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 last update: boa München, Do. 25.04.2002 - 14:00 
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Do. 25.04.2002      

Alarmierende Entdeckung

Laut Studie krebserregender Stoff in Grundnahrungsmitteln

Bei der Zubereitung der Nahrungsmittel entsteht in hoher Konzentration Acrylamid, das zu genetischen Veränderungen führt und in Tierversuchen gut- und bösartige Tumore im Magen hervorgerufen hat.

Wegen der Wichtigkeit der Entdeckung entschloss sich die schwedische
     Nahrungsmittelbehörde, die Öffentlichkeit zu informieren, bevor die Ergebnisse
     der von Wissenschaftlern der Universität Stockholm erstellten Studie in einer
     wissenschaftlichen Publikation vorgelegt werden.
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Krebsgefahr

Do.25.04.02 - Grundnahrungsmittel wie Brot, Kartoffelprodukte und Gebäck, die von Millionen Menschen auf der Welt gegessen werden, können nach Erkenntnissen schwedischer Wissenschaftler hohe Konzentrationen einer wahrscheinlich krebserzeugenden Substanz enthalten.

Die schwedische Nahrungsmittelbehörde teilte am Mittwoch mit, bei der Untersuchung des Effekts der Erhitzung auf Nahrungsmittel wie Getreide, Reis und Kartoffeln hätten Wissenschaftler der Universität Stockholm die Substanz Acrylamid entdeckt, die im Verdacht stehe, Krebs zu erzeugen. Die Entdeckung sei so wichtig, dass man sich entschlossen habe, die Öffentlichkeit zu informieren, bevor die Ergebnisse der Studie in einer wissenschaftlichen Publikation vorgelegt worden seien.

Der Studie zufolge können Kartoffelchips bis zum 500fachen jener Menge Acrylamid enthalten, die die Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Maximum im Trinkwasser erlaubt. Pommes frites in den schwedischen Restaurants der Fastfood-Ketten Burger King und McDonalds hätten rund das Hundertfache des Maximalwerts der WHO für Trinkwasser enthalten.

Für die Studie seien mehr als 100 zufällig zusammengestellte Lebensmittelproben untersucht worden, teilte der Chef der Forschungsabteilung der Lebensmittelbehörde, Leif Busk, mit. Die Untersuchung sei aber nicht umfangreich genug, um eine Einstellung des Verkaufs der Produkte zu empfehlen.

Zu den untersuchten Produkten gehörten Kartoffelchips des finnischen Snackherstellers CHIPS ABP, dessen Aktienskurs umgehend um mehr als 17 Prozent fiel, sowie Erzeugnisse von Kellogg, der zur PepsiCo gehörenden Quaker Oats Co, Nestle, und Old El Paso. Das finnische Unternehmen CHIPS ABP teilte in einer ersten Reaktion mit, dies seien völlig neue Informationen, die zuvor in der Nahrungsmittelindustrie der ganzen Welt nicht bekannt gewesen seien. Bei Burger King in Schweden hieß es, die Angaben würden auf ihre Bedeutung geprüft. Stellungnahmen der anderen Unternehmen waren zunächst nicht zu erhalten.

Pommes frites, Ofenbackkartoffeln und Getreideprodukte wiesen bei hohen Temperaturen starke Konzentrationen an Acrylamid auf, teilte die Behörde weiter mit. Acrylamid entstehe den neuesten Forschungen zufolge bei der Zubereitung und Erhitzung der Nahrungsmittel.

Die US-Umweltschutzbehörde klassifiziert Acrylamid, eine farblose, kristalline Masse, als einen mittelschwer Krebs erregenden Stoff. Nach Informationen der internationalen Krebsforschungsgesellschaft führt Acrylamid zu genetischen Veränderungen und hat in Tierversuchen gut- und bösartige Tumore im Magen hervorgerufen. Außerdem sei bekannt, dass die Substanz das Nervensystem schädigen könne.

Die Entdeckung, dass Acrylamid in hoher Konzentration bei der Zubereitung der Nahrungsmittel entsteht, sei eine neue Erkenntnis. Damit könne möglicherweise erklärt werden, dass Nahrungsmittel die Ursache für Krebserkrankungen seien könnten, sagte der Leiter der schwedischen Nahrungsmittelbehörde, Leif Busk.

Hormongift in nahezu allen Lebensmitteln

Vergangene Woche wurde darüber berichtet, dass Jülicher Forscher nach eigenen Angaben in zahlreichen Lebensmitteln hormonell wirksame Substanzen gefunden haben, die normalerweise in Reinigungsmitteln und Pestiziden zum Einsatz kommen. Besonders betroffen sind Äpfel und Tomaten.

Die Forscher wiesen erstmals bestimmte Abbauprodukte so genannter Tenside nach. Diese "Nonylphenole" könnten das menschliche Hormonsystem beeinflussen und würden für Missbildungen, Fruchtbarkeitsstörungen und Krebs mit verantwortlich gemacht, teilte das Forschungszentrum Jülich mit. Mehr unter:
http://www.boa-muenchen.org/boa-kuenstlerkooperative/n0204170.htm#umweltgifte_2
 
 

(Quellen: rtr, partisan.net, boa-archiv)

 
 

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