| . | ...Kritische Masse | |
| . | 30.09.1999:
Atom-Katastrophe in der japanischen Stadt Tokaimura |
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Unkontrollierte Kettenreaktion in atomarer Wiederaufarbeitungsanlage (WAA)/ Überschreitung der Strahlengrenzwerte um das 15000-fache Japan steht am Rande einer Nuklearkatastrophe. Evakuierungen in der Umgebung der Anlage. Erst mehr als zwölf Stunden nach Beginn des Störfalls gab die Regierung das dramatische Ausmaß bekannt. TOKIO,
30. September. Der Störfall ereignete sich in der Uranverarbeitungsanlage
der Stadt Tokaimura, 160 Kilometer nordöstlich von Tokio. Am Donnerstag
morgen, 10.35 Uhr Ortszeit, wurde Alarm ausgelöst. Die Betreiber der
Anlage teilten mit, daß hochangereichertes Uran eine kritische Masse
erreicht und eine atomare Kettenreaktion ausgelöst habe, wobei hohe
radioaktive Strahlung freigesetzt worden sei.Nach Angaben der Provinzregierung
von Ibaraki wurde in der Umgebung der Atomanlage eine Überschreitung
der Grenzwerte um das 15000-fache festgestellt. Die Zahl der verstrahlten
Arbeiter wird mit 14 angegeben. Einige von ihnen wiesen Symptome wie Strahlenopfer
der Atombombenexplosion in Hiroshima auf.150 Anwohner aus der unmittelbaren
Nähe der Fabrik wurden evakuiert. Etwa 300000 Anwohner im Umkreis
von 10 Kilometern wurden aufgefordert, ihre Häuser nicht zu verlassen
und Fenster und Türen zu schließen. Kindergärten und Schulen
sind geschlossen. Der Zugverkehr in der Region ruhte.
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. Quellen:
dpa, SZ, FR, df und ARD-Tagesschau v.30.09.u.01.10.1999
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| . | Die japanische Regierung gab inzwischen bekannt, daß sie ihre Atompolitik nicht ändern werde. |