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Mo. 16.09.2002      

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Ozonloch-Katastrophe knapp verhindert

Ozonschicht bleibt während des nächsten Jahrzehnts weiterhin besonders anfällig

Zum internationalen "Tag zum Schutz der Ozonschicht" an diesem Montag sahen Fachleute und die UNO trotz der bisherigen Erfolge keinen Grund zur Entwarnung.

Klimaexperte: "Die Folgen des jahrzehntelangen Ausstoßes von Ozonkillern
     einer erhöhten Hautkrebsrate - werden aber frühestens in etwa 100 Jahren
     überwunden sein.
Klimafaktor Mensch
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Anfällige Ozonschicht

Mo.16.09.02 - Die Menschheit ist nach Ansicht von Klimaexperten nur haarscharf einer Katastrophe durch die Zerstörung der schützenden Ozonschicht entgangen. Zum internationalen «Tag zum Schutz der Ozonschicht» an diesem Montag sahen Fachleute und die UNO trotz der bisherigen Erfolge keinen Grund zur Entwarnung.

"Die Folgen des jahrzehntelangen Ausstoßes von Ozonkillern - etwa in Form einer erhöhten Hautkrebsrate - werden aber frühestens in etwa 100 Jahren überwunden sein", sagte der Wuppertaler Klimaexperte Hans- Jochen Luhmann in einem dpa-Gespräch. UN-Generalsekretär Kofi Annan sagte, dass die Ozonschicht auch im nächsten Jahrzehnt anfällig bleibe.

"Wissenschaftler sagen voraus, dass die Ozonschicht während des nächsten Jahrzehnts weiterhin besonders anfällig bleiben wird, auch wenn alle Staaten die Maßgaben des Protokolls von Montréal einhalten, ozonmindernde Substanzen zu kontrollieren und stufenweise aus dem Verkehr zu ziehen", heißt es in einer Mitteilung Annans. Würde das Protokoll nicht befolgt, könnte sich eine Erholung der Ozonschicht verzögern oder sogar verhindert werden. 1987 hatten sich in Montréal 47 Länder bereit erklärt, bis 1999 den Gebrauch von Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) um die Hälfte zu reduzieren. FCKWs gelten als Hauptursache für den Abbau der Ozonschicht.

Eine weltweite Schädigung der Ozonschicht im Ausmaß des antarktischen Ozonlochs sei zwar abgewendet worden, sagte Luhmann. Ihre vollständige Erholung in den nächsten 50 Jahren sei aber keineswegs sicher. "Ob und wann wir zum Ausgangszustand der Ozonschicht zurückkommen, hängt vom Erfolg der Klimapolitik ab." Dazu müssten in Deutschland die Treibhausgas-Emissionen um 80 Prozent bis zum Jahr 2050 gesenkt werden, wie von der Enquete-Kommission des Bundestages empfohlen.

Dem Ozonloch-Entdecker Joe Farman vom britischen Antarktis- Forschungsinstitut zufolge könne die erhöhte UV-Strahlung etwa bis zum Jahr 2050 auf das Niveau der 70er Jahre sinken, erklärte Luhmann. Zeitverzögert sei mit einer Erhöhung der Hautkrebsrate zu rechnen, die um 30 bis 40 Jahre versetzt ansteige und erst bis 2100 wieder abflache. Die Ozonschicht schützt Lebewesen auf der Erde vor der energiereichen ultravioletten (UV) Strahlung der Sonne.
 
 

(Quelle: dpa)

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Die Indizien, dass der Mensch das Weltklima aus dem Gleichgewicht bringt, verdichten sich.
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