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Krieg ...

Die USA haben mit Vergeltungsschlag in Afghanistan begonnen

"Nun werden die Taliban einen Preis zahlen", sagte der amerikanische Präsident Bush in einer Fernsehansprache an die Nation. Über die Zahl der Opfer gibt es keine zuverlässigen Angaben, über die genauen Angriffsziele der Amerikaner keine offiziellen Mitteilungen. Alle Parteien im Bundestag - außer der PDS - erklärten ihre Unterstützung für einen möglichen Einsatz der Bundeswehr.

Mo.08.10.01 - Last Update: | 09.10. | 10.10. | 11.10. | 12.10. | 15.10. | 16.10. | 19.10.01 |
Knapp vier Wochen nach den Terror-Anschlägen auf das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington haben die Vereinigten Staaten am Sonntag um 18:27 Uhr (MESZ) den seit langem erwarteten Militärschlag gegen Ziele in Kabul, Kandahar und Dschlalabad durchgeführt. Die Angriffe erfolgten am Sonntagabend mit land- und seegestützen Flugzeugen. Außerdem wurden 50 Tomahawk-Marschflugkörper abgefeuert. Das gab das Pentagon bekannt. "Es hat alles wie eine gut geölte Maschine geklappt", sagte ein an den Luftangriffen beteiligter Pilot mit dem Kampfnamen "Woodstock" am Sonntagabend in einer Telefonkonferenz, die im US-Fernsehen übertragen wurde. Pilotenkollege "Vinny" sprach von einem "großartigen Gefühl": "Ich wünschte, jeder könnte diese Erfahrung machen."

"USA! USA!" schallte durch die Zuschauerränge des Football- Stadions in Atlanta, als die Nachricht über die erste Angriffswelle durchsickerte. In der patriotischen Gesamtstimmung wagen nur wenige, offen gegen den Krieg zu protestieren. "One, two, three, four, we don't want a racist war!" (wir wollen keinen rassistischen Krieg) skandierte ein mutiges Grüppchen am Sonntagabend in Atlanta. Anonym im Internet-Chat schrieb eine Frau: "Es macht mich krank, das wir als Reaktion nur Herzen brechen und riesige Militärmacht zeigen, wenn der Horror an unsere Ufer schwappt. Keiner bezweifelt die Militärmacht der USA, aber viele zweifeln, ob wir Amerikaner je verstehen, dass wir nicht das Zentrum des Universums sind und Gott nicht in der Tatsche haben."

US-Präsident Bush sagte in einer Fernsehansprache an die Nation , der Anti-Terror-Kampf werde lange dauern und schwierig sein. "Aber wir werden nicht wanken und wir werden nicht nachgeben." Am Ende werde die Freiheit siegen, erklärte Bush. Der amerikanische Präsident wies darauf hin, dass er die Taliban-Regierung wiederholt gewarnt und dazu aufgefordert habe, den islamischen Extremisten Osama bin Laden und seine Gefolgsleute auszuliefern. Es sei jedoch nichts geschehen. Bush wörtlich: "Nun werden die Taliban einen Preis zahlen".

Aus US-Regierungskreisen verlautete, die Angriffe auf Afghanistan würden noch mindestens ein paar Tage andauern. Nach Angaben des Pentagon wollen die USA auch Operationen innerhalb Afghanistan ausführen, die öffentlich nicht zu sehen seien.

Eine überwältigende Mehrheit der Amerikaner unterstützt den Militärschlag gegen Afghanistan. Das geht aus einer telefonischen Blitzumfrage im Auftrag der "Washington Post" und des Senders ABC hervor. 80 Prozent der Befragten äußerten Angst vor weiteren Terroranschlägen. Präsident Bush erreichte in der Umfrage Sympathiewerte von 93 Prozent, so viel wie kein Präsident je vor ihm. In der Umfrage äußerten 94 Prozent der Befragten Zustimmung zu den Luftangriffen auf Afghanistan.

Kurz nach den Militärangriffen der USA auf Ziele in Afghanistan strahlte der arabische TV-Sender "Al-Dschasira" ein Video aus, in dem bin Laden zum "Heiligen Krieg " aufrief. Wann das Video aufgezeichnet wurde, ist unklar.

Die USA haben nach eigenen Angaben überzeugende Beweise dafür, dass Osama bin Laden Drahtzieher der verheerenden Anschläge in den USA war, bei denen tausende von Menschen ums Leben kamen. An den Angriffen sind sowohl amerikanische als auch britische Truppen beteiligt. Bush warnte:"Heute konzentrieren wir uns auf Afghanistan, aber der Kampf ist umfassender".

US-Präsident Bush hatte Bundeskanzler Schröder vorab über den geplanten Angriff informiert. Der Kanzler betonte, Deutschland unterstütze nach wie vor vorbehaltlos das amerikanische Vorgehen. Schröder bot erneut einen Einsatz der Bundeswehr im Kampf gegen den Terrorismus an.

Grünen-Fraktionschef Rezzo Schlauch hat sich positiv zum bisherigen Verlauf der amerikanischen Militäraktion geäußert. Die ersten Schläge seien sehr gezielt gegen die terroristische Struktur gerichtet gewesen, sagte er heute im ARD- Morgenmagazin. "Ich habe keinen Zweifel daran, dass die Zivilbevölkerung so weit wie möglich geschont wird." Ziel müsse es sein, die Taliban-Regierung "abzuservieren" und einen zivile Regierung zu installieren, sagte Schlauch.

Die Opposition im Bundestag aus CDU/CSU und FDP begrüßte die US-Angriffe auf Ziele in Afghanistan und die Unterstützung durch die Bundesregierung. Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel und CSU-Chef Edmund Stoiber betonten, die Union stehe uneingeschränkt an der Seite der Amerikaner. FDP-Chef Guido Westerwelle sagte, die Liberalen unterstützten den Kurs der Bundesregierung. Die PDS verurteilte die Militärschläge scharf.

Afghanistans Botschafter in Pakistan, Abdul Salam Saif, verurteilte die Militäraktion im Namen der Taliban als "terroristischen Angriff". Amerika werde sein Ziel niemals erreichen. Saif sagte, Afghanistan sei "das Opfer amerikanischer Arroganz". Die Taliban-Regierung hatte am Sonntag einen letzten Versuch unternommen, den drohenden Militärschlag doch noch abzuwenden. Sie boten den USA an, Osama bin Laden festzunehmen, sofern sichergestellt sei, dass ihm der Prozess nach islamischem Recht gemacht werde. Die USA hatten das Angebot umgehend zurückgewiesen und betont, man bestehe auf einer bedingungslosen Auslieferung des Gesuchten.

Über ihre Strategien hüllt sich die US-Regierung erwartungsgemäß in Schweigen. Aber Militärexperten erwarten, dass der Großteil und vermutlich der wichtigste Teil der militärischen Aktionen in kleinem Rahmen in Form verdeckter Operationen von Spezialteams ablaufen wird. Aufklärungssatelliten und Spionageflugzeuge werden eine tragende Rolle spielen.

(Quellen: dpa, ap, rtr, br, df )

 
 

Erklärung von Bush im Original
"May God continue to bless America."
http://www.dradio.de/usa/011007-bush.html

Offizielle Erklärung von Bundeskanzler Schröder
"...uneingeschränkte Solidarität Deutschlands"
http://www.bundesregierung.de/top/dokumente/Artikel/ix_58819.htm?
template=single&id=58819_1499&script=1&ixepf=_58819_1499

Erste Stellungnahme des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD)
Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Nadeem Elyas, lehnt die Militärschläge der USA ab.
http://www.islam.de/?site=articles&archive=newsnational&article_number=457
http://www.islam.de/?site=articles&archive=newsnational&article_number=410

Bin-Laden-Erklärung
Wenige Minuten nach dem Angriff der USA gegen Ziele in Afghanistan hat der Fernsehsender Al-Dschasira des Golfemirats Katar ein Video mit einer Rede Osama Bin Ladens gezeigt. Wortlaut der Erklärung:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,161277,00.html

Afghanistan: Info-War
"Wir denken ..., dass Menschen die 'näher dran sind' eventuell Infos haben, die uns in der BRD derzeit 'nicht mehr erreichen'" (nadir.org)
Linkliste zu nichtislamischen, englischsprachigen Internet-News-Seiten aus dem arabischen Raum.
http://www.nadir.org/nadir/aktuell/2001/10/07/6597.html
 
 


"Jeder Staat hat das Recht zur Selbstverteidigung - aber nur, wenn der Angriff von einem Staat ausgegangen ist. Die bloße logistische und finanzielle Unterstützung von Terroristen, die Amerika den Taliban vorwirft, reicht nicht aus. Das Regime in Kabul müsste die Attentäter selbst entsandt haben."

Taz vom 2./3.Okt.2001
http://www.taz.de/pt/2001/10/02/a0081.nf/text.name,askrvXcOh.n,0
 
 


Update: Di.09.10.01, 13:00, Quellen: ap, dpa, rtr, afp, fr, partisan, krit

Tausende bei Protestaktionen gegen US-Militärangriffe
Friedensbewegung befürchtet Spirale aus Terror und Gewalt - Großdemonstrationen am Wochenende angekündigt

Tausende Menschen haben am Montag in mehreren europäischen Städten gegen die Luftangriffe der USA auf Afghanistan demonstriert. In Berlin protestierten am Vormittag rund 3.300 Schüler gegen die Militärschläge. Während ihres Marsches vom Alexanderplatz zum Auswärtigen Amt warnten sie auf Transparenten "Militärische Vergeltung schürt den Terror " und "Krieg rächt keine Toten - Krieg schafft Tote". Vor der US-Botschaft in der Nähe des Brandenburger Tores stimmten die Jugendlichen das John-Lennon-Lied "Give Peace a Chance" an.

Am Abend zogen mehrere hundert Menschen unter dem Motto "Frieden und Gerechtigkeit weltweit -Vergeltung ist keine Antwort" vom Alexanderplatz zum Schlossplatz. Auch in Dresden kamen nach Polizeiangaben 3.000 Menschen zu einer Friedensdemo zusammen, in Hamburg rund 250 Menschen, in Frankfurt am Main 150.

In zahlreichen weiteren Städten, darunter Hannover, Kiel und Braunschweig, fanden Mahnwachen, Kundgebungen und Demonstrationen statt. Für den kommenden Samstag wurden zu zwei Großkundgebungen in Berlin und Stuttgart aufgerufen, bei denen die Organisatoren mit zehntausenden Teilnehmern rechnen.

Der Bundesausschuss Friedensratschlag erklärte, die Angriffe seien kein geeignetes Mittel, den Terrorismus zu bekämpfen. Es sei zu befürchten, dass sich mit dem Angriff auf Afghanistan die Spirale aus Gewalt und Gegengewalt weiter drehen werde, sagte Friedensratschlag-Sprecher Peter Strutynski. Friedliche Lösungen seien von der Politik nicht hinreichend gesucht worden. Auch das Netzwerk Friedenskooperative verurteilte die Militärschläge als ungeeignet zum Stopp des internationalen Terrorismus'. Die Bombenangriffe träfen mit Sicherheit viele Unschuldige.

Die Internationalen Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) erklärten, Krieg führe nur "zu neuem Terror und neuem Leid". Die Attentäter müssten vielmehr mit allen Mitteln des Rechtsstaates zur Rechenschaft gezogen werden. Um dauerhaft Frieden zu schaffen, gelte es, sich den Ursachen des Terrors zuzuwenden.

In Athen zogen mehr als 2.000 Demonstranten vor die massiv abgeschirmte US-Botschaft und beschimpften US-Präsident George W. Bush als Terroristen. In Saloniki versammelten sich etwa 800 Menschen vor dem Konsulat der USA. Demonstrationen waren auch in Schweden, Spanien und Großbritannien geplant. In Helsinki marschierten am Abend nach Polizeiangaben etwa 1.000 Menschen vor die diplomatischen Vertretungen der USA und Großbritanniens.

Mehr unter:
http://de.news.yahoo.com/011008/12/233bq.html
http://de.news.yahoo.com/011008/40/2327n.html
http://www.taz.de/pt/2001/10/09/a0037.nf/text.name,askZb7yAv.n,0
http://www.jungewelt.de/2001/10-09/001.php
http://seite1.web.de/Politik/WTC/Reaktionen/?msg_id=443031

Aktuelle Protest- und Aktionstermine unter:
http://friedenjetzt.ch/deutschland/
http://www.friedenskooperative.de/terroter.htm
http://www.friedensratschlag.de
http://www.gewaltspiraledurchbrechen.de
http://peace.protest.net
http://www.linkeseite.de/Texte/diverses/usatermine.htm
http://sg.groups.yahoo.com/group/infopartisan/message/878
 
 


USA setzt Bombardierung Afghanistans fort
Über die Zahl der Opfer der amerikanisch-britischen Luftangriffe gibt es keine zuverlässigen Angaben, über die genauen Angriffsziele der Amerikaner keine offiziellen Mitteilungen.

Amerikanische Kampfflugzeuge haben bei Tagesanbruch in Afghanistan erneut die Hauptstadt Kabul und die Taliban-Hochburg Kandahar angegriffen. Wie der Sender CNN berichtet, waren in beiden Orten schwere Explosionen zu hören. Soldaten der Taliban hätten mit Luftabwehrfeuer reagiert. Die USA hatten am Sonntag mit der Unterstützung Großbritanniens mit Luftangriffen auf Afghanistan begonnen. Reuters berichtete, die Angriffe hätten eine Massenflucht aus den Großstädten ausgelöst. US-Verteidigungsminister Rumsfeld sagte, die Schläge würden nicht Afghanistan, sondern dem Kampf gegen den Terrorismus gelten.

Parallel zu der Militäroperation wurden Hilfspakete für die Bevölkerung abgeworfen. Gleichzeitig setzten die Vereinten Nationen ihre Lebensmitteltransporte für die Bevölkerung Afghanistans aus. "Wir können keine Konvois losschicken, wenn zur gleichen Zeit Luftangriffe geflogen werden", sagte eine UN-Sprecherin. Die Organisation "Ärzte ohne Grenzen" kritisierte die Hilfsflüge der USA scharf. Der Abwurf von Medikamenten und Lebensmittel sei keine humanitäre Aktion, erklärte die Organisation am Montag in Paris. Vielmehr seien die Hilfsflüge Teil der Militäroperation der USA, damit die Angriffe auf Afghanistan international anerkannt würden. Der Abwurf einiger Hilfsgüter mitten in der Nacht, begleitet von Luftangriffen und ohne Kenntnis eines Zielortes, sei zwecklos.

Der UNO-Sicherheitsrat hat die amerikanisch-britischen Angriffe auf Ziele in Afghanistan einstimmig gebilligt. Regierungen in aller Welt unterstützen die Militärschläge gegen Afghanistan, einzig Iran, Irak und Vietnam verurteilen sie. In verschiedenen Teilen Asiens und in arabischen Staaten gab es Demonstrationen gegen die USA. Massenproteste mit gewaltsamen Auseinandersetzungen werden aus Pakistan gemeldet.

Die USA schließen beim Kampf gegen den Terrorismus Angriffe auf Ziele in weiteren Staaten nicht aus. Die US-Regierung unterrichtete den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in New York darüber, dass sie sich das Recht vorbehalte, mutmaßliche terroristische Zellen auch außerhalb von Afghanistan ins Visier zu nehmen. Dies hänge vom Ergebnis der Ermittlungen ab. - UNO-Generalsekretär Annan bezeichnete die laufenden Militäraktionen als legitim. Er sagte, die USA könnten sich auf ihr Recht auf Selbstverteidigung berufen.

Nach den Luftschlägen gegen Afghanistan planen die USA zum Ende der Woche die Entsendung von Bodentruppen nach Zentralasien und in den Nahen Osten. Das berichtet die "Washington Post" unter Berufung auf Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums. Dies Inzwischen teilte Kanada mit, sich mit Kriegsschiffen, Flugzeugen und rund 2.000 Soldaten an den Militäraktionen zu beteiligen.

Auch Bundeswehrsoldaten werden sich an AWACS-Aufklärungsflügen der NATO zur Bekämpfung des Terrorismus beteiligen. Bundesverteidigungsminister Rudolf Scharping teilte am Montag in Berlin mit, der NATO-Rat habe den Einsatz der Aufklärungsflugzeuge zur Unterstützung der USA und Großbritanniens im Kampf gegen den Terrorismus beschlossen. Die Verlegung deutscher Soldaten innerhalb des NATO-Bündnisgebietes müsse nicht eigens vom Bundestag gebilligt werden, sagte Scharping.
 
 


"Der Zugang der Medien zu verifizierbaren Informationen über das Kriegsgeschehen ... ist gleich null. Keine Zeitung, kein Fernsehsender kann an diesem Dilemma etwas ändern. Was bleibt, ist das journalistische Grundrecht auf Zweifel. Es sollte im Krieg eigentlich eine Pflicht sein. "

Bernd Pickert, taz vom 9.10.2001
http://www.taz.de/pt/2001/10/09/a0003.nf/text
 
 


Fischer verteidigt Angriffe auf Afghanistan

Berlin (dpa) - Bundesaußenminister Joschka Fischer hat die Militärschläge gegen Afghanistan verteidigt. Im ZDF rechtfertigte er damit gleichzeitig den Beschluss des Grünen-Länderrates, militärische Aktionen als Reaktion auf die Anschläge in den USA mitzutragen. Mit den Terroristen um Osama bin Laden werde man nicht verhandeln können, erklärte Fischer. Daher müsse man sie entschlossen daran hindern, ihr mörderisches Werk zu vollenden. Darüber hinaus müssten aber auch politische Lösungen vorangebracht werden, so der Außenminister.
 
 


"Differenzierungen sind plötzlich beim Teufel, insbesondere in der Krise gibt es nur noch die eine wahre und richtige Weltanschauung. Die kapitalistische Form der Freiheit, die westliche Zivilisation und die fortschrittliche Gesellschaft, die ebenfalls mit aller ideologischen Härte verteidigt werden. Für einen anderen Wertekanon als den unsrigen ist kaum Platz. Hat das keine fundamentalistischen Züge? "

Aus Claudia Bernhard - Weltkrieg unter Männern
http://www.linksnet.de/artikel.cfm?id=470&t=60
 
 


Update: Mi.10.10.01, 13:00, Quellen: ap, afp, dpa, fr, kriT, partisan, rtr, dr, df

Am dritten Tag in Folge bombardieren US-Kampfflugzeuge Afghanistan

Afghanistan unter Dauerfeuer der US-Streitkräfte. Vier afghanische UNO-Mitarbeiter bei Luftangriffen getötet. Parlamentarische Versammlung der NATO unterstützt US-Angriffe. Ströbele fordert mehr Informationen über Militärschläge. El Kaida ruft Moslems weltweit zu Heiligem Krieg gegen USA auf.

Die Vereinten Nationen bestätigten auf einer Pressekonferenz in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad den Tod von vier Mitarbeitern der Nicht-Regierungsorganisation ATC in Kabul. Die von den UN finanzierte Organisation befasst sich mit der Minenräumung. Die vier Männer, alles afghanische Bürger, starben am Dienstag, als eine US-Bombe in das Gebäude etwa zehn Kilometer von Kabul entfernt einschlug.

Die US-Streitkräfte sind am dritten Tag ihrer Angriffe auf militärische Anlagen des Talibanregimes in Afghanistan zu fast pausenlosen Bombardierungen übergegangen. Am Dienstag wurden den ganzen Tag über und abends Luftangriffe auf Ziele in Kabul, Kandahar, Dschalalabad, Masar-i-Scharif, Herat, Shiberghan und Kunduz gemeldet. Über mögliche Opfer der Militärschläge in der Nacht zum Mittwoch wurde nichts bekannt.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Washington erlangten die US-Streitkräfte durch die seit Sonntagabend andauernden Angriffe in Afghanistan die Lufthoheit. Pentagon-Chef Donald Rumsfeld hatte erklärt, die Flugabwehr der Taliban sei so stark beschädigt, dass jetzt Luftangriffe "rund um die Uhr" möglich seien.

Umfassendere Informationen für Bevölkerung und Parlament über den Verlauf der Militäraktionen in Afghanistan hat der Grünen-Abgeordnete Hans-Christian Ströbele gefordert. "Die vertrauliche Information von Partei- oder Fraktionsvorsitzenden kann die Unterrichtung der Bevölkerung und des Bundestags auf Dauer nicht ersetzen", erklärte Ströbele am Dienstag in Berlin. Ströbele meinte, immerhin habe der NATO-Rat nach den Terroranschlägen in den USA einen Angriff des Islamisten Osama bin Laden auf das Bündnis und somit auch auf Deutschland festgestellt. Unter Wahrung der Vertraulichkeit sollten auch der Bevölkerung Beweise für Bin Ladens Täterschaft vorgelegt werden, wie dies zum Beispiel die britische Regierung in einem 21seitigen Dossier getan habe.

Die NATO hat der Bitte der USA nach weiterer militärische Hilfe für den Kampf gegen den internationalen Terrorismus entsprochen. Auf Beschluss des NATO-Rats wird der ständige Flottenverband des Bündnisses im Mittelmeer weiter in Richtung Osten geschickt. An dem Verband ist auch die deutsche Marine beteiligt.

Die parlamentarische Versammlung der NATO hat zum Abschluss eines viertägigen Treffens in einer Resolution die Luftangriffe auf Afghanistan unterstützt. Der Präsident des amerikanischen Repräsentantenhauses, Dennis Hastert, hatte den 300 Delegierten aus 18 NATO-Ländern und 16 assoziierten Staaten vor der Abstimmung in Ottawa einen Brief von US-Präsident George W. Bush überreicht. Darin erklärte Bush, die Resolution unterstreiche die Entschlossenheit der Staaten, mit allen Mitteln den Terrorismus zu bekämpfen.

Bush erklärte weiter, alle Länder seien in der internationalen Koalition willkommen, die den Terrorismus ermitteln, stoppen und vernichten wolle. "Die Wahl ist klar und alle müssen wählen", sagte Bush. Die Deklaration wurde fast unverändert von den Delegierten angenommen.

Die Organisation El Kaida drohte unterdessen den USA. Der "Heilige Krieg" gegen die USA werde fortgesetzt, sagte der Sprecher der Organisation aus dem Lager bin Ladens, Suleiman Abu Gheith, in einer vom arabischen Fernsehsender El Dschasira ausgestrahlten Video- Erklärung . "Amerika muss wissen, dass die Erstürmung von Flugzeugen nicht aufhören wird und dass es Tausende junger Menschen gibt, die dem Tod entgegen sehen so wie die Amerikaner dem Leben entgegen sehen", sagte Gheith. Der Sprecher lobte die Anschläge vom 11. September als "gute Tat". Der Sender El Dschasira berichtete nicht, wann das Videoband aufgenommen wurde. Ein Mitarbeiter des Senders sagte in Katar, der Sender habe es in seinem Büro in der afghanischen Hauptstadt Kabul in Empfang genommen. El Kaida ist die Organisation von Osama bin Laden, den die USA für die Terroranschläge in New York und Washington verantwortlich macht.

"Al-Dschasira-TV: Oase der Information in der arabischen Welt."
Die nächtlichen Bilder von den Angriffen auf Kabul stammen von Al-Dschasira, der als einzige TV-Station noch einen akkreditierten Korrespondenten in der afghanischen Hauptstadt hat. In der von Zensur geprägten arabischen Welt steht Al Dschasira - zu deutsch: "die Insel" - schon lange für Meinungs- und Pressefreiheit. "Wir lassen alle zu Wort kommen", erklärt der Chef vom Dienst, Ahmed Scheich, die Linie des Senders. So hat Al Dschasira am Sonntagabend nicht nur das Video mit Osama Laden ausgestrahlt. Ebenso waren dort die Ansprachen von US-Präsident George Bush, dem britischen Premierminister Tony Blair und dem US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld zu sehen.

Die USA haben sich über die Berichterstattung von Al Dschasira beschwert. Ein Sprecher des Aussenministeriums in Washington warf der arabischen TV-Station vor, im Zusammenhang mit dem moslemischen Extremisten bin Laden - so wörtlich - hetzerische und völlig unwahre Berichte gesendet zu haben. Auch US-Außenminister Colin Powell beschwerte sich vergangene Woche über die angeblich Amerikafeindliche Berichterstattung des Senders. Nach Angaben von Ahmed Scheich war dies das erste Mal, dass sich ein westliches Land über die Berichterstattung der Fernsehstation beschwert hat. "Ich kann es noch immer nicht glauben", sagt Ahmed Scheich, "die USA sind doch der größte Verfechter der Rede- und Meinungsfreiheit". Mehr unter:
http://www.taz.de/pt/2001/10/10/a0174.nf/text.name,asknzcSPv.n,0
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/blickpunkt/story466860.html

Bush schränkt Weitergabe von Informationen drastisch ein
US-Präsident George W. Bush will wichtige Informationen über Militäraktionen gegen Afghanistan und über die Sicherheit in den USA nur noch einem kleinen Personenkreis zukommen lassen. Die Weiterleitung von Informationen werde stark eingeschränkt, hieß es am Dienstag in einem der Nachrichtenagentur AFP vorliegenden Papier.
Bericht des österreichischen Tageszeitung "Der Standard":
http://derstandard.at/standard.asp?channel=POLITIK&ressort=NORDAMERIKA&id=739154

Afghanistan unter Dauerfeuer der US-Streitkräfte
Bericht der Nachrichten-Agentur AP:
http://seite1.web.de/Politik/WTC?msg_id=447517

Afghanische UNO-Mitarbeiter bei Luftangriffen getötet
Bericht des österreichischen Tageszeitung "Der Standard":
http://derstandard.at/standard.asp?channel=POLITIK&ressort=TERRORISMUS&id=739357

Florian Rötzer - Die ersten Opfer im angeblich erfolgreichen Krieg
"...die Rede von einem sauberen Krieg, der keine Unschuldigen trifft, hatte sich zuletzt im Kosovo-Krieg als Chimäre erwiesen. "
http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/9769/1.html
 
 


"Die Illusion vom sauberen Krieg der USA gegen die Taliban ist gestern Morgen geplatzt, schnell, heftig und eindeutig. Vier Zivilisten in Kabul, ausgerechnet UNO-Mitarbeiter, getötet von einer US-Bombe. Damit ist die stille Hoffnung passee, dass die USA eine eher symbolische Aktion im Sinn hatten. Die Angriffe gehen weiter, ein Ende ist nicht absehbar. Abwarten ist, spätestens seit gestern Morgen, keine taugliche Haltung mehr. "

Aus Stefan Reinecke - Der gerechte Krieg und seine Opfer, taz-Kommentar vom 10.10.01
http://www.taz.de/pt/2001/10/10/a0044.nf/text
 
 


Update: Do.11.10.01, 13:00, Quellen: ap, dpa, df, dr, br

Afghanistan unter Dauerbeschuss:
USA weiten Luftangriffe aus

Afghanische Nachrichtenagentur meldet: Seit Sonntag sind mindestens 70 Zivilisten ums Leben gekommen. Islamische Staaten kritisieren US-Angriffe auf Afghanistan. NATO-Hilfe für USA bei Aktionen gegen andere Länder möglich. Arabische Liga warnt USA vor einer Ausweitung der Angriffe auf andere Länder. Schröder: US-Maßnahmen gegen Terror wahrscheinlich langwierig.

Die USA haben vergangene Nacht die bisher schwersten Luftangriffe auf Afghanistan geflogen. Das Fernsehen berichtete von hunderten Explosionen, die die Hauptstadt Kabul erschüttert haben. Auch die Taliban-Hochburg Kandahar stand wieder unter schwerem Beschuss. Die Bombardierung löste einen Flüchtlingsstrom in Richtung der pakistanischen Grenze aus. Wie CNN berichtete, kamen bei den Angriffen auch die schwersten konventionellen Bomben im Waffenarsenal der US-Luftwaffe zum Einsatz. Ein B-2-Tarnkappenbomber habe einen so genannten "Bunker Buster" abgeworfen, eine Bombe mit sehr hoher Sprengkraft, die speziell zur Zerstörung von Bunkern entwickelt wurde. Der Einsatz dieser Waffe habe die Taliban-Kämpfer demoralisieren sollen, sagte ein Pentagon-Sprecher dem Sender.

Seit Sonntag sind nach Angaben der in Pakistan ansässigen afghanischen Nachrichtenagentur AIP mehr als 70 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 100 verletzt worden.

Das Taliban-Regime bot den Vereinigten Staaten unterdessen erneut Gespräche an. Wie die Nachrichtenagentur AIP berichtet, wurde der Vorschlag in einem Brief an die Islamische Konferenz-Organisation übermittelt.

Die USA planen nach Angaben der "Washington Post" nach der angeblich weitgehenden Ausschaltung der Taliban-Luftabwehr nun den Einsatz tief fliegender Kampfhubschrauber über Afghanistan.

Die US-Regierung hat an die Fernsehgesellschaften des Landes appelliert, künftig von der Terrororganisation El Kaida verfasste Videos nicht mehr auszustrahlen. Eine entsprechende Als Grund wird die Sorge genannt, dass die Videos verschlüsselte Nachrichten an Terroristen-Zellen außerhalb Afghanistans enthalten könnten - etwa die Botschaft, bestimmte Terroraktionen zu starten. "Bestenfalls" enthielten die Aufzeichnungen Propaganda der Terroristen. Am Sonntag hatte der Nachrichtensender CNN ein Video gezeigt, in dem der mutmaßliche Terroristenchef Osama bin Laden zum "Heiligen Krieg" aufrief. Am Dienstag strahlte der arabische Sender Al-Dschasira eine weitere Aufzeichnung mit der Ankündigung eines El-Kaida-Sprechers aus, es werde weitere Terroranschläge geben.

Lebensmittelpakete der US-Streitkräfte für Afghanistan stoßen zunehmend auf Kritik

Auch am Mittwoch haben die US-Streitkräfte vom Militärflughafen Ramstein aus wieder Hilfsgüter auf den Weg gebracht, um sie von Flugzeugen aus über Afghanistan abzuwerfen. Hilfsorganisationen laufen Sturm gegen die Aktion, die nach Auffassung der professionellen Helfer die Not leidende Bevölkerung in Afghanistan mehr gefährdet als rettet. Auch ihre eigene Arbeit sehen die Hilfsorganisationen in Gefahr. Mehr in einem Bericht der AP-Korrespondentin Isabell Scheuplein:
http://de.news.yahoo.com/011010/12/23pzl.html

Islamische Staaten kritisieren US-Angriffe auf Afghanistan

In mehreren islamischen Ländern kam es zu Demonstrationen gegen die USA. Die weltgrößte moslemische Organisation, die Islamische Konferenz, verurteilte in Katar die Terrorangriffe in den USA, betonte aber zugleich, unschuldige Zivilisten dürften nicht dafür bestraft werden. Die Islamische Konferenz lehnt Angriffe auf islamische Staaten unter dem Vorwand der Bekämpfung des Terrorismus ab. Washington habe bislang keine schlüssigen Beweise für die Beteiligung Osama bin Ladens an den Terroranschlägen vom 11. September vorgelegt, erklärte am Mittwoch der Emir von Katar, Scheich Hamad bin Chalifa el Thani, der den Vorsitz inne hat. Gleichzeitig kritisierte Thani den von US-Präsident George W. Bush erklärten Kampf gegen den Terrorismus. Dialog bleibe das beste Mittel zur Lösung von Konflikten, erklärte el Thani.

Die Konferenz erklärte sich bereit, im Rahmen der UN Terrorismus zu definieren, seine Ursachen zu beseitigen und seine Wurzeln auszulöschen. Dabei wurde jedoch betont, palästinensische und libanesische Kämpfer gegen Israel dürften nicht mit Terroristen gleichgesetzt werden.
 
 


Washington (dpa) - Mehr als 50 Millionen amerikanische Schulkinder sollen am Freitag gleichzeitig den Schwur auf die USA leisten. Nach dem Vorschlag der US-Regierung soll damit der Patriotismus der jungen Amerikaner nach den Terroranschlägen bekräftigt werden. Man könne eine laute und starke Botschaft senden, die in der ganzen Welt gehört wird. Das schrieb Bildungsminister Rod Paige an mehr als 100000öffentliche und private Schulen. US-Präsident George W. Bush will ebenfalls an dem freiwilligen Schwur teilnehmen.
 
 


Türkisches Parlament billigt Entsendung von Truppen

Das türkische Parlament hat am Mittwoch den Weg für eine Beteiligung türkischer Truppen an der US-Militäroperation in Afghanistan geebnet. Die Abgeordneten billigten mit 319 zu 101 Stimmen eine Vorlage, die die Regierung ermächtigt, über die Entsendung von Soldaten zu entscheiden. Umfragen zufolge lehnen 80 Prozent der Türken die amerikanisch-britischen Angriffe auf Ziele in Afghanistan ab.

NATO-Hilfe für USA bei Aktionen gegen andere Länder möglich

Die NATO hält eine Unterstützung von US-Militäraktionen gegen andere Länder außer Afghanistan im Kampf gegen den Terrorismus für möglich. "Wenn mehr Informationen verfügbar werden, mehr Beweise über Terror-Zellen bekannt werden, die mit dem himmelschreienden Verbrechen (vom 11. September) in Verbindung stehen, und andere Länder und andere Teile der Welt damit identifiziert werden, fällt das natürlich unter die Kategorie der Solidarität, der sich die NATO verschrieben hat", sagte NATO-Generalsekretär George Robertson in Washington. Auf die europäischen NATO-Mitglieder kämen jetzt größere Anstrengungen zu. "Die Europäer können mit einer härteren Haltung der USA beim gemeinsamen Schultern der Lasten rechnen", sagte Robertson.

Der Generalsekretär der Arabischen Liga, Amr Mussa, warnte die USA am Dienstag zum Beginn der Konferenz vor einer Ausweitung der Angriffe auf andere Länder. "Jeder Militärschlag gegen ein arabisches Land wird schwere Konsequenzen nach sich ziehen und als Aggression gegen arabische Staaten betrachtet", sagte Mussa.
 
 


"Ich glaube, in diesen Tagen sollten wir im Auge behalten, dass Krieg immer Krieg generiert. Eine Terrorattacke hat eine militärische Auseinandersetzung provoziert, die bereits Unruhen und Tote in Pakistan gefordert und internationale Panikreaktionen hervorgerufen hat. Jetzt fürchtet man weitere Terrorangriffe und die wird es auch geben. Es ist niemand da, der sich entscheidet, diese Spirale zu unterbrechen. Am Ende der Spirale werden wir jedoch alle gleich sein. "

Der italienische Arzt Gino Strada, Mitbegründer der Hilfsorganisation "Emergency", in einem Spiegel-Online-Interview am 10.10.01
http://www.spiegel.de/sptv/extra/0,1518,161609,00.html
 
 


Schröder: US-Maßnahmen gegen Terror wahrscheinlich langwierig

Bundeskanzler Schröder hat die amerikanischen Militärschläge gegen Afghanistan als notwendige Antwort auf die Attentate vom 11. September bezeichnet. Von Deutschland werde aktive Solidarität und verantwortliches Handeln erwartet, sagte Schröder in einer Regierungserklärung vor dem Bundestag in Berlin. Er sprach von einer entscheidenden und wahrscheinlich langwierigen Auseinandersetzung mit dem internationalen Terrorismus. Deutschlands Solidarität mit den USA werde sich nicht in Lippenbekenntnissen erschöpfen, sagte Schröder. Die Bundesrepublik sei heute ein wichtiger transatlantischer Partner. Dieser internationalen Verantwortung müsse man gerecht werden. Weiter betonte Schröder, die Sicherheit der Menschen in Deutschland bleibe zentrales Anliegen der Bundesregierung. Zu Furcht und Panik bestehe derzeit kein Anlaß. Eine Grundgesetz-Änderung für einen umfassenderen Einsatz der Bundeswehr im Inneren lehnte er ab.

Dagegen erneuerte die CDU-Vorsitzende Merkel in ihrer Antwort auf Schröder diese Forderung. Zugleich erklärte sie, zu dem konsequenten militärischen Einsatz in Afghanistan gebe es keine Alternative.
 
 


Update: Fr.12.10.01, 13:00, Quellen: afp, rtr, dpa, taz, df, dr, br, kriT

Bundesweite Friedensdemonstration in Berlin am Samstag

Veranstalter erwarten 30.000 Teilnehmer. Tausende bei Friedensdemonstration in Paris.

Bis zu 30.000 Teilnehmer erwarten die Organisatoren der bundesweiten Friedensdemonstration gegen die Militäreinsätze in Afghanistan am Samstag in Berlin. Die Angriffe auf Afghanistan, bei denen auch Zivilisten getötet wurden, könnten die Terrorgefahr nicht beseitigen, sagte einer der Organisatoren, Peter Strutynski, am Donnerstag in Berlin. Stattdessen solle über die Auslieferung von Terroristen verhandelt werden, die dann vor dem Internationalen Gerichtshof abgeurteilt werden könnten.

Die Demonstration soll am Samstag an verschiedenen Punkten der Innenstadt beginnen und mit einer Kundgebung am Gendarmenmarkt enden. Erwartet werden Busse aus ganz Deutschland. Träger der Aktion sind 61 Initiativen, darunter die Gruppe "Internationale Ärzte gegen den Atomkrieg" (IPPNW), die Antiglobalisierungsgruppe ATTAC, Pax Christi und andere Unterstützer der Friedensbewegung.

Information zur Demo unter:
http://www.gewaltspirale.de

Mehrere tausend Menschen haben am Donnerstagabend in Paris "gegen den Terrorismus und die Logik des Krieges" demonstriert. Zu der ersten großen pazifistischen Kundgebung in Frankreich nach den Anschlägen vom 11. September hatten unter anderem die Kommunistische Partei, die Globalisierungsgegner vom Verband ATTAC sowie mehrere Gewerkschaften und Menschenrechtsorganisationen aufgerufen. Sie betonten, nichts könne Massaker wie die Attentate in New York und Washington rechtfertigen. Doch sei die Ungerechtigkeit der Welt der Nährboden für Hoffnungslosigkeit und Hass. Dem könne man nicht mit einer Logik eines Rachekrieges begegnen.
 
 

Schröder formuliert neues Selbverständis Deutschlands

Bundeskanzler Gerhard Schröder hat am Donnerstag in einer Regierungserklärung im Bundestag die "neue Verantwortung" Deutschlands betont, sich auch an Militäreinsätzen zur Verteidigung von Freiheit und Menschenrechten zu beteiligen.

"Wir Deutschen stehen in vorderster Reihe bei der konsequenten Sicherung des Friedens in der Welt." Der Bundeskanzler teilte dies dem Bundestag mit, ohne die Aussage geographisch zu begrenzen oder auf Humanitäres oder Logistisches zu reduzieren, aber mit der militärischen Option. So uneingeschränkt, wie Gerhard Schröder den Vereinigten Staaten Solidarität Deutschlands bei den aktuellen Militärschlägen anbot, so uneingeschränkt war am Donnerstag seine Vorgabe für eine neue Außenpolitik der Bundesrepublik.

Schröder hatte die Neuorientierung über die Grenzen, Europas, der NATO oder der EU hinaus während seiner Amerikareise am Dienstag angedeutet. Für ihn ergibt sich diese Entwicklung zwangsläufig aus der Abkehr von der "Tabuisierung des Militärischen", die die Bundesrepublik fast ein halbes Jahrhundert begleitet habe. In der Nachkriegszeit sei militärische Eigenständigkeit historisch schwer belastet und unter Schutz- und Besatzungsmächten ohnehin kaum gefragt gewesen, lautete die Begründung der neuen These. Unmittelbar nach der Vereinigung, also zurzeit des Golfkriegs 1991, waren Bundeswehr und Öffentlichkeit technisch und mental noch nicht so weit.

Aber von den ersten Bundeswehrsoldaten in Somalia, von Bosnien über Kosovo nach Mazedonien führe eine stringente Linie, sagen seine Berater. Sie gipfelte bislang darin, dass Deutschland erstmals eine Rolle als "leading nation" in einem multilateralen, von den Vereinten Nationen gedeckten Einsatz zur Friedenssicherung übernahm. Schröder zieht diese Linie nun geographisch über Europa hinaus in die ganze Welt und politisch über Friedenssicherung hinaus zum Kampf gegen internationalen Terrorismus. Dies ist nach seiner Ansicht alternativlos, weil Globalisierung und Aufbrechen der Blöcke des Kalten Krieges komplexere strategische Herausforderungen bedeuteten.

Quelle: Thomas Rietig (AP-Korrespondent) - Die Schröder-Doktrin, 11.10.01:
http://de.news.yahoo.com/011011/12/241xj.html
 
 

"Der Kanzler will Deutschland dahin führen, dass es mit den USA auf gleicher Augenhöhe umgehen kann. Ausgerechnet Schröder, der Chef einer rot-grünen Koalition - der Zivilist, der nie in der Bundeswehr gedient hat und in dessen Regierung gleich reihenweise Kriegsdienstverweigerer sitzen"

taz am 12.10.01:
http://www.taz.de/pt/2001/10/12/a0134.nf/text.name,askL5UBaH.n,0
 
 

Afghanistan:
USA setzen bei Luftangriffen Streubomben ein

Schwerste Angriffe seit Beginn der Bombardierung. Bei den Bombenattacken sollen laut AIP etwa 130 Zivilisten getötet worden sein. Grünen-Abgeordnete Annelie Buntenbach fordert Einstellung der Luftangriffe.

Einen Monat nach den Anschlägen in New York und Washington haben US-Kampfflugzeuge ihre Angriffe auf mutmaßliche Stellungen der Taliban in Afghanistan fortgesetzt. Vor allem die afghanische Hauptstadt Kabul geriet nach CNN-Angaben unter schweren Dauerbeschuss. Die bisher schwersten US-Luftangriffe auf Kabul haben nach Augenzeugenberichten die Bevölkerung in Panik versetzt. Die Menschen versuchten voller Panik, sich zu Fuß oder per Fahrrad in Sicherheit zu bringen. Weitere Ziele der US-Bombenattacken waren die Taliban-Hochburg Kandahar und Dschalalabad. Nach Angaben der afghanischen Nachrichtenagentur AIP wurden bei den Angriffen der USA und Großbritanniens, die jetzt auch tagsüber erfolgen, bisher mindestens 130 Menschen getötet - davon mehr als 100 in einem Ort bei Dschalalabad.

US-Präsident Bush hat der Taliban-Miliz in Afghanistan ein Ende der amerikanischen Angriffe in Aussicht gestellt. In einer Pressekonferenz sprach Bush von einer zweiten Chance - man werde die Militärschläge überdenken, falls der Extremistenführer Osama bin Laden doch ausgeliefert wird.

Im Weißen Haus in Washington sagte Bush, er schließe nicht aus, dass die Kampagne lange dauern könne. Bush wörtlich:"Vielleicht dauert es ein Jahr oder zwei, aber wir werden obsiegen." Ziel sei es, die Terroristen aus ihren Höhlen zu jagen und sie zur Rechenschaft zu ziehen. Das Vorgehen richte sich auch gegen alle, die Terrorismus exportierten und gegen Regierungen, die ihm Unterschlupf böten. Bush kündigte an, dass die USA alle Staaten "der Gerechtigkeit zuführen" werden, die Terroristen Zuflucht gewähren. Er nannte in diesem Zusammenhang ausdrücklich den Irak und Staatschef Saddam Hussein.

Zugleich erklärte Bush, die bisherigen Angriffe auf Stellungen der Taliban und auf Camps der Terroristen seien erfolgreich gewesen. Verteidigungsminister Rumsfeld räumte allerdings ein, dass man die Luftabwehr der Taliban doch nicht wie bereits gemeldet ganz ausschalten konnte.

Taliban-Führer Mullah Mohammed Omar erklärte in einem Interview, dass selbst sein Tod den Krieg gegen Amerika nicht beenden werde. Die afghanischen Stämme seien bereit, an der Seite der Taliban zu kämpfen, sagte Omar dem saudiarabischen Magazin "El Madschalla". Dieses zitiert ihn auch mit den Worten: "Diejenigen, die uns jetzt angreifen, sollten wissen, dass die kämpferische Natur der Afghanen und die Geographie Afghanistans unser Land zu einem Friedhof für die Eindringlinge machen."

Am Donnerstag war bekannt geworden, dass die USA bei ihren Luftangriffen auch Streubomben einsetzen. Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums kommen die Bomben seit Mittwoch zum Einsatz.

Die Grünen-Abgeordnete Annelie Buntenbach sagte Reuters, der Abwurf von Streubomben zeige, dass keine Rücksicht auf Zivilisten genommen werde. Buntenbach bekräftigte: "Ich fordere, dass die Luftangriffe eingestellt werden." Der Abwurf von Streubomben und eine erklärtermaßen zielgenaue Bombardierung schlössen einander aus.

Streubomben - auch Clusterbomben bzw. Splitterbomben genannt - werden in Kanistern abgeworfen, die sich über dem Boden öffnen und hunderte kleiner Sprengkörper (Bomblets) freisetzen, die jeweils hunderte Splitter auf großer Fläche verteilen. Je nach Bomben-Typ können Flächen von der Größe von zwei bis 20 Fußballfeldern zerstört werden. Da viele der abgeworfenen Bomblets nicht explodieren, stellen diese Blindgänger eine zusätzliche Gefahr für Zivilisten dar. Eine völkerrechtliche Ächtung dieser Munition steht noch aus.

Splitterbomben und Minen gegen die Zivilbevölkerung
Bericht von Jo Angerer, ARD-Monitor, 18.10.01

http://www.wdr.de/tv/monitor/beitraege.phtml?id=351

Zahlen und Fakten zum Thema Minen:
http://www.care.de/projekte/6zaufa.htm
 
 


"Ein Auge für ein Auge hinterläßt die ganze Welt blind"

Inschrift eines Transparents in Berkeley, USA
 
 


Update: Mo.15.10.01, 13:00

"Gerechtigkeit statt Krieg und Terror!"

Weltweit Proteste gegen US-Luftangriffe auf Afghanistan

Die Friedensbewegung hat sich zurückgemeldet. Zunehmend Proteste und Friedensdemonstrationen gegen amerikanisch-britischen Militärschlag. Forderungen nach Einstellung der Bombardierungen werden lauter. Bundeskanzler Gerhard Schröder kündigte an, die Unterstützung der USA auch bei nachlassender Zustimmung in der Bevölkerung durchzuhalten. USA setzen die am 7.Oktober begonnenen Luftangriffe fort.

Zehntausende Menschen haben am Samstag friedlich gegen die amerikanisch-britischen Angriffe auf Afghanistan demonstriert. In Berlin versammelten sich nach Angaben der Veranstalter rund 30.000 Menschen auf dem historischen Gendarmenmarkt nahe des Regierungsviertels.

Wie in Berlin protestierten am Wochenende auch in mehreren europäischen Städten Zehntausende gegen die Luftangriffe auf Afghanistan und für ein Ende des Krieges. In London gingen am Samstag nach Schätzung von Scotland Yard etwa 20.000 auf die Straße. Die Veranstalter selbst zählten 50.000 Teilnehmer.

Auch in Schweden, Frankreich, der Schweiz und Italien demonstrierten am Samstag Tausende Menschen für den Frieden.

Über 150.000 Menschen nahmen an einem Friedensmarsch zwischen Assisi und Perugia teil. Zu der Kundgebung hatten mehrere katholische Organisationen sowie Globalisierungsgegner aufgerufen. Auch die oppositionellen Mitte-Links-Parteien unterstützen die Veranstaltung, an der Oppositionschef Francesco Rutelli mitmarschierte.

UNO-Menschenrechtskommissarin Robinson sprach sich für eine Aussetzung der Luftangriffe auf Afghanistan aus, um die Menschen dort mit Hilfsgütern versorgen zu können.

Grünen-Parteichefin Claudia Roth hat ein Ende der US-Luftangriffe auf Afghanistan gefordert. "Nach acht Tagen Bombardierung ist sicher notwendig, mal einen Schnitt zu machen", sagte Roth am Montagmorgen im Deutschlandfunk. Deshalb unterstütze sie die Haltung der UNO-Menschenrechtsbeauftragten.

Der Menschenrechts-Experte der SPD-Bundestagsfraktion, Bindig, kritisierte wie auch Frau Roth den Einsatz von Streubomben durch die USA.

Die USA haben am Montagmorgen ihre am 7. Oktober begonnen Angriffe auf Afghanistan fortgesetzt.

Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-kuenstlerkooperative/n0110150.htm#0110150
 
 


Update: Di.16.10.01, 13:00, Quelle: epd

Hilfswerke besorgt über Einsatz von Minen in Afghanistan

Der Deutsche Initiativkreis für das Verbot von Landminen, dem 17 Hilfswerke angehören, hat sich besorgt über den Abwurf von Minen über Afghanistan geäußert. Nach einem Bericht der "New York Times" vom 11. Oktober habe die US-amerikanische Luftwaffe auch Clusterbomben des Typs CBU-89 GATOR über dem Land abgeschossen, teilte die Organisation am Montag in Berlin mit. Diese Tausend-Kilo-Bombe enthalte 72-Anti-Fahrzeug-Minen und 22 Anti-Personen-Minen, die beim Abschuss ausgestreut würden. Der Zeitungsbericht sei glaubwürdig, auch wenn er von Washington noch nicht bestätigt sei.

Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-kuenstlerkooperative/n0110150.htm#minen
 
 


Update: Fr.19.10.01, 14:00, Quellen: afp, br, dr, ap, dpa

USA kündigt Einsatz von Bodentruppen an

Deutschland soll sich angeblich direkt an dem Militäreinsatz
in Afghanistan mit Kampf-Soldaten beteiligen

Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-kuenstlerkooperative/n0110150.htm#bw
 
 

Ergebt euch oder sterbt!

US-Militärsender ruft Taliban-Kämpfer zur Aufgabe auf. US-Kampfflugzeuge haben am Vormittag erneut Ziele in der afghanischen Hauptstadt Kabul angegriffen. Taliban werfen USA gezielte Angriffe auf Zivilisten vor. Weißes Haus bestätigt den Einsatz von amerikanischen Bodentruppen im Süden Afghanistans. US-Stabschef: "Es geht um nicht weniger als unsere Freiheit, als amerikanisches Volk leben zu können".

Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-kuenstlerkooperative/n0110150.htm#roy
 
 


Nach Terroranschlag auf USA: Jahrelanger Viel-Fronten-Krieg droht
Die USA richten sich auf jahrelangen Krieg ein." Schmutzige" Aktionen, wie das Töten politischer Führer sind nicht ausgeschlossen. Auch der Einsatz taktischer Atomwaffen wird in Erwägung gezogen... Nachrichten und Hintergrund- Informationen [ mehr... ]
 
 


"Bomben allein helfen nicht"

Franz Nuscheler, Direktor des Instituts für Entwicklung und Frieden an der Universität Duisburg, hat vor allzu einfachen Lösungen gegen den Terrorismus gewarnt. "Bomben können den Terrorismus nicht ausrotten, weil sie seine sozialen und politischen Ursachen nicht beseitigen", erklärt der Entwicklungsforscher in der Wochenzeitung DIE ZEIT (Nr.41, 04.10.01, S.24). "Der Nährboden des Terrorismus sind Armut, Hoffnungslosigkeit und das Gefühl der Ohnmacht."

Mehr unter:
http://www.zeit.de/2001/41/Wirtschaft/200141_interv._nuschele.html
 
 


Wer ist Usama bin Laden?
Von Michel Chossudovsky

Chossudovsky, Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Ottawa, zeichnet die Geschichte von Usama Ben Laden nach und stellt eine Verbindung zwischen dem Islamischen "Jihad" und der Gestaltung der US-Außenpolitik während und nach dem Kalten Krieg her.

Mehr unter:
http://www.germany.indymedia.org/2001/09/7956.html
 
 


"Wir beurteilen eine Wirklichkeit, die uns nur in - zensierten - Ausschnitten bekannt gemacht wird"

Aus Torsten Wöhlert - Glaubenskämpfe
http://www.freitag.de/2001/41/01410101.php
 
 


Tag X

Ab dem Tag X, wie der Tag des geplanten USA-/NATO-Vergeltungsangriffs genannt wird, sind in allen Großstädten spontane Kundgebungen geplant.

Mehr dazu unter:
http://www.friedenskooperative.de/themen/terror92.htm

Aufstehen für den Frieden!

"Für Solidarität und soziale Gerechtigkeit!"
Bundesweite Demonstration am 13.10.01 in Berlin und Stuttgart
http://friedenjetzt.ch/deutschland/

Online-Petitionen gegen Krieg
Eine hilfreiche Zusammenfassung:
http://www.heise.de/newsticker/data/cgl-19.09.01-001/
 
 

Brücken bauen, Gewalteskalation verhindern!

Erklärungen von Friedensorganisationen zu den Terrorangriffen in den USA
und zum Militärschlag gegen Afghanistan:
http://www.friedenskooperative.de/themen/terror10.htm

Petition aus den USA die sich gegen Rache und Krieg ausspricht
Hier kann unterschrieben werden:
http://www.thePetitionSite.com/takeaction/224622495
 
 

Nobelpreisträger warnen vor Gewaltspirale durch Krieg

Friedens- und Literaturnobelpreisträger aus aller Welt haben sich gegen einen Krieg in Afghanistan ausgesprochen. Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-kuenstlerkooperative/n0109240.htm#nobel
 
 


WTC-Terror-Attacke und US-Militärschlag gegen Afghanistan
Ursachen, Folgen, Statements

Das KriT-Journal bündelt täglich aktuell zahlreiche Informationen zum Thema.

Mehr unter:
http://krit.de/
 
 


Verheerende Terror-Angriffe auf die USA und die Folgen
Nachrichten, Berichte und Hintergrundinformationen. Der beispiellose Terroranschlag auf das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington, hat in aller Welt Entsetzen und die Angst vor einem globalen Krieg ausgelöst... [ mehr... ]
 
 


"Die an sich bekannte Wahrheit, dass Krieg das Schlimmste ist, was passieren kann, wird derzeit beschleunigt zugedeckt. Wir erleben kriegsvorbereitende Propaganda. Es ist wichtig, klar zu machen, dass ein Krieg auf Widerstand stößt."
 
 


Unabhängige Berichterstattung aus den USA:
Bei Independent Media Center
http://www.indymedia.org

Terrorangriff auf die USA
Chronologie, Fernseh-und Radio-Berichte über die Katastrophe
http://www.wdr.de/online/news2/katastrophe_worldtradecenter/index.phtml

Nachrichten-Ticker zum Thema:
http://de.fc.yahoo.com/t/trade.html

FR-Spezial zum Thema:
http://www.fr-aktuell.de/fr/spezial/terror/index.htm

Erklärungen , Aufrufe aus der Friedensbewegung:
http://www.friedenskooperative.de/themen/terror00.htm

Aktionstermine der Friedensbewegung:
http://www.friedenskooperative.de/terroter.htm

Bundesregierung:
http://www.bundesregierung.de/frameset/index.jsp

Bundeswehr:
http://www.bundeswehr.de/index_.html

Nato:
http://www.nato.int/

US-Botschaft in Berlin:
http://www.us-botschaft.de/d0.htm

Weisses Haus in Washington:
http://www.whitehouse.gov/

Pantagon:
http://www.defenselink.mil/

The Official New York City Website:
http://home.nyc.gov/portal/index.jsp?pageID=nyc_home

Wissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft Afghanistan, AGA:
http://www.bglatzer.de/aga/

Informationen über Taliban
Land und Leute, zur Geschichte sowie zur Kultur (Uni Marburg)
http://stud-www.uni-marburg.de/~Alam/welcome.html

Aktuelle Informationen zum internationalen Terrorismus
Analysen und Links, zusammengestellt vom Hamburger
Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik.
http://www.ifsh.de/terrorism.php
 
 



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