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 last update: boa München, Fr.20.09.2002 - 14:00 
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Mo. 23.09.2002      

Kurznachrichten | Nachrichtendienste

Ergebnis der Bundestagswahl 2002:

Rot-Grün kann weiter regieren

SPD und Grüne gewannen zusammen 306 Sitze und damit vier mehr als die erforderliche Kanzlermehrheit von 302 Stimmen. Insgesamt erreichte die SPD 38,5 (1998: 40,9 Prozent), die CDU/CSU 38,5 Prozent (35,1 Prozent), die Grünen 8,6 Prozent (6,7 Prozent), die FDP 7,4 Prozent (6,2 Prozent) und die PDS 4,0 Prozent (5,1 Prozent). Die Wahlbeteiligung lag mit 79,1 Prozent unter der Beteiligung vor vier Jahren von 82,2 Prozent.
     

Deutschland hat gewählt:
     Rot-grün kann weiter regieren. 4 Sitze mehr als die erforderliche Kanzlermehrheit.
     Insgesamt erreichte die SPD 38,5 %, CDU/CSU 28,5%, Grüne 8,6%,
     FDP 7,4%, PDS 4%.
Vorläufiges amtliches Endergebnis der Bundestagswahl.
Links zum Thema Bundestagswahl 2002
 

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Deutschland hat gewählt: Rot-Grün kann weiter regieren

Mo.23.09.02 - Nach einer dramatischen Wahlnacht hat Rot-Grün bei der Bundestagswahl einen knappen Sieg davongetragen. Dem vorläufigen amtlichen Endergebnis zufolge gewannen SPD und Grüne zusammen 306 Sitze und damit vier mehr als die erforderliche Kanzlermehrheit von 302 Stimmen. Möglich wurde dies vor allem durch Zugewinne der Grünen. Deutlich zulegen konnte auch die CDU/CSU, die beim Stimmenanteil mit der SPD gleich zog. Die PDS scheiterte an der Fünf-Prozent-Hürde, erhält aber zwei Direktmandate. Die Grünen errangen zum ersten Mal in ihrer Geschichte ein Direktmandat: Der Parteilinke Christian Ströbele setzte sich im Wahlkreis Kreuzberg-Friedrichshain in Berlin durch.

Den Abend über hatten die politischen Lager lange fast gleichauf gelegen. Der letztlich doch eindeutige Vorsprung von Rot-Grün ist auch auf vier Überhangmandate für die SPD zurückzuführen, die die Sozialdemokraten vor allen Dingen in Ostdeutschland errangen. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) stellte klar, er wolle das Bündnis mit den Grünen fortsetzen. Unionskanzlerkandidat Edmund Stoiber gestand auf der CSU-Wahlparty in München indirekt seine Niederlage ein, prophezeite jedoch ein frühzeitiges Scheitern der rot-grünen Regierung.

Insgesamt erreichte die SPD 38,5 Prozent der Zweitstimmen (1998: 40,9 Prozent), die CDU/CSU ebenfalls 38,5 Prozent (35,1 Prozent), die Grünen 8,6 Prozent (6,7 Prozent), die FDP 7,4 Prozent (6,2 Prozent) und die PDS 4,0 Prozent (5,1 Prozent). Im neuen Bundestag haben die Sozialdemokraten 251 Mandate und bleiben damit stärkste Fraktion. Die CDU/CSU stellt 248 Abgeordnete, die Grünen 55, die FDP 47 und die PDS zwei. Auch die Union erhielt ein Überhangmandat und zwar in Sachsen. Für die Grünen errang Christian Ströbele in Berlin Friedrichshain-Kreuzberg erstmals in der Parteigeschichte bei einer Bundestagswahl ein Direktmandat.

Schröder erklärte noch am Wahlabend, er wolle auch mit einem hauchdünnen Vorsprung regieren: "Mehrheit ist Mehrheit. Und wenn wir sie haben, werden wir sie auch nutzen." Der SPD-Verlust von rund zweieinhalb Prozentpunkten gegenüber der Wahl 1998 sei aber "schmerzlich", räumte der Kanzler ein. Auch die gestärkten Grünen setzen auf die Fortführung des Regierungsbündnisses: "Am Ende wird die Mehrheit da sein", erklärte Grünen-Spitzenkandidat Joschka Fischer bereits kurz nach Schließung der Wahllokale vor jubelnden Anhängern. Auch Grünen-Chef Fritz Kuhn sagte, seine Partei wolle die Koalition mit der SPD fortsetzen. Er und weitere Grünen-Spitzenpolitiker äußerten sich hochzufrieden mit dem Ergebnis der Partei.

Rot-Grün werde keine vier Jahre durchhalten, kommentierte Stoiber das Wahlergebnis. Wenn die Regierung in den nächsten zwei Jahren zusammenbreche, stehe er als Kanzler zur Verfügung. "Wir haben allen Grund stolz zu sein", sagte der CSU-Chef zu den Stimmengewinnen der Union.

Die FDP zeigte sich schwer enttäuscht. "Wir sind eindeutig unter unseren Möglichkeiten geblieben", räumte Parteichef Guido Westerwelle ein. Als Schuldiger wurde vor allem der wegen seiner Israel-Aussagen umstrittene Parteivize Jürgen Möllemann ausgemacht. Das FDP-Präsidium forderte ihn noch am Abend auf, sein Parteiamt niederzulegen. Für die PDS gestand Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch die "schwere Niederlage" seiner Partei ein.

Zur Stimmabgabe waren rund 61,2 Millionen Bundesbürger aufgerufen. Die Wahlbeteiligung lag mit 79,1 Prozent unter der Beteiligung vor vier Jahren von 82,2 Prozent.
 
 

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Vorläufiges amtliches Endergebnis der Bundestagswahl 2002:

Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis vom frühen Montagmorgen wird Rot- Grün mit 306 Sitzen und einem Vorsprung von 11 Mandaten vor Schwarz- Gelb (295 Mandate) weiterregieren. Dem neuen Bundestag werden 603 Abgeordnete angehören. Die absolute Mehrheit liegt damit bei 302 Sitzen - Rot-Grün hat 4 Mandate mehr.

Mehr unter:
http://www.bundeswahlleiter.de/bundestagswahl2002/deutsch/
ergebnis2002/btw2002/index_btw2002.htm

 
 

(Quellen: dpa, ap, afp)

 
 

Fr.20.09.02
Bundestagswahlkampf: Schaulaufen statt Thesen
Im Wahlkampf wurden öffentlichkeitswirksame Auftritte inszeniert,
Images aufpoliert. Über die programmatischen Inhalte der Parteien
wurde in den Medien nicht wirklich informiert.
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Links zum Thema Bundestagswahl 2002:

Deutschland wählt - Das Geheimnis der zwei Stimmen
http://www.nzz.ch/dossiers/2002/wahlen_deutschland/
2002.06.27-al-newzzD2YJZDMC-12.html

Deutschland wählt - Dossier der Neuen Züricher Zeitung
U.a. wird das Wahlverfahren in Deutschland erklärt.
http://www.nzz.ch/dossiers/2002/wahlen_deutschland/

Deutschland wählt - Weiterführende Links
http://www.nzz.ch/dossiers/2002/wahlen_deutschland/weiterfuehrende_links.html

Hintergrund: Fünf-Prozent-Hürde und Grundmandatsklausel
http://de.news.yahoo.com/020920/3/2yx50.html

Stichwort: Sitzverteilung im Bundestag
http://de.news.yahoo.com/020922/12/2yznf.html

Chronik der bisherigen Wahlen:
http://de.news.yahoo.com/020916/12/2ymlt.html

Wahl 2002 - Nachrichten, Berichte, Hintergrund-Informationen
http://de.news.yahoo.com/wahl/

Wahl-o-mat
Wähler- und Parteiprogrammtest im Internet:
http://www.wahl-o-mat.de
 
 


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