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Hans Rudolf Zeller "Triptychon für
Stimme, Schrift und Kaligraphie"
Videoaufzeichnung, 5-minütiger Ausschnitt aus Teil 2 der
Scriptophonie "Triptychon für
Stimme, Schrift und Kaligraphie -
Overheadprojektion. transparente Folie, Schreibstift.
Aufführung in Meran am 28. März 2008
(Tesabilder und Tesaklänge -
Ausstellung und experimentelle Aktionen, Schloss Kallmünz).
"Die Auseinandersetzung mit Sprache und Textprojektionen spielt im
Schaffen Zellers eine zentrale Rolle. In seiner Werkreihe
'Schrift-Laut-Musik' löst Zeller die Vorfixierung des
Geschriebenen auf. Sprechen und Schreiben werden als unmittelbare
Vorgänge in die Aufführung einbezogen, indem er Texte, bzw.
Text/Lautfragmente auf Folien oder Folienbänder schreibt und diese
mit einem Overheadprojektor projiziert. Schrift dient hier nicht mehr
nur als Notation einer Aufführung, sondern wirkt nun selbst
autonom an ihr mit. Sie ist konstitutives Element des Stücks,
gleichberechtigt mit seiner klanglichen Realisierung.
In 'Schrift-Laut-Musik' ist das Verhältnis von Stimme und Schrift
die Grundkonstellation, die in einigen Versionen aber auch den
Rückgriff aufs Klavier erlaubte, bei dem der Akteur nicht nur zu
spielen und zu sprechen, sondern auch zu schreiben hat. Nach einer
erstmaligen Realisation 1983 in München hat Hans Rudolf Zeller
diese Konzept immer weiter entwickelt und in zahlreichen
Aufführungen im In-und Ausland realisiert.
Hans Rudolf Zeller, geboren 1934 in Berlin, Komponist und Publizist,
studierte Philosophie, Musikwissenschaften und Romanistik in Freiburg
und Köln. Seit 1959 veröffentlicht er Artikel, Sendungen,
Essays und Übersetzungen, ist Mitarbeiter der Schriftenreihe
Musik-Konzepte und Herausgeber, u.a. von Dieter Schnebels "Denkbare
Musik" und der 'Cage Box'. (Quelle: http://www.t-u-b-e.de/)
Das gewandelte Verhältnis zur Schrift und ihre selbst schon kompositorische
Gestaltung bildet eines der wesentlichen Kriterien für das Experimentelle der experimentellen Musik...
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