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Irak am tausendundvierzehnten Tag nach Erlangung der formellen
Souveränität
US-Demokraten wollen Mittel für den Irak-Krieg nicht kappen.
Mindestens 18 Tote bei Anschlag südlich von Bagdad. Erneut sechs
US-Soldaten im Irak getötet. Seit Kriegsbeginn verloren mindestens
3.280 Mitglieder der US-Truppen ihr Leben im Irak. Waffenlager in Haus
von sunnitischem Abgeordneten entdeckt. Teheran warnt vor
Verschlechterung der Beziehungen zum Irak
Mo.09.04.07 - Der demokratisch dominierte US-Senat will Präsident George W. Bush
nicht die Mittel für den Irak-Krieg verwehren. Der Vorsitzende des
Streitkräfteausschusses, Carl Levin, sagte am Sonntag, man werde
aber weiter Druck auf Bush ausüben, damit er die irakische
Führung zu einer politischen Lösung bewege. «Wir werden
die Truppen finanzieren. Das haben wir immer getan», versicherte
der demokratische Senator. Doch ohne eine politische Einigung im Irak
könne es keine militärische Lösung geben. Der Senat und
das Repräsentantenhaus haben Gesetzesentwürfe verabschiedet,
die die Finanzierung des US-Truppeneinsatzes mit einem Zeitplan für
den Rückzug verbinden. Beide Kammern haben unterschiedliche Daten
dafür vorgelegt. Präsident Bush, der mehr als 100 Milliarden
Dollar (75 Milliarden Euro) für die Kriege im Irak und Afghanistan
in diesem Jahr beantragte, hat sein Veto angekündigt.
Ein Bombenanschlag südlich von Bagdad hat am Sonntag mindestens 18
Menschen das Leben gekostet. Aus Kreisen der irakischen
Streitkräfte verlautete, der Sprengsatz aus Artilleriegeschossen
sei in einem Lieferwagen versteckt gewesen und neben dem Krankenhaus von
Mahmudija explodiert. Zahlreiche Menschen seien verletzt worden.
Die Explosion riss einen zehn Meter breiten Krater in den Boden.
Geschäfte und Wohngebäude wurden schwer beschädigt, das
Krankenhaus trug leichtere Schäden davon. Viele der Verletzten
hatten sich zum Zeitpunkt der Explosion in ihren Häusern
aufgehalten. Mahmudija liegt rund 30 Kilometer südlich von Bagdad.
In einem Haus im Osten Bagdads schlugen drei Mörsergranaten ein.
Sechs Menschen wurden mit Atembeschwerden ins Krankenhaus eingeliefert.
Nach Polizeiangaben rührten die Beschwerden möglicherweise von
einer Chemikalie her, nach Klinikangaben handelte es sich um Chlor.
Seit Januar wurde Chlor bei mindestens neun Anschlägen im Irak
verwendet.
Im Irak sind am Sonntag sechs US-Soldaten ums Leben gekommen, wie die
Streitkräfte mitteilten. Drei Soldaten wurden demnach bei der
Explosion einer am Straßenrand versteckten Bombe während
einer Patrouille südlich von Bagdad getötet. Ein weiterer
starb bei einem Raketen- oder Mörserangriff ebenfalls südlich
der Hauptstadt. Zwei Soldaten erlagen ihren Verletzungen, die sie bei
Kämpfen in den Provinzen Dijala und Salahuddin erlitten hatten.
Damit sind nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AP seit
Kriegsbeginn im März 2003 mindestens 3.280 Mitglieder der
US-Truppen im Irak getötet worden.
Bei einer Razzia im Haus eines sunnitschen Abgeordneten in Bagdad haben
irakische und US-Truppen ein umfangreiches Waffenlager ausgehoben. Die
Soldaten entdeckten unter anderem 33 Kalaschnikows, drei Pistolen, 13
Mörsergranaten und 2 Kilogramm Sprengstoff, wie ein irakischer
Militärsprecher am Sonntag mitteilte. Zwölf Personen seien bei
dem Einsat festgenommen worden, der nach US-Angaben bereits am Dienstag
stattfand. Der Abgeordnete Chalaf al Iljan hielt sich
währenddessen vermutlich in Jordanien auf. Der Politiker
gehört dem Bündnis Irankische Eintracht an, die 44 Abgeordnete
im Parlament stellt.
Der Iran hat am Sonntag vor einer Beeinträchtigung der
Zusammenarbeit mit dem benachbarten Irak gewarnt, sollten die fünf
dort festgenommenen Iraner nicht bald freikommen. Er habe dieses
Anliegen in einem Schreiben an seinen Bagdader Kollegen Hoschjar Sebari
deutlich gemacht, sagte der iranische Außenminister Manutschehr
Mottaki laut einem Bericht des staatlichen Rundfunks auf dessen
Web-Site. Teheran setze sich ernsthaft für das Schicksal der von
US-Truppen festgenommenen Männer ein und habe die irakische
Regierung aufgefordert, dies ebenfalls zu tun. Sollten die
Bemühungen zu keinem Ergebnis führen, «wird das die
Unterstützung des Irans für den Irak unterminieren»,
wurde Mottaki zitiert. Die fünf Iraner waren im Januar in der
irakischen Stadt Erbil festgenommen worden. Ihnen wird vorgeworfen,
militante Schiiten mit Geld und Waffen versorgt und ausgebildet zu haben.
Der Iran verweigerte unterdessen einer Maschine des irakischen
Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki die Nutzung seines Luftraums.
Ein Sprecher des Außenministeriums in Teheran erklärte am
Sonntag, es handele sich lediglich um eine technische Frage. Für
die notwendige Autorisierung seien im Voraus Formalitäten zu
erfüllen, erklärte er. Aus Kreisen der Delegation des
irakischen Regierungschefs verlautete, der Iran haben dem Piloten zur
Begründung erklärt, man sei nicht rechtzeitig über den
Flugplan informiert worden.
Das Flugzeug landete in Dubai, wo Al-Maliki drei Stunden warten musste,
bis die Maschine wieder aufgetankt und ein neuer Flugplan ausgearbeitet
war. Das japanische Außenministerium erklärte, die Ankunft
von Al-Maliki verzögere sich, werde aber noch am Sonntag erwartet.
Der irakische Regierungschef wollte am Montag in Tokio seinen
japanischen Kollegen Shinzo Abe, Kaiser Akihito und weitere
Regierungsvertreter treffen.
Tausende Iraker machten sich am Sonntag auf den Weg in die Stadt
Nadschaf. Der radikale schiitische Geistliche Muktada al Sadr hatte zu
einer Massendemonstration gegen die Präsenz der US-Truppen
aufgerufen. Am (morgigen) Montag, vier Jahre nach der Eroberung Bagdads
durch die US-Streitkräfte, sollten die Iraker für den Abzug
der ausländischen Truppen auf die Straße gehen, erklärte
er. In einer am Sonntag in Nadschaf verbreiteten Erklärung rief Al
Sadr die irakischen Streitkräfte auf, die Zusammenarbeit mit den
USA einzustellen. Zugleich wies er seine Kämpfer an, ihre
Anschläge gegen US-Soldaten und nicht gegen Iraker zu richten. Die
Erklärung trug Al Sadrs offizielles Siegel, ihre
Authentizität konnte jedoch zunächst nicht
überprüft werden.
Am Sonntagmorgen nahmen US-Truppen in Bagdad einen ranghohen
Al-Kaida-Führer und zwei weitere Verdächtige fest. Den
Al-Kaida-Führer beschrieben die US-Streitkräfte als
«Pförtner des Al-Kaida-Emirs von Bagdad». Er werde mit
mehreren Autobombenanschlägen in Verbindung gebracht.
(Quelle: ap)
Blick ins Archiv:
Der Krieg gegen Irak begann am 20. März 2003
Knapp zwei Stunden nach Ablauf eines Ultimatums an den irakischen Staatschef
Hussein flog die US-Armee erste Luftangriffe auf Bagdad.
US-Präsident Bush hatte
Hussein eine Frist gesetzt, bis zwei Uhr Mitteleuropäischer Zeit das Land zu verlassen.
Der irakische Machthaber hatte zuvor bereits einen Gang ins Exil abgelehnt. Bush erklärte in
einer Fernsehansprache
(19.03.03 - 10:16 P.M. EST / 20.03.03 - 4:15 MEZ) , die erste Phase zur Entwaffnung des Irak sei eingeleitet
worden. Er habe angeordnet, ausgewählte militärische Ziele anzugreifen. Dies sei der Ausgangspunkt
für eine breit angelegte Aktion. Bush räumte ein, der Krieg könnte länger dauern und
schwieriger werden, als manche vorhersagten. Die USA und ihre Verbündeten würden
alles versuchen, um unschuldige Zivilisten zu schonen....
Chronologie des Irak-Kriegs:
Teil 1: 20.03.2003 bis 30.06.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv3/irak_01.htm#news
Teil 2: 01.07.2003 bis 31.10.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv4/irak_02.htm#news
Teil 3: 01.11.2003 bis 31.12.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv5/irak_03.htm#news
Teil 4: 01.01.2004 bis 31.05.2004
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_04.htm#news
Teil 5: 01.06.2004 bis 31.10.2004
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_05.htm#news
Teil 6: 01.112004 bis 30.04.2005
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_06.htm#news
Teil 7: 01.05.2005 bis 31.12.2005
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_07.htm#news
Teil 8: 01.01.2006 bis 08.04.2006
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_08.htm#news
Vor einem Jahr:
Irak am sechshundertundfünfzigsten Tag nach Erlangung der formellen Souveränität
Zitate zur Begründung des Irak-Krieges:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402040.htm#040204_a
Auszüge aus Powells 'Beweisen' zum Irak vom 5. Februar 2003:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402040.htm#040204_b
... Lügen und Täuschungen, die in
London und Washington produziert wurden, verursachten den Tod von bis
zu 55.000 Irakern, unter ihnen 9.600 Zivilisten... John Pilger, ZNet 05.02.2004... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402110.htm#040211_b
Iraq Body Count:
http://www.iraqbodycount.net
Fr.29.10.2004 - Einer Studie zufolge sind rund 100.000 Iraker an den Kriegsfolgen
gestorben. Die meisten Todesfälle gingen auf Gewalteinwirkung
zurück, nicht zuletzt durch Luftangriffe der Alliierten, wie es in
der Studie heißt, die auf der Website der renommierten
britischen Medizinzeitschrift «The Lancet» [http://www.thelancet.com]
veröffentlicht wurde... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv3/irak_k01.htm#bodycount
Do.08.12.2006 - Seit Beginn des Irak-Kriegs im März 2003 sind mindestens 2.919
Angehörige der US-Streitkräfte ums Leben gekommen. Der weitaus
größte Teil kam erst nach dem offiziellen Ende der
Hauptkampfhandlungen am 1. Mai 2003 ums Leben.
Zur Zahl der seit Kriegsbeginn getöteten Iraker gibt es keine
verlässlichen Angaben.
(Quelle: ap)
«Kanonenfutter für das Pentagon»
... wer sind sie eigentlich - die toten amerikanischen Soldaten?... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402110.htm#040211_a
'Statt des Sohnes kam eine leere Hülle aus dem Irak zurück'
»Ich wünschte, ich könnte euch erzählen, daß
unsere Familie wieder heil und glücklich ist, seit mein Sohn aus
dem Irak in ein ziviles Leben zurückgekehrt ist. Aber das ist
nicht der Fall. Mein Sohn ist 21 Jahre alt, er ist obdach- und
arbeitslos. Am 11. Januar (2006) hat er sein Auto in den frühen
Morgenstunden an einen Betonpfeiler gefahren. Niemand, der das Auto
sah, konnte sich vorstellen, daß er den Unfall überlebt hat.
Ich erinnere mich an den Tag, als ich den Anruf bekam: Mein Sohn war
zurück aus dem Krieg, zurück in den Staaten. Ich sank
schluchzend zusammen und dankte dem Schöpfer dafür, daß
er am Leben war. Damals hatte ich keine Ahnung, daß alles, was da
aus dem Krieg zurückkehrte, nur eine Hülle war. Der Geist
meines Jungen und seine Seele müssen immer noch irgendwo in den
Straßen des Irak herumirren... «
Georgia Stillwell, Mitglied der Organisation »Military Families
Speak Out«... Mehr unter:
http://www.jungewelt.de/2006/02-10/056.php
Die Kosten für den Irak-Einsatz explodieren
Mittwoch 20. Dezember 2006: Seit März 2003 haben die USA für den Einsatz im Irak 350 Milliarden
Dollar aufgewendet. In diesem Jahr bereits kletterten die Kosten des Irak-Einsatzes
auf monatlich acht Milliarden Dollar gegenüber 6,4 Milliarden Dollar monatlich im Vorjahr.
US-Präsident Bush hat weitere 100 Milliarden Dollar (75,9 Milliarden Euro) im Kongress beantragt.
Quellen: ap, afp
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Iran plant keine bilateralen Gespräche mit USA
Mo.09.04.07 - Der Iran hat nach den Worten seines Außenamtssprechers nicht die
Absicht, am Rande einer bevorstehenden Konferenz zur Lage im Irak mit
Vertretern der USA zu sprechen. «Gespräche mit den USA stehen
nicht auf der Tagesordnung des Irans», zitierte die amtliche
Nachrichtenagentur IRNA Sprecher Mohammad Ali Hosseini am Sonntag. An
der für Anfang Mai geplanten Konferenz nehmen Minister aus den
Nachbarstaaten des Iraks, den fünf ständigen Mitgliedern des
UN-Sicherheitsrats sowie der G-8-Staaten teil.
Der irakische Außenminister Hoschjar Sebari hatte am Samstag
bekanntgegeben, dass die Konferenz im ägyptischen Badeort Scharm el
Scheich stattfinden werde. Hosseini sagte dagegen, über Datum und
Ort sei noch nicht entschieden. Der Iran sei der Ansicht, dass das
Treffen in Bagdad stattfinden sollte. Arabische Regierungen sind jedoch
der Meinung, dass dies ein zu starkes Zeichen der Unterstützung
für die Regierung von Ministerpräsident Nuri al-Maliki sein
könnte.
Im März hatten Delegierte der sechs Nachbarländer des Iraks
sowie der fünf ständigen Sicherheitsratsmitglieder in Bagdad
die für Mai geplante Konferenz auf Ministerebene vorbereitet. Dabei
kam es zu den ersten direkten Gesprächen zwischen Vertretern der
USA und des Irans seit Jahren. Diese direkten Gespräche
beschränkten sich allerdings auf das Treffen im großen Rahmen.
(Quelle: ap)
Sieben NATO-Soldaten in Südafghanistan getötet
Mo.09.04.07 - Bei Bombenanschlägen im Süden Afghanistans sind am Sonntag
sieben NATO-Soldaten getötet und drei weitere verletzt worden. Wie
die Allianz in Kabul am Abend mitteilte, wurden sechs Soldaten
getötet, als ihr Fahrzeug von der Wucht einer Bombenexplosion
getroffen wurde. Sie stammten aus Kanada, berichtete die
Nachrichtenagentur CP unter Berufung auf den kanadischen
Ministerpräsidenten Stephen Harper. Ein weiterer Soldat wurde
verletzt.
Nach Angaben der Internationalen Afghanistan-Schutztruppe (ISAF) starb
bereits am Morgen ein Soldat bei der Explosion einer am
Straßenrand versteckten Bombe. Zwei weitere hätten
Verletzungen erlitten, sagte eine Sprecherin. Wo genau sich die
Anschläge ereigneten, war zunächst nicht bekannt.
Einen Tag zuvor hatten mehr als 1.000 Soldaten der ISAF und afghanische
Sicherheitskräfte im Rahmen ihrer Operation Achilles die von den
Taliban gehaltene Stadt Sangin in Südafghanistan
zurückerobert. Carl erklärte, als nächstes solle die
Kontrolle über das Gebiet wieder in afghanische Hände gelegt
werden. Die ISAF habe bereits 500 afghanische Soldaten in den Süden
gebracht. Für die Operation Achilles sind rund 4.500 ISAF-Soldaten
und 1.000 afghanische Soldaten in der Provinz Helmand im Süden des
Landes im Einsatz.
In der ostafghanischen Provinz Paktika an der Grenze zu Pakistan kamen
bei einem Gefecht mit Taliban-Kämpfern zwei Afghanen ums Leben, wie
die US-geführten Streitkräfte mitteilten. Fünf weitere
wurden verletzt. In der Provinz Chost ebenfalls im Osten des Landes
eröffnete ein Schütze von einem Motorrad das Feuer auf
Afghanen, die für die ISAF arbeiteten. Dabei wurden laut ISAF zwei
Männer getötet und ein weiterer verletzt. In der Provinz
Nangarhar sprengte sich nach Polizeiangaben ein
Selbstmordattentäter in einem Auto neben einem Konvoi der
Koalitionstruppen in die Luft. Dabei wurde ein Soldat leicht verletzt.
(Quelle: ap)
Nahost-Konflikt
Israel erhält palästinensische Namensliste für Austausch
mit entführten israelischen Soldaten. US-Gericht gibt 30 Millionen
Dollar für Palästinenser frei
Mo.09.04.07 - Fast zehn Monate nach der Entführung des israelischen Soldaten
Gilad Schalit zeichnet sich eine Lösung in dem Konflikt ab.
Israelische Medien berichteten am Sonntag von Fortschritten in den
Verhandlungen. So hätten die Entführer der israelischen
Regierung über ägyptische Vermittler eine Liste mit bis zu
1.000 Gefangenen zukommen lassen, die im Austausch gegen Schalit
freikommen sollen.
Auf der Liste steht den Berichten zufolge auch der populäre
Fatah-Funktionär Marwan Barghuti. Der israelische Kabinettsminister
Jizchak Herzog sagte dem Radiosender der Streitkräfte, er sei nicht
an den Verhandlungen beteiligt, glaube aber, dass gewisse Fortschritte
erzielt worden seien. Allerdings sei der Weg zu einer Lösung des
Konflikts noch weit. Die Entführer hatten zunächst die
Freilassung von 1.400 Palästinensern aus israelischer Haft
gefordert, darunter Frauen, Minderjährige und
Langzeithäftlinge. Israel will allerdings keine Gefangenen
freilassen, die bei Attentaten Israelis töteten oder verletzten.
Der entführte Soldat Schalit wird vermutlich im Gazastreifen
festgehalten. Seine Geiselhaft war Auslöser einer israelischen
Offensive, bei der bislang mehr als 200 Palästinenser ums Leben
kamen.
Ein New Yorker Gericht hat 30 Millionen Dollar für die
Palästinensergebiete freigegeben, die nach einem Anschlag in Israel
eingefroren waren.
Palästinensischen Angaben vom Samstag zufolge begründete das
oberste Gericht des Bundesstaates New York seine Entscheidung damit,
dass der Empfänger der Summe die für Geldpolitik
zuständige Behörde der Palästinenser sei. Diese sei nicht
Bestandteil der Palästinenserregierung, deren
US-Vermögenswerte ein Gericht im Jahr 2005 nach dem Attentat
eingefroren hatte. Palästinensische Vertreter begrüßten
das Urteil. Die Währungsbehörde könne damit endlich
wieder wie eine Zentralbank arbeiten, für
Währungsstabilität sorgen und das Wirtschaftswachstum
fördern, sagte deren Chef George Abed.
Die Blockade des Geldes setzten die Angehörigen eines
US-stämmigen jüdischen Paares durch, das 1996 in Israel
erschossen wurde. Nach Auffassung der US-Justiz hatte die
Palästinenserbehörde es versäumt, der Familie der Toten
die ihr zustehende millionenschwere Entschädigung zu zahlen. Der
Anwalt der Familie betonte am Samstag, bis zur endgültigen Freigabe
des Geldes müssten noch einige Hürden überwunden werden.
(Quellen: ap, rtr)
Bischöfe in Simbabwe warnen vor Massenaufstand
Mo.09.04.07 - Die katholischen Bischöfe in Simbabwe haben in einer
Osterbotschaft vor einem blutigen Massenaufstand gewarnt, sollte
Präsident Robert Mugabe weiterhin demokratische Reformen
verhindern. Simbabwe brauche eine neue Verfassung und eine in freien und
fairen Wahlen bestimmte demokratische Führung, heißt es in
einer Erklärung der neun Bischöfe, die am Sonntag landesweit
in Kirchen ausgehängt wurde.
Die leidende Bevölkerung übe mit Boykotten, Streiks und
Demonstrationen immer mehr Druck aus, und zugleich verstärke die
Regierung ihren Druck durch Festnahmen, Schläge und Folter,
erklärten die Bischöfe weiter. «Viele Menschen in
Simbabwe sind wütend, und ihr Ärger bricht jetzt in einer
Gemeinde nach der anderen in offener Revolte hervor.» Mugabe
regiert Simbabwe seit der Unabhängigkeit des afrikanischen Landes
1980. Bei der nächsten Präsidentenwahl im kommenden Jahr will
er erneut antreten.
(Quelle: ap)
Indische Soldaten erschießen sechs Unbewaffnete in Kaschmir
Mo.09.04.07 - Indische Soldaten haben an der Waffenstillstandslinie in Kaschmir sechs
unbewaffnete Menschen erschossen. Diese hätten versucht, die Grenze
nach Pakistan zu überqueren, sagte ein indischer Armeesprecher in
Jammu. Als sie nicht auf Warnungen reagiert hätten, hätten die
Soldaten das Feuer eröffnet. Dem Sprecher zufolge waren die
Soldaten davon ausgegangen, dass es sich bei Verdächtigen um
islamische Rebellen handelte. Die Toten seien aber noch nicht
identifiziert worden.
Indien wirft aufständischen islamischen Extremisten im indischen
Teil Kaschmirs vor, Trainingslager in Pakistan aufzusuchen und sich im
Nachbarland Waffen für den Kampf gegen die indische Regierung zu
beschaffen. Die Regierung in Islamabad bestreitet die Vorwürfe.
Indien und Pakistan streiten seit Jahrzehnten um die Region Kaschmir und
führten deswegen bereits zwei Kriege. Seit Januar 2004 befinden
sich die Atommächte in einem schleppend verlaufenden
Friedensprozess.
(Quelle: afp)
Acht Soldaten bei Kämpfen und Anschlägen in der Türkei
getötet
Mo.09.04.07 - Bei Anschlägen und Gefechten mit Separatisten der verbotenen
kurdischen Arbeiterpartei PKK sind am Wochenende acht türkische
Soldaten ums Leben gekommen. Drei Soldaten starben nach Angaben
örtlicher Behörden am Sonntag bei Kämpfen in der
östlichen Provinz Bingöl. Am Tag zuvor wurden zwei Soldaten
und ein Wachmann in der Provinz Sirnak im Südosten des Landes
getötet. Laut einem Bericht der halbamtlichen Nachrichtenagentur
Anadolu wurden außerdem bei der Explosion von zwei Landminen drei
Soldaten getötet, die auf dem Weg in die südöstliche
Provinz Bitlis waren.
(Quelle: ap)
Spanien: ETA bekräftigt Willen zum Frieden
Mo.09.04.07 - Die baskische Untergrundorganisation ETA hat in einer Erklärung
ihren Willen zum Frieden bekräftigt. Die Gruppe stehe weiterhin zu
ihrem Gewaltverzicht, «wenn die Angriffe auf die baskische Nation
verschwinden», hieß es in der Erklärung, die am Sonntag
in der baskischen Zeitung «Gara» erschien. Die ETA
bezweifelte darin den politischen Willen der sozialistischen Regierung
von Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapatero, das
Problem im Baskenland demokratisch zu lösen.
Acht Monate nach Verkündung der Waffenruhe hatte die ETA am 30.
Dezember einen Bombenanschlag auf den Flughafen von Madrid verübt.
Zwei Männer kamen ums Leben. Dennoch erklärte die Organisation
danach, sie haben den Waffenstillstand nicht gebrochen. Diese Haltung
bekräftigte sie am Sonntag in der «Gara». Die ETA
fordert die Zulassung bislang verbotener Parteien, die ihr nahe stehen,
zu den Kommunalwahlen, sowie eine bessere Behandlungen von Mitgliedern
in Haft. Die Organisation kämpft seit rund 40 Jahren für eine
Unabhängigkeit des Baskenlandes. Der Gewalt fielen bisher mehr als
800 Menschen zum Opfer.
(Quelle: ap)
Kardianal Lehmann kritisiert Passage zu Flüchtlingen in
EU-Erklärung
Mo.09.04.07 - Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann,
hat die Passage zur Flüchtlingsproblematik in der "Berliner
Erklärung" der EU deutlich kritisiert. Er sei überrascht
gewesen, dass in die Erklärung eigens noch eine Formulierung zur
Abwehr illegaler Einwanderung aufgenommen worden sei, sagte Lehmann im
Deutschlandfunk. Es sei zwar vielleicht gut, dass das Stichwort genannt
werde. "Aber das in einem Atemzug zu nennen mit Terrorismus und
Kriminalität, das verdunkelt im Grunde auch ein Stück weit das
Problem", sagte er.
Europa müsse stärker werden, auch um Hilfe leisten zu
können, sagte Lehmann weiter. "Sonst dürfen wir uns nicht
wundern, wenn eines Tages, etwa bei radikalisierten
Klimaveränderungen in der Tat wieder eine Völkerwanderung
entstehen könnte, die über uns weggeht." Lehmann hob hervor:
"Menschen in Verzweiflung - die sind zu vielem fähig." In einer
neuen Stärke Europas sehe er auch eine wichtige Verantwortung, um
mit den Entwicklungsländern neue Wege der Hilfe zu suchen.
In der Ende März verabschiedeten "Berliner Erklärung" der EU
heißt es: "Wir werden den Terrorismus, die organisierte
Kriminalität und die illegale Einwanderung gemeinsam
bekämpfen." Dass die Flüchtlingsproblematik in einer Reihe mit
dem internationalen Terror steht, hatte die spanische Regierung
durchgesetzt. Spanien ist von dem Problem besonders betroffen und
fühlt sich von der EU nicht ausreichend unterstützt:
Vergangenes Jahr kamen mehr als 30.000 Flüchtlinge allein an den
Stränden der Kanaren an.
(Quelle: afp)
Klima-Rettung kostet Deutschland jährlich vier Milliarden
Mo.09.04.07 - Um eine Klimakatastrophe abzuwenden, muss Deutschland nach Berechnungen
des Umweltbundesamtes jährlich vier Milliarden Euro aufwenden.
«Wenn wir die Erderwärmung stoppen wollen, müssen wir in
den Industriestaaten bis 2050 den Ausstoß an Treibhausgasen um 80
Prozent reduzieren», sagte der Präsident der Behörde,
Andreas Troge, der «Bild am Sonntag». In Deutschland seien
dazu jährliche Investitionen von vier Milliarden Euro erforderlich.
Das Geld solle vor allem in erneuerbare Energien und
Wärmedämmung fließen.
Umgerechnet wären das für jeden Haushalt weniger als zehn
Euro im Monat, ergänzte Troge: «Zum Vergleich: Würden
wir gegen den Klimawandel global nichts unternehmen, kämen allein
auf Deutschland ab 2050 Kosten von mindestens 100 Milliarden Euro im
Jahr zu.» Besonders teuer würden dabei Ernteausfälle,
Umweltschäden und die Behandlung klimabedingter Krankheiten, sagte
der Präsident des Umweltbundesamtes.
(Quelle: ap)
Wettbewerbsvorteil durch Umweltschutz
Eine Studie des Berliner Instituts für Zukunftstsudien und
Technologiebewertung (IZT) zeigt, dass sich soziale und vor allem
ökologische Maßnahmen in Unternehmen auszahlen
Die im März veröffentlichte Studie macht durch eine neue
Euro-Kennzahl messbar, wie gut es 28 deutschen Unternehmen gelingt,
ökonomische, ökologische und soziale Nachhaltigkeitsaspekte zu
vereinbaren..
Die Kurzfassung der Studie und die komplette Studie stehen im Internet
zum kostenlosen Download bereit:
http://www.new-projekt.de/studie/download/index.html
Deutschlands Öko-Branche bietet immer mehr Stellen
Mo.09.04.07 - Die Öko-Branche in Deutschland bietet offenbar immer mehr Menschen
Arbeit. In wenigen Jahren werde die Öko-Industrie höhere
Umsätze erzielen als Autoindustrie und Maschinenbau zusammen,
berichtet die "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" unter Berufung
auf eine noch unveröffentlichte Studie der Unternehmensberatung
Roland Berger. "Im Jahr 2020 wird die Umweltbranche mehr Mitarbeiter
ernähren als der Maschinenbau oder die Autoindustrie", sagte
Torsten Henzelmann von Roland Berger der Zeitung.
Derzeit würden im Bereich Umwelttechnik in Deutschland eine
Million Arbeitnehmer beschäftigt. "Die Zahl wird parallel zu den
explodierenden Umsätzen steigen. Schon heute klagen Unternehmen,
dass sie nicht genügend qualifizierte Mitarbeiter finden", sagte
Henzelmann. Die Unternehmensberatung erstellt dem Bericht zufolge im
Auftrag von Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) einen Öko-Atlas
für Deutschland, der im Juni zum EU-Umweltgipfel offiziell
veröffentlicht werden soll. Dazu befragten die Berater knapp 1500
deutsche Firmen, die in der Umwelttechnologie tätig sind.
(Quelle: afp)
Wirtschaftsminister Glos für Senkung der Lohn- und Einkommensteuer
Mo.09.04.07 - Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) hat sich für eine
Senkung der Lohn- und Einkommenssteuer ausgesprochen. «Als erstes
senken wir die Unternehmenssteuern, um mehr Jobs zu schaffen. Niedrigere
Steuern im Bereich Lohn und Einkommen sind der nächste Schritt.
Ich werde mich dafür energisch einsetzen», sagte Glos der
«Bild am Sonntag». Der Aufschwung sei «noch nicht im
Geldbeutel der meisten Bürger angekommen», fügte er
hinzu. Daher müsse die Bundesregierung dafür sorgen, dass
mehr Geld in die Taschen der Bürger statt in Steuern und Abgaben
fließe.
Glos sieht eine mögliche Steuersenkung als Thema für den
Bundestagswahlkampf 2009. Der Wirtschaftsminister antwortete auf die
Frage, wann die Steuern sinken könnten: «Erst müssen wir
unsere Staatsfinanzen in Ordnung bringen. Aber zur Bundestagswahl in
zwei Jahren werden niedrigere leistungsabhängige Steuern für
die Bürger ein wichtiges Thema.» Gleichzeitig
unterstützte er die Forderung der Arbeitgeber, die Beiträge
zur Arbeitslosenversicherung weiter zu senken.
SPD-Fraktionsvize Joachim Poß kritisierte die Forderung des
CSU-Politikers: «In Zeiten, in denen vom Staat immer noch neue
Schulden gemacht werden und wichtige Aufgaben wie zum Beispiel in der
Familienpolitik nicht finanziert sind, ist es nicht verantwortlich, dass
der Wirtschaftsminister allgemeine Steuersenkungen fordert»,
teilte er mit.
FDP-Wirtschaftsexperte Rainer Brüderle monierte, dass Glos den
Arbeitnehmern und dem deutschen Mittelstand Steuerentlastungen
«jenseits» der nächsten Bundestagswahl verspreche.
«Glos soll bei der Ökonomie bleiben und nicht Theologe
werden», fügte er hinzu. Zugleich hob er hervor, dass der
wirtschaftliche Aufschwung durch eine Einkommensteuerreform
zusätzlich verstärkt werden könnte.
(Quelle: ddp)
Mieterbund fordert deutliche Erhöhung des Wohngeldes
Mo.09.04.07 - Der Deutsche Mieterbund hat eine Erhöhung des Wohngeldes um
mindestens 15 Prozent gefordert. Der von rund 800.000 Haushalten
dringend benötigte Zuschuss reiche nicht mehr aus, kritisierte der
Direktor des Mieterbundes, Franz-Georg Rips, in der «Bild am
Sonntag»: «Einkommensschwache Haushalte werden heute nicht
mehr ausreichend bei ihren Wohnkosten entlastet.»
Seit der letzten Wohngelderhöhung zum 1. Januar 2001 seien die
Mieten und Nebenkosten teurer geworden, betonte Rips. Alleine die
Gebühren für Wasser, Abwasser und Müll seien zweistellig
gestiegen. Die Kosten für Strom, Gas und Öl hätten ein
Rekordniveau erreicht. Für diese Preissteigerungen gebe es bis
heute kein Ausgleich und keinen Zuschlag über das Wohngeld.
Wohngeld ist ein von Bund und Ländern getragener Zuschuss zu den
Wohnkosten. Es wird Mietern und Eigentümern gezahlt, wenn die
Höhe ihrer Miete oder Belastung für angemessen großen
Wohnraum die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit ihres Haushalts
überfordert.
(Quelle: ap)
Ostermarsch: Tausende protestieren in Brandenburg gegen 'Bombodrom'
Mo.09.04.07 - Bei den traditionellen Ostermärschen haben erneut mehrere tausend
Menschen für Frieden und gegen Rüstung demonstriert. Allein im
brandenburgischen Fretzdorf kamen laut Veranstaltern zwischen 10.000
und 12.000 Menschen zusammen, um gegen das geplante "Bombodrom" der
Bundeswehr zu protestieren, wie ein Sprecher des Ostermarschbüros
in Frankfurt am Main mitteilte. Die Polizei sprach von 3000
Demonstranten. Auch Brandenburgs Ministerpräsident Matthias
Platzeck (SPD) nahm teil und appellierte an Verteidigungsminister Franz
Josef Jung (CDU), die Pläne zur militärischen Nutzung der
Kyritz-Ruppiner Heide aufzugeben.
Die Bürgerinitiative Freie Heide kämpft seit Jahren gegen das
"Bombodrom" in Brandenburg. Das Gebiet ist als Übungsplatz der
Bundeswehr für Tiefflüge und Bombenabwürfe vorgesehen.
Platzeck forderte Klarheit über die Zukunft des Areals und sprach
sich für naturnahen Tourismus in der Region aus. "Tiefflüge
und Erholung in der Heide schließen einander aber aus", mahnte er.
Die bisherigen Investitionen würden dadurch entwertet. 15.000
Arbeitsplätze gerieten in Gefahr.
Den Bund forderte Platzeck zum Verzicht auf weitere juristische
Auseinandersetzungen auf. Investitionen würden deshalb vertagt. Das
"Bombodrom" sei "längst ein Symbol geworden für eine Blockade
der Zukunftschancen einer gebeutelten Region". Auch Linksfraktionsvize
Petra Pau rief die Bundesregierung auf, den Widerstand der
Bevölkerung gegen das Projekt endlich zu akzeptieren.
Zu den großen Veranstaltungen am Ostersonntag zählten auch
die Ostermärsche in Ansbach und Leipzig, wo laut
Ostermarschbüro 500 beziehungsweise 190 Teilnehmer gezählt
wurden. Der Ostermarsch Ruhr, der in drei Tagen von Duisburg nach
Dortmund führt, zählte am Sonntag in Essen und Bochum mehr als
300 Teilnehmer. Insgesamt nahmen damit mehr als tausend Menschen an
diesem Protest teil.
Die Veranstalter zeigten sich zufrieden mit der Beteiligung. Die
Steigerung im Vergleich zum Vorjahr sei zwar nicht hoch, es gebe aber
auch keinen Einbruch bei den Zahlen, sagte der Sprecher des
Ostermarsch-Büros in Frankfurt am Main. Zu zahlreichen kleineren
Veranstaltungen, darunter eine Fahrrad-Stafette bei Gotha mit etwa 30
Teilnehmern, lagen teils noch keine genauen Teilnehmerzahlen vor.
Die diesjährigen Ostermärsche richten sich auch gegen
Auslandseinsätze der Bundeswehr. Für Ostermontag sind
Abschlusskundgebungen unter anderem in Berlin, Dortmund, Frankfurt,
Hamburg, Kassel und Nürnberg geplant.
(Quelle: ddp)