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Computer generierte Farbpunktverteilungen als Kunstform |
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Eingang Gabelsbergerstrasse - 2. Stock, 5 min vom Königsplatz (U2) |
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Veranstalter: Echtzeithalle e.V. in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik und Theater München |
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Irgendwann in den 70er Jahren begann ich, kariertes Papier
zufallsverteilt mit den Ziffern "1" und "2" zu beschriften.
Kästchen mit gleichen Ziffern verband ich zu einer Fläche und
gab ihr eine Farbe. So entstanden Formen, die mit jeder Zahlenreihe
wuchsen, "Landkarten" aus Kontinenten und Ozeanen mit grossen und
kleinen Seen in den Landmassen und grossen und kleinen Inseln in den
Meeren. Ich hatte das Gefühl, eine Welt zu betreten, die vor meinen
Augen entstand.
Das war der Anfang von etwas, was im Laufe der folgenden Jahrzehnte sehr verschiedene Formen angenommen hat. Allen gemeinsam ist die Faszination, die sie auf mich ausüben und die zwei Ursachen hat: Die eine ist das Betreten der von mir geschaffenen Welten und die andere ist die Schönheit dessen, was sich darin aus Gesetzmässigkeit und Zufall bildet. Ich denke, dass Verbindungen aus Zufall und Gesetzmässigkeiten ein Grundprinzip aller Baupläne und anderer Erscheinungformen der Natur sind, der belebten und der unbelebten, z.B. Flussläufe, Eisblumen am Fenster, das Aussehen von Gebirgszügen in Luftaufnahmen oder eine Häuserwand mit wildem Wein im Winter. Wenn bei den Weinranken im Winter die Blätter abgefallen sind, erkennt man, wie der Kampf um einen sonnigen Fleck an der Wand zu einer etwa gleichmässigen Verteilung des Geästs geführt hat, der man noch die Dynamik ansieht, die dahin geführt hat. Was ich in dieser Veranstaltung vorstellen möchte, sind Farbverteilungen, die sich nach einem bestimmten Programm auf dem Bildschirm entwickeln. Beim Betrachten der dabei entstehenden abstrakten Bilder habe ich Assoziationen. Von konkreten Assoziationen wie Rost auf Metall, Moos auf Stein, Wolken, Landkarten u.ä. - will ich hier gar nicht sprechen. Es gibt auch abstrakte Assoziationen (die wohl auch für das Hören von Musik Gültigkeit haben). Ich sehe Gegensätze, Abstufungen, Haupt- und Nebenakteure, Zusammenklänge, Nebenklänge, verschiedene Formen von Gleichgewichten. Das alles verändert sich, baut sich aus. Plötzlich betritt ein neuer Farbton (Akteur) die Fläche. Er kann zunächst als Störfaktor empfunden werden. "Der passt nicht rein". Aber mit seiner Zunahme auf der Fläche ändert sich dieser Eindruck. Allmählich übernimmt die neue Farbe eine Rolle im Geschehen und verändert die Rollen der anderen Farbflächen oder Strukturen. Das Ganze richtet sich neu aus, erhält einen anderen Schwerpunkt, eine andere Gesetzmässigkeit. Nach einiger Zeit befindet sich der Betrachter in einem - verglichen mit der vorausgegangenen Situation - grundlegend veränderten Umfeld. Er geht bei dieser Reise sozusagen nachvollziehend mit. Seine Aufmerksamkeit und seine Phantasie werden gleichermassen lebendig wach und in Aktion gehalten ..... sofern die Bildfolge für diesen Betrachter dafür geeignet ist. Linde Peters Linde Peters - Bewegte Flächen, tanzender Punkt (Text-Langversion): http://www.boa-muenchen.org/boa-kuenstlerkooperative/ linde-peters-musiklabor-veranstaltung-070709-02.htm |
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Kontakt: mail@gislinde-peters.de Linde Peters - Stochastische Bilder: http://www.boa-muenchen.org/linde-peters-stochastische-bilder/index.htm Echtzeithalle e.V. : http://www.echtzeithalle.de Linde Peters - Farbklänge AP05 Computer generierte Grafik Herbstmaterial 2007 - Programm:
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