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Aktuelle Nachrichten
Irak am tausendneunundzwanzigsten Tag nach Erlangung der formellen
Souveränität
US-Kongress weiter auf Konfrontationskurs zu Bush - Forderung nach
Zeitplan für Abzug aus dem Irak. USA wollen geplante Mauer in
Bagdad erneut prüfen. Mindestens 27 Tote bei
Selbstmordanschlägen im Irak - Unter den Opfern neun US-Soldaten
Di.24.04.07 - Die Demokraten im US-Kongress halten an ihrer Forderung nach einem
Zeitplan für den Abzug aus dem Irak fest. Der Mehrheitsführer
im Senat, Harry Reid, und die Präsidentin des
Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, wollen das entsprechende
Gesetz noch in dieser Woche in beiden Kammern des Parlaments
verabschieden lassen, wie am Montag verlautete. Demnach sollen die
ersten Kampftruppen den Irak bis 1. Oktober verlassen, sechs Monate
später soll der Abzug abgeschlossen sein. Bush hat bereits sein
Veto angekündigt.
Der Kongress werde die «Inkompetenz und Verlogenheit der
Bush-Regierung» nicht länger ignorieren, sagte Reid. Bush
bekräftigte dagegen, er lehne einen «künstlichen
Zeitplan» für den Truppenabzug kategorisch ab.
Die Streitkräfte der Vereinigten Staaten wollen die
Maßnahmen zur Sicherung eines sunnitischen Viertels in Bagdad
erneut prüfen. "Die Regierung des Irak und die multinationalen
Streitkräfte stimmen überein, dass wir die Menschen im Irak
schützen müssen", erklärte Militärsprecher
Christopher Garver am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Nach einem
Baustopp durch den irakischen Regierungschef Nuri el Maliki für die
Mauer um die sunnitische Enklave werde nun erneut geprüft, wie die
Sicherheit am wirksamsten gewährt werden könne. Maliki hatte
am Vortag in Kairo gesagt, er sei "gegen die Mauer, und ihr Bau wird
gestoppt werden".
Drei Selbstmordattentäter haben in verschiedenen Gegenden des
Iraks am Montag mindestens 27 Menschen getötet und fast 60
verletzt. Einer der Anschläge ereignete sich in Tal Uskuf, 15
Kilometer nördlich der nordirakischen Stadt Mossul. Dort sprengte
der Täter sein Auto vor einem Büro der Demokratischen Partei
Kurdistans in die Luft, wie ein Parteifunktionär erklärte.
Mindestens zehn Menschen wurden getötet und 20 verletzt.
Ein weiterer Anschlag richtete sich gegen eine Polizeiwache in Bakuba,
60 Kilometer nordöstlich von Bagdad. Dort kamen nach Polizeiangaben
mindestens zehn Menschen ums Leben, 23 wurden verletzt. Im Bagdader
Stadtviertel Karrada sprengte sich der dritte Täter in einem
Restaurant in die Luft. Nach Polizeiangaben wurden mindestens sieben
Menschen getötet und 16 verletzt. Zum Zeitpunkt des Anschlags gegen
11.00 Uhr Ortszeit hielt der US-Botschafter in Bagdad, Ryan Crocker,
eine Pressekonferenz in der weniger als 100 Meter vom Tatort entfernten
Grünen Zone ab.
Bei einem Selbstmordanschlag in der Provinz Dijala sind nach Angaben
des US-Militärs neun amerikanische Soldaten getötet worden.
20 weitere US-Soldaten und ein irakischer Zivilist seien verletzt
worden, als der Selbstmordattentäter die ein einem Auto versteckte
Bombe zündete.
(Quellen: afp, ap)
Blick ins Archiv:
Der Krieg gegen Irak begann am 20. März 2003
Knapp zwei Stunden nach Ablauf eines Ultimatums an den irakischen Staatschef
Hussein flog die US-Armee erste Luftangriffe auf Bagdad.
US-Präsident Bush hatte
Hussein eine Frist gesetzt, bis zwei Uhr Mitteleuropäischer Zeit das Land zu verlassen.
Der irakische Machthaber hatte zuvor bereits einen Gang ins Exil abgelehnt. Bush erklärte in
einer Fernsehansprache
(19.03.03 - 10:16 P.M. EST / 20.03.03 - 4:15 MEZ) , die erste Phase zur Entwaffnung des Irak sei eingeleitet
worden. Er habe angeordnet, ausgewählte militärische Ziele anzugreifen. Dies sei der Ausgangspunkt
für eine breit angelegte Aktion. Bush räumte ein, der Krieg könnte länger dauern und
schwieriger werden, als manche vorhersagten. Die USA und ihre Verbündeten würden
alles versuchen, um unschuldige Zivilisten zu schonen....
Chronologie des Irak-Kriegs:
Teil 1: 20.03.2003 bis 30.06.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv3/irak_01.htm#news
Teil 2: 01.07.2003 bis 31.10.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv4/irak_02.htm#news
Teil 3: 01.11.2003 bis 31.12.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv5/irak_03.htm#news
Teil 4: 01.01.2004 bis 31.05.2004
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_04.htm#news
Teil 5: 01.06.2004 bis 31.10.2004
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_05.htm#news
Teil 6: 01.11.2004 bis 30.04.2005
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_06.htm#news
Teil 7: 01.05.2005 bis 31.12.2005
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_07.htm#news
Teil 8: 01.01.2006 bis 24.04.2006
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_08.htm#news
Vor einem Jahr:
Irak am sechshundertfünfundsechzigsten Tag nach Erlangung der formellen Souveränität
Zitate zur Begründung des Irak-Krieges:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402040.htm#040204_a
Auszüge aus Powells 'Beweisen' zum Irak vom 5. Februar 2003:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402040.htm#040204_b
... Lügen und Täuschungen, die in
London und Washington produziert wurden, verursachten den Tod von bis
zu 55.000 Irakern, unter ihnen 9.600 Zivilisten... John Pilger, ZNet 05.02.2004... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402110.htm#040211_b
Iraq Body Count:
http://www.iraqbodycount.net
Fr.29.10.2004 - Einer Studie zufolge sind rund 100.000 Iraker an den Kriegsfolgen
gestorben. Die meisten Todesfälle gingen auf Gewalteinwirkung
zurück, nicht zuletzt durch Luftangriffe der Alliierten, wie es in
der Studie heißt, die auf der Website der renommierten
britischen Medizinzeitschrift «The Lancet» [http://www.thelancet.com]
veröffentlicht wurde... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv3/irak_k01.htm#bodycount
Do.08.12.2006 - Seit Beginn des Irak-Kriegs im März 2003 sind mindestens 2.919
Angehörige der US-Streitkräfte ums Leben gekommen. Der weitaus
größte Teil kam erst nach dem offiziellen Ende der
Hauptkampfhandlungen am 1. Mai 2003 ums Leben.
Zur Zahl der seit Kriegsbeginn getöteten Iraker gibt es keine
verlässlichen Angaben.
(Quelle: ap)
«Kanonenfutter für das Pentagon»
... wer sind sie eigentlich - die toten amerikanischen Soldaten?... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402110.htm#040211_a
'Statt des Sohnes kam eine leere Hülle aus dem Irak zurück'
»Ich wünschte, ich könnte euch erzählen, daß
unsere Familie wieder heil und glücklich ist, seit mein Sohn aus
dem Irak in ein ziviles Leben zurückgekehrt ist. Aber das ist
nicht der Fall. Mein Sohn ist 21 Jahre alt, er ist obdach- und
arbeitslos. Am 11. Januar (2006) hat er sein Auto in den frühen
Morgenstunden an einen Betonpfeiler gefahren. Niemand, der das Auto
sah, konnte sich vorstellen, daß er den Unfall überlebt hat.
Ich erinnere mich an den Tag, als ich den Anruf bekam: Mein Sohn war
zurück aus dem Krieg, zurück in den Staaten. Ich sank
schluchzend zusammen und dankte dem Schöpfer dafür, daß
er am Leben war. Damals hatte ich keine Ahnung, daß alles, was da
aus dem Krieg zurückkehrte, nur eine Hülle war. Der Geist
meines Jungen und seine Seele müssen immer noch irgendwo in den
Straßen des Irak herumirren... «
Georgia Stillwell, Mitglied der Organisation »Military Families
Speak Out«... Mehr unter:
http://www.jungewelt.de/2006/02-10/056.php
Die Kosten für den Irak-Einsatz explodieren
Mittwoch 20. Dezember 2006: Seit März 2003 haben die USA für den Einsatz im Irak 350 Milliarden
Dollar aufgewendet. In diesem Jahr bereits kletterten die Kosten des Irak-Einsatzes
auf monatlich acht Milliarden Dollar gegenüber 6,4 Milliarden Dollar monatlich im Vorjahr.
US-Präsident Bush hat weitere 100 Milliarden Dollar (75,9 Milliarden Euro) im Kongress beantragt.
Quellen: ap, afp
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US-Verteidigungsminister Gates kann Russland nicht von US-Raketenabwehr
überzeugen
Di.24.04.07 - Russland lehnt die von den Vereinigten Staaten geplante Raketenabwehr
in Mitteleuropa und im Kaukasus weiterhin entschieden ab. Die
Pläne für den Abwehrschild seien "ein ernsthaft
destabilisierender Faktor", sagte der russische Verteidigungsminister
Anatoli Serdjukow nach Gesprächen mit seinem US-Kollegen Robert
Gates in Moskau. Das geplante Verteidigungssystem der Vereinigten
Staaten könne "einen beträchtlichen Einfluss" auf die
Sicherheit in der Region und weltweit ausüben.
Gates betonte bei einer Pressekonferenz die Angebote der USA an
Russland für eine Kooperation in der Raketenabwehr. "In meinen
Gesprächen mit den russischen Führern werde ich daran
erinnern, dass die USA Bereiche für die Zusammenarbeit mit
Russland erkunden wollen", sagte er.
Ein mitreisender ranghoher US-Beamter erklärte, die USA
hätten der russischen Regierung jüngst mehrere
Vorschläge gemacht, wie die beiden Staaten im Bereich der
Raketenabwehr zusammenarbeiten könnten. Dabei gehe es insbesondere
um den Austausch von Daten der Frühwarnsysteme sowie um gemeinsame
Forschungs- und Entwicklungsprojekte, sagte der Beamte.
Die russische Wirtschaftszeitung "Wedomosti" berichtete, mit seiner
ablehnenden Haltung wolle Moskau Verhandlungen über eine nukleare
Abrüstung erreichen. Dabei gehe es unter anderem um die Erneuerung
des Start-1-Vertrages von 1994.
Die US-Pläne sehen die Stationierung von zehn Abfangraketen in
Polen vor. In Tschechien soll ein Radarsystem installiert werden, um
Raketenangriffe zu orten. Zudem soll eine mobile Radareinheit in einem
Kaukasus-Staat errichtet werden.
Russland kritisierte, mit den Systemen in Tschechien und im Kaukasus
könnten die USA Raketenstellungen in Zentralrussland und bei der
Nordmeerflotte überwachen. Zudem bedeute dies einen neuen
Rüstungswettlauf. Die US-Regierung wies diese Vorwürfe
zurück und betonte, die neuen Anlagen könnten nicht nur die
USA, sondern auch weite Teile Europas vor Angriffen schützen.
(Quelle: afp)
Ehemaliger russischer Präsident Jelzin gestorben
Di.24.04.07 - Der ehemalige russische Präsident Boris Jelzin ist tot. Er starb
im Alter von 76 Jahren an Herzversagen in einem Moskauer Krankenhaus,
wie der Leiter des medizinischen Dienstes des Kreml mitteilte. Jelzin,
dessen Karriere als KPdSU-Funktionär in der Sowjetunion begann,
übernahm nach deren Zerfall 1991 als erster demokratisch
gewählter Präsident die Macht in Russland. Er war seit langem
herzkrank, hatte bereits zwei Infarkte erlitten und sich mehreren
Bypass-Operationen unterzogen. Ende 1999 trat Jelzin sein Amt an
Wladimir Putin ab.
Unter Jelzins Führung wurde in Russland der marktwirtschaftliche
Reformkurs umgesetzt. Er gestattete Privatbesitz, hob die Preisbindung
auf und veranlasste den Abzug der letzten sowjetischen Truppen aus
Osteuropa. Den Tschetschenen indes wird er als der Mann in Erinnerung
bleiben, der zwei Mal einen Krieg gegen sie führen ließ.
Putin rief laut Kreml umgehend Jelzins Familie an, um ihr sein Beileid
auszusprechen. Das Gleiche berichtete die Nachrichtenagentur Interfax
über den früheren sowjetischen Präsidenten Michail
Gorbatschow. Der einstige Jelzin-Rivale sagte, der Verstorbene sei ein
Mann gewesen, auf dessen Schultern große Taten zum Wohl des
Landes ebenso ruhten wie schwere Fehler lasteten: "Ein tragisches
Schicksal."
Deutschlands Präsident Horst Köhler bezeichnete den Tod
Jelzins in einem Kondolenztelegramm an Putin als "schweren Verlust
für Russland, Europa und die Welt". Er habe das deutsch-russische
Verhältnis entscheidend geprägt. "Wir Deutschen sind ihm
zutiefst dankbar für den Beitrag, den er durch seine mutigen
Entscheidungen zur Deutschen Einheit geleistet hat."
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) schrieb an Putin:
"Boris Jelzin war ein mutiger Kämpfer für Demokratie und
Freiheit und ein wahrer Freund Deutschlands." Sein Beitrag zur
Entwicklung der Beziehungen zwischen Russland und Deutschland bleibe
unvergessen.
Der deutsche Altkanzler Helmut Kohl, den seit seiner Amtszeit als
Bundeskanzler eine enge Freundschaft mit Jelzin verband, bedauerte
dessen Tod als "schweren Verlust". Jelzin sei ein großer
Staatsmann gewesen, erklärte Kohl. "Seine Verdienste um die
russisch-deutschen Beziehungen und den Weltfrieden sind nicht hoch
genug einzuschätzen."
(Quelle: afp)
EU beschließt schärfere Sanktionen gegen Iran
Di.24.04.07 - Im Atomstreit mit dem Iran hat die Europäische Union
verschärfte Sanktionen gegen Teheran beschlossen. Die
EU-Außenminister sprachen sich in Luxemburg dafür aus, das
Vermögen weiterer Verantwortlicher für das Nuklearprogramm
einzufrieren, wie Diplomaten bestätigten. Zudem ebnete der Rat den
Weg für ein weitreichendes Waffenhandelsembargo gegen Iran, wie es
die UNO Ende März beschlossen hatte. Damit erhöht die EU vor
einem für Mittwoch geplanten Krisentreffen mit dem Iran den Druck
auf das Land.
Teheran weigert sich nach wie vor, sein Programm zur Urananreicherung
zu stoppen. Europa und die USA fürchten, dass Teheran unter dem
Deckmantel der zivilen Nutzung den Bau einer Atombombe vorantreibt. Der
EU-Außenbeauftragte Javier Solana will am Mittwoch mit dem
iranischen Atomunterhändler Ali Laridschani in der türkischen
Hauptstadt Ankara über das Atomprogramm verhandeln.
Unter Leitung des deutschen Außenministers Frank-Walter
Steinmeier (SPD) billigte der Rat eine erweiterte Liste von
Verantwortlichen für das Atomprogramm sowie Organisationen und
Unternehmen, deren Vermögen eingefroren werden. Diese Liste ist
umfangreicher als die des UN-Sanktionsbeschlusses vom vergangenen
Dezember. Nach Angaben von Diplomaten werden rund 20 weitere Namen
genannt.
Der UN-Sicherheitsrat hatte seinerseits Ende März die Liste der
von den Sanktionen Betroffenen erweitert. Inwieweit die EU damit den
jüngsten UN-Sanktionsbeschluss aufgreift oder darüber noch
hinausgeht, wird erst klar sein, wenn die Namen am Dienstag oder
Mittwoch im EU-Amtsblatt veröffentlicht werden.
(Quelle: afp)
Mindestens 256 Tote durch tagelange Kämpfe in Somalia
Di.24.04.07 - Nach sechs Tagen heftiger Kämpfe zwischen äthiopischen
Truppen und islamistischen Kämpfern ist die Zahl der Todesopfer in
Somalia auf mindestens 256 gestiegen. Nach heftigem Beschuss
während der Kämpfe in der Hauptstadt Mogadischu musste ein
somalischer Partner deutscher Hilfsorganisationen sein Büro
räumen. Vier Wachleute seien leicht verletzt, das Gebäude
schwer beschädigt worden, erklärte die Diakonie
Katastrophenhilfe. Hunderte von Zivilisten flohen vor den Kämpfen
aus der Hauptstadt.
In Mogadischu hätten die heftigesten Kämpfe seit vergangener
Woche stattgefunden, sagte Übergangsministerpräsident Ali
Mohamed Gedi.
Die Hilfsorganisation Daryeel Bulsho Guud (DBG) werde nun
außerhalb von Mogadischu eine provisorische Unterkunft einrichten
und ihre Arbeit von dort aus soweit wie möglich fortführen.
DBG ist als Partnerorganisation der Diakonie Katastrophenhilfe, von
"Brot für die Welt" und Caritas international in Somalia
tätig. Die deutschen Hilfsorganisationen zeigten sich
"äußerst besorgt" über die Eskalation der Gewalt in der
somalischen Hauptstadt.
Die DBG wurde während der großen Hungersnot 1992 als
Projektbüro der Diakonie Katastrophenhilfe in Mogadischu
gegründet. Seit 2004 ist es eine eigenständige somalische
Organisation, die sich nach Angaben der Diakonie durch strikte
Neutralität den Ruf eines zuverlässigen, unabhängigen
Partners erworben hat.
Allein am Sonntag starben nach Angaben einer somalischen
Menschenrechtsgruppe mindestens 52 Menschen bei den
Auseinandersetzungen zwischen islamistischen Milizen und den Truppen
der Übergangsregierung sowie Äthiopiens. Nach UN-Angaben
flohen seit Februar rund 321.000 Menschen. Weder die Regierungstruppen
noch die Anfang März stationierten 1500 ugandischen Soldaten der
Afrikanischen Union konnten die Lage in Mogadischu bislang in den Griff
bekommen. Erst Anfang April waren bei schweren Kämpfen in der
somalischen Hauptstadt mindestens tausend Menschen getötet worden.
(Quelle: afp)
Regierungsangaben: China inzwischen größter Investor in
Simbabwe
Di.24.04.07 - China ist nach offiziellen Angaben aus Simbabwe inzwischen der
größte Investor in dem von westlichen Ländern weitgehend
isolierten südafrikanischen Staat. China habe 600 Millionen Dollar
(rund 440 Millionen Euro) investiert, mehr als jeder andere Staat, sagte
der simbabwische Parlamentspräsident John Nkomo der staatlichen
Tageszeitung "The Herald" (Montagausgabe). Derzeit seien 35 chinesische
Firmen in Simbabwe tätig, und Besuche chinesischer
Wirtschaftsdelegationen nähmen zu.
(Quelle: afp)
EU strebt engere Zusammenarbeit mit Zentralasien an
Di.24.04.07 - Mit Finanzhilfen in Höhe von 750 Millionen Euro will die EU ihren
Einfluss in Zentralasien stärken. Die Region sei von großer
Bedeutung für die Sicherheit Europas und sein künftiges
Wirtschaftswachstum, vor allem was die Energieversorgung angehe, sagte
Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier am Montag beim
EU-Außenministertreffen in Luxemburg.
Außerdem spielten die ehemaligen Sowjetrepubliken Kasachstan,
Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan eine
entscheidende Rolle für den Frieden in den südlich gelegenen
Gebieten, vor allem in Afghanistan, sagte Steinmeier. Die Regierungen
könnten dort beim Kampf gegen islamische Extremisten und den
Drogenhandel helfen. Schon jetzt seien in Zentralasien Russland, China,
Japan, die Türkei und die USA stark präsent, sagte Steinmeier
weiter. Europa habe hier einiges aufzuholen. Die geplanten Finanzhilfen
sollen die fünf Länder bis zum Jahr 2013 erhalten. Sie sollen
im Juni gebilligt werden. EU-Außenkommissarin Benita
Ferrero-Waldner erklärte, die Union werde sich auf einen Ausbau
der Zusammenarbeit unter anderem beim Handel, im Energiesektor, bei
Bildung und Verkehr konzentrieren.
(Quelle: ap)
Ausschuss: China setzt langfristig nicht auf Atomenergie
Di.24.04.07 - China setzt nach eigenen Angaben langfristig nicht auf die Atomenergie,
sondern will vor allem mit anderen Methoden Strom gewinnen. "Die
Kernkraft kann uns nicht retten, weil die weltweiten Vorräte an
Uran und weiteren radioaktiven Mineralien (...) sehr begrenzt sind",
zitierte die Tageszeitung "China Daily" am Montag den chinesischen
Entwicklungs- und Reformausschuss. Wenn die chinesische Regierung
derzeit so stark auf Kernkraft setze, dann sei dies nur als
"vorübergehender Ersatz" für Kohle und Öl gedacht.
Staatliche Medien hatten vergangene Woche berichtet, dass die
Volksrepublik in den kommenden zehn Jahren jährlich drei neue
Atommeiler bauen wolle.
(Quelle: afp)
EU-Botschafter nennt US-Klimapolitik unrealistisch
Di.24.04.07 - Der EU-Botschafter in den USA hat die Klimapolitik von
US-Präsident George W. Bush kritisiert. Es sei unrealistisch zu
glauben, dass man die Problematik allein durch die Förderung neuer
Technologien angehen könne, sagte John Bruton am Montag der
Nachrichtenagentur AP. Die Europäische Union sei davon
überzeugt, dass der Schwerpunkt auf verbindlichen Grenzwerten
für den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase liegen
müsse. Außerdem seien Strafen für das
Überschreiten solcher Grenzwerte notwendig. Bush setzt dagegen in
erster Linie auf freiwillige Maßnahmen der Wirtschaft sowie auf
die Entwicklung umweltfreundlicher Technologien. Der Kampf gegen den
Klimawandel ist ein wichtiges Thema des G-8-Gipfels Anfang Juni in
Heiligendamm.
(Quelle: ap)
New Yorker Bürgermeister stellt ehrgeizigen Umweltplan vor -
City-Maut vorgeschlagen
Di.24.04.07 - New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg hat einen ehrgeizigen
Umweltplan für die Millionenmetropole an der Ostküste der USA
vorgestellt. Zu den insgesamt 127 Vorhaben gehören eine Ausdehnung
der Auto-Maut für den von Staus geplagten Stadtteil Manhattan, mehr
Parks sowie der Kampf gegen Wasserverschmutzung, wie der Politiker
ankündigte. Ziel sei es, den Ausstoß klimaschädlicher
Treibhausgase um 30 Prozent zu verringern. "Wir müssen den
Herausforderungen, vor denen wir stehen, begegnen", sagte Bloomberg.
Schließlich werde die Stadt in den kommenden beiden Jahrzehnten
voraussichtlich eine Millionen Einwohner dazubekommen.
Bloomberg sagte mit Blick auf mögliche Kritiker, er habe einer
Innenstadtmaut zunächst selbst skeptisch gegenüber gestanden.
Die Erfahrungen aus London oder Singapur zeigten aber, dass die
Gebühren Staus verringern und die Luft verbessern könnten.
Bloombergs Plan sieht vor, von Autofahrern, die an Werktagen von 6.00
bis 18.00 Uhr aus dem Norden nach Manhattan hineinfahren, acht Dollar
(sechs Euro) zu verlangen. Ähnliche Gebühren werden bereits
bei der Einfahrt über Brücken und durch Tunnels erhoben.
Für die Einwohner von Manhattan würden Sonderregelungen
gelten, Taxis seien von der Maut ausgenommen, führte der
Bürgermeister weiter aus. Zunächst solle das Vorhaben mit
hoher staatlicher Förderung in einem dreijährigen Pilotprojekt
getestet werden.
(Quelle: afp)
Deutschland
Verband sieht enormes Wachstumspotenzial bei Kraft-Wärme-Kopplung
Di.24.04.07 - Der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung hat die Bundesregierung
aufgefordert, das Gesetz zur kombinierten Nutzung von Elektrizität
und Wärme unverzüglich zu novellieren. Es gehe darum, die
Akteure in allen Bereichen des Wärmemarktes zu massiven
Investitionen in die Kraft-Wärme-Kopplung anzuregen, sagte der
Bundesvorsitzende des Verbands, Johannes van Bergen, am Montag in Bad
Kreuznach. Ein Ausbau der Fernwärmeversorgung auf Basis der
Kraft-Wärme-Kopplung führe nicht nur zu einer
umweltfreundlichen und kostengünstigen Heizmethode, sondern sei
auch ein Konjunkturprogramm für die Wirtschaft.
Van Bergen verwies auf eine aktuelle Studie des
Bundeswirtschaftsministeriums. Danach könnte mehr als die
Hälfte des deutschen Stromverbrauchs sowie 30 Prozent des
Wärmebedarfs über Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt werden.
Derzeit liege der Anteil beim Strom erst bei zwölf Prozent. Dabei
liege das größte Potenzial in einem Ausbau der kommunalen
Fernwärmenetze. Das Auslaufen vieler Konzessionsverträge
für die kommunale Stromversorgung in den nächsten Jahren sei
eine hervorragende Gelegenheit zum Umsteuern.
(Quelle: ap)
CDU und CSU beim Thema Steuersenkung gespalten
Di.24.04.07 - Die CSU beißt mit ihrer Forderung nach Steuersenkungen bei der
Schwesterpartei CDU auf Granit. Führende CDU-Politiker wiesen am
Montag in Berlin einen Vorstoß des bayerischen
Wirtschaftsministers Erwin Huber zurück. Mögliche
Mehreinnahmen durch die gute Konjunktur müssten zunächst zur
Haushaltskonsolidierung verwendet werden, sagte der
Unionsfraktionsvorsitzende Volker Kauder. Auch der hessische
Ministerpräsident Roland Koch und sein sächsischer Amtskollege
Georg Milbradt wandten sich gegen Steuersenkungen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich ebenfalls bereits gegen
Steuersenkungen ausgesprochen. Trotz der klaren Absage der CDU-Chefin
wiederholte Huber (CSU) am Montag seine Forderung nach Steuersenkungen.
Er stimme der Kanzlerin zu, dass das Ziel der Haushaltskonsolidierung
Vorrang habe, sagte er im ZDF. Die aktuellen Steuereinnahmen lägen
aber weit über den Erwartungen. «Das heißt, mit den
Einnahmen, die wir haben, können wir beides erreichen.» Vor
Huber hatte auch Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) für
Steuersenkungen plädiert.
Huber forderte, in einem ersten Schritt die Firmen ab 2008 über
die Unternehmensteuerreform zu entlasten. In einem zweiten Schritt
sollte die Vorteile dann allen zugute kommen, insbesondere den Familien
mit Kindern. «Das ist ein Gebot der Gerechtigkeit und der
wirtschaftlichen Vernunft», betonte der CSU-Politiker, der sich im
September für den Parteivorsitz bewerben will. Ein solcher Schritt
sei nicht nur im Programm der Unionsparteien angelegt, er würde es
auch der SPD erleichtern, die Unternehmensteuerreform zu
beschließen.
Kauder sagte, die Diskussion darüber müsse jetzt beendet
werden. «Keine weitere Senkung von Steuern. Das passt nicht in die
jetzige Zeit hinein», erklärte der CDU-Politiker.
Koch sagte, die Haushaltskonsolidierung sei schwierig und noch nicht
abgeschlossen. Aus Rücksicht auf die kommenden Generationen
müssten zunächst die Hausaufgaben gemacht und freie Mittel zur
Sanierung verwendet werden. Man dürfe nicht Erwartungen wecken,
bevor diese Aufgabe erledigt sei. «Das heißt nicht, dass die
Steuern auf Dauer so hoch sein müssen, wie sie es zurzeit
sind», sagte Koch. Milbradt erklärte, für
Steuersenkungen sei «im Augenblick noch kein Raum».
Der Generalsekretär der bayerischen FDP, Martin Zeil, ging Huber
hart an: «Es ist verständlich, wenn Herr Huber im Wahlkampf
gegen Herrn Seehofer punkten will. Die CSU bestätigt damit jedoch,
dass sie nichts mehr durchsetzt und sie als politische Kraft in Berlin
keine Rolle mehr spielt.»
Der CDU-Haushaltsexperte Steffen Kampeter warf unterdessen der SPD
fehlendes Augenmaß bei der Haushaltskonsolidierung vor. «Die
größten Ausgabenwünsche für den Haushalt 2008
kommen von SPD-Ministern», sagte Kampeter der «Frankfurter
Rundschau» und nannte die Minister Franz Müntefering
(Arbeit), Ulla Schmidt (Gesundheit) und Wolfgang Tiefensee (Verkehr).
(Quelle: ap)
DGB dringt auf Reform der Pflegeversicherung
Di.24.04.07 - Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat an die große Koalition
appelliert, die Reform der Pflegeversicherung voranzubringen. Die
Pflegeversicherung sei ein Erfolgsmodell, das eine grundlegende
Erneuerung brauche, sagte Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach am Montag
in Berlin. Notwendige Verbesserungen dürften nicht durch
ideologische Debatten blockiert werden. Für eine Reform
schlägt der DGB einen Drei-Stufen-Plan vor, der in eine
einheitliche Pflegeversicherung für alle mündet.
Erster Schritt müsse ein Sofortprogramm zur Verbesserung der
Rahmenbedingungen sein, sagte Buntenbach. Dazu gehöre etwa die
Stärkung von häuslicher Pflege und Rehabilitation. In einem
zweiten Schritt müssten Umfang und Qualität der Leistungen an
die heutigen Anforderungen angepasst werden, etwa durch eine finanzielle
Aufwertung ambulanter Pflegeleistungen. Der dadurch voraussichtlich
entstehende Finanzbedarf von 1,3 Milliarden Euro könne gedeckt
werden, wenn Sozialversicherungsbeiträge für pflegende
Angehörige künftig über Steuern finanziert würden.
Dritte Stufe einer Pflegereform müsse eine einheitliche
gesetzliche Pflegeversicherung für alle sein, forderte Buntenbach.
«Die heutige Trennung zwischen sozialer und privater
Pflegeversicherung ist kein Zukunftsmodell.» Eine einheitliche
Finanzierung der Pflegeversicherung hieße hingegen eine gerechtere
Verteilung der Finanzierungslasten des Pflegerisikos. Der Vorschlag aus
den Unionsparteien, eine Kopfpauschale einzuführen, sei völlig
indiskutabel.
(Quelle: ap)
Schavan fordert 'Bildungsoffensive 2020'
Di.24.04.07 - Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) hat eine
"Bildungsoffensive 2020" gefordert. "Eine neue Bildungsoffensive ist
wunderbar und bedeutet: Stärkung von Innovationskraft in
Deutschland", sagte Schavan im Inforadio des RBB. Deutschland stecke
bereits mitten in der tiefgreifendsten Bildungsreform, die es seit
Jahrzehnten gegeben habe. "Wir beginnen nicht bei Null, aber wir
dürfen nicht stecken bleiben", mahnte Schavan.
Schwerpunkt der Reformen müsse in den nächsten Jahren die
Profilierung der frühkindlichen Bildung sein. Gleichzeitig
müsse in der Gesellschaft Lernen als Leistung ernst genommen
werden, um den Pädagogen Autorität zu gben. "Der
Autoritätsverfall hat der Bildung in Deutschland massiv geschadet."
Schavan appellierte an die Kultus- und Finanzminister der Länder,
Geld, das wegen der rückläufigen Schülerzahlen frei
werde, im Bildungsbereich zu belassen. "In der Tat, diese demographische
Entwicklung gibt die große Chance, Geld, das in der Vergangenheit
schwer verfügbar war, jetzt auch in die Bildung zu geben oder es in
diesem Bereich zu belassen." Die von ihr geforderte Offensive sei aber
nicht nur eine Frage des Geldes. "Auch das gehört dazu: ein Klima,
in dem klar wird, das, was da geschieht, ist wichtig."
(Quelle: afp)
Schnelles Surfen im Internet: Schlagworte ersetzen Webadressen
Di.24.04.07 - Das US-Startup OpenDNS http://www.opendns.com
hat am Montag einen neuen Dienst vorgestellt, mit dem sich die
Adresszeile in Browser-Programmen individuell gestalten lässt.
Anstelle des Eintippens von Webadressen und Domainnamen können
gewünschte Seiten mit selbst ausgewählten Schlagwörtern
aufgerufen werden. Die Zuordnungsmöglichkeiten sind beliebig und
unbegrenzt. Um den Dienst nutzen können, müssen sich
interessierte Anwender lediglich bei OpenDNS mit einem Account
registrieren lassen. Die Nutzung ist kostenlos.
"Mithilfe der OpenDNS Shortcuts machen wir die Adressleiste wieder zu
einem nützlichen Element. Anwender haben sich zu lange mit
Browser-Erweiterungen und Suchmaschinen herumgeschlagen, obwohl sie
genau wissen, wohin sie wollen", so OpenDNS-CEO David Ulevitch. Die
Dienstleistung ist für jene Anwender gedacht, die sich nicht mit
Lesezeichen herumschlagen wollen. Darüber hinaus funktioniert die
Anwendung Browser-unabhängig und kann auch auf portablen
Geräten wie Smartphones oder PDAs eingesetzt werden.
Das neue Feature ist eine Erweiterung bestehender OpenDNS-Dienste, die
eine sicherere und schnellere Nutzung des Internets versprechen. Um den
DNS-Zugriff auf Seiten zu beschleunigen, vertraut das Unternehmen auf
den Einsatz riesiger DNS-Caches. Darüber hinaus bietet das
Unternehmen eine automatische Tippfehler-Korrektur bei offensichtlich
falsch geschriebenen Endungen an. Ebenfalls inkludiert ist ein
Anti-Phishing-Filter, der bekannte Phishing-Seiten blockiert. Dieser
wird von der öffentlichen Datenbank PhishTank http://www.phishtank.com
gespeist, der ebenfalls von OpenDNS betrieben wird.
Das Unternehmen macht über Yahoo-basierte Werbelinks Geld, die
aufscheinen, wenn die Eingabe in der Adresszeile nicht verarbeitet
werden kann. Erst kürzlich hat das Unternehmen zudem mit Yahoo eine
breitere Kooperation abgeschlossen. So beliefert OpenDNS den
Internet-Giganten für Yahoo Mail fortan mit Anti-Phishing-Daten aus
der PhishTank-Datenbank.
(Quelle: pts)