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A R C H I V :   Meldungen vom 03.11.2001 bis 21.05.2002  

Di.21.05.02
LEi/iEBESÜBUNGEN von und mit schlampe
Wo sind Sie? Sind Sie wirklich? Geben Sie sich her!

Wo beginnt ein menschlicher Körper und wo endet er? Wie wissen wir im Zeitalter technischer (Re-)Produzierbarkeiten, ob die Zeichen die wir digitalisiert versenden, nicht Teil unserer Gesichter sind, unserer Körper und Identitäten? Sind wir es nicht selber, die wir uns vervielfältigen, vernetzen, ausbreiten, fragmentieren und immer neu, immer anders wieder zusammensetzen?

Dem Aufspüren von Identitäten und Identitätspartikeln widmet schlampe ein neues Projekt: LEi/iEBESÜBUNGEN.

Machen Sie mit und senden Sie Zeichen Ihrer Existenz! Schicken Sie ein Stück von sich per SMS an: (+49) 0177.9662278

Gesucht sind Körperteile aller Art als Ausgangsmaterial für Short Stories & kurze Texte über urbane Leiber, Problemzonen, Bodies & Buildings, die Sie dann auf der Website http://www.schlampe.de/ abrufen können. Erzählen Sie die Geschichte des eingesandten Körperteils, sagen Sie, was dazu gesagt werden muss. Danke! Eine Live-Performance findet vom 13.-15. Juli 2002 im Rahmen der Münchener Architekturbiennale statt.

schlampe ist ein fortlaufendes Internet-Experiment, 'walk local, write global'. schlampe ist eine Haltung, eine Perspektive, ein flatterhaftes Verhältnis zu den Dingen und der Welt...

Alles Weitere unter: http://www.schlampe.de/

(Quelle: rohrpost)
 
 

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Di.14.05.02
"Netzkunst ist tot, und ich lebe noch"
Ende eines Booms: Russische Literatur im Internet

In der zweiten Hälfte der neunziger Jahre setzten die russischen Intellektuellen grosse Hoffnungen auf das Internet, das ihnen als Garant einer demokratischen und innovativen Gegenwartskultur erschien. Alle Formen der Internet-Kommunikation wurden genutzt: Man legte Textsammlungen an, installierte Netz- Kunstwerke und diskutierte in Chats über die Web-Poetik.

Mittlerweile hat sich Ernüchterung breit gemacht...

Unter der Überschrift "Last Exit Babylon" berichtet Ulrich M. Schmid in der Neuen Züricher Zeitung (14.05.02) über die aktuelle Situation der russischen Internet- Literatur:
http://www.nzz.ch/2002/05/14/fe/page-article7ZR64.html

(Quelle: nzz)

Cyber-Kultur in Russland
Die Bezeichung "russisches Internet" oder "russischer Cyberspace" ist problematisch, da nationale Grenzen im Netz nicht mehr gelten und auch die nationalen Domains - etwa "ru" - im Grunde ein Anachronismus sind. Eine der wichtigsten Besonderheit des Internet in Rußland stellt seine weit verbreitete Literaturlastigkeit dar...
Merh unter: http://www.boa-muenchen.org/boa-kuenstlerkooperative/medien13.htm
 
 

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Di.07.05.02
Elfriede Jelinek: Der Sprache ihren ideologischen Charakter herunterreißen
Die österreichische Erzählerin und Dramatikerin erhält Berliner Theaterpreis.

Jelinek glaubt nicht, daß man mit Sprache heute noch aufklären könne: Die Sprache lüge ja, sie sage eine 'falsche' Wahrheit. Gegenüber der Nachrichtenagentur dpa sprach sich die Preisträgerin für eine differenzierte Betrachtung von militärischen Einsätzen aus. In bestimmten politischen Konstellationen müsse man "entschieden und auch militärisch" Partei ergreifen.

Kunst kann nach Ansicht der Autorin Elfriede Jelinek die politischen Geschehnisse nicht beeinflussen. "Mit Kunst kann man gar nichts erreichen", sagte Jelinek in einem dpa-Gespräch. Auch das Theater sei zur politischen Aufklärung der Menschen nur bedingt geeignet. "Ich glaube nicht, dass man mit Sprache heute noch jemanden erschrecken könnte. Leider glaube ich aber auch nicht, dass man damit aufklären kann", meinte Jelinek. Die Autorin erhält am Donnerstag am Rande des 39. Berliner Theatertreffens den mit 16000 Euro dotierten Berliner Theaterpreis.

Nach Ansicht der Dramatikerin gibt es politische Konstellationen, in denen man Partei ergreifen müsse - "und zwar entschieden und auch militärisch". "Sonst wäre ja Deutschland bis heute vielleicht noch ein Nazi-Land", sagte Jelinek. Sie sprach sich für eine differenzierte Betrachtung von militärischen Einsätzen aus. "Ich bin zum Beispiel für den Einsatz gegen die Taliban in Afghanistan, und ich glaube auch, dass er langfristig dem Land, vor allem den Frauen dort, etwas Befreiendes bringen wird, soweit das überhaupt möglich ist."

Als "genial" bezeichnete bezeichnete Jelinek die politischen Theateraktionen des Regisseurs Christoph Schlingensief. "Er füllt eben nicht nur dauernd neue Inhalte in alte Schläuche, wie es schon Brecht in der Realismusdebatte für unsinnig und unproduktiv erklärt hat, sondern er holt sich immer das passende Gefäß für das, was er sagen will, aber er reagiert auch in dem, was er sagt, sofort auf das, was ihm da zurückkommt", meinte Jelinek.

"Ich versuche, die Sprache selbst zu zwingen, die Wahrheit zu sagen, sozusagen die Wahrheit hinter sich selbst, wo sie versucht sich zu verstecken", so die Dramatikerin. "Die Sprache lügt ja, wo man sie lässt, sie sagt eine 'falsche' Wahrheit". Zu ihrer Arbeit sagte Jelinek: "Vielleicht könnte man sagen, dass ich die Sprache so lang prügle, bis sie die Wahrheit sagt, ohne es zu wollen. Die Sprache will ja lügen, das macht ihr viel mehr Spaß. Ich würde das vielleicht ein sprachkompositorisches Verfahren nennen, also ähnlich der Komposition eines Musikstücks." Sie versuche, "mit Hilfe des Klanges der einzelnen Wörter der Sprache ihren ideologischen Charakter sozusagen herunterzureißen und ihr meine Art Wahrheit abzuringen." (Quelle: dpa)

Elfriede Jelinek
Ihr Leben, ihr Werk, ihre Zeit, Elfriede Jelinek Websites u.a.m.:
http://www.goethe.de/os/hon/aut/dejel.htm

Elfriede Jelineks Hompage:
http://ourworld.compuserve.com/homepages/elfriede/
 

Christoph Schlingensief:
http://www.christophschlingensief.de/
 
 

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Mo.15.04.02
eu /culture/online
Neues Internet-Portal "Europa und Kultur"

Die Europäische Kommission ist mit einem neuen Internet-Portal http://europa.eu.int/comm/culture online, das einen benutzerfreundlichen und kostenfreien Zugang auf bislang verstreute Informationen über die Aktionen der EU im Kulturbereich bieten will. Das Portal "Europa und Kultur" ist in fünf Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch) im Web verfügbar und richtet sich sowohl an Fachkreise als auch an "andere kulturell interessierte Menschen".
 
 

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Do.11.04.02
netzliteratur.net
Netzbibliographie zur Netzliteratur , Netzkunst und mehr.

Unter der Webadresse http://www.netzliteratur.net läßt sich eine umfangreiche Netzbibliographie zur Netzliteratur und Netzkunst abrufen. Außerdem hat netzliteratur.net eine bemerkenswerte Sammlung der wichtigsten deutschsprachigen Netzliteratur-Projekte sowie eine kommentierte Linksammlung zu Hypertext und Hyperfiction. ins Netz gestellt. Sehr empfehlenswert ist der über netzliteratur.net abrufbare Internetreader zur Stuttgarter Gruppe/Schule um Max Bense, Reinhard Döhl, Helmut Heissenbüttel (u.a. mit der kompletten Bense-Bibliographie von Elisabeth Walther).
 
 

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Do.04.04.02
Das weite Feld der Medienkunst
"Wohl kein Ereignis zuvor hat die Verknüpfung von Kriegs- und Medientechnologie so eindringlich ins Bewußtsein gebracht wie der Golfkrieg. Eine erschreckende Parallelität wurde deutlich: Während einerseits Filmemacher und Medienkünstler mit immer perfekteren technologischen Mitteln die Grenzen visueller Darstellungen und Effekte erforschen, werden gleichzeitig einige dieser ästhetischen, technologischen Erfindungen im Bereich der vision research für militärische Zwecke nutzbar und z.B. in den kamera- und lasergesteuerten Bomben eingesetzt.(...)

Auch in der Medienkunst zeigt sich, daß eine krasse Trennung zwischen der geistigen Ordnung der Welt und gestisch phantastischen, das Unbewußte, Subjektiv-Emotionale darstellenden künstlerischen Arbeitsweisen nicht mehr aufrechtzuhalten ist, angesichts der unüberschaubaren dynamischen Systeme von Politik und Wirtschaft sowie der Beschleunigung der medialen Informationen, die unsere gesellschaftlichen Prozesse regulieren und das Individuum mediatisieren."

Dies schreibt Jochen Coldewey in einem Aufsatz zur Geschichte und zum Stand des Experimentalfilms und der Medienkunst.
Im Internet abrufbar unter: http://www.goethe.de/z/wwfilm/stichw/deexp.htm


 
 

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Fr.05.04.02
Film zwischen Black Box und White Cube
Immer häufiger präsentieren Film- und Medienkünstler ihre Arbeiten im Kontext von Museen und Galerien und wenden sich vom Kino ab- und dem Kunstmarkt zu. Von diesen Veränderungen ist – wegen seiner Affinität zur Kunst – insbesondere der Kurzfilmbereich betroffen.

Die Kunstinstitutionen öffnen sich dem Bewegtbild und empfangen heute Künstler, die mit Bildmedien arbeiten, mit besonders offenen Armen. Zugleich schwindet die Distanz der Filmkünstler zu den etablierten Institutionen der Kunst. Die Kritik an der institutionalisierten Kunst (Kunstmarkt, Museum etc.) wurde in den 60er und 70er Jahren noch von den Avantgarde-Filmemachern, die außerhalb der Institution des bürgerlichen Kinos aber auch der bürgerlichen Kunst arbeiteten, mitgetragen. Inzwischen haben einerseits diese Institutionen die 'institutional critique' selbst aufgegriffen, inkorporiert und schließlich für die eigene Legitimation dienstbar gemacht, d.h. ausgestellt. Andererseits wurde die kritische Dynamik entschärft und mündete in eine Diskussion um 'site specifity'. Dies wiederum berührt den Kunstmarkt nicht so lange sich das Kunstwerk einpacken und gut verkaufen lässt. Wo und wann welcher Film aufgeführt werden kann oder darf, ist heute keine prinzipielle Frage mehr, sondern nur noch eine Frage des Kontextes.

Das Nachsehen könnten dann gerade jene Kinos und Filmfestivals haben, die mit den höchsten künstlerischen Ansprüchen ihr Programm gestalten und Film als Kunst ernst nehmen.

Mehr unter:
http://www.shortfilm.de/ikf/pages/magazin/index.php?id=112


 
 

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Sa..06.04.02
kleptomaniax
Die finnische Künstlerin Laura Horelli recherchiert ein neues Projekt.

Darin geht es um Diebstahl und die Erfahrungen die man passiv oder aktiv damit gemacht hat. In einem Schreiben an die elektronische Öffentlichkeit formuliert die Künstlerin ihr Anliegen:

"Hast Du jemals etwas gestohlen? Was auch immer die möglichen Gründe - jugendliche Rücksichtslosigkeit, Impulsivität, Not, politische Motive, Sucht - wir wollen alles darüber wissen. Wurdest Du jemals bestohlen? Wir haben ein grosses Interesse an den Objekten und den damit verbundenen Geschichten. Wir sammeln Geschichten über Objekte, die Leute gestohlen haben und über Objekte, die ihnen entwendet worden sind. Bilder sind willkommen! Persönliche Angaben werden nicht an Dritte weitergegeben - im Vordergrund stehen lediglich die Geschichten. Anworten bitte an: kleptomaniax@hotmail.com ".
 
 

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Do.28.03.02
Remix it, Baby
Tilman Baumgärtel beschreibt in der "taz" ein neues Subgenre der elektronischen Musik, das sich "Bastard Pop" oder "Bootlegs" nennt.

"Die neue Musiksoftware macht es möglich - nehme zwei, drei alte Hits, kombiniere sie miteinander und schon hast du einen neuen Song. Das Ganze ist fast schon obszön einfach. Aus Dilettanten werden Kinderzimmerproduzenten, die Bootleg- und Bastard-Pop-Szene boomt wie nichts Gutes". Mit diesen Sätzen ist eine am 28. März in der "tageszeitung" (taz) erschienene Rezension von Tilman Baumgärtel überschrieben. Einen "etwas lauen Abend" im Berliner Club "Ostgut", bei dem durch die Aufführung eines Bastard-Pop-Stücks für einige Minuten Feststimmung aufgekommen war, nimmt Baumgärtel zum Anlaß, kenntnisreich zu erklären, was den spezifischen Reiz von "Bastard-Pop" ausmacht. Und mit einem kurzen Gang durch die Geschichte des Klang-Collagierens spannt Baumgärtel den Beziehungsbogen bis hin zum heutigen "Do-it-yourself-Remixen". der Bootleg- und Bastard-Pop-Szene.

Nach dem Zweiten Weltkrieg haben verschiedene E-Musik-Komponisten mit Klangcollagen aus Fremdmaterial herumexperimentiert. Beispielsweise bestand John Cages "Cartridge Music" ausschließlich aus am Plattenspieler manipulierten Songs. In der Popmusik tauchte dieses Verfahren in den Siebzigerjahren im sich entwickelnden HipHop auf: New Yorker DJ`s kombinierten beim Auflegen von Schallplatten Material aus den verschiedensten Songs miteinander, um den Sprechgesang der Rapper zu begleiten.

Ab Mitte der Achtzigerjahre wurde die Methode, Musik aus der Musik von anderen zusammenzustückeln, durch eine technische Innovation erleichtert: durch die ersten bezahlbaren digitalen Sampler, mit denen man Stückchen aus den Stücken anderer zu eigenen Tracks zusammenbasteln konnte. Bis heute werden viele House- oder HipHop-Songs um ein Sample aus einem alten Song entwickelt. Währen an einem durchschnittlichen House-Track Hunderte Stunden lang herumgetüfelt worden ist, sind die meisten Sampling-Hits der Bootleg-Szene roh zusammengehauene Kombinationen, die "man schneller gemacht als aus dem Internet hergeladen hat", wie es auf einer Website zum Thema Bootlegs heißt.

Mit Hilfe von Shareware-Programmen ist es nicht schwierig, an einem ganz normalen Heimcomputer zwei Stücke so aneinander zu legen, dass sie klingen, als seien sie füreinander gemacht worden. Was vorher nur fingerfertigen DJs oder geduldigen Studiobastlern gelang, erledigen die neuartigen Programme von selbst: die Synchronisation von zwei verschiedenen Tracks. Das musikalische Ergebnis "klingt vielleicht nicht ganz so glatt wie eine Robbie-Williams-Single, aber gerade in der Rauheit und in der holprigen Direktheit besteht auch der Reiz des Bastard-Pops", schreibt Tilman Baumgärtel.

Mehr unter:
http://www.taz.de/pt/2002/03/28/a0139.nf/textdruck

Bootlegs im Internet:
http://www.boomselection.n3.net; www.base58.com/bsx.html
 
 

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Fr.08.03.02
Archiv "Frau und Musik"
Das weltweit älteste und umfangreichste Archiv zur weiblichen Musikgeschichte widerlegt nachhaltig die lange gehegte Meinung, Frauen hätten keine musikalisch-schöpferischen Fähigkeiten und könnten lediglich als Interpretinnen eine Rolle spielen.

"Frauen können nicht komponieren", behauptete seinerzeit Richard Strauß. Und Kollege Johannes Brahms und viele andere sahen das genauso. Können sie wirklich nicht?

Tatsächlich bildeten Komponistinnen oder Dirigentinnen lange Zeit hindurch so etwas wie einen "weißen Fleck" in der Musiklandschaft. Eher als exotische Unikate ragten Vertonungen der Hildegard von Bingen im 12. Jahrhundert oder später Werke von Clara Schumann aus der Menge der durchweg männlichen Genies von Bach bis Beethoven hervor. Erst allmählich erobern sich zeitgenössische Komponistinnen wie Adriana Hölszky oder Violeta Dinescu ihren Platz auf der Opernbühne, im Konzertsaal und im öffentlichen Bewußtsein.

Das Archivs "Frau und Musik" eröffnet interessante Möglichkeiten für Lehrende wie Lernende, sich mit diesem, bislang etwas vernachlässigten Gebiet intensiver zu beschäftigen. Denn das nicht nur europaweit, sondern sogar weltweit älteste und umfangreichste Archiv verfügt über einen umfassenden und historisch wertvollen Bestand an Medien und Quellen, mit deren Hilfe Lücken in der geschichtlichen Überlieferung geschlossen und die musikwissenschaftliche Forschung unterstützt werden können.

Das im Zuge der Frauenbewegung 1978 in Düsseldorf gegründete und jetzt in Frankfurt ansässige Archiv sammelt Kompositionen von Frauen aus allen Epochen der Musikgeschichte. Der Archiv-Fundus besteht mittlerweile aus 6.800 Kompositionen aus mehr als 40 Ländern und etwa 17.000 Medieneinheiten (1500 Fachbücher, CDs, Videos, Examensarbeiten, Dissertationen und Zeitungsartikel).

Noch im Aufbau begriffen ist eine eigene Internet-Homepage mit angeschlossener Datenbank aller Archiv-Bestände.

Frau und Musik, Archiv
Fürstenbergerstr. 221
60323 Frankfurt am Main

e-Mail:
info@archiv-frau-musik

Homepage (noch im Aufbau begriffen):
http://www.archiv-frau-musik.de
 
 

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Mi.06.03.02
Iconic Turn – Das neue Bild der Welt
Interdisziplinäre Vortragsreihe an der LMU München

Im Sommersemester 2002 startet erstmals eine interdisziplinäre Vortragsreihe an der LMU München, die sich mit dem Begriff "Bild" als einer zentralen Kategorie aller Natur- und Kulturwissenschaften beschäftigt. Die Reihe wird begleitet von mehreren eintägigen Workshops.

Ziel der Workshops ist es, Grundprobleme einer interdisziplinären Bildwissenschaft zu untersuchen und zu formulieren. Hierzu gehören der Begriff des Bildes in technischer, ikonischer oder naturwissenschaftlicher Hinsicht und seine Problematik in einer multimedialen und synästhetischen Informationswelt. Ebenso gehört die gemeinsame Vorgeschichte bildwissenschaftlicher Forschungen in den verschiedenen kultur- und naturwissenschaftlichen Disziplinen dazu sowie die internationale Vergleichbarkeit von "Bildwissenschaft" und "Visual Culture Studies" im Hinblick auf ihre jeweiligen Aufgaben und Untersuchungsgebiete.

Die Workshops setzen sich aus einem über das Semester kontinuierlich arbeitenden Kreis von ca. 20 Teilnehmern (Doktoranden, Postdocs etc.) verschiedener wissenschaftlicher Bereiche zusammen. Die Referenten und voraussichtlich auch die Moderatoren werden bei den Workshops zugegen sein (vorauss. Prof. E. Pöppel, N. Foster, Prof. P. Sloterdijk, Prof. S. Sontag, Prof. H. Bredekamp, Prof. H. Belting).

Die Teilnehmer sollen aus unterschiedlichen Fachbereichen aus den Bereichen der Geistes- und Naturwissenschaften kommen.

Weitere Informationen unter::
http://www.iconicturn.de
 
 

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Di.05.03.02
EMARE - European Media Artists in Residence Exchange
Stipendien für europäische MedienkünstlerInnen

Im Herbst 2002 bis Frühjahr 2003 findet der achte European Media Artists in Residence Exchange statt.

Bis zum 31. Mai. 2002 können sich MedienkünstlerInnen (Digitale Medien / Internet / Video / Film, etc.) aus Europa (EU-Pass oder Wohnsitz) für ein zweimonatiges Stipendium entweder in Kingston Upon Hull bei der britischen Medienkunstorganisation Hull Time Based Arts, am Duncan of Jordanstone College in Dundee, Schottland, bei der Werkleitz Gesellschaft - Zentrum für künstlerische Bildmedien Sachsen-Anhalt oder bei der holländischen Medienkunstorganisation V2 in Rotterdam bewerben. Studierende sind nicht zugelassen.

Das Stipendium besteht aus einem Zuschuß von 2.000,- Euro, Unterbringung, Fahrtkosten, dem Zugang zu der jeweiligen technischen Ausstattung (Computer,Video, Fotografie, Film, je nach Institution) und einer öffentlichen Abschlußpräsentation (Ausstellung / Vorführung). Einreichungen sollten mit Vita, Referenzmaterialien (keine Originale) und ausgearbeitetem Projektvorschlag in Englisch vorgenommen werden.

EMARE wird durch das Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt, dem Arts Council England & Scotland, dem niederländischen Ministerium für Kultur, dem British Council und dem Goethe Institut gefördert.

Weitere Informationen und Bewerbungsunterlagen unter::
http://www.werkleitz.de/emare
 
 

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Mo.04.03.02
Scheitern 2000
Literatur-Wettbewerb der edition anderswo

Die edition anderswo verlegt Bodenloses, Absurdes, Erstaunliches und Erschreckendes. Nichts ist unberührbar - auch nicht die Abgründe des Scheiterns. Im Gegensatz zu üblichen Wettbewerben, bei denen immer nur die Besten oder die Glücklichsten gewinnen, werden in „Scheitern 2002" Personen ausgezeichnet, die am besten gescheitert sind - und es noch trotzdem hinbekommen, ihr Scheitern bis zum 30.Mai in einem Textwerk (html, pdf, rtf) den Veranstaltern zur Kenntnis zu bringen. Ob sich das Scheitern auf private, geschäftliche, künstlerische, politische oder sonstige Vorhaben erstreckt und wann es stattgefunden hat spielt keine Rolle. (Quelle: Webwriting-Magazin)

Weitere Informationen unter::
http://www.edition-anderswo.de/
 
 

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So.03.03.02
Leipzig liest online
Vom 20. bis 24. März findet Europas größtes Lesefestival parallel zur Leipziger Buchmesse statt. Als Medienpartner erstellt der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) das offizielle Internetangebot unter http://www.mdr.de/leipzig-liest

Die mdr.de-Redakteure geben im Netz bereits jetzt eine Vorschau auf Buchmesse und "Leipzig liest", führen Interviews mit Autoren und sammeln Hintergründe zum Buchmarkt. Während der Messe berichten sie von wichtigen Veranstaltungen und organisieren Chats mit Autoren. Zusätzlich sind Radio- und Fernsehbeiträge als Audio bzw. Video abrufbar. Auch in diesem Jahr fordert ein Mitschreibprojekt weltweit Literaturfans zur kreativen Beteiligung auf. Zusammen mit dem "neuen theater Halle" wird eine "Internet-Tragik-Komödie" mit dem Arbeitstitel "Die Erfindung des Lichts" konzipiert. Dramaturg Erhard Preuk schreibt die erste Szene. Außerdem erläutert er den Internet-Autoren die besonderen Anforderungen an ein Theaterstück, fordert zu möglichst dialogischem Schreiben auf
 
 

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Di.20.02.02
Online-Poesielesungen
Bei lyrikline.org gehen die älteste literarische Kunstform, die Poesie, und das jüngste Kommunikationsmedium, das Internet, zusammen.

Gedichte sollte man laut sprechen, und Gedichte wollen gehört werden. Laut vorgetragen offenbaren sie ihre Musikalität. Die Netzplattform lyrikline.org bietet die Möglichkeit, Gedichte - vom Autor oder der Autorin in Orginalsprache selbst gelesen, per Mausklick erklingen zu lassen. Die Gedichte können wie in einer mehrsprachigen Ausgabe in Übersetzung mitgelesen werden. Zusätzlich finden Sie auf lyrikline.org Informationen zu Autor und Werk, News, ein Gästebuch, eine internationale Linksammlung und Suchfunktionen.

lyrikline.org wurde im November 1999 gestartet und ist ein ständiger work in progress. Kontinuierlich betreten neue Autorinnen und Autoren diese einzigartige Plattform, auf der bedeutende Vertreter der Gegenwartslyrik anzutreffen sind: Unter anderen H.C.Artmann, Ingeborg Bachmann, Paul Celan, Hans Magnus Enzensberger, Friedericke Mayröcker, Durs Grünbein und Oscar Pastior.

lyrikline.org::
http://www.lyrikline.org
 
 

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Mo.19.02.02
ZEBRA - Poetry Film Award
Am "Zebra"-Wettbewerb können alle bislang realisierten Poetry Film Projekte teilnehmen. Einsendeschluss ist der 30.4.2002

Eingebettet in das renommierte internationale Festival "Berliner Sommerfest der Literaturen" (2. – 5. Juli 2002) wird zum ersten Mal der Poetry Film Award "Zebra" ausgeschrieben. Veranstaltet wird "Zebra" von der literaturWERKstatt berlin in Kooperation mit interfilm berlin, mit Unterstützung vom Staatsminister für Kultur und Medien (Hauptstadtkulturfonds).

Eine international besetzte Jury aus Produzenten und Regisseuren sowie aus den Bereichen TV, Videokunst und Poesie vergibt mindestens drei Geldpreise. Darüber hinaus sind ein Publikumspreis sowie weitere Sachpreise vorgesehen.

Zum Wettbewerb können alle Videoproduktionen eingereicht werden die sich bei einer maximalen Spieldauer von 10 Minuten mit einem oder mehreren Gedichten auseinandersetzten. Weil die erstemalige Ausschreibung des Preises auch dazu genutzt werden soll einen ersten Überblick über bisher entstandene Produktionen zu schaffen, spielt das Produktionsjahr bei der Bewerbung keine Rolle. Der Aufruf zur Teilnahme wendet sich deshalb explizit an alle bislang realisierten Poetry Film Projekte. Alle eingereichten Produktionen werden auf dem Festival vom 2. – 5. Juli 2002 öffentlich gezeigt. Ergänzend dazu wird sich ein internationales Kolloquium mit dem ästhetischen Spannungsfeld "Wortbild-Bildsprache" beschäftigen.

Mehr Information unter:
http://www.zebra-award.com
 
 

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So.27.01.02
Erstes Internet-Ranking für die gebildeten Stände
Liste der 100 wichtigsten deutschen Intellektuellen mit den meisten Nennungen im Netz.

Kürzlich veröffentlichte der konservative amerikanische Juraprofessor und Richter Richard A. Posner seine Hitliste der 100 wichtigsten Intellektuellen in Amerika ("Public Intellectuals: A Study of Decline"). Posners einziges Auswahlkriterium war die Medienpräsenz. Dabei stützte er sich auf die Lexis-Nexis Database, weil das Internet heute die größte öffentliche Zitatenbörse ist.

Die Feuilletonredaktion der der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung hat nun ein "Ranking" der 100 wichtigsten lebenden deutschsprachigen Intellektuellen erstellt. Dabei stützte sich die Redaktion auf die beiden Internet-Suchmaschinen "Google" und "Alltheweb", und bildete aus deren Ergebnissen den Mittelwert (Stand: 26. Januar) .

Hier die ersten 10 Plätze:
Angeführt wird das Internet-Ranking von Günter Grass, 74, mit 18.297 Nennungen. An zweiter Stelle folgt der Philosoph Jürgen Habermas, 72, (14.781). Den dritten Platz belegt der Publizist Rudolf Augstein, 78, (11.238) gefolgt von Kardinal Joseph Ratzinger, 74, (10.466); Peter Handke, 59, (9.103); Hans Magnus Enzensberger, 72, (8.606); Ulrich Beck, Soziologe, 57, (7.708); Christa Wolf, 72, (7.646) und an neunter Stelle Martin Walser, 74, (7.181). Platz 10 belegt Marcel Reich-Ranicki, 81, mit 6.534 Nennungen.

Außer Konkurrenz: Johann Wolfgang Goethe - mit 62.800 google- und 22.377 Alltheweb-Nennungen deutlich vor Grass gelegen.

google:
http://www.google.com

Alltheweb:
http://www.alltheweb.com/

PUBLIC INTELLECTUALS - A Study of Decline:
http://www.hup.harvard.edu/catalog/POSPUB.html

Frankfurter Allgemeine Zeitung / Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung :
http://www.faz.de/
 
 

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Sa.26.01.02
pre_public
Vernetzung der partizipatorischen Kunst im öffentlichen Raum.

pre_public, ein mehrsprachiger Textpool des Europäischen Instituts für progressive Kulturpolitik (eipcp), versammelt ausgewählte Beiträge zur Reflexion, Theorie und Kritik zeitgenössischer Praxen partizipatorischer Kunst im öffentlichen Raum. Der Titel pre_public verweist einerseits darauf, dass in gelungenen partizipatorischen Projekten erst die Vorbedingungen für die Ausbildung von Öffentlichkeiten geschaffen werden. Zum anderen klingt im Titel das nächste grössere Projekt des eipcp an: RE| PUBLIC | ART soll versuchen, das Feld der partizipatorischen Kunst im öffentlichen Raum und seine Akteure mit gezielten Massnahmen zu vernetzen und die Strukturen dieses Feldes mithilfe von exemplarischen Kunstprojekten, Theoriebildung und Kulturpolitik auszubauen.

Mehr unter:
http://www.eipcp.net/
 
 

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Do.24.01.02
Pierre Bourdieu est mort
Der Soziologe und Philosoph Bourdieu mit 71 Jahren gestorben

Der bedeutendste Soziologe Frankreichs, Pierre Bourdieu, ist im Alter von 71 Jahren gestorben. Wie sein Kollege Patrick Champagne mitteilte, starb Bourdieu am Mittwochabend im Pariser Saint-Antoine-Krankenhaus an den Folgen eines Krebsleidens. Bourdieu galt als einer der einflussreichsten Soziologen der vergangenen Jahrzehnte. Berühmt wurde er mit seinem Werk "La Distinction" ("Die feinen Unterschiede"), das 1979 in Frankreich und 1982 in Deutschland erschien. Darin entschlüsselte er die französische Geschmackskultur und wurde als "Meister der Lebensstilanalyse" gefeiert.

Mit seiner Unterstützung zahlreicher Protestbewegungen und seinem Kampf gegen die "rohe und brutale Kraft engstirniger ökonomischer Interessen" hatte der Professor des renommierten College de France breiten gesellschaftlichen Einfluss gewonnen.

Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-kuenstlerkooperative/n0201250.htm#top

Bourdieu im Internet:

Bourdieu Forum:
http://lists.village.virginia.edu/~spoons/bourdieu/

Bourdieu Link-Listen:
http://www.utu.fi/erill/RUSE/blink.html
http://www.praxisphilosophie.de/bourdieu.htm

Charta 2000
Für die Einberufung von Generalständen der sozialen Bewegungen in Europa
Aufruf von Pierre Bourdieu und AktivistInnen aus verschiedenen sozialen Bewegungen Europas
http://www.woz.ch/wozhomepage/doku/bourdieu/charta2000.htm
 
 

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Sa.19.01.02
Wer ist Luther Blisset?
Spurensuche nach der "Semiologischen Guerilla".

Hinter dem Projekt Luther Blisset steckt ein medientheoretisch wie kunsthistorisch ausgefeiltes Konzept, das sich auf ziemlich alles beruft, was die Avangarde-Bewegungen des 20.Jahrhunderts beschäftigte: Surrealisten, Situationisten, Neoisten und Mail-Art. Blissetts wechselnde Identität entzieht sich jeglichen akademischen Beschreibungsversuchen. So erfindungsreich diese auch sind - "cyber-pirate", "leader of the net-gener@tion", "media terrorist", "cultural terrorist", um nur einige zu nennen - Luther Blissett ist und bleibt nicht faßbar. Susann Müller (Uni Frankfurt) hat dennoch den Versuch unternommen sich dem Phänomen Luther Blissett zumindest ansatzweise zu nähern:
http://www.uni-frankfurt.de/fb09/kunstpaed/indexweb/frankfurt/referate/blissett/
Luther%20Blissett.html

Wohl wichtigster geistiger Wegbereiter des Luther-Blissett-Projekts ist der Romancier Umberto Eco, im Hauptberuf Professor für Semiotik in Bolgona. In seiner Aufsatzsammlung "über Gott und die Welt" gab er schon 1985 die Parole von der "semiologischen Guerilla" aus. Es gibt sogar Gerüchte, daß Eco höchst persönlich hinter dem Phänomen Luther Blissett stecke.

Hilfreich bei der Recherche zum Thema Blisset ist die Homepage:
http://www.lutherblissett.net
ein chronologisches Textarchiv von 1994 bis 1999, welches in erster Linie Beiträge aus einem "Luther-Blissett-Newsletter" enthält.
 
 

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Mo.07.01.02
Bildercodes
10. Internationaler Medienkunstpreis ausgeschrieben

Zum zehnten Mal schreiben das Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe (ZKM) und der Südwestrundfunk (SWR) Baden-Baden den Internationalen Medienkunstpreis aus. In diesem Jubiläumsjahr heißt das Thema des mit insgesamt 26.000 Euro dotierten Preises "Bildercodes". Weltweit sind Künstlerinnen und Künstler dazu aufgerufen, die "Bildercodes" der modernen Medien zu entschlüsseln, um ihre Bedeutung und Lesbarkeit durchschaubar zu machen. Die Veranstalter erwarten, dass die Wettbewerbsteilnehmer die vielfältigen Funktionen und den Gebrauch der Bilder von der Medizin bis zum Krieg thematisieren. Ziel ist ein umfassender Überblick und Einblick in das Universum der elektronischen Bilder der Gegenwart, ein Leitfaden durch die "Bildercodes" der Moderne. Einsendeschluss ist der 1. April 2002.

Von der Fotografie zum Film, von der Röntgenaufnahme zum Computerbild, von der magnetischen Videospeicherung zum Fernsehbild, werden die Menschen täglich mit den unterschiedlichsten Bilderfahrungen konfrontiert. Umso dringender scheint es, über eine Ikonographie der Medienbilder nachzudenken. Dieser Aufgabe wollen sich ZKM und SWR mit dem diesjährigen Thema des Internationalen Medienkunstpreises stellen.

Information: http://www.medienkunstpreis.de
 
 

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Fr.04.01.02
Herr der Zeichen
Umberto Eco wird 70.

Am 5. Januar wird das Universalgenie 70 Jahre alt. Seine literarische Arbeit begann erst Ende der siebziger Jahre, doch gleich sein erster Roman "Der Name der Rose" (1980) wurde ein Bestseller. Es folgten "Das Foucaultsche Pendel", "Die Insel des vorigen Tages" und kürzlich "Baudolino". Ecos Romane sind komplizierte Geflechte von Erzählhandlung, zeichentheoretischen Reflexionen sowie kultur- und philosophiegeschichtlichen Fragen.

Geboren wurde Eco als Sohn eines Buchhalters in der Stadt Alessandria im Piemont. Sein Vater hätte ihn gerne als Rechtsanwalt gesehen, doch der junge Eco entschied sich schließlich für die Philosophie. Im Alter von 22 Jahren schrieb er an der Universität Turin seine Doktorarbeit über die Ästhetik im Werk des Thomas von Aquin. Anschließend arbeitete er für das italienische Fernsehen, Zeitungen und Zeitschriften und wurde Herausgeber beim italienischen Verlag Bompiani.

Als Philosoph, Ästhet und Sprachwissenschaftler prägte er entscheidend die moderne Semiotik. Diese Zeichenkunde untersucht nicht nur Kommunikationsprozesse, sie liefert auch Interpretationsmuster für literarische Werke und kann bisweilen sogar als Lebensphilosophie dienen. 1975 erhielt Eco an der Universität Bologna den weltweit ersten Lehrstuhl für Semiotik.

Immer wieder hat sich der streitbare Linksintellektuelle auch bei politischen Themen zu Wort gemeldet. Bereits in den siebziger Jahren schrieb er unter dem Pseudonym "Dedalus" für die kommunistische Zeitung "Il Manifesto". Vor der Wahl im Mai 2001 forderte er die Italiener vergeblich auf, Silvio Berlusconi nicht zum Ministerpräsidenten zu wählen, weil dessen Politik nur die Reichen begünstige. Eco sympathisiert mit den Zielen der Globalisierungsgegner.

Ecos Verbindungen zu Deutschland reichen fast 40 Jahre zurück. 1962 heiratete er die deutsche Grafikerin Renate Ramge, mit der er einen Sohn und eine Tochter hat. (Quelle: mdr)

Ecos Homepage:
http://www.dsc.unibo.it/dipartimento/people/eco/

Umberto Eco: Zwischen Literatur und Philosophie
Einführung, Text-archiv, Linksammlung, Bibliographie
http://www.teamup.de/EcoOnline/
 
 

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So.16.12.01
Lux Centre in der Liquidation
Die Hintergründe der Schließung und Liquidation des Internationalen Zentrums für Film, Video und Medienkunst in London

Das Lux Centre am Hoxton Square im Londoner Osten war ein wichtiges internationales Zentrum für Film, Video und Medienkunst. Nach seiner Schließung im Oktober befindet sich das Lux jetzt in der Liquidation. Wie konnte es passieren, dass eine solch wichtige und unersetzliche Einrichtung in einer Nacht- und Nebelaktion geschlossen wird und hochprofessionelle, engagierte Mitarbeiter vor die Tür gesetzt werden? Und wie geht es weiter? Wird London und Großbritannien in Zukunft auf ein Zentrum des künstlerischen Films und der Medienkunst verzichten? Diesen Fragen geht das Kurzfilm-Magazin von shortfilm.de nach: http://www.shortfilm.de/ikf/pages/magazin/index.php?id=112

Weitere Nachrichten, Veranstaltungshinweise, Links aus dem Bereich des Internationalen Kurzfilms unter:
http://www.shortfilm.de/ikf//pages/magazin/index.php
 
 

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Sa.15.12.01
ID - Interkulturelle Klang-Ellipse
Die weltweit größte Dauer-Installation wurde in Wien eröffnet - ein von der EU gefördertes Kunst-Projekt der Wiener Klang-Künstler "sha.GTT".

Die Interkulturelle Klang-Ellipse ID - die Abkürzung steht für Identity - verschmelzt medialen und realen öffentlichen Raum zu einer neuen Form von Gesamtkunstwerk: Radio- und TV-Sender aus aller Welt werden als "IDentitätsträger" gesammelt und vor Ort transformiert. Ein klingender Raum, der sich als digitaler Organismus über die Dauer von Jahren entwickelt. Ein begehbarer Raum, der sich fortwährend öffnet und schließt. Der Besucher bewegt sich durch das Klangkaleidoskop und komponiert seinen Eigen-Welt-Raum.

Vierzehn große Monolithen machen einerseits die Originalsignale hörbar, andererseits die digitale Abstraktion der Klangkünstler "sha.GTT" [ http://www.shagtt.com ] . Sie generieren eine neue, sinnliche Klangsphäre, die in Interaktion mit dem einzelnen Besucher tritt.

Zu HÖREN ist ID nicht nur vor Ort am Dornerplatz im 17. Wiener Bezirks, sondern auch im Internet als Live-Stream rund um die Uhr: http://www.project-ID.at

Mehr unter:
http://kultur.orf.at/orfon/kultur/011129-6652/index.html
 
 

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Fr.14.12.01
Die Welt der Digital-Literatur
Digital Code und literarischer Text, das World Wide Web als Publikations-Ort und ein Manifest digitaler Poetik.

Die Diskussion von Literatur in digitalen Netzwerken hat sich verschoben von der bloßen Wahrnehmung des Computers als Erweiterung konventioneller Textualität zur Wahrnehmung der Codiertheit des digitalen Systems an sich. Florian Cramer stellt in der neuesten Ausgabe von dichtung-digital [ http://www.dichtung-digital.com ] die Fragen, die auf Antworten warten: Kann die Perspektive auf Text, der unabhängig von elektronischem Text entwickelt wurde, auf digitalen Code angewandt werden und was bedeutet dies für die Literatur? Wie verhalten sich Computerprogramme und Literatur zueinander? Ist "Software Art" ein literarisches Genre?: http://www.dichtung-digital.com/2001/10/22-Cramer

Das World Wide Web ist ein riesiger Publikationsort mit tiefgehenden Konsequenzen für die literarische Produktion abseits der Bestsellerlisten: Multiple Autorschaft, Globalisation und Individualismus, neue Verkaufsstrategien der Verlage, Buchläden, Autoren und Künstler. Christine Böhler skizziert die neuen Möglichkeiten und Risiken: http://www.dichtung-digital.com/2001/10/20-Boehler

Mit digitaler Poesie geschieht nichts radikal Neues, sie ist auch nicht die Einlösung oder Verbesserung (post)moderner Schreibweisen. Und: Digitale Poesie präsentiert und exemplifiziert den Gebrauch von Sprachen bzw. Zeichensystemen in der Symbolmaschine Computer und in digitalen Netzwerken.

Diese und andere Zuspitzungen formuliert Friedrich W. Block in "Acht Finger digitaler Poetik" - ein Manifest digitaler Poetik: http://www.dichtung-digital.com/2001/10/17-Block

Außerdem findet sich bei dichtung-digital unter der Überschrift "Netzkunst zwischen Blüte und Isolation" ein Interview mit Tilman Baumgärtel, der Fragen zu Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Netzkunst, zu ihren ästhetischen und politischen Aspekten, ihrem Formalismus und der Nähe zur Netzliteratur beantwortet: http://www.dichtung-digital.com/2001/11/24-Baumgaertel
 
 

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Di.04.12.01
intermedium 2
Medienkunst-Festival und neuer Preis für Medienkunst

Der Bayerische Rundfunk und das Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) veranstalten vom 22. bis 24.März 2002 das internationale Medien-Festival intermedium 2 in Karlsruhe. Zum Thema "X oder O. Identitäten im 21.Jahrhundert" präsentieren über 100 Künstler aus 15 Ländern intermediale Performances, Netzkunstwerke, Installationen sowie DJ- und VJ-Produktionen. Mehrere Radiosender übertragen ca. 100 Stunden - teilweise live - im Hörfunk und im Internet. Über das dreitägige Festival hinaus wird das ZKM so eine Woche lang zu einem Sendezentrum für verschiedene medienkünstlerische Produktionen.

Im Rahmen dieses Festivals wird der mit 12.000 Euro dotierte neue intermedium-Preis des Bayerischen Rundfunks vergeben. Am Wettbewerb nehmen alle Produktionen teil, die regulärer Bestandteil des intermedium-Programms sind. Empfänger des Preisgeldes können die Autoren, Komponisten, Medienkünstler, Regisseure oder Realisationsteams sein.

Einzelheiten über das Programm, die Künstler, Eintrittspreise und weitere Informationen gibt es ab 10. Januar 2002 unter: http://www.intermedium2.de
 
 

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Di.04.12.01
Pierre Boulez in Basel als potenzieller Bombenleger aufgegriffen
Der weltberühmte Komponist und Dirigent hatte vor 30 Jahren in einem Interview geäußert, man sollte "die Opernhäuser in die Luft sprengen".

Weil Boulez in den 60er Jahren in einem Interview mit dem "Spiegel" die traditionelle Oper kritisierte und dabei die provokante Metapher verwendete, alle Opernhäuser sollten "in die Luft gesprengt werden, gilt der weltberühmte zeitgenössische Komponist und Dirigent bei der Schweizer Polizei als potenzieller Bombenleger. Dies kam ans Licht, als der 76-Jährige nach einer Premierenaufführung am Morgen des 2. November in Basel von Polizisten "aufgegriffen" und kurzzeitig sogar seines Passes beraubt wurde.

Die Bezirksanwaltschaft Zürich hatte Boulez im nationalen Fahndungsregister Ripol als Bombendroher ausgeschrieben. In Basel stieß die Polizei durch die Anmeldung im Hotel auf Boulez. Nächtigt eine Person, die im Ripol-Register notiert ist, in der Schweiz, rückt automatisch die Polizei aus. Im Fall Boulez hätten sich die Polizisten also formal korrekt verhalten, meint André Auderset von der Basler Polizei.

Nachdem die Züricher Staatsanwaltschaft keinen Grund für weitere Ermittlungen gegen Boulez sah, entschuldigte sich die Polizei für die "Störung". André Auderset kündigte an, dass die Polizei auch noch brieflich ihr Bedauern ausdrücken werde. (Quelle: fr)

Pierre Boulez:
http://www.swr2.de/hoergeschichte/komponisten/boulez.html
 
 

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Do.29.11.01
Opernhaus für zeitgenössisches Musiktheater
Der künstlerische Leiter der Zeitgenössischen Oper Berlin präsentierte das Architektur-Modell des künftigen Opernhauses.

In Berlin soll das weltweit erste Opernhaus entstehen, das ausschließlich für Werke aus der Zeit nach 1945 konzipiert ist. Der künstlerische Leiter der Zeitgenössischen Oper Berlin, Rochholl, präsentierte das Modell eines möglichen Opernhauses. Es soll nach dem Willen der Initiatoren in der Nähe des Lehrter Stadtbahnhofs gebaut werden.

Das von dem Berliner Architektenbüro Gewers, Kühn & Kühn konzipierte Haus soll neben einem großen Saal auch Forschungslabore, eine Mediathek und eine Ausstellung über elektronische Musik integrieren. Während traditionelle Opernsäle eine Trennung von Bühne und Zuschauerraum vorweisen, ist das Berliner Modell mit einem multifunktionalen Saal ausgestattet. Dieser kann je nach Produktion in Bezug auf Blick- und Klangrichtung gestaltet werden.

Die Zeitgenössische Oper wurde 1997 in Berlin mit dem Ziel gegründet, ein Opernhaus für zeitgenössisches Musiktheater aufzubauen. Zurzeit dient das Berliner Hebbel-Theater als Spielstätte, in der jährlich sechs bis acht moderne Opernwerke aufgeführt werden. (Quelle: mdr)

Der Entwurf des Architekturbüros Gewers Kühn und Kühn:
http://www.zeitgenoessische-oper.de/Zentrum/Zentrum.htm

Homepage der Zeitgenössischen Oper Berlin:
http://www.zeitgenoessische-oper.de/
 
 

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So.25.11.01
Gedächtnis der Menschheit
Beethovens 9. kommt ins Welterbe

Die 9. Sinfonie Ludwig van Beethovens mit der "Ode an die Freude" wird ins "Gedächtnis der Menschheit" aufgenommen. Die Deutsche Kommission der UNESCO wird Anfang Dezember eine Urkunde in Empfang nehmen, die die Aufnahme des Musikwerkes in die Liste "Memory of the World" dokumentiert. Die Berliner Staatsbibliothek will anlässlich dieser Auszeichnung die Original-Partitur am 7. und 8. Dezember in ihrem Stammhaus Unter den Linden ausstellen.

Die UNESCO hat 1992 das Programm "Memory of the World" - das Gedächtnis der Menschheit ins Leben gerufen, mit dem das dokumentarische Erbe weltweit gesichert werden soll. In das Weltregister werden herausragende Buchbestände, Handschriften, Partituren, Unikate, Bild-, Ton- und Filmdokumente aufgenommen.

Bisher wurden 47 Dokumente des Menschheitserbes aufgenommen. Dazu gehören zum Beispiel die Dokumente des Wiener Kongresses, der Azteken-Codex in Mexiko und die Archive des Warschauer Ghettos.

Die deutsche Kommission hatte sechs Nominierungen übergeben. Neben der 9. Sinfonie von Beethoven wurden Gutenbergs Erfindung des Buchdrucks, Fritz Langs Film "Metropolis", Konrad Zuses Patent-Anmeldung für eine "Rechenvorrichtung", Goethes Nachlass und das Phonogrammarchiv bei der Stiftung Preußischer Kulturbesitz für die Auszeichnung angemeldet. (Quelle: mdr)

UNESCO Memory of the World Programme :
http://www.unesco.org/webworld/mdm/index_2.html
 
 

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Sa.24.11.01
Weisser Januar
Streik der freien Kulturszene in Leipzig gegen geplante Kürzung der städtischen Fördermittel.

Ab Neujahr wird es in mehr als 20 Leipziger Veranstaltungsstätten vier Wochen lang weder Kino, Theater und Konzerte, noch Ausstellungen oder Kurse geben. Mit einem "Weißen Januar" protestiert die freie Kulturszene gegen die Absicht, die städtischen Fördermittel für 2002 um 400.000 Mark zu kürzen. Am 19. Dezember beschließt der Stadtrat das Budget. Die Initiative "LEIPZIG plus KULTUR", ein Zusammenschluss von rund 30 Vereinen und Veranstaltern, sammelt bis dahin Abend für Abend Unterschriften unter ihren Aufruf zur Rücknahme der Kürzungen.

Ein besonderer Dorn im Auge ist der Initiative das Verhältnis zwischen der Förderung von Hochkultur und freier Kultur, das bei dreißig zu eins liegt. Die Stadt Leipzig stellt 150 Millionen für die großen Institutionen wie Gewandhaus, Oper und Schauspiel bereit, während die freie Szene mit bisher 4,8 Millionen am Rand des Existenzminimums arbeitet, eigentlich aber mehr als sieben Millionen brauchte, um ihr gegenwärtiges Angebot aufrecht erhalten zu können. Dass Leipzigs freie Szene mehr Geld verdient hätte, als sie 2002 von der Stadt bekommen soll, das räumt auch Kulturdezernent Girardet ein. (Quelle: mdr)
 
 

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Fr.23.11.01
Under_score
Online-Ausstellung mit Netzkunst und Sound aus Australien

Die Brooklyn Academy of Music (BAM) [http://www.bam.org/asp/bam_frameset.asp] präsentiert die online-Ausstellung "Under_score" [http://www.bam.org/under_score] , welche Netzkunst und Sound von neun australischen Künstlerinnen und Künstlern zeigt, für die das Internet zur wichtigsten Arena für künstlerische Experimente geworden ist. Ihre Arbeiten zeigen eine weitgefächerte Herangehensweise an die Technologie und Asthetik des Internets. Auch zwei alternative Internet-Sendestationen, l'audible [http://www.radioqualia.va.com.au] und r a d i o q u a l i a [http://www.radioqualia.va.com.au] stellen spannende Soundarbeiten aus Australien und Neuseeland vor.

Die Ausstellung ist Teil von "Next Wave Down Under" [http://www.bam.org/asp/bam_frameset.asp] , ein einmonatiger Fokus auf australische Kunst und Kultur innerhalb des Next Wave Festival 2001[http://www.bam.org/asp/perflisting.asp] (02.10. - 20.12.2001 : New York, USA).

Teilnehmende Künstler unter anderen:

Paul Brown
http://www.bam.org/under_score/brown.html

geniwate
http://www.bam.org/under_score/geniwate.htm

Francesca da Rimini
http://www.bam.org/under_score/darimini.html

John Tonkin
http://www.bam.org/under_score/tonkin.htm

Melinda Rackham
http://www.bam.org/under_score/rackham.htm
 
 

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Do.22.11.01
mediafiles.at
Online-Informationssystem zur österreichischen Medienkunst.

mediafiles.ist eine Online-Datenbank, die künstlerische Beiträge vorstellt, die sowohl das Feld der Video- und Fernsehkunst, als auch den Bereich von Radiokunst und Telekommunikationsprojekten behandeln. Erfasst werden insbesondere künstlerische Arbeiten, die als kulturtechnische Modelle, Konzepte und Operationen zu einem allgemeinen Verständnis von Medientechniken als Kulturtechniken beitragen.

mediafiles.at ist offizieller assoziierter Partner des Projekts Vektor - European Contemporary Art Archives, das sich mit der Dokumentation, Digitalisierung und Vermittlung zeitgenössischer Kunst befasst.

mediafiles.at:
http://mediafiles.at/

Vektor:
http://vektor.at
 
 

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Mo.05.11.01
konsortium.Netz.kultur
Interessenvertretung österreichischer Web-Kultur-Initiativen wurde konstituiert

Nachdem sich die österreichischen Initiativen einer partizipativen Netzkultur bereits im Februar 2000 zu einem informellen Netzwerk und einer Pressure Group zusammen geschlossen haben, wurde das konsortium.Netz.kultur nun als offizielle Interessenvertretung konstituiert.

Das konsortium.Netz.kultur sieht als seine wichtigste Aufgabe, das öffentliche Bewusstsein für die gesellschaftlichen Zusammenhänge von elektronischen Netzwerken mit einer demokratischen, partizipativen und sozial ausgewogenen Kulturentwicklung deutlich anzuheben. In diesem Sinne versteht sich das konsortium.Netz.kultur auch als Sprachrohr gegenüber Öffentlichkeit und Medien, gegenüber Politik und Verwaltung.

Zu den konkreten Zielsetzungen zählt vor allem die Problematisierung der noch immer vorherrschenden Missachtung und Geringschätzung der neuen Medien in der Kunstförderung. Das macht sich vor allem in erschreckend niedrigen Budgetzahlen bemerkbar, die an eine sinnvolle Entwicklung dieses Bereiches gar nicht denken lassen.

Gabi Kepplinger, Sprecherin des konsortium.Netz.kultur: "Es bedarf analog zur öffentlichen Errichtung eines Universitäts-, Schul- und Bildungsnetzes auch eines Cultural Backbone im Internet. Eines elektronischen Rückgrats für Kunst und Kultur in Österreich, das ausreichende Bandbreite und uneingeschränkten Zugang zu neuen Informations- und Kommunikationstechnologien zur Verfügung stellt."

(Quelle: konsortium.Netz.kultur)

contact@konsortium.at:
http://www.netzkultur.at/

Mitgliedsinitiativen:

med-user.net (Dornbirn)
http://med-user.net/

mur.at (Graz)
http://www.mur.at/

Public Netbase t0 (Wien)
http://www.t0.or.at/

Public Voice Lab (Wien)
http://www.pvl.at/

servus.at (Linz)
http://www.servus.at/

subnet (Salzburg)
http://www.subnet.at/
 
 

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So.04.11.01
Stacy Horn: Cyberville
Clicks, Culture, and the Creation of an Online Town. Buch über die goldenen Jahre der Online-Kommunikation.

"Wer einem jungen Menschen erklären will, warum das Internet einmal so eine unglaublich aufregende Sache war, sollte ihm oder ihr diese Publikation geben. Cyberville von Stacy Horn ist wahrscheinlich das beste Buch über die goldenen Jahre der Online-Kommunikation - oder wenigstens das, was die alte Garde der Netznutzer dafür halten mag", schreibt Tilman Baumgärtel in "Medienrezensionen".

Als Gründerin der New Yorker Mailbox Echo hat Stacy Horn die Höhe- und Tiefpunkte von Virtual Communities ausführlich studieren und zum Teil sogar am eigenen Leib erfahren können. Echo war seit 1988 das BBS der New Yorker Künstler und Intellektuellen, eine Art East Coast-Antwort auf das kalifornische Idyll der Cyber-Esoteriker und Greatful-Dead-Fans, die sich bei The Well ein Stelldichein gaben.

(Quelle: rohrpost)

Stacy Horn:
Cyberville - Clicks, Culture, and the Creation of an Online Town
New York: Warner Books 1998, 340 S., ISBN 0-446-51909-X, $ 17.99
 
 

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Sa.03.11.01
gleichstellen.khm.de
Pool für Kunst-Förderprogramme für Frauen

Es heißt, das Leben außerhalb der Kunsthochschule sei noch schonungsloser als das Leben darin.

Daher hat das Büro für Gleichstellung der Kunsthochschule für Medien in Köln einen Pool eingerichtet, in dem Ausschreibungen für Stipendien, Preise, Förderungen usw. gesammelt werden.

Der Schwerpunkt liegt auf Ausschreibungen im Bereich Kunst, Medienkunst und Mediengestaltung/Design. Zu finden sind Förderprogramme für Frauen sowie Angebote für Frauen und Männer.

(Quelle: khm)

gleichstellen.khm.de:
http://gleichstellen.khm.de

Tipps und Fragen bitte an::
gleichstellen@khm.de
 
 

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