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Photos werben um Verständnis
für behinderte Kinder
Die ganz eigene
Gefühlsintensität behinderter Kinder versucht Sonderschullehrer
Friedemann Beyer in einer Photoausstellung in der Keller-Galerie B.O.A.
(Schraudolphstr.25) herauszustellen. "In einem anderen Land" hat er die
Photoserie betitelt und auch die begleitenden Texte geschrieben. Da heißt
es zu einem Bild: "A., die zu 75 Prozent spastisch gelähmt ist. Ich
trage sie jeden Morgen vom Bus in die Klasse. Das einzige Mittel zur Verständigung
sind ihre Augen, die lachen können."
Sämtliche Portraits wurden in der Münchner Sonderschule
aufgenommen. Die Texte sind Tagebuchnotizen. So auch dieser: "Diese Kinder
zu erleben, heißt augenblickliche Zersetzung der Begriffe über
sie."
Die Ausstellung ist geöffnet bis zum 8.April, jeweils
Dienstag bis Freitag von 14 bis 18, Samstag von 10 bis 14 Uhr. - Filmvorführungen:
Am 30. und 31.3. und 1.4. jeweils um 19 und 21 Uhr "Die Zukunft des Harald
E.", Dokumentarfilm über ein cerebralgeschädigtes Kind, und "Freut
Euch des Lebens". Am 6.; 7. und 8.4., jeweils um 19 und 21 Uhr, "Land des
Schweigens und der Dunkelheit", ein Werner-Herzog-Film über Taubblinde.
AZ, 1978
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