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Im Anfang war das Vergessen, so heißt
es in vielen abend- und morgenländischen Schöpfungsmythen
über die Menschwerdung. In der jüdischen Überlieferung schlägt
der Engel des Vergessens dem neugeborenen auf den Mund, damit er
sein ursprüngliches Wissen über die Dinge vergesse.
a,A das
1) Vokal, der erste Buchstabe im Alphabet.
A und O, Alpha
und Omega, der erste und
der letzte Buchstabe
im griech. Alphabet,
daher Anfang und
Ende (offb. 1,8).
2) A, erster Buchstabe der
4-Buchstabensprache
der DNA:
A,T,G und C
3) der 6.Ton der C-Dur Tonleiter.
Das
eingstrichene
a
(a1) ist der Stimmton
(-> Kammerton).
9) Das Buchstaben-Zeichen a
(kleines a)
ist eines von
256 Zeichen in der ASCII-
Tabelle. Ihm wird
in der ASCII-Tabelle
folgender ASCII-Code
zugewiesen:
Dezimal
97 , Hexadezimal 61
10) Das Buchstaben-Zeichen A (goßes
A)
ist eines von
256 Zeichen in der ASCII-
Tabelle. Ihm wird
in der ASCII-Tabelle
folgender ASCII-Code
zugewiesen:
Dezimal 65, Hexadezimal
41
ASCII ist die Abkürzung für "American
Standard Code of Information Interchance".
ASCII-Tabelle: In der ASCII-Tabelle sind sämtliche
Buchstaben des Alphabets, internationale Sonderzeichen und Grafikzeichen
enthalten. Den insgesamt 256 Zeichen werden in der Tabelle
Zahlencodes zugewiesen, die für den internationalen
Datenaustausch Gültigkeit haben und eine problemlose und fehlerfreie
Datenübertragung zwischen Programmen und Computern sowie ihren
Peripherie-Geräten (Computer-Tastatur, Monitore, Drucker...) gewährleisten.
³ was uns die zeichen bedeuten ³
³ bedeuten uns was die zeichen ³
³ uns bedeuten die zeichen was ³
³ die zeichen bedeuten uns was ³
³ di ze chen bedeuten uns was ³
³ i ze chen be euten uns was ³
³ i z ch b ut
us was ³
³ i z ch b
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À
Ù 3
Der Mensch nimmt sechzig bis siebzig Prozent
seiner Information über das Auge auf. Bereits ein einziges Lichtquant
erzeugt auf der Netzhaut elektrische Impulse; sie sind jedoch von so geringer
Energie, daß es zur Erregung der Nervenfasern molekularer Verstärkung
bedarf. Dies geschieht durch die Aufnahme des
Lichtquanten in den "Sehfarbstoff" Rhodopsin.
Dieses Protein wird dabei so verändert, daß es eine enzymatysche
Funktion erfüllt.
Auf diese Weise aktiviert jeweils ein Rhodopsin-Molekül
einige hundert sogenannte G-Proteine, was einen ebenso vielfachen
Verstärker-Mechanismus bedeutet. Ähnliche
Prozesse laufen beim Zusammentreffen des G-Eiweißstoffes mit
Phosphodiesterase, nun
aber eine Verstärkung um bis zum Zehtausendfachen
auslösend, ab. Leztere baut eine vierte Substanz, Cyclo-GMP
ab. Die Verringerung
der Cyclo-GMP vermindert den Ionenfluß
in der Sehzelle, wodurch elektrisches Potential erzeugt wird. Am
Ende der "Enzymkaskade" steht somit eine relevante Spannung, die
von den Photorezeptoren schließlich in die "Nerven- Sprache"
umgewandelt wird. 4
"Rot physikalisch zu definieren, ist relativ
einfach. Aber erklären sie mal einem Blinden, wie es ist, Rot
zu sehen", schildert der Bremer Hirnforscher Hans Flohr das Dilemma
von scheinbarer Objektivität und subjektiver Wahrnehmung. "Da
stößt unsere Intuition sehr rasch an seine
Grenzen." 5
Getrieben von einem "großen Verlangen,
wahres von Falschem unterscheiden zu lernen" sucht er nach einer
Methode, die eine systematische Gewinnung neuer Erkenntnisse ermöglicht.
Diese neue Methode, die Descartes im "Discours
de la méthode" vorstellt, besteht darin, daß nur als
wahr behauptet werden darf, was man so klar und deutlich erkennt,
daß man überhaupt nicht daran zweifeln kann.
Die cartesische Methode des radikalen
Zweifels: Nur die Sätze sollen als wahr genommen werden, deren
Evidenz jeden Zweifel ausschließt. Daher beginnt Descartes
Suche nach ihnen dadurch, daß er Ausnahmen auf ihre Bezweifelbarkeit
untersucht. Bei diesen Verfahren des methodischen Zweifels erwiesen
sich alle durch die Sinne vermittelten Informationen als bezweifelbar,
da die Sinne
häufig täuschen. Sogar Aussagen über
die Existenz des Körpers, auch des eigenen, müssen als
ungewiß gelten.
Die cartesische Methode bedeutet Reduktion
von Komplexität auf Einfachheit. Cogito, ergo sum ist die erste
Gewißheit dieser Metaphysik, auf ihr beruhen alle anderen Gewißheiten.
"Ich denke", "ich bin". 6
Die Landkarte des menschlichen Gehirns
hat viele weiße Flecken. Angela Friederici (Psycholinguistin, FU
Berlin) möchte einige erkunden. Sie vermutet, daß Sprache
im Gehirn mehrfach repräsentiert ist, einerseits als Prozeß
der Satzbildung, wobei
Wörter nach komplizierten grammatikalischen
Regeln aneinander gereiht werden, andererseits unter dem Aspekt des
Wissens, also des durch Wörter vermittelten Inhalts. In den
verschiedenen
Windungen und Furchen des Gehirns hofft sie,
irgendwann einmal Regionen für Sprachmelodie, Grammatik und
Bedeutung der Wörter lokalisieren zu können. Es ist seit längerem
bekannt, daß diese
drei Sprachelemente getrennt verarbeitet werden
können. 7
Die Aufgabe "hinter den Zeilen zu lesen",
um die Situation des (Schreibenden) zu erschließen, ist eine
Aufgabe, die regelmäßig bei der Interpretation von geschriebenen
Äußerungen sich stellt. Aber selbst dann, wenn diese vorläufige
Aufgabe zufrieden stellend gelöst worden ist und es klar ist,
was der Schreibende versucht zu tun und inwieweit er dafür
qualifiziert ist, bleibt normalerweise noch eine weitere Aufgabe
übrig, nämlich das "zwischen den zeilen lesen", was er
schreibt (und sagen will). Es wäre sicher kurzsichtig, das,
"was gesagt wird", als vollständig
durch die vom Schreibenden verwendeten Wörter
ausgedrückt zu betrachten...
Und doch muß jeder, der sich ernsthaft
auf dieses Leseabenteuer einlassen will, hindurch nicht nur durch fertige
autorisierte Texte -, sondern muß über Vorentwürfe
und Entwürfe, Vorstufen,
Zwischenstufen, Vorendstufen aufsteigen, um dann
immer wieder - ja, abzustürzen ins Nichts. Weil alles Angefangene,
Probierte, Korrigierte immer wieder unfortgesetzt und unvollendet Fragment
bleibt...
"Es war Mord", sagt der umkämpfte,
umrätselte letzte Satz (...)
"O Gott...wie hängt das alles zusammen?
Denken. Wollen. Sein." 8
.
1 Titel
einer Komposition von Mauricio Kagel
2 Achternbusch,
Herbert: 57, Autor, Filmemacher,
München,
Quelle: SZ-Magazin, 22.3.1996
3 H.R.G.
4 Quelle:
SZ, 17.1.1985
5 Quelle:
Die Zeit, 31.5.1996
6 Quelle:
SZ, 30.3.1996
7 Quelle:
Die Zeit, 19.4.1991
8 Reinhardt
Baumgart über Ingeborg Bachmanns
legendäres Todes-Arten-Projekt,
Quelle: Die Zeit,
24.11.1995
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