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Lebender Computer 

    " Aus  den  Nervensträngen  von  Blutegeln  und   winzigen elektronischen Bauteilen aus Silizium haben US-Forscher der University Georgia Tech eine Art lebenden Computer gebaut. Einfache  Rechenaufgaben wie "5 + 3"  hat er  bereits gemei- stert." 1

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  Auch in Deutschland laufen seit einiger Zeit Projekte, die eine Verbindung von Neurologie, Biochemie, Mikroelektronik und Computertechnik realisieren wollen. Eines davon findet sich in der Abteilung Membran- und Neurophysik am Max-Planck-Institut (MPI) für Biochemie in Martinsrid bei München. Laut Martin Jenker, Mitarbeiter in der Abteilung, wollen die Wissenschaftler dort verstehen, wie neuronale Netze arbeiten: "Wir nehmen keine großen Strukturen auseinander, um sie zu analysieren, sondern bauen winzige 'Hirne' unter genau definierten Bedingungen." Um das zu erreichen werden künstliche neuronale Netze auf Halbleiterchips kultiviert: Auf die ebene Chipoberfläche bringen die Münchner Forscher einzelne Nervenzellen von Ratten, Schnecken oder Blutegeln auf, die sich wieder zu einem Gewebe zusammenschließen. Um strukturiertes Wachstum auf der künstlichen Oberfläche zu erreichen, werden mit Hilfe von photolithographischen Methoden definierte Bahnen vorgegeben, auf denen die Zellkörper anfangen, ihre Fortsätze auszubilden. Als direkte Schnittstelle zwischen Nervenzellen und Computertechnologie dienen sogenannte Feldeffekttransistoren (FET).
  Mit diesen elementaren Bauteilen, die direkt unter der Chipoberfläche eingebaut sind, können die Forscher ohne Schädigung der Zellen deren Aktivität messen. Bei den Schnecken- und Blutegelzellen ist es mit Hilfe der Chips inzwischen sogar schon gelungen, künstlich Aktivität auszulösen. 2

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1 Quelle: DIE WOCHE, 22.09.1999
2 Quelle: MaxPlanckForschung, HV/99, Sept.1999

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