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Qualtinger, Helmut

österr. Kabarettist, Schauspieler und Schriftsteller
* 08.10.1928 Wien
† 29.09.1986 ebd.

Das Wiener Original Qualtinger hatte mit seinen Sketchen und Glossen im gesamten deutschsprachigen Raum großen Erfolg. Sein Wiener Dialekt war nicht Stilmittel, sondern diente der pointierten und scharfzüngigen Entlarvung des Wiener Kleinbürgertums, seiner Spießigkeit und Borniertheit. Beim Wiener Publikum provozierte Q. mit seinem »Herrn Karl«, einem opportunistischen Mitläufer, Entrüstungsstürme. 1963 gastierte er mit diesem Monolog erfolgreich am Broadway in New York.

- Ab 1950: Zusammenarbeit mit C. Merz; regelmäßige Kabarettprogramme auf Wiener Bühnen.
- 1955-61: Wöchentliche Glosse für den Wiener Kurier unter dem Titel »Blatt'l vor'm Mund«.
- 1961: Autor und Darsteller des »Herrn Karl«.
- Ab 1963: Lesetourneen u.a. mit »Die letzten Tage der Menschheit« (K. Kraus).
- 1965: Scharfrichter in dem eigenen Stück »Die Hinrichtung«.
- 1971: Dorfrichter Adam in »Der zerbrochene Krug« (H. v. Kleist).

- 1981: Regie im eigenen Stück »Das kleine Wiener Halbwelttheater«.
- 1986: Letzte Rolle als Remigio in der Filmfassung von »Der Name der Rose« (U. Eco).

  G. Bronner/C. Merz/H. Qualtinger (Hg.): Qualtingers beste Satiren, 1973; M. Kehlmann u.a. (Hg.): Der Qualtinger, 1987.
 



 NEUERSCHEINUNG:
 Gunna Wendt: Helmut Qualtinger. Ein Leben,  Biographie, Deuticke, 1999

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