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 last update: boa München, Do. 28.05.2001 - 13:00 
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"Uneingelöste Versprechen "

UN-Weltkindergipfel 2001 in New York

Vom 19. bis zum 21. September 2001 veranstalten die Vereinten Nationen in New York einen Weltgipfel für Kinder. Bei dieser Sonder-Generalversammlung der Vereinten Nationen geht es um die Frage, was getan werden kann, um die Überlebens- und Entwicklungschancen von Kindern weltweit grundlegend zu verbessern.

Do.28.06.01 - Die Konferenz knüpft an den ersten Weltgipfel für Kinder von 1990 an. Dies war die bis dahin größte internationale Zusammenkunft mit Vertretern aus über 150 Ländern, darunter 71 Staats- und Regierungschefs. Die Teilnehmer verständigten sich auf 27 ehrgeizige Entwicklungsziele für das Jahr 2000. Dabei ging es unter anderem um die Senkung der Kindersterblichkeit, die Bekämpfung der Mangelernährung, die Verbesserung der Bildungschancen und einen besseren Schutz für Kinder vor Missbrauch und Ausbeutung.

Jetzt gilt es zu überprüfen, welche Ziele von welchen Ländern erreicht wurden, wo es Probleme gab und welche Schlüsse daraus gezogen werden müssen. Auch vor Abschluss der Detail-Auswertung steht fest: Viele Versprechen konnten nicht eingelöst werden. Kriege und die immer weiter auseinander klaffende Schere zwischen Arm und Reich haben weitreichende Fortschritte verhindert. Die rasante Ausbreitung der Immunschwächekrankheit AIDS hat im südlichen Afrika sogar viele der mühsam erkämpften Erfolge der vorangegangenen Jahrzehnte zunichte gemacht hat.

Die UN-Weltkonferenz für Kinder will Antworten auf diese Herausforderungen finden und eine Agenda für Kinder im 21. Jahrhundert verabschieden. Es gilt, die Kluft zwischen der nahezu weltweiten Ratifizierung der UN-Kinderrechts-Konvention und dem anhaltenden Elend, in dem Hunderte Millionen Kinder aufwachsen zu schließen. Denn Kinder haben ein Recht auf einen guten Start ins Leben, auf die volle Entwicklung ihrer Anlagen, auf eine gute Schulbildung und auf eine Jugendzeit, in der sie sich - vor Ausbeutung und Gewalt geschützt - auf ein verantwortungsbewusstes und selbständiges Leben als Erwachsene vorbereiten können.

Entscheidend für den Erfolg der neuen Agenda wird sein, dass diese möglichst breit angelegt wird. Sie muss für Kinder in allen Regionen der Erde relevant sein. Deshalb setzt sich UNICEF dafür ein, dass auf regionalen Vorbereitungskonferenzen die jeweiligen Probleme analysiert und Vorschläge zu einer Verbesserung der Situation der Kinder erarbeitet werden. Auf Einladung der bosnischen und der deutschen Regierung fand beispielsweise vom 16. bis zum 18. Mai in Berlin eine solche Sitzung der Staaten Europas und Zentralasiens statt.

Darüber hinaus gilt es, möglichst viele gesellschaftliche Gruppen und auch Kinder selbst in die Entwicklung des neuen Aktionsplans einzubeziehen. Viele Regierungen beteiligen bereits Nicht-Regierungsorganisationen sowie Kinder und Jugendliche an dem Vorbereitungsprozess zu der Konferenz. Einige haben auch Sonderbeauftragte ernannt, um die Vorarbeiten auf nationaler Ebene zu koordinieren und für die nötige Öffentlichkeit zu sorgen.

Für UNICEF ist der Weltkindergipfel Anlass, neue Partner für eine weltweite Bewegung für Kinder zu suchen. Der Friedens-Nobelpreisträger Nelson Mandela und seine Frau Graça Machel unterstützen diese Bewegung, indem sie bei ihren Kontakten zu Politikern, Wirtschaftsvertretern und Medien dafür werben, die Rechte der Kinder offensiver als bisher zu vertreten. Ihr Motto lautet: "Wir dürfen die kostbaren Leben unserer Kinder nicht vergeuden. Kein einziges mehr, nicht einen Tag länger. Es ist höchste Zeit, zu handeln."

(Quelle: unicef)



Noch nie haben laut Unicef so viele Kinder unter Kriegen gelitten. In den vergangenen zehn Jahren seien zwei Millionen Kinder in Kriegen gestorben, sechs Millionen seien verletzt worden. Zur Zeit würden weltweit 300.000 Kinder als Soldaten mißbraucht. Nach Unicef-Angaben sterben jährlich zwölf Millionen Menschen vor dem fünften Geburtstag, zumeist an leicht vermeidbaren und behandelbaren Krankheiten. Das Grundrecht auf Bildung wird Unicef zufolge 130 Millionen Kindern verwehrt. 250 Millionen Kinder werden wirtschaftlich ausgebeutet, hieß es im Bericht von Unicef. Kriminelle Banden setzen nach Unicef-Schätzungen jährlich etwa fünf Milliarden Dollar mit Kinderprostitution und -pornographie um. In Deutschland lebten mehr als eine Million Kinder von Sozialhilfe. Zudem seien deutsche Kinder auch bedroht von Mißbrauch, Gewalt und Arbeitslosigkeit. Die deutsche Regierung sei mit verantwortlich für die wachsende Kinderarmut. (Quellen: dpa und sz v. 16.11.99)



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UNICEF:
http://www.unicef.de
http://www.unicef.de
 
 
(K)eine Welt für Kinder? – Fakten zur Lage der Kinder
Wie hat sich die Situation der Kinder im vergangenen Jahrzehnt verändert?

Die Weltkindergipfel 1990 und 2001: Bilanz und Ausblick (PDF-Dokument)
http://www.unicef.de/gmfc/Weltkindergipfel.pdf

Kinder in Westeuropa: 1990 bis 2000
http://www.unicef.de/akt/akt_151.php?news_id=387

Kinder in Osteuropa und Zentralasien: 1990 bis 2000
http://www.unicef.de/akt/akt_151.php?news_id=388
 
 


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