| .Rächt-Schreip-Rephorm |
oder: Wie reduziere ich Göte |
| ...es werden bis ins letzte Gewinde die sprachlichen
Verschraubungen wegrationalisiert, auf Goethe komm raus und streich Dich,
auf daß wir nicht aus dem eitlen Reigen der Scherzartikel orthographischer
Lachart forttanzen.
L i e b e r W o l f g a n g, D u b i s t d r a n : |
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Erster Schritt
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| . | Wegfall der Großschreibung |
| einer sofortigen einführung steht nichts im weg, zumal schon viele poeten, texter, grafiker und werbeleute zur kleinschreibung übergegangen sind. | |
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zweiter schritt
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| . | wegfall der dehnungen und schärfungen |
| diese masname eliminiert schon die gröste felerursache
in der grundschule; den sin oder unsin unserer konsonantenverdoplung hat
nimand kapirt
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driter schrit
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| . | v und ph ersezt durch
f /
z ersezt durch s / sch ersetzt durch s |
| das alfabet wird um swei buchstaben redusirt, sreibmasinen, sesmasinen und computer fereinfachen sich, wertfole arbeitskräfte könen der wirtsaft sugefürt werden. | |
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firter srit
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| . | g, c und ch
ersest durch k /
j und y ersest durch i / pf ersest durch f |
| iest sind son seks bukstaben ausgesaltet, di sulseit kan fon neun auf swei iare ferkürst werden. nüslikere fäker wi fisik, kemi und reknen könen mer geflegt werden. | |
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fünfter srit
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| . | wegfal fon ä, ö und ü |
| ales uberflusige ist iest ausgemerst, die ortografi wider slikt und einfak, naturlik benotigt es einige seit, bis dise fereinfakung uberal riktig ferdaut ist, fileikt sasungsweise ein bis swei iare, anslisend durfte als nakstes sil di fereinfakung der nok swirigeren und unsinigeren gramatik anfisirt werden. | |
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sekster srit
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Wanderers Nachtlied
Johann Wolfgang
von Goethe
wndrrs nktld
(1999) br ln gfln st rh, n ln wfln sprst d km nn hk; d fgln swgn m wld. wrt nr, bld rst d k. nn wlfgng gt |
dise fur das ferstandnis des naksteenden gedikts
unfermeidlike fornotis halt sik harsarf an di forsriften der funf srite
sur ferbeserung der deutsen rektsreibung. warum solen wir aber nikt noch
einen srit weiter nak forwarts maken? jeder analfabet weis dok, das di
mitlaute das knokengerust der worter sind und das folk der hebreer in seiner
erwurdigen srift one das fleis der fokale auskomt, warum den nikt auk wir?
lasen wir dok im sriftliken ferker die uberflusigen fokale
ruig weg, di sik in iren fersidenen fonetisen nuansen ia dok nikt sreiben
lasen!
was von mir forgeslagenen seksten srit betrift ware, get aus dem wol sonsten gedikt der deutsen sprake herfor, das ik hir (links) nak der fokalosen ortografi umgesriben habe!
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Auszug
aus: "Lingua Zamba" von Wolfgang Brenneisen,
in
FRAGMENTE Jubiläum'97, S.611
Herausgegeben
wird FRAGMENTE vom Institut für Bagonalistik,
Arcisstr.38/
Überdacht im Hof, D-80799 München
Tel.:089-281695,
Fax: 089-2809672