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Irak am tausendvierunddreißigsten Tag nach Erlangung der
formellen Souveränität
US-Präsident Bush kündigt Veto gegen Irak-Abzug an.
Mindestens 55 Tote bei Selbstmordanschlag in Kerbela. Auch an anderen
Orten im Irak dauert die Gewalt an. Neun US-Soldaten bei Kämpfen
und Anschlägen getötet - Seit Kriegsbeginn im März 2003
verloren mindestens 3.346 US-Soldaten ihr Leben im Irak.
Saddam-Anhänger gedenken 70. Geburtstag des Ex-Diktators
So.29.04.07 - US-Präsident George W. Bush will auf jeden Fall mit einem
präsidialen Veto einen Wehretat verhindern, der mit einer
obligatorischen Abzugsklausel für die US-Truppen aus dem Irak
verbunden ist.
Wenn der Kongress seinen Willen testen wolle, ob er einen Zeitplan
für den Rückzug akzeptiere, dann werde er zeigen, dass er das
nicht tun werde, sagte Bush am späten Freitagabend auf dem
Präsidentenlandsitz Camp David bei Washington.
Am Donnerstag hatte der US-Senat wie schon das Repräsentantenhaus
zuvor ein Gesetz zur Finanzierung der Militäreinsätze in
Afghanistan und im Irak beschlossen, das den Beginn des US-Truppenabzugs
aus dem Irak bis spätestens 1. Oktober vorsieht. Wenn Bush sein
Veto einlegt, braucht es in den beiden Häusern eine
Zwei-Drittel-Mehrheit, damit das Gesetz in Kraft tritt. Dies gilt in
Washington als sehr unwahrscheinlich.
Ein Selbstmordattentäter hat am Samstag in der heiligen
Schiitenstadt Kerbela im Irak mindestens 55 Menschen in den Tod
gerissen. Wie das Gesundheitsministerium der 110 Kilometer südlich
von Bagdad gelegenen Stadt mitteilte, wurden mindestens 160 Menschen
verletzt, als der Attentäter in den frühen Abendstunden eine
Autobombe zündete. Der Anschlag ereignete sich in der Nähe
eines hohen schiitischen Heiligtums, die Polizei riegelte danach die
gesamte Stadt ab. Mindestens 19 Menschen starben bei weiterer Gewalt im
Irak.
Den Angaben zufolge zündete der Attentäter in Kerbela den
Sprengsatz nur rund 200 Meter vom Schrein des Imam Abbas entfernt -
eines der wichtigsten Heiligtümern der Schiitenstadt. Unter den
Opfern waren demnach viele Frauen und Kinder. Nach Angaben eines
Korrespondenten der Nachrichtenagentur AFP versammelten sich am Ort des
Anschlags hunderte aufgebrachte Menschen, die nach ihren
Angehörigen suchten. Auf den Straßen lägen Leichen, aus
beschädigten Autos stieg schwarzer Rauch auf, berichtete der
Korrespondent. Die Behörden verfügten eine Ausgangssperre,
die von 20.00 Uhr (Ortszeit) bis zum Sonntagmorgen dauern sollte.
Kerbela beherbergt unter anderem das Mausoleum des Imam Hussein, eine
der am meisten verehrten Figuren im schiitischen Islam. Bei einem
ähnlichen Anschlag in der Nähe des Mausoleums waren Mitte des
Monats 42 Menschen ums Leben gekommen.
Auch an anderen Orten im Irak dauerte die Gewalt an, mindestens 19
Menschen starben. In der Hauptstadt Bagdad wurden bei
Schießereien und Anschlägen 14 Menschen getötet.
Fünf Menschen starben in den nördlich von Bagdad gelegenen
Städten Kirkuk, Samarra und Mossul. In Mossul wurden die Leichen
von fünf Ermordeten gefunden, unter ihnen ein
fünfjähriges Kind.
Neun US-Soldaten sind seit Freitag bei Kämpfen und Anschlägen
im Irak getötet worden, wie die amerikanische
Militärführung am Samstag mitteilte. Damit sind allein in
diesem Montag 99 US-Soldaten im Irak gefallen.
Bei Kämpfen in der Provinz Anbar starben den Angaben zufolge am
Freitag fünf Amerikaner. Anbar gilt als Hochburg der sunnitischen
Aufständischen und ist immer wieder Schauplatz von blutigen
Anschlägen und Kämpfen.
Am Samstag wurden bei zwei Anschlägen in der Nähe von Bagdad
vier weitere amerikanische Soldaten getötet und zwei verwundet.
Sie wurden Opfer von Sprengbomben, die an Straßenrändern
versteckt waren.
Damit sind seit Beginn des Irakkriegs im März 2003 nach
Zählung der Nachrichtenagentur AP mindestens 3.346 US-Soldaten
getötet worden.
Mehrere hundert Menschen haben am Samstag Kerzen ans Grabmal des
hingerichteten früheren irakischen Machthabers Saddam Hussein
gebracht, um seines 70. Geburtstags zu gedenken. «Wir zünden
die Kerzen aber nicht an, da Iraks Kerze, Präsident Saddam
Hussein, als Märtyrer gestorben ist», erklärte einer
seiner Anhänger. «Wir werden sie anzünden, wenn der
Irak befreit ist.» Auf dem Friedhof sangen Kinder zu Ehren
Saddams, und es gab Kuchen. In Saddams Heimatstadt Tikrit hingen an
vielen Häusern Spruchbänder zu Ehren des Toten.
Das Grabmal Saddams war mit einer irakischen Flagge und Blumen
geschmückt. Der ehemalige Staatschef war wegen Verbrechen gegen
die Menschlichkeit verurteilt und am 30. Dezember gehenkt worden.
«Der Märtyrer ist gegangen, in unseren Herzen ist er aber
unsterblich», sagte ein Anhänger.
(Quellen: dpa, afp, ap)
Blick ins Archiv:
Der Krieg gegen Irak begann am 20. März 2003
Knapp zwei Stunden nach Ablauf eines Ultimatums an den irakischen Staatschef
Hussein flog die US-Armee erste Luftangriffe auf Bagdad.
US-Präsident Bush hatte
Hussein eine Frist gesetzt, bis zwei Uhr Mitteleuropäischer Zeit das Land zu verlassen.
Der irakische Machthaber hatte zuvor bereits einen Gang ins Exil abgelehnt. Bush erklärte in
einer Fernsehansprache
(19.03.03 - 10:16 P.M. EST / 20.03.03 - 4:15 MEZ) , die erste Phase zur Entwaffnung des Irak sei eingeleitet
worden. Er habe angeordnet, ausgewählte militärische Ziele anzugreifen. Dies sei der Ausgangspunkt
für eine breit angelegte Aktion. Bush räumte ein, der Krieg könnte länger dauern und
schwieriger werden, als manche vorhersagten. Die USA und ihre Verbündeten würden
alles versuchen, um unschuldige Zivilisten zu schonen....
Chronologie des Irak-Kriegs:
Teil 1: 20.03.2003 bis 30.06.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv3/irak_01.htm#news
Teil 2: 01.07.2003 bis 31.10.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv4/irak_02.htm#news
Teil 3: 01.11.2003 bis 31.12.2003
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv5/irak_03.htm#news
Teil 4: 01.01.2004 bis 31.05.2004
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_04.htm#news
Teil 5: 01.06.2004 bis 31.10.2004
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_05.htm#news
Teil 6: 01.11.2004 bis 30.04.2005
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_06.htm#news
Teil 7: 01.05.2005 bis 31.12.2005
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_07.htm#news
Teil 8: 01.01.2006 bis 29.04.2006
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv6/irak_08.htm#news
Vor einem Jahr:
Irak am sechshundertundsiebzigstenTag nach Erlangung der formellen Souveränität
Zitate zur Begründung des Irak-Krieges:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402040.htm#040204_a
Auszüge aus Powells 'Beweisen' zum Irak vom 5. Februar 2003:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402040.htm#040204_b
... Lügen und Täuschungen, die in
London und Washington produziert wurden, verursachten den Tod von bis
zu 55.000 Irakern, unter ihnen 9.600 Zivilisten... John Pilger, ZNet 05.02.2004... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402110.htm#040211_b
Iraq Body Count:
http://www.iraqbodycount.net
Fr.29.10.2004 - Einer Studie zufolge sind rund 100.000 Iraker an den Kriegsfolgen
gestorben. Die meisten Todesfälle gingen auf Gewalteinwirkung
zurück, nicht zuletzt durch Luftangriffe der Alliierten, wie es in
der Studie heißt, die auf der Website der renommierten
britischen Medizinzeitschrift «The Lancet» [http://www.thelancet.com]
veröffentlicht wurde... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv3/irak_k01.htm#bodycount
Do.08.12.2006 - Seit Beginn des Irak-Kriegs im März 2003 sind mindestens 2.919
Angehörige der US-Streitkräfte ums Leben gekommen. Der weitaus
größte Teil kam erst nach dem offiziellen Ende der
Hauptkampfhandlungen am 1. Mai 2003 ums Leben.
Zur Zahl der seit Kriegsbeginn getöteten Iraker gibt es keine
verlässlichen Angaben.
(Quelle: ap)
«Kanonenfutter für das Pentagon»
... wer sind sie eigentlich - die toten amerikanischen Soldaten?... Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-archiv2/k0402110.htm#040211_a
'Statt des Sohnes kam eine leere Hülle aus dem Irak zurück'
»Ich wünschte, ich könnte euch erzählen, daß
unsere Familie wieder heil und glücklich ist, seit mein Sohn aus
dem Irak in ein ziviles Leben zurückgekehrt ist. Aber das ist
nicht der Fall. Mein Sohn ist 21 Jahre alt, er ist obdach- und
arbeitslos. Am 11. Januar (2006) hat er sein Auto in den frühen
Morgenstunden an einen Betonpfeiler gefahren. Niemand, der das Auto
sah, konnte sich vorstellen, daß er den Unfall überlebt hat.
Ich erinnere mich an den Tag, als ich den Anruf bekam: Mein Sohn war
zurück aus dem Krieg, zurück in den Staaten. Ich sank
schluchzend zusammen und dankte dem Schöpfer dafür, daß
er am Leben war. Damals hatte ich keine Ahnung, daß alles, was da
aus dem Krieg zurückkehrte, nur eine Hülle war. Der Geist
meines Jungen und seine Seele müssen immer noch irgendwo in den
Straßen des Irak herumirren... «
Georgia Stillwell, Mitglied der Organisation »Military Families
Speak Out«... Mehr unter:
http://www.jungewelt.de/2006/02-10/056.php
Die Kosten für den Irak-Einsatz explodieren
Mittwoch 20. Dezember 2006: Seit März 2003 haben die USA für den Einsatz im Irak 350 Milliarden
Dollar aufgewendet. In diesem Jahr bereits kletterten die Kosten des Irak-Einsatzes
auf monatlich acht Milliarden Dollar gegenüber 6,4 Milliarden Dollar monatlich im Vorjahr.
US-Präsident Bush hat weitere 100 Milliarden Dollar (75,9 Milliarden Euro) im Kongress beantragt.
Quellen: ap, afp
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Pakistan: Mindestens 22 Tote bei vereiteltem Anschlag auf Minister
So.29.04.07 - Der pakistanische Innenminister ist am Samstag bei einem vereiteltem
Anschlag nur knapp dem Tode entgangen, doch riss der
Selbstmordattentäter 21 Menschen mit in den Tod. 35 weitere
Personen wurden zum Teil schwer verletzt. Minister Aftab Khan Sherpao
erlitt nur leichte Verletzungen. Der Attentäter zündete seine
Bombe während eines öffentlichen Auftritts Sherpaos in der
nordwestpakistanischen Stadt Charsadda.
Aus Geheimdienstkreisen verlautete, Sicherheitskräfte hätten
den Mann aufgehalten, als er sich dem Politiker habe nähern
wollen. Augenblicke später sei der Sprengsatz detoniert.
Augenzeugen berichteten dagegen, der Attentäter habe nicht durch
die dichte Menschenmenge dringen können, die den Minister nach
einer Rede umringt habe. Der Minister sei auf dem Weg zum Auto gewesen,
als der Attentäter die Bombe zündete und das
fürchterliche Blutbad anrichtete.
Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag. Der Verdacht fiel
aber auf militante Islamisten, die wiederholt Anschläge auf
ranghohe Politiker verübt haben. Pakistan unterstützt den
Kampf der USA gegen den Terrorismus.
Sherpao äußerte später seine Trauer über die
Opfer. «Solche Anschläge können mich aber in meiner
Entschlossenheit im Kampf gegen den Terror beirren», betonte er
vor Journalisten. Die USA erklärten, der Anschlag zeige die weiter
bestehende Gefahr durch Terrorismus.
(Quelle: ap)
13 Taliban bei Nato-Luftangriff in Afghanistan getötet
So.29.04.07 - Bei einem Luftangriff der Nato im Südosten Afghanistans sind nach
offiziellen Angaben 13 Kämpfer der radikal-islamischen Taliban
getötet worden.
Der Luftschlag sei nach einem fehlgeschlagenen Taliban-Angriff auf ein
Regierungsgebäude in der Provinz Chost angeordnet worden, teilte
der Provinz-Gouverneur am Samstag mit. Bei dem Taliban-Überfall
seien fünf afghanische Sicherheitskräfte verletzt worden.
In den vergangenen Wochen ist es zu einem deutlichen Anstieg von
Gewalttaten der Taliban gekommen. Diese waren 2001 von US-geführten
Truppen von der Macht in Afghanistan vertrieben worden.
(Quelle: rtr)
Deutscher Anspruch auf ständigen UN-Sitz gerät ins Wanken
So.29.04.07 - Der deutsche Anspruch auf einen ständigen Sitz im
UN-Sicherheitsrat gerät offenbar ins Wanken. Dies berichtete der
«Spiegel» am Samstag unter Berufung auf einen Bericht von
Diplomaten aus fünf Ländern, der kommende Woche in der
UN-Generalversammlung diskutiert werden soll. Darin werde neben den
fünf ständigen und den rotierenden Mitgliedsländern die
Schaffung einer dritten Kategorie von Mitgliedern vorgeschlagen, deren
Amtszeit beliebig verlängerbar wäre.
Bisher besteht das Gremium aus den ständigen Mitgliedern USA,
Russland, China, Frankreich und Großbritannien sowie aus zehn
für jeweils zwei Jahre gewählten Staaten. Wünsche nach
zusätzlichen ständigen Sitzen, wie sie Deutschland, Japan,
Indien und Brasilien haben, halten die Verfasser laut
«Spiegel» für «derzeit wahrscheinlich nicht
vollständig realisierbar».
In den Forderungen der Vierergruppe seien Bruchlinien erkennbar,
berichtete das Magazin. Das Auswärtige Amt signalisiere eine
vorsichtige Öffnung: Der Reformvorschlag müsse den «Test
als echte Strukturverbesserung bestehen». Das hieße im
Klartext, Berlin könnte wohl auch einen
«halbständigen» Sitz akzeptieren.
(Quelle: ap)
Nahost-Konflikt
Israelische Armee tötet im Gazastreifen drei Palästinenser.
Palästinenserpräsident Abbas und Hamas sprechen
über Gefangenaustausch
So.29.04.07 - Die israelische Armee hat im nördlichen Gazastreifen drei
Palästinenser getötet und einen vierten verletzt. Nach Angaben
palästiensischer Ärzte ereigente sich der Vorfall am
Samsatgmorgen im Nordwesten der Stadt Gaza in der Nähe der
Sperranlage, die Israel von den Palästinensergebieten trennt. Eine
israelische Armeesprecherin sagte, Soldaten hätten vier bewaffnete
Palästinenser entdeckt und erschossen, die versucht hätten,
nahe der Sperranlage einen Sprengsatz zu platzieren.
Palästinenserpräsident Mahmud Abbas ist am Freitagabend in
Kairo mit dem Chef der radikalislamischen Hamas, Chaled Meschaal,
zusammengetroffen. Bei dem Gespräch ging es unter anderem um den
geplanten Gefangenenaustausch mit Israel und die brüchige
Waffenruhe im Gazastreifen.
Das berichtete die palästinensische Nachrichtenagentur WAFA. Abbas
erklärte bei seiner Ankunft, er werde am Samstag auch mit
Ägyptens Präsident Husni Mubarak zusammentreffen. Ägypten
bemüht sich seit Monaten um den Gefangenenaustausch. Der im
vergangenen Juni von Palästinensern verschleppte israelische Soldat
Gilad Schalit soll gegen Palästinenser ausgetauscht werden, die in
Israel inhaftiert sind.
Der bewaffnete Arm der Hamas hatte am vergangenen Dienstag die
Waffenruhe gebrochen und vom Gazastreifen mehrere Raketen und
Mörsergranaten auf Israel gefeuert. Abbas und Meschaal haben sich
seit der von Saudi-Arabien im vergangenen Februar vermittelten Einigung
über die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit nicht mehr
getroffen. Meschaal ist der Vorsitzende des Politbüros der Hamas.
Er lebt im Exil in Syrien.
(Quellen: afp, dpa)
Israel schließt Angriff gegen iranische Atomanlagen nicht
aus
So.29.04.07 - Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert hat einen
Militäreinsatz gegen iranische Atomanlagen nicht ausgeschlossen. In
einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Focus" bezeichnete Olmert
die Islamische Republik Iran als eine Bedrohung für die gesamte
internationale Gemeinschaft. Wenn der Iran die Resolutionen der
Vereinten Nationen "weiterhin missachtet, können andere folgen",
sagte Olmert. Auf die Frage, ob damit Militäraktionen gemeint
seien, antwortete er: "Niemand schließt das aus." Zugleich machte
Olmert aber deutlich, dass negative Konsequenzen eines
Militärschlags nicht außer Acht gelassen werden dürften.
"Vielleicht ist es nicht möglich, das gesamte Nuklear-Programm zu
zerstören, aber es ist möglich, es so zu beschädigen,
dass es um Jahre zurückgeworfen wird. Das ist technisch machbar. Es
würde zehn Tage dauern und den Einsatz von tausend
Tomahawk-Marschflugkörpern erfordern", sagte Olmert. Der
Regierungschef wies allerdings auch auf mögliche negative Folgen
eines Militärschlags hin: "Wir müssen uns auch fragen, ob nach
einem militärischen Vorgehen nicht das ganze iranische Volk unser
Feind wäre. Und würde eine solche Aktion nicht andere
muslimische Nationen gegen uns aufbringen und so noch mehr Probleme
schaffen?"
(Quelle: afp)
EU-Chefdiplomat Solana fordert USA im Atomstreit zu direkten
Iran-Gesprächen auf
So.29.04.07 - Im Atomstreit mit dem Iran sollten die USA nach Ansicht von
EU-Chefdiplomat Javier Solana direkte Gespräche mit der
Führung in Teheran aufnehmen.
Er sei sich sicher, dass die Islamische Republik dafür bereit sei,
sagte Solana am Freitag in Brüssel. Er wolle seinen Standpunkt am
Wochenende auch US-Außenministerin Condoleezza Rice darlegen.
Solana hatte in dieser Woche Gespräche mit dem iranischen
Atom-Chefunterhändler Ali Laridschani geführt. Der Westen
befürchtet, dass der Iran unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung
der Atomenergie nach Nuklearwaffen strebt, was das Land aber bestreitet.
Um die Führung in Teheran zur Aussetzung ihrer umstrittenen
Urananreicherung zu zwingen, hat der UN-Sicherheitsrat bereits seine im
Dezember verhängten Sanktionen gegen das Land verschärft.
(Quelle: rtr)
EU-Ratspräsidentschaft 'enttäuscht' über Wahlen in
Nigeria
So.29.04.07 - Die Europäische Union hat sich "enttäuscht" über die
Wahlen in Nigeria geäußert. Weder die Parlaments- und
Präsidentschaftswahlen, noch der Urnengang in den Kommunen und
Provinzen habe eine "erheblichen Fortschritt" gegenüber den Wahlen
von 2003 dargestellt, erklärte die deutsche
Ratspräsidentschaft am Freitag in Berlin. "Die EU ist tief besorgt
darüber, dass diese Wahlen von allzu vielen
Unregelmäßigkeiten und von gewaltsamen Ausschreitungen
überschattet waren, die zahlreiche Opfer forderten", hieß es
in der Mitteilung. Die EU erwarte nun, dass die für die Gewalt
Verantwortlichen vor Gericht gestellt würden.
(Quelle: afp)
UN-Sicherheitsrat hebt Diamanten-Embargo gegen Liberia auf
So.29.04.07 - Der UN-Sicherheitsrat hat das gegen Liberia verhängte Embargo
für Diamantenexporte aufgehoben. Die liberianische Regierung habe
Fortschritte bei der Kennzeichung der Herkunft der Diamanten gemacht,
begründet das Gremium seine einstimmige Entscheidung. Die UNO
vertraue darauf, dass es schnell weitere Fortschritte der Regierung
geben werde, sagte der britische UN-Botschafter Emyr Jones Parry. Die
UNO hatte im Dezember 2003 mit der Resolution 1521 ein Embargo
verhängt, um den Handel mit so genannten Blutdiamanten zu
verhindern.
Der Erlös aus dem Diamantenverkauf fließt in Afrika
häufig in den Kauf von Waffen. Mit dem so genannten
Kimberley-Prozess, benannt nach einer südafrikanischen
Bergbaustadt, will die UNO den Handel mit Blutdiamanten verhindern. Dem
Prozess hatten sich seit Mai 2000 43 Länder und Organisationen
angeschlossen.
(Quelle: afp)
Krawalle um Sowjetdenkmal in Estland weiten sich aus
So.29.04.07 - In Estland haben sich die schweren Krawalle um den Abtransport eines
umstrittenen Kriegerdenkmals aus Sowjetzeiten ausgeweitet. Mindestens
74 Menschen wurden nach offiziellen Angaben in der Hauptstadt Tallinn
verletzt, darunter neun Polizisten. 600 Menschen wurden der Polizei
zufolge festgenommen. Sicherheitskräfte errichteten Betonblockaden
vor dem Parlamentsgebäude. Auch aus der Stadt Johvi
nordöstlich von Tallinn wurden in der Nacht Ausschreitungen
gemeldet.
Russischsprachige Jugendliche hätten nachts in den Straßen
der Hauptstadt randaliert, die Fensterscheiben der Kunstakademien
zertrümmert, seien ins Nationaltheater eingedrungen und
hätten Spirituosenläden geplündert, teilte die Polizei
mit. Die Zahl der Festnahmen habe sich im Vergleich zur Nacht zum
Freitag verdoppelt. "Die Jugendlichen waren aggressiver und
ließen sich nicht auseinander treiben", sagte ein Polizeisprecher
im Rundfunk. Viele Jugendliche seien betrunken gewesen.
Minderjährige würden zu ihren Eltern zurückgeschickt,
"wenn wir denken, dass die sie in Schach halten können".
Das Parlamentsgebäude wurde verbarrikadiert, nachdem rund 60
Jugendliche davor demonstriert und auf Russisch "Faschisten" gerufen
hatten. In der Nacht hatten pro-russische Demonstranten russische
Flaggen geschwenkt und auf Russisch "Russland! Russland!" gerufen,
während die Polizei versuchte, sie von wütenden jungen Esten
fernzuhalten.
In Johvi, das rund 165 Kilometer nordöstlich von Tallinn in einem
mehrheitlich von Russen bewohnten Landstrich liegt, schlugen
Randalierer Fenster- und Autoscheiben ein und setzten das Standbild von
General Alexander Tonisson in Brand. Tonisson hatte im estnischen
Unabhängigkeitskrieg eine Armee-Einheit gegen die Russen
angeführt.
Bei einem Mann, der zu Beginn der Proteste erstochen wurde, handelt es
sich nach Angaben des Außenministeriums in Moskau um einen
russischen Staatsbürger.
Die Krawalle hatten sich am Donnerstag am Abtransport eines
Kriegerdenkmals aus Zeiten der Sowjetherrschaft in Estland
entzündet. Die Bronze-Statue, die einen Soldaten der Roten Armee
darstellt, sollte nach der ursprüngliche Planung von ihrem
Standort in der Tallinner Innenstadt an den Stadtrand gebracht und dort
aufgestellt werden. Freitagfrüh wurde sie dann tatsächlich
abtransportiert und an einen geheimen Ort gebracht
(Quelle: afp)
Krise um Präsidentenwahl in Türkei
So.29.04.07 - Die Krise um die Wahl eines neuen Staatspräsidenten in der
Türkei hat sich mit einer massiven Einmischung des Militärs
zugespitzt.
In einer Erklärung nur wenige Stunden nach der ersten Abstimmung
im Parlament zur Wahl des neuen Staatspräsidenten bekräftigte
die Armeeführung in der Nacht zum Samstag, dass sie den Laizismus
(die Trennung von Staat und Religion) «entschieden
verteidigen» werde. Sie sei «Partei» in den Debatten,
von denen die Präsidentenwahl geprägt sei, und werde
«ihre Haltung und ihr Vorgehen notfalls deutlich machen».
Nach dieser ungewöhnlich scharfen Erklärung der
Armeeführung warf die islamisch-konservative Regierung von
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan dem Generalstab vor, seine
Grenzen überschritten zu haben. Die Erklärung sei gegen die
Regierung gerichtet und ein Versuch, die Justiz des Landes zu
beeinflussen, sagte Regierungssprecher Cemil Cicek in Ankara. «In
einer demokratischen Ordnung ist allein schon der Gedanke daran
befremdlich.»
Die EU-Kommission in Brüssel sprach von einem
«Testfall» für die Frage, ob die türkischen
Streitkräfte die demokratisch festgelegten Beziehungen zwischen
Staat und Militär respektierten. Die türkische Armee hat in
der Vergangenheit bereits drei Mal - 1960, 1971 und 1980 - die Macht
mit einem Staatsstreich an sich gerissen. Der islamistische
Ministerpräsident Necmettin Erbakan war 1997 auf Druck des
Militärs zurückgetreten.
In der ersten Runde war der Kandidat der islamisch-konservativen
Regierungspartei AKP, Außenminister Abdullah Gül, nur knapp
an der erforderlichen Zweidrittelmehrheit gescheitert. Nach einer
Beschwerde der Opposition soll jetzt das Verfassungsgericht in Ankara
über die Gültigkeit der Wahl entscheiden. Der nächste
Wahlgang ist für kommenden Mittwoch vorgesehen. Politische
Kommentatoren und Parteiführer der Opposition in der Türkei
forderten am Samstag vorgezogene Parlamentswahlen als Lösung
für die Krise.
Regierungschef Erdogan, der am Samstag mit den wichtigsten Ministern
beriet, äußerte sich zunächst nicht, wie es weitergehen
soll. Er habe ein «nützliches und ergiebiges
Gespräch» mit Generalstabschef Yasar Büyükanit
geführt, sagte Regierungssprecher Cicek. Cicek erinnerte daran,
dass der Generalstab der Befehlsgewalt der Regierung unterstellt und
gegen die Regierung gerichtete Äußerungen zu welchem Thema
auch immer «undenkbar» seien.
(Quelle: dpa)
EU mahnt türkische Armee zur Zurückhaltung bei
Präsidentenwahl
So.29.04.07 - EU-Erweiterungskommissar Olli Rehn hat das türkische Militär
zur Zurückhaltung bei der Präsidentschaftswahl in der
Türkei gemahnt. Es sei wichtig, dass sich auch die Armee an die
Spielregeln der Demokratie und an ihre eigene Rolle in diesem Spiel
halte, sagte Rehn am Samstag in Brüssel. Diese Prinzipien seien das
Herzstück der Europäisierung der Türkei. Der
türkische Generalstab hatte sich zuvor besorgt über den
Verlauf der Präsidentenwahl im Land gezeigt und der Regierung des
islamtreuen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan vorgewofen,
nicht entschieden genug gegen islamistische Umtriebe im Land anzugehen.
(Quelle: afp)
Hintergrund: Laizismus und Islam in der Türkei
In keinem anderen Land mit einer überwiegend moslemischen
Bevölkerung gibt es eine so strikte Trennung von Staat und
Religion wie in der Türkei.
In der ersten Verfassung der Republik hieß es noch: «Die
Religion des türkischen Staates ist der Islam». 1928 wurde
dieser Passus gestrichen. Weitere wichtige Reformschritte waren unter
anderem die Abschaffung des Kalifats und das Verbot von Fes und
Schleier.
Außerdem wurde der wöchentliche Feiertag von Freitag auf
Sonntag verschoben und das lateinische Alphabet eingeführt. Seit
1937 ist der Laizismus (Trennung von Staat und Religion)
Verfassungsprinzip. Tatsächlich mischt sich der türkische
Staat jedoch in das religiöse Leben ein und kontrolliert dieses
mit dem Amt für Religiöse Angelegenheiten.
Die Idee von Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk von einem
säkularen (weltlichen) System stieß jedoch nicht in der
gesamten Bevölkerung auf Anklang. Parteien, die den Bau von
Moscheen versprachen, sich für eine Re-Islamisierung im Alltag
einsetzten und karitativ tätig waren, fanden bei den Menschen
immer wieder Zuspruch. So fordern islamistische Politiker unter anderem
das Recht, dass Frauen auch in öffentlichen Einrichtungen wie dem
Parlament und Universitäten ein Kopftuch tragen dürfen.
Dem mächtigen Militär, das sich als Hüter der Prinzipien
Atatürks sieht, gingen diese Schritte mehrfach zu weit. Mehrere
islamistische Parteien wurden verboten. Und auch die Regierung des
islamistischen Ministerpräsidenten Necmettin Erbakan musste im
Sommer 1997 unter dem Druck des Militärs aufgeben.
Quelle: dpa, 28.04.2007
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Euro stark wie nie: Exporteure und Politik gelassen
So.29.04.07 - Der Euro ist so stark wie nie. Die europäische
Gemeinschaftswährung erreichte am Freitag am Devisenmarkt den neuen
Rekordstand von 1,3682 Dollar.
Sie kostet damit so viel wie noch nie seit ihrer Einführung an den
Finanzmärkten 1999. Auch zum Yen stieg der Euro auf ein neues
Allzeithoch. Grund für den Dollarrückgang waren
enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA. Die deutsche
Exportwirtschaft reagierte gelassen auf die Verschlechterung ihrer
Rahmenbedingungen.
Für einen Dollar zahlten Frankfurter Devisenhändler nur noch
73,10 Euro-Cent. Damit ist der Dollar für die Deutschen so
günstig wie zuletzt im November 1995. Damals hatte ein Dollar etwa
1,42 D-Mark gekostet. Die alte Bestmarke des Euro bestand seit Ende
2004. Damals war die Gemeinschaftswährung bis auf knapp 1,3670
Dollar geklettert.
Auslöser für den Sprung über den alten Rekordwert waren
überraschend schwache Konjunkturdaten aus den USA, die den Dollar
unter Druck setzten. Die weltgrößte Volkswirtschaft war
zuletzt so langsam gewachsen wie seit vier Jahren nicht mehr. Dies hatte
Spekulationen auf sinkende Zinsen in den USA, was tendenziell den Dollar
belasten würde, neue Nahrung gegeben.
Der Euro fiel nach seinem kurzen Ausflug in bis dato unbekannte
Höhen wieder leicht zurück auf 1,3660 Dollar. Devisenanalysten
sagten, die Daten aus den USA seien nicht nachhaltig genug, um stabile
Euro-Kurse über 1,3680 Dollar zu garantieren. "Es gibt deshalb
keinen Grund für den Euro, zum Dollar noch weiter zu steigen. Die
Luft könnte nach diesem Allzeithoch erst einmal raus sein",
erklärte Ulrich Wortberg von der Helaba. Die Europäische
Zentralbank hatte den Referenzkurs für den Euro am Nachmittag auf
1,3643 festgesetzt.
Die deutsche Wirtschaft reagiert gelassen auf das Euro-Hoch: Der
Industrieverband BDI sieht die deutsche Konjunktur und das
Exportgeschäft ungeachtet des starken Euros weiter im Aufwind.
BDI-Währungsexperte Reinhard Kudiß sagte, die deutschen
Firmen blieben wettbewerbsfähig, auch wenn der hohe Eurokurs
deutsche Waren im Dollar-Raum verteure. Der Päsident des
Exportverbandes BGA, Anton Börner, sagte: "Es war nur eine Frage
der Zeit. Auch wenn der starke Eurokurs auf Dauer die Gewinne im
Exportgeschäft drücken wird, geht für die deutsche
Konjunktur derzeit keine Gefahr aus."
Aus Sicht von Chefvolkswirt Ralph Wiechers vom Verband Deutscher
Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) stellt der hohe Eurokurs hingegen
eine Belastung dar: "Es trifft uns mit dem US-Dollar im Augenblick auf
einem Markt, der ohnehin schwächer ist. Natürlich ist es in
einer konjunkturell guten Zeit sicher besser zu verkraften als in einer
konjunkturellen Flaute, gleichwohl ist es für viele Firmen eine
Belastung."
Der deutsche Wirtschaftsminister Michael Glos sieht keine Gefahr
für den Aufschwung. "Das ist noch kein Anlass zur Sorge", sagte er
zu Reuters. "Im Moment kann die deutsche Industrie damit umgehen." Der
Vorsitzende der Euro-Gruppe, Jean-Claude Juncker, ist ebenfalls nicht
über den Rekordstand des Euro besorgt. Auf eine entsprechende Frage
von Journalisten sagte er: "Ich bin es nicht." EU-Industriekommissar
Günther Verheugen äußerte sich ähnlich.
Der deutsche "Wirtschaftsweise" Peter Bofinger dagegen sieht die
Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen durch den starken
Euro beeinträchtigt. "Jede Aufwertung bedeutet, dass unsere
Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen Drittländern
beeinträchtigt wird", sagte er zu Reuters. Die deutschen Exporteure
treffe dies besonders, weil nicht nur der Dollar, sondern auch der Yen
schwächele und den japanischen Unternehmen einen Vorteil
gegenüber den Deutschen verschaffe.
Schwindende Aussichten auf eine baldige Zinsanhebung in Japan trieben
den Euro an Freitag auch zum Yen auf ein neues Rekordhoch bei 162,96
Yen. Die Verbraucherpreise in Japan waren im März überraschend
stark zurückgegangen. Mit aktuell 0,5 Prozent ist der japanische
Leitzins der mit Abstand niedrigste aller Industrienationen.
(Quelle: rtr)
Deutschland
Boomende Konjunktur : Milliarden-Steuerregen für die kommenden
Jahre erwartet
So.29.04.07 - Die boomende Konjunktur lässt die Steuereinnahmen des Staates in
einem bisher nie da gewesenen Ausmaß steigen. Nach Informationen
der "Berliner Zeitung" rechnen Steuerschätzer damit, dass Bund,
Länder und Gemeinden in diesem und den kommenden drei Jahren
zusammen mehr als 100 Milliarden Euro mehr einnehmen können als
bisher erwartet. Das verlautete aus Kreisen von Finanzexperten, die sich
in der zweiten Maiwoche mit der offiziellen Steuerschätzung
beschäftigen. Konkrete Zahlen lagen noch nicht vor, einzelne
Experten sprachen aber von einem Plus von rund 120 Milliarden Euro.
Eine eher sehr vorsichtige Schätzung lag demnach immerhin noch bei
80 Milliarden Euro. Allein in diesem Jahr werden die Steuereinnahmen den
Erwartungen zufolge um bis zu 15 Milliarden Euro über der
Schätzung von November liegen. Im kommenden Jahr werde das bisher
nicht eingeplante Plus dann schon 30 bis 40 Milliarden Euro betragen,
hieß es. Eine ähnliche Entwicklung dürfte es in den
Folgejahren bis 2010 geben. Ursache sei die gute Konjunktur, die weitaus
kräftiger und nachhaltiger verlaufe als bisher von Experten
unterstellt. Haushaltspolitiker der großen Koalition fordern, mit
den Mehreinnahmen zunächst die Kredite des Bundes
zurückzuführen. "Trotz der erfreulichen Zahlen steht der
Schuldenabbau weiterhin an erster Stelle", sagte der
CDU-Haushaltsexperte Steffen Kampeter.
(Quelle: afp)
Ifo-Präsident wirft Merkel Versagen in der Wirtschaftspolitik vor
So.29.04.07 - Der Präsident des Münchner Ifo-Instituts Hans-Werner Sinn
wirft Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor, eine
«Wirtschaftspolitik auf Sparflamme» zu betreiben. Der Chef
des Münchner Wirtschaftsforschungsinstituts sagte der in Berlin
erscheinenden Zeitung «Die Welt» (Samstagausgabe) laut
Vorabbericht, die Regierung nutze den kräftigen Aufschwung nicht
für dringend notwendige Reformen. Merkels Wahlprogramm sei
fantastisch gewesen. «Aber was ist daraus geworden»,
fügte er hinzu.
Scharf kritisierte Sinn auch Vizekanzler und Bundesarbeitsminister
Franz Müntefering (SPD). Dessen Pläne für
Mindestlöhne würden viele Menschen dauerhaft aus dem
Arbeitsmart drängen.
Auch in der Sozialpolitik kann der Ifo-Präsident keine
Fortschritte erkennen. «In Deutschland gibt es eine
Unterschicht», sagte Sinn. Schuld daran sei ein falsch
konstruierter Sozialstaat. Die Menschen würden dafür bezahlt,
dem Arbeitsmarkt fern zu bleiben. Wer das Wegbleiben statt des
Mitmachens belohne, habe die Kinder dieser Menschen auf dem Gewissen.
Sinn sagte, er befürchte darüber hinaus auf deutschen
Straßen Krawalle wie in Frankreich. «Der soziale Frieden ist
schon heute in Gefahr», sagte er.
(Quelle: ddp)
Struck und Müntefering verlangen von Union mehr Disziplin
So.29.04.07 - Im Streit um den künftigen Kurs der großen Koalition haben
SPD-Fraktionschef Peter Struck und Bundesarbeitsminister Franz
Müntefering die Union zu mehr Disziplin ermahnt. Struck warf
einigen Unionspolitikern am Samstag vor «durchzudrehen».
Müntefering nannte es «abträglich für das Ansehen
der ganzen Regierung, was das in den letzten 14 Tagen gelaufen
ist». Unionsfraktionschef Volker Kauder sagte indes: «Wir
brauchten ein reinigendes Gewitter.»
Struck sagte im Nachrichtenmagazin «Spiegel», die SPD halte
sich an den Koalitionsvereinbarung. «Aber wir erwarten von unserem
Partner, dass er das ebenfalls tut. Doch da scheinen einige
durchzudrehen.»
Scharfe Kritik übte Struck an Wirtschaftsminister Michael Glos
(CSU). Es könne nicht sein, dass im Kabinett eine
Unternehmensteuerreform beschlossen werde und der zuständige
Wirtschaftsminister einige Tage später Steuersenkungen fordere, die
er vorher weder im Kabinett noch gegenüber dem Finanzminister
artikuliert habe, bemängelte Struck.
Zugleich bekräftigte er die Forderung seiner Partei, die Reform
der Erbschaftsteuer zügig anzugehen. Für den Fall, dass die
Union, die Verhandlungen dazu hinauszögere, drohte der
SPD-Fraktionschef den Koalitionsbruch an. «Dann würde ich
sagen: Jetzt ist Schluss.» Unzufrieden zeigte sich Struck
über Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) wiederholte
Forderungen nach einem Einsatz der Bundeswehr im Inneren.
Müntefering äußerte im «Focus» die
Erwartung, dass es «jetzt klare Führung in der Spitze der
Union gibt». Der Vizekanzler betonte: «Ich war schon sauer
über das eine oder andere, was da beim Koalitionspartner gelaufen
ist.» Auch er kritisierte besonders Glos mit seiner
Ankündigung einer Einkommensteuersenkung. «Man muss
aufpassen, dass von solchen wohlklingenden Versprechen am Ende nicht nur
Politikverdrossenheit übrig bleibt.»
Kauder wiederum warf der SPD vor, mit ihren Angriffen auf Politiker der
CDU und CSU die Bürger verunsichert zu haben. In der
«Bild»-Zeitung sagte er: «Ich habe zu einigen Attacken
der SPD geschwiegen, weil die Stabilität der Koalition
Voraussetzung ist für unseren Erfolg. Was jetzt kam, war aber zu
viel.» Man könne sich in einer Koalition nicht einfach den
Krieg erklären. SPD-Chef Kurt Beck hatte verkündet, er sehe
den «Casus Belli» (Kriegsfall) erreicht, wenn die Union die
Erbschaftsteuer antaste.
Von den im Koalitionsvertrag vereinbarten Themen sind laut Kauder
bereits vor Ablauf der Hälfte der Legislaturperiode die meisten
abgearbeitet. «Ich meine, zu zwei Dritteln», sagte er der
«Bild». Allerdings seien noch «einige Brocken
da». Weitere Themen wie der Klimaschutz seien hinzugekommen.
(Quelle: ap)
Streit um schärfere Sicherheitsgesetze
So.29.04.07 - Im Streit über schärfere Sicherheitsgesetze wirft
Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) Innenminister Wolfgang
Schäuble (CDU) vor, sie nicht ausreichend zu informieren. Bisher
habe Schäuble ihr nicht gesagt, "was er im einzelnen genau
vorhat», sagte Zypries der «Frankfurter Allgemeinen
Sonntagszeitung». Der Innenminister liefere keine konkreten Texte
über seine Pläne, kritisierte die SPD-Politikerin.
«Über Ostern war die Diskussion doch eher
nebulös», fügte Zypries hinzu. Es gebe «kaum
konkrete Gesetzesvorschläge zu den Themen, die öffentlich
diskutiert werden».
Auch über die umstrittenen geheimen Online-Durchsuchungen von
Bundesverfassungsschutz und Bundesnachrichtendienst war Zypries nach
eigener Darstellung nicht im Bilde. «Das ist ja das, was ich schon
die ganze Zeit einklage, mir die Notwendigkeit einmal darzulegen»,
sagte die Ministerin im RBB-Inforadio. Das Parlamentarische
Kontrollgremium des Bundestages wisse seit zwei Monaten von derartigen
Maßnahmen. Sie selbst sei darüber nicht unterrichtet
gewesen, kritisierte Zypries.
In der Amtszeit von Schäubles Vorgänger Otto Schily (SPD) sei
nach ihrem Kenntnisstand keine Rede von Online-Durchsuchungen gewesen.
Am Mittwoch war bekannt geworden, dass die Geheimdienste die umstrittene
Ermittlungsmethode bereits seit 2005 auf Grundlage einer Dienstanweisung
Schilys anwenden.
Die «rechtliche und verfassungsrechtliche Bewertung» von
Online-Untersuchungen sei «unklar», sagte Zypries.
Schäuble und sie hätten dazu nun eine Arbeitsgruppe
eingesetzt. Zypries begrüßte die Entscheidung Schäubles,
die Online-Durchsuchungen von Computern vorerst auszusetzen.
(Quelle: ddp)
ver.di-Chef fordert im Telekom-Konflikt Machtwort des Staates
So.29.04.07 - ver.di-Chef Frank Bsirske fordert angesichts der geplanten Auslagerung
von 50 000 Stellen bei der Telekom ein Machtwort des Staates. «Der
Bund darf nicht nur die Höhe der Dividende sehen, sondern muss auch
die soziale Ausgewogenheit bei der Telekom im Blick haben», sagte
Bsirske der «Welt am Sonntag» laut einer Vorabmeldung. Die
Beschäftigten erwarteten daher, dass die Bundesregierung
mäßigend auf das Management einwirke, um von der
Konfrontation wieder zu einem Dialog zurückzukehren.
Bsirske hält einen Streik für wahrscheinlich. «Wenn es
in der kommenden Woche nicht noch zu einer Einigung kommt, gehe ich
davon aus, dass der Kurs des Telekom-Vorstandes einen Streik
unausweichlich macht», sagte er.
Telekom-Chef René Obermann kritisierte in der Zeitung, dass
ver.di die Verhandlungen über die Auslagerung der 50 000
Beschäftigten in Service-Einheiten, in denen sie länger
arbeiten müssen und weniger verdienen, abgebrochen hat. Er warf der
Gewerkschaft vor, verantwortungslos zu handeln. Obermann sagte:
«Ich weiß nicht, welche Motivation dahinter steckt. Ich
stelle nur fest: Wir haben für die Mitarbeiter ein langfristiges
Ziel, das heißt: Arbeitsplätze sichern. ver.di hat ein
kurzfristiges Ziel, das heißt: Besitzstände wahren. Ganz
ehrlich, das finde ich verantwortungslos.» In
Einzelgesprächen mit führenden Gewerkschaftern habe sich
gezeigt, dass auch die Arbeitnehmervertreter durchaus die Argumente
für die Auslagerung verstehen würden.
(Quelle: ddp)
Türkische Gemeinde will liberale Strömungen stärken
So.29.04.07 - Vor der zweiten Islamkonferenz hat die Türkische Gemeinde in
Deutschland einen Vorstoß zur Stärkung liberaler
Strömungen im Islam angekündigt. «Wir werden alles tun,
um deutlich zu machen, dass eine konservative und frommere Deutung des
Islam nicht von der Mehrheit der türkischen Bevölkerung
getragen wird», sagte der Vorsitzende der Gemeinde, Kenan Kolat,
der «Rheinischen Post».
Die Türkische Gemeinde wolle ein Gegenwicht herstellen, damit
säkular orientierte Muslime eine Alternative hätten. Kolat
berichtete von Überlegungen, die hessische Initiative
«Säkularer und laizistischer Muslime» bundesweit
auszudehnen. Die Türkische Gemeinde unterstütze solche
Bestrebungen. «Wir werden ferner darüber diskutieren, ob ein
Kompetenzzentrum ,Religionen' eingerichtet werden sollte», sagte
er.
(Quelle: ap)
Baden-Württembergis Justizminister lehnt Praktikum Klars an
Berliner Theater ab
So.29.04.07 - Exterrorist Christian Klar soll nun doch kein Praktikum als
Bühnentechniker am Berliner Ensemble absolvieren dürfen. Der
baden-württembergische Justizminister Ulrich Goll kündigte am
Samstag an, er wolle dem ehemaligen RAF-Angehörigen die Arbeit
dort verwehren. Bundesjustizministerin Brigitte Zypries warnte am
Samstag davor, die Geschichte der Mordanschläge umzudeuten. Der
jetzt der Todesschüsse auf Siegfried Buback bezichtigte Stefan
Wisniewski will mit den Behörden zusammenarbeiten. Die
frühere Terroristin Silke Maier-Witt rief die RAF auf, ihr
Schweigen über die Taten zu brechen.
Der FDP-Politiker Goll sagte dem Nachrichtenmagazin
«Focus», er sehe für das vom Theaterleiter Claus
Peymann angebotene Praktikum Klars keine Möglichkeit. «Ein
solch exponierter Platz wie ein Theater in Berlin» wäre nach
seiner Auffassung für den ehemalige RAF-Terroristen nicht
geeignet, der nach 24 Jahren in den kommenden Monaten mit
Hafterleichterungen rechnen kann. Goll hatte diese Hafterleichterungen
für Klar gestrichen, nachdem eine kapitalismuskritische
Grußadresse des ehemaligen RAF-Mitglieds an die Berliner
Rosa-Luxemburg-Konferenz bekannt geworden war. Der Minister scheiterte
damit aber vor Gericht, das Klar die Hafterleichterungen am Donnerstag
dann doch gewährte.
Die Grünen kritisierten das neuerliche Nein Golls scharf.
«Ein Praktikum oder eine Beschäftigung kann ein wichtiger
Beitrag zur Resozialisierung und zur Vorbereitung einer Haftentlassung
sein», sagte Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck im
Gespräch mit Netzeitung.de. Er frage sich, ob der FDP-Politiker
Goll populistisch Haftlockerungen und Resozialisierungsmaßnahmen
behindern wolle, bis Gerichte ihn wieder in die rechtsstaatlichen
Schranken verwiesen.
Bundesjustizministerin Zypries (SPD) sagte im Inforadio des RBB:
«Wir dürfen nicht zulassen, dass diejenigen, die damals
Täter waren, jetzt auf einmal als die Opfer dastehen.» Diese
Gefahr sehe sie aber angesichts der derzeitigen Diskussion. Zugleich
bezweifelte Zypries, dass die Exterroristen jetzt ihr
Schweigegelübde über die damaligen Taten aufgeben. Dass in
mehreren Urteilen zu den damaligen Taten offen geblieben sei, was die
genaue Beteiligung des einzelnen gewesen sei, habe sich die RAF mit
ihrer Aussageverweigerung selbst zuzuschreiben.
Die ehemalige Terroristin Silke Maier-Witt sagte der «Frankfurter
Allgemeinen Sonntagszeitung», es wäre vor allem für die
früheren RAF-Mitglieder selber gut, wenn sie das Schweigen
über die Taten aufgäben. Die heute für das Forum Ziviler
Friedensdienste in Mazedonien arbeitende 57-Jährige kritisierte
aber auch, dass die Gerichte eine Art «Kollektivbestrafung»
der RAF-Mitglieder vollzogen und sich nicht bemüht hätten,
die individuelle Schuld auszuloten.
Weiter sagte Maier-Witt, sie empfinde heute Scham über die
damaligen Anschläge. Sie selbst war an der Entführung des
Arbeitgeberpräsidenten Hanns-Martin Schleyer 1977 beteiligt. Nach
ihrer Verhaftung in der DDR hatte Maier-Witt 1991 umfangreich
ausgesagt, weshalb sie unter Berücksichtigung der
Kronzeugenregelung nach fünf Jahren Haft freikam. Sie selbst habe
keinen Mord begangen, versicherte das ehemalige RAF-Mitglied.
Der von anderen Exterroristen der Todesschüsse auf
Generalbundesanwalt Siegfried Buback bezichtigte Stefan Wisniewski will
mit der Bundesanwaltschaft kooperieren, die das Ermittlungsverfahren
gegen ihn wieder aufgenommen hat. Dies sagte seine Anwältin Edith
Lunnebach am Freitagabend im WDR.
(Quelle: ap)
Sitzblockade vor AKW Biblis
So.29.04.07 - Im Rahmen der G8-Proteste haben am Samstag rund 300 Atomkraftgegner vor
dem südhessischen Atomkraftwerk Biblis mit einer Sitzblockade
gegen die Energiepolitik der führenden Industrienationen
protestiert. Dabei warfen Redner von Umweltgruppen den G8-Staaten vor,
mit ihrer Unterstützung für Atomstrom nur die großen
Energiekonzerne zu fördern, statt auf den Ausbau regenerativer
Energiequellen zu setzen. Zudem forderten die Demonstranten die
sofortige Stilllegung des «Pannenreaktors».
Wegen Tausender falsch montierter Spezialdübel stehen beide
Blöcke des Kernkraftwerkes seit Mitte Oktober 2006
vorübergehend still. Der Block A wurde 1974 in Betrieb genommen
und ist damit der älteste deutsche Reaktor, der noch am Netz ist.
Block B speiste erstmals am 1976 Strom ins Netz.
Die Proteste in Biblis sind Teil einer Kampagne gegen den
Weltwirtschaftsgipfel, der vom 6. bis 8. Juni in Heiligendamm an der
Ostsee stattfindet. Mit dem «Widerstandsfest» vor den Toren
des AKW wollten die Initiatoren ihre Forderung nach einem Umbau der
Energieversorgung unterstreichen. Die Veranstaltung verlief
Polizeiangaben zufolge friedlich.
(Quelle: ddp)
Neues Gesetz soll vor Irreführung der Verbraucher schützen
So.29.04.07 - Um Verbraucher vor irreführenden Angaben auf
Lebensmittel-Verpackungen zu schützen, tritt am 1. Juli 2007 die
EU-weit geltende Health-Claims-Verordnung (Gesundheitsanspruch) in
Kraft. Danach dürfen Lebensmittelhersteller nur noch mit Aussagen
werben, die wissenschaftlich abgesichert und in einer Positivliste der
EU enthalten sind. Außerdem muss das Lebensmittel einem
vorgegebenen Nährwertprofil entsprechen.
Auch dürfen Produkte nicht mehr ohne weiteres mit Aufdrucken wie
"Steigert die Leistungsfähigkeit" oder "Stärkt die
Abwehrkräfte" beworben werden. Am Angebot in den Regalen wird der
Verbraucher die Auswirkungen der neuen Verordnung dennoch wohl erst in
zwei bis drei Jahren ablesen können: Bis 2009 soll die
wissenschaftliche Basisarbeit auf europäischer Ebene geleistet sein
und solange dürfen "alte Health Claims" auch noch verwendet werden,
vorausgesetzt sie sind nicht irreführend. Wenn Hersteller den
wissenschaftlichen Beweis für eine bestimmte Aussage erbringen
können, dürfen sie künftig nicht nur mit Angaben zur
physiologischen Funktion eines Nährstoffes wie etwa "Calcium ist
wichtig für gesunde Knochen" werben, sondern auch mit Aussagen, die
auf die Verminderung eines Krankheitsrisikos hinweisen, beispielsweise
"Ausreichende Calcium-Zufuhr kann zur Verringerung des
Osteoporose-Risikos beitragen". Solche Angaben sind in Deutschland
bislang verboten. Nährwertprofile sollen nach Angaben des
Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) als wissenschaftliche
Basis für derartige Aussagen dienen: Soll ein Lebensmittel eine
nährwert- oder gesundheitsbezogene Angabe tragen, muss das
Lebensmittel in seiner Zusammensetzung bestimmten Kriterien entsprechen.
Weicht das Lebensmittel nur in Bezug auf einen der vorgegebenen
Nährstoffgehalte ab, muss das vermerkt werden.
Süßigkeiten, die wenig Fett, aber gleichzeitig viel Zucker
enthalten, dürften also nur dann als "fettarm" beworben werden,
wenn gleichzeitig auf einen möglichen hohen Zuckergehalt
hingewiesen wird. Damit kann verhindert werden, dass Verbraucher einen
höheren gesundheitlichen Nutzen erwarten, als das Lebensmittel
tatsächlich bieten kann. Alle Angaben zu Nährwertprofilen
sowie nährwert- und gesundheitsbezogenen Angaben sowie zur
Health-Claims-Verordnung hat das BfR auf seiner Internet-Seite http://www.bfr.bund.de
unter dem Stichwort "Health Claims" im A-Z-Index zusammengestellt.
(Quelle: yahoo-Nachichten)