während der Schneeschmelze geben,
in Südeuropa eine Zunahme von Dürreperioden sowie eine
Verlängerung der Waldbrandsaison.» Durch den steigenden
Meeresspiegel sei mit stärkerem Küstenhochwasser zu rechnen
und durch vermehrte Starkniederschläge mit vermehrten
Flusshochwassern.
Besondere Gefahren bestünden für viele Tiere und Pflanzen in
Gebirgsregionen, die bei einer Erwärmung nur begrenzt in
größere Höhen ausweichen können. «Bei einem
unvermindertem Ausstoß von Treibhausgasen wird am Ende dieses
Jahrhunderts mehr als die Hälfte der heute vertretenen Tier- und
Pflanzenarten in vielen Gebirgsregionen Europas keine Lebensgrundlage
mehr haben», sagte Füssel.
Zwar könne es in manchen Regionen auch positive Effekte des
Klimawandels geben. «Bei der Landwirtschaft ist vor allem in
Nordeuropa eine Zunahme des Potenzials zu erwarten.» In
Deutschland könnte der Tourismus an den Küsten profitieren.
«Ein weiterer Bereich, in dem positive Auswirkungen erwartet
werden, sind kältebedingte Krankheiten - von Erfrierungen bis
Grippe.» Die negativen Auswirkungen würden jedoch
voraussichtlich überall die positiven überwiegen. «Es
gibt keine Region, wo ausschließlich positive Effekte erwartet
werden.»
(Quelle: dpa)
Deutschland laut Töpfer einer der größten Klimakiller
So.08.04.07 - Der frühere Umweltminister und Ex-Chef des UN-Klimaprogramms,
Klaus Töpfer, hat die Bundesrepublik Deutschland zu den
größten Klimaschädigern auf der Welt gerechnet. In der
«Welt am Sonntag» sagte Töpfer, jeder Deutsche erzeuge
im Schnitt pro Jahr zehn Tonnen des Klimagases Kohlendioxid. Damit
lägen die Deutschen zwar nur halb so hoch wie die Amerikaner,
weltweit aber in der Spitzengruppe der Staaten mit dem höchsten
Ausstoß an CO2.
Laut Töpfer liegt der Pro-Kopf-CO2-Ausstoß der Franzosen
unter sieben Tonnen, ein Chinese erzeuge gerade mal drei und ein Inder
nur eine Tonne Kohlendioxid. In diesem Zusammenhang kritisierte der
frühere CDU-Politiker die deutsche Klimapolitik scharf. Es gebe
einen erheblichen Widerspruch zwischen Anspruch und Handeln: «Die
nüchternen Zahlen sagen, dass wir noch unendlich viel mehr tun
müssen.»
(Quelle: ap)
Deutsche Regierung will Wachstumsprognose deutlich anheben
So.08.04.07 - Die Bundesregierung wird ihre Wachstumsprognose deutlich anheben und
rechnet bereits im Herbst dieses Jahres mit weniger als 3,5 Millionen
Arbeitslosen. Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) sagte der
"Bild am Sonntag", er werde Ende April die Wachstumsprognose für
das laufende Jahr von 1,7 Prozent "deutlich nach oben korrigieren". Dann
werde "eine Zwei vor dem Komma stehen".
Dies habe auch Auswirkungen auf die Arbeitslosigkeit. Halte die gute
Entwicklung an, könne es durchaus sein, dass die Zahl der
Arbeitslosen bereits im Herbst unter 3,5 Millionen sinke.
(Quelle: afp)
Fronten beim Thema Mindestlohn bleiben starr
So.08.04.07 - Bei der Neuregelung des Niedriglohnbereichs bleiben die Fronten in der
großen Koalition verhärtet. Der SPD-Vorsitzende Kurt Beck
forderte am Samstag einen gesetzlichen Mindestlohn für alle
Branchen in Deutschland. Dagegen betonte Kanzleramtsminister Thomas de
Maizière (CDU), seine Partei werde beim Thema Mindestlohn nicht
nachgeben.
Beck sagte der in Dresden erscheinenden «Sächsischen
Zeitung» (Samstag), menschenunwürdige, diskriminierende
Löhne dürfe es nicht mehr geben. «Weil die Tarifpartner
das nicht allein schaffen, ist am Ende ein gesetzlicher Mindestlohn
nötig, der die Untergrenze über alle Branchen hinweg
beschreibt.» Die Höhe solle von einer Kommission festgelegt
werden. «Sie soll in der Größenordnung vergleichbarer
Länder liegen.»
Der SPD-Vorsitzende ging damit über Bundesarbeitsminister Franz
Müntefering (SPD) hinaus, der zuerst einmal Arbeitgeber und
Gewerkschaften in der Verantwortung sieht. Er strebt tarifliche
Mindestlöhne in zehn Branchen an, die dann für
allgemeinverbindlich erklärt werden sollen. Müntefering will
aber Niedrigstlöhne, die sittenwidrig sind, per Gesetz verbieten
lassen.
De Maizière äußerte sich in der «Welt am
Sonntag» ähnlich. «Falls wir dahin kämen, das
Richterrecht zur Sittenwidrigkeit in ein handhabbares Gesetz zu
gießen, wäre das ein ordentliches Ergebnis.» Ansonsten
sei er der Auffassung, «dass alles, was die Tarifpartner selbst
regeln, besser ist, als wenn die Politik in die Lohnfindung
eingreift». Statt auf flächendeckende Mindestlöhne
setzte de Maizière auf das Kombilohnmodell der Union.
Beck betonte, der Mindestlohn müsse ohne Frage deutlich höher
sein als die berühmten drei Euro Stundenlohn für Friseusen.
«Wer vollschichtig arbeitet, muss davon auch leben können.
Das muss der Maßstab sein. Es muss mehr sein als der Satz, den
man aus Transfers bekommt.»
(Quelle: dpa)
Neue Katholiken-Kritik an von der Leyens Familienpolitik
So.08.04.07 - Am Osterwochenende haben ranghohe Katholiken erneut die Politik von
Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) attackiert. Der Augsburger
Bischof Walter Mixa nannte ihre Vorschläge zum Ausbau von
Krippenplätzen in der «Passauer Neuen Presse»
«gesellschaftspolitisch völlig verfehlt und in hohem
Maße ideologiegeleitet.»
Sowohl Mixa als auch der oberste Abt des Benediktinerordens, Notker
Wolf, vertraten die Meinung, dass sich von der Leyen am Vorbild der
ehemaligen DDR orientiere. «Offenbar zählt eine Frau nur
etwas, wenn sie wie ein Mann arbeitet und nicht wie eine Mutter für
ihr Kind sorgt», sagte Wolf der «Welt am Sonntag».
Mixa betonte, es seien vor allem stärkere finanzielle Hilfe
für Mütter und Familien notwendig, die ihre Kinder in den
ersten Lebensjahren selbst erziehen wollten. Allein erziehende und
finanziell schlechter gestellte Mütter hätten derzeit keine
echte Wahlfreiheit zwischen Kindererziehung und Berufstätigkeit.
Von der Leyens Vorschläge zur Finanzierung der Kinderbetreuung
gingen zu ihren Lasten, daher sei die Politik der Ministerin
«zutiefst unsozial und familienfeindlich».
(Quelle: dpa)
Islam-Debatte wird schärfer
So.08.04.07 - Bei der zweiten Islamkonferenz in Deutschland wird es Anfang Mai
voraussichtlich kontroverse Diskussionen geben. Der Islamrat für
die Bundesrepublik forderte am Samstag einen respektvolleren Umgang mit
den Muslimen. Bayerns Innenminister Günther Beckstein (CSU) rief
dagegen die muslimischen Verbände zu verstärkten
Integrationsbemühungen auf. Der Vorsitzende des Innenausschusses,
Sebastian Edathy (SPD), warb für einen Abbau von Vorurteilen.
Der Islamrats-Vorsitzende Ali Kizilkaya betonte, die muslimischen
Verbände engagierten sich sehr intensiv für die Integration.
Undifferenzierte Äußerungen von Politikern erschwerten aber
diese Arbeit, weil sie Misstrauen förderten. Auch von den
christlichen Kirchen gebe es zahlreiche Versuche, «die Muslime
oberlehrerhaft zu erziehen». Die Muslime müssten nicht
ständig aufgefordert werden, die Grundwerte zu achten. Dies sei
«eine Selbstverständlichkeit».
Beckstein mahnte, die «Werte-Ordnung» in Deutschland
müsse uneingeschränkt beachtet werden. Dies müssten die
muslimischen Verbände «sehr viel engagierter» als
bisher klar machen und ihre Mitglieder zu mehr Integrationsbereitschaft
auffordern. Dazu gehöre, die deutsche Sprache zu lernen. Ferner
dürften die Verbände den muslimischen jungen Frauen nicht das
Tragen eines Kopftuchs empfehlen, sondern sollten sie ermuntern,
weltoffen und gleichberechtigt die Bildungschancen zu nutzen.
Beckstein warnte zugleich, die größte Gefahr für die
innere Sicherheit sei der «islamistische Terror». Zwar sei
nur eine kleine Minderheit der Muslime in Deutschland gewaltbereit -
«aber es ist eine gefährliche Minderheit».
Edathy forderte, die Debatte über den Islam müsse
«entemotionalisiert und versachlicht» werden. «Es
gilt, seitens der Nicht-Muslime Verständnis zu fördern und
mögliches Misstrauen abzubauen - und seitens der Muslime
Zugehörigkeitsgefühle zu fördern.» Dies bedinge
aber insgesamt, «den Dialog auf Augenhöhe und in dem Wissen
zu führen, dass Religion letztlich Privatsache ist, die Werte des
Grundgesetzes aber die gemeinsame und verbindliche Grundlage des
Zusammenlebens sind».
Auch der Chef der Gewerkschaft der Polizei, Konrad Freiberg, warb
für verstärkte Integrationsbemühungen. Migranten
bräuchten «verlässliche Chancen auf ein besseres Leben
als im Herkunftsland». Zugleich brauche die Gesellschaft
«von ihnen verlässliche Zeichen, sich auf die Spielregeln
einzulassen, die sie für ein auskömmliches Miteinander
aufgestellt hat». Freiberg fügte hinzu: «Es besteht bei
einigen Muslimen die Gefahr der Radikalisierung.» Dabei handele
es sich um Personen, «die keinen Zugang zu unserer Gesellschaft
erhalten».
Die Bischöfin des Sprengels Holstein-Lübeck, Bärbel
Wartenberg-Potter, rief Gesellschaft und Politik auf, sich mehr um die
Integration von Ausländern zu bemühen. «Heute
müssen wir das dringend und intensiv nachholen», sagte die
Bischöfin. Die Versäumnisse auf diesem Gebiet in der
Vergangenheit habe zur Entwicklung einer Parallelgesellschaft
geführt.
(Quelle: ddp)