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19.04.01 SMS - Literatur auf kleinstem Raum
05.04.01 Experten diskutieren Gefahren des Mobilfunks
28.03.01 Castor-Transport: Ausfall der Handy-Netze im Raum Lüchow-Dannenberg
20.03.01 Wird Informationsüberflutung zur Berufskrankheit der Angestellten?
19.03.01 Globalisierungsgegner protestieren in Neapel gegen Internet-Konferenz
12.03.01 Cyberwar: Bundeswehr probt erstmals einen über das Internet geführten Krieg
10.03.01 BGH-Beschluss: Netzbetreiber müssen auch Handy-Position offen
10.03.01 Datenschützer warnen vor Verlust der Anonymität im Netz
01.03.01 Familie online - MediaCommunicationsCamp
23.02.01 Betriebsratsdebatte bei Internet-Agentur Pixelpark
15.02.01 Virtuelle Konferenz: "Strategien für die Netzwerk-Gesellschaft"
06.02.01 Daten von Teilnehmern des Weltwirtschaftsforums in Davos geknackt
02.02.01 New Economy im Sturzflug
17.01.01 Studie stellt Zusammenhang zwischen Handy-Nutzung und Krebs her
12.01.01 Zentralanatolien: Razzia in Internet-Cafés
09.01.01 Info-Mail von Palmers legt Kundenliste offen
14.12.00 Das Internet ist langweilig
07.12.00 Weizenbaum: Das Internet ist ein riesiger Misthaufen
29.11.00 Komponieren mit dem Gameboy
28.11.00 Handy-Abstrahlungen beeinflussen das Immunsystem von Kindern negativ
21.11.00 Europäisches Patentamt begehrt Patentierung von Computerprogrammen
17.11.00 "Constant Harmony 2000": Die virtuelle Kriegs-Übung der Nato
09.11.00 Bund der Online-Geschädigten
31.10.00 webscene: Internationaler Wettbewerb für theatrale Netz-Performances
25.10.00 Massenproduktion an Information - Informationsproduktion durch Massen
19.10.00 Österreich: Politisch motivierter Datenklau aus Polizei- Informationssystem
12.10.00 Großbritannien: Schrankenloser Lauschangriff am Arbeitsplatz erlaubt
09.10.00 Mediafon: Ein Projekt zur Beratung von Selbstständigen in Medienberufen
06.10.00 konturen.net - Erste Ausgabe der "Online-Zeitschrift für Gesellschaft"
04.10.00 transmediale.01 - Internationales Medienkunstfestival Berlin
27.09.00 Nachrichtenplattform "hauptquartier.org"
22.09.00 Neue Computer machen allergisch
20.09.00 Mit skytalk.org Wörter buchstäblich an den Himmel schreiben
19.09.00 Zwei Deutsche als europäische Kandidaten für das Icann-Direktorium nominiert
15.09.00 Computerisierung an Schulen: "Mehr Schaden als Nutzen"
14.09.00 Kennedy-Tonbänder im Internet
13.09.00 Elektrosmog: Proteste gegen Mobilfunkanlagen der UMTS-Betreiber
12.09.00 RadioArt online: AudioHyperspace-Linkliste von Sabine Breitsamer
20.07.00 Netz-Projekt zum Gedenken an Holocaust-Opfer
19.07.00 Call-Center-Jobs durch Einsatz neuer Informationstechnik bedroht
14.07.00 World-Information.Org - Medienleitprojekt der Kulturhauptstadt Brüssel 2000
14.07.00 Digitale Kluft zwischen Ländern des Südens und dem industrialiserten Norden
13.07.00 Lieber TV-Zappen als Web-Surfen
12.07.00 Anteil der Internet-Nutzerinnen wächst rasant
11.07.00 Frauen im Bereich Computerwissenschaft erheblich unterrepräsentiert
10.07.00 Untersuchung zu Online-Leseverhalten: Text vor Bild und Banner
07.07.00 Jedes Ding hat zwei Seiten - Boris Groys' Phänomenologie der Medien
05.07.00 Wenn Maschinen dichten am Lech, kommt etwas dabei heraus
04.07.00 Frankreich: Durch neues Multimediagesetz Ende mit der Anonymität im Internet
29.06.00 Keine effektive parlamentarische Kontrolle beim Großen Lauschangriff



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M e d i e n / M o b i l f u n k / H a n d y / SMS

160 Zeichen
SMS - Literatur auf kleinstem Raum


19.04.2001 - Simsende Kids sorgen nicht nur für gigantische Umsätze der Mobilfunkanbieter, sondern vor allem für expressionistisch anmutende Literatur. Diesen Eindruck erweckt Andreas Bernard, der sich in der Süddeutschen Zeitung vom Mittwoch mit dem Phänomen SMS auseinandersetzt.

Der Düsseldorfer Uzzi Verlag hatte im Januar einen SMS-Literaturwettbewerb gestartet, zu dem bis Ende März 8.215 Beiträge eingereicht wurden. Am 1. Juni gibt der Verlag die Preisträger bekannt.

Die Beschränkung auf 160 Zeichen reize die Dichter, schreibt SZ-Autor Bernard, getreu Friedrich Nietzsches Erkenntnis, dass "unser Schreibzeug (...) mit an unserem Gedanken" arbeite. Man könne durchaus von einer "allgemeinen Wiederbelebung des lyrischen Genres durch den Short Message Service" sprechen. Die notwendige Verdichtung der Sprache, ihr "Lakonismus" erinnern den Autor an den Telegrammstil am Ende des 19. Jahrhunderts, den im- und expressionistische Lyriker ebenso wie Nietzsche genutzt hätten. Der SMS-Stil zeige die "untrennbare Verknüpfung von Medientechnologie und Literatur".

Das Limit der 160 Zeichen soll darüber hinaus "ein bis dahin ungekanntes Bewusstsein für die Bedeutung des einzelnen Zeichens" erzeugen, glaubt Bernard.

(Quelle: heise, sz)


Literaturwettbewerb "160 Zeichen":
http://www.160-zeichen.de

Das lyrische Gefühl in den Fingerspitzen
Andreas Bernard in der Süddeutschen Zeitung
über den Zusammenhang von Literatur und Medientechnologie :
http://szonnet.oba.de/REGIS_A12167514

Weitere Beiträge zum Thema:
http://www.nettime.org/rohrpost.w3archive/200101/msg00043.html
http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/sa/4604/1.html
http://www.netzeitung.de/servlets/page?section=724&item=125773
http://www.heise.de/newsticker/data/hod-18.04.01-000/


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M e d i e n / M o b i l f u n k / E l e k t r o S m o g

Elektrosmog
Experten diskutieren Gefahren des Mobilfunks


05.04.2001 - Der geplante Bau von bis zu fünfzigtausend zusätzlichen Sendeanlagen für die neue Mobilfunk-Generation UMTS wird nach Einschätzung der Bundesärztekammer verstärkt zu Gesundheitsbeschwerden führen. Bei einer Fachtagung in Berlin betonten Vertreter der Ärztekammer, es reagierten offenbar immer mehr Menschen empfindlich auf elektromagnetische Felder. Wissenschaftler, Netzbetreiber und Verbraucherschützer waren sich zwar darin einig, dass bislang ein Zusammenhang zwischen Sendebetrieb und Krankheiten noch nicht belegt sei. Die Ärztevertreter machten aber auch geltend, dass ein solcher Nachweis für die Zukunft nicht ausgeschlossen werden könne. Vor allem eine langfristige Belastung im Umkreis von Mobilfunkbasisstationen könne Folgen für den Menschen haben. Vertreter der Netzbetreiber verneinten Gefahren.

Der Bund für Umwelt- und Naturschutz in Deutschland (BUND ) und Verbraucherschützer forderten, die Bürger vorsorglich besser vor Elektrosmog zu schützen. Derzeit werde eine Vielzahl von neuen Mobilfunknetzen geplant und gebaut, ohne dass die möglichen Folgen für die Menschen ausreichend beachtet würden. "Der Staat lässt die Einführung einer Technik zu, ohne über die Risiken für die Bevölkerung zu entscheiden", kritisierte Bernd Rainer Müller vom BUND. Über Jahrtausende hinweg seien die natürlichen elektrischen und magnetischen Felder auf der Erde weitgehend konstant geblieben. Nun seien diese natürlichen Felder binnen nur einer Generation massiv von künstlichen Feldern überlagert worden. Der BUND verlangte, betroffene Bürger stärker über die Belastungen durch elektromagnetische Felder zu informieren und ihnen ein Mitspracherecht bei der Genehmigung neuer Anlagen einzuräumen.

Um es dem vorsichtigen Käufer einfacher zu machen, das Risiko möglichst gering zu halten, schlagen die Verbraucherinitiative und das nova-Institut ein Handylabel und die Ergänzung von Vorsorgewerten in der Elektrosmog-Verordnung vor. Das Label soll den SAR-Wert des Handys angeben – die spezifische Absorptionsrate gibt an, welche Strahlungsleistung, bezogen auf die Körpermasse, beim Telefonieren durchschnittlich aufgenommen wird – und diesen Wert als "gering", "mittel" oder "stark" einstufen.

(Quelle: dr, ard, heise.de)


Elektrosmog-Links:
http://www.nova-institut.de/es-links.htm

Informationen zum Elektrosmog:
http://www.nova-institut.de/esmog.htm

Gesundheitsrisiken der Mobiltelefonie
Bestandsaufnahme und Bewertung der neuesten Erkenntnisse
http://www.iegmp.org.uk/IEGMPtxt.htm

ARD Report Mainz Bericht:"Mobilfunk - Warnung vor der Strahlengefahr"
http://www.swr.de/report/archiv/sendungen/210800/handy2.rtf


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M e d i e n / I n f o r m a t i o n s s p e r r e

Polizei-Aktion?
Ausfall der Handy-Netze in Lüchow-Dannenberg
während Demonstration gegen Castor-Transport


28.03.2001 - Castor-Gegner und Journalisten hatten am Mittwoch-Nachmittag mit einem nahezu zeitgleichen mehrstündigen Ausfall der Handy-Netze von D1, D2 und E-Plus im Landkreis Lüchow-Dannenberg zu kämpfen. Sprecher von D1 und D2 bestätigten die Ausfälle.

Der parallele Ausfall der Mobilfunknetze nährt Spekulationen der Castor-Gegner, die Polizei hätte die Netze blockiert, um die Koordination der Protestierer untereinander zu erschweren. Zurzeit des Netzausfalls setzte sich der Castor-Zug wieder in Bewegung, nachdem er durch eine Blockade bei Neetzendorf/Süschendorf stundenlang aufgehalten wurde. Auch die Angestellten der Mobilfunk-Firmen scheinen solche Szenarien für möglich zu halten: Ein Leser berichtete heise online von einem Gespräch mit einem D1-Kundenberater, der, auf die Ursache des Netzausfalls angesprochen, vermutete, dass "die Obrigkeit" da wohl im Spiel sei, damit sich die "Castor-Protestanten" nicht per Handy verständigen könnten.

(Quelle: heise.de)


Unabhängige Berichtertattung über die Castor-Proteste:
http://www.germany.indymedia.org


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M e d i e n / I n f o r m a t i o n s f l u t

Info-Stress
Wird Informationsüberflutung zur Berufskrankheit der Angestellten?


20.03.2001 - „Wenn Sie heute an Ihrem Arbeitsplatz sitzen und waren zwei Tage weg, dann finden Sie in ihrer Mailbox unzählige E-Mails", seufzt Friedbert Holz aus der Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von BMW. "Weil es so einfach ist, mailt heute jeder fast jeden Mist. Aber mich kostet es mindestens eine Stunde mehr im Büro am Tag, weil sich gleichzeitig an der Zahl der Anrufe wenig geändert hat. "

Ein Problem, das viele kennen und für das das Schlagwort "Informationsüberflutung" kursiert. „Das ist eine alte Urangst, die eng mit der Entstehung der Informationstechnologie verbunden ist", meint Bettina-Johanna Krings vom Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse in Karlsruhe. Eine durchaus reale Angst, wie eine internationale Studie im Auftrag eines Service-Anbieters feststellte: Danach werden die Briten am meisten vom Info-Stress geplagt – sie bekommen durchschnittlich 117 Mails täglich. „Es gibt auch eine deutliche Beschleunigung", erläutert Krings, "wenn Sie um vier Uhr einen Vorschlag rausschicken, kommt eine Viertelstunde später der Gegenvorschlag. Ununterbrochen muss man reagieren und entscheiden. Das führt zu einem erheblichen Stress."

"Wir brauchen immer neue Informationen, neue Werkzeuge, um die alte Information zu kanalisieren", warnt Neil Postman in einem Interview. "Wenn die Versorgung mit Information aber nicht länger kontrollierbar ist, dann kommt es zu einem Zusammenbruch der psychischen Balance, des seelischen Immunsystems. " "Dass Informationsüberflutung als Berufskrankheit anerkannt würde, ist jedoch äußerst unwahrscheinlich – starke psychische Belastungen wurden bisher noch nie berücksichtigt", meint der Psychologe Andreas Seeber vom Institut für Arbeitsphysiologie in Dortmund.

Mit Hilfe von so genannten Software-Agenten wollen die Fraunhofer-Institute der Informationsflut Herr werden und Suchzeiten reduzieren. "Wenn man im Internet Hunderte von verschiedenen Quellen findet, aber nicht weiß, welcher man vertrauen kann, hat man eine Informationsarmut bei gleichzeitiger Überflutung", konstatiert Projektmanager Carsten Lienemann vom Fraunhofer-Institut für Software und Systemtechnik (ISST) in Dortmund. Seine Kollegen haben schon Prototypen solcher Software-Agenten entwickelt, mit deren Hilfe man Informationen nach persönlichen Prioritäten auswählen und sie sich an jeden Ort zuleiten lassen kann. "Informationslogistik" nennt sich die junge Forschungsdisziplin.


(Quelle: sz)



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M e d i e n / G l o b a l i s i e r u n g & I n t e r n e t

Straßenschlachten in Neapel
Globalisierungsgegner protestieren in Neapel gegen Internet-Konferenz


19.03.2001 - Tausende Globalisierungsgegner haben sich am Samstag in Neapel Straßenschlachten mit der Polizei geliefert. Nach Angaben der Polizei wurden dabei mindestens 150 Menschen verletzt, ein Polizist sei mit schweren Kopfverletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Die Demonstranten waren aus ganz Italien und dem Ausland in die süditalienische Stadt gereist, um gegen die fünftägige Konferenz der Organisation Global Forum zum Thema Internet und Regierung zu protestieren. Der Polizei zufolge nahmen bis zu 20000 Menschen an den Protesten teil, deren Organisatoren sprachen hingegen von bis zu 50000 Teilnehmern.

An dem Forum nahmen unter anderem der italienische Ministerpräsident Giuliano Amato, die Innenminister mehrerer europäischer und afrikanischer Staaten sowie Vertreter von Unternehmen, der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds (IWF) teil. Die Gegner der Globalisierung werfen den Regierungen der großen Industrienationen vor, durch die Abschaffung von Handelsbeschränkungen für die Verarmung vieler Menschen in den unterentwickelten Regionen der Welt mitverantwortlich zu sein. In den vergangenen zwei Jahren hatten Globalisierungsgegner in Europa und den USA immer wieder bei Tagungen und Gipfeln von Vertretern aus Wirtschaft und Politik Protestaktionen durchgeführt.
(Quellen: rtr, ap)



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M e d i e n / I n t e r n e t / C y b e r w a r

Cyberwar
Bundeswehr probt erstmals einen über das Internet geführten Krieg


12.03.2001 - Bei einem Planspiel, an dem sich auch Experten der Polizei, der Telekom und des Innenministeriums beteiligen, wollen Behörden und Großunternehmen noch in diesem Jahr nach US-Vorbild einen koordinierten Angriff auf deutsche Rechnersysteme simulieren, berichtet das Nachrichten-Magazin der Spiegel in seiner neuesten Ausgabe.

Das Szenario sieht laut Spiegel vor, dass eine "mafiose, international operierende Gruppe" Deutschland zwingen will, seine "militärischen Kontingente aus dem Kosovo zurückzuziehen".

Laut Spiegel soll das Planspiel vor allem die Erkenntnis fördern, dass im Krisenfall in einer computervernetzten Welt Staat und Wirtschaft voneinander abhängig sind und deshalb eng zusammenarbeiten müssen.

Die Diskussion um ein "elektronisches Perl Harbour" ist mit mehreren Jahren Verzögerungszeit aus den USA nun auch nach Deutschland geschwappt. Im Herbst letzten Jahres plädierte beispielsweise der Präsident des Bundesnachrichtendienstes für eine elektronische Aufrüstung der Bundeswehr. Auch die NATO stellt sich nach Angaben eines Sprechers verstärkt auf die elektronische Kriegsführung via Internet ein.

Seit 1997 diskutiert eine interministerielle Arbeitsgruppe die Verwundbarkeit so genannter "kritischer Infrastrukturen" der Bundesrepublik durch elektronische Angriffe. Ende Februar hatte eine von Bundesinnenminister Otto Schily einberufene Arbeitsgruppe einen ersten Bericht zur "Gefährdungspotentialen kritischer Infrastruktur vorgelegt". Kritiker, wie etwa die US-Bürgerrechtsorganisation EPIC, halten die Gefahr der elektronischen Kriegsführung für maßlos übertrieben. Sie werfen Militär und Rüstungsindustrie vor, sie wollten mit Hilfe von Horrorszenarien das Geschäft künstlich ankurbeln.
(Quelle: heise.de)



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M e d i e n / I n t e r n e t / M o b i l f u n k/ Ü b e r w a c h u n g

Bewegungsprofile von Handynutzern
Netzbetreiber müssen auch Handy-Position offen legen


10.03.2001 - Bei der polizeilichen Überwachung eines Mobiltelefons dürfen auch die Positionsmeldungen des Geräts erfasst werden, so dass ein Bewegungsprofil des Benutzers möglich ist. Nach einem am Donnerstag veröffentlichten Beschluss des Bundesgerichtshofs gilt dies unabhängig davon, ob der Teilnehmer gerade telefoniert. Bei einer Telefonüberwachung durch die Strafverfolger sei der Betreiber eines Mobiltelefonnetzes verpflichtet, die Standortdaten der jeweiligen Funkzellen mitzuteilen, an die das überwachte Handy im Bereitschaftszustand seine Stand-by-Meldungen gesendet habe.

Wenn das Handy ausgeschaltet ist, lässt es sich nicht orten - entgegen hartnäckiger Gerüchte. Die Strahlung der Handy-internen Uhr etwa, die auch im abgeschalteten Zustand weiterläuft, ist laut Technikern so schwach, dass sie nur geortet werden kann, "wenn man nebendran steht". Dennoch können auch die Daten der letzten Station, wo das Handy angemeldet war, aufschlussreich sein - wenn es sich immer abends dort zuletzt meldet, kann man annehmen, dass der Besitzer in der Nähe übernachtet. (Az.: 2 BGs 42/2001)
(Quelle: dpa. fr)



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M e d i e n / I n t e r n e t / Ü b e r w a c h u n g

Gläserne Internet-User
Datenschützer warnen
vor Verlust der Anonymität im Netz


10.03.2001 - Die Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder sehen die Anonymität im Internet in Gefahr. Wegen der in Deutschland und Europa geplanten Maßnahmen gegen die Kriminalität im Netz drohe der gläserne Internetnutzer, warnte die nordrhein-westfälische Datenschutzbeauftragte, Bettina Sokol, am Freitag nach einer dreitägigen Konferenz mit ihren Kollegen in Düsseldorf. Auch für das Internet müssten Datenschutz und Fernmeldegeheimnis gelten.

Die Datenschutzbeauftragten kritisieren vor allem die Forderung der Innenminister, die Internetprovider sollten die digitalen Spuren der Nutzer aufzeichnen und aufbewahren. Eine solche Datenbevorratung sei unverhältnismäßig. Das Sammeln von Daten für Zwecke der Strafverfolgung dürfe erst erfolgen, wenn ein konkreter Verdacht bestehe, fordern die Beauftragten.
(Quelle: dpa)



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M e d i e n / M e d i e n k o m p e t e n z

Familie online
MediaCommunikationsCamp der ev. Akademie Bad Boll


01.03.2001 - Im Stuttgarter Staats- und Kultusministerium hallt der Begriff durch alle Flure: Medienkompetenz. Im Familienalltag kommt beim Thema Computer und Handy oft weniger Freude auf. Für ratlose Eltern und medienbegeisterte Jugendliche bietet das Bad Boller MediaCommunicationCamp die Chance ganz neue Erfahrungen zu machen: Gemeinsam, kreativ und begleitet von medienpädagischen Fachleuten gilt es vier Tage lang ( So.08. bis Do.12. April 200) mit allen Mitteln der neuen Kommunikationstechnologie spannende Aufgaben zu lösen. Überraschungen gibt es dabei nicht nur im virtuellen Raum. Denn neben einem Netzwerk mit modernen Rechnern hat die Akademie mitsamt der umgebenden Natur auch vielfältige Angebote zum Toben und Erholen anzubieten.


Mehr Informationen unter:
http://www.ev-akademie-boll.de/tagungen/details/250101.pdf


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M e d i e n / I n t e r n e t

Große Resonanz auf Gewerkschaftsprojekt Connexx.av
Betriebsratsdebatte bei Internetagentur Pixelpark


23.02.2001 - Das von der IG Medien und der Deutschen Angestellten-Gewerkschaft (DAG) getragene Projekt Connexx.av schickte allen 1500 "Pixels" - so nennen sich die Beschäftigten des zu Bertelsmann gehörenden Dienstleisters - eine E-Mail mit der Frage, ob sie sich "demokratischere Strukturen als bisher" vorstellen könnten. "Mit einem Betriebsrat hättest Du eine Mitbestimmungsmöglichkeit und eine echte Interessenvertretung", brachte Connexx.av das Anliegen auf den Punkt.

Die Resonanz auf die Aktion wertet Projektmanager Willi Bartz als "echten Erfolg". Etwa 500 "Pixels" hätten sich - elektronisch - zurückgemeldet. Ein Drittel sprach sich für einen Betriebsrat aus, ein weiteres Drittel meldete weiteren Diskussionsbedarf an und das restliche Drittel signalisierte Ablehnung. Eine extra für Pixelpark eingerichtete Internet-Seite wurde gleich in den ersten Stunden etwa 4000 Mal aufgerufen.

"Die gewerkschaftlichen Strukturen innerhalb von Pixelpark sind seit längerer Zeit da, jetzt wollen die Leute loslegen", begründet Bartz die Initiative bei dem Vorzeigeunternehmen der bundesdeutschen "New Economy". Deshalb greife man von außen in die Debatte ein. Das geschehe auch zum Schutz der Gewerkschaftsmitglieder, da "Mitbestimmung bei Führungskräften Ängste auslöst, die dann oft zu Kurzschlusshandlung führen".

Paulus Neef, Gründer der Internet-Agentur, gibt zu, dass die Zeit des "persönlichen Austauschs" vorbei sei, der in einer kleinen Firma möglich war. In einem Betrieb von der jetzigen Größe Pixelparks brauche man einen "strukturierten Ansatz und neue Wege", schreibt er als Antwort auf die Gewerkschaftsmail an die "lieben Pixel". "Wir diskutieren seit längerer Zeit alternative Formen der Mitbestimmung", teilt Personalchef Atilla Simson auf Anfrage der Frankfurter Rundschau mit.

Derweil tauscht die Belegschaft ihre Argumente via Internet aus: "Warum sollen wir nicht die erste große New-Economy- Agentur mit Betriebsrat werden?", fragt ein Pixel, und ein anderer freut sich: "Es gibt mal wieder etwas außer hohlem Geplapper, gut so!" Ein weiterer fragt, ob ein Betriebsrat "vielleicht die falschen Rechte" habe und man nicht etwas Eigenes erfinden solle. "Die Hilfs- und Stilmittel Dritter" werden von einem Thomas kategorisch abgelehnt, der zur Antwort bekommt: "Ein Betriebsrat bei Pixelpark ist für mich wie die Füllung beim Zahnarzt." Es wäre besser gewesen, Karies zu verhindern, aber jetzt müsse es halt sein. Ein weiterer Pixel stellt fest, es könne durchaus sein, dass man hinterher der Meinung ist, die Betriebsratsgründung "hat ja gar nicht weh getan", und macht so seinen Mitstreitern Mut. Bartz freut sich: "Für Multimedia-Beschäftigte haben wir eine zielgenaue Kommunikationsform gewählt."

(quelle: fr)

connexx.av:
DAG und IG Medien bieten Medienschaffenden in privatem Rundfunk und Film-, Fernseh- und AV-Produktion mit connexx.av gemeinsame Betreuung und Interessenvertretung an.
Mehr Informationen unter:
http://www.connexx-av.de


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M e d i e n / N e t z w e r k G e s e l l s c h a f t

Virtuelle Konferenz im Internet:
"Strategien für die Netzwerk-Gesellschaft"


15.02.2001 - Die Metaphern "Netz" oder "Netzwerk" spannen sich mittlerweile durch alle relevanten Diskurse: von der Biologie zur Philosophie, von der Kunst zur Kybernetik, von der Neurophysiologie, Psychologie bis zur Ökonomie. Offensichtlich eignet sich der Terminus "Netzwerk" gut als paradigmatische Metapher für einen neuen Typus von Gesellschaft und Kultur. Vorausgesagt wird nicht weniger als die "Netzwerk-Gesellschaft", in der zukünftig alle wesentlichen Bereiche durch Netzwerke organisiert werden. Diesen Entwicklungen wird auf der Virtuellen Konferenz "Strategien für die Netzwerk-Gesellschaft" ( Mi.07. -Fr. 23. März 2001) nachgegangen. Neben Online-Foren sind Chats und andere Events geplant.

Im Rahmen einer Präsenzkonferenz im DGB Bildungszentrum Hattingen (17.04. bis 20.04.2001 ) werden die Erfahrungen mit der virtuellen Konferenz aufgearbeitet und durch zusätzliche Vorträge und Workshops ergänzt. Außerdem ist dort die Möglichkeit geboten, sich für virtual conferencing und internetgestütztes politisches Lernen weiter zu qualifizieren.

Veranstalter der beiden Konferenzen:
DGB Bildungszentrum Hattingen, DGB Bildungswerk, Hessische Gesellschaft für Demokratie und Ökologie, Landesstiftung der Heinrich-Böll-Stiftung e.V., Forschungsinstitut für Arbeiterbildung , Hans-Böckler-Stiftung.

Mehr Informationen unter:
http://www.netzwerkgesellschaft.de


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M e d i e n / D a t e n s c h u t z / D a t e n m i s s b r a u c h

WEF-Surfer geknackt
Hacker verschaffen sich vertrauliche Daten
von prominenten Teilnehmern des Weltwirtschaftsforums in Davos


06.02.2001 - Hacker haben vertrauliche Daten von Teilnehmern des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos geknackt. Darunter sind Kreditkartennummern, Passwörter, private Telefon- und Handy-Nummern etwa des früheren US-Präsidenten Bill Clinton, des südafrikanischen Präsidenten Thabo Mbeki, von Palästinenserpräsident Jassir Arafat, Microsoft-Chef Bill Gates oder dem designierten Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann. Das berichtete die Schweizer "Sonntagszeitung", der anonym eine CD mit den Daten zugespielt worden war. "Das ist ein Fall von Cyberkriminalität", bestätigte der Kommunikationschef des WEF, Charles McLean, der Zeitung.

Die Hacker hatten einen WEF-Server geknackt, auf dem die vertraulichen Daten von Teilnehmern des Treffens der letzten Jahre gespeichert waren. Insgesamt seien auf der CD 80 000 Din-A-4-Seiten Daten gespeichert, schrieb die "Sonntagszeitung". Bislang hätten die Hacker die Daten noch nicht benutzt. Mit den Angaben ließen sich im Internet teure Flugreisen und Hotels buchen, Pornoseiten abonnieren und teure Telefongespräche führen.

(Quelle: sz)


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M e d i e n / N e w E c o n o m y

New Economy im Sturzflug
Massiver Stellenabbau bei Internetfirmen


02.02.2001 - In den USA vergeht derzeit kein Tag, an dem nicht ein namhaftes Unternehmen den Abbau von Arbeitsplätzen bekanntgibt. Neben Größen wie Daimler Chrysler, Hewlett-Packard und Xerox trifft das besonders auf die Dot-coms, die Internetfirmen, zu.

Am Mittwoch meldete der Web-Buchhändler Amazon, daß er 1 300 Stellen abbauen werde. Dies sind 15 Prozent der Belegschaft. Die New Yorker Unternehmensberatung Challenger, Gray & Christmas ermittelte, daß die Internetfirmen des Landes allein im Januar 13 000 Arbeitsplätze streichen wollen. Neben vielen kleineren Dot- coms betrifft das auch Platzhirsche der US-Wirtschaft. So setzt Disney, einer der mächtigsten Medienkonzerne der Welt, seine 400 Web-Leute auf die Straße und macht sein Internetportal Go.com dicht. Experten halten diese Entwicklung allerdings erst für den Beginn einer Marktbereinigung, bei der ein Großteil der Firmen dieses Bereiches hinweggefegt wird.

(Quelle: jw)

Das Ende einer Ära
Das Internet ist auf dem Boden der Realität angelangt.
Von Felix Stalder (by telepolis 20.01.2001)
Der Dot-Com-Börsencrash in den USA und Europa hat endlich die erste Entwicklungsperiode des Internet als ein Massenmedium abgeschlossen. Der Verfall der High-Tech-basierten Aktienindizes wie NASDAQ oder NEMAX weist auf viel mehr hin als nur das Versagen einiger Internet-Firmen. Es ist der endgültige Hinweis darauf, dass sich viele der in jener Periode typischen und weitverbreiteten Annahmen über das Internet als vollkommen falsch herausgestellt haben...

Mehr bei telepolis unter:
http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/4724/1.html


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M e d i e n / M o b i l f u n k / H a n d y

"Statistisch signifikant"
Handynutzer haben häufiger Augenkrebs


17.01.2001 - Wissenschaftler der Universtät Essen haben erstmals einen statistischen Zusammenhang zwischen der Nutzung von Mobiltelefonen und dem Risiko für Augenkrebs nachgewiesen. Andreas Stang und seine Kollegen vom Institut für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie der Universität Essen veröffentlichten jetzt eine Studie in der Fachzeitschrift Epidemiology nach der das Risko an Augenkrebs zu erkranken bei regelmäßgen Handy-Benutzern um den Faktor drei erhöht ist.

Die Wissenschaftler hatten 118 Patienten mit Augenmelanomen, einem Krebs des inneren Auges, untersucht. Die Studie ergab, dass sie verglichen mit einer Gruppe von 475 gesunden Patienten häufiger angaben, Handys oder andere Geräte zu benutzen, die Radiowellen aussenden.

"Grund zur Besorgnis besteht nicht", beruhigt Stang. Das Risiko einen Augentumor zu bekommen liege bei etwa 1 zu 200.000 pro Jahr. "Wenn Sie das um einen Faktor drei erhöhen, ist das noch nicht dramatisch". Dennoch sei das Ergebnis der Untersuchung "statistisch signifikant" und die Wissenschaft müsse dem weiter nachgehen, zumal der biologische Mechanismus für diese Wechselwirkung nicht bekannt sei. Eine Folgeuntersuchung ist geplant.

(Quellen: heise, rtr)

Die Studie der Uni-Essen
Im Internet unter
http://venus.lwwonline.com/ips2000/frames/getFile.asp?J=64&I=48&A=1&U=1&T=0

Institut für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie der Universität Essen
Im Internet unter
http://www.uni-essen.de/imibe/

Fachzeitschrift Epidemiology
Im Internet unter
http://www.epidem.com

Gesundheitsrisiken der Mobiltelefonie
Bestandsaufnahme und Bewertung der neuesten Erkenntnisse
http://www.iegmp.org.uk/IEGMPtxt.htm

ARD Report Mainz Bericht:"Mobilfunk - Warnung vor der Strahlengefahr"
http://www.swr.de/report/archiv/sendungen/210800/handy2.rtf


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M e d i e n / I n t e r n e t

Razzia in Internet-Cafés
16-jährige Besucher wie Verbrecher abgeführt


12.01.2001 - Bei einer Razzia in Internet-Cafés in der zentralanatolischen Stadt Kirikkale sind 130 Kinder in Gewahrsam genommen worden. Wie die Zeitung Milliyet am Dienstag berichtete, führte Polizeichef Hayrettin Gök die Kinder der Presse wie Verbrecher vor. Anschließend hielt der Polizeichef den Kindern im Alter zwischen zehn und 16 Jahren eine Standpauke: "Wenn ihr wieder in Internet- Cafés geht, werden wir euch erneut aufgreifen ... Wir wollen euch nicht an schlechten, sondern an guten Orten sehen."

(Quelle: partisan)


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M e d i e n / C o m p u t e r / D a t e n s c h u t z L ü c k e n

Lauras Dessous
Info-Mail von Palmers legt Kundenliste offen


09.01.2001 - Als Teil einer weihnachtlichen Werbe-Mail der Unterwäsche-Kette Palmers haben die Empfänger versehentlich die gesamte Mail-Adressen aller Kunden erhalten, die bei dem Unternehmen online eingekauft oder sich als Interessenten auf der Homepage registriert haben. Die Palmers-Panne erlaubt in Kombination mit weiteren Datenschutz-Lücken umfangreiche Aussagen über einzelne Kunden. Zum Beispiel Laura K.: Ihre E-Mail-Adresse verrät nicht nur den vollen Namen, sondern auch wo sie studiert und zudem ihren Studienbeginn im Sommersemester 1998. Da Suchmaschinen Personennamen von Privatleuten nicht aussparen, findet man über Fireball schnell die passende Seite ihrer Universitäts-Homepage: Ein Pressetext über eine Hochschul-Veranstaltung nennt dort Lauras Studienfächer und präsentiert uns zudem ein Foto der jungen Dame.

(Quelle: eMarket)


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M e d i e n / I n t e r n e t

Internetflüchtlinge
Teenager finden das Internet langweilig


14.12.2000 - Jüngsten Umfragen zufolge haben sich bereits 30 Millionen Menschen in Großbritannien und den USA ganz aus dem Internet verabschiedet. Besonders viele dieser Internetflüchtigen sollen Teenager sein. "They came, they surfed and they went back to the beach", titelt Sally Wyatt vom Forschungsprogramm Virtual Society?, die diese Gruppe untersuchte. Als speziell für Teenager relevante Gründe sich aus dem Internet zu verabschieden nennt Wyatt Langeweile, zuviel Werbung und die Einsicht, dass sich ein eigener Zugang nicht lohnt. Angeblich würden sich die Teenager aus dem Internet zurückziehen, weil es dort nicht genug zu kaufen gebe. Tatsächlich entpuppten sich viele speziell auf Teenager ausgerichtete Webseiten als geschäftlicher Misserfolg.

Insgesamt meinen die Forscher, dass man die Auswirkungen des Internet weit überschätzt habe. Die Faszination könnte nur eine vorübergehende Erscheinung gewesen sein, wozu die gegenwärtigen Probleme der Internetfirmen gerade zu passen scheinen. "Es wird unser Leben verändern", sagt Steve Woolgar, der Leiter des Projekts am Economic and Social Research Council (ESRC), "aber nicht halb so tiefgreifend, wie wir das gedacht haben. Für die Masse der Bevölkerung wird es das Leben nicht wesentlich verändern."

(Quelle: heise )

Virtual Society?:
http://virtualsociety.sbs.ox.ac.uk/

Economic and Social Research Council (ESRC):
http://www.esrc.ac.uk


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medienrezeption
Weizenbaum: Das Internet ist ein riesiger Misthaufen


07.12.2000 - Vor einer Überschätzung des Internet hat der Computerkritiker Joseph Weizenbaum gewarnt. "Das Internet ist wie ein riesiger Misthaufen", sagte der Informatiker beim Kongress "Gutenbergs Folgen" (http://www.medienrezeption.de/foren/gutenberg/) in Mainz. Im weltweiten Datennetz gebe es aber einige Perlen zu finden. Dies gelinge jedoch nur mit der Fähigkeit, gute Fragen zu stellen. Dazu müsse das kritische Denken in den Schulen und Universitäten gefördert werden, sagte der Wissenschaftler, der am Massachusetts Institute of Technology (MIT) arbeitet.

(Quelle: partisan )


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Komponieren mit dem Gameboy
"Low tech music for high tech people"


29.11.2000 - Die Website von Micromusic ist zu einem Treffpunkt für Leute geworden, die elektronische Musik und alte Computer lieben. Produzenten aus der ganzen Welt veröffentlichen auf ihr Tracks voll komischer Geräusche, wie man sie Anfang der achtziger Jahre in der Videospiel-Arkade zu hören bekam. Die Macher von Micromusic nennen das "low tech music for high tech people".

(Quelle: rohrpost )

Micromusic:
http://www.micromusic.net


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Störfunk für die Körperzellen
Handy-Abstrahlungen beeinflussen das Immunsystem von Kindern negativ


28.11.2000 - Kinder, die Handys benutzten, litten an Gedächtnisverlust, Schlafstörungen und Kopfschmerzen, schreibt Wissenschaftler Gerard Hyland in der aktuellen Ausgabe Medizinwissenschaftszeitschrift The Lancet (Volume 356, Number 9244). Die Unter-18-Jährigen, die rund ein Viertel der Mobilfunknutzer in Großbritannien ausmachten, seien anfälliger als Erwachsene, da ihr Immunsystem weniger robust sei.

Die Haupteffekte der Handy-Abstrahlungen seien neurologischer Natur, die die Stabilität der Körperzellen beeinflussten. Die Gefahren kämen dabei von der niedrigfrequenten nicht-thermischen Strahlung, nicht von der Erwärmung des Gehirns durch thermische Effekte. Kinder seien dabei anfälliger als Erwachsene, da die Absorption von GSM-Abstrahlungen bei einem Objekt, das ungefähr die Größe eines Kinderkopfes habe, am größten sei. Außerdem könne die Strahlung auf Grund der dünneren Hirnschale von Kindern leichter eindringen. Bis zu einem Alter von ungefähr 12 Jahren gebe es zudem noch Veränderungen in der Struktur der Gehirnaktavität – und das in einem Bereich, in dem gerade die Abstrahlungen und Pulse der Mobilfunkgeräte lägen. Das Immunsystem, dass durch diese Form der Abstrahlungen negativ beeinflusst werde, sei bei Kindern darüber hinaus schwächer als bei Erwachsenen, wodurch sie negative Auswirkungen auf die Gesundheit schlechter bewältigen könnten.

Wären Mobiltelefone Lebensmittel, wären sie nicht zugelassen worden, da es zu viel Unsicherheit gebe, ob sie sicher seien, schreibt Hyland. Die bislang umfassendste Bestandsaufnahme und Bewertung der Erkenntnisse zu den Gesundheitsrisiken der Mobiltelefonie legte im Mai des Jahres die Independent Expert Group on Mobile Phones (IEGMP) in England vor. Sie kam ebenfalls zu dem Schluss, dass Kinder auf Grund ihrer dünneren Schädeldecke und des sich noch entwickelnden Nervensystems einem größeren Risiko ausgesetzt sind.

Unter Berufung auf eine vom Umweltministerium in Auftrag gegebene Studie meldete das Politmagazin Report Mainz des Südwestrundfunks (SWR) am 21.August "neue Erkenntnisse über die Wirkung von Mobilfunkstrahlung". Danach hätten Wissenschaftler an Tieren auf Höfen in der Nähe von Mobilfunkanlagen ein signifikant verändertes Weide-, Futter- und Liegeverhalten gegenüber Tieren auf Bauernhöfen ohne Strahlungseinfluss festgestellt.

(Quellen: heise, boa-Archiv )

The Lancet:
http://www.thelancet.com

Gesundheitsrisiken der Mobiltelefonie
Bestandsaufnahme und Bewertung der neuesten Erkenntnisse
http://www.iegmp.org.uk/IEGMPtxt.htm

ARD Report Mainz Bericht:"Mobilfunk - Warnung vor der Strahlengefahr"
http://www.swr.de/report/archiv/sendungen/210800/handy2.rtf


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Grenzenloses Begehren
Kann Europäisches Patentamt künftig Patente auf Software erteilen?


21.11.2000 - Bisher sieht das Europäische Patentabkommen (EPÜ) vor, "dass Programme für Datenverarbeitung" nicht patentiert werden dürfen. Diese Vorschrift habe das EPA in der Vergangenheit schon wiederholt missachtet, kritisiert der "Förderverein für eine Freie Informationelle Infrastruktur" (ffii). Jetzt soll der Verbotspassus ganz aus dem EPÜ gestrichen werden. Befürchtet wird, dass dann nur noch wenige Firmen den Software-Markt beherrschen werden.
(Quelle: taz )

Offener Brief des ffii
anlässlich bevorstehender weitreichender Änderungen des Europäischen
Patentabkommens, über die eine diplomatische Konferenz der Vertragsstaaten
vom 20. bis 29.November im Europäischen Patentamt in München verhandelt:
http://swpat.ffii.org/xatra/epue28/indexde.html


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"Constant Harmony 2000"
Größtes virtuelle Manöver in der Geschichte der Nato


17.11.2000 - Mehr als 3.500 Soldaten aus zehn NATO-Staaten beteiligen sich derzeit am bislang größten virtuellen Manöver in der Geschichte der Allianz. An dem "Trockenmanöver" unter der Bezeichnung "Constant Harmony 2000", das ausschließlich an Computerbildschirmen stattfindet, nehmen auf deutscher Seite rund 100 Soldaten vom schleswig-holsteinischen Marinestützpunkt Glücksburg teil. Die Marinesoldaten in Glücksburg sind an rund 100 Computern in zwei Schichten 24 Stunden lang im Manövereinsatz. Auch die übrigen Soldaten der beteiligten NATO-Länder arbeiten rund um die Uhr am Computer. Das virtuelle Manöver, das am vergangenen Samstag startete, dauert noch bis heute. Geprobt wird das Szenario der kollektiven Verteidigung bei einem Angriff auf ein Mitgliedsland. Das virtuelle Übungsgebiet des Manövers, an dem sich auch Heer und Luftwaffe beteiligen, befindet sich zwischen dem Nordkap und den Alpen. Sämtliche Aktionen, wie beispielsweise das Abfeuern von Raketen oder das Versenken eines Schiffes, werden per E-Mail ausgeführt. Über den Erfolg der einzelnen Aktionen entscheidet ein internationales Schiedsrichterteam.
(Quelle: partisan )


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Bund der Online-Geschädigten
Ein Internetprojekt des Künstlerduos Blank & Jeron


09.11.2000 - Mit "www.we-care-a-lot.org" entsteht eine Kommunikationsplattform für Onlinegeschädigte. Dies ist eine Mailingliste, auf der sich Onlinegeschädigte austauschen und gemeinsam Lösungsstrategien für ihre Probleme entwickeln können. Betroffene sind , Personen die durch Online mental, physisch, sozial oder finanziell geschädigt wurden.

Träger dieser Plattform, ist der Bund der Onlinegeschädigten (BdOg). Der Bund bezieht seine Mittel hauptsächlich aus Mitgliedsbeiträgen und aus den Erlösen der 100% content-freien Banner-Website "www.trade-and-communicate.net".

Am 19. November, ab 20 Uhr, präsentiert die Online-Galerie "ezwei" das Projekt "Bund der Online-Geschädigten" von Joachim Blank und Karl Heinz Jeron. Gezeigt werden besonders schwere Fälle. Außerdem besteht die Möglichkeit dem Bund beizutreten und per Live-Chat sich mit anderen Online-Geschädigten auszutauschen.

Seit 1993 produzierten Blank & Jeron in unterschiedlichen Konstellationen Internetprojekte im Kunst und Kulturkontext. Neben reinen Internetprojekten realisieren sie derzeit hybride Projekte, die das Internet thematisieren, sich jedoch als Hängungen, Objekte, Installationen und Events auf den physischen Raum ausdehnen. Dabei befassen Sie sich mit Phänomenen der Informationsgesellschaft. 1997 waren sie auf der Documenta X in Kassel vertreten.

(boa München )

Weitere Informationen unter:
http://www.ezwei.de


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webscene
Internationaler Wettbewerb für theatrale Netz-Performances


31.10.2000 - Das Theaterfestival SPIELART München, in Kooperation mit dem Kulturreferat der Stadt München, dem ARS ELECTRONICA CENTER Linz, dem Stadtforum München und dem Medienforum München, schreibt einen internationalen Wettbewerb für ein 'webscene'-Projekt mit doppelter Zielsetzung aus: Als Anregung für die Theater- und Performance-Szene, sich mit dem Medium Internet als Medium und Gestaltungsmittel zu beschäftigen, und als Angebot, eine 'Netz'produktion im Rahmen des Theaterfestivals SPIELART München im November 2001 (8.-24. 11. 2001) zu realisieren. Das Theaterfestival SPIELART München hat es sich seit seiner Gründung 1995, neben der Präsentation von aktuellen Inszenierungen, zur Aufgabe gemacht, genre-übergreifende Theaterformen und Projekte im Grenzbereich des Theaters zu erforschen.

Wettbewerbs-Beiträge können bis zum 25.02. 2001 eingereicht werden. Es werden keine inhaltlichen Beschränkungen vorgegeben und auch keine exakten Definitionen, was denn eine 'Inszenierung' im Netz sein könnte.

(boa München )

Information:
http://www.spielart.org/webscene


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Zwischen 1 und 2 Milliarden Gigabytes jährlich
Massenproduktion an Information - Informationsproduktion durch Massen


25.10.2000 - Nach dem Bericht "How Much Information?", der von der University of California at Berkeley veröffentlicht wurde, werden jedes Jahr zwischen 1 und 2 Exabytes (= 1 Milliarde Gigabytes) an Informationen hergestellt. Verteilt man diese Menge auf alle Menschen der Erde, dann würde dies pro Kopf 250 Megabytes ergeben.

Das direkt zugängliche Oberflächen-Web enthalte bereits 2,5 Milliarden Dokumente (21 Terabytes) und wachse kontinuierlich, da täglich 7,3 Millionen Seiten hinzukommen. Nimmt man noch das "tiefe" Web hinzu, also vernetzte Datenbanken, Intranets und dynamische Seiten, dann handelt es sich bereits um 550 Milliarden Dokumente, von denen 95 Prozent öffentlich zugänglich seien.

Die Menschen hätten, so die Autoren des Berichts, Peter Lyman und Hal Varian, 300000 Jahre gebraucht, um 12 Exabytes an Informationen herzustellen: "Jetzt sind gerade noch 2,5 Jahre nötig, um die nächsten 12 Exabytes zu erzeugen."

"Es gibt nicht nur eine Massenproduktion an Informationen", sagt Varian, "sondern auch eine Informationsproduktion durch die Massen."

(boa München, Quelle: heise )

Mehr zum Thema unter:
http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/8972/1.html


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M e d i e n / Ü b e r w a c h u n g / D a t e n m i s s b r a u c h

Politisch motivierter Datenklau
FPÖ-Politiker sollen geheime Informationen
über politische Gegner erhalten haben


19.10.2000 - Hohe FPÖ-Politiker sollen Polizisten angestiftet haben, gegen Geld über der FPÖ feindlich gesinnte Persönlichkeiten kompromittierende Materialien aus dem "Elektronischen Kriminalpolizeilichen Informationssystems" (EKIS) zu holen. Diesen Vorwurf erhebt der frühere Vorsitzende der FPÖ-nahen Polizistengewerkschaft, Josef Kleindienst. Die Informationen seien eingesetzt worden, um "politische Gegner in TV-Diskussionen mundtot zu machen", oder "um vor den Wahlen persönliche Adressen für ein Directmailing als "Wahlerinnerung" zu bekommen." Aber nicht nur die FPÖ, auch andere politische Parteien hätten laut Kleindienst in ähnlicher Form mit den Polizisten zusammengearbeitet.

Das Polizei-Informationssystem EKIS speichert unkontrolliert alles, bis hin zu Gerüchten über Krankheiten, Drogenkonsum, Gewalttätigkeit, auch wenn solche Vorwürfe abwegig oder gerichtlich ausgräumt sind.
(boa München, Quellen: sz, partisan.net )


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M e d i e n / Ü b e r w a c h u n g

Schrankenloser Lauschangriff
In Großbritannien erlaubt neue Verordnung
ungehindertes Lauschen am Arbeitsplatz


12.10.2000 - Am 26. Oktober tritt in Großbritannien eine neue Verordnung in Kraft, die es Unternehmen erlaubt, die gesamte Telekommunikation ihrer Mitarbeiter zu überwachen. Im Unterschied zur bisherigen Regelung muss nicht mehr die Zustimmung beider Seiten eingeholt werden. Die Gewerkschaften rechnen damit, dass die Verordnung zur Überwachung am Arbeitsplatz mit der Europäischen Menschenrechtskonvention in Konflikt gerät.
(boa München, Quelle: heise )

Mehr zum Thema unter:
http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/te/8854/1.html


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M e d i e n / S e l b s t ä n d i g e  i n   d e n  M e d i e n

Mediafon
IG-Medien-Projekt zur Beratung von Selbständigen in Medienberufen


09.10.2000 - "mediafon", ein Beratungsservice der IG-Medien, vermittelt Selbstständigen aus den Bereichen Medien, Multimedia, Kultur und Kommunikation berufsspezifische Kenntnisse und Hilfen. Außerdem vermittelt und fördert "mediafon" Kooperationen zwischen Freiberuflern. Über ein Callcenter ist "mediafon" ab 10. Oktober als ein "virtuelles Beratungsbüro" zu erreichen. Es besteht aus einer Vielzahl von freien Medienschaffenden, die jeweils spezielles Berufswissen haben und entsprechend beraten können.

Das "mediafon"-Callcenter wird unter der Nummer 0 18 05/75 44 44 zunächst montags bis freitags zwischen 10 und 19 Uhr erreichbar sein. Die Anrufkosten betragen 24 Pfennig pro Minute.
(boa München )

Internet-Präsenz von "mediafon":
http://www.mediafon.net


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M e d i e n / I n t e r n e t / O n l i n e Z e i t s c h r i f t

konturen.net
Erste Ausgabe der "Online-Zeitschrift für Gesellschaft" im Netz


06.10.2000 - Unter der Adresse www.konturen.net ist seit 30. September 2000 die erste Ausgabe der Online-Zeitschrift "konturen.net - Zeitschrift für Gesellschaft" im Internet abrufbar. Mit vier Ausgaben pro Jahr steht das Magazin illustrativ und informativ an der Schnittstelle zwischen Sozialwissenschaften und Öffentlichkeit. konturen.net will durch sein Format die gesellschaftlichen Debatten und Perspektiven einem größeren Publikum erschließen. Die Autoren der Zeitschrift kommen aus Forschung, Politik und Journalismus.

Die erste Ausgabe von konturen.net beschäftigt sich mit dem Thema "Die ganz normale Gewalt". Darin wird auf vielfältige Weise der Frage nachgegangen, wie moderne Gesellschaften mit dem Thema Gewalt umgehen und wie sich Gewaltphänomene von heute verstehen lassen. Es wird Nahaufnahmen von Gewaltbereitschaft geben, so einen Bericht aus dem Leben eines Skinheads. Die Ursachen der hohen Mordrate in den USA werden untersucht sowie die Gewaltdarstellung in der amerikanischen Gegenwartsliteratur.

Jede Ausgabe hat neben dem jeweiligen Schwerpunktthema Rubriken mit Interviews, Rezensionen und Berichten aus der Forschung. Im Schaukasten werden Fotoserien junger Künstler vorgestellt, in der Rubrik Konträr werden moderne Mythen aufs Korn genommen und gegen den Strich gebürstet, die Rubrik Fangfrisch bietet einen Einblick in ungewöhnliche und interessante Forschungsergebnisse, während in der Arena die Leser offen und unkommentiert über Themen der Zeitschrift und aktuelle Fragen diskutieren können. Ein Serviceteil mit Buchvorstellungen und Konferenzankündigungen runden das Magazin ab.
(boa München )

Online-Zeitschrift konturen.net:
http://www.konturen.net


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DIY [ do it yourself ! ]
transmediale.01 lädt ein zur Einreichung
von künstlerischen Projekten


04.10.2000 - Vom 4. bis zum 11. Februar 2001 findet im Podewil, Zentrum für aktuelle Künste, in Berlin und an anderen Orten die transmediale - internationales medienkunstfestival berlin statt. Die transmediale ist eine Plattform für künstlerische und kritische Reflexionen über die Rolle digitaler Technologien in der heutigen Gesellschaft. Das Festival versteht sich als kommunikatives Forum für Künstler, Medienschaffende und ein vielschichtiges Fachpublikum sowie als ein Präsentationsort für neue und bedeutende Projekte der digitalen Kultur.

Das Internationale Medienkunstfestival transmediale.01 wird im kommenden Jahr in den Kategorien Interactive, Video und Künstlerische Software jeweils einen transmediale award in Höhe von DM 10.000 vergeben.

Die transmediale.01 lädt ein zur Einreichung von künstlerischen Projekten, die frühestens 1998 entstanden sind. Einsendeschluss ist der 31.10. 2000.

Der Wettbewerb der transmediale.01 ist auf solche künstlerischen Projekte konzentriert, die sich mit dem Selberentwickeln und Selberbauen von kreativen Werkzeugen beschäftigen und die auf die Weitergabe kreativer medialer Kompetenz ausgerichtet sind.
(boa München )

Information und Ausschreibungsformular unter:
http://www.transmediale.de


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Information / Desinformation / Hype / Fakes
Die Nachrichtenplattform hauptquartier.org


27.09.2000 - Mit "hauptquartier.org" befindet sich im Internet eine Nachrichtenplattform die sich wirklich ausschließlich mit Information, Desinformation, Hype, Fakes, HOAX, Plagiarismus und Netz-Kommunikationsguerilla beschäftigt. "hauptquartier.org" ist Teil der HOAX-Bewegung, die seit Anfang der achtziger Jahre Nachrichten für elektronische Medien produziert und sicherlich in der Tradition der Performance gesehen werden muß. Zudem ist auch eine Nähe zur "Spaßguerrilla" nicht zu verneinen, jedoch fehlt der HOAX-Bewegung der belehrende und oft verkrampft erhobene Zeigefinger.
(boa München )

hauptquartier.org:
http://www.hauptquartier.org/manifest.htm


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Risiko für die menschliche Gesundheit
Neue Computer machen allergisch


22.09.2000 - Das flammhemmende Mittel Triphenylphosphat, das in mehr als der Hälfte der neuen Computern enthalten ist, kann Allergien auslösen. Zu dieser Erkenntnis kamen einem BBC-Bericht zufolge schwedische Wissenschaftler. Die Rechner dampfen das Triphenylphosphat bei Aufheizung aus und können gesundheitliche Probleme wie Jucken, verstopfte Nasen oder Kopfweh verursachen.

Die Werte waren bei den ersten Einschaltzyklen beispielsweise eines neuen Monitors am höchsten. Sogar nach einem halben Jahr Dauerbetrieb - gleichzusetzen mit zwei Jahre Bürobetrieb - emittierten die Geräte immer noch eine 10fach höhere Konzentration als in der Umgebung vorhanden.

BBC berichtet, dass die Chemikalie als gesundheitliches Risiko eingeschätzt wird und Kontaktdermatitis verursachen kann. Das schwedische Forscherteam empfiehlt, vor allem in frisch ausgestatteten Büros ständig und ausreichend zu lüften.
(boa München, Quellen: futurezone, bbc )


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skytalk.org
Wörter buchstäblich an den Himmel schreiben


20.09.2000 - Get your message out there! Über den Chat Channel von skytalk.org können Texte an zwei weit sichtbare Laufschriftdisplays hoch oben auf der Windkraftanlage Garbsen - Schloss Ricklingen an der Autobahnraststätte Garbsen-Nord (A2 Berlin - Dormund) übertragen werden. Die Windenergieanlage wird so in eine erzählerische und informative Plattform verwandelt. Im Eingangsbereich der Raststätte befindet sich ein Terminal, der ebenfalls auf www.skytalk.org zugreift. Sollte sich gerade niemand zum Chatten finden, wären da immer noch Mr. Sky und Mr. Info...

Skytalk ist ein Projekt von Felix S. Huber und Florian Wüst, das in Zusammenarbeit mit Udo Noll im Rahmen von "Kunst und Windenergie zur Weltausstellung" realisiert wurde.
(boa München)

Skytalk:
http://www.skytalk.org


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Icann-Wahlen
Zwei unabhängige deutsche Kandidaten für die europäischen Listenplätze nominiert


19.09.2000 - Icann ist die neue Organisation zur Verwaltung der technischen Infrastruktur des Internets. Anfang August begann die Prozedur zur weltweiten Wahl von fünf der 18 Icann-Direktoren. Inzwischen steht die Kandidatenliste der fünf Weltregionen fest. Fünf der sieben europäischen Listenplätze hatte die Icann schon im Voraus an "ausgewählte" Experten vergeben. Für die letzten zwei verbleibenden Plätze haben die wahlberechtigten User zwei unabhängige Kandidaten aus Deutschland nominiert: Andy Müller-Maguhns (38 Prozent der abgegebenen Voten) und Jeanette Hofmann (14 Prozent). Der angehende Informatiker und Journalist Müller-Maguhns aus Berlin ist seit zehn Jahren Sprecher des Chaos Computer Clubs. Müller-Maguhns hat sich mehr Transparenz bei Icann auf die Fahnen geschrieben, sollte er im Oktober in das Icann-Direktorium gewählt werden. Die Berliner Politikwissenschaftlerin Hofmann, die seit Anfang der Neunziger die Selbstverwaltung und Standardisierung des Internets untersucht, war erst spät in den Vorwahlkampf eingestiegen und überrundete weit aussichtsreichere Kandidaten. Ihr Anliegen: Icann der Mitarbeit eines breiten Spektrums sachkundiger User - aber nicht: Experten - zu öffnen.
(boa München, Quelle: dw )

Mehr über die nominierten deutschen Icann-Kandidaten:
http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/te/8696/1.html


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Mehr Schaden als Nutzen
Namhafte amerikanische Pädagogen fordern
Computerisierung an Schulen zu stoppen


15.09.2000 - Rund 80 namhafte amerikanische Pädagogen, Mediziner und Kinderrechtsexperten forderten gemeinsam mit der Kinderschutzbewegung Alliance for Childhood, die Computerisierung an öffentlichen Schulen in den USA zu stoppen. "Die Vernetzung und Computerisierung amerikanischer Schulen ist ein dringendes Anliegen – aber nicht für die Kinder, sondern für die High-Tech-Firmen, die ein vitales Interesse daran haben, neue Märkte zu erobern", heißt es in dem von der Allianz in Californien vorgestellten Report. Eine Vielzahl von Studien habe bereits erwiesen, dass Rechner weder den Lernfortschritt noch die soziale Kompetenz der Kinder verbesserten. Dennoch würden weiter Milliarden Dollar für die Rechnerausstattung und das Vernetzen von Klassenräumen ausgegeben, kritisiert der Report.

Insbesondere für jüngere Schüler im Vor- und Grundschulalter berge das rechnerunterstützte Lernen Risiken. So würden die Kleinteiligkeit und Textlastigkeit vieler Computer-Aufgaben die kindliche Aufnahmefähigkeit überfordern. Die ständige Konfrontation mit vorgefertigten Computer-Produkten unterdrücke die kindliche Kreativität. "Mit Bauklötzen zu spielen ist für kleinere Kinder eine wesentlich größere intellektuelle Herausforderung als ein Computer", erklärte Alison Gopnik, Psychologe an der Wittenberg University of California-Berkeley anlässlich der Veröffentlichung des Reports.
(boa München, Quelle: heise )

Computer-Report der Alliance for Childhood:
http://www.allianceforchildhood.net/projects/computers/computers_reports.htm


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jfklibrary/index.htm
Kennedy-Tonbänder im Internet


14.09.2000 - In den USA sind historische Tonbandaufnahmen mit Gesprächen von Präsident John F.Kennedy veröffentlicht worden. Sie wurden 1962, während der Endphase der Kubakrise, im Oval Office des Weißen Hauses aufgezeichnet. Die Aufnahmen können im Internet abgehört werden: http://www.cs.umb.edu/jfklibrary/index.htm
(boa München, Quelle: partisan.net )


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Elektrosmog
Umweltverbände kündigen Proteste gegen UMTS an


13.09.2000 - Gegen die Installation von Mobilfunk-Anlagen der sechs zukünftigen UMTS-Betreiber kündigen Bürgerinitiativen Proteste an. Viele Anwohner wollten die Anlagen nicht in unmittelbarer Wohnnähe, sagte Eduard Bernhard, Vorstandsmitglied beim Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), der Zeitung Welt am Sonntag. Klagen über Beschwerden wie Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwächen häuften sich bereits bei Mobilfunkanlagen, sagte der Umweltschützer.Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) rechnet laut dpa mit bis zu 100.000 UMTS-Anlagen, die in den kommenden Jahren installiert werden.
Unter Berufung auf eine vom Umweltministerium in Auftrag gegebene Studie meldete das Politmagazin Report Mainz des Südwestrundfunks (SWR) am 21 August "neue Erkenntnisse über die Wirkung von Mobilfunkstrahlung". Danach hätten Wissenschaftler an Tieren auf Höfen in der Nähe von Mobilfunkanlagen ein signifikant verändertes Weide-, Futter- und Liegeverhalten gegenüber Tieren auf Bauernhöfen ohne Strahlungseinfluss festgestellt.
(boa München, Quelle: heise.de)


Report Mainz Bericht:"Mobilfunk - Warnung vor der Strahlengefahr"
http://www.swr.de/report/archiv/sendungen/210800/handy2.rtf

Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU):
http://www.bbu-online.de

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND):
http://www.bund.net


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RadioArt online
Die AudioHyperspace-Linkliste von Sabine Breitsamer
verfolgt die Spur von akustischer Netzkunst


12.09.2000 - Das Internet bietet den Medien ebenso wie den Medienkünstlern einen neuen elektroakustischen Raum, voll von akustischen "Live-Streams", "Audio on-demand", Sound-Dateien und immer komplexeren interaktiven akustischen Prozessen.

Die AudioHyperspace-Linkliste von Sabine Breitsamer weist Wege durch den akustischen Datendschungel und verfolgt die Spur von akustischer Netzkunst. Jeden Monat werden die interessantesten Audio-Websites ausgewählt und eine kommentierte Sammlung von Links zu den Themen Audio und Audio Art im Netz präsentiert. Sabine Breitsamers Audio-Linkliste ist Teil der RadioArt Online-Programme des Südwestdeutschen Rundfunks (SWR).
(boa München)


AudioHyperspace-Linkliste:
http://www.swr2.de/hoerspiel/audiohyperspace/index.html


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www.holocaust.at
Netz-Projekt zum Gedenken von Holocaust-Opfern


20.07.2000 - "www.holocaust.at" ist ein österreichisches Netzprojekt mit dem versucht wird, die Vernichtung den Holocaust zu visualisieren, so der Initiator Andreas Telscher. In Anlehnung an den Brauch, am jüdischen Feiertag "Yom ha'shoah" die Namen von Holocaust-Opfern zu verlesen, werden auf der Website des künstlerischen Visualisierungsprojekts Namen von österreichischen Holocaust-Opfern in alphabetischer Reihenfolge in einer Endlosschleife ein- und ausgeblendet.

Die Nazis haben den Anspruch gehabt, die Juden zu vernichten und somit ihre Namen aus der Erinnerung zu tilgen, erklärt Teltscher. Um sich an eine Person zu erinnern, müsse man ihr einen Namen geben. Gegenwärtig sind 14.000 Namen auf der Website zum Gedenken des Holocaust abrufbar. Das Projekt versteht sich als "work in progress", das niemals abgeschlossen sein werde, weil es niemehr möglich sein wird, alle Namen von Holocaust-Opfern zu erforschen. Die Projekt- Initiatoren wären schon zufrieden, wenn sie wenigstens die Namen aller österreichischen Holocaust-Opfer hätten. Das sind etwa 60.000.
(boa München, quelle: futurezone)


Österreichisches Internet-Projekt
zum Gedenken der Holocaust-Opfer
http://www.holocaust.at


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hire and fire
Call-Center-Jobs durch Einsatz neuer Informationstechnik bedroht


19.07.2000 - In den letzten Jahren entstanden in Call Centern bundesweit 180.000 Arbeitsplätze. Weil künftig Sprachcomputer 80 Prozent der Standardaufgaben wie Flugbuchungen oder Hotelreservierungen übernehmen, könnte jede zweite Stelle eingespart werden, so die Unternehmensberatung Mummert+Partner.

Call Center sind spezialisierte Firmen oder Abteilungen für die Beratung telefonischer Kundenanfragen., die in den vergangenen Jahren weitgehend die Telefonzentralen in den Unternehmen ersetzt haben.
(boa München, quelle: dpa, az, futurezone)


Mummert+Partner
http://www.mummert.de


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World-Information.Org
Das Medienleitprojekt der Kulturhauptstadt Brüssel 2000


14.07.2000 - Das Medienleitprojekt "World-Information.Org" der Kulturhauptstadt
Brüssel 2000 hat sich zur Aufgabe gemacht, neben einer umfassenden Darstellung der bestehenden Weltinformationsordnung, eine Analyse der Machtstrukturen globaler Infosphären sowie einen Überblick herausragender informatischer, künstlerischer und soziologischer Positionen zu liefern.

Mit drei Ausstellungen im Centres Brussel 2000, einer World Info Konferenz (13.und 14.Juli) und einem guten Dutzend hochkarätiger Präsentationen füllt das Medienprojekt den ganzen Juli. "World-Information.Org" wird darüber hinaus im November 2000 in Wien und im Frühjahr 2001 in München präsentiert.

Zusammen mit "Shaping the Network Society: The Future of the Public Sphere in Cyberspace" (Seattle) und "Tulipomania Dotcom" (Amsterdam/Frankfurt) gehöre "World-Information.Org zu den herausragenden, an einer progressiven Netzentwicklung interessierten Initiativen des Jahres 2000", meint Reinhold Grether, Leiter des Projekts "Netzwissenschaft" an der Universität Konstanz.
(boa München, quelle: rohpost, telepolis)


Mehr Information zu World-Information.Org
im Internet bei Telepolis:
http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/sa/3547/1.html

Die Web-Seite von "World-Information.Org"
Die ansehnliche Webseite von "World-Information.Org" sollte
man die nächsten zwei Monate im Auge behalten, wird doch sehr
viel Material dort implementiert.
http://world-information.org/html/site_index/index.htm

"Shaping the Network Society:
The Future of the Public Sphere in Cyberspace" (Seattle)
http://www.scn.org/cpsr/diac-00/

"Tulipomania Dotcom" (Amsterdam und Frankfurt)
http://www.balie.nl/tulipomania/


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"Digitale Kluft"
Nur eine winzige Elite surft durch das Internet


14.07.2000 - Ein neuer Begriff kennzeichnet die Kluft zwischen arm und reich, zwischen den aufstrebenden Ländern des Südens und dem industrialisierten Norden: "digitale Kluft". Das gesamte Afrika ist schwächer im Netz vertreten als die Stadt New York. Alle Länder Südamerikas und der Karibik zusammen verfügen über weniger Webseiten als das vergleichsweise kleine Finnland. Dies ist aus einem UN-Bericht zu entnehmen, der im Zusammenhang mit der gegenwärtig in New York stattfindenden UN-Sondersitzung des Wirtschafts-und Sozialausschusses (ECOSOC) zur Informations-und Kommunikationstechnologie erschienen ist.

Das Internet berge ein enormes Potenzial für die Länder der Dritten Welt, stellte die ECOSOC-Konferenz fest. Es könne ihnen endlich die Weltmärkte erschließen, neue Jobs und einen gewissen Wohlstand schaffen - oder sie aber noch weiter in die Tiefe reißen.
"Man kann nicht über Informationswirtschaft zu jenem Sechstel der Menschheit sprechen, das nicht lesen und schreiben kann", warnte der kubanische Informations-und Kommunikationsminister Ignacio Gonzales Planas in New York. "Es ist Unsinn, mit jener Milliarde Menschen, die Hunger leidet, in absoluter Armut lebt und keine medizinische Versorgung hat, über den Wert von Software zu debattieren", sagte Planas.
(boa München, quelle: heise.de)


Economic and Social Council (ECOSOC)
http://www.un.org/Overview/Organs/ecosoc.html


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"Viel Wind und wenig Surfer"
Lieber TV-Zappen als Web-Surfen


13.07.2000 - In einer Repräsentativbefragung hat das Freizeit-Forschungsinstitut American Tobacco (BAT) herausgefunden, dass selbst im "Internet-Land" Amerika das elektronische Netz privat noch recht wenig genutzt wird. Nur 30 Prozent der befragten US-Bürger machten in der Woche vor der Umfrage zu Hause vom PC Gebrauch und nur 25 Prozent surften dabei im Internet. In Deutschland waren es dem Forschungsinstitut zufolge noch weniger - 17 und sieben Prozent. Sowohl in den USA als auch in der Bundesrepublik zappten dagegen laut Untersuchung mehr als 90 Prozent durch die TV-Programme.
(boa München, quelle: bat, sz)


BAT-Medienanalyse mit Deutschland/USA-Vergleich:
"Viel Wind und wenig Surfer", so Prof. Dr. Horst W. Opaschowski,
der Leiter des BAT-Instituts. Die Mehrheit der Amerikaner und die
meisten Deutschen sind Computer-Muffel
http://www.bat.de/


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Anteil der Internet-Nutzerinnen wächst rasant
Cybergirls beim Surfen zielgerichteter als Männer


12.07.2000 - Laut GfK Online-Monitor ist bereits jeder dritte Internetnutzer eine Frau. Der weibliche Anteil hat im vergangenen Halbjahr um 76 Prozent zugelegt (Männer weniger als 50 Prozent). Auf 9,7 Millionen Männer kommen hierzulande im Internet 6,1 Millionen Frauen. Die typische Surferin ist jung, berufstätig, hat in der Regel eine höhere Schule besucht und ist in ihrer Freizeit aktiv. Die 14 bis 19-jährigen Frauen machen in ihrer Altersgruppe bereits knapp die Hälfte der Internet-Nutzer aus.

Grundsätzlich kann man feststellen, dass Frauen beim Surfen zielgerichteter vorgehen als Männer. Laut GfK Online Monitor steht das Versenden von E-Mails als Motiv an erster Stelle (über 90%). Zweites Hauptmotiv ist "zum Vergnügen Surfen"(53%), an dritter Stelle steht "Info-Material anfordern"(43%) und jede dritte Nutzerin sucht nach schulischen und beruflichen Weiterbildungsangeboten (33%).

Dass Frauen lieber und häufiger die elektronische Post nutzen als die Recherchemöglichkeit des Internets, liege daran, "dass das Angebot nicht stimmt!", behauptet Prof. Dr. Gabriele Winkler. "Frauen fragen sich: Wo soll ich denn hin im Netz? Die Themen werden von Männern für Männer definiert, Hauptpunkte sind Erotik- und Sexseiten, Sport." Die Professorin aus Furtwangen referierte am Wochenende auf der ersten von Frauen ausgerichteten Medien-Messe "digitelle" in Hamburg über das Thema "Frauen auf dem Weg in die Informationsgesellschaft". "Ich habe mal nach sogenannten Hausfrauenthemen gesucht, Gesundheit, Alltagstyps und so weiter. Die findet man in den meisten Fällen, wenn überhaupt unter Freizeit, Unterhaltung, Humor. Was ja wieder darauf schliessen lässt, als was Hausfrauenarbeit allgemein angesehen wird", berichtete Gabriele Winkler.

Wie der Computer oder das Internet funktionieren, ist Frauen eher egal. So zeigt die Allensbacher Kommunikations- und Telekommunikationsanalyse (ACTA): Die Mehrheit der Frauen will vor allem, dass der Computer nicht abstürzt.
(boa München, quelle: fr, taz)


GfK Online Monitor
http://www.gfk.de

Allensbacher Kommunikations- und Telekommunikations-Analyse (ACTA)
http://www.acta-online.de


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Alarmierend unterrepräsentiert
Nordamerikanische Frauen haben keine Lust auf Computer


11.07.2000 - Nordamerikanische Frauen und Mädchen sind im Bereich Computerwissenschaft und Technik alarmierend unterrepräsentiert. Nach einer Untersuchung der Educational Foundation Commission der American Association Of University Women (AAUW) stellen Mädchen in Computerklassen nur 17 Prozent der Teilnehmer. In der Informationstechnologie stellen Frauen einen Anteil von knapp 20 Prozent. Weniger als 28 Prozent der Informatikstudenten sind Frauen. 1984 waren es noch 37 Prozent. Nur 9 Prozent der Universitätsdiplome gehen an weibliche Ingenieure.

"Mädchen haben keine Phopie vor Computern, aber sie sind kritisch. Sie langweilen sich in Computerklassen. Und die Aussicht auf eine Zukunft in der Computerbranche inspiriert sie ungefähr so sehr wie die Vorstellung, ein Leben lang zu schlafen", resümiert die Mitverfasserin der Studie, die Soziologieprofessorin am MIT Sherry Turkle. "Zeige, dass der Computer hilft, die Probleme des wirklichen Lebens zu lösen", empiehlt Patricia Diaz Dennis von der AAUW Educational Foundation Commission, um weibliches Potential für die Branche zu gewinnen.
(boa München, quelle: heise.de)


"Kein Rechner auf der Venus"
Ein Telepolis-Beitrag zu Thema
im Internet unter:
http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/8342/1.html


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Text vor Bild und Banner
US-Studie zum Online-Leseverhalten von Internet-Nutzern


10.07.2000 - Beim Lesen von Online-News wandern die Augen zuerst zum Text, und nicht wie erwartet zu Bildern oder Illustrationen. Das ist das Ergebnis einer Studie, die von der US-amerikanischen Stanford Universität in Kooperation mit Forschern des "Poynter Instituts" durchgeführt wurde. Die Augenbewegungen von Versuchspersonen waren mit Spezialkameras aufgenommen und eingehend analysiert worden. Während der Tests zur Untersuchung des Verhaltens von Internet-Nutzern beim Lesen von Online-News starteten vierzig Prozent der Versuchspersonen ihre Nachrichtensuche in der Online-Ausgabe eines lokalen News-Providers, bevor sie zu anderen Netzangeboten weiterzogen. Unter den neun beliebtesten Websites waren sieben Tageszeitungen und zwei Rundfunkstationen.

Ein weiterer überraschender Befund der Stanford-Poynter-Untersuchung:
Non-Mainstream-Websites wurden im Vergleich zu Mainstream-Sites sogar mehr als doppelt so oft aufgerufen.
(boa München, quelle: futurezone)


Mehr Informationen zum Stanford-Poynter-Projekt unter:
http://www.poynter.org/eyetrack2000/


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Jedes Ding hat zwei Seiten
Boris Groys' Phänomenologie der Medien


07.07.2000 - Jedes Ding, das als Medium fungiert hat zwei Seiten: Es hat eine Medienoberfläche und einen Medienträger, führt Bory Groys, Lehrender an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe, in seinem neuen Buch "Unter Verdacht - Eine Phänomologie der Medien" aus. Die mediale Oberfläche nehmen wir wahr, wenn wir etwas als Medium gebrauchen. Groys' zentrale Behauptung ist nun, dass man den Träger eines Mediums nicht wahrnehmen kann, solange man das Medium gebraucht. "Wenn wir ein Gemälde in einer Gemäldegalerie sehen", so lautet seine Begründung, "dann sehen wir die Leinwand, die dieses Gemälde trägt, nicht. Medien sind also für Groys Objekte, die unter dem Verdacht stehen, "dass sich hinter allem Sichtbaren etwas Unsichtbares verbirgt, das als Medium dieses Sichtbaren fungiert.

Unter der Überschrift " Mystik der Medien" unterwirft Martin Seel - in einer Rezension für die Wochenzeitung "Die Zeit"- Boris Groys' Aussagen einer kritischen Bewertung. Er weist darauf hin, dass man nach einer Analyse von Richard Wollheim, beispielsweise Bilder überhaupt nur wahrnehmen könne, wenn die Aufmerksamkeit eine zwischen Bild-Medium und Bild-Darbietung "geteilte" Aufmerksamkeit sei: "wenn wir die Erscheinungen, die das Bild zeigt, von denen unterscheiden können, die es ist". Das Dahinter, das Groys zum Objekt eines permanenten "Verdachts" verkläre, sei kein misteriöses "Wesen", es sei selber die Erscheinung, schreibt Seel. Groys' "Phänomologie der Medien" sei "ein starkes Stück theoretischer Fantasiearchitektur" das es "mit den Phänomenen nicht so genau nehme", weil es "ein metaphysisches Bedürfnis befriedigen" wolle. Seel's Schlussbemerkung: "Es gehört zu den Blüten des Zeitgeistes, dass die negative Theologie neuerdings im Gewand der Medientheorie unterwegs ist".
(boa München, quelle: Die Zeit vom 20.06.00 )


Boris Groys: Unter Verdacht
Eine Phänomenologie der Medien;
Carl Hanser Verlag, München 2000;
231 S., 36,- DM

Boris Groys, geboren am 19. März 1947 in Berlin,
lehrt Philosophie und Ästhetik an der Hochschule
für Gestaltung in Karlsruhe.


Martin Seel: Die Kunst der Entzweiung.
Zum Begriff der ästhetischen Rationalität,
Frankfurt am Main, Suhrkamp 1985.

Dr. Martin Seel
Professor für Ästhetik, Ethik und Hermeneutik
an der Universität Giessen


Richard Wollheim
Mills Professor of Philosophy
an der University of California, Berkeley,
Professor of Philosophy and Humanities
an der University of California, Davis


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Wenn Maschinen dichten am Lech, kommt etwas dabei heraus
Hans Magnus Enzensberger präsentierte beim Poesie-Festival
"Lyrik am Lech" in Landsberg erstmals seinen Lyrik-Automaten


05.07.2000 - Der Dichter Hans Magnus Enzensberger präsentierte am Samstag im oberbayerischen Landsberg am Lech vor mehreren hundert Zuschauern erstmals den von ihm entwickelten "Poesieautomaten". Nachdem Enzensberger auf den Knopf einer Art vergrößerten Computermaus gedrückt hatte, reihte sich vom Computer gesteuert, unter lautem Klickern, Buchstabe für Buchstabe auf einer Anzeigetafel, wie man sie auf Flughäfen oder Bahnhöfen findet. Danach waren folgende Zeilen zu lesen:

Überflüssige Erpressungen der Gremien, dieser fieberhafte Kunstgenuß am Wochenende und diese vorgedruckten Zahlungsbefehle: Schleierhaft!
Im Grunde langweilt uns doch manches.

Einstweilen lediglich würgende Lügen. Pünktlich einschrumpfen!
Einflüsterungen: ("Deine Freunde sind wieder so spießig.")
Im Hinterkopf Nullsummenspiele.

Das nackte Erbarmen sagt uns mehr als Impotenz,
hierzulande schwimmen wir ganz allein.

Sachzwänge. Ratlosigkeit. Zierliche Wunderwaffen.

Anscheinend klappt alles.!


Enzensberger selbst misst den Gedichten seines Lyrik-Automaten keinen hohen künstlerischen Wert bei, aber zu seiner Überraschung habe er bemerkt, dass die Texte, die herauskommen, "etwas sehr Enzensbergerisches" haben. Die Maschine könne Minimalstandards setzen. Wer schlechter schreibe als der Automat, solle vielleicht von einer Publikation absehen. "Es ist ein Spiel. Wie weit man es mit Sinn auflädt, hängt vom Betrachter ab. Es können Gedichte entstehen, die jemand was sagen." Die Produktivität der Gedichte erzeugenden Maschine übertreffe quantitativ "alles, was die Menschheit bisher an Poesie hervorgebracht hat", betont Enzensberger. Aus 10 mal 6 Verszeilen mit jeweils sechs Einzelgliedern enstehen durch kombinatorische Verbindungen eine Menge von Texten mit 10 hoch 36 Varianten, so viele, dass es "5 mal 10 hoch 29 Jahre dauert, bis sich der Text wiederholt - also praktisch nie". Ausdrucken will Enzensberger keines: "Die sollen auftauchen und wieder verschwinden.Wer will denn schon so viele Gedichte.
Und wie kam Enzensberger die Idee zu einem Lyrikautomaten?: Angefangen habe es in den Siebziger Jahren, da habe er sich gelangweilt. "Es war eine bleierne Zeit, nach dem Untergang der 68er." Er habe sich gegen die müde Stimmung sozusagen selbst therapiert, in dem er mit Textobjekten experimentierte, und griff dabei auf etwas zurück, was ihn schon immer fasziniert habe, die Mathematik. "Ich fragte mich, wie man ein System erfinden könnte, um Wortelemente nach dem Zufallsprinzip zu kombinieren", so Enzensberger in einem Interview mit der Münchenr Abendzeitung. Das werfe "natürlich Probleme auf: die formalen Grenzen, Grammatik, syntaktische Fragen, semantische Fragen, Füllwörter... Es gibt jede Menge verborgene Regeln, denn Text lässt sich ja nicht vollständig formalisieren."


(boa München, quelle: az, sz)


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M e d i e n / I n t e r n e t / Ü b e r w a c h u n g

Barriere durchbrochen
Frankreichs neues Multimediagesetz
beinhaltet Aufhebung der Anonymität im Internet


04.07.2000 - Das am 28. Juni durch das französische Parlament verabschiedete Multimediagesetz verpflichtet Internetprovider, bei jeder Veröffentlichung, die nicht eine private Mitteilung ist, für eine konkrete Identifizierung des dafür Verantwortlichen zu sorgen, um diesen eventuell für seine Äußerungen haftbar machen zu können. Betroffen sind nicht nur Veröffentlichungen auf Websites, sondern beispielsweise auch Mitteilungen in Newsgroups, Mailinglisten oder Diskussionsforen. Sollte ein Internetprovider nicht in der Lage sein, den Verantwortlichen für eine Publikation auf einer Webseite nennen zu können, so kann er strafrechtlich für illegale Inhalte verantwortlich gemacht werden.
(boa München, quelle: heise.de)


Mehr Informationen zum neuen Multimediagesetz in Frankreich
bei Telepolis unter:
http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/te/8313/1.html


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Ü b e r w a c h u n g / D a t e n s c h u t z K o n t r o l l e

Keine effektive parlamentarische Kontrolle
Großer Lauschangriff: Datenschützer sind
mit Regierungsbericht unzufrieden


29.06.2000 - Anläßlich der Konferenz der Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder kritisierten die Datenschützer am Montag den ersten Bericht der rot-grünen Bundesregierung über die "Großen Lauschangriffe" im Jahr 1998. Der Bericht gewährleiste "keine effektive parlamentarische Kontrolle, da wesentliche Angaben zur Effizienz der Lauschangriffe und den damit verbundenen Grundrechtseingriffen fehlen.

Unbekannt sei die Zahl der tatsächlich abgehörten Personen, welche Räume abgehört wurden, wie viel Abhörmaßnahmen wie lange angeordnet wurden, wieviele Verhaftungen vorgenommen werden konnten, wieviele Anklagen erhoben und zu wieviel Verurteilungen es aufgrund des "Großen Lauschangriffs" kam. Von den Abhärmaßnahmen sind nicht nur die Beschuldigten betroffen, sondern auch unverdächtige Familienangehörige, Bekannte, Besucherinnen und Besucher die sich in der abgehörten Wohnung aufhalten.

Nach Paragraf 100e der Strafprozessordnung (StPO) muss die Bundesregierung dem Bundestag jährlich über Anlass, Umfang, Dauer, Ergebnis und Kosten der durchgeführten "Großen Lauschangriffe" berichten, um eine laufende parlamentarische Kontrolle der mit intensiven Grundrechtseingriffen verbundenen Abhörmaßnahmen zu ermöglichen.

Nur ein qualifizierter Bericht ermögliche die sachgerechte Bewertung der Effizienz und Intensität der damit verbundenen Grundrechtseingriffe, erklärte der Berliner Beauftragte für Datenschutz und Akteneinsicht Hans-Jürgen Garstka.
(boa München, quelle: heise.de)


Der Große Lauschangriff:
Informationen über die Grundrechtseinschränkungen
durch den "Großen Lauschangriff":
http://www.datenschutz-berlin.de/themen/inneres/langriff.htm

Datenschutzregelungen als Download im pdf-Format
auf der Web-site des Bundesbeauftragten für Datenschutz
http://www.bfd.bund.de


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VRML
Virtuell Reality Modeling Language
VRML ist eine Web-Sprache, die die dreidimensionale
interaktive Darstellung im Internet ermöglicht.

BOA-VRML-Animation

Um die Animation abspielen zu können, wird ein Netscape-Browser
(ab Version 4.0) mit installiertem Cosmoplayer (plug-in) benötigt.


 
 

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