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.   XENO-ÖSTROGENE
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 Gefährden hormonell wirksame Chemikalien in der Umwelt 
 die Fruchtbarkeit der Männer?
  von Linde Peters 

  Xeno-Östrogene,   Industriechemikalien  in  der Umwelt,   die  wie  Sexualhormone wirken,  bedrohen  Tiere  und  Menschen.  Die  Hormonwirkung   von  Alkylphenolen (Abbauprodukte  von  Waschmitteln)  und  Bisphenolen   (z.B. Bisphenol A,  ein weit verbreiteter Bestandteil in Kunststoffen) war schon in den 30er Jahren bekannt. Aber die  Probleme  mußten  wohl  erst  die  jetzige  Massivität  erhalten,  bevor  sie ernst genommen   wurden.   Die  drastische   Abnahme   der   Spermienzahlen   in   den vergangenen  zwei  Generationen  stellt  eine  Bedrohung für  die Fruchtbarkeit der Männer in der Zukunft dar. In Dänemark wurde eine Zunahme von Mißbildungen an 
den  Geschlechtsorganen  und  eine  Vervielfachung  der  Fälle  von  Hodenkrebs festgestellt. Zu den Substanzen mit Hormonwirkung gehören auch die Organozinn- Verbindungen Tributylzinn (TBT) und Triphenylzinn (TPT). TBT gilt als die toxischste Verbindung,  die  je in  die Umwelt  ausgebracht  wurde,  20mal  so  giftig  wie  das sogenannte Supergift Dioxin. Was zunächst nur ein Problem von Schiffsanstrichen (und  damit  auch von  Hafenbecken,  Sedimenten und Meerestieren) zu sein schien,   hat sich in letzter Zeit ausgeweitet. TPT wurde in Textilien (z.B: Sporttrikots) gefunden, in  Kartoffeln  (die  mit  dem  Pestizid  Brestan  von  Aventis  besprüht  wurden),  in kanadischem  Wein,  in  Milch,  Cola  und  Konserven   (durch  plastikbeschichtete Behälter). Andreas Troge vom Umweltbundesamt meint, Schäden in der Natur sollten als    Warnsignal    für  die   Gesundheit  der  Menschen   verstanden   werden,  und Risikoanalysen  sollten  künftig  stärker  dem  Vorsorgeprinzip  entsprechen.  Diese Warnung kommt etwas spät, denn längst sind hormonell wirksame Stoffe in vielen unserer Nahrungsmittel anzutreffen, besonders im Fisch. Deshalb sind die skandina- vischen Länder am stärksten von den Folgen betroffen. 



Umweltgifte machen unfruchtbar (Allgemeines)

Schäden durch hormonell wirksame Chemikalien bei Tieren 

Schäden durch hormonell wirksame Chemikalien bei Menschen

Der Sonderfall Organozinn-Verbindungen

Ist die Hypothese der xeno-östrogenen Wirkungen fundiert?

Forschungsbedarf im Bereich Xeno-Östrogene
 
 
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. ..Erstellt am 25.03.00, letzte Änderung am  01.04.00

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