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 last update: boa München, Di. 13.11.2001 - 14:00 
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Di.13.11.2001      

"In kritischer Solidarität"

Grüne für Kriegseinsatz der Bundeswehr

Grünen-Parteirat empfiehlt Ja zu Bundeswehr-Einsatz im Afghanistan-Krieg.
Schröder droht vor Afghanistan-Abstimmung mit Ende der Koalition.
Kanzler will im Bundestag Vertrauensfrage stellen.
Kämpfer der Nordallianz rücken in Kabul ein.
Politische Übergangslösung für Afghanistan noch nicht in Sicht
Intellektuelle beklagen die Ökonomisierung der Gesellschaft als Weg in die
     Barbarei.

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Grüne-Spitze: Ja zum Bundeswehreinsatz

"In der Grundhaltung kritischer Solidarität" hat der Grünen-Parteirat der Bundestagsfraktion am Montag empfohlen, dem innerparteilich heftig umstrittenen Bundeswehr-Einsatz im Afghanistan-Krieg unter bestimmten Voraussetzungen zuzustimmen. Bedingung sei, dass der Antrag der Bundesregierung auf Bereitstellung von bis zu 3900 Soldaten vor der Bundestagsabstimmung am Donnerstag präzisiert werde, sagte Parteichefin Claudia Roth in Berlin. Der mit Kritik an den US-Angriffen verbundene Beschluss sei auch ein Versuch, "unsere Partei zusammenzuführen".

"Wir erwarten von der Bundesregierung, dass sie in dem Mandat Präzisierungen und Klarstellungen vornimmt, die uns dieses Mandat akzeptabel erscheinen lassen", sagte Roth vor Journalisten. Dazu gehöre, dass die Bundeswehr-Soldaten nur gegen die Organisation des Moslem-Extremisten Osama bin Laden, El Kaida, und deren Unterstützer eingesetzt würden. Deutsche Elite-Soldaten des KSK sollten bei der Ergreifung möglicher Täter "quasi polizeilich-militärische Aufgaben haben". Eine Stationierung in Somalia soll ausgeschlossen werden. Wesentliche Veränderungen in der Zusammensetzung der Truppe dürften nur mit Beschluss des Bundestags erfolgen. Zudem müsse die Regierung den Bundestag jederzeit über die Entwicklung informieren.

Offen blieb, in welcher Form die Grünen die Klarstellungen wollen. Im Gespräch war eine Protokollnotiz der Bundesregierung zum Antrag.

Zurückhaltender als bisher plädierte Roth für eine Feuerpause bei den US-Angriffen, die auch in dem Beschluss nur am Rande erwähnt wird. Roth sagte, eine Aussetzung der Angriffe während des bevorstehenden islamischen Fastenmonats Ramadan könne zur Stabilisierung der Anti-Terror-Koalition in der islamischen Welt beitragen und die Flüchtlingshilfe erleichtern.

Roths Kollege Fritz Kuhn zeigte sich überzeugt, dass Schröder und die SPD zu den mit großer Mehrheit im Parteirat geforderten Klarstellungen bereit seien. Auf dieser Grundlage erwarte er eine deutliche Mehrheit in der Fraktion für den Bundeswehr-Einsatz. Bisher haben sich acht Parlamentarier der Grünen auf ein Nein zum Bundeswehr-Einsatz festgelegt. Kuhn sagte, das mögliche Verfehlen einer rot-grünen Mehrheit sei für ihn "kein Punkt, wo die Koalitionsfrage aufgeworfen wird". Entscheidend sei, dass "die Bedrohung vom in Afghanistan beherbergten Terrorismus" anhalte und auch mit militärischen Mitteln bewältigt werden müsse. Auf dieser Linie werde die Parteispitze für eine Mehrheit auf dem Bundesparteitag nächste Woche in Rostock werben. Eine Mehrheit der Landesverbände hat bisher gegen den Bundeswehr-Einsatz plädiert.

Nach Kuhns Worten trägt auch Außenminister Joschka Fischer den Beschluss mit, der wegen einer USA-Reise nicht an der Sitzung teilnahm. In dem Beschluss wird eine kritische Bilanz der bisherigen US-Angriffe gezogen. Roth sagte, eine politische Strategie zur Bekämpfung des Terrorismus seit "weitgehend nicht erkennbar". Strikt abgelehnt werde der Abwurf von Streubomben durch US-Bomber. Die Luftangriffe hätten zudem die ohnehin katastrophale humanitäre Lage in Afghanistan verschlechtert.

Im Parteirat stellten sich die thüringische Landeschefin Astrid Rothe und die niedersächsische Fraktionschefin Rebecca Harms gegen den Beschluss, der von einflussreichen Parteilinken wie Nordrhein-Westfalens Umweltministerin Bärbel Höhn und ihrem schleswig-holsteinischen Kollegen Klaus Müller unterstützt wurde. Müller wich damit von einem Beschluss seines Landesverbandes ab, der gegen eine Bundeswehr-Beteiligung plädiert hatte. Auch die nordrhein-westfälische Landesspitze hatte bisher einhellig eine Beteiligung der Bundeswehr abgelehnt. Mit Blick auf den Bundesparteitag in Rostock sagte Müller der Nachrichtenagentur Reuters, für eine Parteitags-Mehrheit zum Regierungskurs sei noch viel Überzeugungsarbeit nötig: "Der Weg nach Rostock ist noch weit."

Die Stimmung in der Parteiratssitzung beschreiben mehrere Teilnehmer hinterher als sehr angespannt. Der gemeinsame Wunsch, diese Hürde zu nehmen, sei zwar bei allen zu spüren gewesen. "Aber natürlich hatte da auch jeder am Wochenende ein Erlebnis mit seinem Landesverband", sagt ein Mitglied des Gremiums. Diese Begegnungen laufen derzeit für die Befürworter militärischer Schläge nicht sehr erfreulich ab. Vor allem aber, wissen prominente Grüne zu berichten, komme vieles aus den Berliner Debatten an der Basis nur bruchstückhaft an. Die feinen Unterscheidungen etwa zwischen amerikanischem Krieg und deutschem Beitrag träfen bei überzeugten Pazifisten nur noch auf Unverständnis.
 
 

"...Es geht darum, die militärische Beteiligung Deutschlands, die es geben wird, so zu bestimmen, dass sie verantwortbar ist und sie in einen entsprechenden Rahmen einzubetten..."

Aus dem Parteirats-Beschluss der Grünen:
http://www.gruene.de/Aktuell/anschlag-usa/texte/Parteirat-BeschlussAfghanistan2001121101.htm
 
 

"Der Krieg in Afghanistan dient nach unserer Ansicht nicht der zielgerichteten Bekämpfung terroristischer Strukturen und trifft in besonderem Maße die Zivilbevölkerung. Eine direkte oder indirekte Beteiligung deutscher Soldaten am Krieg in Afghanistan lehnen wir (...)ab."

Aus dem Positionspapier der Grünen-Bundestagsabgeordneten - Annelie Buntenbach, Steffi Lemke, Christan Simmert, Winfried Herrmann, Monika Knoche, Irmingard Schewe-Gerigk, Hans-Christian Ströbele und Sylvia Voß - die"endgültig" gegen eine Bereitstellung von Bundeswehr-Soldaten im Afghanistan-Konflikt stimmen wollen.
http://www.simmert.de/show/508.html
 
 

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Schröder droht vor Afghanistan-Abstimmung mit Ende der Koalition

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat seiner Partei mit einem Ende der rot-grünen Koalition gedroht, falls das Regierungsbündnis keine eigene Bundestags- Mehrheit für einen Einsatz der Bundeswehr im Afghanistan-Krieg zu Stande bringt. Nach Angaben von Teilnehmern machte Schröder am Montagabend bei einem Treffen mit SPD-Linken deutlich, dass die Koalition in großer Gefahr sei, wenn es bei der Abstimmung am Donnerstag keine eigene Mehrheit gebe. Auch in der Sitzung des SPD-Präsidiums habe Schröder vor einem Koalitionsbruch gewarnt, hieß es in Koalitionskreisen. Bei SPD und Grünen gibt es einige Gegner und mehrere Unentschlossene, eine Regierungsmehrheit ist deshalb unsicher. Am Dienstag will Schröder in den Fraktionen von Grünen und FDP für Zustimmung werben.

Teilnehmer des rund zweistündigen Treffens zwischen Schröder und der SPD-Linken berichteten am Abend, einzelne Abgeordnete hätten deutlich gemacht, dass sie ihr Verhalten bei der Bundestagsabstimmung am Donnerstag angesichts der Mahnung des Kanzlers überdenken wollten. Medienberichten zufolge haben sich vier Abgeordnete bereits auf ein Nein festgelegt, zahlreiche weitere haben Zweifel an dem Einsatz angemeldet.

In den Koalitionskreisen hieß es, Schröder habe in der Präsidiumssitzung seiner Partei am Vormittag gesagt, falls es keine eigene Regierungsmehrheit geben sollte, lasse sich die Koalition nicht mehr halten. Anlass für die als Wutausbruch beschriebenen Äußerungen sei gewesen, dass sich 20 SPD-Abgeordnete noch nicht auf ihr Abstimmungsverhalten festgelegt hätten. Schröder sei über die unklare Haltung der Abgeordneten sehr aufgebracht gewesen. Falls keine Mehrheit zusammenkomme, "dann muss das eben ein Anderer machen", habe er mit Blick auf sein Amt gesagt. In den Kreisen wurde zudem ein Vorabbericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" bestätigt, dass Schröder für Donnerstagabend eine Sondersitzung des SPD-Präsidiums anberaumt habe.

Der Bundeskanzler bestritt am Wochenende, dass die Bereitstellung deutscher Soldaten eine Gewissensentscheidung sei. "Ein Bundestagsabgeordneter gehört zur politischen Elite des Landes. Da muss ich die Einsicht in die außen- und sicherheitspolitischen Notwendigkeiten erwarten."

Schröder sieht die Zustimmung zum Bundeswehr-Einsatz als logische Folge des vorangegangenen Bundestagsbeschlusses an. Er klage "die Konsequenz aus dem Bundestagsbeschluss vom 19. September ein, in dem fast alle Abgeordneten die uneingeschränkte Solidarität unterstützt haben".

Heute will der Kanzler bei FDP und Grünen für Zustimmung zur Bereitstellung von bis zu 3900 Soldaten für einen Einsatz im Afghanistan-Krieg werben. Bisher haben sich acht Grünen-Abgeordnete auf eine Ablehnung festgelegt. Union und FDP haben für die Bundestagsabstimmung ihr Ja zugesagt.

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+++ Aktuelle Nachricht, Di.13.11.01, 15:00 +++

Schröder will Vertrauensfrage stellen

Die Abstimmung im Bundestag über einen Anti-Terror-Einsatz deutscher Soldaten wird offenbar zu einer Abstimmung über den Fortbestand der rot-grünen Koalition. Kanzler Schröder will das Votum im Parlament mit der Vertrauensfrage verknüpfen. Offenbar in diesem Zusammenhang traf sich Schröder mit Alt-Kanzler Schmidt und dem früheren SPD-Chef Vogel. Schröder kündigte seinen Entschluss auf der heutigen Sitzung der SPD-Bundestagsfraktion an. Die Entscheidung des Bundestags über die Bereitstellung von 3900 Bundeswehr-Soldaten wird auf Freitag verschoben. (Quelle:mdr)

Stimmt der Bundestag am Freitag dem Beschluß des Bundeskabinetts vom 7.November zu, Soldaten und militärisches Material für den Einsatz im Afghanistan-Krieg bereitzustellen, verfügt die Bundesregierung über eine umfassende Kriegsermächtigung mit einer nicht sehr genauen Truppenanforderung, mit einer Laufzeit von einem Jahr und einem völlig offen definierten Einsatzraum. Was dieser Beschluß im einzelnen bedeutet analysiert Tobias Pflüger von der Informationsstelle Militarisierung (IMI) in "junge welt" (Dienstagausgabe):
http://www.jungewelt.de/2001/11-13/003.php

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Kämpfer der Nordallianz rücken in Kabul ein

Fünf Wochen nach Beginn der US-Luftangriffe auf Afghanistan ist das Taliban-Regime offenbar geschlagen. Nach Berichten von Korrespondenten rückten die Truppen der selbsternannten Regierung heute früh kampflos aus Kabul ab. Die Hauptstadt soll inzwischen vollständig unter der Kontrolle der oppositionellen Nordallianz sein. Einwohner reagierten mit Freudenkundgebungen. Amerikanische Kampfflugzeuge hatten den Vormarsch mit massiven Luftangriffen vorbereitet und unterstützt. Die Regierung in Washington hatte allerdings gefordert, nach der Vertreibung der Taliban von einer Besetzung abzusehen, um die politische Zukunft Afghanistans nicht zu gefährden. Dessen ungeachtet zogen am Vormittag die ersten offiziellen Vertreter der Opposition nach Kabul ein. Sie wurden begleitet von Einheiten der Militärpolizei und bewaffneten Soldaten. Nach BBC-Berichten kam es in Kabul bereits zu ersten Plünderungen. Die Taliban-Truppen sollen nach Kandahar im Süden des Landes geflohen sein. Der dortige Flughafen ist nach Informationen des arabischen Fernsehsenders El Dschasira inzwischen ebenfalls an die Nordallianz gefallen.

Bei ihrer Flucht aus Kabul haben die Taliban die acht gefangen gehaltenen ausländischen Mitarbeiter der Hilfsorganisation Shelter Now offenbar mitgenommen. Unter den Helfern befinden sich auch vier Deutsche. Sie waren Anfang August unter dem Vorwurf christlicher Missionstätigkeit verhaftet worden.

Nach dem vermutlichen Ende des Taliban-Regimes in Kabul bereiten die Vereinten Nationen ein Verfahren für die Bildung einer neuen Regierung vor. Vertreter der unterschiedlichen afghanischen Völker und Parteien sollen sich nach Informationen aus dem US-Außenministerium in den nächsten Tagen zu einer Konferenz einfinden, die möglicherweise in Genf, Wien oder Ankara stattfinden könnte. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen erwartete am Dienstag den Bericht des UN-Sondergesandten für Afghanistan, Lakhdar Brahimi.

Bundesaußenminister Joschka Fischer sprach am Montagabend am Rande der UN-Generaldebatte in New York mit UN-Generalsekretär Kofi Annan über die Lage in der afghanischen Hauptstadt. Annan wolle versuchen, mit den verschiedenen Bevölkerungsgruppen einen Konsens über Kabul herzustellen, verlautete aus Delegationskreisen. Annan und Fischer hätten betont, dass Kabul eine "offene Stadt" bleiben müsse, hieß es. Die Sicherheit und die Versorgung der Bewohner müssten gewährleistet sein.

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Politische Übergangslösung für Afghanistan noch nicht in Sicht

Mit dem Versuch, eine politische Übergangslösung für Afghanistan zu finden, ist man in den letzten Wochen nicht vorangekommen. Nach Meinung pakistanischer Beobachter war es die frühe Bildung "einer unheiligen Allianz zwischen einem rachsüchtigen Sieger und einem bedeutungslosen Exmonarchen", die eine breite Lösungssuche unter Führung der UNO und unter Einschluss Pakistans blockierte. Selbst die von der Nordallianz und Exkönig Zahir Schah vereinbarte Bildung eines Interimsausschusses von 120 Persönlichkeiten, welche die bedeutend umfangreichere Einberufung einer "Loya Jirga" an die Hand nehmen sollte, steht aus - ein Zeichen, dass bereits hier intensive Rivalitäten zum Tragen kommen.

Mehr unter:
http://www.taz.de/pt/2001/11/13/a0091.nf/text.name,askHzJcbc.n,0

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Ökonomisierung der Gesellschaft als Weg in die Barbarei

"Die Terroranschläge vom 11.September erfordern Antworten in der Auseinandersetzung mit dem international wirksamen Terrorismus. Doch so wichtig es ist: Terrorismusbekämpfung und Sicherheitvorkehrungen dürfen nicht zum vorrangigen Thema aller Politik werden - zumal, wenn sie die Ursachen von Unfrieden und Gewalt unberührt lassen."

Mit deutlichen Worten haben rund 170 bekannte Autoren, Künstler, Kirchenvertreter, Gewerkschafter und SPD-Anhänger ihre Unzufriedenheit mit der rot-grünen Bundesregierung zum Ausdruck gebracht. "Wo die ökonomischen Erfolgskriterien des globalisierten Kapitalismus zu den Leitwerten der Gesellschaft werden, droht ein Totalitarismus neuer Art", heißt es in der gestern in Berlin veröffentlichten Erklärung. Zu den Unterzeichnern zählen Günter Grass, der Vorsitzende des Schriftstellerverbandes, Fred Breinersdorfer, Walter Jens, Friedrich Schorlemmer und Peter Rühmkorf.

Sie warnen in dem vom Grafiker Klaus Staeck und dem Publizisten Johano Strasser veröffentlichten Schreiben vor einem "Weg in die Barbarei" durch eine "völlige Ökonomisierung" der Gesellschaft. "Wenn wir heute unsere damaligen Erwartungen mit der inzwischen fast dreijährigen Regierungspraxis der rot-grünen Koalition vergleichen, kommen wir ungeachtet eines hoffnungsvollen Starts und mancher erfreulicher Reformen zu dem Ergebnis, dass nur wenig von dem, was uns bewog, zur Wahl der SPD bzw. der Grünen aufzurufen, ernsthaft in Angriff genommen wurde", klagen die Verfasser des offenen Briefes, der auch an den SPD-Generalsekretär und den Grünen-Vorstand gerichtet ist.

Die Bundesregierung setze den neoliberalen Modernisierungskonzepten keine eigenständige Alternative entgegen, das Profil von SPD wie Grünen sei "ausgesprochen unscharf". Dagegen glauben die mit der "Aktion für mehr Demokratie" verbundenen Unterzeichner, die Zeit sei reif für eine "an sozialen, ökologischen und friedenspolitischen Werten orientierte Bewegung", die freilich "nicht auf den nationalen Kontext begrenzt bleiben" dürfe. Unterschrieben haben auch die Autoren Felix Huby, Gert Heidenreich, Leonie Ossowski und Uwe Timm, der Kabarettist Peter Ensikat, der Verleger Gerhard Steidl, der Künstler Jochen Gerz und der Schauspieler Wolfgang Völz.

Mehr unter:
http://www.staeck.de/131101.htm
 
 

"Die völlige Ökonomisierung der Gesellschaft ist ein Weg in die Barbarei. Wo die ökonomischen Erfolgskriterien des globalisierten Kapitalismus zu den Leitwerten der Gesellschaft werden, droht ein Totalitarismus neuer Art: der menschenverachtende Ökonomismus. Er steht in unversöhnlichem Gegensatz zum Menschenbild des Humanismus und des Christentums und den auf ihm basierenden demokratischen Grundwerten und Menschenrechten."

Auszug aus dem Memorandum, in dem Intellektuelle und Wissenschaftler mit der rot-grünen Regierungspolitik abrechnen. Das von dem Künstler Klaus Staeck und dem Publizisten Johano Strasser ausgearbeitete Memorandum dokumentierte die Frankfurter Rundschau in ihrer Ausgabe vom 13.11.01:
http://www.fr-aktuell.de/fr/160/t160000.htm
 
 

(Quellen: ap, dpa, afp,rtr, sz, df, dr, br, taz)

 

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Krieg ist die Fortsetzung der Abwesenheit
von Politik mit anderen Mitteln

"Es gibt keine Lösung für diese extreme Situation, vor allem nicht der Krieg, der nur ein Szenario des Altbekannten, also wieder dieselbe Sintflut von Streitkräften, geisterhaften Nachrichten, sinnlosen Luftschlägen, hohlen und pathetischen Ansprachen, Sternstunden der Technik und der Propaganda anbieten kann. Das ist denn auch der eigentliche Zweck dieses Krieges, ein wirkliches, furchtbares Ereignis, das einzigartig und unvorhersehbar ist, durch ein Pseudo-Ereignis der Wiederholung und des Altbekannten zu ersetzen. Der Krieg als die Fortsetzung der Abwesenheit von Politik mit anderen Mitteln."

Aus: Jean Baudrillard - "Der Geist des Terrorismus", Süddeutsche Zeitung, 12.11.01
http://www.sueddeutsche.de/aktuell/sz/artikel94964.php
 
 


Einspruch gegen den Krieg in Afghanistan
Die Friedensbewegung hat sich zurückgemeldet. Zunehmend Proteste gegen Bombardierung Afghanistans. Forderungen nach Einstellung der US-Luftangriffe werden lauter. USA setzen die am 7.Oktober begonnenen Luftangriffe fort. Deutsche Soldaten möglicherweise bald in US-Operationen involviert.[ mehr... ]
 
 

Aktuelle Protest- und Aktionstermine unter:
http://friedenjetzt.ch/deutschland/
http://www.friedenskooperative.de/terroter.htm
http://www.friedensratschlag.de
http://www.gewaltspiraledurchbrechen.de
http://peace.protest.net
http://www.linkeseite.de/Texte/diverses/usatermine.htm
http://sg.groups.yahoo.com/group/infopartisan/message/878
 
 


Online-Petitionen gegen Krieg
Eine hilfreiche Zusammenfassung:
http://www.heise.de/newsticker/data/cgl-19.09.01-001/
 
 

Brücken bauen, Gewalteskalation verhindern!

Erklärungen von Friedensorganisationen zu den Terrorangriffen in den USA
und zum Militärschlag gegen Afghanistan:
http://www.friedenskooperative.de/themen/terror10.htm

Petition aus den USA die sich gegen Rache und Krieg ausspricht
Hier kann unterschrieben werden:
http://www.thePetitionSite.com/takeaction/224622495
 
 

Nobelpreisträger warnen vor Gewaltspirale durch Krieg

Friedens- und Literaturnobelpreisträger aus aller Welt haben sich gegen einen Krieg in Afghanistan ausgesprochen. Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-kuenstlerkooperative/n0109240.htm#nobel
 
 


Spendenkonten für Afghanistan unter:
http://www.diakonie.de
http://www.caritas.de
http://www.unicef.de
http://www.drk.de
http://www.aerzte-ohne-grenzen.de
 
 



Mo.12.11.01
Auch in der sechsten Kriegswoche verheerende Bombenangriffe
Busch: "Zeit für Mitgefühl ist jetzt vorüber". Günter Grass kritisiert Militäreinsatz in Afghanistan. Widerstand innerhalb der rot-grünen Regierungsfraktion gegen geplanten Bundeswehreinsatz im Afghanistankonflikt. Bundeskanzler spricht Abgeordneten Gewissensentscheidung ab...[ mehr... ]

Mo.29.10.01
Ende der US-Militärschläge gegen Afghanistan nicht in Sicht
Bundeskanzler Gerhard Schröder für unbefristete Fortsetzung US-Angriffe. Zahl der zivilen Opfer nimmt weiter zu. Wachsende Kritik an Bombardements. Afghanistan-Experte: Taliban-Strukturen noch völlig in Takt. Washington gibt größtes Rüstungsprojekt aller Zeiten in Auftrag...[ mehr... ]

Mo.22.10.01
Schmutziger Krieg in Afghanistan
USA beginnen neue Phase des Militäreinsatzes gegen Taliban. Zusätzlich zu den Luftangriffen führen Spezialeinheiten zum Teil geheime Militäraktionen gegen die Taliban durch. Bush ordnet Tötung von Osama bin Laden an. Bundeswehr vor größeren Einsätze auch außerhalb Afghanistans? Öl ist versteckte Triebfeder des Krieges in Afghanistan. [ mehr... ]

So.07.10.01
Krieg: Die USA haben mit Vergeltungsschlag in Afghanistan begonnen
Die Vereinigten Staaten haben mit dem seit langem erwarteten Militärangriff
gegen Ziele in Afghanistan begonnen...Nachrichten und Hintergrund- Informationen.
[ mehr... ]

Nach Terroranschlag auf USA: Jahrelanger Viel-Fronten-Krieg droht
Die USA richten sich auf jahrelangen Krieg ein." Schmutzige" Aktionen, wie das Töten politischer Führer sind nicht ausgeschlossen. Auch der Einsatz taktischer Atomwaffen wird in Erwägung gezogen... Nachrichten und Hintergrund- Informationen [ mehr... ]

Di.11.09.01
Verheerende Terror-Angriffe auf die USA und die Folgen
Nachrichten, Berichte und Hintergrundinformationen. Der beispiellose Terroranschlag auf das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington, hat in aller Welt Entsetzen und die Angst vor einem globalen Krieg ausgelöst... [ mehr... ]
 
 


WTC-Terror-Attacke und US-Militärschlag gegen Afghanistan
Ursachen, Folgen, Statements

Das KriT-Journal bündelt täglich aktuell zahlreiche Informationen zum Thema.

Mehr unter:
http://krit.de/
 
 


Unabhängige Berichterstattung aus den USA:
Bei Independent Media Center
http://www.indymedia.org

Terrorangriff auf die USA
Chronologie, Fernseh-und Radio-Berichte über die Katastrophe
http://www.wdr.de/online/news2/katastrophe_worldtradecenter/index.phtml

Nachrichten-Ticker zum Thema:
http://de.fc.yahoo.com/t/trade.html

FR-Spezial zum Thema:
http://www.fr-aktuell.de/fr/spezial/terror/index.htm

Erklärungen , Aufrufe aus der Friedensbewegung:
http://www.friedenskooperative.de/themen/terror00.htm

Aktionstermine der Friedensbewegung:
http://www.friedenskooperative.de/terroter.htm

Bundesregierung:
http://www.bundesregierung.de/frameset/index.jsp

Bundeswehr:
http://www.bundeswehr.de/index_.html

Nato:
http://www.nato.int/

US-Botschaft in Berlin:
http://www.us-botschaft.de/d0.htm

Weisses Haus in Washington:
http://www.whitehouse.gov/

Pantagon:
http://www.defenselink.mil/

The Official New York City Website:
http://home.nyc.gov/portal/index.jsp?pageID=nyc_home

Wissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft Afghanistan, AGA:
http://www.bglatzer.de/aga/

Informationen über Taliban
Land und Leute, zur Geschichte sowie zur Kultur (Uni Marburg)
http://stud-www.uni-marburg.de/~Alam/welcome.html

Aktuelle Informationen zum internationalen Terrorismus
Analysen und Links, zusammengestellt vom Hamburger
Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik.
http://www.ifsh.de/terrorism.php

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